Naja, wenn ein Charakter einen Großteil der üblichen Fahrzeuge nicht benutzen kann, weil sie für grob menschengroße Benutzer gemacht sind, ist das schon auch ein regelseitiges Problem.
So kleinteilig ist das Match-System von Hause aus nicht. Ich glaube, nichtmal im D6 System konnte man übergroße Pilotensitze für Wookies kaufen, aber da mag ich mich täuschen. Bei Shadowrun sind mir Regeln für die Anpassung von Waffen an Zwerge und Trolle begegnet, aber das System ist ja Sim². - Wie gesagt, ich glaube, dass sich das "Problem" ggf. einfach situativ durch die Vergabe eines Nachteils lösen lässt, wenn es in einer Szene wirklich relevant wird. Die meiste Zeit über dürfte es aber deskriptiver Natur sein.

Es ist schon ein bisschen komplexer, wenn die Geräte permanent miteinander reden und sich ständig mit allen anderen Geräten in Reichweite synchronisieren. Ab einer gewissen Schwarmgröße wäre da ein spezialisierter Supportprozessor zur Koordination schon sehr hilfreich - das würde erheblich Prozessorleistung bei den Drohnen freischaufeln.
Mit dem PC Beispiel wollte ich etwas greifbarer machen, wie ich mir das annähernd vorstelle. In Spiel ist es ja ein einzige Bewusstsein und keine OS, was hier agiert. Wie bei einem Menschen wird hier sicherlich auch vieles auf einer Art Unterbewusstseinsebene ablaufen. Aber so zu 100% ist das Konzept nicht in Stein gemeißelt, wir arbeiten ja gerade dran.

Bin dran.

Sehe ich jetzt nicht als großes Hindernis. Solange sich die KI bewusst in nur einer Form aufhalten kann, ist das nichts anderes als ein Pilot der in einen Mech klettert oder sich in den Pilotensitz eines Raumschiffs setzt (der Mensch hat hat hier sogar einen Vorteil, weil der Mech direkt eine vorgefertigte Stelle hat an der er seinen Körper parken kann).
Der nächste konsequente Schritt wäre dann aber, sich verschiedene Körper anzuschaffen. Einen starken zum kämpfen, einen kleinen, flinken zur Infilltration, einen herausgeputzen für soziale Anlässe... Und wenn man nicht sagen will "das ist alles nur Optik, jeder Körper hat die selben Werte", muss der KI-Spieler hier entweder Unmengen an Charakterpunkte in jeden neuen Androidenkörper pumpen oder er bekäme faktisch einen Haufen CP geschenkt. Selbst von diesem Problem losgelöst, wäre alleine die Tatsache, ein paar "Wegwerfkörper" zu haben, schon ein enormer Vorteil gegenüber Spielern biologischer Lebenformen.

Und es ist ja jetzt auch nicht so, dass es super einfach ist, an ein großes Arsenal spezialisierter physischer Formen zu kommen, die die KI auch tatsächlich beinhalten können. Das Zielgerät sollte schon ein bisschen mehr Prozessorleistung haben als der durchschnittliche Gabelstapler. (Ich gehe mal davon aus, dass spontane KI-Genesis eher in "smarten" Geräten/Systemen passiert, und nicht gerade im Roomba, während der den Boden wischt).
KIs sollten mit jedem Androidenkörper zurecht kommen und die sind jetzt nicht unbedingt selten in diesem Setting.
Den einzigen echten Vorteil, den ich hier sehe, ist dass ein KI-Charakter eventuell seiner Zerstörung entkommen kann, indem er rechtzeitig in ein anderes "Vehikel" wechselt. Aber das muss halt auch erstmal verfügbar sein und wenn er zuvor in ein anderes Vehikel als seinen "Normalkörper" gewechselt ist hat man das Problem, dass man dann den "normalen" Körper mit rumschleppen muss, weil der dann ja solange ein nutzloser Haufen Ballast ist. Aber auch dieses Problem kann man mit dem vorgeschlagenen Timer prinzipiell umgehen.
Wie gesagt, das Problem ist: Wie verrechnet man den Zweitkörper in Hinblick auf Charakterpunkte? Durch einen einfachen Sprung in einen fabrikneuen Körper vor einem Kampf spontan ein paar Würfel auf Stärke und Härte zu gewinnen, wird die anderen Spieler nicht so begeistern, die dafür Charakterpunkte ausgeben und ihre Werte steigern müssen. Und wer will jetzt schon jedes Mal das ganze Ding durchrechnen und an anderen Stellen entsprechende Werte reduzieren? - Ich würde fast dazu neigen, für den
spontanen Körperwechsel sogar den Einsatz eines Karmapunktes zu verlangen, je mehr ich darüber nachdenke.