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Autor Thema: Warum gibt es so soviel Wichtigtuer, Diven und Selbstdarsteller im Fandom?  (Gelesen 15584 mal)

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Offline Aeron

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Oh schön, eine Umfrage...

... ich gehöre zu Typ II - der Kritiker. Berufskritiker bin ich nicht, dazu kritisiere ich noch zu wenig. Wenn ich aber Kritik übe, dann ohne Verbesserungsvorschläge.
Warum? - weil mir entweder a) das Interesse fehlt darüber Gedanken zu machen oder b) ich nicht die Zeit dazu habe.   ;)

...aber trotzdem guter Post, Jestocost.

Wolf Sturmklinge

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Schön, wei hier die ganzen Gernegroße, Wichtigtuer, Diven, Selbstdarsteller, Dummschäwtzer, Egozentriker, Schlechtmacher und Dampfplauderer den Beitrag loben. Und keiner fasst sich an die eigene Nase.

In diesem Sinne: Cooler Beitrag! ;)
Das nennt man Selbstironie.

Offline Settembrini

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« Letzte Änderung: 22.03.2006 | 01:48 von Settembrini »
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Offline Jestocost

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Ist heute großer Verallgemeinerungstag und ich habe es nicht mitbekommen?

Klaro: Sobald ich den Mund aufmache oder das Keyboard bemühe und ein Publikum habe, ist das - irgendwie - Selbstdarstellung... Nur so gesehen ist alles alles und nichts nichts und alles nichts oder auch nichs alles: Alles über den Kamm geschert und mit dem Bade ausgegossen.  So hilfreich wie: Man kann nicht nicht kommunizieren...

Jede kommunikative Aussage besteht aus mehreren Intentionen - und Selbstdarstellung wie persönliche Eitelkeit sind da bestimmt gute Motivationskräfte - aber letztendlich stellt sich immer die Frage: Warum? Was will man in erster Linie? Zu welchem Zweck sagt man etwas, was möchte man dadurch erreichen? Zum Denken anregen? Aufstacheln? Ans Bein pissen? Einfach mal ehrlich draufhauen? Sich selbst im Lichterglanz erstrahlen lassen, während man den argumentativen Gegner in düstersten Farben diffamiert und der Lächerlichkeit preisgibt? Oder einfach mal so richtig pubertär provozieren?

Da haben wir schon ein so schönes Medium (da steckt 'vermitteln' drin), mit dem man Dialoge führen kann (da gehören - mindestens - zwei dazu) und seine Stärken in der Kommunikation (und das hat was mit 'gemeinsam' zu tun) unter Beweis stellen kann... Und das dann noch in einem Forum (einem Marktplatz für Ideen und Gedankenaustausch) einer Community (schon wieder dieses 'Gemeinsame)... Komisch, für mich klingt das ales eher nach miteinander (auch: miteinander streiten, diskutieren, kritisieren, verbessern und: schaffen) als nach Einzelkämpfertum (Mein Ego vs. den Rest der Welt)... Aber ich mag ja auch schief liegen, falls homo homini lupus die Grundbedingung aller Diskussion sein mag...

Reden Wölfe eigentlich viel miteinander?
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tyrarachsa

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Ich gehöre eindeutig zu den Wichtigtuern. Aber ich mein, mal ehrlich: Dieses Hobby hat mir über die Jahre so viele großartige Momente beschehrt, dass ich gar keine andere Wahl habe. Ich bin ein Mensch, der wenn ihn etwas begeistert hat, anderen davon berichtren will. So vielen wie Möglich. Weil diese Momente es verdient haben. Weil sie besonders Stimmungsvoll ware, oder voller Witz, besonders geistreich, aber auch grandiose Pannen sind etwas wunderbares. Ich bin ein wichtigtuer, weil diese Momente, die mir das Rollenspiel bot einfach wichtig und wertvoll sind. Das hat aber nur bedingt etwas damit zu tun, dass ich mich so wichtig nehme, auch wenn es schön ist Teil dieser Momente zu sein. Es sind diese Miomente selber, die ich Wichtig nehme auch wenn das in einem Forum vielleicht nicht immer ersichtlich ist. Weil man sich da nicht Aug in Auggegenüber sitzt und die Art der Begeisterung nicht immer rüberkommt.
Wichtigtuen gehört zum Rollenspiel dazu (wenn auch nur als Nebenprodukt). Ich kenne kaum einen Rollenspieler, der nicht wenn er auf andere trifft, stundenlang seine persönlichen Best-offs zum besten geben kann. Und ähnlich, wie bei den Helden, die sich manchmal am Lagerfeuer, oder in Tavernen versammeln, kann es auch mal vorkommen, dass der Drachen plötzlich den einen, oder anderen Kopf mehr hat.
« Letzte Änderung: 22.03.2006 | 11:46 von tyrarachsa »

Ein

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Medium hat doch auch immer was mit Medienpräsenz zu tun. Und Präsenz kommt bekanntlich von sich präsentieren. Ergo, könnte man schlussfolgern, dass die neuen Medien ebenso wie die "klassischen" Medien nicht nur für Diskussion, sondern auch dazu da sind, einen Eindruck zu hinterlassen und zu versuchen die Leute von sich zu überzeugen.

wjassula

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Hallo,

ich finde Jestos Beitrag im Grossen und Ganzen richtig. Kritik, auch polemische und herausfordernde, finde ich schon wichtig. Mich stört aber, dass viele kritische Stimmen im Fandom tatsächlich nichts kluges, sachkundiges oder auch einfach nur unterhaltsames zu sagen haben, sondern sich mit Besserwissertum und Nörgelei in Szene setzen wollen. Nicht Kritik ist aus meiner Sicht das Problem, sondern die Art, wie sie vorgetragen wird, und vor allem der Verlust jeglicher Bewertunsmasstäbe.

Das sah man zuletzt ganz gut an diesem unsäglichen Settembrini-DRSP-Thread, wo gegen eine Umfrage von Fans für Fans mit einer Beteiligung von 2000 Leuten tatsächlich Systemtheorie, höhere Statistik und sowieso und überhaupt das ganze aufgeklärte Abendland in Stellung gebracht und ständig irgend eine "Marginalisierung"herbeihalluziniert wurde. Wenn Dummheit und Geltungssucht so nichtswürdig zusammentreffen, ist das schon ein bisschen unerträglich, ja.

Woran`s liegt? Ich nehme an, Rollenspiel ist ein Nischenhobby, in dem im wesentlichen die immer gleichen Leute um Anerkennung buhlen. Mit etwas Mühe ist man hier schnell wer, und kann sich auf die Schulter klopfen. Grosser Fisch im kleinen Teich, halt. Gleichzeitig leidet man darunter, dass die Arbeit ausserhalb dieser Nische keiner mitkriegt, und versucht immer hysterischer, auf sich aufmerksam zu machen.

Dazu kommt, dass viele Rollenspieler überdurschnittlich gebildete junge Männer sind, die viel wissen und damit wenig ausrichten können. Da müssen dann die mühsam erworbenen Kompetenzen raus, auch wenn das an der Stelle vielleicht gar nicht gefragt ist. Nicht zuletzt ist Rollenspiel immer noch ein stark männlich geprägtes Hobby, und wir erleben dann auch das typische männliche Diskussionsverhalten, wo jeder als Sieger mit dem längsten und dicksten vom Platz gehen will (und davon ist sogar der kluge Eingangsbeitrag nicht frei, wenn da von "lendenlahm" und "Schlappschwanz" die Rede ist...Kreativität gelich Potenz und so).

Machen kann man da gar nichts, fürchte ich. Vielleicht ist die beste Methode wirklich, dem Fandom den Rücken zu kehren und friedlich Rollenspiele zu spielen oder auch nicht. Es zwingt einen ja keiner, sich den Quatsch anzutun.   


Offline Falcon

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volle Zutstimmung Wjassula.

Jestocost kann ich im im großen und ganzen auch zustimmen, zusammen mit der "Nischenhobby" Thematk sind das vielleicht wirklich Charakteristische Problem beim Rollenspiel und weniger allgemeingültig. Nun zumindest konzetriert es sich in so einem Bereich.

Ich bekomme das immer leidig in Foren zu spüren wenn ein Thread sich um Sachliche Bearbeitung bemüht aber richtige Aktivität nur zustande kommt wenn die Poster ihren Platz nutzen können um ihre (grundsätzlich ablehnende) Meinung rauszuposaunen, den Autor in die Ecke zu treiben oder anderweitig zu zeigen das erstmal alles schlecht ist oder falsch was bisher geschrieben wurde. Oft wird sich gegenseitig an Dingen aufgehangen die eigentlich gar keine Bedeutung für das Thema haben, aber hey, man hat einen Fehler gefunden.
Wird dann versucht für Ruhe zu sorgen oder Proletentum im Keim erstickt leeren sich die Threads dann ganz schnell und sterben ab weil sie "langweilig" werden und man sich mit dem Thema oder den Mitpostern auseinandersetzen müsste.
Richtige (Rollenspiel)Probleme konnte ich hier in den seltensten Fällen lösen aber wo sonst kann man auf so viel theoretischer Unterstützung hoffen. Nicht alles kann man Rundenintern lösen.

ImForum kann man sich die Leute halt nicht aussuchen mit denen man sich abgibt.
Das sind gar nicht mal die richtigen cholerischen Ausrutscher die mich stören, da hilft selber ruhig bleiben, sondern diese Hinterpfotzigkeit.
Zum Thema "männlicher diskussionsstil": Ich versuche nie grundlos Vorwurfsvoll zu sein aber wenn man dann auf diese Art blöde angemacht wird, versuche natürlich auch ich mich zu wehren, wie die meissten anderen sicher auch. Nur tritt der (oder die!) Mitposter dann gleich nochmal rein, denn auf einmal fühlen sie sich angegriffen.
« Letzte Änderung: 22.03.2006 | 16:38 von Falcon »
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Offline Settembrini

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Warum gibt es so viele KonsensKuschler und politisch Korrekte in der Szene, das sie in ewigem Stillstand zu verharren scheint?
Warum gibt es so viele angepaßte Langweiler, die alle Lehrsätze der PC aus den Massenmedien internalisiert haben?
Warum gibt es so viel Gelaber und so wenig Substanz?
Warum macht mancher mehr Glossar als Abenteuer?
Warum gibt es mehr ungespielte 24/72h Systeme als deutsche D&D Abenteuer? (na gut das ist ein Spezialfall...)
Warum dringt die deutsche Gemütlichkeit in Biedermeierlicher Ausprägung in jede sog. Community?
Warum gefällt das so vielen?
Warum werden Diskurse abgewürgt, sobald sie interessant werden?
Warum schreiben viele Lieber ellenlange Posts um zu erklären warum etwas nicht geht, anstatt etwas positives zu bewegen?
Warum muß immer Frieden herrschen?


Und die ultimative Frage:

Warum trägt Günther Strack
keinen Anorack?

Ich frag Warum, ja warum, ja warum,
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Preacher

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Warum gibt es so viele KonsensKuschler und politisch Korrekte in der Szene, das sie in ewigem Stillstand zu verharren scheint?
Andere Frage: Braucht man denn Provokateure und Nervbolzen, damit sich etwas bewegt.

Warum gibt es so viele angepaßte Langweiler, die alle Lehrsätze der PC aus den Massenmedien internalisiert haben?
Warum betrachten manche eine Vorliebe zu "gut miteinander auskommen" als Charakterfehler?

Warum gibt es so viel Gelaber und so wenig Substanz?
Ja, warum eigentlich?

Warum macht mancher mehr Glossar als Abenteuer?
Warum braucht man Glossare, Lexika und Nachschlagewerke im allgemeinen, wenn man sich doch seine Begrifflichkeiten selbst definieren und dann auf die angepassten Weicheier herabschauen kann?

Warum gibt es mehr ungespielte 24/72h Systeme als deutsche D&D Abenteuer?
Warum lassen Leute gern ihrer Kreativität freien Lauf und versuchen, neue Mechanismen und Spielprinzipien zu entwickeln um das Hobby voranzubringen?

Warum dringt die deutsche Gemütlichkeit in Biedermeierlicher Ausprägung in jede sog. Community?
Warum müssen manche immer versuchen, unter dem Vorwand der Progression Unfrieden zu stiften?

Warum gefällt das so vielen?
Warum tun sich die Leute, denen das nicht gefällt das denn an, statt eigene Plattformen mit anderen Regeln zu schaffen?

Warum werden Diskurse abgewürgt, sobald sie interessant werden?
Warum haben verschiedene Individuen andere Kriterien, an denen sie messen, ob ein Diskurs interessant ist?

Warum schreiben viele Lieber ellenlange Posts um zu erklären warum etwas nicht geht, anstatt etwas positives zu bewegen?
Nochmal: Ja, warum eigentlich?

Warum muß immer Frieden herrschen?
Warum muß man denn auf Teufel komm raus einen Streit vom Zaun brechen?

Warum trägt Günther Strack
keinen Anorack?

Ich frag Warum, ja warum, ja warum,
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Darauf wieder ein Zitat:
Warum gibt es so viel Gelaber und so wenig Substanz?
« Letzte Änderung: 23.03.2006 | 10:28 von Preacher »

Offline Visionär

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Na, da hat Unrat Behrens mal wieder seine ganze Eloquenz und sprachliche Expertise in einen die Augen öffnenden Post verpackt. Ganz schön schlimm diese ganzen Leute, die das Hobby Rollenspiel in seiner Größe mindern und es damit herabsetzen. Ein Glück gibt es dich!

Hat sich eigentlich jemand den Link zu dem Buch angeschaut? Das erklärt ganz gut eine biologische Hypothese, woher Angeberei kommt.
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Offline Merlin Emrys

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Jedes Posting ist Selbstdarstellung.
Jedes Posting enthaelt einen Anteil an Selbstdarstellung. Aber nicht jedes Posting ist nur Selbstdarstellung.

Wenn ich mich zu einen Thema aeussere (was in Foren ueberwiegend der Fall ist), koennen meine Aeusserung zwei Motivationen zugrundeliegen:
1.) Ich stelle mich selbst gern dar.
2.) Das Thema interessiert mich, und ich moechte dazu etwas beitragen.
Meist sind beide Motivationen miteinander verquickt, mal ueberwiegt die eine und mal die andere. Was einen anderen Schreiber motiviert, laesst sich aus dem Geschriebenen nicht exakt herleiten (auch "gute sachbezogene" Beitraege koennen vornehmlich aus der ersten Motivation geschrieben worden sein, und manche Leute erzeugen leider trotz der zweiten nur... sein wir mal nicht so, "schwache" Beitraege.

Einen Hinweis kann man allerdings mE aus dem Umgang mit Kritik ableiten: Leute, die ueberwiegend aus Motivation 1 heraus schreiben, nehmen Kritik leicht mal persoenlich, gerade wenn sie ungeschickt formuliert wurde: Immerhin kratzt da jemand an ihrer Selbstdarstellung. Leute mit Motivation 2 versuchen mit Kritik, auch wenn sie ungeschickt war, konstruktiv umzugehen - es koennte ja sein, dass sie noch etwas neues uebr das Thema erfahren.
(Man kann das ganze auch auf ganze Foren uebertragen. Es gibt Foren, in denen ganz ueberwiegend fachliche Fragen geklaert werden und in denen der "Selbstdarstellungsanteil" allenfalls darin besteht, dass jemand zeigt, dass er erstens fachlich gut und zweiten hilfsbereit ist... aber das versteckt sich gut im thematischen Teil und kann problemlos ueberlesen werden.)

Offline Settembrini

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@Merlin:  Genau so ist es.  :d
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Mc666Beth

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"Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun." Orson Welles

Offline Big B.

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Crazee

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Zu der Frage mit der Selbstdarstellung usw. empfehle ich "Miteinander reden - Teil 1" von Schulz von Thun.

Das ist ein hamburger Uniprofessor, der zum Thema Kommunikation eine "4 Botschaften einer Nachricht"-Theorie aufgestellt hat, die man genau auf Streitgespräche, Diskussionen, Ansagen und auch Foeren etc. anwenden kann.

Bei Bedarf kann ich das auch weiter ausführen  :-X

Offline Merlin Emrys

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Zu der Frage mit der Selbstdarstellung usw. empfehle ich "Miteinander reden - Teil 1" von Schulz von Thun.
Verflixt... hätte das als Quellenangabe dazugehört? *rot werd* :)

Crazee

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Naja, Du hast es ja auf 2 "Botschaften" komprimiert. Und ich "liebe" dieses Buch. Man sollte das ganze nur nicht im Alltag verwenden, da wird man rammdösig von. Aber für den einen oder anderen Fall kann man das sehr gut anwenden.

Offline Settembrini

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Den Schmunzius mit den vier Botschaften lernt auch jeder Bw Unteroffizier, naja mittlerweile muß man ja Feldwebel sagen, wie ich zu berichten weiß.

Wichtig ist doch:
Was wird auf der Sachebene gesagt?

Und da versagen die meisten, bzw. haben Gehalt nahe null.
In fast allen (deutschen Foren aber auch auf RPGNet) geht es vor allem um "Gemeinschaft" und Bestätigung ohne zu werten. Ohne diese Wertung lädt man sich aber jeden Horst ein, und alles ist gut. "Hauptsache es macht Spaß" oder "Jeder darf spielen, was er will" ist eine Verhätschelung, die das Hobby zum Magneten für konfliktscheue Leute macht, die zudem noch dauernd Bestätigung suchen. Die Vertreiben mit ihren Komplexen dann die schweigende normale Mehrheit. Diesem sozialem Abstieg entgegenzuwirken, bedarf es Wertung.
Da die meisten sich aus diesen:
http://sean.chittenden.org/humor/www.plausiblydeniable.com/opinion/gsf.html
Gründen scheuen, zu werten und auszuschließen, müssen andere umso radikaler Werten und Verurteilen was so falsch läuft. Sonst gibt es nurnoch Kuschelposts und GuildWars spielende "aktive" in der Szene.

[Beziehungsebene dieses Posts: "Ich bin Misverstanden, versteh mich richtig!"]
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Offline 1of3

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Ohne diese Wertung lädt man sich aber jeden Horst ein, und alles ist gut.

Ich finds echt Klasse, dass du deine eigene Position kognitiv schon so gut erfasst hast. Du solltest noch ein bischen an der affektiven Ebene arbeiten, aber dieser Fortschritt war ja bestimmt schon ein großer Schritt für dich.
« Letzte Änderung: 23.03.2006 | 14:56 von 1of3 »

Mc666Beth

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[...]

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Offline Settembrini

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Zitat
Ich finds echt Klasse, dass du deine eigene Position kognitiv schon so gut erfasst hast. Du solltest noch ein bischen an der affektiven Ebene arbeiten, aber dieser Fortschritt war ja bestimmt schon ein großer Schritt für dich
Im Gegensatz zu Dir, kann ich ohne GroFaFo gut leben. Wenn ich hier als "Community" Störer rausgeschmissen werde, zeigt das besser als alles andere, daß "Gemeinschaft" hier vor allem anderen Geschätzt wird. Wenn dem so sein sollte, will ich hier garnicht sein. Ich will ja auch nicht im BlueRose-Forum sein. Stört mich auch nicht. Aber so klar finde ich ist das nicht, daß das GroFaFo ein Kuschelhaufen sein will. WENN es aber so sein sollte, bin ich hier tatsächlich fehl am Platze.
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Offline Falcon

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mir wäre ein wenig mehr Kuschelhaufen eigentlich gerade Recht.
Normalerweise werde ich im Forum nämlich nur mit Leuten konfrontiert die versuchen meine Posts absichtlich miszuverstehen, die Aussagen ignorieren oder einfach so nicht akzeptieren, und zwar unprovoziert weil sie sich aus dem Nichts grundlos angefriffen fühlen oder unmotiviert provozieren, was ihmo am Schlimmsten ist.
Manche bezeichnen das ja auch gerne als "Stimmung machen" und "alles nicht so ernst nehmen".
Ich kann nur hoffen das mir das nicht so häufig passiert. Ich bemüh' mich.

Ausnahmen bestätigen da die Regel und sind sehr angenehm.

die Riesentoleranz zeigt sich eher nur Oberflächlich, mir unverständlich wie man das mit Kuschelhaufen verwechseln kann.
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Offline Boba Fett

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Den Schmunzius mit den vier Botschaften lernt auch jeder Bw Unteroffizier, naja mittlerweile muß man ja Feldwebel sagen, wie ich zu berichten weiß.

Wichtig ist doch:
Was wird auf der Sachebene gesagt?
Und da versagen die meisten, bzw. haben Gehalt nahe null.
Nette Behautung. Wie möchtest Du diese belegen?
Ohne Beleg bleibt dies eine These, die jeder mit einem "nö" quittieren kann
weil sie völlig gewichtslos ist.
Zitat
In fast allen (deutschen Foren aber auch auf RPGNet) geht es vor allem um "Gemeinschaft" ...
Und das ist schlecht?
Zitat
Ohne diese Wertung lädt man sich aber jeden Horst ein, und alles ist gut.
Nein, die Horste kommen auch so.
Ohne Wertung vermeidet man aber das Rumgeflame der Horste.
Es ist doch nicht schlecht, wenn alles gut ist.
Zitat
"Hauptsache es macht Spaß" oder "Jeder darf spielen, was er will" ist eine Verhätschelung, die das Hobby zum Magneten für konfliktscheue Leute macht, die zudem noch dauernd Bestätigung suchen.
Das ist Deine Meinung. Sie hat weder eine Begründung, noch einen Beleg.
Ich bin da völlig anderer Meinung und halte diese Ansicht für ziemlichen Unsinn.
Zitat
Die Vertreiben mit ihren Komplexen dann die schweigende normale Mehrheit.
Konfliktscheue Leute vertreiben die Mehrheit?
Ich denke, sie sind konfliktscheu.
Ich denke nicht, dass die Mehrheit von soetwas vertrieben werden kann...
Zitat
Diesem sozialem Abstieg entgegenzuwirken, bedarf es Wertung.
Wieder eine Meinung...
Wieder kein Beleg oder Beispiel.
Findest Du, dass es im Grofafo sich genauso verhält, wie Du beschreibst?
Speziell gefragt: Findest Du, dass hier ein sozialer Abstieg stattfindet?
Zitat
Da die meisten sich aus diesen:
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Gründen scheuen, zu werten und auszuschließen, müssen andere umso radikaler Werten und Verurteilen was so falsch läuft.
Warum müssen sie das?
Muss je harmonischer ein Forum existiert irgendjemand um so radikaler um sich schlagen, nur damit was passiert?
Oder können Themen nicht einfach mal als "ausdiskutiert" gelten und man einen Konsens gefunden haben..?
Muss es immer Randale geben?
Und nur, weil ein Randalierer um sich schlägt, hat der dann Recht?
Und wenn er im unrecht ist, was nützt dann seine Randale, ausser dass er Krach schlägt und die Leute verärgert?
Zitat
Sonst gibt es nurnoch Kuschelposts und GuildWars spielende "aktive" in der Szene.
Man muss Randale betreiben, um nicht in Langeweile zu versinken...
Vollkommener Unsinn...!
Zitat
[Beziehungsebene dieses Posts: "Ich bin Misverstanden, versteh mich richtig!"]
Ich denke, ich verstehe Dich sehr gut.
Wenn ich irre, korrigiere mich.
Zitat
[Appel dieses Posts: "Wertet mehr und laßt nicht jede Meinung gelten!"]
Deine Meinung halte ich für groben Unfug.
Das ist meine Wertung!
« Letzte Änderung: 23.03.2006 | 15:19 von Boba Fett »
Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!

Power Gamer: 38% / Butt-Kicker: 83% / Tactician: 88% / Specialist: 29% / Method Actor: 58% / Storyteller: 81% / Casual Gamer: 58%

Offline 8t88

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OT:
Naja, mit dem "Grossen Familien Forum" ;) das ist schon nicht von ungefähr... es kommt darauf an, um welches Thema es sich dreht... mich persönlich stören persönliche Anfeindungen... es ist etwas anderes als Wenn ich über Meinungen Diskutiere, als Wenn ich mich mit einer Person streite.
Live and let rock!