Autor Thema: [SF: Redshift] Setting-Hintergrund  (Gelesen 50039 mal)

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Offline Feuersänger

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[SF: Redshift] Setting-Hintergrund
« am: 12.02.2008 | 23:58 »
Allô Allô,

nachdem im Tech-Thread so viel konstruktive Mitarbeit kam, ich den Thread jetzt aber nicht zweckentfremden will, möchte ich hier noch etwas mehr zu dem geplanten Setting erzählen, und einige Meinungen einholen.

Wann und Wo?
Eigentlich war mein Plan, das Setting völlig von der Erde entkoppelt zu halten, und stattdessen als Kernwelt einen Planeten zu verwenden, den ich schonmal für ein Fantasysetting entworfen hatte. Also sozusagen "1000 Jahre später", als bewusste Gegenpol zu den Welten, die sich über 10000 Jahre gar nicht entwickeln. Jetzt bin ich mir da aber nicht mehr so sicher, aus folgenden Gründen:
- auf diesem Planeten stellen freilich Menschen die intelligente Spezies dar. Nun kommen mir da aber Plausibilitätsbedenken, von wegen interstellarer Evolution und so.
- Der Gedanke ist wohl in erster Linie für mich spannend (und evtl. für die, mit denen ich damals das Fantasy gespielt habe, mit denen habe ich aber keinen Kontakt mehr). Ein völlig Unbeteiligter müsste sich erstmal durch die Historie durchlesen und hätte dann immer noch nur eine vage Vorstellung von der Welt.

Daher ziehe ich nun in Erwägung, doch unsere gute alte Erde zu bemühen. Das hätte verschiedene Vorteile, z.B. bekannte Sternensysteme und reichhaltige Mythologien, aus denen man sich bedienen kann. Dann stehen aber auch wichtige Entscheidungen an:
- Entwicklung der Historie ab jetzt: wie entwickelt sich unser Planet? Was wird aus den Nationalstaaten, den Völkern und ihren Sprachen? Welche Kriege werden mit welchen Mitteln geführt? Wann spielt dann das Setting?

Ich will dabei die gängigen Klischees vermeiden, wie: Erde als Utopia à la Star Trek, Erde als unbewohnbare ausgeplünderte Müllhalde, Erde von Konzernen regiert, etc. Das war alles schon so oft da. So oder so muss die gesellschaftliche Entwicklung freilich die interstellare Raumfahrt im gewünschten Ausmaß ermöglichen, sonst gibt es kein Setting. (Vermeiden möchte ich außerdem ständige Referenzen zur Kultur des 20./21. Jahrhunderts...)

Keine Aliens
Was ich auf jeden Fall vermeiden will, sind außerirdische intelligente Spezies, die in einem 15 Milliarden Jahre alten Universum _rein zufällig_ genau jetzt auf einem vergleichbaren Entwicklungsstand wie die Menschheit stehen. Selbst wenn man postuliert, dass nur Sterne der 3. Generation (wie unsere liebe Sonne) höheres Leben ermöglichen, und die Entwicklung mindestens soundsolange dauert, bleibt dennoch ein Zeitfenster von mehreren hundert Millionen Jahren.
Folgerung: man findet vielleicht relativ viele Planeten mit einheimischem Leben, aber nur einen winzigen Bruchteil davon mit "intelligenten Spezies", und davon dann oft auch nur die Überbleibsel, weil sie untergegangen sind (z.B. sich selbst in die Luft gesprengt).

Techlevel
Für alle, die den Techthread nicht durchgelesen haben, hier eine kurze Zusammenfassung: die Technologie ist natürlich fortgeschritten, soll aber nur so wenig "Magie" wie möglich beinhalten.
- FTL (also interstellare Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit) sind natürlich immer reine Magie. Dies geschieht hier mittels einer Art "Tunnel" zwischen den Systemen, deren Ein- und Ausgänge in Form von Sprungpunkten strategisch wichtig sind. FTL-Reisen sind sehr schnell, aber wahre Höllenritte. Während der FTL-Phase kann nicht mit einem Schiff interagiert werden. - Verfügbare Technologien sind z.B. Kernfusion (kalt und heiß), Supraleiter, Nanotechnologie, Cyber- und Biotechnologie, und Umwandlung von Graphit in Diamant im großen Maßstab (Diamanten sind entsprechend nicht sehr teuer, aber vielseitig verwendbar), Synthese von Proteinen. Um nur einige zu nennen.
- absolut off-limits ist der ganze typische Star Trek Hokuspokus wie Subraumfunk, beamen, replizieren, unsichtbarmachen, Schutzschilde, "Kraftfelder" (nach Art der unsichtbaren Türen), physische Hologramme, und was dergleichen Mumpitz mehr ist.

Space Tramps
A und O des Settings sind Sternenschiffe in Privatbesitz. Das ist die primäre Nische für die Protagonisten. Ich weiß, das ist nix neues, aber auch aus gutem Grund: so macht es halt am meisten Spaß. ^^ Die entsprechenden Schiffe sollen entsprechend mit 3-5 Mann Besatzung auskommen (typische Spielrundengröße).
Bleibt noch die Aufgabe, das zu rationalisieren. Das Maximum des technisch machbaren kann nicht ganz billig sein. Wie kommt man also an ein funktionierendes Schiff?
Kredit? Banken geben einem schon heute nur Geld, wenn man ihnen beweisen kann, dass man keines braucht. Vor allem glaube ich nicht, dass Banken für derartig riskante Unternehmen Kohle lockermachen, vor allem wenn sich der Kapitän auch einfach auf Nimmerwiedersehen absetzen kann.

Mir fallen da momentan drei Möglichkeiten ein:
a) staatliche Förderung. Sternfahrer sind das Rückgrat der Exploration und Kolonisation. Also stattet man von Staats wegen Bewerber mit entsprechenden Mitteln aus, die dann bei Gelegenheit zurückgezahlt werden können.

b) Vielleicht funktioniert ja das Wirtschaftssystem in 500 Jahren auch genau andersrum als heute: es gibt keine Zinsen mehr, nur noch Inflation. Dadurch ist es absolut sinnlos, sein Geld zu horten. Jeder Mensch versucht, zu jeder Zeit überschüssiges Geld komplett und restlos loszuwerden - etwa so wie heute öffentliche Einrichtung zum Ende des Budgetzeitraumes. So ist es nicht weiter schwierig, sich aus privaten Händen entsprechende Summen zusammenzuborgen.

c) Veteranenversorgung. Für den harten militärischen Dienst im All wird man schnell zu alt. Piloten und dergleichen können sich nach Ablauf der regulären Dienstzeit, das sind vielleicht so 20-24 Jahre, ihre Altersbezüge auf einmal auszahlen lassen und damit eine zivile Karriere beginnen. (Dann ist man aber eben bei Spielbeginn schon um die 40.)

Ich wollte dann noch was zur Colour schreiben, aber da kommt im Moment nichts Gescheites raus. Ihr seid aber herzlich eingeladen, Vorschläge dazu zu machen, also: wie sieht das Leben allgemein aus, auch das der Durchschnittsbevölkerung?
Danke schonmal vorweg. ^^
« Letzte Änderung: 10.08.2011 | 16:38 von Feuersänger »
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Anima

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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #1 am: 13.02.2008 | 04:23 »
Zu deinem Wann und Wo habe ich ja schon im anderen Thread geschrieben da du nicht weiter gehen solltest als bis zu dem Zeitpunkt an dem du dir den Alltag einer solchen Gesellschaft nicht mehr vorstellen kannst.
Beim Wo hat die Erde den Vorteil das sie bekannt ist und die Spieler sich viel mehr damit identifizieren werden. Und du hast natürlich auch schon viel vorgegeben. Der Nachteil ist aber eben auch genau der das schon eine Ganze Menge vorgegeben ist.

Aliens können eine Bereicherung sein, ich finde, um mal ein SF Computerspiel als Referenz anzugeben, die Aliens aus Masters of Orion sehr schön, weil sie zu einem guten Teil durchaus sehr nicht menschlich waren. Dazu kommt dann natürlich auch das die meisten Spezies künstlich erschaffen wurden und man damit die Stochastik umgeht.
Keine Aliens zu haben ist aber auch eine gute Idee, die Frage die du dir stellen solltest ist wofür du Aliens brauchen könntest für das du keine Menschen nehmen kannst. Wenn du die Frage nicht beantworten kannst brauchst du auch keine.

Eine Frage hätte ich da aber schon, warum ist eine Utopie alla Star Trek ein Klischee? Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ist es nicht eigentlich eher eine der großen Ausnahmen in der SF? Vor allem in der neueren. Genauso wie dreckige SF, das ist doch eigentlich schon Standard, nur die Bösen können sich saubere Schiffe leisten.
Dabei ist es ziemlich schwer ein Schiff dreckig zu bekommen, da du ja Freefall liest solltest du wissen das der ganze Dreck meist im Lüftungsschacht landet. Aber ich schweife ab.
Ich glaube du kannst ganz richtig damit liegen wenn du davon ausgehst das deine ganze Welt vernetzt ist, jedes Gerät und jede Person. Genauso kann man davon ausgehen das die meisten Leute alles per Computer erledigen. Arbeiten, Einkaufen, dem Kühlschrank sagen was man gerne essen will. Genauso wird es wahrscheinlich einen Gegentrend geben alles möglichst primitiv zu machen, vor allen in der Oberschicht. Da trifft man sich noch zu realen Meetings und schlendert durch Konsumtempel. Und der Anzug ist natürlich nicht von einem Roboter per Cad/Cam gefertigt sondern von einem Schneider von Hand und aus garantiert echter Baumwolle und keinem HighTech Fasern. Persönliche Fahrzeuge werden Seltenheitswert haben, wahrscheinlich gibt es nicht einmal Straßen. Arbeitslosigkeit wird ein riesiges Problem sein und viele Leute werden in die Kolonien wollen weil dort noch Bedarf an einfacher Arbeit herrscht. Wahrscheinlich wird es in den Kolonien sogar so rustikale Dinge wie Pferde geben. Es ist einfach wirtschaftlicher eine Gebärkammer und 1000 Pferdeembryonen zu einem fernen Planeten zu bringen als 100 Autos.

Ich hätte da noch eine Idee für dein Space Tramp Problem. Die Schiffe gehören nicht den Spielern, sondern einem Eigner. Der verlangt von der Crew bestimmte Quoten. Die müssen diese in Eigenregie einbringen. Dabei können das verschiedene Dinge sein, von tatsächlichen Handelsgüttern, bis zur Entdeckung eines neuen kolonisierbaren Planeten.
So hast du auch automatisch ein Spielziel, genug Geld auftreiben damit man das Schiff behält und selber noch etwas daran verdient. Und der SL kann den Eigner natürlich auch ab und zu nutzen um die Spieler in eine bestimmte Richtung zu schicken. 

Offline der.hobbit

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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #2 am: 13.02.2008 | 09:29 »
Für die Space Tramps: Ob das Schiff dem Eigner oder der Bank (über Kredit) gehört, man könnte sicherstellen, dass sich die Junges melden indem man ihnen zum Beispiel kleine Giftkapseln implantiert (die Bombe ist wieder zu sehr Klischee). Meldet sich der Captain nicht regelmäßig oder erfüllt er seine Quote / Zinszahlung nicht, beginnt für ihn ein Höllentrip.
Das würde die Gefahr des Verschwindens drastisch minimieren, geht aber ein bisschen in die Richtung "böse Konzerne".
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Offline Feuersänger

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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #3 am: 13.02.2008 | 14:37 »
@hobbit: na, die sozialen Implikationen mal ganz außen vor gelassen, bekommt man in so einer Welt nicht viel geschafft. FTL-Funk gibt es nicht, du liegst also an einer ganz kurzen Leine. Die oben vorgeschlagene Erfüllung der Quote durch Exploration fiele damit komplett weg. Kein Mensch würde sich so einem Risiko aussetzen: bist in einem unerforschten System, gibt es eine kleine Komplikation, Rückweg dauert länger als geplant -- zack, tot. Eine derart produktivitätshemmende Policy wäre zwar typisch für Konzerne, aber genau deswegen glaube ich ja auch nicht, dass diese sich die nächsten 500 Jahre halten können. ;)

Zitat
Keine Aliens zu haben ist aber auch eine gute Idee, die Frage die du dir stellen solltest ist wofür du Aliens brauchen könntest für das du keine Menschen nehmen kannst. Wenn du die Frage nicht beantworten kannst brauchst du auch keine.

Für Aliens im Sinne von ähnlich weit entwickelten Raumfahrern fällt mir jetzt grad keine zwingende Notwendigkeit ein. Genozidale Kriege vielleicht, aber damit öffnet man eine Dose arkturianischer Megawürmer. Für alles andere, inklusive begrenzter Ressourcenkonflikte, kann man auch einfach verschiedene menschliche Faktionen hernehmen. Andere außerirdische Lebensformen wie nichtintelligente oder wenig entwickelte Spezies sind davon nicht unbedingt betroffen.

Zitat
Eine Frage hätte ich da aber schon, warum ist eine Utopie alla Star Trek ein Klischee?

Star Trek hat sich über die Jahrzehnte sein eigenes Klischee geschaffen. Vor allem seit TNG. Durch die zahlreichen Serien und das Extended Universe ist ST so omnipräsent, dass es einfach jeder kennt, und den meisten Menschen beim Stichwort SF als allererstes "Raumschiff Enterprise" einfällt.
Ich blättere sei Tagen durch die "Speculative Fiction Tropes" auf http://tvtropes.org und es gibt kaum einen Tropus, bei dem kein ST-Beispiel angeführt wäre.

Zitat
Dabei ist es ziemlich schwer ein Schiff dreckig zu bekommen, da du ja Freefall liest solltest du wissen das der ganze Dreck meist im Lüftungsschacht landet.

Mit "dreckig" meine ich auch nicht verdreckt, sondern eben nicht so blitzeblank wie in ST. Nicht jeder einzelne Raum mit cremefarbenen Kunststoffpaneelen ausgekleidet, sondern ein paar Rohre an den Wänden, einfache Gitterlaufstege und -plattformen, und womöglich Kabelbäume an der Decke. So in der Art.

Zitat
Arbeitslosigkeit wird ein riesiges Problem sein und viele Leute werden in die Kolonien wollen weil dort noch Bedarf an einfacher Arbeit herrscht.

Da ist erstmal die Frage, wie das Wirtschaftssystem funktioniert, und wie groß die Weltbevölkerung zu Beginn der Kolonisierung ist. Setz eine kleine Pandemie in die Historie ein, oder lass China und Indien einen ABC-Krieg gegeneinander führen - zack, zwei Milliarden weniger. Extrasolare Kolonien werden als Ventil für den Bevölkerungsdruck ein Segen sein. Die Frage ist nur, mit welchem Durchsatz kann man Menschen umsiedeln?

Zitat
Wahrscheinlich wird es in den Kolonien sogar so rustikale Dinge wie Pferde geben. Es ist einfach wirtschaftlicher eine Gebärkammer und 1000 Pferdeembryonen zu einem fernen Planeten zu bringen als 100 Autos.

Ja, das kennen wir ja von Firefly. ^^ Ist auch wirklich sehr sinnvoll. Pferde vermehren sich von alleine und werden mit dem betankt, was aus dem Boden wächst. Dagegen müsste man nicht nur Kraftfahrzeuge, sondern auch den kompletten Treibstoff dazu importieren, solange man keine eigenen Raffinerien und Fabriken hat.

Zitat
Ich hätte da noch eine Idee für dein Space Tramp Problem. Die Schiffe gehören nicht den Spielern, sondern einem Eigner. Der verlangt von der Crew bestimmte Quoten. Die müssen diese in Eigenregie einbringen. Dabei können das verschiedene Dinge sein, von tatsächlichen Handelsgüttern, bis zur Entdeckung eines neuen kolonisierbaren Planeten.

Ja, das wäre auch eine Option. Wo wir gerade dabei sind, wäre auch der Transport von Kolonisten eine Möglichkeit, Quote/Geld zu machen.
Wenn es bis dahin noch Nationalstaaten gibt, wird vermutlich auch jeder seine eigenen Kolonien haben wollen. Diese muss natürlich subventioniert und gepusht werden, will man sich nicht von anderen Staaten den Rang ablaufen lassen. Also werden Staaten daran interessiert sein, mit jedem verfügbaren Transporter Kolonisten zu verschiffen, und dürften sich das auch etwas kosten lassen.
Die "Auswandererschiffe" könnten dabei ähnlich komfortabel sein wie damals ihre Vorgänger zwischen Europa und Amerika: die Passagiere dicht gedrängt, kaum Platz sich zu bewegen, kleine Kojen von nur 1-2m³ pro Person ("Coffin ships"), und eine Überfahrt von mehreren Wochen (Monate wären wieder übertrieben). Kein bequemer Cryoschlaf, höchstens medikamentöse Sedierung und Ernährung aus dem Tropf.
Ein etwas größeres Schiff mit entsprechendem lifesupport-Volumen von 100x10x10m könnte so auf einmal ca. 1.600 Passagiere transportieren (man muss ja etwas Platz für die Gänge etc. rechnen). Gleichzeitig müssen auch ständig Tanker unterwegs sein, um an den Sprungpunkten immer genügend Treibstoff zum Nachtanken zur Verfügung zu haben. Der arme Systemadministrator, der sich um die Logistik kümmern muss. ^^
« Letzte Änderung: 14.02.2008 | 01:05 von Feuersänger »
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Offline Boba Fett

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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #4 am: 13.02.2008 | 15:28 »
@feuersänger:
Die Technologiestufe klingt mir nach Babylon 5 - wenn man sich die Aliens wegdenkt...

Zitat
c) Veteranenversorgung. Für den harten militärischen Dienst im All wird man schnell zu alt. Piloten und dergleichen können sich nach Ablauf der regulären Dienstzeit, das sind vielleicht so 20-24 Jahre, ihre Altersbezüge auf einmal auszahlen lassen und damit eine zivile Karriere beginnen. (Dann ist man aber eben bei Spielbeginn schon um die 40.)
Klingt nach Traveller, aber das ist ja nichts schlimmes.
Ebenso ist 40 nichts schlimmes (ich bin 39 ;) ) vor allem, weil in Zukunft die Lebenserwartung ja auch steigt.

Ansonsten hast Du wenig über die politischen und ökonomischen Zustände geschrieben.
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Offline Feuersänger

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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #5 am: 13.02.2008 | 19:50 »
Die Technologiestufe klingt mir nach Babylon 5 - wenn man sich die Aliens wegdenkt...

Da sind natürlich ein paar Parallelen, aber auch einige Unterschiede:
- bei B5 ist der Hyperraum ein ganz anderes taktisches Element, man kann sich beliebig lange darin verstecken und an jedem beliebigen Punkt ein- und austreten.
- B5 hat auch Energie-Handwaffen ("PPGs"), während ich hier für die meisten Anwendungen konventionelle chemische Feuerwaffen vorgesehen habe. Es ist nunmal so, dass eine einzelne Patrone 2-3000J speichern kann, da muss eine Energiezelle erstmal rankommen. Außerdem haben Energiewaffen einen grausigen Wirkungsgrad.
- Die (Erden-)Schiffe weisen schon ein paar Parallelen auf, wenn wir mal von so völlig hanebüchenen Werten wie "1000G Beschleunigung" absieht, die über B5 so kolportiert werden.

Zitat
Ansonsten hast Du wenig über die politischen und ökonomischen Zustände geschrieben.

Ja, weil ich da noch nicht viel darüber weiß. Fangen wir mal politisch an: ist die Erde in Nationalstaaten aufgeteilt, oder nach Kontinenten, oder als Superstaat vereint? Welchen politischen Status haben die Kolonien?
In den meisten Scifis die ich so kenne ist die Erde entweder vereint, meistens als "Föderation"; oder aber Nationen haben überhaupt keine Bedeutung mehr, und man ist Konzernbürger. Da ist sowas wie Randpatrouille mit dem Zwei-Block-Modell schon die Ausnahme.

Wie wäre es mal mit einem anderen Ansatz, der wahrscheinlich genau deswegen so selten verwendet wird, weil er eigentlich so naheliegend ist? Ich probiere mal, etwas zusammenzustellen:

Modell A
"Sag mal Gene, wieso kommen eigentlich in Star Trek keine Araber vor?"
"Weil Star Trek in der Zukunft spielt."


Die arabische Welt und Iran spielt schon längst keine besondere Rolle mehr: seit die Ölvorkommen um Mitte des 21. Jahrhunderts erschöpft waren, haben diese Länder kein weltwirtschaftliches Gewicht mehr. Sie leiden außerdem ebenso wie andere tropische und subtropische Länder besonders unter den Klimaveränderungen der letzten Jahrhunderte.

So gut wie alle Staaten mussten im 21. und 22. Jahrhundert kräftig Federn lassen, nicht nur durch die bis zum letzten Augenblick ignorierte Energiekrise. Diese konnte jedoch durch neue Energiequellen wie Geothermik und Orbital-Solarkraftwerke einigermaßen gemeistert werden (jedoch nicht, bevor nicht auch um den letzten Tropfen Erdöl mit Zähnen und Klauen gekämpft worden war).
Der Westen Europas sowie Japan litten darüber hinaus besonders unter ihrer überalternden Bevölkerung, was mittelfristig zu schweren sozialen Krisen und langfristig zu einem Bevölkerungsrückgang führte. Aus Furcht vor den Bevölkerungsgiganten China und Indien setzte man hier nun auf Isolationismus.
Auch Amerika wurde schwer gebeutelt, zwar blieb hier die Bevölkerungsstruktur stabil, doch führte der ungebremste Manchesterkapitalismus hier zu einem extremen Gefälle zwischen arm und reich, was die USA langfristig ihre Führungsposition in der Welt kosten sollte.

Mit dem Erreichen neuer Technologiestufen rückte dafür die Kolonisation und wirtschaftliche Nutzung des Weltraums in greifbare Nähe, jedoch waren die meisten Staaten für sich genommen nicht in der Lage, die erforderlichen Anstrengungen auf eigene Faust zu unternehmen. Auf ein weltweit vereintes Vorgehen konnte man sich jedoch aufgrund nationaler Befindlichkeiten nicht verständigen.

Über die Zeit manifestieren sich mehrere Blöcke, die sich nicht so sehr von denen unterscheiden, die wir bereits kennen. Die meisten dieser Blöcke bestehen aus einem Führungsstaat und mehreren Satellitenstaaten, die ihre Trabantenrolle der völligen politischen Bedeutungslosigkeit vorziehen. Es gibt auch blockfreie Staaten bzw. unwichtige Blöcke, die jeweils nicht mit den "Großen Tieren" konkurrieren können. Tonangebend sind:

* Amerika, unter Führung der USA, mit einigen mittel- und südamerikanischen Satelliten;
* Europa, welches eine Sonderrolle einnimmt, da hier mehrere mächtige Staaten gemeinsam führen; mit Satelliten in Osteuropa sowie Australien und Neuseeland;
* China, die heutige VRC sowie Taiwan, mit südostasiatischen Anrainern im Schlepptau;
* Indien, ebenfalls mit kleineren Satelliten wie Sri Lanka, Bangla Desh und dergleichen
* über das Schicksal von Japan und Russland muss ich mir noch Gedanken machen, evtl. haben die eine Zweckgemeinschaft geschlossen

Soviel für den Moment. Meint ihr, damit kann man was anfangen, oder findet ihr das eher langweilig?
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Anima

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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #6 am: 14.02.2008 | 00:25 »
Aliens: Keine. Das ist doch mal ein einfaches Statement.

Utopien sind eigentlich sowieso nicht gut geeignet für ein Rollenspiel. Es gibt nur gute Geschichten wenn die Utopie bedroht wird. Aber ich bin gegen die Umkehr dieses Prinzips, eine vollkommen geschrotete Gesellschaft macht auch keinen Spaß und auch keine guten Antriebe.

Gitterboden und Leitungen kein Problem. Du solltest aber zumindest den Aufenthaltsbereichen eine Verkleidung spendieren. Dem psychischen Wohl deiner Besatzung zu Liebe.

Ich bin jetzt erst einmal von einer traditionellen Wirtschaft ausgegangen da du nichts anderes angesprochen hast. Möchtest du denn eine andere haben? Das Umsiedeln geht ja eigentlich da Raumflüge bei dir spott billig sind. Denk daran das eine Kolonie mindestens 500 Kolonisten haben muss um langfristig überleben zu können. Und sie muss bis sie ihre erste Basisindustrie aufbaut versorgt werden. Und natürlich muss sich auch bis zur ersten Ernte mit Nahrungsmitteln versorgt werden.
Auch das Material um eine erste Infrastruktur aufzubauen muss importiert werden. Eine Kolonie zu gründen ist nicht gerade billig. Das Ganze erinnert mich gerade an das Kolonisierungsprojekt von The Longest Journey. Da ist das Ganze eher moderne Sklaverei. Es ist halt eine Frage nach der gewünschten Stimmung. Sind es Pioniere oder ist es der letzte Ausweg?

Bei der Betrachtung der Bevölkerungszahl und der Politik solltest du dir vergegenwärtigen das du nicht Erde 2100, sondern Erde 2600 baust. Ich würde eine geeinte Erde vorziehen in deren Regierung sich einzelne Fraktionen einen Schattenkrieg liefern.
Aber das ist natürlich nur eine Ansicht. Aber dein Modell ist mir zu nah am heute. Es fühlt sich nicht nach Far Future an.

Offline Waldviech

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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #7 am: 14.02.2008 | 01:33 »
Zitat
Ich will dabei die gängigen Klischees vermeiden, wie: Erde als Utopia à la Star Trek, Erde als unbewohnbare ausgeplünderte Müllhalde, Erde von Konzernen regiert, etc. Das war alles schon so oft da. So oder so muss die gesellschaftliche Entwicklung freilich die interstellare Raumfahrt im gewünschten Ausmaß ermöglichen, sonst gibt es kein Setting
Das war zwar auch schonmal da, aber wie wäre es, wenn die Erde garnicht das Zentrum des neuen interstellaren Reiches ist ? Ein Faktor, der bei früheren interstellaren Kolonien sicherlich eine Rolle spielen könnte ist der, daß die Kolonien aufgrund der enormen Entfernungen sehr schnell komplett autark sein müssen.
Meine Idee wäre da: Eine der Kolonien hat aufgrund günstiger Bedingungen die alte Mutter Erde wirtschaftlich und politisch überholt. Die Erde war lange Zeit krisengeschüttelt durch militärische Konflikte und zunehmenden Rohstoffmangel, versank aber dabei nicht in der Post-Apokalypse. Nun hat sich die Erde wieder einigermaßen berappelt (der Technologielevel ist aber mittlerweile unter dem der ersten Kolonien), musste aber feststellen, daß Kolonie XY jetzt die neue Supermacht ist und keine der alten Erdnationen ihr das Wasser reichen kann. Das realweltliche Vorbild wäre hier das Verhältnis USA - UK, in der die ehemalige Kolonie der einstigen Großmacht auch den Rang ablief.
Barbaren ! Dekadente Stadtstaaten ! Finstere Hexenmeister ! Helden (oder sowas Ähnliches)!

MALMSTURM !

Eulenspiegel

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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #8 am: 14.02.2008 | 01:37 »
@hobbit: na, die sozialen Implikationen mal ganz außen vor gelassen, bekommt man in so einer Welt nicht viel geschafft. FTL-Funk gibt es nicht, du liegst also an einer ganz kurzen Leine. Die oben vorgeschlagene Erfüllung der Quote durch Exploration fiele damit komplett weg. Kein Mensch würde sich so einem Risiko aussetzen: bist in einem unerforschten System, gibt es eine kleine Komplikation, Rückweg dauert länger als geplant -- zack, tot.
Käme darauf an, wie hoch man die Toleranz setzt.
Beispiel: Der Raumfahrer muss sich alle 6 Monate beim Eigner melden. Die tötliche Spritze setzt aber erst nach 18 Monaten ein.

Das heißt, falls etwas unvorhergesehenes passiert, hat er ein Jahr Zeit, das Problem in den Griff zu kriegen.

Und falls er seine Quote nicht erfüllt, wird er nicht getötet, sondern ihm wird einfach das Schiff wieder weggenommen.

Alternativ hat er auch keine Giftspritze, sondern an Bord des Computers ist ein "Virus/Trojanisches Pferd", das sich nach 18 Monaten aktiviert und das Schiff per Autopilot nach Hause fliegt.

Ansonsten noch andere Vorschläge, wie man an Schiffe kommen kann:
1) Man desertiert vom Militär.
2) Es gab einen großen Krieg und es ist vergleichsweise billig, die Wracks wieder auf Vordermann zu bringen.
3) Man ist auf einer relativ jungen Kolonie großgeworden, die gerade damit anfängt, ihre eigenen Raumschiffe zu produzieren.

Zitat
Da ist erstmal die Frage, wie das Wirtschaftssystem funktioniert, und wie groß die Weltbevölkerung zu Beginn der Kolonisierung ist. Setz eine kleine Pandemie in die Historie ein, oder lass China und Indien einen ABC-Krieg gegeneinander führen - zack, zwei Milliarden weniger.
Dafür brauchst du noch nichtmal eine Pandemie: Schau dir mal die Bevölkerungsentwicklung hier in Deutschland an: Auf ein Ehepaar kommt durchschnittlich ein Kind.

Lass diese Entwicklung weltweit geschehen und jede Generation halbiert sich die Population.

Zitat
Extrasolare Kolonien werden als Ventil für den Bevölkerungsdruck ein Segen sein. Die Frage ist nur, mit welchem Durchsatz kann man Menschen umsiedeln?
Das geht recht schnell: Du musst halt bloß ein Kolonieschiff bauen und das pendelt immer zwischen den Welten.

Die Kolonisten können auf ihrer neuen Welt zwar nicht sofort auf das HighTech der Ursprungswelt zurückgreifen, sondern müsse etwas "primitiver" leben, aber das sollte nicht wirklich ein Problem sein.

Zitat
Wenn es bis dahin noch Nationalstaaten gibt, wird vermutlich auch jeder seine eigenen Kolonien haben wollen. Diese muss natürlich subventioniert und gepusht werden, will man sich nicht von anderen Staaten den Rang ablaufen lassen. Also werden Staaten daran interessiert sein, mit jedem verfügbaren Transporter Kolonisten zu verschiffen, und dürften sich das auch etwas kosten lassen.
Und dann werden die Kolonien natürlich die Unabhängigkeit erklären wollen und es kommt zu Unabhängigkeitskriegen. - Und die Spieler dürfen sich entscheiden, für welche Seite sie kämpfen.

Offline Feuersänger

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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #9 am: 14.02.2008 | 02:59 »
Ich bin jetzt erst einmal von einer traditionellen Wirtschaft ausgegangen da du nichts anderes angesprochen hast. Möchtest du denn eine andere haben?

Naja, so eine happy-go-lucky "Jeder nimmt sich einfach, was er mag" Pseudowirtschaft à la Star Trek soll es nicht werden. (Da könnte es ja auch keinen Handel geben und so weiter.) Aber eben auch keine Sklaverei nach "libertärem" Strickmuster. Da ja bekanntlich jede SF mit den persönlichen politischen Ansichten des Autors beladen ist, hier mal meine: (Exkurs, kann übersprungen werden)
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Und aus diesem Grunde glaube ich, dass langfristig nur eine Wirtschaft der Teilhabe funktionieren und zu dem von uns gewünschten Techlevel führen kann. Aber: der Teufel wird immer auf den größten Haufen scheißen. Es ist also durchaus denkbar, dass traditionell starke Regionen (z.B. Westeuropa) mit Genuss und ohne Hemmungen schwache Regionen (wie z.B. Afrika) als billigen Ressourcenlieferanten ausnutzen. Die Produktion hingegen werden die reichen Länder aus protektionistischen Gründen bei sich verankern.
Sollte die meiste Arbeit tatsächlich von Robotern verrichtet werden, müsste das so geregelt sein, dass das durch den Roboter gesparte Geld nicht bei irgendeinem Konzern verbleibt, sondern an diejenigen verteilt wird, denen der Roboter die Arbeit abnimmt. Denn Roboter konsumieren nicht. Das ist jetzt natürlich nur ein ganz einfaches und schematisches Modell.

Übrigens, a propos Roboter: es wird bei mir keine Androiden in dem Sinne geben. Roboter als relativ autonome Maschinen, vielleicht. Aber keine künstlichen Intelligenzen à la Asimov oder Star Wars (und erst recht nicht Data).

Zitat
Das Umsiedeln geht ja eigentlich da Raumflüge bei dir spott billig sind. [...] Eine Kolonie zu gründen ist nicht gerade billig.

Die Betriebskosten der Raumflüge sind relativ gering, das stimmt. Aber die Schiffe sind teuer und müssen sich amortisieren. Im Moment sehe ich das Problem vor allem darin, genügend Lift (Spediteursdeutsch für: Transportkapazität) für die ganzen Aussiedler, die Ausrüstung, Vorräte etc. zur Verfügung zu stellen.

Zitat
Es ist halt eine Frage nach der gewünschten Stimmung. Sind es Pioniere oder ist es der letzte Ausweg?

Sicherlich teils-teils, obwohl ich rein gefühlsmäßig sagen würde, mehrheitlich eher Pioniere. Die rein wirtschaftlichen Fragen mal außen vor gelassen, stelle man sich mal die Erde in 500 Jahren vor:
Globale Erwärmung - allein in den nächsten 100 Jahren soll die Durchschnittstemperatur je nach Rechenmodell um 2-5°C ansteigen. Damit ist es aber noch nicht genug. Wahrscheinlich geht es danach nochmal 1-200 Jahre so weiter, ehe es sich wenigstens einpegelt. Desertifikation, Erosion, veränderte Wettersysteme und Meeresströmungen, Naturkatastrophen en masse: in einem großen Teil der Erde dürfte es ziemlich ungemütlich werden.
Dazu noch weitere Nettigkeiten wie Umweltverschmutzung, Vernichtung der Wälder, v.a. tropischen Regenwälder, und was es nicht noch alles gibt. Selbst wenn die Menschheit in den nächsten 100 Jahren zur Besinnung kommt, wird es verdammt lange dauern, bis dieser Schaden wieder gutgemacht ist.

Dazu noch das Bevölkerungswachstum: momentan immerhin nur noch exponentiell und nicht mehr superexponentiell. Doch man stelle sich das mal vor, wenn die Bevölkerung nur um 1% jährlich weiterwächst (weniger als die aktuelle Rate): dann betrüge die Weltbevölkerung um 2500 rum ca. 1 Billion, also 1000 Milliarden. Bei gleichzeitig schrumpfender besiedelbarer Landfläche.
Und DA sind wir an einer Stelle angelangt, wo meine Vorstellungskraft aussetzt. 1000 Milliarden. Der Taschenrechner verrät mir, dass die durchschnittliche Bevölkerungsdichte weltweit 1.800/km² sein müsste, inklusive Wüsten und Gebirge. Rechnet man diese noch weg, müsste quasi die gesamte restliche Erdoberfläche eine einzige Stadt sein.

Wie gesagt, das kann ich mir nicht vorstellen, wie sowas jemals funktionieren sollte. Daher müssen da irgendwelche Mechanismen greifen, seien es nun Seuchen (wie in Shadowrun) oder Atomkrieg (wie in Star Trek), oder im günstigsten Fall einfach eine wohlstandsinduzierte Selbstregulierung wie bei uns im Westen.
10 Milliarden kann ich mir vorstellen. Bei 30-50 Milliarden wird es schon knifflig. 100 Milliarden wären das alleräußerste, was ich irgendwie noch in meinem Hirn unterbringen könnte. Und da muss man schon die ganzen futuristischen Konzepte zur Nahrungserzeugung implementieren, sprich, außer Algen und Hefe gibts nicht viel zu fressen.

Laaaanger Rede kurzer Sinn: wenn ich mir einerseits den Zustand der Erde selbst vorstelle, und die zu erwartende Bevölkerungsdichte andererseits, sage ich einen ausgesprochenen RUN auf die Kolonien voraus. Die Menschen werden sich darum prügeln, aus diesem Affenstall zu entkommen. Da müssen die Kolonialbüros eigentlich nur ein paar hübsche Poster von der unberührten Natur auf einem Zielplaneten aufhängen, und man wird ihnen die Bude einrennen.

(Wie dann die Planeten tatsächlich aussehen, und wieviel terraforming da noch betrieben werden muss, steht da auf einem ganz anderen Blatt, hähähä.)

Zitat
Ich würde eine geeinte Erde vorziehen in deren Regierung sich einzelne Fraktionen einen Schattenkrieg liefern.
Aber das ist natürlich nur eine Ansicht. Aber dein Modell ist mir zu nah am heute. Es fühlt sich nicht nach Far Future an.

Da ist auch noch nichts in Stein gemeißelt. Vielleicht beschreibt dieses Modell auch nur die Situation zu Beginn der Exploration, so etwa um 2200 rum oder wann auch immer. Eine übergeordnete Organisation wie die UNO wird es sicherlich geben, die Frage ist nur, wieviel Macht sie hat.
Die Sache ist ja auch die: wenn es einerseits eine friedlich geeinte Menschheit gibt, und andererseits keine Aliens -- wozu sollte dann irgendjemand bewaffnete und schwergepanzerte Raumschiffe bauen?

Feuersänger, dieses Setting hört sich so verdammt gut an. Außerdem scheinst Du so ziemlich jede Vorstellung von
guter SF mit mir zu teilen.

Schön, das freut mich zu hören. ^^

Zitat
Angesichts der Tatsache, dass alles von Robotern erledigt wird, gibt es keine zwanghafte Arbeit in dieser Welt.
Jeder Bürger bekommt einen bestimmten Monats-Etat, den er konsumieren kann. Besonders gute Bürger (z. B. Künstler) bekommen mehr als der Durchschnitt.

Siehe oben, Politik der Teilhabe - das würde soweit zusammenpassen. Bei der zu erwartenden Bevölkerungszahl ist das jedoch etwas hakelig, denn es gibt bestimmt keinen Arbeitskräftemangel. Für wahrscheinlicher halte ich es da, dass die Lebensarbeitszeit relativ kurz ist, damit "jeder mal drankommt".
Außerdem erinnere ich da an Brave New World, wo der World Controller von einem Experiment auf einer Insel erzählt (Irland?), auf der niemand mehr arbeiten musste. Es hat da schon nicht funktioniert, weil den Leuten langweilig wurde. Nun stelle man sich diese Situation mal in einer globalen Stadt vor - man kann nichtmal raus an den See zum Angeln fahren!
(In einer weniger dicht besiedelten Welt hätte ich persönlich überhaupt kein Problem damit, auf Arbeit zu verzichten. ;))

Wie schon gesagt: es wird lange Wartelisten für Plätze auf einem Kolonialtransporter geben. Da hat es der Staat nicht nötig, einem einzelnen "Aussteiger" ein (umgerechnet) millionenteures Fluggerät kostenlos hinzustellen. Das Geld wird er lieber in den Bau von weiteren Kolonialschiffen stecken.

Zitat
Menschen, die (z. B. aus Gründen eines Gehirndefekts) eine besonders schwere Straftat begangen haben, werden zwangsläufig aus dem Monatsverteiler genommen und bekommen etwas weniger Ausrüstung mit auf den Weg.

Straftäter, mit Dachschaden oder ohne, werden bestimmt die allerletzten sein, denen man die Zündschlüssen zu einem Raumschiff in die Hand drückt. Ein Raumschiff ist immer auch ein potentielles Mordinstrument.
Nein, schwere Straftäter werden wohl eher auf irgendeinem Mond in die Bergwerke gesteckt und fertig.

Zitat
Das Spiel beginnt quasi auf der Startrampe in ein neues Leben.

Das wohl. ^^ Aber natürlich braucht man gerade bei so spezialisierten Berufen einen entsprechenden Hintergrund. Der kommt nich von der frischen Luft. Und gerade interplanetare Raumfahrt ist nichts für Schiffschaukelbremser, sondern erfordert hohe Intelligenz und jahrelange Ausbildung. Einmal beim Kurs verrechnet, und du driftest ins Nichts, während dein Treibstoff an sich genau aufgegangen wäre... du verstehst, was ich meine.
Daher sind Traveller-artige Hintergründe wohl sehr sinnvoll. Einer vielleicht Pilot bei der Systempatrouille, ein anderer Ingenieur auf einem Kolonialschiff (oder vielleicht auch nur Sicherheitsinspektor in einem Fusionskraftwerk), und so weiter.
« Letzte Änderung: 14.02.2008 | 03:08 von Feuersänger »
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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #10 am: 14.02.2008 | 05:35 »
Weil ich heut mal wieder nicht schlafen kann, noch ein Beitrag.

Das war zwar auch schonmal da, aber wie wäre es, wenn die Erde garnicht das Zentrum des neuen interstellaren Reiches ist ? Ein Faktor, der bei früheren interstellaren Kolonien sicherlich eine Rolle spielen könnte ist der, daß die Kolonien aufgrund der enormen Entfernungen sehr schnell komplett autark sein müssen.

Ist eventuell eine Option. Allerdings werden die extrasolaren Kolonien sicher von vornherein als Autonome Gebiete geplant, da die Siedler ja mehr oder weniger auf sich allein gestellt sind. Ob das dann aber reicht, um innerhalb von maximal 200 Jahren (länger kann die interstellare Kolonisierung noch nicht gehen) einen komplett jungfräulichen Planeten auf einen Stand zu bringen, dass er die Erde abhängt, da bin ich mir nicht so sicher.

Ansonsten noch andere Vorschläge, wie man an Schiffe kommen kann:
1) Man desertiert vom Militär.
2) Es gab einen großen Krieg und es ist vergleichsweise billig, die Wracks wieder auf Vordermann zu bringen.
3) Man ist auf einer relativ jungen Kolonie großgeworden, die gerade damit anfängt, ihre eigenen Raumschiffe zu produzieren.

Das mit der Desertion halte ich für weniger wahrscheinlich, außer es gibt zwei Faktionen, die sich nicht grün sind, sodass man sich von der einen zur anderen absetzen kann. (Und hier ein Reiseruf: Herr Obergefreiter Schulze, unterwegs nach Mallorca in einem grünen Fahrzeug Typ Leopard, Kennzeichen Y-....)
Die anderen beiden Ideen sind besser. Falls es da so einen großen Krieg gegeben hat; das wird sich erst noch zeigen müssen. Friedliche Alternative zu 2: wenn das Militär neue Schiffstypen einführt, werden die alten Schiffe demilitarisiert und auf den Gebrauchtmarkt geworfen.
(3) ist auch nicht schlecht; so ein "Kind der Kolonie", dem eines der ersten selbstgebauten Schiffe überantwortet wird, natürlich primär um als Teil der kolonialen Handelsmarine zu operieren. Variante: es ist kein neues Schiff, sondern man übernimmt es gebraucht von einem älteren "Pionier", der sich jetzt so langsam zur Ruhe setzen und seinen Lebensabend (40-50 Jahre...) in der Neuen Welt genießen will.

Zitat
Das geht recht schnell: Du musst halt bloß ein Kolonieschiff bauen und das pendelt immer zwischen den Welten.

Naja, eines langt da nicht. Wobei mit verbesserter Technik auch größere Schiffe gebaut werden können als zu Beginn der Exploration. Rechenbeispiel: 10 Tage von der Erde bis zum Sprungpunkt, Sprung geht fix, dann wieder etwa 10 Tage bis zum Zielplaneten. Das ganze wieder Retour, nochmal 20 Tage. Dann ein paar Tage Pause zur Wartung. Auf die Weise kann ein Schiff pro Jahr vielleicht acht Roundtrips machen. Bei einer Kapazität von 1.600 pro Flug sind das nichtmal 13.000 pro Schiff und Jahr. Man bräuchte also satte 80.000 Schiffe, um eine Million pro Jahr umzusiedeln.
Die 1600 ergeben sich wie gesagt für ein Passagiermodul von (Innenmaße) 100 Meter Länge und 10 Meter Kantenlänge bei jeweils 2x1x1m großen "Schlafsärgen" (mit Gängen dazwischen).

Brainstormung, möglicher Vorgang: die Passagiere werden zur Ver- und Entsorgung an Tropf und Katheter angeschlossen und dann sediert (z.B. intravenöse Verabreichung des Schlafmittels). Dies geschieht, um durch die lange auf engstem Raum verbrachte Zeit verursachte Zwischenfälle zu vermeiden. Entweder 24/7 oder für einen Großteil des Tages. Ein paarmal am Tag sieht ein Medic nach dem Rechten. Am Tag vor dem Sprung lässt man das Schlafmittel abklingen, da der Sprung bei Bewusstsein durchgeführt werden muss - wie gesagt, es ist ein Höllenritt. Danach nochmal dasselbe in grün.

Ich dachte das ganze soll 1000 Jahre in der Zukunft statt finden.

Da hast du mich mißverstanden, der ursprüngliche Plan war, es 1000 Jahre in der Zukunft eines von mir zuvor entwickelten Fantasy/Mittelaltersettings spielen zu lassen. Der Techlevel dieses Settings war so etwa mit unserem 14. Jh vergleichbar. Aber jetzt habe ich mich ja mehr oder weniger auf die Erde eingeschossen, weil das mit dem MA-Setting wohl in erster Linie für mich spannend gewesen wäre, und sonst keinem was gesagt hätte.

Zitat
Jemand der eine Straftat begeht darf gar nicht dafür bestraft werden, denn er ist ein perfektes von der Gesellschaft erzeugtes Individuum mit freiem Willen.<snip>

Also, das ist Star Trek. Ich glaube, im Pilot zu Voyager wurde so eine Fed-JVA gezeigt. Im Trek-Jargon hieß das glaub ich Re-orientation Center, also Umerziehungslager. Sah mehr so nach Club Med aus. Im offiziellen ST ist der Mensch des 24. Jh ja soooo edel, hilfreich und gut, dass es den Machern schon Zahnschmerzen bereitet, dass es überhaupt noch Kriminelle irgendeiner Art geben könnte (warum auch, man kann sich ja auch so sämtliche Bedürfnisse sofort erfüllen). Die noch unangenehmere Konsequenz, dass es sich bei den Insassen eigentlich nur noch um politische Häftlinge handeln kann, schmeckt den Trekkies ja noch weniger.

Na jedenfalls, das mag ich für mein Setting nicht annehmen. Es liegt in der Natur des Menschen, dass er eine egoistische, hinterfotzige Mistsau ist, das war die letzten 10000 Jahre so und wird sich auch in den nächsten 1000 Jahren nicht wesentlich ändern.

Zitat
Sie arbeiten nie. Arbeit oder technische Entwicklung wird von den Maschinen getan.
Sie versuchen so wenig wie möglich zu konsumieren.
Sie versuchen so viel wie möglich geistige Errungenschaft in Form von moderner Kunst und Philosophie in die Gesellschaft einzubringen. Sie sind gut und in jeder Hinsicht gesellschaftlich perfekt integriert.

Das ist auch wieder Trek. Wobei der Konsumfaktor egal ist, weil ja alles aus dem Replikator kommt.

Alternativ erinnert es mich vage an "Futuretrack Five" von Robert Westall, wo die Oberklasse - wieder mit Ausnahme des Konsumfaktors - "Ests" genannt wird (von Establishment), mit so tollen Berufen wie Rennsegler oder Kunstflieger. Die Arbeit wird von sogenannten Techs erledigt, die eine strenge Hierarchie untereinander haben. Und weil die Techs ihr Handwerk verstehen, gibt es nicht viel Arbeit, und die gesamte restliche Stadtbevölkerung sind "Unnems" (Unemployed), werden in den Großstädten eingezäunt und durch Trinkwasserzusätze anfällig für Krankheiten und außerdem steril gemacht. Wer aufmuckt, wird von Paramils einkassiert und auf der Lobo-Farm, nunja, lobotomiert. Von all dem völlig unbehelligt lebt die Landbevölkerung, die eine Art Streichelzoo für die Ests darstellt. Gesteuert wird das Ganze übrigens von einer AI. Spielt allerdings nur "20 Minutes into the Future".

Zitat
Ich dachte daran, eine derartig langweilige Gesellschaft zu erschaffen, dass sie von normal denkenden Leuten unserer heutigen Wertvorstellung auf jeden Fall gerne verlassen werden würde. Das setzt die Spieler mit ihren gesunden Vorstellungen heutiger Zeit quasi in eine Außenseiterrolle der Zukunft. Das Denken ihrer Chraktere ist mehr oder weniger identisch mit dem ihren, aber in der Zukunft werden sie dafür ausgegrenzt.

Da ist eventuell was dran, also an der Idee. Die Frage ist nur, wie man den Mainstream dann definiert. Ein Star Trek Abklatsch sollte es eigentlich nicht werden. Nicht zuletzt, weil ich selber durchdrehen würde, wenn ich im ST-Universum unter all den Gutmenschen leben müsste, die irgendwie alles Individuen sind, aber alle die gleiche Einstellung haben; samt und sonders Jazz des 20. Jahrhunderts hören und dazu Werke von Shakespeare über menschliches Verlangen lesen, die sie in ihrer wunschlos-glücklich-Welt überhaupt nicht mehr verstehen können.  :puke:
Eine Option wäre natürlich, das Ganze bewusst als ST-Parodie aufzuziehen, aber das ist eigentlich nicht mein Wunsch (wäre mehr so Stoff für nen Webcomic). Da hätte ich Angst, dass da zu schnell die Luft raus ist.

Trotzdem, die Spacer (und z.T. Kolonisten) als ein eigener Schlag, der sich dem Konformitätszwang einer Gesellschaft nicht anpassen kann, und deshalb von dieser abgekoppelt existiert _das_ ist durchaus ein brauchbarer Tropus. Wer von uns hat nicht mit Siegmund/Bernard Marx gelitten, und sich ausgemalt wie er die Schöne Neue Welt aufmischen würde? ^^

Zitat
Zum Thema Bevölkerungswachstum: es gibt inzwischen ettliche Studien, die der Meinung sind, dass sich die weltweite Bevölkerung bei 12 bis 15 Milliarden einpendeln und damit ein recht stabiles Niveau erreicht haben wird.

Danke, das ist eine hilfreiche Zahl, damit kann man rechnen. ^^
« Letzte Änderung: 14.02.2008 | 05:43 von Feuersänger »
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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #11 am: 14.02.2008 | 12:29 »
Zitat
Ob das dann aber reicht, um innerhalb von maximal 200 Jahren (länger kann die interstellare Kolonisierung noch nicht gehen) einen komplett jungfräulichen Planeten auf einen Stand zu bringen, dass er die Erde abhängt, da bin ich mir nicht so sicher.
Schwer zu sagen, da es von irrsinnig vielen Faktoren abhängen würde (wie sieht der Planet aus, wie viele Siedler siedeln dorthin aus, wie sind die politischen Umstände, etc.pp.)

Noch ein ganz anderer Gedanke als Einwurf: Du möchtest ein alienfreies Setting, das so stark wie möglich in die Ecke Hard-SF geht. Braucht es dafür FTL-Antriebe ? In den meisten Space-Opera-Welten geht dank FTL meistens völlig unter, wie absolut gigantisch riesig unser eigenes Sonnensystem schon ist. Da gibt es ja nicht nur die inneren Planeten, sondern auch noch Planetoiden wie Pluto oder Sedna, dutzende Monde von Gasriesen und Asteroiden in rauhen Mengen. Dazu dann noch einige klassische O´Neil-Habitate.....das bietet massig Platz !
Große Kolonien mit Millionen von Bewohnern auf Himmelskörpern wie Titan oder Ganymed sind zwar auch reichlich utopisch, aber zumindest ist dafür keine "Zauberei" nötig wie bei FTL-Antrieben. Fiele FTL weg, würde es deinem bisherigen Entwurf nicht schaden. Eher im Gegenteil, es wird "bodenständiger". Bei Firefly, Spacetruckers, Jovian Chronicles, Moon44, Transhuman Space u.v.a. funktioniert das Prinzip "Alles in einem Sonnensystem" ja auch hervorragend.
Ob die SC nun als Freelancer zwischen Aldebaran und Beteigeuze heiße Ware verschieben, oder zwischen Titan und Ganymed, macht vom Stil her keinen Unterschied, wenn die Kolonien praktisch gleich aussehen. Selbst die andgedachten primitiven außerirdischen Ökosysteme wären innerhalb des Sonnensystems machbar ohne sich allzu weit von den heutigen wissenschaftlichen Kenntnissen weg zu bewegen. Wer sagt, daß es auf Mars und Venus nicht wirklich primitive Flechten gibt, aus denen skrupellose Wissenschaftler exotische Drogen herstellen ? Oder das sich unter dem Eis des Jupitermondes Europa nicht tatsächlich ein lichtloser Ozean mit seltsamen Alientieren verbirgt (von denen einige nach dem Muster "Alien" und "Leviathan" abgelegene Habitate heimsuchen könnten) ? Selbst Alienruinen wären denkbar, wenn man das alte Marspyramiden-Klischee bemüht. 
Du vermisst für den von dir geplanten Hard-SF-Stil nichts und hast das leidige (weil "quasi-magische") FTL ausgeknipst.

Edit:
Wenn man dann noch die hypothetischen Terraformingprojekte betreffs Mars und Venus als durchführbar postuliert (ja, über Sinn und Unsinn von Terraforming lässt sich trefflich diskutieren, aber es ist immer noch näher an der Realität als FTL) und annimmt, daß besagte Projekte mit Erfolg durchgeführt wurden, dann gäbe es neben der Erde noch zwei weitere Planeten auf denen man ohne Atemgerät herumrennen kann. Auch aus einem einzigen Sonnensystem kann man ein ein wunderbar großes und phantastisches Weltraumsetting bauen :)
« Letzte Änderung: 14.02.2008 | 13:37 von Waldviech »
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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #12 am: 14.02.2008 | 13:59 »
Hm nä, das trifft nicht meinen Geschmack.
Kolonisation der Venus kannst du angesichts der dortigen Atmosphäre komplett streichen. Mars ließe sich vielleicht was draus machen, aber der Planet hat eine sehr geringe Schwerkraft, was das dauerhafte Leben schwierig gestaltet. Außerdem kann sich dort keine Sauerstoffatmosphäre halten, man würde also unter Kuppeln leben und sich vor Meteoriten fürchten.
Jupitermonde sind viel zu weit von der Sonne weg. Da wäre es ja arschkalt.
Ne, nach solaren Kolonien werden sich keine Auswanderer drängen. Viel zu ungemütlich. Da wären die Lebensbedingungen auch nicht besser als auf der Erde, nur anders schlecht.

Da braucht man schon einen Planeten mit _ungefähr_ Erdschwerkraft (sagen wir 0,8-1,2G), und idealerweise bereits Sauerstoffatmosphäre (keine Ahnung, wie lange es dauern würde, eine andere Atmosphäre entsprechend umzuwandeln). Halt evtl. etwas Terraforming. Man muss die Siedler schon mit einer Freiluftwelt ködern. Ergo --> FTL

So, jetzt bin ich erstmal ein paar Tage offline, das soll euch aber nicht daran hindern, weitere Ideen zu posten. Ich werd mir in der Zeit auch Gedanken machen. Bis dann!
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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #13 am: 14.02.2008 | 14:16 »
Zitat
FTL ist immer so ein Space-Opera-Ding, das weg führt vom Realen.
Wenn ich genau das haben will, ist das ja auch kein Nachteil - nur hier scheint die Prämisse ja zu sein, möglichst "realistische" Technologien zu verwenden.
Zitat
Kolonisation der Venus kannst du angesichts der dortigen Atmosphäre komplett streichen.
Deswegen sage ich ja "Über Sinn und Unsinn von Terraforming lässt sich trefflich streiten" ;). Die terraformierte Venus ist reichlich unwahrscheinlich - FTL dagegen reichlich unmöglich. Aber beim Grundgedanken, Menschen massenweise im Weltraum anzusiedeln, bleibt der Realismus IMMER irgendwo auf der Strecke, denn es spricht realistisch gesehen einfach zu viel gegen riesige Weltraumkolonien, zumindest in einem derart kurzen Zeitraum. Nun ist die Frage: Wo mache ich Abstriche, damit das Ganze funktioniert und wie viele Abstriche mache ich (in diesem Falle: so wenige wie möglich) ? Pfeiffe ich beim FTL oder beim Terraforming auf den Realismus ? Und das ist ne´ reine Stilentscheidung........(Ich war da stilistisch nun eher auf der Schiene Venus-Wars/Jovian-Chronicles....eben weil diese Settings angenehm bodenständig sind und trotz fehlender quasimagischer Techno-Gizmos die notwendige Faszination mit sich bringen)
« Letzte Änderung: 14.02.2008 | 14:29 von Waldviech »
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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #14 am: 14.02.2008 | 14:48 »
Weil ich grad noch da bin, also nochmal zum mitschreiben was den Zeitansatz angeht -- so ganz grob:

ab ca. 2100: beginnende Kolonisation des Sonnensystems (mit mäßigem Erfolg). Erste Fusionskraftwerke auf der Erde. Raumschiffe mit Nuklearantrieb (von NTR bis NSWR)
ab ca. 22X0: Entdeckung der interstellaren Tunnel. Erste große Raumschiffe mit Fusionsantrieb ermöglichen Jumprive. Exploration umliegender Systeme. Gründung erster Kolonien außerhalb des Sonnensystems.
ab 23X0: Fortführung der Kolonisation. Miniaturisierung der Fusionstechnologie.
24X0: Settingeinstieg. (also vierhundertxzig Jahre in der Zukunft von uns an gerechnet).
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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #15 am: 14.02.2008 | 16:28 »
Hmm....na das klingt nach einem moderaten Zeitrahmen ! Allerdings würde ich dennoch versuchen, die immense Größe einzelner Sonnensysteme im Hinterkopf zu behalten (um da mal den Anreiz für eine Synthese beider Ansätze zu geben.)
Ein gängiges Stereotyp ist ja das bekannte "Ein Sonnensystem = Ein Planet". Klar strömen die weitaus meisten Siedler zu den "Freiluftplaneten", aber das muss nicht bedeuten das auf den ungünstigeren Welten der verschiedenen Sonnensysteme nun absolut garnichts abgeht. Da bleibt vieeeel Raum für Minenkolonien, Forschungsbasen, Raumstationen etc.pp. (Wenn ich ohnehin über hervorragende, preiswerte Raumfahrtmöglichkeiten verfüge, wäre es sogar logisch, gewisse Industriezweige und Rohstoffabbau gerade NICHT auf den Freiluftplaneten anzusiedeln. Man will schlicht und einfach die Fehler der Erde nicht wiederholen und seine neue Kolonie gleich weiter verseuchen)
Das "mäßig" bei den innersolaren Kolonien könnte also dennoch bedeuten das im heimischen Sonnensystem trotzdem mehrere Millionen Menschen "off-world" leben und arbeiten. Ganz ad acta legen würde ich das nicht.
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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #16 am: 14.02.2008 | 17:18 »
Ich frage mich warum Überlichtreisen so als unmöglich dargestellt werden.

Die Unmöglickeit ist bisher in der Physik nur eine Theorie, die es zu beiweisen gilt ^^
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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #17 am: 14.02.2008 | 17:24 »
Klar, das ist schon richtig ! Nur existieren für FTL im Gegensatz zu innersolaren Raumfahrt und Kolonisationsprojekten keine wirklich konkreten Vorstellungen, wie es praktisch zu machen wäre. Von daher bewegt sich Kein-FTL momentan noch näher an der Realität.
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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #18 am: 14.02.2008 | 18:51 »
@Waldviech:
hier ein paar Beispielen für theoretische FTL:
Wurmlöcher sind auch als Einstein-Rosenberg Brücken bekannt und zumindest errechenbar,
beim Warp a'la ST surft das Raumschiff auf einer "Raumwelle" und bewegt sich innerhalb "seines" umgebenden Raumes unter FTL aber da sich die "Raumwelle" auch bewegt ist es insgesamt FTL. Das sich Raum durch Masse krümmen lässt ist ja bekannt und da enorme Energiemengen den Raum wie Masse krümmen ist zumindest eine Theorie dafür vorhanden.
Zum Terraforming der Venus gibts nichmal die.

Sorry ich kenn mich da ein bischen aus.
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und wem das nicht passt dem hau ich aufs Maul. ;)

Korrigiert meine Rechtschreibfehler = http://tanelorn.net/index.php/topic,56190.0.html

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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #19 am: 14.02.2008 | 19:55 »
Zitat
Zum Terraforming der Venus gibts nichmal die.
Wuha....und wie es die gibt (man muss sich sowieso wundern zu wie viel Kram es irgendwelche Theorien gibt !) Sogar mit "konkreten praktischen" Ideen, die es im Falle von FTL noch nicht wirklich gibt. Da bleibt trotz aller Rechenbeispiele nämlich noch offen, wie man diese Effekte in der Praxis umsetzen kann. Zu Terraforming gibt es schon einige Ideen mehr (die im Grunde zwar auch kaum wirklichen Nährwert haben, aber immerhin)
Zu Venus-Terraforming und Kolonisationsprojekten mal ein paar schnelle Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Venuskolonisation
http://www.terraformvenus.com/
http://alienplanet.kaldyka.com/planets4.htm
http://www.final-frontier.ch/Terraforming

Natürlich ist das alles reichlich "fadenscheinig", vor Allem da dabei ein geradezu unglaublicher Aufwand getrieben werden müsste um irgendwann in Jahrtausenden mal zu einem Ergebnis zu kommen (oder auch nicht), aber das ist bei FTL nicht weniger der Fall (denn die Energiemengen, die man den entsprechenden Theorien nach für eine FTL-Reise brauchen würde, sind geradezu irrwitzig hoch). Eines ist allerdings richtig: Bei Terraforming wird einem etwas schneller klar, wie größenwahnsinnig die geplanten Projekte eigentlich sind. Das ist bei FTL nicht gleich so offensichtlich.
« Letzte Änderung: 14.02.2008 | 20:01 von Waldviech »
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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #20 am: 14.02.2008 | 20:59 »
Was ich mir auch vorstellen könnte: Durch Treibhausgase und Klimaverschmutzung ist die Erde unbewohnbar geworden und jetzt muss man erstmal Terraforming betreiben, um die Erde wieder bewohnbar zu machen. - Anschließend wird die Erde von den ausgewanderten Menschen rekolonisiert.

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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #21 am: 14.02.2008 | 21:02 »
Na das "Die Erde ist Klump" soll es ja gerade nicht sein.... :-\
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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #22 am: 14.02.2008 | 21:34 »
@Waldviech:
hier ein paar Beispielen für theoretische FTL:
Wurmlöcher sind auch als Einstein-Rosenberg Brücken bekannt und zumindest errechenbar,
beim Warp a'la ST surft das Raumschiff auf einer "Raumwelle" und bewegt sich innerhalb "seines" umgebenden Raumes unter FTL aber da sich die "Raumwelle" auch bewegt ist es insgesamt FTL. Das sich Raum durch Masse krümmen lässt ist ja bekannt und da enorme Energiemengen den Raum wie Masse krümmen ist zumindest eine Theorie dafür vorhanden.
Zum Terraforming der Venus gibts nichmal die.

Sorry ich kenn mich da ein bischen aus.

Sorry, aber wenn du dich ein bisschen mehr als ein bisschen auskennen würdest, dann wüsstest du auch, was für Energiemengen diese FTL-Ansätze brauchen würden.  ;)
Dafür mach ich dir locker ein "Brute-Force-Terraforming" der Venus, inklusive Installation von Schirmen, um die Sonneneinstrahlung zu reduzieren und Komplett-Austausch der Atmosphäre. Theoretisch alles kein Problem.

Selbst für eine Prä-Typ-II-Zivilisation ist Terraforming machbar, aber es ist durchaus fraglich, ob FTL jemals möglich sein wird.
Ihr findet mich im Traveller-Kanal: https://www.tanelorn.net/index.php/board,380.0.html

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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #23 am: 14.02.2008 | 21:53 »
Ich sag mal so.

1% der Sahara mit Sonnenkraftenwerken reichen aus um den Weltbedarf an Energie zu decken...

Das PRoblem ist eigentlich nur die Mentalität der Menscheit, die verhindert, das wir unsere Energieprobleme lösen könnten...
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Re: [SciFi] Setting-Hintergrund
« Antwort #24 am: 14.02.2008 | 22:07 »
Damit ist es nur leider nicht getan, wenn es um hypothetische FTL-Antriebe geht !
Hierzu ein Zitat von der Internetseite "Wissen und Bildung":

Zitat
Der Nachteil ist, das Energieaufkommen für solch eine Verformung müsste unvorstellbar groß sein: Um den Warpantrieb zu nutzen, müssten gigantische Gravitationsfelder produziert werden, deren Erzeugung Mitchell Pfenning und Larry Ford von der Tufts University (Massachussetts) zufolge rund zehn Milliarden mal mehr Energie verbrauchen würde, als die gesamte sichtbare Masse im Universum aufbringt.

Mit der Größenordnung bewegen wir uns jenseits jeder mentalitätsbedingten Energieknappheit. Wenn du solche Energien erzeugen könntest, dann wäre dir die Energieverteilung auf Erden bereits mehr als egal.
« Letzte Änderung: 14.02.2008 | 22:10 von Waldviech »
Barbaren ! Dekadente Stadtstaaten ! Finstere Hexenmeister ! Helden (oder sowas Ähnliches)!

MALMSTURM !