Autor Thema: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?  (Gelesen 2536 mal)

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Offline Sashael

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Hallo ihr Lieben!

Bei welchem Abenteuer hattet ihr euren heftigsten Facepalm-Moment? Wann ergab für euch etwas in einem Kaufabenteuer so sehr keinen Sinn, dass ihr euch nur noch gefragt habt, wer das abgesegnet hat?

Mein Alltime Favorite ist *Trommelwirbel* ... Das Grabmal der Vernichtung / Tomb of Annihilation!

Setting und Abenteueraufhänger lassen die Prämisse komplett wie einen Fieberwahn erscheinen.

Das Setting
Die Forgotten Realms. Eine Welt, in der je nach Zeit auch mal Götter selbst auf der Erde herumwandern, aber zumindest ihre Chosen durch die Gegend scheuchen. Oder slacken lassen. Ein Setting, das mehr Götter hat als die Wikinger und die Griechen zusammen. Götter, die jede/r ihr eigenes Afterlive ihr eigen nennen, in das in regelmäßigem Fluss die Seelen ihrer Anhänger einwandern. Ein Setting, in dem NSCs der Stufe 10+ die Regel und nicht die Ausnahme sind. In der diverse Organisationen verschiedener Gesinnungen agieren, die über (für die Belange der üblichen Rollenspielgruppen) nahezu unendliche Ressourcen verfügen. Ein Setting, in dem Könige über hochstufige Magier und Priester verfügen.
Wiederbelebungen sind Zauber von der Stange. Wer Geld hat, muss den Attentäter kaum fürchten.

Der Abenteueraufhänger
Die Seelen verschwinden. Niemand kann wiederbelebt werden und wer schon einmal von den Toten zurückgeholt wurde, verfällt durch einen seltsamen Fluch immer mehr, bis die Person stirbt.
Niemand weiß oder kann in Erfahrung bringen, wohin die Seelen verschwinden. Ins Afterlive jedenfalls nicht. Sie sind einfach spurlos ... weg. Egal, welcher Gesinnung sie angehörten oder zu welchem Gott sie gebetet haben.

Die Prämisse
Vor diesem Hintergrund erklärt das Abenteuer, dass die Einzigen, die diesem Rätsel nachgehen, eine bunt zusammengewürfelte Truppe Erststufler ist, im Auftrag irgendeiner zweitklassigen Händlerin, die dank des Fluchs vor sich hinrottet.
Der Truppe werden dann von verschiedenen Fraktionen auch noch jede Menge Steine in den Weg gelegt. Und alle Anderen gehen weiter ihrem üblichen Leben nach, als wäre nichts geschehen. Im Gegenteil, da wird auf Drachenjagd gegangen und wild herumgeräubert und -piratet oder sonstige lebensgefährlichen Projekte angegangen. Naja, da gibt es halt noch keine Tageszeitung, die das mit fetten Schlagzeilen ausschlachten kann.


Und da stelle ich fest, dass ich nicht genügend Hände für den notwendigen Multi-Facepalm habe.

Was war bei euch ein Auslöser für ein herzhaftes "Ob Ihr mich verarschen wollt, hab ich gefragt!!!"?  ;D
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Offline phant

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #1 am: 5.08.2026 | 18:02 »
Definitiv Pathfinder Society Season 5 "The Elven Entanglement"

Die Dämonen haben die trennende Barriere zwischen Abyss und Golarion eingerissen und drängen hordenweise in die Welt der Sterblichen. Die SC werden beauftragt in die Elfenlande zu reisen und dort um Hilfe zu bitten. Der Elfenkönig erklärt sich bereit eine Gruppe ELITE-Dämonenjäger abzustellen, um den Menschen zu helfen. Dummerweise sind diese gerade von EINEM MITTELMÄSSIGEN Dämon entführt worden....
Also, wenn die SC mal eben ausrücken könnten, um die zugesagten Hilfstruppen zu retten?!
Machten wir sehr gerne. Schließlich wurden die mittlerweile schwer traumatisierten Dämonenjäger dringend benötigt.

Seit dem ist ELITE-Dämonenjäger bei uns ein Synonym für Taschenlampenfallenlasser.  ~;D

Offline Orok

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #2 am: 5.08.2026 | 18:17 »
Ich glaube, Grabmal der Vernichtung schlägt da nichts. Als Spieler saß ich nur da und habe mich gefragt ob der SL das ernst meint, oder sich irgendwo verlesen hat ...
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Offline nobody@home

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #3 am: 5.08.2026 | 18:21 »
Ich glaube, am meisten an den Kopf gefaßt habe ich persönlich mir noch bei der Prämisse zu einem bestimmten (wenn auch kompakten) Setting, was ja eigentlich schon wieder eine etwas andere Kategorie ist. In Sachen Kaufabenteuer muß ich da wohl noch mal etwas in mich gehen...aber einstweilen Abo, ich will die "Perlen" nicht verpassen. :)

Offline Zanji123

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #4 am: 5.08.2026 | 19:17 »
na da fällt aber auch "Decent into Avernus" drunter

Background: Elturel eine Stadt mit einem leuchtenden Orb der über der Stadt schwebt ist verschwunden. Interessiert aber irgendwie keinen.

Erststufer Charaktere untersuchen einen Mordkomplott in Baldurs Gate, finden dann raus das es irgendwelche Teufels Kulte dort gibt und auch den Bürgermeister von Elturel der sich irgendwie dort versteckt hatte. Man findet eine verschlossene Rätselbox, bringt diese nach Candlekeep dort wird sie geöffnet und man findet heraus das der Bürgermeister von Elturel damals n Deal mit nem gefallenen Engel gemacht hat um einen Vampir zu finden daher auch der Orb und sie dafür die Seelen der Einwohner für ihren Krieg bekommt.

Also fahren jetzt Stufe 3 (oder 4 zu der Zeit) Helden in die Hölle und holen Elturel da raus. Is ja nicht so als ob es in den Städten nicht genug hochstufige Helden geben würde.
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Offline Feuersänger

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #5 am: 5.08.2026 | 19:45 »
Ich weiss nicht recht. Objektiv und rational betrachtet ist die Kritik an Tomb of Anni sicherlich voll zutreffend, aber andererseits -- wenn man sich anschaut was gerade jetzt hier und heute bei uns in der echten Welt passiert und keinen Schwanz interessiert's, wirkt es auf einmal gar nicht mehr so weit hergeholt. Stichwort Don't Look Up!
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Offline Sashael

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #6 am: 5.08.2026 | 19:50 »
Bei uns gibt es weder Wiederbelebungen, noch objektiv nachgewiesene Götter, noch bestätigte Afterlives.

Bei uns läuft so vieles über "Glauben", was bei "Wissen" einen ganz anderen Stellenwert hätte.
Ich finde also nicht, dass man das miteinander vergleichen kann.

Abgesehen davon, dass es bei GdV nicht mal die Götter irgendwie zu interessieren scheint, dass ihnen da Seelenmäßig der Hahn zugedreht wird.
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Offline unicum

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #7 am: 5.08.2026 | 19:52 »
Naja soll ja auch Hobbits gegeben haben die nen ollen Ring in den einzigen Vulkan werfen sollen,... wirklich hochstufig waren die auch nicht.

Aber ansonsten: Klasse thema.

Ich find das Hügelgrab von ... aus Midgard auch eine klasse Idee. "Bringt mir die Sichel aus dem Hügelgrab (das sich nur alle paar Jahre für ein paar Tage öffnet) denn ich (hochgradiger Druide, könnte das Dungeon alleine lösen) hab mir gerade das Bein gebrochen"

Offline sindar

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #8 am: 5.08.2026 | 19:54 »
Earthdawn, "Terror in the Skies":

Eine Gruppe Erstkreisler (in D&D-Sprech: Erststufler) werden in ein aufgebrochenes Kaer geschickt (das sind eine Art Festungen, die die Bewohner des Landes gegen einen riesigen Anstrum von Dämonen schützen sollten) und sollen mit einem Dämonen fertig werden, der eben dieses Kaer im Alleingang aufgebrochen und ausgeräumt hat, inklusive zweier zehntkreisiger Magier; den einen davon hat der Dämon übernommen und kann dessen Fähigkeiten zusätzlich nutzen.

Ich habe die Musterlösung gelesen, aber absolut nicht verstanden. So, wie es da steht, ergab das für mich keinen Sinn.
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Offline nobody@home

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #9 am: 5.08.2026 | 20:03 »
Bei uns gibt es weder Wiederbelebungen, noch objektiv nachgewiesene Götter, noch bestätigte Afterlives.

Bei uns läuft so vieles über "Glauben", was bei "Wissen" einen ganz anderen Stellenwert hätte.
Ich finde also nicht, dass man das miteinander vergleichen kann.

Abgesehen davon, dass es bei GdV nicht mal die Götter irgendwie zu interessieren scheint, dass ihnen da Seelenmäßig der Hahn zugedreht wird.

Und natürlich: in den Realms dürften ziemlich viele hochstufige Figuren mindestens einmal in ihrem Leben wiederbelebt worden sein. Damit entspricht der "Fluch" des Grabmals aber einer hypothetischen realen Seuche, die sich ihre Opfer speziell unter den Reichen, Mächtigen, und Berühmten suchen würde und von der sich obendrein noch herausstellte, daß sie sie alle praktisch zur gleichen Zeit befallen hat...ich denke, da wäre es gerade unter diesen Leuten auch bei uns mit "Ist mir doch schnurzpiepegal, wegen so 'ner Kleinigkeit setze ich nicht eigens Himmel und Hölle in Bewegung" schnell vorbei. >;D

Offline Feuersänger

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #10 am: 5.08.2026 | 20:13 »
Das ist allerdings wahr.
Der :T:-Sprachführer: Rollenspieler-Jargon

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Offline unicum

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #11 am: 5.08.2026 | 20:19 »
Naja man kann ja auch mal zur falschen Zeit am falschen Ort sein,... schick ich halt mal die Level 1 vor und schreib Elminster einen Brief,...

Offline Antariuk

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #12 am: 5.08.2026 | 20:51 »
Es scheint, als wenn die Prämisse dieses Fadens auf so einiges aus dem WotC-Regal zutrifft..  8]

Ich habe bis zum Release von Tomb of Annihilation immer gedacht, Hoard of the Dragon Queen hat den dümmsten Anfang. Also vielleicht nicht so sehr die Grundprämisse, aber ich fand es so unfassbar hohl, dass von Level-1-Charakteren erwartet wird, in die brennende Stadt Greenest zu rennen, während die grade von einer Armee (!) und einem Drachen (!!) auseinandergenommen wird. Einfach, weil darum. Hm, is klar.

Die wirklich hanebüchenste Prämisse würde ich allerdings dem Pathfinder 1E Abenteuer Rasputin Must Die zusprechen. Eine Reise von Golarion in den echten Ersten Weltkrieg unserer Zeit, unserer Welt, um Baba Yaga aus den Klauen Rasputins zu befreien, ist einfach... wild. Vor allem, weil es zum Ende eines Adventure Paths passiert und kein Einzelmodul ist. Ich mag Pulp und wirres Zeug, aber hier sind die Autoren dermaßen über den Hai gesprungen, dass sie komplett hinfortgeschwebt sind.
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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #13 am: 5.08.2026 | 21:20 »
Das Neo-Noir-Setting Wellstone City für Savage Worlds, mit dem mitgelieferten Einstiegsabenteuer Public Transit Assassins hat den dämlichsten Abenteuereinstieg, den ich jemals in einem Rollenspiel gesehen habe.

Die SCs sind ziemliche Niemande auf Novice Rank, die sich noch keinen Namen gemacht haben, und bekommen einen kryptischen Anruf: "1427 148th Street. Clean and Sweep for re-zoning. 48 Hours. Package delivered after re-zoning is complete."
Dahinter steckt einer der krassesten Mafiaobermacker im Setting, der sich aber verwählt hat. Das Abenteuer geht davon aus, dass die Spielercharaktere mangels anderer Abenteueraufhänger halt mal an die Adresse stiefeln und in ein Crackhaus voller bewaffneter nervöser Gangster stolpern (u.a. mit AK47-Sturmgewehren, was schon eine Hausnummer gerade für Startcharaktere ist). Es wird für den weiteren Abenteuerverlauf erwartet, dass die SCs die Gangster halt mal zusammenschießen und damit den Job erledigen. Ohne irgendeine Ahnung zu haben, worin dieses Belohnungspaket überhaupt besteht und wo und von wem sie es abholen könnten.
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Offline unicum

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #14 am: 5.08.2026 | 21:37 »
Zum glück hab ich hier noch nichts gelesen das in die nähe von meinen Abenteuern kommt,...
Wobei ich es ab und an auch mal Skurril mag ;)

Offline Weltengeist

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #15 am: 5.08.2026 | 22:11 »
Über die Ausgangsfrage muss ich irgendwann mal einen Moment nachdenken. Irgendwie hatte ich ja erwartet, dass hier alles voller früher DSA- oder Pathfinder-Abenteuer wäre, aber nein: bisher dominiert D&D5.

Andererseits: wenn Sashi den Thread aufmacht und gleich mal mit Tomb of Annihilation vorlegt, dann liegt die Latte natürlich von Anfang an hoch.

(Wobei ich zugeben muss, dass ich jedes Setting, das alle D&D-Zauber, -Sphären, -Götter und -Kreaturen verwendet, per se schon für so hanebüchen halte, dass es auf das bisschen Suspension of Disbelief extra dann eigentlich auch schon nicht mehr ankommt... :P)
Aktive Tischrunden (als SpL): Agenten von Nomikos (Eana - Savage Worlds)
Aktive Onlinerunden (als Spieler): Das Windkammtal (Barsaive - Earthdawn), Die Grauen (Shadow World - Rolemaster), The Price of Arrogance (Théah - 7te See)
Solo (in Planung): Mythic Suns (Fading Suns - M-Space)

Offline sma

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #16 am: 5.08.2026 | 23:22 »
In der ansonsten sehr guten Starterbox von WHFRP 4 wird von der Charakteren erwartet, dass sie nach einer forcierten Verhaftung und einem abgekarteten Gerichtsprozess als "Strafe" für etwas, mit dem sie eigentlich nichts zu tun haben, für eben diese Stadtverwaltung in der Stadtwache arbeiten, wo ihr Chef nicht nur korrupt sondern auch noch völlig desinteressiert an ihnen ist. Die logischere Entscheidung wäre, einfach die Stadt zu verlassen, denn dort hält sie ja absolut gar nichts.

Zudem ist das alles alternativlos, denn spielen die Spieler nicht mit, kann man als SL nur die Charakterbögen einsammeln, die Box schließen und vorschlagen, etwas anderes zu spielen.

Offline klatschi

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #17 am: 5.08.2026 | 23:42 »
Bei mir: Curse of Strahd
Du bist in Barovia und Spielzeug eines Vampirs, nix funktioniert, es gibt vielleicht 2-3 Orte der „Normalität“  und der Rest ist fucked up und wenn du dich in all dieser Bleakness nicht einfach ergibst (und die Kampagne gibt dir null Grund weiter zu machen), sondern dich dazu entscheidest, dass du kämpfst…
… dann hast du genau nichts geändert, denn nachdem Strahd stirbt geht alles meiner Erinnerung nach wieder zurück in den Urzustand

Meh

Über die Ausgangsfrage muss ich irgendwann mal einen Moment nachdenken. Irgendwie hatte ich ja erwartet, dass hier alles voller früher DSA- oder Pathfinder-Abenteuer wäre, aber nein: bisher dominiert D&D5.

Meine Vermutung ist das Problem „From Zero to Hero“
Du brauchst eine Prämisse die von Level 1-20 trägt und dann hast du die Optionen (wie es scheint)
A) alles wird angeteasert und man fragt sich, warum die lvl 1 Helden?!?!? Oder
B) zu wenig wird angeteasert und es ist wie bei den ersten pathfinder Kampagnen wo man erst in Band 5/6 erfährt, worum es eigentlich wirklich geht…

Dazwischen geht wohl nix

Offline Quaint

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #18 am: Gestern um 02:54 »
Es gibt da so ein gewisses DSA Abenteuer...

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Offline Sashael

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #19 am: Gestern um 07:23 »
Es gibt da so ein gewisses DSA Abenteuer...
Da leg ich mit dem DSA 2 oder 3 Abenteuer Die Attentäter nach. Das ist auch immer noch in meiner Top 5.

Ohne massives Railroading ist das Abenteuer weder zu spielen, noch zu lösen. Und die Handlung ist essentiell für den Metaplot.

DSA scheint da so ein paar Abenteuer zu haben, die besser einfach ein Roman gewesen wären.
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Offline Blizzard

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #20 am: Gestern um 08:01 »
Ich erinnere mich da auch noch an 2 Abenteuer. Es ist allerdings schon einige Jahre her, dass ich die gelesen/gespielt habe. Von daher erinnere ich mich nicht mehr an die Abenteuer-Titel aber an die Systeme, für die sie geschrieben wurden.

Das erste ist ein DSA-Soloabenteuer (ja, wir haben früher DSA-Soloabenteuer als Gruppenabenteuer gespielt). Da müssen die Charaktere iirc in eine Kanalisation. Irgendwo in dieser Kanalisation gibt es einen Raum, in dem es eine riesige Neptun-artige Statue oder Kreatur gibt (oder so ähnlich). Ansonsten gibt es nichts weiter Interessantes in diesem Raum. Der Raum ist dann auch eine Sackgasse und man kann irgendwie auch nicht zurück. Die Statue schläft. Da uns irgendwann die Ideen ausgegangen sind, was man in diesem Raum machen könnte, haben wir die Statue damals angegriffen. Der Kampf ist aber einfach nur imba und für niedrigstufige Charakter nicht zu schaffen. Nach zahllosen erfolglosen Versuchen haben wir dann irgendwann frustriert in der Lösung (Soloabenteuer) nachgesehen. Und des Rätsels Lösung ist, dass
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Ganz ehrlich: Wer denkt sich so einen Scheiß aus ?

Das andere ist ein Cthulhu- Abenteuer. Die Charaktere müssen in ein altes Grabmal/Pyramide und dort ein Artefakt aus der Schatzkammer des Königs bergen (Klassiker). Der Dungeon -Pardon- das Grabmal ist dann auch sehr detailliert beschrieben und bebildert. Es gibt mehrere Räume, darunter eine "falsche" Schatzkammer sowie ein Dutzend verschiedenster Gänge. Und natürlich (fiese) Fallen und Gegner ("Grabmal der Vernichtung" würde hier sicherlich auch passen). Und dann gibt es da genau einen Gang in diesem Grabmal, das ist der "Todesgang". Es ist da sehr glitschig/rutschig und steil, es gibt keine Möglichkeit, sich irgendwie abzusichern. Und am Ende des Ganges kommt eine Falle, die zum sofortigen Tod der Charaktere führt .Das steht tatsächlich genau so da drin, ebenso wird mehrfach(!) betont oder beschrieben, dass das definitiv das Ende der Charaktere ist, wenn sie diesen Gang betreten (haben). Keine Chance auf Rettung. Ok, ich habe erstmal weitergelesen, mir die restlichen Räume samt Beschreibungen angesehen und studiert...und dann taucht da plötzlich ein Raum auf...in dem man aber nur durch den "Todesgang" gelangt. Äh, wie jetzt ?! Ich dachte, sobald man den "Todesgang" betreten hat, sterben alle Charaktere(automatisch) ? Kurz weitergelesen und in einem Nebensatz steht dann: "...falls die Charaktere den Todesgang doch irgendwie überlebt haben sollten...
Oh man. ::)
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Offline Ainor

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #21 am: Gestern um 08:02 »
Meine Vermutung ist das Problem „From Zero to Hero“
Du brauchst eine Prämisse die von Level 1-20 trägt und dann hast du die Optionen (wie es scheint)
A) alles wird angeteasert und man fragt sich, warum die lvl 1 Helden?!?!? Oder
B) zu wenig wird angeteasert und es ist wie bei den ersten pathfinder Kampagnen wo man erst in Band 5/6 erfährt, worum es eigentlich wirklich geht…

Ja, auf Stufe 1 auf ein Problem angesetzt werden dass man auf Stufe 20 lösen kann ist irgendwie albern.
Aber es ist allgemein problematisch wenn der Plot eine Nummer zu gross ist. Wenn es darum geht die Welt zu retten hat man immer die Frage was denn alle anderen währenddessen machen. Die Prämisse von BG3 ist auch hanebüchen, aber eigentlich nur deshalb weil es ja unbedingt Weltrettung sein muss.

Über die Ausgangsfrage muss ich irgendwann mal einen Moment nachdenken. Irgendwie hatte ich ja erwartet, dass hier alles voller früher DSA- oder Pathfinder-Abenteuer wäre, aber nein: bisher dominiert D&D5.

Könnte einfach daran liegen dass die bekannter sind. Da ich ab und zu 2E Abenteuer verwende sehe ich dass das ganze damals auch nicht besser war. Beispiel: "Sword and Crown" wo die Gruppe eine entführte Prinzessin retten soll ("weil das von ihnen erwartet wird") und am Ende in den Turm eines ultramächtigen bösen Elfenmagiers einbrechen. Das Abenteuer schreibt am Ende sogar dass sie SC nun vermutlich einen tödlichen Kampf erwarten (aber es kommt anders...), fragt sich aber nie ob sie SC sich denken könnten dass es unter diesen Umständen nicht besser wäre das ganze einfach sein zu lassen. Ich hab das erstmal radikal geändert weil das gegen alles geht was ich den Spielern beigebracht habe.

Bei mir: Curse of Strahd
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… dann hast du genau nichts geändert, denn nachdem Strahd stirbt geht alles meiner Erinnerung nach wieder zurück in den Urzustand

Naja, es ist ein hoffnungsloses Setting. Es ist eigentlich nur meh wenn man davon ausgeht dass man Welten immer retten kann. Beim Cyberpunk geht man auch davon aus dass sich nacher nicht wirklich was ändert.

Ohne massives Railroading ist das Abenteuer weder zu spielen, noch zu lösen. Und die Handlung ist essentiell für den Metaplot.

Ist Railroading nicht noch eine andere Kategorie? Ich denke da würde die Liste sehr lang...
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
Im Rollenspiel ist auch hinreichend fortschrittliche Technologie von Magie zu unterscheiden.
Meine 5E Birthright Kampagne: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,122998.0.html

Offline Ruinenbaumeister

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #22 am: Gestern um 08:08 »
Bei diesem Thread werden Erinnerungen an die Theaterriterkampagne wach, speziell das Abenteuer Der schwarze Forst. Ich zitiere mal einen älteren Beitrag von mir:

Zitat
Okay, wir haben also an einem Wettbewerb teilgenommen und dürfen nun für die Rondrakirche eine Ladung Eisen transportieren, die immens wichtig ist. Dass die Rondrakirche es zwar schafft, diesen albernen Wettbewerb zu veranstalten, aber nicht die Ressourcen hat, das Eisen selbst zu transportieren, soll uns mal nicht stören. Doch - oh weh! - man hat uns unsere Ochsen vergiftet. Und in dem Kuhkaff Irberod ist es leider unmöglich, ein paar Ersatzrinder aufzutreiben. Wir müssen also mit dem Floß durch den Bornwald, den noch nie ein Mensch durchquert hat. Was man halt mit einer immens wichtigen Ladung Eisen macht, die auf jeden Fall ihr Ziel erreichen muss. Für Rondra!

Im Bornwald angekommen stellt sich heraus, dass das alles nur eine List war. Im Floß ist ein Baumstamm verbaut, in den der Geist einer Hexe gebannt wurde. Ihr Hexenzirkel im Bornwald wartet schon darauf. Auch unsere angebliche Verbündete Ricarda ist Mitglied des Zirkels. Wer sie wohl daran gehindert hat, den Baumstamm selber zu kaufen und in den Wald zu schaffen? Jedenfalls dürfen wir uns nun mit den Hexen herumärgern - und all das, weil wir zu blöd waren, auf unsere Ochsen aufzupassen. (Und wenn wir nicht so blöd waren, wird halt gerailroadet oder das Abenteuer ist vorbei.)

Am Ende des Abenteuers lauert uns übrigens noch NSC Leudara auf, die uns die Fracht gewaltsam entreißen will, die wir ihr sonst freiwillig gegeben hätten. Toll.

Die ganze Geschichte ist so abstrus, dass ich nicht weiß, wie man daraus noch ein sinnvolles Abenteuer drechseln kann.
Und wenn ich mich im Zusammenhang
des Multiversums betrachte, wie oft bin ich?

Offline Hellcat

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #23 am: Gestern um 08:42 »
Bei welchem Abenteuer hattet ihr euren heftigsten Facepalm-Moment? Wann ergab für euch etwas in einem Kaufabenteuer so sehr keinen Sinn, dass ihr euch nur noch gefragt habt, wer das abgesegnet hat?

Jedes...einzelne...DCC-Abenteuer! (allerdings ist es da gewollt, Absurdität ist quasi Werkseinstellung). Ansonsten könnte ich jetzt kein bestimmtes Abenteuer hervorheben. Was mir aber bei ganz vielen Abenteurn auffällt ist, dass sich zwar durchaus Gedanken darüber gemacht wird, wie man die Chars dazu bekommt, in das Abenteuer einzusteigen, aber dann davon ausgeht dass sie schon bei der Stange bleiben werden. Bei Red Hand of Doom (D&D 3.5) hat meine Gruppe vier oder fünf Mal ernsthaft überlegt, ob sie das Tal nicht einfach sich selber überlassen sollen. Was ich in anbetracht der Prämisse
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aus Sicht der Charaktere durchaus nachvollziehen kann.

Offline Zanji123

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #24 am: Gestern um 09:09 »
D&D 3.5 bzw. Shadow of the Demonlord: "Death in Freeport"

so sehr ich die Trilogie "Death/Madness/Terror in Freeport" ja mag... der Anfang is... sehr weird.
Die SCs kommen entweder gerade frisch in Freeport an oder wohnen da schon, werden am Hafen in eine Schlägerei verwickelt und als die Stadtwachen kommen um auch die SCs festzunehmen kommt ein Priester und meint "stopp ich hatte ne Vision da kamen die drin vor"
die SCs sollen dann mit ihm mitgehen und der erzählt dann das ein Kumpel von ihm vermisst wird der sich in letzter Zeit schon komisch verhalten hat und mal für längere Zeit aus dem Tempel verschwunden / rausgeschmissen wurde aber wieder zurückgekommen ist.
Meine Spieler waren da schon "okay und was is wenn er wieder einfach abgehauen ist?" aber natürlich muss man sich auf die Suche machen.

DSA 4.1 "Traum von Macht"
Basisregel Abenteuer in Episch. Die Helden werden von nem alten Magier ausgesendet einen ALBEN zu finden ... man reist also in die Region Thorwal und muss sich da mit ner Dorfgemeinschaft anfreunden die wohl was darüber wissen. Klappt das (die typischen Thorwaler tests halt) geben die ne Richtung wo so ein magischer Alb leben soll. Man reist dorthin und es ist n ziemlich unfreunlicher Hochelf.... der dann natürlich von einem Thorwaler der der Gruppe gefolgt ist angegriffen ist und beide stürzen aus dem Fenster um dramatisch zu sterben. Danach fackelt die Bude ab damit die SCs natürlich nix bekommen.
zurück zum Magier der so "hey ihr habt da doch am Feuerfesten Wandbehang ne Karte gefunden guckt euch das mal an" und man reist in eine unter Wasser liegende Hochelfenstadt die bewohnt ist... um ..keine Ahnung dort zu machen jedenfalls muss man diese quasi zerstören um zurück zu kommen. Zuhause merkt man der Magier is jetzt gestorben, keiner wird deine Story von der Hochelfenstadt glauben und Belohnung gibt's nicht.
Ich dachte nicht das das Abenteuer wirklich so komisch is aber...jepp...
« Letzte Änderung: Gestern um 09:15 von Zanji123 »
9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen ich bin nicht verrückt.... die zehnte sitzt in der Ecke und summt die Pokécenter Melodie