Autor Thema: Wie steht ihr zu RPGs die auf Vorlagen basieren (Buch/Film/Serie, etc.)?  (Gelesen 4084 mal)

Ludovico und 4 Gäste betrachten dieses Thema.

Online Raven Nash

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Wir hatten mal eine Kampange dort genau zu der Zeit und das einzige was sich überschnitten hat war das wir in Osgiliat waren als Sauron angriff, aber wir haben weder Faramir, Frodo, Sam oder Gollum gesehen.
Das könnte daran liegen, dass die im Buch auch nicht dort sind. Ist die Passage in den Filmen, bei der ich mich bis heute frage, was Jackson damit wollte.

Ich frage mich ja auch immer wieder, warum bestimmte Roman-Welten es nie zum RPG-Setting schaffen und andere mehrfach.
Beispiel Midkemia. Feists Bücher entstanden aus einer D&D-Kampagne auf der Welt, dann hat er sie selbst weiterentwickelt. Wäre doch eigentlich eine Steilvorlage für ein D&D-Setting. Aber nö.
Gemmells Drenai-Saga. Wäre ein tolles Sword & Sorcery Setting. Hat offenbar noch keinen Verlag interessiert.

Andererseits hat man mehrere Versionen von Elric gemacht.  wtf?
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Offline Boba Fett

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Ich denke man kann auch durchaus etwas in Mittelerde während des Ringkrieges spielen nur eben weit ab von dem was im HDR passiert.

Klar könnte man das machen. Möchte ich persönlich aber nicht.
Ich halte da lieber ordentlich Abstand und spiele Mittelerde so, wie es MERS gemacht hat, nämlich zur „Hexenkönig von Angmar“ Zeit oder ähnliche interessante aber plotfreie Zeitzonen.
Oder die „was wäre, wenn Gollum den Ring nie gefunden hätte“ Alternative Zeitlinien.
Bitte beachten - Mittelerde ist hier nur beispielgebender Platzhalter.
Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!

Offline nobody@home

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Ich frage mich ja auch immer wieder, warum bestimmte Roman-Welten es nie zum RPG-Setting schaffen und andere mehrfach.
Beispiel Midkemia. Feists Bücher entstanden aus einer D&D-Kampagne auf der Welt, dann hat er sie selbst weiterentwickelt. Wäre doch eigentlich eine Steilvorlage für ein D&D-Setting. Aber nö.
Gemmells Drenai-Saga. Wäre ein tolles Sword & Sorcery Setting. Hat offenbar noch keinen Verlag interessiert.

Andererseits hat man mehrere Versionen von Elric gemacht.  wtf?

Es gibt halt sehr viel mehr Romane (auch Romanreihen) als Rollenspiele, geschweige denn Rollenspielverlage. Dann muß man sich spätestens, wenn man für sein Spiel auch Geld nehmen will, mit dem oder den Rechteinhaber(n) in Verbindung setzen und einigen, was an sich schon mal leicht Zeit und Geld kostet (und sei es nur für einen beratenden Anwalt), bevor die Räder sich überhaupt zu drehen anfangen...kurz gesagt, daß die Verlage da wählerisch sind und sich im Zweifelsfall auch mal lieber an die allerbekanntesten und schon bewährten Namen halten, kann ich ihnen nicht guten Gewissens verübeln. Da müßte, denke ich, an der passenden Stelle schon ein sehr überzeugter und überzeugender Midkemia- oder Drenai-Fan sitzen, der den Rest der Belegschaft erst mal überhaupt auf genau-diese-und-keine-anderen Settings heiß macht.

Natürlich hindert einen nichts daran, sich einfach die Romane zu schnappen und die zugehörige Welt privat mit den Regeln seiner Wahl zu bespielen...nur, davon wird die Rollenspiel-Community außerhalb der heimischen Runde in den meisten Fällen ihrerseits vermutlich nicht viel mehr mitbekommen als bei anderen Welten auch.

Offline General Kong

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Generell mag ich solche Sttings. Meine Favoriten sind da Hyborisches Zeitalter (Conan), Solomon Kane, Sturmbringer, Lankhmar.
Star Wars und Mittelerfe (wobei Star Wars ja her Film- als Romanvorlage ist) kranken etwas an dem "Überplot" der Settings: Diele man außerhalb der "spannenden Zeit", so hängt das Schild an der Wand: Es wurscht, das dicke Ende kommt noch/ war schon.
Spielt man in der spannenden Zeit, istman Zaungast.
Da würde ich eher den Plot ändern: Bilbo findet den Ring nicht, die SC tun es!
Der Angriff auf den Todestern wird von den Helden durchgeführt (Luke wer?).
Dann ist es wieder offen.

Cthulhu langweilt mich in letzter Zeit etwas. Übersättigung (nicht ALLES wird mit Tentakeln besser ...).
« Letzte Änderung: Gestern um 10:23 von General Kong »
Ist es ein Vogl?
Ist es ein geflügelter Gorilla?
Ist es eine fliegende fette Banane?
NEIN! ES IST SUPERKONG!

(Könnte aber auch eine fette fliegende Banane sein ...)

Offline nobody@home

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Cthulhu langweilt mich in letzter Zeit etwas. Übersättigung (nicht ALLES wird mit Tentakeln besser ...).

Na ja, es kommt ja auch längst nicht ALLES, was zum Mythos dazugehört, gleich mit Tentakeln daher, bloß weil das Aushängeschild es tut. ;D (BLUBB! FTHAGN!! :ctlu:)

Aber es stimmt schon: die Dosis macht das Gift und man kann auch seines Lieblingsessens überdrüssig werden, wenn's zu oft einfach nichts anderes gibt. (Zumal "Cthulhu a la Chaosium" ja seinerseits schon ein recht eigenes Gericht ist und man aus denselben Zutaten auch etwas anderes mischen könnte.)

Offline Issi

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Das ist auch ein guter Punkt:
Eine Roman Welt wird, mir zumindest, fix überdrüssig, weil die brennenden Themen schneller abgegrast sind.
Bsp. Harry Potter
Die Bösen? -Ganz klar die Todesser, und sonst noch?
Bedrohte Gruppen?- Hauselfen, und Muggel-geborene Zauberer, Muggel, was noch?

Konflikte siehe oben plus vielleicht den ein oder anderen Teenie Zwist.


Edit.
Die meisten Romane haben gar keine Zeit, und keinen Platz verschiedene, unterschiedliche Gruppenkonflikte (Und Interessen)aufzubauen und bedienen sich der einfachen Gute gegen Böse Strategie.

In einer Geschichte, selbst in guten, ist nicht endlos Platz. Schließlich soll der Leser ja noch Vergnügen haben.
« Letzte Änderung: Gestern um 10:52 von Issi »

Offline Holothuroid

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Das ist auch ein guter Punkt:
Eine Roman Welt wird, mir zumindest, fix überdrüssig, weil die brennenden Themen schneller abgegrast sind.
Bsp. Harry Potter
Die Bösen? -Ganz klar die Todesser, und sonst noch?
Bedrohte Gruppen?- Hauselfen, und Muggel-geborene Zauberer, Muggel, was noch?

Konflikte siehe oben plus vielleicht den ein oder anderen Teenie Zwist.

Gut, man muss ja keine jahrelangen Kampagnen spielen. Aber ansonsten kennen wir aus den offiziellen Veröffentlichungen noch: Verfluchte Gegenstände, wilde Magie, frei laufende Monster, diplomatische Verwicklungen. Plotter müssen auch keine politischen Ziele verfolgen. Da steht ja die ganze Bandbreite zur Verfügung.

Ich nehme auch an, wer Harry Potter spielen will, will explizit in Hogwarts spielen. Also ist das, anders als Zanji123 meint, wahrscheinlich eher ein Feature. Das ist natürlich schade. Gibt ja so viel andere spannende Zauberschulen. ~;D
Let's Go To Magic School - Wenn man einen Zauberschulroman liest (und davon gibt's viele), lernt man mit den Charakteren über die Welt und die Magie. In diesem PbtA-Spiel, spielt ihr um herauszufinden, wie es mit Welt und Magie steht.

Offline Galatea

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Mit Harry Potter kann man auch locker eine Hogwarts-thematisierte Version von Ghostbusters spielen (Beseitigung von bösartigen magischen Kreaturen und verfluchten Gegenständen), oder sich einen Bösewichtgeheimbund aus Goblins aus dem Hut ziehen, der magische Krankheiten erschafft und sie auf Zauberer loslässt, um sich an den Menschen für die Niederlage im Magierkrieg zu rächen. Da hat man schon seeeeehr viel Potential, wenn man nicht absichtlich krampfhaft nah an der Buchhandlung bleibt.

Dasselbe geht mit Settings wie Mass Effect - wir haben damals den Cut nach der Anfangsszene von ME2 gemacht. In unserem Universum ist Shepard halt permanent tot (gut, die Lore der Reaper wurde auch ein bisschen umgeschrieben, weil die Geschichte mit den Tintenfischen und das Ende von ME3 einfach nur dumm sind).
We should respect all forms of consciousness. The body is just a vessel, a mere hull.

Offline Issi

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Mit Harry Potter kann man auch locker eine Hogwarts-thematisierte Version von Ghostbusters spielen (Beseitigung von bösartigen magischen Kreaturen und verfluchten Gegenständen), oder sich einen Bösewichtgeheimbund aus Goblins aus dem Hut ziehen, der magische Krankheiten erschafft und sie auf Zauberer loslässt, um sich an den Menschen für die Niederlage im Magierkrieg zu rächen.
Klar, man kann sich was aus dem Hut zaubern, was für manchen mehr und für manchen weniger stimmig ist.
Und genau das ist mein! Punkt.
Bösartige Kreaturen und magische Gegenstände beseitigen, macht man eigentlich Standard mäßig in den meisten Settings.
(DnD,  :ctlu:, whatever)

Ich glaube auch, dass man sich ne Zeitlang gut damit unterhalten kann, nur auf lange Sicht, wäre es jetzt (mir persönlich) zu dünn.

Edit.
Will sagen: Mir sind Settings, wenn ich mir schon was aus dem Ärmel schütteln muss, lieber,
Wenn ich weniger Metaplot, und viele offizielle/etablierte Angebote fürs Konflikte spielen habe. Die mehrheitlich über die klassischen Kill Monster, sammel Artefakte Plots hinaus gehen.

Vielleicht würde ich mich im Pottervers dann mit der Zeit auf irgendwelche Schüler/ Lehrerkonflikte/ Familien/ Liebes/ Muggel- Geschichten stürzen um mich nicht zu langweilen.
« Letzte Änderung: Gestern um 13:16 von Issi »

Offline nobody@home

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Und natürlich gibt's auch immer die Möglichkeit, sich von einem oder mehreren bekannten Settings zu was "Eigenem" inspirieren zu lassen, das dann halt möglichst gekonnt so abkupfert, daß man Klagen aus dem Weg gehen kann. Findet sich ja schon "in kommerziell" seit Jahrzehnten -- man muß beispielsweise gar nicht unbedingt genau das Star-Wars-Universum nehmen, um "bloß" Weltraumfantasy um Rebellen gegen ein fieses Imperium in einem Setting mit Energieschwertern und hinreichend cinematischen magischen oder Psikräften zu stricken.

Das mag für den einen oder anderen vielleicht noch der beste Kompromiß sein. :)

Offline unicum

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Cthulhu langweilt mich in letzter Zeit etwas. Übersättigung (nicht ALLES wird mit Tentakeln besser ...).

Einfach mal einen ganz normalen Mörder mit unterschieben, ganz ohne Mythos und Tentakeln.

Ich denke das Buch-Setting betreffend ist eben oft ein Metaplot das was man als Störend empfindet, oder?

Den Helden eines Romanes durch die SC zu ersetzen ist ja auch schon eine Möglichkeit und immer noch besser als die SCs zu den Henchmen des Helden zu machen, darüber sind wir hoffentlich hinaus, wenn ich Luke nicht den Todesstern sprengen lassen will bricht er sich eben kurz vorher ein Bein und die SL übernehmen (oder er geht mit seinem Vater auf die Dunkle Seite der Macht,...)

Zu Harry Potter sind vieleicht auch nicht die Romane das richtige als Vorlage sondern das ComputerRPG, wobei ich da auch schon wieder Resentiments habe weil das irgendwie freakig judenfeindlich wird am ende.

Romane haben halt das Problem: Sie haben nur einen Plot der ist dann halt der Metaplot . (Es sei denn man heist Martin)
Insofern sind vieleicht kurzgeschichten besser geeignet.

Conan und co?

Wie schaut es aus mit den Groschenromanen? John Sinclair Geisterjäger und Co? (Gibts das noch? Ich fand die mal zeitweise eine klasse sache und auch inspiration für abenteuer oder zumindest Gegenspieler)

Fernsehserien? Also etwa Akte X Mulder und Scully - zumindest das "Monster of the Week" lässt sich als abenteuer doch umsetzen?

Online Maarzan

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Einfach mal einen ganz normalen Mörder mit unterschieben, ganz ohne Mythos und Tentakeln.
...

Ich fürchte die Ermittler einer Mordkommission in einer unruhigen, ganz mundanen Stadt wären dann regelgetreu trotzdem nach spätestens 2 Wochen alle wahnsinnig oder?
Storytellertraumatisiert und auf der Suche nach einer kuscheligen Selbsthilferunde ...

Offline nobody@home

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Ich denke, Quellen im Serienformat sind oft ergiebiger. Allein schon, weil die länger laufen und damit mehr Worldbuilding nicht nur betreiben können, sondern zu Ausfüllzwecken auch müssen.

Natürlich kann ich auch da immer noch das Problem haben, daß die offiziellen Protagonisten sämtliche Probleme der Welt anscheinend schon im Alleingang lösen und man weit und breit keine auch nur annähernd vergleichbaren Kollegen findet, die wenigstens die Nachtschicht übernehmen. (Gerade Horrorserien scheinen mir ein wenig darunter zu leiden, was allerdings zum Teil dem Genre geschuldet sein mag -- wäre es denn noch "Horror", wenn praktisch weltweit wenigstens ein loses Netz kleiner halbprofessioneller Teams existieren würde, die sich gegenseitig einigermaßen zuverlässig zumindest mit Erfahrungsberichten und anderen Informationen unterstützen könnten? :think:) Aber gerade Serien tun sich mMn doch sichtbar leichter damit, das zu vermeiden, als "One-Shots" wie Romane oder Filme.

Offline Irian

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Ich muss z.B. sagen, dass ich das Expanse Setting jetzt nicht besonders faszinierend finde. Ich meine, außerhalb vom großen Metaplot ist es ein relativ banales SciFi setting für mich, das jetzt nicht interessanter ist als andere, eher weniger. Die Bücher fand ich damals, bis Band irgendwas, wegen der großen Story ok, aber jetzt nicht, weil ich das Setting an sich so geil finde. Wenn der Autor da ne neue Reihe schreibt, die außerhalb dessen existiert, bin ich nicht sicher, ob ich das überhaupt anfassen würde. Für mich ist das so ein Hintergrund, der halt für diese Geschichte existiert und nicht ein Hintergrund, in dem eben auch diese eine Geschichte spielt.
Hinweis: Nein, ich will dir nicht verbieten, X, Y oder Z in deinem Rollenspiel zu tun. Nein, ich habe dich keinen Rassisten genannt. Ja, du darfst X, Y oder Z auch weiterhin tun (außer es ist illegal, dann ist es aber auch nicht mein Problem). Wenn du denkst, es gibt eine einflussreiche oder auch nur mäßig große Gruppe hier im Forum oder in der dt. Szene, die dir dein Rollenspiel verbieten will, liegst du sehr wahrscheinlich falsch, insb. weil es idR keinen interessiert, was du so tust.

Offline Tudor the Traveller

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Ich denke, Quellen im Serienformat sind oft ergiebiger.

Das, und in der Phantastik sind halt Auserwählten-Geschichten sehr verbreitet. In solchen Settings ist es schwer, die Welt nicht unter dem Schatten der Story zu betrachten. Wenn da überhaupt viel zu betrachten ist. Schauen wir nochmal zu Harry Potter: die ganze Story um HP und LV spielt ja im Prinzip in Raum London / UK. Vom Rest der magischen Welt wissen wir fast nichts. Gut möglich, dass Todesser nur in UK überhaupt eine größere Rolle spielen und zusammen mit LV nur mehr ein Eintrag im Geschichtsbuch sind.
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Offline Issi

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Allein wenn man sich das Trimagische Turnier anschaut, wird klar, wie sehr sich die Autorin beim erzählen selbst beschränkt, um dem Leser noch den Überblick zu erhalten.
Neben dem offiziellen Hogwarts Kandidaten Cedric D., gibt es nur zwei weitere bekannte Zaubererschulen Kandidaten:Fleur de L., und Victor K.
Warum nicht ein Dutzend oder mehr? Die Welt ist groß- die Antwort ist einfach: Weil es den jungen Leser überfordern würde
(George R. Martin muss sich da schon weniger beschränken, weil seine Zielgruppe doch eher Erwachsene sind, die mehr Geduld haben, sich sämtliche Häuser zu merken.)

Wenn ich Lust hätte, Zauberer durch das Pottervers reisen zu lassen, (statt dauerhaft in Hogwarts zu bleiben)könnte ich mir erstmal die beiden anderen Zaubererschulen vornehmen (Auch wenn ich mir das alles erst aus dem Ärmel schütteln müsste) oder eben weitere erfinden (Und mir einen Grund überlegen warum die nicht an der Meisterschaft teilnehmen)

In Westeros hätte ich ne Menge möglicher Konfliktparteien. Mir geht es trotzdem so, dass, wenn ich die mir ausbauen möchte, ich vielleicht was erschaffe, was sich irgendwann (Durch ne RPG oder Buch Veröffentlichung) als falsch herausstellt.

Müsste mich vermutlich nicht jucken. Aber aus irgendeinem Grund bewege ich mich nur sehr ungern durch geistiges Eigentum eines fremden Menschen. (Wenn das sein „Baby“ ist, und es keine anderen, offiziellen (mit)Autoren gibt)


Edit.
Bei fantastischen Romanen (Roman Reihen)ist die Geschichte selbst (Informations- technisch) nur die Spitze vom Eisberg.

Den ganzen geistigen Unterbau, einer selbst erschaffenen Welt, erfasst man dadurch nicht. Man erahnt ihn höchstens.

Der Weltenbau findet, wenn überhaupt, separat statt, und erblickt in vielen Fällen nie das Licht der Öffentlichkeit.


In Romanen lädt eine Geschichte ein in die Welt

Im Rollenspiel lädt eine Welt ein in Geschichten
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Offline Zanji123

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Allein wenn man sich das Trimagische Turnier anschaut, wird klar, wie sehr sich die Autorin beim erzählen selbst beschränkt, um dem Leser noch den Überblick zu erhalten.
Neben dem offiziellen Hogwarts Kandidaten Cedric D., gibt es nur zwei weitere bekannte Zaubererschulen Kandidaten:Fleur de L., und Victor K.
Warum nicht ein Dutzend oder mehr? Die Welt ist groß- die Antwort ist einfach: Weil es den jungen Leser überfordern würde
(George R. Martin muss sich da schon weniger beschränken, weil seine Zielgruppe doch eher Erwachsene sind, die mehr Geduld haben, sich sämtliche Häuser zu merken.)


liegt auch einfach imho daran, dass die Autorin nix geschrieben hat vorher.
9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen ich bin nicht verrückt.... die zehnte sitzt in der Ecke und summt die Pokécenter Melodie

Offline nobody@home

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liegt auch einfach imho daran, dass die Autorin nix geschrieben hat vorher.

Wir wissen halt nicht, was und wieviel sich Mrs. Rowling bei jedem einzelnen Punkt gedacht hat...und insbesondere, inwieweit sie überhaupt an einer konsistenten "Welt" interessiert war, was ja von Autor zu Autor auch gerne mal variiert. (Mit der klassische Fantasyvergleich zu dem Thema dürfte wohl Tolkiens Mittelerde gegen C.S. Lewises Narnia sein; zwei enge Freunde und Bekannte, die nichtsdestoweniger ihre jeweiligen Settings sehr unterschiedlich aufgebaut haben.) Was wir wissen, ist, daß an diesem Turnier drei Zauberschulen teilgenommen haben -- ob die jetzt innerweltlich einfach aus Tradition die einzigen Zauberschulen sind, die dieses spezielle Turnier austragen, während andere Schulen andere Wettbewerbe haben, oder die besten drei, die nach Vorausscheidungen noch übrig waren, oder vielleicht tatsächlich die einzigen drei, die es in ihrer Welt überhaupt gibt, geht allein daraus erst mal nicht hervor (und ich habe auch gar nicht alle Romane gelesen bzw. Filme gesehen, mein Wissen hat also noch genug Lücken).

Offline Holothuroid

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Was wir wissen, ist, daß an diesem Turnier drei Zauberschulen teilgenommen haben

Es waren immer diese drei bei diesem Event. Es gibt im Kanon ja noch mindestens eine weitere. Warum jetzt augenscheinlich genau eine Schule pro Muggle-Land eine existiert, ist eine Frage, die mich zu weit in ein Werk führt, das ich gar nicht groß diskutieren will.

Viel spannender, nach nochmaligem Lesen des Themas.

Mir scheint es gibt mindestens zwei Dinge, die man von Setting wollen kann: Megan schrieb, man habe "direkt" eine gemeinsame Vorstellung. Issi betont, dass ein gutes Setting langfristig Material bieten solle. Das scheinen mir unterschiedliche Ansprüche zu sein.

Ich frage mich jetzt, ob eins davon meins ist. Und vielleicht gibts noch andere Ansätze. Vielleicht wir die Frage noch mal unter dem Gesichtspunkt beleuchten.
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Online Ludovico

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Mir scheint es gibt mindestens zwei Dinge, die man von Setting wollen kann: Megan schrieb, man habe "direkt" eine gemeinsame Vorstellung. Issi betont, dass ein gutes Setting langfristig Material bieten solle. Das scheinen mir unterschiedliche Ansprüche zu sein.

Ich sehe diese Ansprüche nicht konfliktär zueinander, sondern neutral.
Eine gemeinsame Vorstellung erzeugen, bedeutet in meiner Sicht erstmal, dass man als Spieler weiss, welche Rassen und Welten es gibt, die Termini und die wichtigsten NSC kennt. Zusätzlich noch das Gefühl für die Spielwelt als auch einige Prämissen werden den Spielern vermittelt (z.B. Harry Potter: Muggel und Zauberer leben getrennt voneinander und beide haben keine oder wenig Ahnung von der anderen Seite. Zauberer und Hexen nutzen keine oder kaum Muggelsachen,...).

Dass ein gutes Setting noch weiter Material für langfristige Kampagnen bietet, bedeutet aus meiner Sicht, dass es Raum für Abenteuer neben der offiziellen Serie gibt. Bei Harry Potter klappt das ja auch wie man an den Magischen Tierwesen und Hogwarts Legacy sieht.

Bei Babylon 5 klappt beides ebenfalls hervorragend. Es wird halt bloß eng, wenn Rollenspielkampagne und Serie sich treffen (z.B. wir wollen die Führungscrew von Babylon 5 spielen), wobei man dann halt entweder vom Kanon abweichen kann (also leitet nicht Sheridan Babylon 5, sondern SC McSullivan) oder eine Nische ausarbeiten (nach Ende der Serie zieht Sheridan von Babylon 5 und über die Laufzeit der Station gibt es sicher noch weiteres Führungspersonal).
Hierbei würde ich auch Konflikte mit der Hauptserie nicht als binär betrachten, sondern noch entsprechend ihrer Auswirkungen gewichten.

Offline Boba Fett

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Lies mal das Jovian Chronicles Rollenspiel von Dream Pod 9 - da bekommst Du ein Gefühl, wo der Autor sein Setting her hat.
Nach meiner Auffassung war da erst das Rollenspielsetting auf dem Markt und dann hat ein Autor das für seine Storybedürfnisse angepasst…

(Achtung!!! Es folgt eigene und völlig subjektive Meinung!)
Westeros ist für mich übrigens eines der Worst Case Settings für Rollenspiel.
Eine furchtbar dominante Handlung, neben der kein anderer Plot bestehen kann.
Eine völlig undurchschaubare Personage, was Anzahl, Motive und Methoden angeht (mein Grund, warum ich die Bücher im 3. Band weggeschmissen und auch die Serie da abgebrochen habe) und die per Instant-Death spontan aus der Story gekickt werden.
Völlig langweilig ausserhalb des Zeitrahmens, zwischen Absetzung der Drachenkasper und Ende es Baratheon Erbfolgekrieges.
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Ich denke, das ist so generell einer der Knackpunkte. Für anständiges Rollenspiel brauche ich gewissermaßen einen anständigen Spielplatz deutlich dringender als ein Video davon, was fremder Leute Kinder da mal an einem Wochenende Tolles gemacht haben -- aber in den meisten klassischen Erzählmedien ist es halt wenigstens ein gutes Stück weit andersherum, weil das Vermitteln der Geschichte der Kanonprotagonisten und der Ereignisse, in die sie verwickelt werden, dort eben genau der Sinn der ganzen Übung ist, während im Spiel wiederum genau die Spieler und deren Charaktere die "eigentlichen" Hauptpersonen sein sollen (egal, mit wie vielen oder wenigen prominenten anderen Figuren sie dabei in Berührung kommen).

Ich meine, um beispielsweise nur die Abenteuer von Hänsel und Gretel mitzuerleben, muß ich nicht wissen, wieviele andere Hexen es in ihrer Welt vielleicht noch gibt oder wie der Wald, in dem "ihre" haust, eigentlich genau aussieht -- das ist ihre Geschichte und die konzentriert sich aufs Nötigste, schon allein, weil sie ja ursprünglich mündlich überliefert wurde und die Zuhörer also nicht durch Überlängen langweilen durfte. Aber für ein hypothetisches "Abenteuer im Märchenland"-Rollenspiel mit Einführungsabenteuer um die Hexe im Knusperhäuschen braucht's dann vielleicht doch ein bißchen mehr...und das liefert uns das Märchen in diesem Fall eben nicht mit.