Autor Thema: Französische Rollenspielproduktion  (Gelesen 70244 mal)

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Offline killerklown

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #200 am: 24.02.2011 | 17:43 »
Gerade Blüht die Kreation in die Rollenspielpresse :
- Casus belli verkauft sich eher gut (probleme sind eher mit der Druckerei -> Verspätungen)
- Di6dent wird es wahrscheinlich schaffen seine erste Ausgabe auch in den Läden als Druckversion zu bringen (#0 ist gratis zu ergattern, #1 ist für ~3€ bei drivethroughrpg.com zu ergattern)
- Le maraudeur #2 ist gerade erschienen. semi professionell und gratis.
- Jdr mag hat eine Ausgabe als Pdf herausgebracht weil die nächste Printausgabe sich verspätet hat.
- Der Body bags #5 soll im Frühling auch als Print in Läden verfügbar sein (Verlagszeitschrift von John Doe, bis jetzt nur als pdf)

Lohnt sich momentan Zeit zum lesen zu haben
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Offline Dirk Remmecke

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #201 am: 24.02.2011 | 17:55 »
- Jdr mag hat eine Ausgabe als Pdf herausgebracht weil die nächste Printausgabe sich verspätet hat.
- Der Body bags #5 soll im Frühling auch als Print in Läden verfügbar sein (Verlagszeitschrift von John Doe, bis jetzt nur als pdf)

Body Bags habe ich als scheintot empfunden, weil da so lange nichts passierte. Finde ich aber prinzipiell sehr gut, wenn das auch ein Printmagazin wird, obwohl dann inhaltlich noch ein Pfund draufgelegt werden muss. Die PDFs waren schon ok, aber für ein Printblatt noch zu wenig.
John Doe ist mir auch als Verlag außerordentlich sympathisch.

JdR Mag mag ich irgendwie nicht. Ich kann nicht mal genau sagen warum. Das Blatt erinnert mich enorm an "die zweite Liga" der britischen Magazine (Valkyrie, GM International); vielleicht ist es das.

Offline killerklown

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #202 am: 24.02.2011 | 19:51 »
Jdr mag funktionniert mit Freiwilligen. Die Redaktion ist ausserordentlich gering gehalten und jeder kann auch einen Artikel dazusteuern. Daher ist die Arbeit ganz gut, wenn man bedenkt dass die Redaktoren wenig (wenn überhaupt) für ihren Beitrag bekommen.
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Offline Dirk Remmecke

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #203 am: 24.02.2011 | 19:53 »
Jdr mag funktionniert mit Freiwilligen

Ui! Also die frz. Variante des Envoyer.
In der Tat, dafür ist das Heft klasse.

Offline killerklown

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #204 am: 24.02.2011 | 20:04 »
Existiert eig. Envoyer noch ?

Bei JdRMAG ist aber nicht alles nur von freiwilligen. Die haben auch oft "offizielle" Szenarien für Spiele herausgebracht, die man sonst beim Hersteller auf der webseite hätte finden können.
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Offline Dirk Remmecke

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #205 am: 24.02.2011 | 20:43 »
Existiert eig. Envoyer noch ?

Die wollten eigentlich aufhören, sind dann aber vor zwei Jahren nominell mit dem österreichischen Magazin SpielXpress fusioniert. Das scheint aber mittlerweile auch als Printmagazin gestorben zu sein und existiert als eZine weiter, ohne Nennung des Envoyers auf dem Cover.

Zitat
Bei JdRMAG ist aber nicht alles nur von freiwilligen. Die haben auch oft "offizielle" Szenarien für Spiele herausgebracht, die man sonst beim Hersteller auf der webseite hätte finden können.

Ja, ich weiß, z.B. das lange Les Ombres d'Esteren-Quickstart-Dingens, das beinahe die Hälfte eines Heftes ausmachte.



[Edit: Rechtschreibung]
« Letzte Änderung: 24.02.2011 | 21:12 von Dirk Remmecke »

Offline Fëanor

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #206 am: 24.02.2011 | 21:03 »
Ok, nach dem ganzen Gejammere, wie scheisse dt. RPG ist und wie geil (TM) das Französische, muss ich jetzt doch mal fragen...warum übersetzt dann keiner? Oder etwas konstruktiver gefragt: Haltet ihr es für realistisch (ganz dem Vorbild der US Szene nach [sorry, der musste sein  >;D ] ), dass man so ein franz. RPG (bzw. dessen Übersetzung) via einer Art Kickstarter bzw. Paten/Patron-projekt finanzieren könnte? Allenfalls mit freundlicher Unterstützung angefressener Übersetzer, die nicht ganz so aufs Geld aus sind? (Ja ja, ich weiss, übersetzen ist eh schon sch***** bezahlt, aber es geht hier ja auch eher um Grenzwertenthusiasmus  ;D ).

Das hat mich gerade so als Idee gepackt... würde natürlich auch noch viel von der Bereitschaft des franz. Publishers abhängen, dies zu erlauben bzw. die Rechte dafür rauszugeben (oder aber man macht das wie die franz. Verlage es auch schon desöfteren gemacht haben, man übersetzt einfach, ohne zuerst zu fragen  >;D ).
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Offline Dirk Remmecke

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #207 am: 24.02.2011 | 21:14 »
Gejammere, wie scheisse dt. RPG ist und wie geil (TM) das Französische,

Ich glaube, du hast uns missverstanden...

Offline Fëanor

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #208 am: 24.02.2011 | 23:24 »
Und ich glaube du hast auf den unwichtigen Teil meines Posts geantwortet  ;)
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Offline Robert

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #209 am: 25.02.2011 | 10:53 »
Um es kurz zu halten: Weil niemand einen ausreichenden Absatz garantieren kann, um die Übersetzung und den Druck einer nennenswerten Auflage zu finanzieren.
Hab das Thema kurz bei einem Telefonat mit dem Besitzer von meinem Lieblings-Comicladen, der auch frz./belgische Comics(Verlag: Bunte Dimensionen) übersetzen lässt, angesprochen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, ich werd bei Gelegenheit mal etwas ausführlicher darüber plauschen ;)
Wer Rechtschreib- oder Grammatikfehler findet, darf sie behalten!

Das ist nicht die Signatur, aber mir ist noch nichts Besseres eingefallen^^

Offline Fëanor

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #210 am: 25.02.2011 | 11:54 »
Und genau darum denke ich, dass Kickstarter/Patron-System das Richtige wäre. Da ist man dann nicht angewiesen auf jemanden, der das Risiko im Voraus auf sich nimmt. Man schaut, ob genug Geld in X Zeit zusammenkommt, um einen gewissen Printrun zu finanzieren, wenn ja, super, wenn nein, dann hat man nix verloren.

Je nach Spendenwilligkeit (bzw. Preorder-Verpflichtung) könnte das Eine oder Andere der hier präsentierten Spiele ja schon alleine mit den Taneloris finanziert werden...jedenfalls wenn man davon ausgeht das jede überschwänglichen Bekundung hier auch einen Back-er ergeben würde  ;D
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Offline Dirk Remmecke

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #211 am: 27.02.2011 | 15:55 »
Und ich glaube du hast auf den unwichtigen Teil meines Posts geantwortet  ;)

Mir war wichtig, den Eindruck zu zerstreuen, dass es den Schreibern hier vordringlich um ein Hochjubeln der französischen Szene geht. Derart sind meine Beiträge schon vor 12 Jahren missverstanden worden (was ich aber auf meine Kappe nehmen muss, denn sie luden durchaus zu einer solchen Interpretation ein).

Mein Interesse hingegen war und ist das Erkunden einer anderen Rollenspielkultur, und ein Ergründen der Mechanismen, die diese Kultur geschaffen oder begünstigt haben; und in einem zweiten Gedankengang die Vorstellung, wie es bei uns eben anders aussehen könnte, wenn diese Mechanismen auch bei uns gegriffen hätten.
Nicht, weil diese anderen Mechanismen zu höherwertigeren oder anspruchsvolleren Ergebnissen führen, sondern weil sie zu anderen Ergebnissen führen.
"The road less traveled."

Es gibt viele französische Spiele, die mich bei aller bewunderten optischen Opulenz inhaltlich nicht die Bohne interessieren - über die ich aber trotzdem alles wissen will! Darum ist eine Präsentation/Gesamtübersicht wie die von COPS sehr lehrreich. Der Casus Belli brachte übrigens früher immer ein bis zwei Jahre, nachdem ein Rollenspiel neu erschienen war, eine ähnliche Sammelrezension ("Portrait de Famille" genannt) aller bis dahin erschienenen Produkte - doppelt interessant, wenn man sie im Vergleich mit der ersten, meist ebenfalls sehr ausführlichen Rezension des Regelwerkes las.

Bei manchen Systemen wundere ich mich ernsthaft, dass sie in Frankreich erfolgreich sind. Dem 2005 erschienenen Palimpseste zum Beispiel hätte ich keine großen Chancen ausgerechnet. 2008 erschien dann sogar eine überarbeitete zweite Auflage unter dem Titel Terres Suspedues, der sogar sechs farbige Sichtschirme für die Spieler beilagen.

Da sind sicherlich auch - wie in den USA und bei uns - Vanity-Projekte darunter, die lediglich wegen der größeren Verfügbarkeit von Zeichnern eher wie professionelle Produkte aussehen (Écryme). Manche Spiele haben ganz bescheiden als Hobbyprodukte angefangen, wurden stetig erweitert und wiederveröffentlicht, bis sie später von professionellen Verlagen aufgegriffen wurden. Die erste professionelle Fassung von SimulacreS war bereits die 5. Edition; Mega III hatte den Zahlenzusatz, weil es die 3. Edition war.
Ich könnte mir vorstellen, dass auch Rêve de Dragon und Hurlements in ihrer ersten Version Hobbyprodukte waren; RdD1 habe ich leider nie gesehen (Fotos in einem Katalog legen eine Fan-Veröffentlichung nahe), aber beide Spiele waren selbst in der Frühfassung in Läden zu finden (Hurlements habe ich 1992 in einem ausgesprochen touristenorientierten Holz-Geduldspiele- und Schach/Backgammon-Laden in Les Halles gefunden) und wurden eifrig mit Abenteuern und Supplements unterstützt.
Und dann darf man auch nicht unterschlagen, dass es viele professionelle Spiele kaum über das Regelbuch hinaus geschafft haben (Stella Inquisitorus, Scales, Shoan) oder von vornherein als Ein-Buch-Reihen ausgelegt waren (Mega III).

Offline Dirk Remmecke

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #212 am: 27.02.2011 | 15:56 »
Und genau darum denke ich, dass Kickstarter/Patron-System das Richtige wäre. Da ist man dann nicht angewiesen auf jemanden, der das Risiko im Voraus auf sich nimmt. Man schaut, ob genug Geld in X Zeit zusammenkommt, um einen gewissen Printrun zu finanzieren, wenn ja, super, wenn nein, dann hat man nix verloren.

Ein Kickstarter-System ist interessant, doch ich frage mich, wer da in Vorleistung gehen soll. Zuerst die Übersetzung anfertigen, damit man bei Erreichen der Zielsumme in die Vollen gehen kann? Vorher sicherlich Kontakt mit dem frz. Verlag aufnehmen, ob die Lizenz überhaupt verfügbar ist? (Aber welcher Verlag lässt sich auf ein Kickstarter-Projekt ein - "wir sind an eurer Lizenz interessiert, aber gleichzeitig wir trauen ihr nicht zu, erfolgreich zu sein...")

Andererseits - erst Kickstarter starten, die Summe wird erreicht, dann Übersetzung beginnen und ein Jahr später mal ein Produkt herausbringen? Welcher Kunde lässt sich darauf ein? Gerade bei semiprofessionellen Projekten ist ja schneller mal die Luft und Motivation raus - nicht alles läuft so rund wie Labyrinth Lord.
(Ein Projekt, das mir für Kickstarter geeignet scheint, ist Agone, weil da wohl schon eine Menge übersetzt vorliegt.)


Ich will stattdessen lieber ein anderes, nichtkommerzielles Modell zur Diskussion stellen:

Übersetzungswillige Personen suchen sich das System ihrer Wahl und übersetzen es. Gerne auch "quick and dirty", den meisten hier geht ja wohl nur um die Grundlagen, es spielfertig zu machen, und nicht um Prosa.
Diese Roh-Übersetzung wird jedem zugänglich gemacht, der nachweisen kann, dass er das französische Original-Buch käuflich erworben hat (z.B. Scan einer Amazon.fr- oder Ludikbazar-Rechnung, Foto des Buches, o.ä.).
Das ist urheberrechtlich immer noch dunkeldunkelgrau, aber wenn z.B. spielrelevante Tabellen nicht mitübersetzt werden, sondern nur ihre Tabellenüberschriften, ist auch sichergestellt, dass man die Übersetzung ohne das Original nicht nutzen kann.

Wenn diese Übersetzung fertig ist, und auf große Resonanz stoßen sollte, ist immer noch Zeit, den Verlag zu kontaktieren, eine Lizenz zu verhandeln und dann für den Druck Kickstarter zu bemühen.

Offline Fëanor

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #213 am: 27.02.2011 | 17:28 »
@ Dirk - Danke schonmal fürs erläutern und ausführen. Ich gebe zu, mein erster Post (bzw eben dessen Anfangssatz) war etwas provokant formuliert.
Ich habe bei den Finanzierungsmöglichkeiten einfach mal amerikanische Stellvertreter aufgenommen, nicht unbedingt in der Meinung, dass jede Form unbedingt auch so richtig geeignet ist. Wobei ich schon denke, dass es eben genau wichtig wäre, eine Form zu finden, die eben genau NICHT zu viel Vorleistung (wie zb schon eine ganze Übersetzung) notwendig machen, sondern eben eher die Leute ansprechen, die einfach aus Liebe/Enthusiasmus/Interesse schon mit ihrer Brieftasche voten und somit das Projekt "Kickstarten".
Ich hätte zb. dann auch gehofft (so ähnlich den japanischen Verlagen), dass die frz Verlage einer allfälligen Übersetzung freundlich gesonnen sind und dem wohlwollend zugewandt. Also nicht a la Lizenz-Verhandlung mit zb. Lucas Arts in gieriges Money-grabbing ausartet  ;D Aber ich schätze, da hast du sowieso viel die bessere Ahnung. Vielleicht bin ich da zu idealistisch  ::)

Nun, zumindest im engl. Bereich funzt der Kickstarter recht gut. Auch wenn zwischen pledging und Auslieferung Monate vergehen. Das ist den Kunden ja auch bei Einstieg in den Kickstarter bewusst bzw. das muss natürlich klargestellt werden. Sonst kanns Frust geben, ja.

Dein Vorschlag hat sicher auch seine Meriten, vor allem für die Oberhardcore-Fans. Mich persönlich würde soetwas gar nicht ansprechen. Da ich nicht wirklich Lust habe, mir für eine halb-Übersetzung ein teures Regelwerk in Französisch zu kaufen um dann später vielleicht noch eine professionelle dt. Version auch nochmal kaufen zu müssen. Ich würde bei diesem Vorgehen dann erst einsteigen, wenns um den Kauf des dt. Regelwerks geht.

Die Grundsatzfrage ist doch die - Sind all die grossen "Ich will auch haben"-Fans, die hier im Tanelorn ihre Stimme erheben auch gerade alle, die sowas interessiert? Falls ja, dann kann man es wohl nur so machen wie du vorschlägst. Sollte es aber so sein, dass dies eigentlich ein weitverbreiteter Gedanke ist, dann könnte auch so ein Finanzierungs-Projekt durchaus gute Chancen haben. Es käme auf den Versuch an!

« Letzte Änderung: 27.02.2011 | 17:43 von Fëanor »
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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #214 am: 27.02.2011 | 18:00 »
Andererseits - erst Kickstarter starten, die Summe wird erreicht, dann Übersetzung beginnen und ein Jahr später mal ein Produkt herausbringen? Welcher Kunde lässt sich darauf ein? Gerade bei semiprofessionellen Projekten ist ja schneller mal die Luft und Motivation raus - nicht alles läuft so rund wie Labyrinth Lord.

 ;D
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Offline killerklown

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #215 am: 31.05.2011 | 19:53 »
Heute mache ich mich an etwas ganz ganz frisches (letzte Woche erschienen) :

Les Milles Marches



Les Milles Marches ist ein größeres Projekt :
Hier kriegt man zwar eine fertig zu spielende Kampagne, einen Regelgerüst und eine Beschreibung eines Universums (eine des 1000 "Marches"), aber es soll nur das erste Buch einer ganzen Reihe an Bücher sein.

Zu den Regeln :
- Das Spiel läuft unter dem System namens "Cheap Tales".
- Es ist eine Pulp-Konvertierung des Barbarian of Lemuria Systems mit den Aspekten von FATE dazu.
- Die Regeln sollen die gleichen für andere Universen der Bücher-Reihe bleiben, nur andere Aspekte würden pro Universum dazu geliefert werden.
- 40 Seiten sind für die Regeln benutzt, inklusive Meisterhilfen zu Verfolgungsjagden und High-Action-Szenen

Zum Universum :
- Es gibt eine Gesamt-Kosmologie für die 1000 Welten
- Das Universum, das näher beschrieben wird ist eine Utopie namens Öropa
- Öropa ist eine gigantische Stadt (deckt etwa Belgien). Dort herrscht eine utopische kommunistische Gesellschaft
- Mehr weiß ich noch nicht, ich habe es noch nicht gelesen

Zur Kampagne :
- 5 Szenarien auf 79 Seiten
- High Adventure (Pulp!)
- Die Welt wird danach nie die gleiche sein

Zum Buch selbst :
- A5 königlich-Format (A5 Breite aber 3 Finger höher als A5) mit langer Buch-Klappen bei der Cover (versteht ihr was ich meine ?)
- Schwarz-weiß, schlicht illustriert (aber dafür schön im Artdeko-Styl) aber passend und hübsch
- 192 Seiten
- 29 €
- ISBN : 978-2-916898-13-1
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oliof

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #216 am: 31.05.2011 | 22:14 »
Ich fürchte, ich stehe total auf das Milles Marches … aber ich kann immer noch kein französisch …

Offline Blechpirat

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #217 am: 31.05.2011 | 22:23 »
Das Cover jedenfalls ist großartig!

Offline Greifenklaue

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #218 am: 1.06.2011 | 00:45 »
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

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Offline Laivindil

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #219 am: 1.06.2011 | 11:33 »
Ich fürchte, ich stehe total auf das Milles Marches …

Ich fürchte auch, dass ich das haben muss. Hab's schon meinen Spielern angedroht ... ich meine, BoL meets FATE: wie geil ist das denn? Meine große Tochter geht im Sommer als Austauschschülerin nach Frankreich ... sie wird mit einem Koffer hinfahren und mit zweien zuück :D

Offline killerklown

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #220 am: 8.06.2011 | 18:33 »
Heute auch wieder einen Preview. Die Franzosen machen immer öfters Fotos von den Büchern kurz bevor sie zu den Läden geschickt werden.

Les Ombres d'Esteren - Le monastère de Tuath



Wie in den 2 vorherigen Bücher schon gemerkt werden konnte, platziert sich Esteren in der Branche der bombastisch-aussehenden Spielen.
Aber nicht nur, denn Esteren will auch innovativ und modern sein. Deswegen ist Le monastère de Tuath nicht nur einen 52-Seitigen Szenario im Stil vom "Namen der Rose" auf die Welt der Schatten Esterens dekliniert, sondern wird auch mit einem CD verkauft, der die Soundtrack des Spiels sein soll (sehr schön und melancholisch, meiner Meinung nach. Hier auf Myspace reinhören).
Ich poste mal erstmal ein Paar visuellen thermonuklearische Bomben, mit einer übersetzung der Kommentare der Autoren, wenn zutreffend und relevant für Deutschland.


Das Booklet und das Album, mit gemischte mitgelieferte Goodies im Hintergrund


Innenseite des Buches


Die Einführung der Abenteuer


Wie gesagt viele goodies :
  • 2 indizen-Karten im A4 Format aus widerstandsfähigem Karton
  • 4 Seiten mit NPCs-Portraits, aus dem gleichen "Spieltisch-widerstandsfähigem-Karton"
  • 2 Seiten mit Gedächtnisstützen bezüglich des Abenteurs für den SL
  • Eine A3 Farbkarte des Klosters


und einen Gesamtbild des Materials.

Preis : sollte weniger als 25€ kosten (20€<Preis<25€)
Für einen Abenteuer + eine (gute) Musik-CD + viel zusatzmaterial, finde ich es gar nicht schlecht
« Letzte Änderung: 8.06.2011 | 18:45 von killerklown »
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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #221 am: 8.06.2011 | 18:35 »
Dein Myspace-Link führt auf ein Bild und wo kann man das kaufen?
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Zitat von: korknadel
Rollenspiele sollen bei Dir im besten Fall eine gewisse Schwermut, Resignation und Melancholie hervorrufen.

Zitat von: Dolge
Auf Diskussionen, was im Rollenspiel realistisch ist und was nicht, sollte man sich nie unter gar keinen Umständen absolut gar überhaupt vollständig nicht einlassen.

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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #222 am: 8.06.2011 | 18:36 »
Ich bin auch bei einer Bestellung dabei...
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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #223 am: 8.06.2011 | 18:49 »
Ok, das link ist korrigiert.
Das Büchlein ist noch nicht raus, es soll am 11.06.2011 rausgehen, aber der Verlag hat vorgewarnt dass es ein paar Tage Verspätung wegen des Zusammenpackens der CDs mit den Büchern geben wird (1W6 Tage, meinen die)

Vorbestellen kann man es bei den üblichen verdächtigen, z.B. bei Ludikbazar :
http://www.ludikbazar.com/index.php?cPath=4207_4209_5662
(die sind aber nicht unbedingt die billigsten...)

und ich habe noch ein tolles Bild gefunden  :d
« Letzte Änderung: 8.06.2011 | 18:55 von killerklown »
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Re: Französische Rollenspielproduktion
« Antwort #224 am: 8.06.2011 | 19:22 »
Okay. Mal mein Französisch entstauben.  :P
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