Autor Thema: Mondpreise  (Gelesen 82528 mal)

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Offline Blizzard

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Mondpreise
« am: 6.03.2017 | 18:37 »
Hier (und auch anderswo) ist ja schon des öfteren mal über "Mondpreise" (für RPG-Bücher) diskutiert worden. Und manch einer hat sich vermutlich auch das ein oder andere Mal zu Recht aufgeregt. Irgendwie bin ich bei meiner aktuellen Suche nach diversen RPG-Titeln wieder über selbige gestoßen. Ich verstehe diese Leute nicht, die ihr Zeug bzw. ihre Bücher zu (imho) völlig überteuerten Preisen anbieten-und sich dann wundern, wenn das Zeug keiner kauft, es z.B. wochenlang auf ebay vor sich hin dümpelt und sie es schließlich wieder neu einstellen müssen, weil es eben keiner (zu diesen überteuerten Preisen) kauft. Ein gutes Beispiel hierfür ist z.B. das Hawkmoon RPGfür das ich mich ja auch mal (im Rahmen von RuneQuest 6) interessiert habe. Aber diesen Preis ist es meinem Interesse dann doch nicht wert. Ich meine, diese Leute müssen doch auch ein Interesse daran haben, ihr Zeugs zu verkaufen. Die müssen doch merken, wenn ihr Zeugs ein einziger Ladenhüter ist. Oder etwa nicht? In einem anderen Fall verkauft auch einer Bücher-die allerdings teilweise 15 oder 20 Euro mehr kosten, als der Originalpreis(ohne Versandkosten, wohlgemerkt). Ich hätte ihm ja welche abgenommen-aber nicht zu diesen Preisen. Jetzt habe ich zufällig einen Onlineshop in England entdeckt. Wenn ich bei dem einige der Bücher kaufe, kommt mich das-trotz Versandkosten-immer noch etwa im Schnitt 10-15€ billiger, wie wenn ich sie bei dem Typen kaufen würde. Der einzige vermeintliche Nachteil ist der, dass ich eben ein paar Tage länger auf die Bücher warten muss, da sie dann aus England kommen. Ich erwarte ja nicht, dass sie die Bücher verschenken. Ich erwarte einfach nur faire Preise-und keine Sammlerpreise.
Wie steht ihr denn zu dem Thema "Mondpreise" und wie sind eure Erfahrungen damit?
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Pyromancer

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Re: Mondpreise
« Antwort #1 am: 6.03.2017 | 18:43 »
Wie steht ihr denn zu dem Thema "Mondpreise" und wie sind eure Erfahrungen damit?

Ich hätte hier noch eine deutsche Hollow-Earth-Expedition-Luxusausgabe abzugeben, in Farbe und mit Kunstleder-Einband, für 80 Euro (+Porto).

Und wenn's keiner will, dann bleibt's halt bei mir im Schrank stehen.  ;)

Offline suppenhuhn68

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Re: Mondpreise
« Antwort #2 am: 6.03.2017 | 18:48 »
Ich hätte hier noch eine deutsche Hollow-Earth-Expedition-Luxusausgabe abzugeben, in Farbe und mit Kunstleder-Einband, für 80 Euro (+Porto).

Und wenn's keiner will, dann bleibt's halt bei mir im Schrank stehen.  ;)
~;D :d
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suppenhuhn68

Offline Rhylthar

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Re: Mondpreise
« Antwort #3 am: 6.03.2017 | 18:49 »
Ich hätte hier noch eine deutsche Hollow-Earth-Expedition-Luxusausgabe abzugeben, in Farbe und mit Kunstleder-Einband, für 80 Euro (+Porto).

Und wenn's keiner will, dann bleibt's halt bei mir im Schrank stehen.  ;)
Genau das.

Bücher haben, gut aufbewahrt, kein Verfallsdatum. Und wenn man das Geld nicht dringend braucht und es bei ebay geschickt macht (keine Angebotsgebühren), kann man es ewig versuchen...vielleicht kommt ja doch einer und nimmt es.

"Mondpreise"...was ist das für Dich eigentlich? Ich gebe Dir Recht, dass dies überhöhte Preise sind, wenn man bei anderen Anbietern wesentlich günstiger drankommt (bin btw. durchaus an dem britischen Online-Shop interessiert). Ansonsten ist das halt klassisch Angebot und Nachfrage...und wenn man (s. o.) es nicht eilig hat mit der Nachfrage, kann man es weiter zu hohen Preisen versuchen.

Ich sag es mal ganz frei: Würde ich am Freitag 1.000,00 € im Lotto gewinnen, würde ich mir wohl die "City of Brass"-Box gönnen. Amazon-Händlerpreis: 200,00 €. Überzogen? Sicherlich. Mir dann egal? Jap.
“Never allow someone to be your priority while allowing yourself to be their option.” - Mark Twain

"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

Für alle, die Probleme mit meinem Nickname haben, hier eine Kopiervorlage: Rhylthar.

Altansar

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Re: Mondpreise
« Antwort #4 am: 6.03.2017 | 18:56 »
Es gibt ja diverse Reihen die Mondpreise hatten oder eben haben.

Bevor Onyx Path die Print on Demands eingeführt hatten, waren die meisten cWOD Bücher total überteuert.
Das selbe sieht man bei Warhammer Fantasy 2nd Edition, D&D 3.5, Cthulhu Deutsch und paar cWOD Bücher auf deutsch, wobei man beim Uhrwerk Verlag auch gut sehen konnte, was die Leute bereit sind zu zahlen. Da fielen mir glatt die Augen aus.

Ich meine sich an Ebay Sofortkauf und Amazon zu orientieren ist Blödsinn, weil das Preise sind, die keiner zahlt, ansonsten wären sie ja schon längst gekauft worden. Aber nen Auge auf dem Markt zu haben, wenn man seine Bücher verkaufen will um eben kein Verlustgeschäfft zu machen und noch Gewinn zu machen finde ich auch in Ordnung und Gerechtfertigt.

Es gibt ja paar gute Seelen (manche würden sie vlt auch für dumm halten) die Verlangen ja nicht viel für Ihre Sachen, das ist natürlich gut für die Sammler, die die Bücher noch suchen aber in der Regel haben die Leute ein Auge dafür, die es dann wieder teuer verkaufen wollen und das finde ich dann eh immer schade, weil die natürlich die Preispolitik nach oben treiben aber so ist Wirtschaft eben.

Luxferre

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Re: Mondpreise
« Antwort #5 am: 6.03.2017 | 19:10 »
Ich hab noch ein Ptolus in 1A Quali rumfliegen und ein Heroes of Legend ...  >;D

Also ich habe mein Warhammer 2E Grundregelwerk auf Deutsch in 1A für den ehemaligen Kaufpreis hier im T verkauft. Meiner Kaufmannsseele tat das echt weh. Und wehe, ich sehe den Käufer damit Schindluder betreiben  :smash:
Nee, ich finde Mondpreise kacke. Da fällt mir auch kein anderes Wort zu ein. Daher kaufe ich solche Produkte einfach nicht. Soll wer anders damit glücklich werden.
Und verkaufen tue ich nur ausgewählte Sachen. Und sicherlich nicht an Jedermann (zB Leute, die mit mit ihrem vielen Handeln hierzuforum und jenseits bekannt sind).

Pyromancer

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Re: Mondpreise
« Antwort #6 am: 6.03.2017 | 19:40 »
Für C°ntinuum wollte mal einer über 1000€. DAS ist ein Mondpreis...

Persönlich hab ich auch schon Rollenspiel-Kram für den Gebrauchtbuch- statt für den Sammlerpreis verkauft, weil der Käufer mit dem Zeug SPIELEN wollte. So etwas unterstütze ich gerne.

Offline Siouxy

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Re: Mondpreise
« Antwort #7 am: 6.03.2017 | 20:12 »
DnD 5e Spellbook Cards gibt es aktuell zu lustigen Preisen auf Amazon....220 € für das Arcane Set z.B.


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Offline Boba Fett

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Re: Mondpreise
« Antwort #8 am: 6.03.2017 | 20:47 »
Wenn jemand sein Geld für völlig überzogene Preise ausgeben möchte, dann soll er das bitte machen.
Ich werde es nicht machen, aber ich bin auch nicht böse, wenn ich mir etwas nicht leisten kann, nur weil jemand die Hoffnung hat, mit irgendjemand zu einer hochpreisigen Einigung zu kommen - Angebot und Nachfrage...
Es gibt genug Zeug, dass ich mir noch zu zivilen Preisen zulegen möchte - mehr, als ich jemals lesen können werde.
Und andersherum habe ich noch einige Schätzchen (WH-FRP 2nd dt zB) im Regal stehen, von denen ich mich auch trennen würde, aber eben auch nur dann, wenn der Preis stimmt - deswegen sind es eben Schätzchen.

Abgesehenndavon sind Rollenspielprodukte nichts, was existentiell notwendig sind, auch wenn wir uns das gern einreden möchten...

Ganz ehrlich: wer fordert, die Preise zu deckeln, führt Zwang ein. Folglich müsste dann auch eine Regelung bestehen, dass jeder von uns eine Mindestsumme an die Verlage umsetzen muß, deren Existenz aus Fairnessgründen gesichert sein sollte... und nein, das ist nicht ernst gemeint.
« Letzte Änderung: 6.03.2017 | 20:56 von Boba Fett »
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Offline Lichtschwerttänzer

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Re: Mondpreise
« Antwort #9 am: 6.03.2017 | 20:53 »
Das sind Luxusprodukte, wo soll da welches Problem liegen
“Uh, hey Bob?”
“What Steve?”
“Do you feel like we’ve forgotten anything?”
Sigh. “No Steve. I have my sword and my bow, and my arrows and my cloak and this hobbit here. What could I have forgotten?”
“I don’t know, like, all of our stuff? Like the tent, the bedroll, my shovel, your pot, our cups, the food, our water, your dice, my basket, that net, our spare nails and arrowheads, Jim’s pick, my shovel, the tent-pegs…”
“Crap.”

Offline Chruschtschow

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Re: Mondpreise
« Antwort #10 am: 6.03.2017 | 20:55 »
Folglich müsste dann auch eine Regelung bestehen, dass jeder von uns eine Mindestsumme an die Verlage umsetzen muß, deren Existenz aus Fairnessgründen gesichert sein sollte....

Aha, Rollenspiel-GEZ. Da bin ich dafür. Langsam läuft sich der Thread warm. :)
Tolles Setting, würde ich aber mit Fate spielen. Und jeder Thread ist ein potentieller Fate-Thread. :d

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Offline Issi

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Re: Mondpreise
« Antwort #11 am: 6.03.2017 | 20:55 »
Em...und den Alba Quellenband gibts auf Ebay gerade mal wieder für 113 Euro inklusive Versand.
Wenn ich noch keines hätte....dann würde ich evtl. überlegen.
« Letzte Änderung: 6.03.2017 | 20:59 von Issi »

Swafnir

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Re: Mondpreise
« Antwort #12 am: 6.03.2017 | 21:06 »
Die Frage ist halt, was es einem Wert ist. Ich finde da nichts verwerfliches dran, solange nicht eine Auflage gezielt aufgekauft wird um Mondpreise zu erzielen.

Online Skyrock

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Re: Mondpreise
« Antwort #13 am: 6.03.2017 | 21:08 »
Ich denke, dass der Markt sich effektivsten selbst reguliert. Wer gierig und forsch genug ist, um vergriffene Schätze für ÜBER 9000 EUR anzubieten, soll das gerne tun. Wer reich und begierig genug ist, um für vergriffene Schätze ÜBER 9000 EUR anzubieten, soll das auch gerne tun. Wenn die beiden richtigen sich treffen, kommt der Handel zu beider Zufriedenheit zustande. Wenn nicht, muss der Anbieter seine Preisvorstellungen der tatsächlichen Nachfrage anpassen.
Also so wie überall im Leben, wo sich Märkte bilden.

Ich denke mit dem steigenden Trend zu PDF und PoD und dem Trend gegen rein analoge Offset-Prints wird das für diejenigen, die die Werke zum tatsächlichen Spielen anstatt bloß zum Sammeln haben wollen, ein immer kleineres Problem.

Aha, Rollenspiel-GEZ. Da bin ich dafür. Langsam läuft sich der Thread warm. :)
Mit einem Rollenspielrat, der über die Verteilung der Mittel entscheidet, proportional besetzt nach Stimmenanzahl beim DRSP nebst Blogger- und Forenbeirat besetzt nach Klickzahlen und Ladenbeirat besetzt nach Umsatz.
Aus der Höhle des Schwarzwaldschrates - Mein Rollenspielblog

Ein freier Mensch muss es ertragen können, dass seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muss es sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
- Ludwig von Mises

Offline Blizzard

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Re: Mondpreise
« Antwort #14 am: 6.03.2017 | 21:10 »
Das selbe sieht man bei Warhammer Fantasy 2nd Edition, D&D 3.5, Cthulhu Deutsch und paar cWOD Bücher auf deutsch, wobei man beim Uhrwerk Verlag auch gut sehen konnte, was die Leute bereit sind zu zahlen. Da fielen mir glatt die Augen aus.
Wobei man seit einiger Zeit einige Bücher für WHFRP 2nd auch wieder zu ansatzweise normalen Preisen bekommt. Gut das GRW  geht nach wie vor für ca. das Doppelte des Neupreises weg, aber z.B. Kinder der gehörnten Ratte oder aber auch das Bestiarium der Alten Welt habe ich inzwischen wieder für normale Preise lokalisiert.

Und wo doch gerade die Neuauflage von Conan (2d20) am Kommen ist, gibt es auf Amazon dazu noch ein paar ganz besondere Schmankerl vom alten Conan. Wie z.B. das hieroder das hier oder aber das hier, wobei das hier und dieses hier auch nicht zu verachten sind. Mein Favorit bleibt aber die Nr.1. ~;D
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Offline Boba Fett

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Re: Mondpreise
« Antwort #15 am: 6.03.2017 | 21:16 »
Blizzard: Amazonpreise stammen nicht selten von kommerziellen Händlern, die Software benutzen, die dann den Marktwert abschätzt -> da kommen dann wegen der extrem niedrigen Stückzahl manchmal auch völlige Mondpreise (also im wahrsten Sinne des Wortes raus), weil die Software meint "hey, die letzten 3 gingen für Betrag X raus, also wird mein allerletztes für n*X zu verkaufen sein".
Leider hat die Software keine Ahnung vom echten Marktwert und der zumutbarkeit der Preise.
Und der Händler hat auch keine Ahnung und nimmt es wegen der hohen Anzahl an Produkten nicht wahr.

Sowas kann man nur als Statistische Ausreißer ansehen und nicht ernst nehmen - oder - wenn man es haben will, nimmt man Kontakt mit dem Anbieter auf und schreibt, was man bereit zu zahlen wäre. Nach einiger Zeit merkt der Händler dann meistens, dass er das so nicht loswird und ist Angeboten aufgeschlossen...
« Letzte Änderung: 6.03.2017 | 21:19 von Boba Fett »
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Offline Feuersänger

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Re: Mondpreise
« Antwort #16 am: 6.03.2017 | 21:28 »
Das Problem mit Mondpreisen ist, dass sie den Marktüberblick verzerren. Stellt euch folgendes vor: ihr _wollt_ tatsächlich Krempel XY verkaufen. Also macht ihr euch erstmal ein Bild, wie so momentan die Preise auf dem Markt sind -- denn zu verschenken hat man ja auch wieder nix, oder? So weit, so gut.
Jetzt ist es aber so: die Preise, die man auf Anhieb sieht, sind die lächerlich überzogenen Mondpreise, die in der Praxis nur alle halbe Jahre mal gezahlt werden. Denn diese Angebote stehen entsprechend immer drin. Wohingegen Angebote mit vernünftigeren Preisen sofort weg sind. (Und wenn das Angebot extrem schnell weggeht, war man vielleicht doch zu billig..)

Wenn man also nicht sowieso die ganze Zeit den Markt verfolgt hat und super informiert ist, sieht man also besagten Phantasiepreis, sagen wir: 200€. Dann hält man das für normal und denkt sich, ha, da geh ich 10% drunter, dann hab ich's bald los... aber nix, weil auch 180€ noch überzogen sind. Nach einiger Zeit merkt man das und senkt nochmal den Preis... und nochmal... bis man dann irgendwann nach X Monaten sein Geraffel für die 80€ los wird, die es wert ist. Ein elender Zeitverlust, den es ohne dieses Steuerfeuer von den Kommerzphantasten so vielleicht nicht gegeben hätte.

Das Ganze ist ja nicht auf Rollenspielbücher beschränkt... trifft im Prinzip auf alles zu, was gebraucht gehandelt wird. :/

Kurz, die Crux ist, dass man in Zeiten des Internets jedes noch so absurde Angebot ohne eigene Kosten beliebig lange stehenlassen kann. Müsste man seine Inserate jede Woche verlängern und jedes Mal nen Euro zahlen (oder meinetwegen auch nur 20 cent), hätte sich der Nonsense bald erledigt.
Der :T:-Sprachführer: Rollenspieler-Jargon

Zitat von: ErikErikson
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Offline Boba Fett

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Re: Mondpreise
« Antwort #17 am: 6.03.2017 | 21:33 »
Feuersänger: Man kann Zeit sparen, wenn man sich als Verkäufer nicht anguckt, für welche Beträge Produkte angeboten werden, sondern für welche Beträge sie tatsächlich über den Tisch gehen...
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Offline D. Athair

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Re: Mondpreise
« Antwort #18 am: 6.03.2017 | 21:43 »
Aha, Rollenspiel-GEZ. Da bin ich dafür. Langsam läuft sich der Thread warm. :)
GEZ? Warum? Da bin ich eh schon böse, dass ich das Geld nicht zuweisen kann (und neben guten Sachen wie arte, br, 3sat auch zweifelhafte Sachen wie die tagesschau oder Sturm der Liebe finanzieren muss). Wer ne Flat bezahlen will: Purple Duck, Paul Mitchener, Die DORP, ...
« Letzte Änderung: 6.03.2017 | 21:45 von Clausustus Doom Occulta »
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Re: Mondpreise
« Antwort #19 am: 6.03.2017 | 21:48 »
Bin da zwiegespalten. Für Leute, die im Hobbybereich überteuerte Preise verlangen, hege ich wenig Sympathien. Mir ist sowas unsympathisch und ich würde mir unter Hobbyisten ein deutlich freundlicheres Verhalten wünschen. Andererseits gibt es bisweilen sicherlich mal ökonomische Zwangslagen, die ein verkniffeneres Agieren notwendig machen können. Ich werfe da nicht mehr den ersten Stein.

Vor 5 Jahren habe ich mich von rund 75% meiner Sammlung getrennt und mich dabei darum bemüht, einen gesunden Mittelweg zu finden. Das ist mir damals nicht leicht gefallen, weil es da um wirklich große Summen ging und ich zudem das Geld dringend brauchte. Da kommts dann irgendwann zum Schwur. Reden kann man - gerade online - viel :-) Das ist außerdem immer auch ne Frage der Beteiligten. Wenn jemand tierisch Bock auf ein Produkt hat und absolut kein Geld, dann lass ich fünfe gerade sein.
« Letzte Änderung: 6.03.2017 | 21:50 von Wellentänzer »

Offline Feuersänger

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Re: Mondpreise
« Antwort #20 am: 6.03.2017 | 21:51 »
Feuersänger: Man kann Zeit sparen, wenn man sich als Verkäufer nicht anguckt, für welche Beträge Produkte angeboten werden, sondern für welche Beträge sie tatsächlich über den Tisch gehen...

Wie soll man das machen? Wenn ein Handel abgeschlossen wurde, verschwindet das Angebot ja in der Regel aus dem Netz und wird zumindest von den Suchfunktionen nicht mehr gefunden, auch wenn es noch irgendwo archiviert ist.
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Offline Boba Fett

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Re: Mondpreise
« Antwort #21 am: 6.03.2017 | 22:01 »
Wenn ich Everway verkaufen würde, würde ich bei Ebay danach suchen und etwaige Angebote auf meine Interessentenliste setzen und abwarten, bis die Auktion beendet ist. Kurz danach schaut man nach, wie hoch das Produkt gegangen ist und schon hat man eine grobe Vorstellung.
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Altansar

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Re: Mondpreise
« Antwort #22 am: 6.03.2017 | 22:05 »
Wobei man seit einiger Zeit einige Bücher für WHFRP 2nd auch wieder zu ansatzweise normalen Preisen bekommt. Gut das GRW  geht nach wie vor für ca. das Doppelte des Neupreises weg, aber z.B. Kinder der gehörnten Ratte oder aber auch das Bestiarium der Alten Welt habe ich inzwischen wieder für normale Preise lokalisiert.

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Bei Warhammer hatte ich wohl eher das Bretonia Buch, das Buch über Kislev, Vampire, Grenzgrafschaften im Kopf und nicht die deutschen Bücher aber danke fürs klarstellen

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Re: Mondpreise
« Antwort #23 am: 6.03.2017 | 22:08 »
Wie soll man das machen? Wenn ein Handel abgeschlossen wurde, verschwindet das Angebot ja in der Regel aus dem Netz und wird zumindest von den Suchfunktionen nicht mehr gefunden, auch wenn es noch irgendwo archiviert ist.

Bei Ebay kannst du in den Suchoptionen nach verkauften Artikeln filtern.
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Re: Mondpreise
« Antwort #24 am: 6.03.2017 | 22:15 »
Ich nehme eigentlich immer eher zu wenig als zu viel. Ist aber auch eine Frage der Notwendigkeit. Wenn ich aus finanziellen Gründen meine fast vollständige Planescape-Sammung vertickern müsste, würde ich auch schauen, dass ich so viel wie möglich raus schlage. Ansonsten landet das meiste, was wir aussortieren, ohnehin beim Treffen auf dem Tanelorn-Auktionstisch, d.h. ich sehe genau nichts von der Kohle, die die einbringt, außer dem Umstand, dass das Forum weiter betrieben wird.

Leute, die quasi professionell versuchen, Sammlerstücke billig zu stechen und teuer weiterzuverkaufen, sind mir allerdings absolut zuwider.
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten.

J.W. von Goethe