Autor Thema: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel  (Gelesen 88893 mal)

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Online Galatea

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #625 am: 11.07.2026 | 21:34 »
Alles richtig, aber ich würde das primär rollenspielerisch darstellen und ggf. schlicht über das Vor-/Nachteile System regeln, wenn es in einer Szene regelrelavant wird. :think:
Naja, wenn ein Charakter einen Großteil der üblichen Fahrzeuge nicht benutzen kann, weil sie für grob menschengroße Benutzer gemacht sind, ist das schon auch ein regelseitiges Problem.

Wenn man sich das Mecha Bewusstsein als Betriebssystem vorstellt, läuft auf jeder Drohne eine exakt identische Kopie. Damit kann jede Drohne autonom agieren. Gleichzeitig werden alle Daten über eine Cloud auf jedem Gerät synchron gehalten. - Es geht also über bspw. zwei Handys hinaus, die nur synchronisiert werden, ansonsten aber eigenständig sind. Es ist vergleichbar damit, einen PC einzurichten, die Festplatten dann 10x zu klonen und damit 10 neue PCs auszustatten - und dann alle neuen Daten in einer gemeinsamen Cloud zu speichern.
Es ist schon ein bisschen komplexer, wenn die Geräte permanent miteinander reden und sich ständig mit allen anderen Geräten in Reichweite synchronisieren. Ab einer gewissen Schwarmgröße wäre da ein spezialisierter Supportprozessor zur Koordination schon sehr hilfreich - das würde erheblich Prozessorleistung bei den Drohnen freischaufeln.

Vermutlich wird es am besten funktionieren, wenn du einfach mal deine Ideen aufschreibst und ich mir das durchlese. Ich denke, am Ende läuft es eh auf eine Fusion von Ideen hinaus, die dann in Reinform geschrieben werden müssen.
Bin dran.

Das Problem ist das Spielgleichgewicht. Eine KI in einem Andriodenkörper kann ich exakt wie einen biologischen Spielercharakter behandeln. Er wird mit Charakterpunkten generiert und verbessert seine Spielwerte damit. Was mache ich aber, wenn die KI zwischen verschiedenen Körper wechselt? Ich brauche spontan mal extreme Kraft? Kein Problem, wenn mein humanoider Körper nur Stärke 2 hat, ich transferiere mich mal eben in den Battlemech da drüben. - Okay, es ist erst mal nicht viel anders, als würde eine biologischer Pilot in den Mech einsteigen, aber es fühlt sich irgendwie nach Umgehen der Regeln an, die allen Spielern eine faire und gleiche Spielwiese garantieren. :think:
Sehe ich jetzt nicht als großes Hindernis. Solange sich die KI bewusst in nur einer Form aufhalten kann, ist das nichts anderes als ein Pilot der in einen Mech klettert oder sich in den Pilotensitz eines Raumschiffs setzt (der Mensch hat hat hier sogar einen Vorteil, weil der Mech direkt eine vorgefertigte Stelle hat an der er seinen Körper parken kann).
Und es ist ja jetzt auch nicht so, dass es super einfach ist, an ein großes Arsenal spezialisierter physischer Formen zu kommen, die die KI auch tatsächlich beinhalten können. Das Zielgerät sollte schon ein bisschen mehr Prozessorleistung haben als der durchschnittliche Gabelstapler. (Ich gehe mal davon aus, dass spontane KI-Genesis eher in "smarten" Geräten/Systemen passiert, und nicht gerade im Roomba, während der den Boden wischt).

Den einzigen echten Vorteil, den ich hier sehe, ist dass ein KI-Charakter eventuell seiner Zerstörung entkommen kann, indem er rechtzeitig in ein anderes "Vehikel" wechselt. Aber das muss halt auch erstmal verfügbar sein und wenn er zuvor in ein anderes Vehikel als seinen "Normalkörper" gewechselt ist hat man das Problem, dass man dann den "normalen" Körper mit rumschleppen muss, weil der dann ja solange ein nutzloser Haufen Ballast ist. Aber auch dieses Problem kann man mit dem vorgeschlagenen Timer prinzipiell umgehen.
« Letzte Änderung: 11.07.2026 | 21:36 von Galatea »
We should respect all forms of consciousness. The body is just a vessel, a mere hull.

Offline Doc-Byte

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #626 am: 12.07.2026 | 00:41 »
Naja, wenn ein Charakter einen Großteil der üblichen Fahrzeuge nicht benutzen kann, weil sie für grob menschengroße Benutzer gemacht sind, ist das schon auch ein regelseitiges Problem.

So kleinteilig ist das Match-System von Hause aus nicht. Ich glaube, nichtmal im D6 System konnte man übergroße Pilotensitze für Wookies kaufen, aber da mag ich mich täuschen. Bei Shadowrun sind mir Regeln für die Anpassung von Waffen an Zwerge und Trolle begegnet, aber das System ist ja Sim². - Wie gesagt, ich glaube, dass sich das "Problem" ggf. einfach situativ durch die Vergabe eines Nachteils lösen lässt, wenn es in einer Szene wirklich relevant wird. Die meiste Zeit über dürfte es aber deskriptiver Natur sein. :think:

Zitat
Es ist schon ein bisschen komplexer, wenn die Geräte permanent miteinander reden und sich ständig mit allen anderen Geräten in Reichweite synchronisieren. Ab einer gewissen Schwarmgröße wäre da ein spezialisierter Supportprozessor zur Koordination schon sehr hilfreich - das würde erheblich Prozessorleistung bei den Drohnen freischaufeln.

Mit dem PC Beispiel wollte ich etwas greifbarer machen, wie ich mir das annähernd vorstelle. In Spiel ist es ja ein einzige Bewusstsein und keine OS, was hier agiert. Wie bei einem Menschen wird hier sicherlich auch vieles auf einer Art Unterbewusstseinsebene ablaufen. Aber so zu 100% ist das Konzept nicht in Stein gemeißelt, wir arbeiten ja gerade dran. :)

Zitat
Bin dran.

:d

Zitat
Sehe ich jetzt nicht als großes Hindernis. Solange sich die KI bewusst in nur einer Form aufhalten kann, ist das nichts anderes als ein Pilot der in einen Mech klettert oder sich in den Pilotensitz eines Raumschiffs setzt (der Mensch hat hat hier sogar einen Vorteil, weil der Mech direkt eine vorgefertigte Stelle hat an der er seinen Körper parken kann).

Der nächste konsequente Schritt wäre dann aber, sich verschiedene Körper anzuschaffen. Einen starken zum kämpfen, einen kleinen, flinken zur Infilltration, einen herausgeputzen für soziale Anlässe... Und wenn man nicht sagen will "das ist alles nur Optik, jeder Körper hat die selben Werte", muss der KI-Spieler hier entweder Unmengen an Charakterpunkte in jeden neuen Androidenkörper pumpen oder er bekäme faktisch einen Haufen CP geschenkt. Selbst von diesem Problem losgelöst, wäre alleine die Tatsache, ein paar "Wegwerfkörper" zu haben, schon ein enormer Vorteil gegenüber Spielern biologischer Lebenformen. wtf?

Zitat
Und es ist ja jetzt auch nicht so, dass es super einfach ist, an ein großes Arsenal spezialisierter physischer Formen zu kommen, die die KI auch tatsächlich beinhalten können. Das Zielgerät sollte schon ein bisschen mehr Prozessorleistung haben als der durchschnittliche Gabelstapler. (Ich gehe mal davon aus, dass spontane KI-Genesis eher in "smarten" Geräten/Systemen passiert, und nicht gerade im Roomba, während der den Boden wischt).

KIs sollten mit jedem Androidenkörper zurecht kommen und die sind jetzt nicht unbedingt selten in diesem Setting.

Zitat
Den einzigen echten Vorteil, den ich hier sehe, ist dass ein KI-Charakter eventuell seiner Zerstörung entkommen kann, indem er rechtzeitig in ein anderes "Vehikel" wechselt. Aber das muss halt auch erstmal verfügbar sein und wenn er zuvor in ein anderes Vehikel als seinen "Normalkörper" gewechselt ist hat man das Problem, dass man dann den "normalen" Körper mit rumschleppen muss, weil der dann ja solange ein nutzloser Haufen Ballast ist. Aber auch dieses Problem kann man mit dem vorgeschlagenen Timer prinzipiell umgehen.

Wie gesagt, das Problem ist: Wie verrechnet man den Zweitkörper in Hinblick auf Charakterpunkte? Durch einen einfachen Sprung in einen fabrikneuen Körper vor einem Kampf spontan ein paar Würfel auf Stärke und Härte zu gewinnen, wird die anderen Spieler nicht so begeistern, die dafür Charakterpunkte ausgeben und ihre Werte steigern müssen. Und wer will jetzt schon jedes Mal das ganze Ding durchrechnen und an anderen Stellen entsprechende Werte reduzieren? - Ich würde fast dazu neigen, für den spontanen Körperwechsel sogar den Einsatz eines Karmapunktes zu verlangen, je mehr ich darüber nachdenke.

Online Galatea

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #627 am: Heute um 20:07 »
Jodun (Ideensammung)

Die Heimatwelt der Jotun ist unbekannt, ihr Reich so weit entfernt, das die Siedler der Grenzwelten selbst nicht einmal wissen, wie sie aussieht, geschweige denn eine Möglichkeit hätten sie jemals zu besuchen. Geht man von den Biomen aus, die von den Jotunsiedlern präferiert werden, kann man vermuten, dass es sich um eine kühle Welt handeln muss, wahrscheinlich eine größtenteils schneebedeckte Tundra mit spärlichem Bewuchs.

Die Füße der Jotun sind breiter als die eines typischen Menschen, vermutlich um die Stabilität des Individuums auf weichem Untergrund zu erhöhen - natürlich nutzen die Siedler heute auch technische Hilfsmittel wie Schneeschuhe, Motorschlitten und Schweber. Ihre befederten Flügel erlauben ihnen sich in langen Sprüngen fortzubewegen, was sie zu sehr ausdauernden Sprintern macht. In der Not können die Flügel auch für einen improvisierten Gleitflug genutzt werden, für den aktiven Flug sind sie aber nicht kräftig genug.

In warmen Gebieten finden man Jotun selten. Sie vertragen Hitze nicht sonderlich gut, können nur sehr begrenzt schwitzen und sind daher auf technische Lösungen zum Schutz vor Überhitzung angewiesen.

Jodun in den Grenzwelten sind sehr offen für andere Spezies. Von ihrem eigenen Reich können sie keine Unterstützung erwarten, Integration und Allianzen sind daher ihre beste Zukunftssicherung. Die Jodun der Grenzwelten haben sich im Angesicht dieser Umstände zu Experten in den Feldern Diplomatie, Handel und Wirtschaftsplanung entwickelt.
Häufig findet man sie in direkter Kohabitation mit den Kat’ol, da diese ähnliche Klimazonen präferieren, aber auch als sehr aktive Partner in Handelsallianzen mit Spezies, die wärmere Klimazonen auf denselben Planeten besetzen.

Neben der Funktion als Gleitfläche beim Sprinten nutzen Jodun ihre auffällig gefärbten und nicht selten wild gemusterten Flügel auch zur Selbstdarstellung. Für die Jodun gehören die Flügel ebenso selbstverständlich zum Repertoire ihrer körperlichen Ausdrucksmöglichkeiten, wie Mimik und Körperhaltung.



D’Oriter (Ideensammlung)

Die Heimatwelt der D’Oriter ist ein Ort der Extreme. Der Planet befindet sich am inneren Rande der habitablen Zone, eine trockene karge Savanne mit wenig Bewölkung. Tagsüber steigen die Temperaturen schnell auf über 40°C an, weshalb sich das meiste tierische Leben auf dieser Welt während der Dämmerphasen und in den eisigen Nächten abspielt. Der exzentrische Orbit des Planeten und die dadurch bedingten zyklischen Temperaturschwankungen treiben gewaltige saisonale Sturmfronten über seine Oberfläche, was ein längerfristiges oberirdisches Siedeln nahezu unmöglich macht. Bäume und Büsche haben sich an diese Verhältnisse angepasst – die meisten Tiere gehen ihnen aus dem Weg, indem sie sich eingraben oder in natürliche Höhlen zurückziehen.

Orit besitzt keinen Mond – in der Nacht sieht man nicht einmal die Hand vor Augen. Um sich in dieser völligen Dunkelheit orientieren zu können, hat die Evolution die D’Oriter mit einem Ultraschallsinn gesegnet, d.h. sie stoßen Töne und Klicklaute aus, aus denen ihr Gehirn dann ein Bild der Umgebung zusammensetzt. Da dieses Bild jedoch zeitverzögert und so auf größere Entfernungen nur bedingt brauchbar ist, besitzen D’Oriter auch normale Augen, die sie nutzen, um sich im Zwielicht der Dämmerung zu bewegen. Die Augen sind hervorragend an die schwachen Listverhältnisse Orits angepasst, machen aber auf den meisten anderen Welten das Tragen einer Sonnenbrille unabdingbar. Auch ist ihre Farbwahrnehmung sehr begrenzt.
D’Oriter können bewusst auf den Einsatz ihres Ultraschallsinnes verzichten, um sich beispielsweise an Beute heranzupirschen, die diesen wahrnehmen kann.

D’Oriter sind Lauer- bzw. Hinterhaltsjäger, über kurze Strecken können sie dank ihrer langen Beine praktisch aus dem Stand enorme Geschwindigkeiten erreichen, Ausdauer ist aber keine ihrer Stärken.
Dies spiegelt sich auch in ihrer Persönlichkeit und Weltsicht wider. Sie haben kein Problem damit lange auf eine günstige Gelegenheit zu warten, um dann mit größtmöglichem Einsatz zuzuschlagen – ein Gegner, der mit dem ersten Treffer zu Boden geht, kann nicht mehr zurückschlagen. Bei heftigem Widerstand ziehen sie sich oft lieber zurück, als sich auf einen längeren Schlagabtausch einzulassen.

D’Oriter kommen mit den meisten Wetterverhältnissen zurecht. Sie haben sich einen Ruf als unbeugsame Pioniere erworben, die auch der unwirtlichsten Landschaft eine Existenz abtrotzen. Aufgrund ihrer eher geringen körperlichen Ausdauern nutzen sie für länger andauernde körperliche Tätigkeiten gerne Drohnen und andere künstliche Helfer. Bergbau, unterirdische Konstruktion und Robotertechnologie gehören daher zu ihren größten Expertisen.
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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #628 am: Heute um 20:10 »
Cooraalie (Ideensammlung) - die hier geht in eine etwas andere Richtung und deckt Aspekte ab, auf die man bei den übrigen Spezies auch noch eingehen könnte

Siedlungen der Cooraalie unterscheiden sich deutlich von denen anderer Spezies. Treppen sind ein Konzept, das erst nach dem Kontakt mit anderen Spezies in ihre Architektur Einzug gefunden hat und bis heute in reinen Cooraalie-Siedlungen ein seltener Anblick bleibt - mit zwei Händen, zwei Greiffüßen und einem Greifschwanz ist es für Cooraalie kein Problem sich an Kletterstangen, Hängeseilen oder kleinen wandmontierten Greifelementen entlangzuhangeln.

Privaträume sind kaum vorhanden, in der Regel gruppieren sich eine Vielzahl nebeneinander und übereinander liegender privater Schlafzimmer um einen großen Gemeinschaftsraum, der mit Raumteilern oder Möbeln in thematische Abschnitte separiert wird - auch vertikal. Dutzende Cooraalie leben und arbeitet so auf engstem Raum zusammen, häufig mit einer gewissen Arbeitsteilung, was Haushaltstätigkeiten angeht. Nicht selten sind einige der Bewohner fest angestellt, um Wartungsaufgaben und Besorgungen für die Gemeinschaft zu erledigen. Dies macht Cooraalie-Wohngemeinschaften im Allgemeinen sehr unabhängig, da fast immer ein Individuum mit der nötigen Expertise anwesend ist, um z.B. Elektronik zu reparieren, in großen Maßstab Essen zuzubereiten oder den Kindern mit den Hausaufgaben zu helfen.

Im Prinzip handelt es sich dabei um eine logische Weiterentwicklung der primitiven Baumnestdörfer, in denen die Cooraalie ursprünglich lebten. Deutlich vereinfacht wird diese Art des Zusammenlebens durch das völlige Fehlen von dauerhaften Partnerschaften. Cooraalie pflegen keine nach menschlichen Maßstäben „normalen“ Beziehungen und sogar die Versorgung, Pflege und Erziehung der Kinder ist eine Gemeinschaftsaufgabe.

Cooraalie sind extrem gesellig und verabscheuen das Alleinsein. Andere Spezies unterstellen ihnen - nicht selten zurecht - einen Mangel an Gefühl für Privatsphäre und Abstand. Dennoch werden die Cooraalie sehr geschätzt, denn zugleich sind sie auch echte Teamplayer, die immer das Wohl der Gemeinschaft im Auge behalten. Kooperation liegt in ihrer Natur. Es verwundert daher wenig, dass sie zu den Gründungsmitgliedern und vehementesten Verfechters des Sternenbunds gehören.

Cooraalie leben sehr viel stärker in drei Dimensionen als Vertreter anderer Spezies. Auf Raumschiffen oder Stationen sind ihre Kabinen häufig mit an Wänden und Decke befestigten Netzen und begehbaren Plattformen ausgestattet, in manchen Fällen ziehen sie in einem Teil des Zimmers sogar eine komplette zusätzliche Zwischenebene ein.
« Letzte Änderung: Heute um 20:13 von Galatea »
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