Autor Thema: MIDGARD Smalltalk  (Gelesen 476568 mal)

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Online hexe

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2325 am: Heute um 17:05 »
Für mich hat es sich weiterhin wie Midgard angefühlt bis auf die Schicksalsmünzen, die wirkten moderner.

Aber ich war auf genau einen Midgard Con und auf dieser hatte ich zwei Runden, die beide nicht in der Midgard Welt sondern Parallelwelten gespielt haben. Sogar irgendwas mit Mondbesonderheiten. Deshalb ist meine Vorstellung von Midgard vielleicht zu offen, weil es da "schon immer" andere Welten gab, die bespielt wurden und Damatu, sich nun nur dazu gesellt hat.

Sodass ich aber auch kein großes Hindernis sehe, warum man Alba und Co nicht genauso mit den M6 Regeln bespielen könnte. Besonders wenn man Quellenbücher und ähnliches schon seit Jahrzehnten zur Verfügung hat.

Offline sma

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2326 am: Heute um 17:17 »
Für mich hat es sich weiterhin wie Midgard angefühlt bis auf die Schicksalsmünzen, die wirkten moderner.
Dieses Konzept geistert seit über 30 Jahren (Deadlands Classic, 1996, oder sogar Warhammer 1E, 1986, dort aber nur zum Überleben, nicht zum Nachwürfeln) durch die Rollenspiele. Modern würde ich das jetzt nicht nennen :)

Online Leonidas

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2327 am: Heute um 17:19 »
Ich finde M6 deutlich narrativer als M5, zumindest wie wir es (herausforderungsorientierter) gespielt haben. Insofern sind die beiden Spiele für mich vom Spielgefühl her weit auseinander, LP/AP hin oder her.

Offline unicum

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2328 am: Heute um 17:26 »
Dass Pegasus "too big to fail" ist, bezweifle ich. Das meiste in der Spielebranche ist ziemlich auf Kante gemacht, im Rollenspielbereich ist das eher extremer als woanders.

Zumindest bin ich mir was Pegaus betrifft sicher das sie mehr Werbung machen werden. Das ist es woran Midgard schon immer etwas gekränkelt hat - es war nicht präsent in vielen Teilen der RPG Community.

Das mache ich insbesondere an einem Gratsisrollenspielpaket fest das mal an unseren Verein ausgeliefert wurde von einem der die pakete auch gepackt hat. Der sah dann das bei uns im verein zu dem Zeipunkt 5 Midgardrunden liefen und sagte wörtlich "Midgard? Das gibts noch?" Also wohlgemerkt jemand der in der Branche tätig ist (wenn auch vieleicht nicht gar so tief dirn, ist aber auch schon ein paar Jahre her).

Von Elsa zu den Midgardcons: Es wäre uns lieber gewesen wenn die Midgardspieler lieber auf reguläre Cons gegangen wären und dort gespielt hätten.

Pegasus hat einfach mehr Möglichkeiten. Und Pegasus hat ggf auch Geld für Liebhabereien.

 

Offline felixs

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2329 am: Heute um 18:00 »
Legitimer m.E., als den Namen Midgard wegzulassen - das Team hat auf Midgard aufgebaut. Wenn man die Bezeichnung wegließe, würden wahrscheinlich Midgard-Spieler*innen, die zufällig in Kontakt mit Damatu geraten, sagen: "Hä, ist ja wohl alles schlecht von Midgard geklaut, was soll denn das bitte?"

Das kommt mir ziemlich konstruiert vor.
Aus meiner Sicht wäre das Spiel als "Legenden von Damatu" viel besser gestartet. Naja, ist ja auch egal.
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Online Swanosaurus

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2330 am: Heute um 18:07 »
Das kommt mir ziemlich konstruiert vor.
Aus meiner Sicht wäre das Spiel als "Legenden von Damatu" viel besser gestartet. Naja, ist ja auch egal.

Na ja, auf mich wirkt es wirklich nicht, als wären sie mit ihren eigenen Regel- und Weltideen gekommen und hätten dann den Namen "Midgard" draufgeklatscht, sondern als hätten sie mit Midgard - sowohl Welt als auch Regeln - angefangen und daran dann zahlreiche Änderungsideen herangetragen. "Dieses wenn ihr euer eigenes Ding machen wollt, dann schreibt doch nicht Midgard drauf!"- Geschimpfe leuchtet mir einfach nicht ein.
(Persönlich wäre es mir übrigens lieber gewesen, wenn sie in Sachen Spielwelt wirklich etwas ganz eigenes an die Regeln herangetragen hätten, denn anhand des Previews und des Schnellstarters wirkt Damatu eben immer noch leblos auf mich, so als ob eben gerade keiner mit einer spannenden Idee angekommen ist, die das Fundament legt).
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Offline Wyndor

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2331 am: Heute um 18:36 »
Ich empfinde die Welt Damatu aktuell auch noch als sehr schwer zugänglich. Es hat mich einige Stunden gekostet, mir auf Basis des Bandes "Die Umstürmten" das Gefüge der Stadt und des Archipels zurechtzulegen und am Ende wusste ich immernoch nicht so genau, wie ich die Laradri spielen sollte.

Ich bin bereit mich darauf einzulassen und werde mich mit großem Interesse in die anstehenden Publikationen vertiefen, aber ob das markttauglich ist - da bin ich mir unsicher.

Auf mich wirkt Damatu oft sehr akademisch, hoffe aber darauf, dass das bei den weiteren Ausarbeitungen in den Hintergrund tritt.

Ich mag auch die Diskussionen um "Erzählräume" nicht sonderlich gut leiden. Für mich war Rollenspiel immer ein Pulp-Hobby (und das meine ich komplett und ausschließlich positiv) und ich finde spieltheoretische Diskussionen immer unendlich langweilig und nervig pseudointellektuell.

Offline Horsinand

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2332 am: Heute um 18:43 »
Was sind denn in diesem Zusammenhang Erzählräume? - Bewusste Lücken der Weltbeschreibung zur Selbstbefüllung?

Offline Wyndor

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2333 am: Heute um 18:58 »
Was sind denn in diesem Zusammenhang Erzählräume? - Bewusste Lücken der Weltbeschreibung zur Selbstbefüllung?
Das hat der Chefredakteur Michael Masberg mal in senem Blog ausführlich erläutert: https://michaelmasberg.substack.com/p/worldbuilding-erzahlraume

Im wesentlichen geht es ihm wohl darum, dass Damatu keine "Kulturräume" mit irdischen Vorbildern haben soll, sondern "Erzählräume", in denen unterschiedliche Facetten des breiten Genres "Fantasy" bespielt werden können (also quasi von Conan bis Herr der Ringe) - aber da verlässt mich schon schnell die Lust, mir so darüber Gedanken zu machen und ich will einfach das Ergebnis spüren/erleben/erfahren, quasi "show don't tell" ;D


Offline felixs

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2334 am: Heute um 19:12 »
Na ja, auf mich wirkt es wirklich nicht, als wären sie mit ihren eigenen Regel- und Weltideen gekommen und hätten dann den Namen "Midgard" draufgeklatscht, sondern als hätten sie mit Midgard - sowohl Welt als auch Regeln - angefangen und daran dann zahlreiche Änderungsideen herangetragen. "Dieses wenn ihr euer eigenes Ding machen wollt, dann schreibt doch nicht Midgard drauf!"- Geschimpfe leuchtet mir einfach nicht ein.

Zu den Regeln möchte ich mich nicht weiter äußern.

Die Welt könnte genausogut etwas völlig neues sein. Ich sehe da nach wie vor die Kontinuität nicht.

"Geschimpfe" wäre mir auch zu viel. Aber ich denke, man kann durchaus sagen, dass das mit den Namen nicht gut gelaufen ist.
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Offline Wyndor

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2335 am: Heute um 19:19 »
Zu den Regeln möchte ich mich nicht weiter äußern.

Die Welt könnte genausogut etwas völlig neues sein. Ich sehe da nach wie vor die Kontinuität nicht.

"Geschimpfe" wäre mir auch zu viel. Aber ich denke, man kann durchaus sagen, dass das mit den Namen nicht gut gelaufen ist.

Das bestreitet auch keiner. Da war die Aussage immer ziemlich klar: Wir machen die Welt neu. Und die wird anders. Und bei den Regeln behalten wir einen für uns entscheidenden Midgard-Kern, um den wir auch was Neues bauen. (So mal die Statements von Michael Masberg zusammengefasst). Und das ist Midgard 6. So ganz offiziell.

Offline tarinyon

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2336 am: Heute um 19:30 »
Naja, jeder kann das ja gut finden. Aber sorry, es war abzusehen, dass man da die bestehende Kundschaft vergrault. Das kann man nicht leugnen und man hat das entweder nicht gecheckt oder hingenommen. Ist ja auch nicht schlimm, aber ich frage mich halt, warum man da eine Marke nimmt, die außerhalb des Midgard und des Tanelorn Forums keiner kennt und macht dann was, was ein Großteil der Fans dieser winzig kleinen Marke nicht wollte. Muss ich das verstehen?

Offline Wyndor

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2337 am: Heute um 19:36 »
Auch wenn ich Damatu kritisch kommentiere, finde ich Midgard 6 und Damatu gut. Und da gibt es einige, auch alte Midgard Hasen. Bei M5 könnte ich auch viel kritisieren und halte es trotzdem für ein super tolles Spiel. Die Organisation des Regelwerkes: Katastrophe. Die Regeln der Kampfrunden: Schrecklich. Die Komplexität des Steigerns: Haarsträubend. Trotzdem ein wunderbaren Rollenspiel.

Offline tarinyon

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2338 am: Heute um 19:42 »
Auch wenn ich Damatu kritisch kommentiere, finde ich Midgard 6 und Damatu gut. Und da gibt es einige, auch alte Midgard Hasen. Bei M5 könnte ich auch viel kritisieren und halte es trotzdem für ein super tolles Spiel. Die Organisation des Regelwerkes: Katastrophe. Die Regeln der Kampfrunden: Schrecklich. Die Komplexität des Steigerns: Haarsträubend. Trotzdem ein wunderbaren Rollenspiel.

Klingt jetzt nicht direkt nach nem Produktpitch 🤣

Online Leonidas

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2339 am: Heute um 20:01 »
Das hat der Chefredakteur Michael Masberg mal in senem Blog ausführlich erläutert: https://michaelmasberg.substack.com/p/worldbuilding-erzahlraume

Im wesentlichen geht es ihm wohl darum, dass Damatu keine "Kulturräume" mit irdischen Vorbildern haben soll, sondern "Erzählräume", in denen unterschiedliche Facetten des breiten Genres "Fantasy" bespielt werden können (also quasi von Conan bis Herr der Ringe) - aber da verlässt mich schon schnell die Lust, mir so darüber Gedanken zu machen und ich will einfach das Ergebnis spüren/erleben/erfahren, quasi "show don't tell" ;D

Bin sehr gespant, wie das „Erzählräume“-Konzept im GRW präsentiert werden wird. So recht erleuchtet fühle ich mich da noch nicht.

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2340 am: Heute um 20:11 »
Dieses Konzept geistert seit über 30 Jahren (Deadlands Classic, 1996, oder sogar Warhammer 1E, 1986, dort aber nur zum Überleben, nicht zum Nachwürfeln) durch die Rollenspiele. Modern würde ich das jetzt nicht nennen :)
Ja, ich kenne das Konzept auch schon aus dem letzten Jahrtausend, aber eben nicht aus Midgard. In M4 gab es Punkte, die man ausgeben konnte, um einen Wurf zu wiederholen, aber die haben sich so gut nie regeneriert. Vielleicht wenn Weihnachten auf Ostern fällt, es darf ja nicht zu leicht sein.

Diese Schicksalsmünzen aus M6 bekomme ich drei Stück pro Sitzung (Abenteuer) oder beim Wurf einer 1 mit den w20 zurück oder mehr dazu! Und dann darf ich sie als Spielerin anderen Mitspielenden geben für Aktionen, die ich cool finde. Einfach so! Kompetenz an die Spielenden abgeben und nicht die SL entscheiden lassen, das ist sehr neu für Midgard finde ich.

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2341 am: Heute um 20:33 »
Bin sehr gespant, wie das „Erzählräume“-Konzept im GRW präsentiert werden wird. So recht erleuchtet fühle ich mich da noch nicht.

Klingt für mich auf den ersten Blick, als sollten auf Damatu die verschiedenen Fantasyuntergenres geographisch getrennt werden. Hm...da wird man sehen müssen, ob und wie sich das bewährt, denke ich. So viele fiktive Welten, die das schon mal versucht hätten, fallen mir nämlich gar nicht ein -- normalerweise bleibt schon eher das Genre samt Unterkategorie gleich und nur die Orte wechseln. Conan wird eben nicht vom Sword & Sorcery-Barbaren zum "klassischen" Gut/Böse-Helden, bloß, weil er beispielsweise nach Aquilonien kommt.

(Okay, natürlich gibt's noch Settings mit ausdrücklich voneinander getrennten Realitäten, aber wenn wir nicht gerade über so was wie Torg sprechen wollen -- wo das dann ohnehin das Ergebnis einer Invasion ist und nichts, was sich "natürlich" ergeben hätte --, sind die normalerweise eher nicht auf ein und derselben Welt versammelt.)

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2342 am: Heute um 20:49 »
Klingt für mich auf den ersten Blick, als sollten auf Damatu die verschiedenen Fantasyuntergenres geographisch getrennt werden. Hm...da wird man sehen müssen, ob und wie sich das bewährt, denke ich. So viele fiktive Welten, die das schon mal versucht hätten, fallen mir nämlich gar nicht ein -- normalerweise bleibt schon eher das Genre samt Unterkategorie gleich und nur die Orte wechseln. Conan wird eben nicht vom Sword & Sorcery-Barbaren zum "klassischen" Gut/Böse-Helden, bloß, weil er beispielsweise nach Aquilonien kommt.

War das nicht das zentrale Regionalkonzept von DSA3? Nur das DSA3 das dann eben direkt an irdische Vorbildkulturen gekoppelt hat, was ja auch Sinn ergab. Liebliches Feld - Mantel und Degen, Orkland und das Land am Svellt - Western, Albernia - Märchen-Fantasy, Tulamidenlande - 1001-Nacht-Fantasy, Borbarads Erben - Horror/Dark Fantasy ... das sind doch größtenteils (Sub-)Genres, und das wurde auch ganz klar als Konzept kommunziert.

Wie M6 das jetzt macht, ohne die Genre-Klischees mit Kultur-Klischees zu verbinden, wird mir auch noch nicht deutlich. So was wie Sword&Sorcery und High Fantasy hängt ja maßgeblich mit der erwarteten Core Story zusammen, also mit dem, was die Helden tun, und wenn man das irgendwie auf eine geographische Region festlegen will, dann muss man am Ende eben doch politische, kulturelle und geographische Gegebenheiten schaffen, die dem jeweiligen Genre entgegenkommen. Das muss dann nicht dicht an irdischen Vorbildern angelehnt sein, aber trotzdem ... letztendlich erschafft man dann doch wieder Fantasy-Regionen und -Kulturen, die irgendeinem Typ von Abenteuern Vorschub leisten, und macht damit nichts anderes als alle anderen Settings mit deutlich voneinander abgesetzten unterschiedlichen Spielregionen auch.

Das muss jetzt im Ergebnis nicht schlecht sein, aber ein großartig neues Konzept scheint es mir auch nicht zu sein - vielleicht höchstens als Aussage über die Arbeitsweise, die bei Damatu für mich danach klingt, als habe bei einer Region ein Genre im Hinterkopf (wie es wahrscheinlich bei tausend anderen Fantasywelten auch gemacht wurde) und versucht dann nur eben, nicht die offensichtliche irdische kulturelle Referenz dort einzusetzen, sondern sich was "eigenes" einfallen zu lassen, wodurch das Genre auch bedient wird. Also z.B. bei Mantel und Degen von den drei Musketieren und Karibikpiraten abstrahieren und sich fragen: "Was macht das Genre denn jenseits der Kostümierung aus, und wie kann ich das in ganz anderer Kostümierung umsetzen?" Mag sein, dass das fruchtbar ist, aber erst mal bleibt es halt wirklich sehr abstrakt.
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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2343 am: Heute um 21:08 »
Ich meine, im DSA5-Almanach steht auch irgendwo ein verwandtes Konzept beschrieben. M6 will ja aber gezielt das vermeiden, was sie “karlmayigkeit“ nennen, durch Vermeidung irdischer Bezüge und durch ein Setting-von-innen-heraus-denken, wenn ich das recht verstanden habe. Es bleibt spannend.
Spannend finde ich auch, dass diese Erzählräume ja auch innerweltlich miteinander in Wechselbeziehung stehen sollen, durch Handel, etc. Spannend auch, ob und wie die (Sub)Genres überhaupt definiert werden.

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2344 am: Heute um 21:14 »
Spannend auch, ob und wie die (Sub)Genres überhaupt definiert werden.

Ja, da bin ich auch neugierig ... in dem Artikel von Michael Masberg tauchen ja High Fantasy, Sword & Sorcery und klassische Fantasy auf.
High Fantasy könnte "High Magic" heißen, was eigentlich ein Fantasy-Element ist, dass man auf beliebige Vorbild-Kulturen aufpfropfen kann, oder epische Fantasy (Herr der Ringe), was dann wohl eher hieße, dass man da einen großen Gut-Böse-Konflikt bereitstellt ... Sword & Sorcery geht eigentlich überall, wird aber sicher durch eher gesetzlose Verhältnisse begünstigt (ob nun städtisch-dekadent oder in der Wildnis). Das gibt kam Anhaltspunkte für die Gestaltung einer Region. Und unter "klassische Fantasy" kann ich mir nichts vorstellen, das ist halt je nachdem, wie man die Subgenres gewichtet, entweder Epic/High Fantasy oder Sword & Sorcery oder auch noch was anderes ... vielleicht ist einfach D&D-mäßig gemeint (was für mich dann wieder alles andere als klassische Fantasy ist, aber sei's drum).

Okay, man sieht schon, wie sehr ich mich auch mit dem Problem plage, das die Sache abstrakt bleibt. Was andererseits bedeuten kann, dass sich tatsächlich neue Horizonte auftun, wenn man das Gesamtbild sieht.
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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2345 am: Heute um 21:22 »
Gut-Böse wird es glaube ich nicht geben, in Ermangelung „des Bösen (tm)“.