Ich besitze es, habe es mal vor vielen Jahren gelesen und alles dazu vergessen. Ist auch irgendwie ein "Qualitäts"merkmal.
Leider liefern die AB zu diesem tollen System nicht ab. Allerdings hat mich Cyradon auch nicht angefixt.
Schade ... der Preview liefert eine interessante, aber auch etwas komplexe Backstory, die ein bisschen klingt, als hätte der Autor die Teile, die zu seiner Hauskampagne gehören, nicht sauber rausgelöst. Die Backstory um einen Konflikt zwischen Feenwelt und Menschenwelt klingt gut, aber dann ist noch eine ganze Ebene mit einem bösen Strippenzieher aus einem finsteren Kult dahintergelegt, die unnötig komplex klingt.
Im Prinzip mag ich Abenteuer mit halbwegs komplexen Backstorys, wenn die dann im Spiel auch Relevanz haben, deshalb fand ich Garden of Rain interessant. Wenn es aber so "forgettable" ist, lese ich vielleicht erst mal anderes ...
Trotzdem blättere ich gerade mal wieder im HARP-GRW und finde das mal wieder ganz gelungen. Die Charaktergenerierung hat genau die Schritte, die mir wichtig sind, und die Steigerungskosten sind mit dem 2/4-Prinzip sehr leicht durchschaubar. Ich denke bis heute, das würde ich spielen, gerade die Charaktererschaffung mit dem freien Zusammenbauen von Mischlingscharakteren über "Blood Talents" und guter und freier Kombinierbarkeit von Volk/Kultur/Profession erfüllt wirklich fast alle meine Wünsche. Im direkten Vergleich gefällt es mir auch besser als Tim Duggers neuere Sachen wie Fantasy Express, die für mein Gefühl irgendwie wieder mehr in Richtung Frickeligkeit abgebogen sind und bei denen ich das implizierte Setting auch einfach weit lahmer finde.
Zusammen mit einem Setting (Cyradon oder vielleicht auch dem für in voraussichtlich fünfundzwanzig Jahren erscheinenden HARP Steampunk von Phil Masters) und mit Leuten, die bei so was unsexy-Altem mitmachen, würde ich das nach wie vor spielen.