Jetzt aber zur Kernfrage des Themas: spielt Ihr Nichtmenschen settinggetreu?
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Welche Rolle spielt das settinggetreue Ausspielen von Nichtmenschen bei Euch?
Ich habe mir das bisschen durch den Kopf gehen lassen, weil ich es auf Anhieb nicht beantworten konnte. Wenn ich spiele, versuche ich die Charaktere als Individuen zu spielen, ungeachtet ob jetzt Mensch oder Nichtmensch. (Dass ich daran scheitere, weil alle meine Charaktere etwas von mir haben - halt einige gemeinsamen Überlappungspunkte - geschenkt, damit kann ich leben, weil ich mir einbilde, dass die Überlappunkspunkte jedesmal woanders liegen.)
Aber dieses settinggetreue Ausspielen - das ist etwas, hm, an dieser Stelle stolpere ich. Wahrscheinlich, weil für mich Setting nur die grobe Richtung vorgibt. Und in meiner Vorstellung, ist ein Drizzt Do'Urden trotz seiner Abweichung zu Settingbeschreibung von Drow durchaus im Setting möglich - weil Individuum. Und deshalb ist für mich persönlich an meinem SL-Tisch "Settinggetreue Ausspielen" nicht ausschlaggebend. Ausschlaggebend sind die Individuen, die gespielt werden.
Ich weiß, dass sich meine Ansicht den Vorwurf der Beliebiegkeit gefallen lassen muss und dem stimme ich auch zu. (Wozu soll ich Menschen spielen, wenn ich den Elfen auch wie einen Menschen spielen kann?) Aber da ist für mich die Geschichte am Tisch wichtiger als die groben Vorgaben eines Settings. Und wenn sich dieser einer Elf wie ein Mensch und nicht wie Tausende anderen Elfen verhält, dann ist es einfach so. Dann ist er eine dieser Ausnahmen, die die Regel bestätigen (pun intended).