Autor Thema: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?  (Gelesen 2725 mal)

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Offline Der Nârr

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #50 am: 31.03.2026 | 00:21 »
Es ist ja nur Rollenspiel. Es ist also kein echtes Drama und kein echter Konflikt.
Die Konflikte auf zwischenmenschlicher Ebene sind doch absolut echt und real. Ansonsten wäre dieser ganze Faden hier ja gar nicht enstanden, will heißen: Es gibt schon längst einen Konflikt. Ein erster Klärungsversuch blieb erfolg und nun wird nach unserem Wissen einseitig (!) nach alternativen Lösungsansätzen und Herangehensweisen gesucht.

Ich bin eher der Typ, der im kleineren Rahmen dann halt die Augen verdreht und mehr oder weniger hinnimmt, wenn die Spieler entgegen der Absprachen ihre Charaktere bauen. Aber in dem beschrieben Fall finde ich es schon ziemlich krass. Es könnten vielleicht ganz deutlich Änderungswünsche kommuniziert werden. Und das Problem vielleicht noch mal ganz deutlich formuliert werden, also so deutlich, dass manche es vielleicht als schroff oder unhöflich wahrnehmen würden. Mitunter ist der ein oder andere ja so, dass er eher äußerst höflich formuliert und versucht, durch die Blume etwas mitzuteilen, aber das versteht ja nicht jeder. Wenn man dann sagt "In dieser Form kannst du mit dem Charakter nicht in dieser Runde mitspielen" o. ä. kommt die Botschaft vielleicht doch an.

Wie man die anderen Spieler mit einbeziehen kann wurde ja auch schon erläutert.
Wenn der Sieger eines Kampfes an Wundfieber stirbt, ist es Hârn. Wenn der Sieger eines Kampfes an Wundstarrkrampf stirbt, ist es Midgard. Und wenn der Sieger eines Kampfes am Leben bleibt, ist das bloß Fantasy.

Offline Edgar Allan Poe

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #51 am: 31.03.2026 | 00:53 »
Im Grunde hat Boba alles nötige gesagt:

Moin Gorilla:

Du bist der Spielleiter!
Du legst den Rahmen fest, unter denen Du bereit bist die Spielleiter-Dienstleistung anzubieten und Dir Arbeit zu machen.
Alles ausserhalb des Rahmens ist "NoGo" Area. Da braucht man nicht drüber zu sprechen.
Innerhalb des Rahmens gibt es auch NoGo Zonen und Wohlfühlzonen Deiner Spielenden.
Innerhalb der Wohlfühlzonen sucht man sich den Bereich, wo alle möglichst viel Unterhaltung und Vergnügen mit haben können.
Spieler können alles Innerhalb der Okay-Zone machen, vorzugsweise machen Sie es innerhalb der Wohlfühlzonen.

Wenn Dein Bad-Charakter-Player das nicht einhalten mag, ist das SEIN Problem, nicht deines.

Du hast mit dem Spieler gesprochen und Deine Bedenken geäußert und wohl auch deutlich gemacht, dass der Charakter gegen die Absprache in der Gruppe läuft.
Ich würde jetzt, wenn der Spieler immer noch darauf besteht, seine Vorstellung durchzusetzen, ihm mitteilen, dass er das woanders gerne machen kann,
dass aber Deine Bereitschaft zu Spielleitern nicht unter allen Umständen existiert.

Du bist nicht angestellter Dienstleister deiner Spieler sondern kannst ganz klar deklarieren, was Du bereit bist zu lei(s)ten und was nicht.

Genau so wenig, wie Du Dir den Vorschlag "ab sofort leitest Du in Unterhosen" bieten lassen müsstest, musst Du ein "ich spiele einen Charakter, der Dir deine Kampagnen und Abenteuer kaputt macht" bieten lassen.
Ihr spielt gemeinsam für ein positives Erlebnis und das bedeutet "nicht für einen auf Kosten der anderen sondern für alle" und vor allem sind mit "alle" auch der Spielleiter gemeint. Und da Du die meiste Arbeit und die meiste Investition ins Spiel leistest, sollte vor allem Deine Motivation nicht leiden.

Und ja, letztendlich spielen alle gemeinsam und jeder sorgt für den Spielspaß aller - nicht nur der Spielleiter.
Aber genau darum geht es ja:
Jeder ist in der Verantwortung für den Spielspaß aller anderen zu sorgen und nicht nur sein eigenes "Vergnügen" im Auge zu behalten und über alles andere zu stellen.

Ganz ehrlich: Ich verstehe die Bedenken und ich hätte auch keine Lust darauf, einen Spieler mit so einem Charakterkonzept in eine solche Gruppe zu lassen. Ganz besonders bei dem vorher ausgemachten Spielziel/Spielgefühl/Setting. Da passt so ein "böser Charakter" schlicht nicht rein. Und den Preis, den man dafür zahlt, den kann imho kein Drama aufwiegen. Was soll das am Ende auch für ein Drama sein?

"Haha! Ich habe euch nur benutzt! Ich war die ganze Zeit ein böser Fiesling!"
"Ja oh! So ein Ärger! Dann bekämpfen wir dich jetzt!"

4 Kampfrunden später.

"So, der Bösewicht-SC ist tot, weil er natürlich gegen x andere SCs auf der selben Stufe keine Chance hatte. Magst du dir jetzt einen neuen Charakter auswürfeln oder bist du dann raus?"

Ganz einfache Geschichte: Der SC wird abgelehnt. Wenn der Spieler das doof findet, muss er woanders spielen.
Den Akkusativ zu nutzen ist sexy.

Offline Feuersänger

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #52 am: 31.03.2026 | 02:03 »
Ja, echt witzich dass genau heute (gestern) ein Orkenspalter-Video genau zu dem Thema gedroppt ist.  ;D

Ich denke, der Tenor ist hier sehr eindeutig, und dem schließe auch ich mich an: dem Spieler eine klare Ansage machen, dass dieser Charakter nicht in diese Kampagne passt, basta. Da musst du dich nicht fies-autoritär fühlen, wenn du deinen eigenen Spielspaß und den aller anderer Mitspieler vor so einem Edgelord schützt.

Vielleicht hilft dir eine Analogie zu Poppers berühmtem Toleranzparadox: das vermeintliche Paradoxon löst sich auf, wenn man die Toleranz nicht als moralisches Absolutum versteht, sondern als Gesellschaftsvertrag. Wer sich nicht an die Regeln des Vertrags hält, steht selbst nicht unter dessen Schutz.

Das kannst du im Prinzip 1:1 auf euren Gruppenvertrag übertragen.
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Offline Jiba

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #53 am: 31.03.2026 | 08:27 »
Wäre vielleicht auch etwas, das man gut in der großen Runde klären könnte. Insbesondere, wenn die SC ggfs gemeinsam erschaffen werden.

Das ist der eigentliche Punkt.
Um genau solche Probleme zu lösen, wurde die Session 0 erfunden – die konstituierende Sitzung, in der die Spieler:innen und die Spielleitung sich zusammensetzen und das gemeinsame Spiel abstecken, sprich folgende Themen behandeln:
  • Setting
  • Angestrebte Stimmung
  • Red Flags, die man nicht im Spiel haben will
  • Wünsche, die man auf jeden Fall im Spiel haben will
  • Orgathemen, wie z.B. Spielsitzungsrhythmus
  • Gemeinsame Charaktererschaffung mit allen zusammen

Bei mir am Tisch ist das inzwischen eine Best Practice. Den Spieler:innen zu sagen "Baut euch daheim Charaktere und bringt die mit an den Tisch – hier ist das Setting" bedeutet, Blindgänger zu erzeugen. Ist den Spieler:innen auch nicht vorzuwerfen: Wie sollen die denn gute Figuren bauen, wenn die gar nicht abschätzen können, ob die gruppenkompatibel sind? Wenn man sie gemeinsam baut, hat jeder auch ein Mitspracherecht und dass die SCs zueinander und zum Setting passen, kann sichergestellt werden. Oder ein:e Spieler:in merkt: Hmm, doch nicht so mein Vibe, ich bin raus.

Ich würde dir daher empfehlen, eine nachträgliche Session 0 mit allen Beteiligten zu machen, in der ihr das Setting nochmal durchsprecht.
Da kann sogar das Charakterkonzept (der böse Char in der guten Gruppe) funktionieren, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Im JRPG-Stil wäre das: Der SC startet als böser z.B. Spion der dunklen Macht, aber er wird (WICHTIGE VORAUSSETZUNG) zeitnah zu den SCs überlaufen. Er muss also redeemable sein, sprich das Potenzial zur Besserung mitbringen. Das muss von vornherein angelegt und mit dem Spieler diskutiert werden. Sonst sprengt dir das die Gruppe. Zugleich muss geklärt werden, dass die anderen SCs dem auch verzeihen können. Vielleicht wissen die anderen SC sogar um die Boshaftigkeit und wollen den SC (der vielleicht früher mal ein Freund war) wieder auf die gute Seite zurückbringen.

Alles spekulativ. Wichtig ist: Sprich das durch. Mit allen gemeinsam.
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“Es ist wichtig zu beachten, dass es viele verschiedene Arten von Rollenspielern gibt, die unterschiedliche Vorlieben und Perspektiven haben. Es ist wichtig, dass alle Spieler respektvoll miteinander umgehen und dass keine Gruppe von Spielern das Recht hat, andere auszuschließen oder ihnen vorzuschreiben, wie sie spielen sollen.“ – Hofrat Settembrini

Offline Sashael

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #54 am: 31.03.2026 | 10:43 »
Ist den Spieler:innen auch nicht vorzuwerfen: Wie sollen die denn gute Figuren bauen, wenn die gar nicht abschätzen können, ob die gruppenkompatibel sind?
Passiert bei manchen Spielertypen einfach so.
Hatte mal jemanden, dessen SC ist nach 1,5 Jahren Kampagne gestorben. Sein neuer Charakter hat in die Gruppe, die der Spieler seit 1,5 Jahren kannte, so gut reingepasst wie ein Haufen Kletten in einen Wollknäuelkorb.
Meine rückblickende Befürchtung ist, dass der auch nie verstanden hat, dass das mit einer der Hauptgründe für das Sterben der Kampagne kein halbes Dutzend Sessions später war.

Daher bin ich auch der Meinung, dass die Spielleitung und die anderen MitspielerInnen ein Veto haben und dieses Veto von den Spielern zu beachten ist.
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Offline KhornedBeef

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #55 am: 31.03.2026 | 10:51 »
Ist, glaube ich, fast alles gesagt worden. Wenn du dem Spieler, einfach menschlich noch eine Chance geben willst (hoffentlich, weil er kein unerträglicher Edgelord ist sondern einfach um Rollenspiel Rollen erproben will, die ihm im echten Leben völlig fremd sind, AS ONE SHOULD), dann musst du auch dann mit Bedauern Grenzen setzen. Ich persönlich würde das narrativ herleiten, denn ein Antiheld ist mit abseits von sehr speziellen Medien mit Grund ein Pro- und kein Antagonist: Wir fiebern mit ihm, wir wollen seine Geschichte weitersehen, wollen ihn eigentlich sogar gewinnen sehen. Einfach nur Scheisse sein darf er an der Oberfläche, aber wenn da nicht mehr Story drin ist (und die darf am Tisch nicht hinter dem Versprechen der fixen 90 min Stofflänge versteckt sein), dann ist das nicht erbaulich. Ich würde also sagen: Mach einen Plan, warum der Charakter nicht nur so ist, wie du ihn beschreibst. Warum er mehr sein kann. Wenn ein anderer Charakter ankommt mit "ich schieße gut Pfeile" dann finde ich den genauso doof, aber er stört nicht die anderen und das System gibt ihm mechanische Wachstumspfade vor, die er nutzen kann.
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Offline Maarzan

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #56 am: 31.03.2026 | 11:25 »
...
Wir haben uns darauf verständigt, dass es ein optimistisch und buntes Setting sein wird; das es eher märchenhaft und etwas kindlich naiv zugehen soll anstatt dark, grim und gritty - trotz all des Dramas, das die Kampagne natürlich prägen wird. Natürlich soll die Welt (oder ein Teil davon) gerettet werden.

...

Hier das Problem: Ein Spieler (der angeblich(?) erfahrene) plant einen bösen SC zu spielen - "Der Zweck heiligt die Mittel", "Ich leide unter Geltungsdrang, Narzissmus, und Machtgeilheit", Motivation des Charakters ist " Ich suche nach wie vor ein Kloster welches ich übernehmen kann", der SC schreckt auch vor Mord überhaupt nicht zurück.
...

Ich versuche mich mal in die Position des Spielers hinein zu versetzen.
In einer kindlich naiven Welt sollte es keinen angedrohten Weltuntergang geben.
Wenn du da nicht noch mehr zu beschrieben hast als hier, dann hast du meinem Empfinden nach die Leitwirkung damit bereits auf 0 gesetzt, beides ist möglich.
Optimistisch sagt für mich eher "Das schaffen wir" und bunt ganz viele seltsame Konzepte sind OK.

Es gibt -zumindest für uns hier - kein Wort zum Setting, die beteiligten Kräfte oder auch die Bedrohung. Entsprechend schwierig ist es auch da koordiniert vor zu gehen und sich gezielt und konstruktiv einzubinden sondern muss wild spekuliert werden.

Variante:
Ich bin Xerultastes, Paladin des Asmodeus und von meinen im Untergrund operierenden (feigen und dummen...)  Bossen geschickt ihren und aller Arsch gegen die ChaotischDestruktive Zerstörung zu retten. Und dabei unter dem Deckmantel des imaginären neuen Gottes Belquatar (Herrschaft und Ordnung) erst Reputation und dann Macht auszubauen um die gerettete Welt zumindest als Macht hinter dem Thron zu beherrschen. (und wenn ich das richtig mache, dann dürfte es mit der Gunst und Vorherrschaft der Herren im Dunkel auch zu Ende sein und ich als der neue offizielle Hohepriester Belquatars  der (geheime) Repräsentant und rechte Hand von Asmodeus auf dieser Welt sein.)
Dazu ist es allerdings erst einmal nötig diese Welt zu retten sowie genügend positive Reputation aufzubauen um die gesellschaftliche Macht anzuhäufen ohne mich vorher entsprechend zu disqualifizieren oder einem Komplott zum Opfer zu fallen, sei es von Agenten der guten Idioten und Versager oder aber wenn meine lahmen Bosse mitbekommen, dass ihr Zug zur Macht bald abgefahren ist.

Jeder Grund bei der Weltenrettung mit zu machen, die Gruppe zu unterstützen und was zurechenbare Schandtaten angeht zumindest Deckung und Umsicht zu bewahren. 
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Offline Gorilla

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #57 am: 31.03.2026 | 13:19 »
An Alle: Vielen Dank für die vielen guten Beiträge und die bestärkenden Worte. Tanelorn isch oyfach beschdde!

--
Ich versuche mich mal in die Position des Spielers hinein zu versetzen.
In einer kindlich naiven Welt sollte es keinen angedrohten Weltuntergang geben.
Wenn du da nicht noch mehr zu beschrieben hast als hier, dann hast du meinem Empfinden nach die Leitwirkung damit bereits auf 0 gesetzt, beides ist möglich.
Optimistisch sagt für mich eher "Das schaffen wir" und bunt ganz viele seltsame Konzepte sind OK.

Es gibt -zumindest für uns hier - kein Wort zum Setting, die beteiligten Kräfte oder auch die Bedrohung. Entsprechend schwierig ist es auch da koordiniert vor zu gehen und sich gezielt und konstruktiv einzubinden sondern muss wild spekuliert werden.
Die Spielis haben ausführliche Infos zum Setting und haben die Welt zu einem erheblichen Teil auch mitgestaltet. Sie haben Teaser zum Plot. Sie selbst haben sich dafür entschieden, kein Metawissen zum Handlungsbogen haben zu wollen, was ich dann natürlich respektiert habe (ich stelle das in meinen Runden auch immer zur Diskussion), d.h. sie wollten diesbezüglich ausdrücklich (auch) explorativ spielen.
Sie kennen aber die Ausgangslage und die wichtigsten Grundkonflikte der Welt (haben von denen sogar einige selbst erfunden bzw. ausformuliert). Sie haben sehr spannende und vielschichtige SC gebaut mit viel Hintergrund. Auch der betreffende Spieler hat zum Hintergrund viel beigetragen.

Zitat
Variante:
Ich bin Xerultastes, Paladin des Asmodeus und von meinen im Untergrund operierenden (feigen und dummen...)  Bossen geschickt ihren und aller Arsch gegen die ChaotischDestruktive Zerstörung zu retten. Und dabei unter dem Deckmantel des imaginären neuen Gottes Belquatar (Herrschaft und Ordnung) erst Reputation und dann Macht auszubauen um die gerettete Welt zumindest als Macht hinter dem Thron zu beherrschen. (und wenn ich das richtig mache, dann dürfte es mit der Gunst und Vorherrschaft der Herren im Dunkel auch zu Ende sein und ich als der neue offizielle Hohepriester Belquatars  der (geheime) Repräsentant und rechte Hand von Asmodeus auf dieser Welt sein.)
Dazu ist es allerdings erst einmal nötig diese Welt zu retten sowie genügend positive Reputation aufzubauen um die gesellschaftliche Macht anzuhäufen ohne mich vorher entsprechend zu disqualifizieren oder einem Komplott zum Opfer zu fallen, sei es von Agenten der guten Idioten und Versager oder aber wenn meine lahmen Bosse mitbekommen, dass ihr Zug zur Macht bald abgefahren ist.

Jeder Grund bei der Weltenrettung mit zu machen, die Gruppe zu unterstützen und was zurechenbare Schandtaten angeht zumindest Deckung und Umsicht zu bewahren.
Auf so etwas in der Art hatte ich gehofft und dazu auch einige Angebote gemacht, die die betreffende Person leider (bisher?) komplett ignoriert hat.

--
Ich bin aktuell geneigt dem SC und Spieler eine Chance zu geben, weil der Spieler am Tisch auch eher passiv ist. Insofern ist das Risiko also vielleicht sogar recht gering, dass viel oder überhaupt etwas von den bösen Charakterzügen beim aktiven Spielen zum Tragen kommt. Der Spieler scheint am Tisch eher zu konsumieren und einen Großteil seines Spiels in seinem eigenen Kopf zu genießen - völlig legitim in meinen Augen.
Ich will aber vorbereitet sein.

Für euch als Info zu meinem aktuellen Stand:

Ich habe mir über Nacht die vielen Anregungen von euch noch einmal durch den Kopf gehen lassen und bin bisher zu folgendem Ergebnis gekommen:

- Ich habe die Spieler:innen dazu aufgefordert, "open roleplay" zu betreiben (Shoutout an gilborn) und mir (und den anderen Spielenden) ausführliche Informationen zur Motivation und zu den Geheimnissen ihrer SC zukommen zu lassen. In meinen etablierten Runden machen wir das fast immer so, ich hatte aber einige Vorbehalte für diese Runde, weil es sich vornehmlich um Einsteiger:innen ins Hobby handelt. Aber warum ihnen nicht zutrauen, damit gut umzugehen?

- Wir werden das Thema beim nächsten Treffen, an dem Alle teilnehmen können, noch einmal auf die Tagesordnung setzen und wir werden die Grenzen als Gruppe möglichst eindeutig verbindlich festlegen. Das wird natürlich nur bedingt funktionieren können, weil eine Formalisierung von "Gesellschaftsverträgen" nur begrenzt möglich ist, aber vielleicht regt das ja ein bisschen Reflexion an.

Kommentare, Hinweise, Rückfragen, Anregungen, Gedanken von eurer Seite sind weiterhin sehr willkommen.
Danke noch einmal für den fruchtbaren Austausch.

Offline Luxferre

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #58 am: 31.03.2026 | 15:31 »
Ich fänd's cool, wenn Du uns hier auf dem Laufenden hieltest  :d

Davon ab: kann man in dem System Böses entdecken/spüren?  >;D
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Offline Gorilla

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #59 am: 31.03.2026 | 16:08 »
Ich fänd's cool, wenn Du uns hier auf dem Laufenden hieltest  :d

Davon ab: kann man in dem System Böses entdecken/spüren?  >;D
a) Mache ich gerne.
b) Nein, diese Kategorien gibt es regeltechnisch nicht. (Was aber nicht schlimm ist, weil meine Spielis sich ausdrücklich Konsequenzen für alles, was im Spiel passiert, gewünscht haben  :engelteufel: )

Offline Gianni | Quest Office

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #60 am: 31.03.2026 | 16:11 »
Ich entschuldige mich Voraus, wenn ich hier schon Erwähntes schreibe aber ich werde es jetzt los ohne 3 Seiten posts vorher zu lesen. Ich sehe klar 3 Vorgehensweisen, die ich auch in dieser Reihenfolge durchführen würde:

1.) Deutlich sagen, der Charakter geht nicht. Der darf nicht mitspielen. Neuen Charakter machen.

2.) Den Charakter als Antagonisten ins Spiel einbinden. Beziehe ihn in deinen Plot mit ein. Da darf er dann den Bösewicht spielen. Steigerung: "Leider" brauchst du ihn dann nicht an allen Terminen. Außerdem wissen wir wohl alle was passiert, wenn die Gruppe im Finale dann auf ihn tritt *wortwörtlich*.

3.) Lass ihn ganz normal mitspielen. Macht er dumme böse, Sachen, kommt ein Paladin und killt ihn in einem fairen Kampf. Dem Rest der Gruppe passiert nichts. Er darf sich einen neuen Char machen und mitspielen.
« Letzte Änderung: 31.03.2026 | 16:14 von Gianni | Quest Office »

Offline KhornedBeef

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #61 am: 31.03.2026 | 16:26 »
Jaja, und dann pullt er einen Old Man Henderson und überlebt zunehmend unwahrscheinlichere Todesfallen  ;D
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Offline Feuersänger

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #62 am: 31.03.2026 | 16:29 »
Wenn ich Gorilla richtig verstanden habe, sollen in dieser Kampagne nichtmal die Antagonisten so böse sein wie dieser Charakter.
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Offline unicum

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #63 am: 31.03.2026 | 17:24 »
Und ich damit irgendwie weiterkommen will, ohne dass ich den Donald Orban machen muss, indem ich sage: "So wird das nix. Du (oder dieser SC) bist raus."

Den Schuh solltest du dir nicht anziehen. Du hast - mit den anderen zusammen, auch mit ihm "Dinge" festgelegt die nun für ihn nicht gelten. Also kannst du nicht der Donald Orban sein, der schwarze Peter liegt bei ihm er hat nach Donaldischer Manier den Standpunkt die Regeln sind für andere, nicht für mich. Also mach dir, sollte es zu dem letzeren Satz kommen nicht selbst Vorwürfe.

Schlussendlich weiß ich auch nicht so recht was für dich - und eben nur für dich - der beste weg aus der Situation ist. Da ich ähnliches schon erlebt habe - auf cons und auf Proberunden wäre für mich der Schluss zu sagen "Nein so wird das nix." Auch deswegen weil ich denke das du dich bezüglich des Problems etwas hm im weitesten Sinne "unwohl" fühlst, oder?
Falls das so ist überlege dir ob du so wirklich spielen willst eine längere Zeit immer mit dem Gedanken "was passiert nun als nächstes?"

Davon abgesehen habe ich zweimal erlebt wie ich solche Dinge Ingame gelöst haben.

Das eine mal haben wir den finsteren Dämonenbeschwörer in unserer Gruppe einfach der Inquisitopn abgeliefert und das andere mal haben einfach ein paar Leute (incl mir) gesagt "So geht es nicht weiter, wir hören auf!" und das war ansonsten echt eine tolle Kampange gewesen bin heute noch mies darauf zu sprechen das es so zu ende ging. Ich kann PvP innerhalb von Gruppe nicht ab, schon damals war das für mich etwas an das ich nicht gerne zurück denke.

Ich vermute auch das damals der betroffene Spieler das auch nicht gar so toll fand - ich weiß es nicht er hat danach weiter mitgespielt mit "normalen" Figuren.

Offline Gorilla

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #64 am: 31.03.2026 | 17:28 »
Wenn ich Gorilla richtig verstanden habe, sollen in dieser Kampagne nichtmal die Antagonisten so böse sein wie dieser Charakter.
Ja, das ist tatsächlich weitgehend der Fall.
Die Antagonisten sind nicht per se böse um der Bosheit willen (also es geht nicht NUR um Narzissmus, Geltungsdrang, Machtgier), sondern haben komplexere Motivationen - nehmen aber trotzdem bewusst das Leid von Anderen in Kauf, auch wenn sie es aktiv herbeiführen.

Wahrscheinlich kommen später auch ein paar Teufel und/oder Dämonen oder Ähnliches vor, falls es zu den Charakterentwicklungen passt. Das ist aber wieder ein andere Nummer.

Mit grauen Charakteren mit Tiefe und viel Schatten kann ich auch gut umgehen. Nur ein (potenziell) eindimensional böser SC ist halt irgendwie (für mich) sehr risikobehaftet hinsichtlich evtl. leidendem Spielspaß für alle Anderen am Tisch.

Ich kann irgendwie auch aus Spielerperspektive den Reiz überhaupt nicht nachvollziehen. Wo genau sollte denn der Reiz liegen, einen eindimensional pathologisch soziopathischen SC zu spielen? Da ist doch nach 1-2 mal Spielen die Luft raus. Das macht es für mich dann noch weniger greifbar und vorhersehbar.

Offline Gorilla

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #65 am: 31.03.2026 | 17:29 »
...
Danke für die Aufmunterung und die geteilten Erfahrungswerte  :)

Online Eismann

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #66 am: 31.03.2026 | 18:58 »
Irgendwie hat das alles "Ich werd den Noobs mal zeigen, was für ein krasser Typ ich bin"-Vibes. Aber ich kenn den Spieler natürlich nicht.

Offline Luxferre

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #67 am: 8.04.2026 | 14:06 »
a) Mache ich gerne.

Gibt es schon News?
Ich bin ja nicht neugierig, aber aus Prinzip muss ich halt alles wissen  >;D
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Offline Gorilla

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #68 am: 8.04.2026 | 21:23 »
Wir hatten unsere erste Sitzung am Wochenende. Leider war die betreffende Person zeitlich verhindert, insofern kann ich also leider noch nicht viel sagen.

Aber ich habe mal wieder festgestellt, wie einerseits befreiend und andererseits anstrengend es sein kann, wenn man mit einer Mehrheit von Einsteiger:innen am Tisch sitzt.
Es war auf jeden Fall unterhaltsam und ich bin guter Dinge, dass das eine ganz gute Runde wird.

Offline Dr. Beckenstein

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #69 am: 10.04.2026 | 19:22 »
Das klingt nach Spaß.

Lasst euch das nicht kaputtmachen.
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Offline Eleazar

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #70 am: 10.04.2026 | 21:11 »
Ich fang mal anekdotisch an:
In einer sehr netten Gruppe haben wir mal als Agenten der Ordnung das aggressive, sich ausbreitende Chaos bekämpft. Der Witz war, dass sich dank dieses höheren Ziels die lawfull-evil und lawfull-good Charaktere weitestgehend einig waren. Wohl gab es Diskussionen über die Wahl der Mittel, aber das gemeinsame Ziel der Gruppe wurde zielstrebig angegangen. Ein Problem waren eher die chaotic-good-Typen, die fast jeden Einzelfall über das Ziel stellen wollten und die immer für ihre einsamen Entscheidungen gestritten haben. Eine chaotic-evil-Figur hatten wir nicht dabei, wobei ich die für eine Kampagne auch nicht für gruppentauglich halte. Die sprengt dir doch jedes Abenteuer, in dem man gemeinsam was erreichen will.

Dein übergeordneter Plot erinnert mich grob an unseren. Eine bloß böse Figur könnte der Stimmung schaden, wenn es "nett" zugehen soll, aber vielleicht noch funktionieren. Aber eine böse, narzistische Spielfigur ist eine Zumutung an jede Gruppe.

Was würde passieren? Der Böse killt die Gruppe, wenn es ihm in den Kopf kommt oder in den Kram passt. Die Gruppe bringt den Bösen vor Gericht und führt ihn seiner gerechten Strafe zu. Oder man tötet ihn, wenn er sich zu sehr wehrt.

Oder der Konflikt wird zuerst nicht so offensichtlich in seiner ganzen Tragweite offenbar. Dann schmeißt die Gruppe den Bösen raus, weil sie sich mit einer solchen Person mit solchen Ansichten nicht abgeben wollen.

All das ist keine Perspektive für ein erfreuliches Spiel in einer Kampagne. Höchstens für einen One-Shot. Schon gar nicht für eine Gruppe mit neuen Spielern. Die sollen erst mal zusammen spielen, nicht gegeneinander.

Ich würde dem Spieler sagen, dass seine Figur mit dem Mindset keine Zukunft in der Gruppe hat. Dann startet die Gruppe, nachdem sie ihn rausgeschmissen hat. Und vielleicht kannst du dem Spieler mit Vernunft klar kommen und ihn auf die besondere Situation einer Gruppe aus Neulingen hinweisen. Und nach deinem ersten Abend vielleicht auch mit dem Hinweis auf die positive, konstruktive Stimmung, die ein böser und unsozialer Charakter stören bis zerstören würde.

Offline Feuersänger

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #71 am: 10.04.2026 | 21:32 »
Ich fühle mich da gerade an eine Storyline aus Something*Positive erinnert, wo sich... ach verflixt, ich wollte jetzt den original Cartoon verlinken aber da hat's wohl das Archiv zerschossen.
Also: nachdem die heldenhaften SC die Quest einigermaßen erfolgreich beendet haben und dem König Bericht erstatten, tritt auf einmal die kleine Halbling-Schurkin vor den König und murkst ihn ohne jede Vorwarnung ab. Und die Spielerin sagt dann, das war _ihr_ eigentlicher Auftrag und sie hat bei der Quest nur mitgemacht, um an den König ranzukommen.
Die Spielleiterin daraufhin: "Rocks fall! Everyone dies!"

Was ich damit sagen will: man muss sich halt bei solchen Spielern darauf gefasst machen, wenn man ihnen einen offiziellen narzisstischen Mörder-Psychopathen nicht durchgehen lässt, dass sie dann halt einen vordergründig akzeptablen Charakter machen der sich dann irgendwann aus heiterem Himmel als narzisstischer Mörderpsychopath entpuppt, nur halt dass das dann für den SL genau so ein Curveball ist wie für den Rest der Gruppe.
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Zitat von: ErikErikson
Thor lootet nicht.

"I blame WotC for brainwashing us into thinking that +2 damage per attack is acceptable for a fighter, while wizards can get away with stopping time and gating in solars."

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Offline Gorilla

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #72 am: 10.04.2026 | 23:17 »
Das klingt nach Spaß.

Lasst euch das nicht kaputtmachen.
Dankeschön! Es war Spaß. Und ich bin guter Dinge.

Offline Gorilla

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #73 am: 10.04.2026 | 23:23 »
(...)
Danke für die geteilten Erfahrungswert und den Hinweis.
Ich schaue mal, wie sich das entwickelt. Und im Zweifel kann ich immer noch jederzeit eingreifen.
--
(...)
Mit so einer Aktion würde ich ja sogar noch klar kommen, weil es irgendwie eine Geschichte dazu gibt und sich daraus dann noch mehr entwickeln kann. Allerdings wäre es (für mich) befremdlich, wenn ich als SL im bespielten System nix von so einem Auftrag wüsste.

Noch besteht ja ein bisschen Hoffnung, dass der als Psychopath angelegte SC doch noch gruppentauglich wird.
Falls nicht, können jederzeit vergiftete Steine vom Himmel fallen.

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Re: Gut und nicht böse! Wie erkläre ich es meinen Spielern?
« Antwort #74 am: 11.04.2026 | 07:24 »
Ich weiß, psychologische Ferndiagnosen sind immer Mumpitz, trotzdem denke ich sofort "ich kenne den Typ" und würde ihn schlicht und einfach höflich aus der Gruppe werfen.

Ich habe den Eindruck, es gibt Leute, die so gefangen von der Vorstellung sind, dass ihre Ideen dass Nonplusultra sind und die schlicht und einfach grundsätzlich davon überzeugt sind, sowohl mit ihren Ansichten als auch mit ihrem Empfinden davon, was Spaß macht und cool ist, recht zu haben, woraus logisch folgt, dass alle anderen sich anpassen müssen und später dankbar sein werden, wenn sie es kapiert haben, dass Diskussion anscheinend nichts bringt. Wenn ihre Aktionen sich dann als Griff ins Klo erweisen, liegt das für sie natürlich nicht daran, das die Aktionen dumm waren, sondern dass alle anderen es einfach nicht kapiert haben, und meistens ziehen diese Leute sich dann eh beleidigt zurück.

Das ist zumindest der einzige Reim, den ich mir darauf machen kann. Ich habe entsprechende Erlebnisse schon bei einigen One- und Few-Shots gehabt, in manchen Fällen auch mit Spielleitungen (was fast noch ein bisschen besser ist, weil sie dann einfach ihren Film durchziehen können und man immerhin noch Spaß haben kann, indem man sich einfach genau darauf einlässt). Eigentlich stand am Ende fast immer ein beleidigter Egotripper, der nicht verstand, warum alle anderen nicht kapieren, wie toll seine Idee war.
« Letzte Änderung: 11.04.2026 | 13:00 von Swanosaurus »
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Season of the Snail für Troika!: https://www.drivethrurpg.com/de/product/524068/season-of-the-snail
Lover's Gaze für Cloud Empress: https://www.drivethrurpg.com/de/product/515643/lover-s-gaze-for-cloud-empress
Hidden Depths für Ashen Stars: https://www.drivethrurpg.com/de/product/300541/hidden-depths