Autor Thema: Warum werden Regelwerke immer dicker  (Gelesen 6870 mal)

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Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #50 am: 8.10.2026 | 14:05 »
Außerdem, wie es so schön hier heißt: Wie de Herr, so's Gescherr. Wenn man als Rollenspieler selber auch immer dicker wird, dann müssen die Regelwerke da Schritt mit halten.  ~;D
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Offline unicum

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #51 am: 8.10.2026 | 14:31 »
Damals als ich meine Diplomarbeit und meine Masterthesis schreiben musste hieß es vom Professor:
"Wenn es mehr als 100 Seiten sind gibt es Punktabzug. Ich möchte nichts lesen das Basics erklärt die ich im 1-6 Semester unterrichte"

Es gibt also zumindest in anderen Sparten der "Bucherstellung" Tendenzen "Macht es nicht zu Dick!"

Online nobody@home

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #52 am: 8.10.2026 | 14:39 »
Grundsätzlich gibt's "dicke" Regelwerke halt seit mindestens dreißig Jahren, und ich weiß nicht, ob sich der Trend seitdem wirklich so sehr fortgesetzt oder nicht vielleicht sogar eher mindestens verlangsamt hat. Im Rahmen zumindest der Systeme, mit denen ich mich noch beschäftige, ist mir teilweise sogar eher aufgefallen, daß im Vergleich zu früheren Industriestandards die einzelnen Seiten merklich kleiner geworden sind (mehr B5 oder C5 als A4), was dann ein bißchen mehr Dicke durch die bessere Handlichkeit in den anderen beiden Richtungen wieder wettmacht...

Offline Kaskantor

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #53 am: 8.10.2026 | 14:47 »
Hab genau dasselbe letztens gedacht…

Ich hab wirklich so ziemlich alles durch, und wenn ich trotzdem ein Spiel möchte, dass nach was ausschaut bildlich wie textlich und komplett sein soll, kann ich euch Dragonbane nur herzlich empfehlen.

Da sind auf bissi was über 100 Seiten ein komplettes Spiel, auch mit ein paar Monstern usw. Ein modernes Spiel. Es kommen auch Zusatzbücher heraus, die waren bisher so um die 160 Seiten. Das Papier ist angenehm dick und es hat eine vernünftige Schriftgröße. Ich bin von Spiel und Büchern wirklich hellauf begeistert. Und ich komme gerade von PF2 runter, also weiß ich genau was der Fadenersteller meint :)
« Letzte Änderung: 8.10.2026 | 14:49 von Kaskantor »
"Da muss man realistisch sein..."

Online Ainor

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #54 am: 8.10.2026 | 14:48 »
Was macht denn die Regelwerke dick? Man muss unterscheiden zwischen Regeln, Regelobjekten (Klassen, Zauber, Monster,etc), und natürlich Bildern. Insbesondere die letzten beiden nehmen ja mit der Zeit zu.

Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
Im Rollenspiel ist auch hinreichend fortschrittliche Technologie von Magie zu unterscheiden.
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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #55 am: 8.10.2026 | 14:51 »
GURPS4 ist ein Beispiel für dickere Bücher. Aus zwei ordentlichen Hardcovern wurde ein sehr dicker Hardcover mit der Besonderheit und dem Vorteil, dass trotz der Bearbeitung und besserer Formulierung die Verweise aus anderen Büchern erhalten blieben. Da wirklich Hut ab. Das finde ich stark.
Ich bin der letzte Schrei der Evolution, als sie mich erschaffen hatte, schrie sie: "Oh Gott, was habe ich denn gemacht?!"

Offline Kaskantor

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #56 am: 8.10.2026 | 14:53 »
Aus meiner Sicht, werden die Bücher dicker usw. Weil es einfach mehr Geld beim Verkauf bringt :)
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Offline Philipp.Baas

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #57 am: 8.10.2026 | 14:55 »
Damals als ich meine Diplomarbeit und meine Masterthesis schreiben musste hieß es vom Professor:
"Wenn es mehr als 100 Seiten sind gibt es Punktabzug. Ich möchte nichts lesen das Basics erklärt die ich im 1-6 Semester unterrichte"

Es gibt also zumindest in anderen Sparten der "Bucherstellung" Tendenzen "Macht es nicht zu Dick!"

Ich war lange an der Uni und Diplomarbeiten haben so viel mit "Buchererstellung" zu tun wie Blähungen mit Gesang.
Bei so einem Satz, weiß ich auch sofort, was bei dem Homo Habilinensis die Stunde geschlagen hat.

Offline Galatea

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #58 am: 8.10.2026 | 14:56 »
:korvin: Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann!
Liegt halt auch daran, dass Menschen unterschiedliche Wünsche/Bedürfnisse haben.

Der "mir reichen 10 Seiten Regeln, alles andere wird gehandwedelt"-Spieler wird nicht glücklich mit dem 600 Seiten "es gibt Regeln für die Wahrscheinlichkeit einer Fehlfunktion deines Granatwerfers, wenn du ihn X Stunden bei strömendem Regen durch den Dschungel geschleppt hast"-Wälzer für MilSim-Detailfanatiker und umgekehrt.

Deshalb gibt es ja auch mehr als ein Regelsystem. Wäre dem anders, könnten wir einfach alles in D20 konvertieren und es für immer dabei belassen.


Meine persönliche Philosophie als Gamedesigner ist, dass man mit einem Heft an Regeln ein Buch an Geschichten erleben sollte.
Kannst du darauf etwas näher eingehen? Ich bin mir nicht sicher, ob ich genau verstehe, was du damit meinst.

Ich selbst mache das so, dass die Beispiele im Regelteil immer wieder auf dieselben NSCs zurückgreifen (das sind tatsächlich voll ausgearbeitete Charaktere mit festen Werten und Hintergrundstories) und die Beispiele quasi Geschichten aus deren Leben/Beispiele für typische Szenen des Settings sind.
Die Settingsbeschreibung ist so aufgesetzt, dass sie von Charakteren in der Welt geschrieben wurde, manchmal auch mit Anmerkungen oder Widersprüchen und blinden Flecken (beim Regelteil geht das natürlich nicht).


Und Nachwuchs kann man doch völlig vergessen, wenn die Einstiegshürde für alle Beteiligten ein 400+ Seiten Buch ist. Da hat man doch bereits jeden Zweiten verloren, ehe er halb durch wäre.
Kommt drauf an, wie kompliziert das Setting und insbesondere das Regelwerk tatsächlich ist. Ein Großteil der Spieler möchte einfach nur "generische Fantasy" spielen - wenn das nicht die Zielgruppe ist, muss man halt damit leben, dass man die Hälfte aller aktiven Spieler eh direkt abschreiben kann.

Ich mache das bei meinem Projekt so, dass ich die Welt "in Stufen" erkläre - erst gibt es eine möglichst kurze allgemein gehaltene Übersicht ohne große Details,
dann eine Sektion, die etwas mehr Einblick in spezifische Themen gibt (Umwelt, spielbare Spezies, Technologie, welche grob unterschiedlichen Orte es gibt, etc.),
und letztlich die Kapitel, die alles inklusive Staaten/Lebensalltag im Detail beschreiben (ggf. mit der Voraussetzung, dass man die "einfacheren" Teile schon gelesen hat).

Anders ist für mich ein ausreichend fremdartiges Setting auch nur schwer zu erklären.
« Letzte Änderung: 8.10.2026 | 15:01 von Galatea »
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Offline Jiba

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #59 am: 8.10.2026 | 15:11 »
Dafür kamen in den letzten 36 Jahren aber erstaunlich viele Leute zum Hobby wenn man sich den Umfang der Regelwerke in dieser Zeit anschaut.

Jo, die wurden aber auch in der friedlichen Rumpimmel-Zeit der 80er- und 90er-Jahre rollenspielsozialisiert, in denen sie sich im Ausmaß wie heute noch keine Gedanken über Jobsicherheit, sportliche Selbstoptimierung, Mental Health, Klimawandel und politische Verwerfungen machen mussten und auch noch nicht die sozialen Medien mit ihren leichten Dopamin-Fixes ihre Aufmerksamkeitsspannen gegrillt haben. We were privileged.  ;)
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“Es ist wichtig zu beachten, dass es viele verschiedene Arten von Rollenspielern gibt, die unterschiedliche Vorlieben und Perspektiven haben. Es ist wichtig, dass alle Spieler respektvoll miteinander umgehen und dass keine Gruppe von Spielern das Recht hat, andere auszuschließen oder ihnen vorzuschreiben, wie sie spielen sollen.“ – Hofrat Settembrini

Offline Infernal Teddy

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #60 am: 8.10.2026 | 15:15 »
Jo, die wurden aber auch in der friedlichen Rumpimmel-Zeit der 80er- und 90er-Jahre rollenspielsozialisiert, in denen sie sich im Ausmaß wie heute noch keine Gedanken über Jobsicherheit, sportliche Selbstoptimierung, Mental Health, Klimawandel und politische Verwerfungen machen mussten und auch noch nicht die sozialen Medien mit ihren leichten Dopamin-Fixes ihre Aufmerksamkeitsspannen gegrillt haben. We were privileged.  ;)

Und dennoch ist D&D 5 eine wenn nicht sogar die erfolgreichste D&D-Edition ever. Das Argument "Neulinge lesen keine dicken Bücher" ist damit eigentlich schon entwertet.
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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #61 am: 8.10.2026 | 15:21 »
Und dennoch ist D&D 5 eine wenn nicht sogar die erfolgreichste D&D-Edition ever. Das Argument "Neulinge lesen keine dicken Bücher" ist damit eigentlich schon entwertet.
:think:
D&D Beyond - es ist nicht gesagt, dass "viele" die Bücher lesen ...
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Offline Teyron

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #62 am: 8.10.2026 | 16:15 »
Jo, die wurden aber auch in der friedlichen Rumpimmel-Zeit der 80er- und 90er-Jahre rollenspielsozialisiert, …

2020 waren 36 % der D&D-Spieler jünger als 25, 54 % unter 29. Zumindest beim meistgespielten Rollenspiel (50 Mio.) kam die Sozialisierung der größten Gruppe nach 2000.

https://www.forbes.com/sites/robwieland/2021/05/19/2020-was-the-best-year-ever-for-dungeons--dragons/
« Letzte Änderung: 8.10.2026 | 16:17 von Teyron »

Offline Galatea

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #63 am: 8.10.2026 | 16:46 »
Und dennoch ist D&D 5 eine wenn nicht sogar die erfolgreichste D&D-Edition ever. Das Argument "Neulinge lesen keine dicken Bücher" ist damit eigentlich schon entwertet.
Das Argument ist genauso Quatsch wie die Behauptung niemand mehr würde lesen. Es kommt immer drauf an wie ein Buch geschrieben ist.

Auch ein dicker Schinken kann einem den Einstieg einfach machen - wenn man viel Platz im Regelkapitel für detailierte Beispiele verwendet, sogar mehr als ein Heftchen, dass sein gesamtes Regelwerk super kompakt auf 20 Seiten zusammenkomprimiert.
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Offline tarinyon

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #64 am: 8.10.2026 | 16:54 »
Ich glaube auch, dass andersrum ein Schuh draus wird. Je weniger man fürs Rollenspiel lesen muss und je mehr es ein Lifestyle-Produkt geworden ist, das man im Internet präsentieren kann, desto mehr Erfolg hat D&D gehabt. Es gibt ja drölfzig Statistiken die zeigen, dass in den letzen Jahrzehnten die Zahl der gelesenen Bücher und generell das Lesen stetig gesunken ist. Ich würde auch 3W20 darauf verwerten, dass viele des angeblichen Nachwuchses gar nicht viel in Regelwerken lesen. Bücher wurden ja auch in der Vergangenheit überwiegend von einem sehr geringen Teil der Rollenspielerschaft gekauft und gelesen. Und heute ist es noch krasser, denke ich. Ein Promille der Hobbyisten kauft immer wieder sündhaft teure Coffee table books. Die haben aber nicht unbedingt mehr content, sondern einfach ganz viel Layout. Im Gegensatz dazu sind die Heftchen der 70er oft randvoll mit regeln und so gut wie keinem fluff oder Gelaber.
« Letzte Änderung: 8.10.2026 | 17:08 von tarinyon »

Online schneeland

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #65 am: 8.10.2026 | 16:56 »
... weil die Kunden es so wollen ...

Das ist zwar etwas flapsig formuliert, trifft es aber m.E. ganz gut. Vielleicht etwas breiter: weil Rollenspiele in Form von dicken, reich illustrierten Büchern zu funktionieren scheinen - sowohl für Verlage als auch für Kunden. Zumindest werden wohl hinreichend viele Kunden von diesem Produkt gut genug bedient, dass sie es kaufen (manche zum Spielen, manche zum Lesen, und manche um hübsche Coffee Table-Books für Tisch und Regal zu haben).

Ähnlich vorhergehender Kommentare sehe ich allerdings auch seit längerem keinen Trend mehr, dass die Bücher noch dicker werden, und nehme ein relativ reichhaltiges Angebot an kompakteren Rollenspielen wahr - nur eben eher im Indie-Bereich.
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Online Ainor

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #66 am: 8.10.2026 | 16:58 »
Und dennoch ist D&D 5 eine wenn nicht sogar die erfolgreichste D&D-Edition ever. Das Argument "Neulinge lesen keine dicken Bücher" ist damit eigentlich schon entwertet.

Was bedeutet hier lesen? Das Spielerhandbuch war doch schon immer vor allem ein Nachschlagewerk wo man die entsprechenden Sachen bei bedarf nachliest.
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Offline unicum

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #67 am: 8.10.2026 | 17:19 »
Ich war lange an der Uni und Diplomarbeiten haben so viel mit "Buchererstellung" zu tun wie Blähungen mit Gesang.
Bei so einem Satz, weiß ich auch sofort, was bei dem Homo Habilinensis die Stunde geschlagen hat.

Tja danke, ich hab ja auch extra deswegen Vorlesungen zu Textgestalltung und Layout besucht,... nachdem mir Word gezeigt hat das ich damit besser nur Briefe schreibe (also zumindest in den Versionen die ich damals benuzt habe). Über die Qualität der einzelnen Drucke in Unibibliotheken mag man mal das ein oder andere Sagen, aber meine Masterthesis ist hier durch von unseren Technischen Redakteuren die das Studiert haben quergelesen worden.

Lass deine Verbalgeistigen Blähungen also bitte da wo sie hingehören.

Offline Teyron

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #68 am: 8.10.2026 | 17:46 »
Die haben aber nicht unbedingt mehr content, sondern einfach ganz viel Layout.

Aber auch das genaue Gegenteil ist doch in vielen Fällen der Fall. Wo früher ein Spieler ein/zwei Seiten + eine Tabelle lesen musste, sind es heute zig Seiten mit Fähigkeiten, Conditions und Kampfmechaniken.

Dementsprechend zur Frage:
… weil (viele) Spiele deutlich komplexer geworden sind.

Offline Gunthar

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #69 am: 8.10.2026 | 17:48 »
Wieso muss man eigentlich die Regeln in EIN sehr dickes, unhandliches Buch packen, wenn es zwei dünnere auch getan hätten? (Schaue auf VsDarkmaster, das erst in einer Neuauflage in zwei Bücher getrennt wurde.)

Das krasse Gegenteil in meinem Fundus: MERS für Einsteiger. Ein vollwertiges RPG auf ca. 16 (!) Seiten. Es gibt noch eine erweiterte Version davon und auch die hat nicht mehr als 50 Seiten.

Edit: Hatte zum Test mal ein Regelwerk der KI zum Füttern gegeben, weil das PDF auf dem Telefon kaum lesbar ist und dann mit dem so gearbeitet.
Spieler in D&D 5e: "8 + viel, trifft das?"

Stoßseufzer angesichts der ersten Kampfszene, nachdem sich die Sitzung bislang ziemlich zäh hingezogen hat: "Es geschehen doch noch Leichen und Wunden!"

Offline Infernal Teddy

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #70 am: 8.10.2026 | 17:49 »
Was bedeutet hier lesen? Das Spielerhandbuch war doch schon immer vor allem ein Nachschlagewerk wo man die entsprechenden Sachen bei bedarf nachliest.

Ist das so? Ich lese alles immer erstmal cover to cover.
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Teddy sucht Mage

Offline Sosthenes

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #71 am: 8.10.2026 | 18:17 »
Ist das so? Ich lese alles immer erstmal cover to cover.

Spielerhandbücher sind auch immer ein sales pitch für das ganze System. Deswegen ja auch häufig Verlustgeschäft. Das ist schon mehr als ein technisches Handbuch. Gut, schon allein deswegen weil die wenigsten Rollenspielautoren überhaupt anders könnten.

Offline Doc-Byte

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #72 am: 8.10.2026 | 18:22 »
Aber wieso haben es die Systeme früher geschafft ALLE Regeln in 30-40 Seiten einzufangen?

Da würde ich gerne mal nchfragen, was genau du unter "früher" verstehst? Denn wenn ich mal kurz Google anwerfe (weil ich zu faul bin, zum Regal rüber zu gehen ~;D), sehe ich, dass Shadowrun im Jahr 1989 ein GRW mit 216 Seiten hatte, von denn sicher nicht 180 Seiten auf die Settingbeschreibung entfielen. - Und die deutsche Fassung war mit Sicherheit aufgrund der Spracheigenschaften noch etwas länger. :think:

Und schon ein Jahr später hat FASA die ersten zwei bzw. je nach Betrachtung sogar drei oder vier Zusatzregelbände veröffentlich.

Und der marktwirtschaftliche Ansatz entgeht mir natürlich nicht: Für ein 500-Seiten-Buch kann ich leichter 40€ verlangen. Und wenn ich dann noch auf 5 weitere Wälzer á 30-40€ verweise, kommt schon einiges zusammen.

Also für den Verlag kommt da leider alles andere als "einiges" zusammen, weil die meisten Systeme ihre Produktionskosten nur auf einen überschaubare Auflage verteilen können. - Mehr Seiten bedrucken zu lassen ist dabei btw. eher noch ein sehr kleiner Kostensteigerungsfaktor beim Drucker.

Offline tarinyon

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #73 am: 8.10.2026 | 18:40 »
Aber auch das genaue Gegenteil ist doch in vielen Fällen der Fall. Wo früher ein Spieler ein/zwei Seiten + eine Tabelle lesen musste, sind es heute zig Seiten mit Fähigkeiten, Conditions und Kampfmechaniken.

Dementsprechend zur Frage:
… weil (viele) Spiele deutlich komplexer geworden sind.

Kommt drauf an. Gab genügend frühe RPGs die noch fest in der Wargaming Tradition stehen und Picke packe voll waren mit Zeug. Aber ja, du hast Recht. Es war oft weniger redundant aufbereitet.

Offline Galatea

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Re: Warum werden Regelwerke immer dicker
« Antwort #74 am: 8.10.2026 | 18:46 »
Star Wars D6 von 1987 hat ca. 140 Seiten, die überarbeitete 2nd Edition von 1996 kommt auf ca. 270 Seiten (ungefähr 80 Seiten davon Lore/Hintergrund).
Das sind zwar keine 500-Seiten-Wälzer, aber auch nicht gerade wenig.
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