Ich habe am Wochenende noch auf einer Con zwei Runden geleitet, daher komme ich erst jetzt dazu zu schreiben wie die Session mit der Gans gelaufen ist.
Die Spieler haben sich anders verhalten als ich vermutet hatte (wie das meistens so ist). Einer der drei hat seinen Anteil von 200 Gold sofort in Bar gezahlt, die anderen beiden haben mit der Gans ausgehandelt, dass sie einen Schuldschein bekommen, den sie an jeder Bank im Großbereich Niewinter abbezahlen können, da sie angeblich nicht genügend Gold dabei hatten. Im Gasthaus angekommen haben die beiden sich daran gesetzt einen fristgerechten schriftlichen Widerspruch gegen die Zahlung zu verfassen. Durch einen erfolgreicher Wurf auf Geschichte hat einer von ihnen sich an eine alte Gesetzeslücke erinnert, die bei dem Widerspruch nützlich sein könnte. Die beiden Briefe wurden dann am Ende der Session an die BfBGF abgeschickt.
Zitat eines der am Gänsemord unbeteiligten Spielers: "In einer DnD Runde wurde ein fristgerechter Widerspruch geschrieben und eingereicht und sich auf ein weitestgehend vergessenes Gesetz berufen. Ich denke das war die deutscheste DnD Session, die jemals gespielt wurde..."

Meine Idee für die kommenden Sessions:
In 2-3 Sessions bekommen die beiden Charaktere jeweils einen Brief indem klar gestellt wird, dass ihrem Widerspruch nicht stattgegeben wird:
"Ihr Einspruch vom 14. Mirtul wurde unter Bezugnahme des Gesetzes 456B Absatz 4 Paragraph 3 der Niewinter Verordnung für Tierhaltung eingereicht. Dieses Gesetz gilt allerdings nur für herkömmliches Nutzgeflügel. Für pflichtversicherte Botschafter-Gänse ist jedoch zwingend erforderlich zusätzlich das Formular 4C (magisch modifiziertes Dienstgeflügel) in dreifacher Ausfertigung beizulegen. Aufgrund dieses Formfehlers kann ihr Widerspruch nicht bearbeitet werden. Ein weiterer Widerspruch ist aufgrund de abgelaufenen Frist nicht möglich. Wir bitten Sie die zu zahlenden 200 Goldstücke zuzüglich der durch den ungültigen Widerspruch entstandenen Verwaltungskosten von 13 Gold- und 3 Silberstücken innerhalb der nächsten fünf Geschäftstage zu begleichen."
Falls die Spieler dann noch weitere Spielchen mit der BfBGF spielen wollen werden die Sachbearbeiter dort kreativ und schalten befreundete Behörden ein. Eventuell wird das Anwesen, dass die Charaktere in der übernächsten Session bekommen werden, von einer Ratte in Warnweste besucht, die von der Gewerkschaft der Keller- und Kanalisations-Nager (GdKKN) kommt. Sie erwartet die Spieler wenn sie zu ihrem Anwesen zurück kommen und mahnt bauliche Mängel an wie: fehlende Fluchtwege bei Drachenangriffen, ungesicherte Alchemielabore und das Fehlen eines behindertengerechten Zugangs zum Keller.
Sie gibt eine Frist von zwei Wochen um die Mängel zu beheben, ansonsten würden Strafzahlungen aufgrund von Gefährdung der im Keller lebenden gewerkschaftlich organisierten Ratten anfallen.
Mal sehen wie weit die es gegen den Bürokratieapparat der organisierten Tiere Niewinters aufnehmen wollen, bevor sie zahlen.
