Autor Thema: Wie balanct man Zaubersprüche?  (Gelesen 3962 mal)

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Offline 1of3

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #50 am: 6.11.2020 | 14:55 »
Die Ausgangsfrage war ja: wie balanciert man Zaubersprüche gegeneinender ? Aber die verschwindet nicht wenn Zauberer weniger können.
Sagen wir Seelenschmied und Rauchformer können nur einen Zauber. Dann muss man diese Zauber trotzdem gegeneinander besonders gut balancieren.

Nicht wirklich. Ich balanciere ja auch Zahnärzte nicht gegen Softwareentwickler. Sind halt jeweils alles Spezialisten, die in ihrem Bereich ganz tolle Sachen können. Wenn überhaupt müsste man z.B. Rauchformer gegen Armee-Ingeneure balancieren. Dazu benutzt sie das Imperium nämlich. Die wedeln dann Belagerungsmaschinen und Brücken herbei. Reign lässt das mit dem Balancieren natürlich nach. Das Imperium hat halt einfach das beste Militär. Fertig.
 
Zitat
Ich halte das für keine gute Methode denn hier ist der Effekt des Zaubers rein von der Lust und Laune der SL abhängig.

Wieso SL? Das gehört ins Regelwerk. Darüber reden wir doch in diesem Thema oder? Oder aber es gehören Regeln ins Regelwerk, wie man im Laufe des Spiels solch ein Gerüst entwickelt, aber das ist dann halt ein anderes Thema.
« Letzte Änderung: 6.11.2020 | 15:20 von 1of3 »

Erbschwein

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #51 am: 6.11.2020 | 14:59 »
...
Bei AD&D liessen die ultramächtigen Zauber den Magier altern. Das bedeutet im Endeffekt: begrenzte Anwendungen pro Charakter.
So etwas (ggf. als begrenzte Anwendungen pro Stufe) funktioniert meiner Ansicht nach am ehesten.

Wenn man die Kosten angeben tut, ist es schwierig. Da man ; nicht für jeden, diese Fair berücksichtigen kann.
Was auch schwierig an für sich ist und eigentlich gar nicht hoch genug ansetzen kann. (für Magie)

Wenn man wirklich das mit dem altern nehmen würde. Könnte es auch Über-Dimensional sein, das man fast gleich als alter mann stirbt.

Vielleicht geht es doch zur Ausrichtung eines Charakters oder sogar in den Beruf.

Aber was ist Förderlich und was ist für ein persönlich zuviel...

...
 
Wieso SL? Das gehört ins Regelwerk. Darüber reden wir doch in diesem Thema oder? Oder aber es gehören Regeln ins Regelwerk, wie man im Laufe des Spiels solch ein Gerüst entwickelt, aber das ist dann halt ein anderes Thema.

Das ist die Antwort

Offline Ninkasi

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #52 am: 6.11.2020 | 15:21 »

Das sind eigentlich alles Kosten. Für Kampfzauber funktioniert das alles ganz gut, aber bei anderen Dingen hilft es wenig.
Die Antwort auf "Flammenball gegen Unsichtbarkeitszauber" kann ja nicht sein: indem einer mehr kostet.

Natürlich, unterschiedlcih Anwendungen zu vergleichen ist ein Grundproblem für die Balance.
Ich tu mich auch schwer die Fertigkeit Schwertkampf mit der Fertigkeit Heimlichkeit oder Töpfern zuvergleichen.

Zitat
Bei AD&D liessen die ultramächtigen Zauber den Magier altern. Das bedeutet im Endeffekt: begrenzte Anwendungen pro Charakter.
So etwas (ggf. als begrenzte Anwendungen pro Stufe) funktioniert meiner Ansicht nach am ehesten.

Mit solchen Nachteilen habe ich meine praktischen Probleme. Wenn z.B. der Spieler des jungen Zauberers in der kurzen Kampagne sich nicht drum kümmert und Zauber nach Zauber raushaut, aber der alte (oder hübsche) Zauberer des anderen Spielers sich dadurch nicht traut einen Zauber zu sprechen.

Offline Ainor

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #53 am: 6.11.2020 | 15:58 »
Nicht wirklich. Ich balanciere ja auch Zahnärzte nicht gegen Softwareentwickler.

Doch. Über das Einkommen  ~;D

Sind halt jeweils alles Spezialisten, die in ihrem Bereich ganz tolle Sachen können.

Ja. Aber sagen wir beides sind Klassen. Als Spieler kann ich eine davon wählen (gleiche Kosten).
Der Schmied braucht Seelen. Der Rauchformer nur Feuer. Also wird er seine Fähigkeit vermutlich öfter einsetzen können. Dann muss die Fähigkeit des Seelenschmiedes irgendwie anderswo attraktiver sein.

Reign lässt das mit dem Balancieren natürlich nach. Das Imperium hat halt einfach das beste Militär. Fertig.

Fraktionen müssen nicht balanciert sein. Klassen in kompetitiven Systemen schon.

 
Wieso SL? Das gehört ins Regelwerk. Darüber reden wir doch in diesem Thema oder?

Klar ins Regelwerk. Aber wenn Bauer Alrik (= jeder) einfache Gegenmassnahmen gegen Zauber treffen kann,
dann ist es im Endeffekt SL-Entscheidung ob er das auch macht. Das bedeutet das die Zauber dann rein von ad-hoc Entscheidungen der SL abhängen.

Im Prinzip finde ich solche Regeln gut weil sie der Magie viel Farbe geben. Aber als Balancefaktor halte ich sie für ungeeignet.

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Offline Ainor

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #54 am: 6.11.2020 | 16:02 »
Natürlich, unterschiedlcih Anwendungen zu vergleichen ist ein Grundproblem für die Balance.
Ich tu mich auch schwer die Fertigkeit Schwertkampf mit der Fertigkeit Heimlichkeit oder Töpfern zuvergleichen.

Klar ist das schwer. Aber das War die Ausgangsfrage.

Mit solchen Nachteilen habe ich meine praktischen Probleme. Wenn z.B. der Spieler des jungen Zauberers in der kurzen Kampagne sich nicht drum kümmert und Zauber nach Zauber raushaut, aber der alte (oder hübsche) Zauberer des anderen Spielers sich dadurch nicht traut einen Zauber zu sprechen.

Ja, deshalb dachte ich an begrenzte Anwendungen pro Stufe. Das geht in dieselbe Richtung, ist aber weniger
abhängig von Dingen wie Kampagnendauer.
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Erbschwein

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #55 am: 6.11.2020 | 16:07 »
....

Ja, deshalb dachte ich an begrenzte Anwendungen pro Stufe. Das geht in dieselbe Richtung, ist aber weniger
abhängig von Dingen wie Kampagnendauer.

Bei Rolemaster muss man AP ausgeben und bekommt Magiepunkte, was auch mit Gegenstände Erhöh bar ist und durch Steigerung vom Attribut.

...nur die begrenzte Anwendung ist ziemlich cool. Da fällt mir ein man könne Hitpoints opfern um ein Spruch rauszuhauen um doch noch ein Spruch zu sprechen. Wäre für mich und Rolemaster  ~;D

 :btt:

Offline 1of3

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #56 am: 6.11.2020 | 16:21 »
Aber wenn Bauer Alrik (= jeder) einfache Gegenmassnahmen gegen Zauber treffen kann,
dann ist es im Endeffekt SL-Entscheidung ob er das auch macht. Das bedeutet das die Zauber dann rein von ad-hoc Entscheidungen der SL abhängen.

So wie alles andere auch? Ich meine, klar gibt es Spiele, wo die SL z.B. begrenzte Resourcen hat und hart gegen die Spieler spielen kann. With Great Power ist da ein schönes Beispiel. Alle Spiele, die ich aus der Kategorie kenne, haben aber überhaupt keine Magieregeln oder kümmern sich anderweitig all zu sehr darum, was Charaktere können oder nicht. Aber bei den meisten Spielen kann die SL doch sowieso tun und lassen, wie sie lustig ist.

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #57 am: 6.11.2020 | 16:31 »
So wie alles andere auch? Ich meine, klar gibt es Spiele, wo die SL z.B. begrenzte Resourcen hat und hart gegen die Spieler spielen kann. With Great Power ist da ein schönes Beispiel. Alle Spiele, die ich aus der Kategorie kenne, haben aber überhaupt keine Magieregeln oder kümmern sich anderweitig all zu sehr darum, was Charaktere können oder nicht. Aber bei den meisten Spielen kann die SL doch sowieso tun und lassen, wie sie lustig ist.

Mm. Genau genommen gilt das sogar auch für Settings, in denen Magie definitiv nur durch magische Spezialexpertise gekontert werden kann: ob die Gegenseite die nötigen Schutz- und Abwehrzauber und das für sie zuständige Personal hat oder nicht, entscheidet die SL doch ebenfalls frei Schnauze. (Und gerade in Fantasysettings ist ja "Der Feind ist ein fieser NSC-Zauberer bzw. jemand, der einen oder mehrere solche beschäftigt" ohnehin gang und gäbe -- wie oft schlägt man sich da als Spielergruppe noch mal gleich wirklich nur mit reinen Muggels herum?)

Offline Nomad

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #58 am: 6.11.2020 | 16:32 »
Der Schmied braucht Seelen. Der Rauchformer nur Feuer. Also wird er seine Fähigkeit vermutlich öfter einsetzen können. Dann muss die Fähigkeit des Seelenschmiedes irgendwie anderswo attraktiver sein.

Das ist ein schlechtes Beispiel, zumindest wie es in Reign funktioniert. Der Seelenschmied braucht die Seelen nämlich nur einmal, weil die (meisten) Zauber von ihm permanent sind. Dafür braucht er für höhere Zauber halt auch mal eine menschliche Seele. Das hat ja dann unter Umständen seine eigenen Schwierigkeiten.

Der Rauchmagier ist auch nicht ganz trivial, weil er zwar theoretisch auch so etwas wie einen Belagerungsturm erschaffen kann, da reicht ein oder mehrere Lagerfeuer halt nicht mehr aus. Allerdings gibt es hier keine festen Vorgaben, so das es am Ende doch wieder auf Handwedellei vom SL hinaus läuft.


Wenn ein Spieler die Magie Regeln unbedingt bis zum letzten ausloten will, um seinen Charakter mächtiger (als andere) zu machen, dann würde das der Spieler auch mit Kampf- oder Ausrüstungsregeln versuchen, auch wenn er nur einen Fighter spielt.

Am besten fand ich bisher den Vorschlag die Zauber darüber zu balancen, wie oft man diese gebrauchen kann und dann über mögliche Anwendungen. Das varaiert natürlich auch immer über die verschiedenen Szenen. Das ist dann aber kein klassisches Magiesystem mit Astralpunkten mehr.
Streite dich nie mit Idioten. Erst ziehen sie dich auf ihr Niveau herab und dann schlagen sie dich durch Erfahrung.

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Offline Runenstahl

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #59 am: 6.11.2020 | 17:01 »
Allgemein ist es ja so dass die typischen Bechränkungen wie "Manapunkte pro Tag" recht gut für Kampfzauber funktionieren.
Aber wenn ein Teleport eine fünftägige Reise erspart ist es egal was er kostet. Wenn ich ihn anwenden kann werde ich das tun.

Hängt ganz stark davon ab wie der Teleport funktioniert und was der genau kostet.

In einem meiner selbstentwickelten Systeme was das z.B. so das mächtige Zauber den Magier derart schwächen (effektiv Lebenspunkte kosten) das er einige Tage braucht um wieder auf die Beine zu kommen. Dazu kam noch das der Teleport recht "Effektvoll" war (man verschwindet mit Donner und Blitz und taucht genauso am Zielort wieder auf). Das heißt ein Magier wird sich ganz genau überlegen ob er sich mit der Gruppe direkt zum Ziel Teleportiert wenn dieses Gefahren birgt, weil er selbst kaum noch in der Lage ist sich zu wehren (und ja, er muß selbst immer mit). Man kann den immer noch wirken um schnell von A nach B zu kommen wenn B einfach nur eine freundliche Zivilisierte Stadt ist. Aber selbst dann hängt der Magier erstmal ein Paar Tage in der Kurve, was dafür sorgt das man gerade bei kleineren Reisen doch vielleicht lieber einfach zu Fuß oder per Pferd reist.

Bei längeren Reisen ist solch ein Teleport dann natürlich immer noch die bessere Wahl (zumindest für kleinere Gruppen). Aber da der Magier das Ziel genau kennen muß (also schonmal dort gewesen sein muß) ist auch diese Anwendung eingeschränkt. Immer noch nützlich, aber halt zu einem Preis.

Zurück zum eigentlichen Thema: Wie Balance ich Zauber untereinander ? Auch dabei ist die von mir beschriebene Einteilung Hilfreich.
Ein Zauber der Gedanken liest bzw direkt Informationen aus dem Kopf ziehen kann (Stufe 4) sollte deutlich Teurer sein als ein Lügendetektor-Zauber (Stufe 3).

Wichtige Punkte zum Balancing:
- Wie viel besser sind die Möglichkeiten gegenüber nichtmagischen Möglichkeiten (siehe die Einteilung)
- Im Vergleich zu anderen Zaubern: wie oft kommt es vor das der Zauber nützlich ist ? Gedankenlesen und Feuerball sind z.B. beide sehr oft nützlich. Ein Zauber der hingegen ein Torpedo simuliert und nur im Wasser funktioniert ist schon deutlich spezieller, wird wohl seltener verwendet werden können und darf dann etwas billiger sein.

Arten des Balancings:
Wie man es auch dreht und Wendet. Magie sollte immer ihren Preis haben.
Ob das nun Lebensenergie, Erfahrungspunkte, Lebensjahre, Wertvolle Zutaten, Zeitaufwand oder Menschenopfer sind ist dabei erstmal zweitrangig. Die meisten dieser Zutaten lassen sich ja ganz gut in harte Währung umrechnen und damit sehr gut vergleichen.

Schwieriger einzuschätzen sind Bedingungen wie z.B. kann nur unter einer ganz bestimmten Sternenkonstellation gewirkt werden die nur alle X Jahre vorkommt. Das ist eine harte Einschränkung, aber wenn der Zeitpunkt da ist kostet das halt nichts.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

PS: Das tolle an der Einteilung ist übrigens das die Setting-Unabhängig funktioniert. Von mir Beschrieben war die Fantasy-Skala. In Shadowrun z.B. würde Stufe 2 dann statt Schwert / Bogen bereits MG / Bazooka / Lügendetektor / Stealthmantel / Motorrad / Jetpack entsprechen, während bei Star Trek der Teleport schon auf Stufe 3 (aufwendige Hilfsmittel) möglich währe.
« Letzte Änderung: 6.11.2020 | 17:06 von Runenstahl »

Erbschwein

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #60 am: 6.11.2020 | 17:09 »
Hängt ganz stark davon ab wie der Teleport funktioniert und was der genau kostet.

In einem meiner selbstentwickelten Systeme was das z.B. so das mächtige Zauber den Magier derart schwächen (effektiv Lebenspunkte kosten) das er einige Tage braucht um wieder auf die Beine zu kommen. Dazu kam noch das der Teleport recht "Effektvoll" war (man verschwindet mit Donner und Blitz und taucht genauso am Zielort wieder auf). Das heißt ein Magier wird sich ganz genau überlegen ob er sich mit der Gruppe direkt zum Ziel Teleportiert wenn dieses Gefahren birgt, weil er selbst kaum noch in der Lage ist sich zu wehren (und ja, er muß selbst immer mit). Man kann den immer noch wirken um schnell von A nach B zu kommen wenn B einfach nur eine freundliche Zivilisierte Stadt ist. Aber selbst dann hängt der Magier erstmal ein Paar Tage in der Kurve, was dafür sorgt das man gerade bei kleineren Reisen doch vielleicht lieber einfach zu Fuß oder per Pferd reist.

Bei längeren Reisen ist solch ein Teleport dann natürlich immer noch die bessere Wahl (zumindest für kleinere Gruppen). Aber da der Magier das Ziel genau kennen muß (also schonmal dort gewesen sein muß) ist auch diese Anwendung eingeschränkt. Immer noch nützlich, aber halt zu einem Preis.

Zurück zum eigentlichen Thema: Wie Balance ich Zauber untereinander ? Auch dabei ist die von mir beschriebene Einteilung Hilfreich.
Ein Zauber der Gedanken liest bzw direkt Informationen aus dem Kopf ziehen kann (Stufe 4) sollte deutlich Teurer sein als ein Lügendetektor-Zauber (Stufe 3).

Wichtige Punkte zum Balancing:
- Wie viel besser sind die Möglichkeiten gegenüber nichtmagischen Möglichkeiten (siehe die Einteilung)
- Im Vergleich zu anderen Zaubern: wie oft kommt es vor das der Zauber nützlich ist ? Gedankenlesen und Feuerball sind z.B. beide sehr oft nützlich. Ein Zauber der hingegen ein Torpedo simuliert und nur im Wasser funktioniert ist schon deutlich spezieller, wird wohl seltener verwendet werden können und darf dann etwas billiger sein.

Arten des Balancings:
Wie man es auch dreht und Wendet. Magie sollte immer ihren Preis haben.
Ob das nun Lebensenergie, Erfahrungspunkte, Lebensjahre, Wertvolle Zutaten, Zeitaufwand oder Menschenopfer sind ist dabei erstmal zweitrangig. Die meisten dieser Zutaten lassen sich ja ganz gut in harte Währung umrechnen und damit sehr gut vergleichen.

Schwieriger einzuschätzen sind Bedingungen wie z.B. kann nur unter einer ganz bestimmten Sternenkonstellation gewirkt werden die nur alle X Jahre vorkommt. Das ist eine harte Einschränkung, aber wenn der Zeitpunkt da ist kostet das halt nichts.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

PS: Das tolle an der Einteilung ist übrigens das die Setting-Unabhängig funktioniert. Von mir Beschrieben war die Fantasy-Skala. In Shadowrun z.B. würde Stufe 2 dann statt Schwert / Bogen bereits MG / Bazooka / Lügendetektor / Stealthmantel / Motorrad / Jetpack entsprechen, während bei Star Trek der Teleport schon auf Stufe 3 (aufwendige Hilfsmittel) möglich währe.


... sehr schön. Dann kann man sich auch Fragen, was es für ein Magieunkundigen kosten tut. Wenn man "vielleicht" in Betracht nehme ob er es könnte, wenn man dieses zulässt!!!!

Offline 1of3

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #61 am: 6.11.2020 | 17:52 »



Wie man es auch dreht und Wendet. Magie sollte immer ihren Preis haben.

Wie kommst du darauf?

Offline Ainor

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #62 am: 6.11.2020 | 18:19 »
So wie alles andere auch? ...
 Aber bei den meisten Spielen kann die SL doch sowieso tun und lassen, wie sie lustig ist.

Im Prinzip ja. Aber z.B. bei D&Detc geben Gegner Erfahrungspunkte, d.h. es kann nur begrenzt viele in einer 20 Stufen Kampagne geben. Gleichzeitig kann dort (tendentiell) Magie eigentlich nur mit Magie gekontert werden.
Das bedeutet zum einen: nicht jeder kann kontern. Zum anderen muss man sich ja als SL vorher festlegen wer der Gegner ist, und daraus ergibt sich dann ob er kontern kann. Das ist keine ad-hoc Entscheidung. Und schließlich wissen die Spieler dass Bauer Alrik nicht kontern kann und dass sie sich zu ihm teleportieren können. Als Konsequenz ergibt sich für die Spieler eine deutlich nachvollziehbarere bzw. berechenbare Welt.

Hängt ganz stark davon ab wie der Teleport funktioniert und was der genau kostet.

Offensichtlich ist mein Satz im Kentext des vorherigen gemeint. Für einen Langstreckenteleport
sind Manapunkte pro Tag kein balancierender Faktor.

Das ist ein schlechtes Beispiel, zumindest wie es in Reign funktioniert. Der Seelenschmied braucht die Seelen nämlich nur einmal, weil die (meisten) Zauber von ihm permanent sind.

Wieso schlechtes Beispiel ? Das ist ja eine Möglichkeit Dinge zu balancieren. Seltener Einsatz aber dafür permanenter Effekt.

Wenn ein Spieler die Magie Regeln unbedingt bis zum letzten ausloten will

Balance heisst nicht dass man alles bis zum letzten auslotet, sondern das man sinnvolle Optionen hat.
 
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Offline Runenstahl

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #63 am: 7.11.2020 | 01:41 »
Wie kommst du darauf?

Weil Magie Dinge meist Dinge ermöglicht die mit normalen Mitteln nicht möglich sind.

Wenn Magie nichts anderes kann als Magische Pfeile zu verschießen die genau wie normale Pfeile wirken kann man sich den "Preis" schenken. Aber wenn Magie Dinge ermöglicht die darüber hinausgehen (Unsichtbarkeit, Gedankenlesen etc.) dann sollte sie schon aus Balancing-Gründen etwas "kosten". Ansonsten stellt sich die Frage warum man noch nicht-Magier spielen sollte wenn der Magier eh viel mehr drauf hat. Und "Preis" ist hierbei ein weiter Begriff. Je nach Setting kann dieser Preis auch darin bestehen das Magier von der Inquisition gejagt werden.

Gibt natürlich noch die Ausnahme eines Settings in dem man nur Magier spielt. Dann ist Magie (zumindest für die SC) so normal das man sich wirklich nur noch um das Balancing der Sprüche untereinander Sorgen machen muß (worum es hier ja auch eigentlich gehen soll).

Offline Ainor

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #64 am: 7.11.2020 | 18:38 »
Weil Magie Dinge meist Dinge ermöglicht die mit normalen Mitteln nicht möglich sind.

Das tut Technologie auch (wenn man logischerweise "normal" als "ohne sie" definiert). Ob Magie jetzt einen grossen Preis haben muss hängt davon ab was man für ein Setting haben will. Bei "Mittelalter Plus" muss die Magie einen hohen Preis haben, denn sonst bleibt von dem Mittelalter nicht viel. Wenn man aber "Magieindustrielle Revolution" spielt ist das nicht nötig. Dann ist es so gedacht dass Magie vieles ermöglicht und viel angewendet wird.
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Offline nobody@home

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #65 am: 7.11.2020 | 18:42 »
Das tut Technologie auch (wenn man logischerweise "normal" als "ohne sie" definiert). Ob Magie jetzt einen grossen Preis haben muss hängt davon ab was man für ein Setting haben will. Bei "Mittelalter Plus" muss die Magie einen hohen Preis haben, denn sonst bleibt von dem Mittelalter nicht viel. Wenn man aber "Magieindustrielle Revolution" spielt ist das nicht nötig. Dann ist es so gedacht dass Magie vieles ermöglicht und viel angewendet wird.

Mm. Und Technologie fängt in der Tat früh an -- wieviele Charaktere in welchem Setting auch immer laufen regelmäßig komplett nackisch und ohne Hilfsmittel durch die Gegend, und was erreichen sie dabei so? :)

Offline Ainor

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #66 am: 8.11.2020 | 00:23 »
Na Technologie bedeutet hier Technologie die über die der Mittelalters hinausgeht.
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Offline nobody@home

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #67 am: 8.11.2020 | 01:07 »
Na Technologie bedeutet hier Technologie die über die der Mittelalters hinausgeht.

Warum ausgerechnet die des Mittelalters? Es kann nicht deswegen sein, weil's vor und nach diesem technischen Entwicklungsstand keine Magie "gäbe", da gibt's ausreichend Setting-Gegenbeispiele; warum also nicht die Technologie der Steinzeit, des frühen Industriezeitalters, oder was auch immer wir uns für die Zeit fünfhundert Jahre in der Zukunft ausmalen wollen, als Maßstab nehmen? :think:

Grundsätzlich fängt "Technologie" jedenfalls aus meiner Sicht so ziemlich mit der Benutzung der ersten Werkzeuge an, die nicht von vornherein Bestandteil des eigenen Körpers sind, und wird spätestens mit der Befähigung dazu, selbst auch welche herzustellen, anstatt sich nur auf Fundstücke allein zu verlassen, endgültig zur eigenen Disziplin. Das mag die Latte aus menschlicher Sicht ziemlich niedrig legen, aber aus der Perspektive des Rests der Tierwelt sind wir ja auch schon lange die rätselhaften Hexenmeister schlechthin.

Offline Ainor

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #68 am: 8.11.2020 | 02:05 »
Warum ausgerechnet die des Mittelalters?

Weil das die Basis für das gewählte Beispiel ist. Also das was "normal" im Sinne der ursprünglichen Aussage ist:

Weil Magie Dinge meist Dinge ermöglicht die mit normalen Mitteln nicht möglich sind.


Grundsätzlich fängt "Technologie" jedenfalls aus meiner Sicht so ziemlich mit der Benutzung der ersten Werkzeuge an, die nicht von vornherein Bestandteil des eigenen Körpers sind,

"Technologie" wird oft im Sinne von "Fortschrittliche Technik" gebraucht. Wenn man heutzutage von einem
Technologieunternehmen spricht dann geht man nicht davon aus dass die Faustkeile produzieren.
« Letzte Änderung: 8.11.2020 | 21:31 von Ainor »
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Offline Feuersänger

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #69 am: 8.11.2020 | 02:40 »
Ähm. Verrennt ihr euch nicht gerade ein wenig?
Ist doch eigentlich ganz simpel: der Knackpunkt ist Magie, deren Potential über die Technologie des jeweiligen Settings hinausgeht.
Und die meisten Fantasysettings emulieren halt so ein generisch-pseudomittelalterliches Techlevel. Also so "mit nachmittelalterlichen Plattenrüstungen, aber ohne Feuerwaffen".

Ich sag mal so, in einem modernen (21.Jh) Setting wäre ein Flugbesen mit Topspeed 30km/h für grob umgerechnet 800.000€ nur so mittel-interessant -- halt eine kuriose Spinnerei für reiche Leute. In einem pseudomittelalterlichen Setting hingegen ist jede Art der Flugfähigkeit großartig.
Der :T:-Sprachführer: Rollenspieler-Jargon

Zitat von: ErikErikson
Thor lootet nicht.

"I blame WotC for brainwashing us into thinking that +2 damage per attack is acceptable for a fighter, while wizards can get away with stopping time and gating in solars."

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Offline 1of3

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #70 am: 8.11.2020 | 10:19 »
Weil Magie Dinge meist Dinge ermöglicht die mit normalen Mitteln nicht möglich sind.

Ich verstehe. Unter dem Gesichtspunkt macht das Sinn. Für mich sind Magie eben Dinge, die Magie heißen. Und bei vielen Spielen, die ich spiele, da spielt man keine Nicht-Magier. Also die stehen gar nicht zur Auswahl für SCs oder es ist überhaupt alles und jedes ein Magier und Magie ist die Technik des Settings.

Deshalb auch meine frühe Frage in diesem Thema: Was soll da eigentlich gebalanct werden. Magier vs. Nicht-Magier? Verschiedene Auswahlen für Magier?

Offline Runenstahl

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #71 am: 8.11.2020 | 10:27 »
Der Eingangspost macht eigentlich deutlich das es eher um das Balancing von Zaubern untereinander geht.

Wenn Zauber X bessere Reichweite hat und mehr Schaden macht ist das soweit klar das der (in irgendeiner Form) mehr "kosten" muß.
Die Frage war eher wie man nicht-Kampf Effekte balanced. Also Gedankenlesen, Beeinflussung, Unsichtbarkeit, Magische Spionage, Übermittlung von Nachrichten, Teleport usw.

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #72 am: 8.11.2020 | 12:07 »
Der Eingangspost macht eigentlich deutlich das es eher um das Balancing von Zaubern untereinander geht.

Wenn Zauber X bessere Reichweite hat und mehr Schaden macht ist das soweit klar das der (in irgendeiner Form) mehr "kosten" muß.
Die Frage war eher wie man nicht-Kampf Effekte balanced. Also Gedankenlesen, Beeinflussung, Unsichtbarkeit, Magische Spionage, Übermittlung von Nachrichten, Teleport usw.

Der Spielwert von Zaubern, ob Schadenszauber oder andere Zauber, hängt aber von der Verfügbarkeit ihrer nicht-magischen Gegenstücke ab: Ein System, in dem das Verstecken sehr schwer oder nur für wenige Figuren verfügbar ist, macht den Zauber "Unsichtbarkeit" sehr wertvoll.

Es lassen sich nicht die Zauber allein untereinander balancieren ohne die nicht-magischen Features des Systems einzubeziehen.
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Offline Ainor

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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #73 am: 8.11.2020 | 21:48 »
Ähm. Verrennt ihr euch nicht gerade ein wenig?
Ist doch eigentlich ganz simpel: der Knackpunkt ist Magie, deren Potential über die Technologie des jeweiligen Settings hinausgeht.
Und die meisten Fantasysettings emulieren halt so ein generisch-pseudomittelalterliches Techlevel. Also so "mit nachmittelalterlichen Plattenrüstungen, aber ohne Feuerwaffen".

Das sag ich doch. Eberron wäre ein Beispiel für die "Magieindustrielle Revolution". Der nichtmagische Standard ist immernoch recht mittelalterlich, also Schwerter und Rüstungen (und nicht etwa Kannonen und Maschinengewehrere). Aber es gibt Magie (Lightning Rail etc.) die eher der Technologie des 19. Jahrhunderts entspricht. Die ist dort alltäglich und sorgt dafür dass aich das Setting eher wie Steampunk als wie das Mittelalter anfühlt. Eine solche Magie (also z.B. Eisenbahn) braucht keinen Preis (außer vielleicht dem der Fahrkarte).

Der Spielwert von Zaubern, ob Schadenszauber oder andere Zauber, hängt aber von der Verfügbarkeit ihrer nicht-magischen Gegenstücke ab: Ein System, in dem das Verstecken sehr schwer oder nur für wenige Figuren verfügbar ist, macht den Zauber "Unsichtbarkeit" sehr wertvoll.

Wie sieht denn ein System aus in dem Verstecken sehr schwer oder nur für wenige Figuren verfügbar ist ? Wenn mein Charakter hinter einem Vorhang steht sieht man ihn nicht. Aber Unsichtbarkeit ermöglicht jede Menge Dinge die mit normalem Verstecken
überhauptnicht denkbar sind.
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Re: Wie balanct man Zaubersprüche?
« Antwort #74 am: 9.11.2020 | 00:14 »
Da fallen mir natürlich als erstes die frühen (A)D&Ds ein, als der Rogue noch ein Thief oder Halfling war und viele Skills exklusiv konnte - über die ein fliegender, unsichtbarer Magier nur lachen konnte.
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