Ich war heute seit langem mal wieder im Kino (Klimaanlage!

) und habe mir "
The Furious" angesehen.
Als Fan von Raid 1+2 ging ich sehr optimistisch rein, jedoch, bei mir hat er nicht gezündet.
Zwar ist er rein vom Handwerklichen her geradezu Spektakulär, sowohl Kamera als auch Choreographie ist mit Sicherheit beim Besten vom Besten des Genres anzusiedeln (Außer von seltenen erkennbarem CGI).
Allerdings gibt es ein paar Downer: Kinderrollen, Kindersideplots und an den Kämpfen Teilnehmende Kinder haben für mich nicht gepasst, ggf. wäre das im Original besser als Synchronisiert. Die Story war manchmal schon arg schlecht geschrieben.
Aber ich glaube darüber hätte ich locker hinwegsehen können, diese Kritikpunkte nahmen nie Überhand.
Was mich den ganzen Film jedoch gestört hat: Ich hatte kein Gefühl, wann ein erfolgreicher Angriff tödlich ist, krass, oder heftig in seiner Auswirkung, wer wieviel aushält. Manches wurde übermenschlich weggesteckt, anderes war dann wieder überraschend heftig für den jeweiligen Kämpfer. Viele Schläge waren physikalisch gesehen in ihrer Wucht absolut unrealistisch.
Die Konsequenz aus diesem Mangel an innerer Logik im Kampf: Es hat sich keine zuspitzende Spannung aufgebaut wie bei Raid 1+2, es war eher als würde man sehr lang extem guten Akrobaten extrem gut in Szene gesetzt zusehen (was man ja auch tut) - jedoch ohne Spannungsbogen.
Das einzige Spannungselement das ich erkennen konnte, war, dass die Blutschraube immer heftiger angezogen hat gegen Ende hin - aber das wirkte auf mich auch eher aufgesetzt, weil das bei Raid 2 ja auch so war.
So habe ich mich bei allem Bombast und aller Atemlosigkeit doch dabei ertappt, im Kinosessel an etwas anderes zu denken...
Schade.
Ich hätte den Film gerne mehr gemocht.