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Autor Thema: Filme und Serien - Smalltalk  (Gelesen 207022 mal)

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Offline Tegres

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3950 am: 21.01.2019 | 21:22 »
Echt? Ich fand den ersten teilweise unübersichtlich, den zweiten hingegen mochte ich, vor allem die Action. Ganz grandios ist die Verfolgungsjagd, bei der die Kamera ohne Schnitt von einem Wagen in den anderen wechselt. Wenn ich da zum Beispiel an Mortal Engines, aber teilweise auch an Infinity War denke, wo viel im Schnittgewitter untergeht, finde ich Raid 2 gewissermaßen erholsam.

Aber so unterschiedlich ist halt das persönliche Empfinden.

Offline Eisenmeile

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3951 am: 21.01.2019 | 22:07 »
Ein paar gute Szenen sind drin. Aber dann gibt es Szenen, wie die in der U-Bahn oder auf dem Gefängnishof, wo alle 5 Sekunden hart (offensichtlich) geschnitten wird.

Und auch die guten Szenen ändern nichts daran, dass der Film insgesamt viel zu hektisch ist: die Szene eines Mordes in einer schneebedeckten Gasse wird direkt gefolgt von einer Szene auf einem koreanischen Volksfest (nicht mehr im Winter), aber statt diese (wirklich coole) Kulisse zu nutzen, verlegt man die Prügelei in eine Nebenstraße und dann in eine Fabrikhalle. Und dann gibt es noch eine wirre Taxifahrt (die nichtmal eine Sekunde dauert) und dann eine kurze Prügelei (wieder nur wenige Sekunden) in einem Nudelrestaurant. Das ist mir einfach zuviel "gewollt, aber nicht gekonnt" - zuviel verschenktes Potential.

Die von dir genannten Filme kenne ich nicht, aber zuletzt war ich ziemlich beeindruckt von "Atomic Blonde", wo mit deutlich weniger (sichtbaren) Schnitten ausgekommen wird.

Offline Tegres

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3952 am: 21.01.2019 | 22:13 »
Wir haben einen genau entgegengesetzten Geschmack :D

Atomic Blonde hat die eine Plansequenz, die wirklich der Hammer war, dafür fand ich den Rest des Films ok. Die letzte Szene war aber sowas von drüber, das hat mir gewissermaßen den ganzen Film madig gemacht.

Die Gefängnishofszene bei the Raid 2 war tatsächlich sehr unübersichtlich. Vielleicht lag das aber auch daran, dass - ja, das muss ich zugeben - ich die asiatischen Schauspieler nicht immer auseinanderhalten konnte. Die restlichen Actionszenen, insbesondere die bereits erwähnte Verfolgungsjagd und das Final, fand ich wirklich beeindruckend.

Sei übrigens froh, dass du Mortal Engines nicht gesehen hat und Infinity War mag man vermutlich nur, wenn man auch die anderen Marvel-Filme mag - was bei mir nicht der Fall ist.

Offline Exar

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3953 am: 22.01.2019 | 10:37 »
Ich mag den zweiten Teil von The Raid auch lieber als den Erstling.
Der hat bei mir dem Hype nicht standgehalten und ich fand den eher durchschnittlich.
Raid 2 hatte wenigstens in Ansätzen so etwas wie eine Geschichte.

Offline Tegres

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3954 am: 22.01.2019 | 10:56 »
Ich mag den zweiten Teil von The Raid auch lieber als den Erstling.
Der hat bei mir dem Hype nicht standgehalten und ich fand den eher durchschnittlich.
Raid 2 hatte wenigstens in Ansätzen so etwas wie eine Geschichte.
Genau das!

Offline lowfyr

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3955 am: 22.01.2019 | 11:51 »
Gestern mal wieder Professor Marston & the Wonder Women  angesehen. Vor allem die Entstehung und Weiterentwicklung der Beziehung der drei wird sehr gut dargestellt. Und natürlich die Folgen in den Vereinigten Staaten während der Zeit nicht der allgemeinen Norm zu entsprechen.

Offline Eisenmeile

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3956 am: 22.01.2019 | 13:07 »
Raid 2 hatte wenigstens in Ansätzen so etwas wie eine Geschichte.

OK, da muss ich nochmal nachhaken: was war eigentlich die Geschichte von Raid 2. Das habe ich nicht verstanden. Das wurde im Laufe des Films auch immer konfuser: warum gibt es plötzlich drei Unterwelt-Fraktionen, wenn bisher immer nur von zweien (Beiyo und dem alten Mann) die Rede war? Und wohin verschwindet die supergeheime Anti-Korruptionseinheit der Polizei in der zweiten Hälfte des Films? Haben die Drehbuchschreiber vergessen, dass diese existiert? usw. usf.

The Raid hatte eine recht simple Story, aber die war wenigstens gut erzählt (und es waren zwei Twists drin - die waren zwar sehr vorhersehbar, aber es waren zumindest zwei Twists mehr, als im zweiten Teil).

@Tegres: Meinst du mit "das Final" den Kampf in der Küche? Denn das war imo eine der schlechtesten Szenen des Films.

Offline Teylen

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3957 am: 22.01.2019 | 15:02 »
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3958 am: 22.01.2019 | 15:09 »
Oha! Ein deutscher Film wurde sogar 2x nominiert
Ich bin viel lieber suess als ich kein Esel sein will...
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Nicht Sieg sollte der Zweck der Diskussion sein, sondern
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Joseph Joubert (1754 - 1824), französischer Moralist

Offline Tegres

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3959 am: 22.01.2019 | 15:27 »
Keine Ahnung, was "Black Panther" da macht (naja, eigentlich schon: Mal will die juengere ZielgruppeTM auch fuer die Oscars begeistern.), aber ich bin sehr froh, dass "First Man" nicht fuer den besten Film nominiert worden ist. Dessen Wackelkamera war einfach nur anstrengend und das Drehbuch unfassbar kitschig. An den Nominierungen merkt man leider, dass 2018 echt kein gutes Filmjahr war bzw. die Academy mal wieder blind fuer die mittelgrossen Perlen sowie Genrefilme ist. Besonders gut wird das an BlackKkKlansman und Bohemian Rhapsody deutlich, die zwar beide tolle Filme sind, aber eben nicht herausragend.

Offline Exar

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3960 am: 22.01.2019 | 15:58 »
Ah danke, hab die Nominierungen übersehen. Nun kann ich erstmal meine Watchlist/Leihlisten ergänzen.

Keine Ahnung, was "Black Panther" da macht (naja, eigentlich schon: Mal will die juengere ZielgruppeTM auch fuer die Oscars begeistern.), aber ich bin sehr froh, dass "First Man" nicht fuer den besten Film nominiert worden ist. Dessen Wackelkamera war einfach nur anstrengend und das Drehbuch unfassbar kitschig. An den Nominierungen merkt man leider, dass 2018 echt kein gutes Filmjahr war bzw. die Academy mal wieder blind fuer die mittelgrossen Perlen sowie Genrefilme ist. Besonders gut wird das an BlackKkKlansman und Bohemian Rhapsody deutlich, die zwar beide tolle Filme sind, aber eben nicht herausragend.

Ja, nicht nur Black Panther, auch Blackkklansman hat da imo nix zu suchen.
Beide Filme haben mir gefallen, aber es sind nur gute Filme, nichts außergewöhnliches oder preiswürdiges.
Adam Driver fand ich in anderen Filmen wie z.B. Paterson oder Inside Llewyn Davis auch besser.
Keine Ahnung was an seinem Spiel in Blackkklansman so besonders sein soll.

Gespannt bin ich auf Can You Ever Forgive Me? da Melissa McCarthy schon bei St. Vincent gezeigt hat, dass sie es kann, wenn sie endlich von diesem dümmlichen Fette-Frauen-Klamauk wegkommt.

Bei At Eternity's Gate bin ich etwas vorsichtig, da Loving Vincent den Van Gogh-Maßstab sehr hoch angesetzt hat vor Kurzem.

Interessant könnte der Animationsoscar werden. Mal kein automatischer (und auch häufiger mal unverdienter) Preis für Pixar/Disney?
Immerhin gibt es ja Konkurrenz durch Spider-Man. Atari's Reise wird wohl chancenlos sein, obwohl das ein toller Film ist.

Offline Tegres

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3961 am: 22.01.2019 | 16:27 »
Interessant könnte der Animationsoscar werden. Mal kein automatischer (und auch häufiger mal unverdienter) Preis für Pixar/Disney?
Immerhin gibt es ja Konkurrenz durch Spider-Man. Atari's Reise wird wohl chancenlos sein, obwohl das ein toller Film ist.
Spider Man hab ich leider nicht gesehen (lief hier nur in 3D und da hab ich keinen Bock drauf), aber Isle of Dogs fand ich gut, auch wenn mir andere Wes Anderson Filme besser gefallen. Ich denke aber, Wes Anderson wird nicht gewinnen. Er war schon sehr haeufig nominiert, aber zu einer Auszeichnung kann sich die Academy einfach nicht durchringen. Ich glaube nicht, dass sich das dieses Jahr ändern wird.

Beim besten Film tippe ich mal sehr stark auf Vice. Blackkklansman ist schon zu politisch, Queen und damit Bohemian Rhapsody in den USA nicht so polurär wie in Europa, Black Panther war nur fuers Nominieren da, siehe oben, The Favourite ist der Academy zu lustig und abgedreht, A Star is Born wird als Regiedebüt nicht ausgezeichnet (das gab es erst drei oder vier Mal), Roma wird es wegen der Netflix-Sache auch nicht, Green Book ist von Peter Farelly, der Movie 43 verbrochen hat, was ihm insbesondere die daran beteiligten Personen ankreiden duerften.

Ich nehme gerne Wetten an  ;D


Edit:
@Tegres: Meinst du mit "das Final" den Kampf in der Küche? Denn das war imo eine der schlechtesten Szenen des Films.
Ja, meine ich. Unsere Geschmäcker sind halt verschieden. Aber solange du keine Marvel-Filme magst...  ~;D

Offline Exar

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3962 am: 22.01.2019 | 16:46 »
Spider Man hab ich leider nicht gesehen (lief hier nur in 3D und da hab ich keinen Bock drauf), aber Isle of Dogs fand ich gut, auch wenn mir andere Wes Anderson Filme besser gefallen. Ich denke aber, Wes Anderson wird nicht gewinnen. Er war schon sehr haeufig nominiert, aber zu einer Auszeichnung kann sich die Academy einfach nicht durchringen. Ich glaube nicht, dass sich das dieses Jahr aendern wird.

Nein, das glaube ich auch nicht. Außerdem gewinnt den Animationsoscar fast immer der Mainstream und nicht der bessere Film (einzige Ausnahme: Chihiro).
Wobei Isle of Dogs jetzt auch nicht zu seinen absolut besten Werken zu zählen ist. Selbst von den beiden Stop-Motions ist es der schwächere Streifen. Fantastic Mr. Fox gefällt mir besser.
Aber immerhin hat Grand Budapest Hotel schonmal einige Statuetten gewonnen, wenn auch nicht Anderson persönlich.

Offline Mr Grudenko

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3963 am: 22.01.2019 | 17:38 »
Atomic Blonde hat die eine Plansequenz, die wirklich der Hammer war, dafür fand ich den Rest des Films ok. Die letzte Szene war aber sowas von drüber, das hat mir gewissermaßen den ganzen Film madig gemacht.

In Bezug auf die Ästhetik oder in Bezug auf die Plotentwicklung?
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Offline Jiba

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3964 am: 22.01.2019 | 17:44 »
Wow, so viel würde hier auf dem Board noch nie über die Oscars gesprochen. In keinem Jahr.

Ich werde mir erstmal alle Best Picture nominierten Filme ansehen.

„Black Panther“ ist sicher einer der besten Marvel, „Bohemian Rhapsody“ war überhyped, „BlackkKlansman“ fand ich ziemlich großartig. Mal sehen.
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Offline Tegres

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3965 am: 22.01.2019 | 17:55 »
In Bezug auf die Ästhetik oder in Bezug auf die Plotentwicklung?
Sowohl als auch. Die Hauptfigur wurde damit zur Superheldin hochstilisiert. Ich hätte es ehrlich gesagt gefeiert, wenn sie am Ende tatsächlich gestorben wäre. So war das ein extremer Wink mit dem Zaunpfahl im Sinne von: Und in zwei jahre kommt die Fortsetzung, freut euch schon mal! Keine Ahnung, ob es wirklich eine geben wird, aber dieses ständige Türchen-Aufhalten für Sequels geht mir tierisch auf den Senkel.

Wobei Isle of Dogs jetzt auch nicht zu seinen absolut besten Werken zu zählen ist. Selbst von den beiden Stop-Motions ist es der schwächere Streifen. Fantastic Mr. Fox gefällt mir besser.
Sehe ich auch so, wobei bei Anderson das Grundniveau schon immer sehr hoch ist, im Vergleich zu anderen Regisseure. Ich habe leider noch nicht alles gesehen, aber bis war wirklich kein mittelmäßiger oder gar schlechter Film drunter. Grand Budapest Hotel ist sogar in meinen Top 4.

Offline Eisenmeile

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3966 am: 22.01.2019 | 18:16 »
Ja, nicht nur Black Panther, auch Blackkklansman hat da imo nix zu suchen.

Ebensowenig wie "Bohemian Rhapsody" oder "A Star is born" (auch "Vice" würde ich eher grenzwertig einordnen). Aber wahrscheinlich wird es sowieso entweder "Roma" oder "The Favourite", insofern...

Offline Jiba

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3967 am: 22.01.2019 | 18:19 »
Okay, das ist doch mal was. Jeder macht eine alternative Best-Picture-Liste mit Begründung.
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Offline Eisenmeile

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3968 am: 22.01.2019 | 18:54 »
@Atomic Blonde: ich fand den erfrischend bodenständig, so unterschiedlich sind die Ansichten. Die Protagonistin musste immer auf Umgebungsfaktoren und/oder Waffen zurückgreifen und es sah trotzdem nicht so aus, als würde sie ihre Gegner vollkommen mühelos niedermachen.

Eher hatte ich beim "Mückenspray 2" das Gefühl, dass der Protagonist zum Superhelden mutiert (so oft wie er seinen Gegner durch die Kante wirft und dann hinterherstiefelt - und er hat nichtmal die Ausrede ein Kraftmeier zu sein, sondern wurde bisher immer ein agiler Techniker dargestellt). Das hat mich besonders im Endkampf gestört - neben den vielen Schnitten und der Tatsache, dass der Kampf zwar in einer Küche stattfand, aber kein einziges Mal Küchenutensilien als improvisierte Waffen zum Einsatz kamen (hatte der Protagonist offensichtlich nicht nötig, da er dem Messertypen auch unbewaffnet überlegen war, aber so war es halt ein Kampf, der ziemlich ähnlich zu dem aussah, was man im restlichen Film schon gesehen hat (besonders der Kampf im Pornostudio etwas früher im Film - da gab es sogar eine nahezu identische Einstellung, wie der Protagonist seinen Gegner über einen Tisch wirft und dann hinterher springt)).

Offline Tegres

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3969 am: 22.01.2019 | 18:56 »
@Atomic Blonde: ich fand den erfrischend bodenständig, so unterschiedlich sind die Ansichten. Die Protagonistin musste immer auf Umgebungsfaktoren und/oder Waffen zurückgreifen und es sah trotzdem nicht so aus, als würde sie ihre Gegner vollkommen mühelos niedermachen.
Aber genau das wird meines Erachtens nach durch die letzte Szene konterkariert. Ohne die letzte Szene wäre der Film in der Tat gut.

Offline Sashael

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3970 am: 22.01.2019 | 19:00 »
Sowohl als auch. Die Hauptfigur wurde damit zur Superheldin hochstilisiert. Ich hätte es ehrlich gesagt gefeiert, wenn sie am Ende tatsächlich gestorben wäre.
Ich hätte es extrem gefeiert, wenn sie tatsächlich die Böse gewesen wäre und man ihr nicht auf die Schliche kommt und die anderen sie nicht abmurksen wollen. Aber in Hollywood gibts ja keine Bösewichte, die zum Schluss triumphieren. Von gaaaaanz seltenen Ausnahmen mal abgesehen (Keyza Sozee).

Sehe ich auch so, wobei bei Anderson das Grundniveau schon immer sehr hoch ist, im Vergleich zu anderen Regisseure. Ich habe leider noch nicht alles gesehen, aber bis war wirklich kein mittelmäßiger oder gar schlechter Film drunter.
Darjeeling Limited war doch ziemlich lame. Aber ansonsten muss ich dir Recht geben. Auch Isle of Dogs schlägt das Gros der Hollywoodfilme um Längen.
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Offline Tegres

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3971 am: 22.01.2019 | 19:05 »
Ich hätte es extrem gefeiert, wenn sie tatsächlich die Böse gewesen wäre und man ihr nicht auf die Schliche kommt und die anderen sie nicht abmurksen wollen. Aber in Hollywood gibts ja keine Bösewichte, die zum Schluss triumphieren. Von gaaaaanz seltenen Ausnahmen mal abgesehen (Keyza Sozee).
Stimmt, das wäre das noch bessere Ende gewesen. Vielleicht sollte man irgendwie umschneiden  ;D

Offline Mr Grudenko

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3972 am: 22.01.2019 | 19:28 »
Sowohl als auch. Die Hauptfigur wurde damit zur Superheldin hochstilisiert.

Ok, das kann ich nachvollziehen.
Für mich war das kein großer Bruch, weil das auf der Metaebene zu den zitierten Filmen (s.u.) passte.
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Offline JohnnyPeace

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3973 am: 22.01.2019 | 19:45 »
Da ist grade ganz an mir vorbei gegangen, daß ja die 3. Staffel von True Detective seit vorletzter Woche ausgestrahlt wird. Leider zum Kaufen auf Amazon oder bei Sky. In sofern wirds etwas dauern, bis ich die irgendwie gucke. Aber ich bin gespannt drauf, hat ja ein paar Vorschusslorbeeren bekommen.

Guckt die einer? Kann wer was dazu sagen?
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Offline Eisenmeile

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #3974 am: 22.01.2019 | 20:46 »
Ich hätte es extrem gefeiert, wenn sie tatsächlich die Böse gewesen wäre und man ihr nicht auf die Schliche kommt und die anderen sie nicht abmurksen wollen. Aber in Hollywood gibts ja keine Bösewichte, die zum Schluss triumphieren. Von gaaaaanz seltenen Ausnahmen mal abgesehen (Keyza Sozee).

Also für mich ist Lorraine schon eine Bösewicht (soweit man das in einem derart grauem Setting, wo wirklich jeder Dreck am Stecken hat, überhaupt sagen kann). Und obwohl die Russen ihr (mehr oder weniger) auf die Schliche kommen, so kommt sie trotzdem mit dem durch was sie macht und spielt ihr Doppelspiel weiter - diesmal mit dem CIA.