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Autor Thema: Macht meine Gnolle/Hyänenmenschen cool!  (Gelesen 730 mal)

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Offline Dioto

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Macht meine Gnolle/Hyänenmenschen cool!
« am: 29.09.2018 | 17:42 »
Hallo  :t:,

ähnlich wie in Uwe-Wans Steppenvolk-Thread würde ich gerne eure Vorschläge zum Aufwerten von Gnollen bzw. Hyänenmenschen einholen.

Es handelt sich hierbei um ein spielbares Volk, welches ich derzeit für ein Homebrew-Fantasy-Setting entwickle (für die Diskussion bezüglich Spielwerte, gibt es einen Schwesterthread). Gnolle sind Tiermenschen und besitzen Eigenschaften von Hyänen (insbesondere Tüpfelhyänen, aber nicht nur), unter anderem:
  • Starkes, knochenbrechendes Gebiss
  • Weibchen sind stärker und größer als Männchen
  • Gutes Immunsystem, durch welches sie auch Aas verwerten können
  • Gute Sinnesorgane, insbesondere der Geruchssinn, sodass sie Geruchsfährten aufnehmen können
  • Reine Fleischfresser
  • Können selbst nachts noch etwas sehen (Dunkelsicht)
  • ...
Nun brauche ich ein paar Ideen, um sie interessanter zu gestalten (inspiriert durch z.B. die Eigenschaften von Hyänen oder durch afrikanischer Folklore). Folgende Fragen könnten von euch beantwortet werden (mit Beispielen):

Wie sieht eine reine Gnollkultur aus? Welche Rituale könnte es geben?
  • Gnolle leben in matriarchalen, nomadischen Clans. Die Clansnamen beziehen sich auf das charakteristische Aussehen oder Rituale seiner Clansmitglieder ("Graumähnen-Clan", "Knochenbeißer-Clan", "Rotauge-Clan", ...).
  • Gnolle sind Feinde der körperlichen Nekromantie, welche aus Kadavern Zombies und Skelette erschafft ("Mit Essen spielt man nicht!").
  • Alternativ: Besonders faule Gnollclans setzen Nekromantie bewusst ein, um erlegte Beute als untote, mobile Nahrungsquelle zu erwecken.
  • ...
Wie leben sie in Städten und Dörfer gemischter (EDO-)Völker? Welche Berufe würden sie ausüben?
  • Unter Gnollen finden sich gute Seuchendoktoren. Durch ihr Immunsystem stecken sie sich selten an.
  • Es gibt eine Rivalität zwischen gnollischen und elfischen Jägern. Beide Gruppen besitzen scharfe Sinne, aber ihre Prinzipien sind verschieden.
  • ...
Was sind kuriose Eigenheiten von Gnollen? Wie ist ihre Lebensweise? Kleine Rollenspieldetails?
  • Zahnhygiene ist Gnollen sehr wichtig, da "Zahnlose"/"Suppenschlürfer" als schwach gelten. Manche sagen sogar, sie hätten die Zahnmedizin überhaupt erst erfunden.
  • Gnolle können durch ihre Schnauze nicht wie andere Völker trinken. Stattdessen führen sie Flaschen seitlich in den Rachen oder benutzen eine trichterartige Trinkhilfe. Weniger zivilisierte Gnolle schlabbern einfach nur mit ihrer Zunge.
  • ...
...

Über eure Ideen würde ich mich sehr freuen!  :)
« Letzte Änderung: 30.09.2018 | 07:39 von Dioto »
"The enemy of today can be the meal of tomorrow."
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Offline Flamebeard

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Re: Macht meine Gnolle/Hyänenmenschen cool!
« Antwort #1 am: 29.09.2018 | 23:52 »
Gnollkultur:
  • Denkbar wäre ein Ritus des Erwachsenwerdens, analog zu Riten verschiedener Naturvölker. Damit verbunden sein könnte auch der Erwachsenen-Name des Gnolls.
  • Interessant wäre ein schamanistischer Ansatz als Glaubens-/Magie-System, entgegengesetzt zum Druidischen der Elfen (also (Ahnen-)Geisterverehrung statt Natur-/Waldgeister).

Zusammenleben mit anderen
  • Außer den Seuchenärzten (die eventuell auch nicht dauerhaft in Städten geduldet, sondern nur gerufen werden) eher niedere Berufe, die sich mit Entsorgung etc. befassen. Für die Gnolle eine ehrbare Aufgabe, da nichts verschwendet werden soll. Für alle anderen praktisch, da sich so kein anderer drum kümmern muss. Daraus resultierend Leben in Armenvierteln/Ghettos. Aber eben in Clansstrukturen und heimlich Reichtum anhäufend. Denn wer weiß, was die anderen so "wegwerfen" (aka nicht aktiv bewachen/herumliegen lassen).
  • In Hafenstädten aufgrund ihrer Statur gerne als Hafenarbeiter.

Eigenheiten
  • Die Trinkhilfe/Flasche nutzen sie nur, um sich anzupassen. Bei festlichen Gnoll-Gesellschaften gilt es als unhöflich, nicht zu "schlabbern". Dies wird auch von Gästen erwartet.
  • Besteck wird nur von "zivilisierten" (Steppen-Gnolle würden sagen "domestizierten") Gnollen genutzt.
  • Gnolle haben, da sie auch Aas essen, recht wenige Geschmacksknospen. Daher ist Gnoll-Essen, wenn gewürzt, IMMER überwürzt.
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Offline Camouflage

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Re: Macht meine Gnolle/Hyänenmenschen cool!
« Antwort #2 am: 30.09.2018 | 00:37 »
Gnolle haben, da sie auch Aas essen, recht wenige Geschmacksknospen. Daher ist Gnoll-Essen, wenn gewürzt, IMMER überwürzt.

- "Gehobene" Gnoll-Küche (also solche Gerichte, die zu speziellen Anlässen aufwendig zubereitet werden) ist für Nicht-Gnolle hochgiftig, weil die Zubereitung unter anderem darin besteht, das Fleisch in speziellen, seit Generationen benutzen (und nie gereinigten, damit sie "gut durchgezogen sind" und "das richtige Aroma liefern") Behältnissen "reifen" zu lassen (sprich: in den Behältern leben "besonders schmackhafte" Bakterienkulturen, die das Fleisch befallen  - und anders als bei Käse und anderen fermentierten Gerichten der Menschen sind Gnolle nicht darauf angewiesen, nicht-toxische Stämme zu finden).

- Gnolle wissen, dass andere Völker Magie oder alchimistische Gegenmittel brauchen, um mit ihrem Essen klar zu kommen, aber es gilt als grob unhöflich, derartige Maßnahmen offen bei Tisch anzuwenden. Von den Gästen wird ein gewisses Maß höflicher Diskretion erwartet. (tatsächlich betrachten Gnolle das ähnlich als wenn ein Mensch bei Tisch anfängt unappetitliche Details über seine Verdauungsprobleme zu diskutieren)

- Gnolle sind nicht nur gegen Krankheiten, sondern auch gegen eine Reihe Gifte immun oder zumindest sehr resistent (namentlich solche, die durch Fermentation hergestellt werden).
Zitat
12. To beat your enemy, you must know him. 13. Your enemy is the highest authority on the topic of himself. 14. So listen when your enemy speaks, but do not credit his words. 15. Listening is a real bargain. 16. Credit ist way overpriced.
- Book of Del, Chapter 6, The Book of Retcon

Offline Dioto

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Re: Macht meine Gnolle/Hyänenmenschen cool!
« Antwort #3 am: 30.09.2018 | 02:07 »
Danke schomal für eure großartigen Ideen! :d

Die kulturelle Unterscheidung in "wilde"/ursprüngliche und "domestizierte"/städtische Gnolle und ihre Eigenheiten gefällt mir sehr und werde ich vermutlich so einbauen.
Eure Ideen bezüglich gnollischer Küche finde ich klasse, da ich überlegt habe, einen gnollischen Koch zu spielen. Diese kann ich dann super einbringen. ;D

  • Einige Gnollclans haben Gefallen an dem Fleisch von Dämonen und Untoten gefunden. Um ihnen Schaden zuzufügen, haben die Clansmitglieder ihre Gebisse durch Rituale magisch verstärkt. Manchmal werden solche Clans von geplagten Dörfern angeheuert, um diese "bösen Geister" zu fressen.
  • Es gibt Gerüchte darüber, dass einige Gnolle mit den Stimmen der Toten sprechen. Tatsächlich gibt es gnollische "Geistersprecher", welche in Séancen als Gefäß für verstorbene Seelen dienen.
  • Unter städtischen Gnollen sind dezente Parfüms sehr begehrt, welche den eigenen Körpergeruch nicht überdecken. Wilde Gnolle dagegen sind Freunde von starken Duftnoten wie "halb verfaulter Kadaver" und "moderndes Aas"
  • Einige Gnolle haben einen starken Nagedrang. Aus diesem Grund führen sie stets einen Kauknochen oder sehr zähes Fleisch mit sich.
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Offline Darkling

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Re: Macht meine Gnolle/Hyänenmenschen cool!
« Antwort #4 am: 30.09.2018 | 02:29 »
Irgendwie gefällt mir die Idee eines Gnoll-Gourmets. Aus dessen Mund hat das vernichtende Urteil "Das schmeckt wie alte Schulsohlen!" gleich extra-viel Gewicht...  ~;D
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Offline Buddz

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Re: Macht meine Gnolle/Hyänenmenschen cool!
« Antwort #5 am: 30.09.2018 | 10:50 »
Ich fänd auch die Idee interessant, dass die Gnollkultur eigentlich völlig friedliebend und produktiv ist. Aggressive und/oder tollwütige Elemente werden rigeros verbannt. Dies führt dazu, dass die Zufallsbegegnungen mit Gnollen immer gewalttätig sind und ist letztlich für den schlechten Ruf der Gnolle verantwortlich.
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Offline Antariuk

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Re: Macht meine Gnolle/Hyänenmenschen cool!
« Antwort #6 am: 30.09.2018 | 11:04 »
Wobei, ein bisschen mehr Drama dabei wäre auch nicht verkehrt...

Was wäre, wenn die Rudel von aggressiven Gnollen nicht ausgestoßen wurden weil sie einfach nur tollwütig sind, sondern durch einen speziellen Ritus so gemacht wurden weil das der Preis ist, den der Rest der friedliebenden Kultur bezahlen muss, um in Frieden leben zu können? Wie Sin-eater müssen diese Gnolle all die niederen Instinkte der anderen in sich aufnehmen und werden dadurch zu den Bestien, die Abenteurer landläufig kennen.

Damit könnte man gut eine Portion Schamanismus in die Kultur bringen, oder auch die dämonische Herkunft, wenn man die haben will.
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Offline Skele-Surtur

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Re: Macht meine Gnolle/Hyänenmenschen cool!
« Antwort #7 am: 30.09.2018 | 11:56 »
Ich fand Gnolle immer schon toll. Eine Kultivierung und Zivilisierung fände ich daher nur in sauber abgesteckten Grenzen gut.

Beerdigungsrituale: Gnolle verzehren die Leichen ihrer verstorbenen. Das ist teil ihrer Kultur. Je nach Clan kann diese Aufgabe den nächsten Verwandten des verstorbenen oder Angehörigen einer bestimmten Kaste zufallen.

Gnolle in zivilisierten Gegenden arbeiten neben ihrer Tätigkeit in der Müllentsorgung gerne als Rattenfänger, Schrotthändler, Leibwächter, professionelle Diebesfänger und Kopfgeldjäger. Als einfache Arbeiter sind sie nicht besonders geeignet, da sie zwar kräftig sind, aber selten länger bei einer monotonen Tätigkeit bleiben, ehe sie gelangweilt abbrechen. Aufgrund ähnlicher Tendenzen werden sie in Streitkräfte meist als Schocktruppen, Plänkler und Späher integriert und finden sich höchst selten in der regulären Linieninfanterie.
Folglich bevorzugen Gnollen solche Handwerksberufe, die abwechslungsreich sind und viel Variation zulassen, so dass sich keine Routine einstellt. Sie können großartige Dinge herstellen, aber verlange von einem Gnollhandwerker nicht, zwei mal das selbe Modell zu bauen.

Da sie kaum Bedarf an Kleidung haben, um sich vor Wind und Wetter zu schützen, gibt es kaum Gnolle, die Kleidung herstellen - stattdessen gibt es viele Gürtelmacher, die verschiedene Träger und Koppeln herstellen, an denen ein Gnoll Taschen und Beutel befestigen kann. Da Gnolle sehr gerne Kleinkram sammeln, besteht daran großer Bedarf.

Gnollkopfgeldjäger, die sich auf Zauberer, Untote und Dämonen spezialisieren lassen sich von ihren Druiden magische Symbole in die Zähne gravieren, die es ihnen erlauben, magischen Wesen besonders schwere Verletzungen zuzufügen und flechten sich mit Schutzglyphen versehene Perlen ins Fell.
Doomstone ist die Einheit in der schlechte Rollenspiele gemessen werden.

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Offline Dioto

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Re: Macht meine Gnolle/Hyänenmenschen cool!
« Antwort #8 am: 1.10.2018 | 21:38 »
Ich fänd auch die Idee interessant, dass die Gnollkultur eigentlich völlig friedliebend und produktiv ist. Aggressive und/oder tollwütige Elemente werden rigeros verbannt. Dies führt dazu, dass die Zufallsbegegnungen mit Gnollen immer gewalttätig sind und ist letztlich für den schlechten Ruf der Gnolle verantwortlich.
Ich finde die Idee auch interessant. Gnolle wären dann so etwas wie missverstandene Wilde, deren archaische Kultur und gefährliches Aussehen einschüchternd wirken, obwohl sie friedfertig sind. Man könnte die genannten Zufallsbegegnungen mit folgender Idee vereinen:
Denkbar wäre ein Ritus des Erwachsenwerdens, analog zu Riten verschiedener Naturvölker. Damit verbunden sein könnte auch der Erwachsenen-Name des Gnolls.
Mit dem Erreichen der Geschlechtsreife müssen männliche Gnolle ihren Geburtsclan verlassen, um Platz in einem verbündeten Clan zu suchen. Auf diese Weise wird der Frieden zwischen den Clans gewährleistet. Die Junggnolle müssen im Fremdclan ihren Wert durch Prüfungen beweisen, wobei diese je nach Clan unterschiedlich sind:

  • Öffentlicher Zweikampf mit anderen Clansmitgliedern (kämpferische Clans)
  • Wettkämpfe im Speerwurf und der Jagd (naturverbundene Clans)
  • Erlangung von Reichtum (handelfokusierte oder städtische Clans)
  • Das Lösen einer Queste (spirituelle Clans)
  • ...

Bis der Clan nicht von den Fähigkeiten überzeugt wurde, haben Junggnolle den niedrigsten Rang inne. Diejenigen, die das nicht ertragen können, schließen sich zu marodierenden Banden zusammen, welche die Landstriche anderer Völker heimsuchen und Vorurteile gegenüber Gnollen schüren.

Weibliche Gnolle verbleiben normalerweise im Clan ihrer Mutter und erben ihren Rang.
Wobei, ein bisschen mehr Drama dabei wäre auch nicht verkehrt...

Was wäre, wenn die Rudel von aggressiven Gnollen nicht ausgestoßen wurden weil sie einfach nur tollwütig sind, sondern durch einen speziellen Ritus so gemacht wurden weil das der Preis ist, den der Rest der friedliebenden Kultur bezahlen muss, um in Frieden leben zu können? Wie Sin-eater müssen diese Gnolle all die niederen Instinkte der anderen in sich aufnehmen und werden dadurch zu den Bestien, die Abenteurer landläufig kennen.

Damit könnte man gut eine Portion Schamanismus in die Kultur bringen, oder auch die dämonische Herkunft, wenn man die haben will.
Den Begriff bzw. das Konzept des Sin-eaters kannte ich zuvor noch gar nicht, scheint aber in Richtung Voodoo zu gehen. Gefällt mir daher! :d
Beerdigungsrituale: Gnolle verzehren die Leichen ihrer verstorbenen. Das ist teil ihrer Kultur. Je nach Clan kann diese Aufgabe den nächsten Verwandten des verstorbenen oder Angehörigen einer bestimmten Kaste zufallen.
Das Ritual würde das Konzept der Wiederverwertung nochmal unterstreichen. Daneben hätte es für Gnolle als reine Fleischfresser auch einen praktischen Nutzen, da Fleisch in einer mittelalterlichen Fantasywelt einfach teuer und nicht immer verfügbar ist. Die oben genannten "Geistersprecher" könnten auf diese Weise einen Teil der Seele einnehmen und für sie sprechen.

Allerdings kann Kannibalismus ein Tabuthema sein.
Aufgrund ähnlicher Tendenzen werden sie in Streitkräfte meist als Schocktruppen, Plänkler und Späher integriert und finden sich höchst selten in der regulären Linieninfanterie.
Gerade als Hyänenmenschen würden sich Gnolle lustigerweise als Linieninfanteristen eignen. Tüpfelhyänen bilden eine Reihenformation, wenn sie Löwen gegenüberstehen (z.B. hier).  :D
Da sie kaum Bedarf an Kleidung haben, um sich vor Wind und Wetter zu schützen, gibt es kaum Gnolle, die Kleidung herstellen - stattdessen gibt es viele Gürtelmacher, die verschiedene Träger und Koppeln herstellen, an denen ein Gnoll Taschen und Beutel befestigen kann. Da Gnolle sehr gerne Kleinkram sammeln, besteht daran großer Bedarf.
Da Gnolle reine Fleischfresser sind, sollten durch die zahlreichen Schlachtungen genügend Beiprodukte für die Lederverarbeitung anfallen. Daneben könnte es auch viele Beinschnitzer geben, die Knochenpfeile und Statuetten herstellen und Runen gravieren.

Wenn ein Clan nicht von der Viehwirtschaft lebt, betreibt er Jagd. Bei der Erlegung von außergewöhnlichen Tieren, werden aus ihnen Trophäen (Leder-/Schuppenrüstungen, Schädelhelm, Beinstatuen, ...) hergestellt und den besten Jägern bei einem Festessen überreicht. Wenn es sich um ein besonders großes Tier handelt (z.B. ein Drache), wird das Skelett als Grundgerüst für eine Behausung verwendet.
Gnollkopfgeldjäger, die sich auf Zauberer, Untote und Dämonen spezialisieren lassen sich von ihren Druiden magische Symbole in die Zähne gravieren, die es ihnen erlauben, magischen Wesen besonders schwere Verletzungen zuzufügen und flechten sich mit Schutzglyphen versehene Perlen ins Fell.
In die Mähne verflochtene Fetische (Perlen, Knochen, kleine Schädel, ...) als volksbezogene, magische Gegenstände klingen sehr interessant. :d
« Letzte Änderung: 1.10.2018 | 22:21 von Dioto »
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Offline Fnord

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Re: Macht meine Gnolle/Hyänenmenschen cool!
« Antwort #9 am: 12.10.2018 | 12:38 »
Geruch:
Als Aasfresser kann ich mir gut vorstellen, dass sie sich im Aas suhlen, egal ob sie wild oder zivilisiert sind. Es ist wie bei uns Parfüm. Das stört alle anderen Völker und kann zu nicht gewalttätigen Konflikten mit anderen führen. Sie werden gemieden, kommen in Schmählieder und Sprichwörtern vor. "Deine Füße riechen ja wie alter Gnoll".

Schnittstelle mit anderen:
Die fahrenden Händler, die mit den Gnollen zu tun haben, riechen dann auch so, weil es der Gnoll von Welt ja als fein empfindet, nach Aas zu riechen.

Nachbargemeinde:
Gerade wenn Du die Gnolle vom Rest der Rassen ausgegrenzt siehst, kann es ja immer wieder zu Leichenraub vom Friedhof kommen, weil der Gnoll ja nur Aas vertilgt, egal ob das vorher ein intelligentes Wesen war. (Nix soll verkommen, wäre ja schade)
Das führt dazu, dass Siedlungen in der Nähe  von Gnollsiedlungen entweder ihre Leichen kulturunüblich verbrennen, den Friedhof, den Bestatter, die Leichenprozessionen immer bewachen, was wieder ein Job für die Spielerfiguren wäre. 

Sprache:
Wegen der Lefzen und der Schnauzenform wäre es möglich,   dass sie stark nuscheln oder aus der tiefen Kehle sprechen. (Wie würden Hunde klingen, wenn sie reden könnten?).   


Offline Chaos

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Re: Macht meine Gnolle/Hyänenmenschen cool!
« Antwort #10 am: 13.10.2018 | 00:09 »
Wie wäre es, wenn Gnolle durch das Verzehren intelligenter Wesen einige von deren Eigenschaften übernehmen, und sei es nur vorübergehend? Der Glaube, dass das geschieht, war ja meines Wissens hier und da Grund für Kannibalismus in menschlichen Kulturen.
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Offline Buddz

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Offline Anchises

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Re: Macht meine Gnolle/Hyänenmenschen cool!
« Antwort #12 am: 20.11.2018 | 15:44 »
Ich finde die Idee von Gnoll-Grabräuberbanden cool. Junge (meist männliche) Gnolle die mit ihrem untergeordneten Platz in der Stammesgesellschaft unzufrieden sind, schließen sich zusammen und plündern die Friedhöfe anderer Völker. Manche sind sogar noch so nett nützliche Sachen (Grabbeigaben) neben dem "Essen" bereitzustellen.