Autor Thema: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback  (Gelesen 176070 mal)

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Offline Wisdom-of-Wombats

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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #950 am: 18.05.2013 | 11:02 »
Fokussierte (oder auch Indie) RPGs haben häufig den Vorteil, dass sie das, was sie können sollen, wirklich gut machen, weil die Regeln eben auf ein bestimmtes Designziel zugeschnitten sind. Anstatt nun mit einem breitangelegten System (a la DSA) durch diverse Regionen der Spielwelt zu tingeln und verschiedene Genres mit einem Regelwerk (gilt auch für Universalsysteme) zu bespielen, wird halt nach dem passenden Nischen-RPG gegriffen, was genau auf ein bestimmtes Genre/Spielstil zugeschnitten ist.
Zusätzlich sind sich viele hier auch sehr bewusst, welchen Stil sie gerade im Moment spielen wollen und greifen da gezielt nach dem passenden RPG.

Oder liege ich da falsch?

(Ich persönlich bevorzuge charakterzentrierte Geschichten, daher liebe ich FATE, weil es genau das kann.)

Das SpliMo da nen schweren Stand als bewusst "unfokussiertes" System hat (nicht wertend gemeint), ist denke ich nachvollziehbar.

Erstens: Der Fokus der Indie-Spiele ist teilweise rasiermesserscharf und zeigt damit, wie man es für ein "unfokussiertes" System nicht machen sollte. Man kann bei den Indie-Spielen aber lernen, wie man bestimmte Design-Entscheidung trifft und angeht und auch wie man sich von dem Problem "physikalische Simulation soll kinoreife Spielabende darstellen" löst.

Zweitens: FATE ist nicht mehr Indie. Spätestend mit dem kickass Kickstarter ist man im Mainstream angekommen.

Drittens: SpliMo kann einen ganz einfachen Stand haben. Ein leichtgewichtiges bzw. leichtverdauliches Fantasysystem mit guter Settingunterstützung und Freiheiten für Spielleiter und Spieler fehlt in Deutschland noch. V.a. eins mit Breitenwirkung. Die Komplexität sollte halt auf der Skala von 1-10 die 5 nicht überschreiten (D&D3 ist mMn eine 7, Pathfinder und DSA 8 und Rolemaster, Burning Wheel 10).
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Offline La Cipolla

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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #951 am: 18.05.2013 | 11:48 »
Bleibt die Frage, wie viele Leute sowas überhaupt wollen.

Offline Wisdom-of-Wombats

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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #952 am: 18.05.2013 | 11:54 »
Bleibt die Frage, wie viele Leute sowas überhaupt wollen.

Ein einfach zugängliches System? Hoffentlich jeder... aber wenn SpliMo nur eine Art "zweites DSA" wird, dann wohl niemand. Denn dafür gibt es DSA.
Ohnehin würde ich auf die Online Debatten nicht so viel geben, da die meisten Rollenspieler immer noch eine "stille Mehrheit" sind, die sich an den Diskussionen nicht beteiligt. Umgekehrt kann es also heißen, sich zu sehr an den Wünschen der Online Community zu orientieren, ein unverkäufliches Spiel zu produzieren.
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Offline Thandbar

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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #953 am: 18.05.2013 | 11:57 »
Zitat
Bleibt die Frage, wie viele Leute sowas überhaupt wollen.

Der Erfolg von DSA hat aber doch nichts mit seinen Regeln zu tun, oder?
Es war einfach als erster da.
Deshalb würde ich nicht sagen, dass die Regeln von DSA das Spiel zum Mainstream machen oder für dessen Erfolg verantwortlich sind.
DSA hätte für die jetzige Edition auch einen leichteren, narrativeren Ansatz wählen können - ich glaube nicht, dass dies etwas am Erfolg oder Nicht-Erfolg geändert hätte.

Nach meiner Erfahrung - die extrem begrenzt ist - sind sehr leichte Systeme, die gerne äußerst narrativ sein können, für beginnende Spieler sehr gut, um reinzukommen. Die wollen nicht mit Fertigkeiten und Bau-Optionen erschlagen werden, sondern schnell losspielen und mal schauen, wie es sich anfühlt, durch einen Mondpfad zu reisen oder den Angriff auf eine Orkenfeste zu planen.  
Wenn ich mit meiner Schwiegermutter spiele, will die keine seitenlangen Regeln zum Charakterbau oder für tolle Manöver mit dem Degen. Die will wissen, wie viele Kobolde sie mit ihrem Feuerball in Stücke gerissen hat.  :P
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Offline Glühbirne

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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #954 am: 18.05.2013 | 12:04 »
Der Erfolg von DSA hat aber doch nichts mit seinen Regeln zu tun, oder?

Doch auch. Ich kenne einige DSA Spieler die etwas vermissen, wenn sie ihrem Helden nicht die Fertigkeit kochen verpassen können. Oder eben nicht wenn er es nicht kann. 

Offline Galatea

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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #955 am: 18.05.2013 | 12:06 »
Mit DSA verhält es sich ähnlich wie mit Warhammer40k. Die Regeln sind nicht die besten, aber das Spiel hat einfach eine riesige, über die Jahre aufgebaute Fangemeinde, einen großen Stamm an völlig verbleneten Fanboys die auch abgepackte Scheiße kaufen würden solange DSA/Warhammer drausteht, und außerdem sind viele Spieler zu faul sich mit etwas neuem anzufreunden, solange sie wissen dass sie in fast jeder Stadt eine Gruppe finden können.
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Offline La Cipolla

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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #956 am: 18.05.2013 | 12:11 »
Außerdem ist es halt einfach der deutsche Standard, und alles, was rabiat anders ist, wird sich mit Entfremdungserscheinungen auseinandersetzen müssen. GERADE außerhalb der Internet-Community.

Zudem ist es alles andere als selbstverständlich, ein simples, zugängliches System besser zu finden als ein komplexes, schwieriges. Und das ist schon das Vokabular, das man benutzt, wenn man für das einfachere System argumentiert. ;)

Offline Boba Fett

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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #957 am: 18.05.2013 | 15:17 »
Doch auch. Ich kenne einige DSA Spieler die etwas vermissen, wenn sie ihrem Helden nicht die Fertigkeit kochen verpassen können. Oder eben nicht wenn er es nicht kann. 
Aber das ist doch wie mit der Henne und dem Ei.
Diese Erwartungshaltung und die Art und Weise so zu denken, ist durch DSA sozialisiert worden.
Den Spielern wurde vorexerziert, dass so gutes Rollenspiel funktioniert und alles andere schlechtes Rollenspiel sei und damit wurde gleichzeitig die Einstellung herangezüchtet, dass Rollenspielsysteme nur so funktionieren können und alle anderen seien schlechte Systeme.

Gleichzeitig hat man damit zementiert, dass DSA sich niemals verändern können wird, ohne diesen Stammspielern vor den Kopf zu stossen (denn es impliziert ja, dass man zugeben muss, dass dies nicht (mehr) stimmt.

Und wenn man ehrlich ist, dann sind die Diskussionen um die Fertigkeiten (und Waffenfertigkeiten) auch nur Ableger dieser Kultur.

Und ja, die Thesis wird schon lange nicht mehr von der Redaktion propagiert, aber in den Köpfen der Basis steckt dieses "Besserspieler" sein immer noch drin. Ich hoffe, SM wird niemals so, deswegen argumentiere ich auch strikt gegen diese Fertigkeiten. Und insgeheim muss ich manchmal gestehen, dass ein Ende von DSA zwar bedauernswert wäre, aber auch eine interessante Seite hätte - was würden die DSAler dann wohl machen? ewig ihre "last Wdition" hegen?
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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #958 am: 18.05.2013 | 15:36 »
Und insgeheim muss ich manchmal gestehen, dass ein Ende von DSA zwar bedauernswert wäre, aber auch eine interessante Seite hätte - was würden die DSAler dann wohl machen? ewig ihre "last Wdition" hegen?

Bei der Vorstellung überkommt mich irgendwie so ein wohliger Grusel ...
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Offline Teylen

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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #959 am: 18.05.2013 | 15:58 »
Man könnte sich doch einen ganzen Haufen Fluff-Fähigkeiten überlegen. Irgendwas zwischen 10 bis 50.
Dann gibt man darauf einen eigenen Punktepool und eigene Punkte um es zu steigern.
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Offline Xemides

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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #960 am: 18.05.2013 | 16:07 »
Wobei Kochen ein schlechtes Beispiel ist, das ist nämlich sogar teilweise nützlich, nämlich wenn man sich mit ALchemie beschäftigen will  ;D
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Offline Glühbirne

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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #961 am: 18.05.2013 | 16:12 »
Und ja, die Thesis wird schon lange nicht mehr von der Redaktion propagiert, aber in den Köpfen der Basis steckt dieses "Besserspieler" sein immer noch drin.

Das sind nicht mal Besserspieler. Das sind Leute die einfach Spaß am Barbiespiel* haben. Mit denen kannst du auch SaWo oder ähnliches Spielen. Ab und an, aber nicht immer, noch kombiniert mit einem Streben nach "Realismus" im Rollenspiel. Dann kannst du kein SaWo mit denen Spielen. Regeln mit einem höheren Abstraktiongrad sind ihnen schwerer zugänglich. Ich persönlich fände Splittermond auch interessanter wenn man weniger ist mehr beachtet und "Hobbyfähigkeiten" nicht mit "echten Fähigkeiten" zusammengeworfen werden. Bzw  idealerweise gar nicht verregelt.


*Ich hoffe ich benutze den Begriff richtig

Offline Auribiel

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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #962 am: 18.05.2013 | 16:18 »
Gab's das nicht bei TORG, dass jeder sich noch eine Fähigkeit aussuchen durfte, die eigentlich für gar nichts nütze war, aber zur Charabrundung beitrug? (War vielleicht doch nicht TORG, der SL damals hat das irgendwie erfolgreich mit einem anderen System gekreuzt).

Mein Char suchte sich "Schimmelpilze" als skuriles Hobby aus. Fand ich sehr lustig. Ein anderer war Weinkenner, ein dritter... hab ich vergessen, glaub Experte für Horrorfilme oder so.
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Offline Wisdom-of-Wombats

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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #963 am: 18.05.2013 | 16:34 »
...mit einem Streben nach "Realismus" im Rollenspiel.

Spätestens mit der Einführung von Magie stirbt der Realismus einen plötzlichen Verpuffungstod im Feuerball.

Dann kannst du kein SaWo mit denen Spielen. Regeln mit einem höheren Abstraktiongrad sind ihnen schwerer zugänglich. Ich persönlich fände Splittermond auch interessanter wenn man weniger ist mehr beachtet und "Hobbyfähigkeiten" nicht mit "echten Fähigkeiten" zusammengeworfen werden. Bzw  idealerweise gar nicht verregelt.

Warum nicht wie 13th Age? Da hast Du keine Fertigkeiten, sondern Berufe. Und dazu gehört dann im Nicht-Kampfbereich alles, was man in dem Beruf können muss. Ähnliche Fertigkeiten gibt es auch als Teil von Fertigkeitssystemen in anderen Rollenspielen.
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Offline Galatea

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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #964 am: 18.05.2013 | 16:43 »
Das ist der Grund warum ich ein freies Fertigkeitensystem bevorzuge, bei dem die Basisfertigkeiten vorgegeben sind (auch damit man in ungefähr abschätzen kann, was eine Fähigkeit so abdecken sollte), aber man sich nach belieben neue ausdenken darf (natürlich in Absprache mit SL und Gruppe).
Außerdem befürworte ich "Hintergrundfertigkeiten", also Fertigkeiten die nicht so wirklich nützlich sind aber einfach zu Gesamtbild des Charakters beitragen. Eigentlich sollte man die nicht über ein seperates Konto abhandeln müssen, aber da die meisten Spieler Optimierungsfetischisten sind ist das leider oft nötig.
Ein anderes Problem mit solchen Skills ist auch, dass die meisten RPGs beim Start für meinen Geschmack viel zu wenig Punkte geben. Man ist gezwungen zu optimieren um einen halbwegs kompententen Charakter zusammenzubauen, da fallen "Hintergrundfertigkeiten" schon aus Prinzip raus.

Mein Starship Troopers Pionier beispielsweise hatte "Bugs kochen/zubereiten" auf Stufe 4. Eigentlich ziemlich unnütz und eher eine "Gimmickfertigkeit" (zumal sie überleben auf 8 hatte). Sicher hätte man die Punkte besser woanders reininvestieren können (z.B. in irgendeine Waffenfertigkeit), aber die Fertigkeit sagt halt sehr viel über den Charakter aus.
Allerdings hatten wir bei der Charaktererschaffung halt auch gleich 400 EP (d.h. die Charaktere waren schon ziemlich elitär) - da hat man auch viel weniger Hemmungen für sowas Punkte auszugeben. Da macht man sowas schonmal einfach weil man's kann.
« Letzte Änderung: 18.05.2013 | 21:02 von Gwen-Delicia »
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Offline Teylen

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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #965 am: 18.05.2013 | 16:50 »
Gab's das nicht bei TORG, dass jeder sich noch eine Fähigkeit aussuchen durfte, die eigentlich für gar nichts nütze war, aber zur Charabrundung beitrug? (War vielleicht doch nicht TORG, der SL damals hat das irgendwie erfolgreich mit einem anderen System gekreuzt).
In der V20 hat man eine freie Linie pro Fertigkeiten-Listen wo man eine eigene Fertigkeit/Talent/Kenntnis standardmäßig eintragen kann.
Außerdem gibt es Linien auf dem Bogen für andere Fertigkeiten (sekundäre, Lores, etc.) wo man auch kreativ werden könnte.

Wobei mir meine Idee mit der Trennung recht gut gefällt :D
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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #966 am: 18.05.2013 | 17:13 »
Gab's das nicht bei TORG, dass jeder sich noch eine Fähigkeit aussuchen durfte, die eigentlich für gar nichts nütze war, aber zur Charabrundung beitrug? (War vielleicht doch nicht TORG, der SL damals hat das irgendwie erfolgreich mit einem anderen System gekreuzt).

Mein Char suchte sich "Schimmelpilze" als skuriles Hobby aus. Fand ich sehr lustig. Ein anderer war Weinkenner, ein dritter... hab ich vergessen, glaub Experte für Horrorfilme oder so.

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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #967 am: 18.05.2013 | 17:30 »
Zitat
Aber das ist doch wie mit der Henne und dem Ei.
Diese Erwartungshaltung und die Art und Weise so zu denken, ist durch DSA sozialisiert worden.
Den Spielern wurde vorexerziert, dass so gutes Rollenspiel funktioniert und alles andere schlechtes Rollenspiel sei und damit wurde gleichzeitig die Einstellung herangezüchtet, dass Rollenspielsysteme nur so funktionieren können und alle anderen seien schlechte Systeme.

Die Sache mit der Henne und dem Ei hat aber eben auch an sich, dass man NICHT genau sagen kann, was zuerst da war. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Gewohnheit hier eine große Rolle spielt, aber ich fände es vermessen, alles darauf zurückzuführen. Das impliziert auch bloß wieder eine Besserspielermentalität (in eine andere Richtung). ;)

Offline Auribiel

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« Antwort #968 am: 18.05.2013 | 17:35 »
In der V20 hat man eine freie Linie pro Fertigkeiten-Listen wo man eine eigene Fertigkeit/Talent/Kenntnis standardmäßig eintragen kann.
Außerdem gibt es Linien auf dem Bogen für andere Fertigkeiten (sekundäre, Lores, etc.) wo man auch kreativ werden könnte.

Hm... ich meine ich erinnere mich. Das gab's doch auch bei VtM im Spielerhandbuch so? Oder bin ich nu falsch? o.O

Zitat
Wobei mir meine Idee mit der Trennung recht gut gefällt :D
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:D ...wieso denn nicht, wenn die Idee gut ist? ;)
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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #969 am: 18.05.2013 | 17:41 »
Was La Cipolla da am Ende sagt trifft es doch ganz gut. Wie manche hier über bestimmte Systeme und deren Spieler herziehen, weil die Spieler dieser Systeme sich für "Besserspieler" halten... zeigt doch nur das genau diese Leute selber "Besserspieler" sind.

Lasst doch jeden spielen wie er will. Wenn einer Systeme mag wo man zum lesen für jeden Buchstaben nen eigenen Skill braucht... so what... wenn jemand ein Spiel spielen will wo man zu Begin des Abends eine Karte zieht und der Rest ist Geschichten erzählen... so what... und dazwischen gibts so viele Vorlieben und Geschmäcker...

Es schadet sicher nicht Anregungen zu schreiben, damit SpliMo mehr in die Richtung geht wie es Euch gefällt. Letzlich wird aber nichts anderes übrig bleiben als das, wie sonst auch immer, jeder am Ende dieses neue System bewertet nach seinen Vorlieben.

Ich habe auch nichts dagegen wenn jemand jetzt schon Dinge lobend erwähnt oder kritisiert, wenn sie denn bekannt werden (hier im Thema z.B.).

Was mir aber echt auf den Sack geht ist dieses "Besserspieler" Getue. Einfach mal akzeptieren das andere Spieler was anderes mögen und das zu recht.

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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #970 am: 18.05.2013 | 17:52 »
Es schadet sicher nicht Anregungen zu schreiben, damit SpliMo mehr in die Richtung geht wie es Euch gefällt. Letzlich wird aber nichts anderes übrig bleiben als das, wie sonst auch immer, jeder am Ende dieses neue System bewertet nach seinen Vorlieben.

Ich halte es eher gesagt sogar für negativ, wenn SpliMo zu viele Anregungen aufgreift. Gibt dieses schöne Sprichwort "zu viele Köche verderben den Brei". Genau DAS war eins der Probleme von DSA: Dutzende Experten für einzelne Gebiete haben ihre Herzschätzchen eingebracht und am Ende wurde das Regelwerk zu einem riesigen Koloss. Ich weiß, dass ich mich über einige der hier bekannt gewordenen Design-Entscheidungen schon kritisch geäußert habe, aber das sind dann die von dir erwähnten Vorlieben. Schlimmer ist es, wenn SpliMo zu viele Vorlieben bedienen will. Das fragmentiert das System unnötigerweise und macht es zu nicht Fisch noch Fleisch. Lieber sollten die Spiel-Designer die Eier in der Hose haben sich für eine oder einige wenige Elemente zu entscheiden und diese Design-Entscheidungen dann auch mit guten Argumenten begründen können.

Da kommt es dann natürlich nicht gut, wenn Thomas Römer im Interview sprachlos dasteht. Da hätte ein "es ist so, wie wir es wollen, weil wir uns sicher sind, dass es genau SO super wird" schon ausgereicht. Aber das Thema ist denke ich abgehakt und passiert sicher nicht nochmal.
Insofern hoffe ich, die SpliMoler lassen sich nicht dreinreden in das was SIE wollen und zu vertreten haben.
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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #971 am: 18.05.2013 | 17:56 »
Da gebe ich Dir recht. Gerade aber das ist ja die Kunst wenn man ein System so "öffentlich" designed. Anregungen sehen, drüber nachdenken und weiter basteln, am besten mit klaren Vorstellungen. Dann sind Anregungen sicher hilfreich. Wenn man sich davon vom Konzept abringen lässt, dann nicht. Aber das ist dann auch das Problem der Designer ;)

Offline Thandbar

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« Antwort #972 am: 18.05.2013 | 18:20 »
Ich stelle es mir schwierig vor, für Rollenspiele Marktforschung zu betreiben - wenn man Leute auf der Straße fragt, wissen die ja in der Regel nicht, was gemeint ist. Und das Internet bzw. diverse Cons bilden die Spielermenge ja auch nicht wirklich 1:1 ab.

Da ist es für mich verständlich, wenn man sich am Marktriesen orientieren möchte. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass gerade die Hardcore-DSAler, die das zu diesem System dazugehörige Regelsystem für besonders wichtig erachten, plötzlich Splittermond kaufen sollten. Denn gerade die sind ja mit ihrem DSA zufrieden.
Ohne es genau zu wissen - aber ich kann mir wirklich eher vorstellen, größere Spielerzahlen mit einem leichteren, schlankeren System zu erreichen, das einem nicht beim bloßen Drüberlesen schon erschlägt.
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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #973 am: 18.05.2013 | 18:21 »
Was mir aber echt auf den Sack geht ist dieses "Besserspieler" Getue. Einfach mal akzeptieren das andere Spieler was anderes mögen und das zu recht.

Es geht mir nicht ums "Besserspielen". Klar bevorzuge ich narrative Systeme. Es geht mir darum aufzuzeigen, nicht in die DSA-Falle zu tappen.
Ein zweites DSA von anderen Autoren/Verlagen brauchen wir in Deutschland etwa so notwendig wie einen Blinddarm. Und der Verlag tappt damit ggf. direkt in ein Verlustgeschäft. Denn warum soll ich ein zweites DSA kaufen, wenn ich das erste bereits habe? Daran kann auch kein Verlag ein Interesse haben, dass das sein Spiel scheitert, weil er keine Käufer überzeugen kann.

Und Scheitern ist nun wirklich das letzte, was ich den SpliMo-Machern wünsche. Jedes System bereichert die Rollenspiel-Landschaft. Und mit dem Uhrwerk-Verlag im Rücken werden es wohl auch optisch und haptisch schöne Bücher werden.
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Re: [Splittermond] Diskussion, Fragen & Antworten, Feedback
« Antwort #974 am: 18.05.2013 | 18:31 »
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