Autor Thema: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel  (Gelesen 91760 mal)

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Offline Galatea

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #625 am: 11.07.2026 | 21:34 »
Alles richtig, aber ich würde das primär rollenspielerisch darstellen und ggf. schlicht über das Vor-/Nachteile System regeln, wenn es in einer Szene regelrelavant wird. :think:
Naja, wenn ein Charakter einen Großteil der üblichen Fahrzeuge nicht benutzen kann, weil sie für grob menschengroße Benutzer gemacht sind, ist das schon auch ein regelseitiges Problem.

Wenn man sich das Mecha Bewusstsein als Betriebssystem vorstellt, läuft auf jeder Drohne eine exakt identische Kopie. Damit kann jede Drohne autonom agieren. Gleichzeitig werden alle Daten über eine Cloud auf jedem Gerät synchron gehalten. - Es geht also über bspw. zwei Handys hinaus, die nur synchronisiert werden, ansonsten aber eigenständig sind. Es ist vergleichbar damit, einen PC einzurichten, die Festplatten dann 10x zu klonen und damit 10 neue PCs auszustatten - und dann alle neuen Daten in einer gemeinsamen Cloud zu speichern.
Es ist schon ein bisschen komplexer, wenn die Geräte permanent miteinander reden und sich ständig mit allen anderen Geräten in Reichweite synchronisieren. Ab einer gewissen Schwarmgröße wäre da ein spezialisierter Supportprozessor zur Koordination schon sehr hilfreich - das würde erheblich Prozessorleistung bei den Drohnen freischaufeln.

Vermutlich wird es am besten funktionieren, wenn du einfach mal deine Ideen aufschreibst und ich mir das durchlese. Ich denke, am Ende läuft es eh auf eine Fusion von Ideen hinaus, die dann in Reinform geschrieben werden müssen.
Bin dran.

Das Problem ist das Spielgleichgewicht. Eine KI in einem Andriodenkörper kann ich exakt wie einen biologischen Spielercharakter behandeln. Er wird mit Charakterpunkten generiert und verbessert seine Spielwerte damit. Was mache ich aber, wenn die KI zwischen verschiedenen Körper wechselt? Ich brauche spontan mal extreme Kraft? Kein Problem, wenn mein humanoider Körper nur Stärke 2 hat, ich transferiere mich mal eben in den Battlemech da drüben. - Okay, es ist erst mal nicht viel anders, als würde eine biologischer Pilot in den Mech einsteigen, aber es fühlt sich irgendwie nach Umgehen der Regeln an, die allen Spielern eine faire und gleiche Spielwiese garantieren. :think:
Sehe ich jetzt nicht als großes Hindernis. Solange sich die KI bewusst in nur einer Form aufhalten kann, ist das nichts anderes als ein Pilot der in einen Mech klettert oder sich in den Pilotensitz eines Raumschiffs setzt (der Mensch hat hat hier sogar einen Vorteil, weil der Mech direkt eine vorgefertigte Stelle hat an der er seinen Körper parken kann).
Und es ist ja jetzt auch nicht so, dass es super einfach ist, an ein großes Arsenal spezialisierter physischer Formen zu kommen, die die KI auch tatsächlich beinhalten können. Das Zielgerät sollte schon ein bisschen mehr Prozessorleistung haben als der durchschnittliche Gabelstapler. (Ich gehe mal davon aus, dass spontane KI-Genesis eher in "smarten" Geräten/Systemen passiert, und nicht gerade im Roomba, während der den Boden wischt).

Den einzigen echten Vorteil, den ich hier sehe, ist dass ein KI-Charakter eventuell seiner Zerstörung entkommen kann, indem er rechtzeitig in ein anderes "Vehikel" wechselt. Aber das muss halt auch erstmal verfügbar sein und wenn er zuvor in ein anderes Vehikel als seinen "Normalkörper" gewechselt ist hat man das Problem, dass man dann den "normalen" Körper mit rumschleppen muss, weil der dann ja solange ein nutzloser Haufen Ballast ist. Aber auch dieses Problem kann man mit dem vorgeschlagenen Timer prinzipiell umgehen.
« Letzte Änderung: 11.07.2026 | 21:36 von Galatea »
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Offline Doc-Byte

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #626 am: 12.07.2026 | 00:41 »
Naja, wenn ein Charakter einen Großteil der üblichen Fahrzeuge nicht benutzen kann, weil sie für grob menschengroße Benutzer gemacht sind, ist das schon auch ein regelseitiges Problem.

So kleinteilig ist das Match-System von Hause aus nicht. Ich glaube, nichtmal im D6 System konnte man übergroße Pilotensitze für Wookies kaufen, aber da mag ich mich täuschen. Bei Shadowrun sind mir Regeln für die Anpassung von Waffen an Zwerge und Trolle begegnet, aber das System ist ja Sim². - Wie gesagt, ich glaube, dass sich das "Problem" ggf. einfach situativ durch die Vergabe eines Nachteils lösen lässt, wenn es in einer Szene wirklich relevant wird. Die meiste Zeit über dürfte es aber deskriptiver Natur sein. :think:

Zitat
Es ist schon ein bisschen komplexer, wenn die Geräte permanent miteinander reden und sich ständig mit allen anderen Geräten in Reichweite synchronisieren. Ab einer gewissen Schwarmgröße wäre da ein spezialisierter Supportprozessor zur Koordination schon sehr hilfreich - das würde erheblich Prozessorleistung bei den Drohnen freischaufeln.

Mit dem PC Beispiel wollte ich etwas greifbarer machen, wie ich mir das annähernd vorstelle. In Spiel ist es ja ein einzige Bewusstsein und keine OS, was hier agiert. Wie bei einem Menschen wird hier sicherlich auch vieles auf einer Art Unterbewusstseinsebene ablaufen. Aber so zu 100% ist das Konzept nicht in Stein gemeißelt, wir arbeiten ja gerade dran. :)

Zitat
Bin dran.

:d

Zitat
Sehe ich jetzt nicht als großes Hindernis. Solange sich die KI bewusst in nur einer Form aufhalten kann, ist das nichts anderes als ein Pilot der in einen Mech klettert oder sich in den Pilotensitz eines Raumschiffs setzt (der Mensch hat hat hier sogar einen Vorteil, weil der Mech direkt eine vorgefertigte Stelle hat an der er seinen Körper parken kann).

Der nächste konsequente Schritt wäre dann aber, sich verschiedene Körper anzuschaffen. Einen starken zum kämpfen, einen kleinen, flinken zur Infilltration, einen herausgeputzen für soziale Anlässe... Und wenn man nicht sagen will "das ist alles nur Optik, jeder Körper hat die selben Werte", muss der KI-Spieler hier entweder Unmengen an Charakterpunkte in jeden neuen Androidenkörper pumpen oder er bekäme faktisch einen Haufen CP geschenkt. Selbst von diesem Problem losgelöst, wäre alleine die Tatsache, ein paar "Wegwerfkörper" zu haben, schon ein enormer Vorteil gegenüber Spielern biologischer Lebenformen. wtf?

Zitat
Und es ist ja jetzt auch nicht so, dass es super einfach ist, an ein großes Arsenal spezialisierter physischer Formen zu kommen, die die KI auch tatsächlich beinhalten können. Das Zielgerät sollte schon ein bisschen mehr Prozessorleistung haben als der durchschnittliche Gabelstapler. (Ich gehe mal davon aus, dass spontane KI-Genesis eher in "smarten" Geräten/Systemen passiert, und nicht gerade im Roomba, während der den Boden wischt).

KIs sollten mit jedem Androidenkörper zurecht kommen und die sind jetzt nicht unbedingt selten in diesem Setting.

Zitat
Den einzigen echten Vorteil, den ich hier sehe, ist dass ein KI-Charakter eventuell seiner Zerstörung entkommen kann, indem er rechtzeitig in ein anderes "Vehikel" wechselt. Aber das muss halt auch erstmal verfügbar sein und wenn er zuvor in ein anderes Vehikel als seinen "Normalkörper" gewechselt ist hat man das Problem, dass man dann den "normalen" Körper mit rumschleppen muss, weil der dann ja solange ein nutzloser Haufen Ballast ist. Aber auch dieses Problem kann man mit dem vorgeschlagenen Timer prinzipiell umgehen.

Wie gesagt, das Problem ist: Wie verrechnet man den Zweitkörper in Hinblick auf Charakterpunkte? Durch einen einfachen Sprung in einen fabrikneuen Körper vor einem Kampf spontan ein paar Würfel auf Stärke und Härte zu gewinnen, wird die anderen Spieler nicht so begeistern, die dafür Charakterpunkte ausgeben und ihre Werte steigern müssen. Und wer will jetzt schon jedes Mal das ganze Ding durchrechnen und an anderen Stellen entsprechende Werte reduzieren? - Ich würde fast dazu neigen, für den spontanen Körperwechsel sogar den Einsatz eines Karmapunktes zu verlangen, je mehr ich darüber nachdenke.

Offline Galatea

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #627 am: 14.07.2026 | 20:07 »
Jodun (Ideensammung)

Die Heimatwelt der Jotun ist unbekannt, ihr Reich so weit entfernt, das die Siedler der Grenzwelten selbst nicht einmal wissen, wie sie aussieht, geschweige denn eine Möglichkeit hätten sie jemals zu besuchen. Geht man von den Biomen aus, die von den Jotunsiedlern präferiert werden, kann man vermuten, dass es sich um eine kühle Welt handeln muss, wahrscheinlich eine größtenteils schneebedeckte Tundra mit spärlichem Bewuchs.

Die Füße der Jotun sind breiter als die eines typischen Menschen, vermutlich um die Stabilität des Individuums auf weichem Untergrund zu erhöhen - natürlich nutzen die Siedler heute auch technische Hilfsmittel wie Schneeschuhe, Motorschlitten und Schweber. Ihre befederten Flügel erlauben ihnen sich in langen Sprüngen fortzubewegen, was sie zu sehr ausdauernden Sprintern macht. In der Not können die Flügel auch für einen improvisierten Gleitflug genutzt werden, für den aktiven Flug sind sie aber nicht kräftig genug.

In warmen Gebieten finden man Jotun selten. Sie vertragen Hitze nicht sonderlich gut, können nur sehr begrenzt schwitzen und sind daher auf technische Lösungen zum Schutz vor Überhitzung angewiesen.

Jodun in den Grenzwelten sind sehr offen für andere Spezies. Von ihrem eigenen Reich können sie keine Unterstützung erwarten, Integration und Allianzen sind daher ihre beste Zukunftssicherung. Die Jodun der Grenzwelten haben sich im Angesicht dieser Umstände zu Experten in den Feldern Diplomatie, Handel und Wirtschaftsplanung entwickelt.
Häufig findet man sie in direkter Kohabitation mit den Kat’ol, da diese ähnliche Klimazonen präferieren, aber auch als sehr aktive Partner in Handelsallianzen mit Spezies, die wärmere Klimazonen auf denselben Planeten besetzen.

Neben der Funktion als Gleitfläche beim Sprinten nutzen Jodun ihre auffällig gefärbten und nicht selten wild gemusterten Flügel auch zur Selbstdarstellung. Für die Jodun gehören die Flügel ebenso selbstverständlich zum Repertoire ihrer körperlichen Ausdrucksmöglichkeiten, wie Mimik und Körperhaltung.



D’Oriter (Ideensammlung)

Die Heimatwelt der D’Oriter ist ein Ort der Extreme. Der Planet befindet sich am inneren Rande der habitablen Zone, eine trockene karge Savanne mit wenig Bewölkung. Tagsüber steigen die Temperaturen schnell auf über 40°C an, weshalb sich das meiste tierische Leben auf dieser Welt während der Dämmerphasen und in den eisigen Nächten abspielt. Der exzentrische Orbit des Planeten und die dadurch bedingten zyklischen Temperaturschwankungen treiben gewaltige saisonale Sturmfronten über seine Oberfläche, was ein längerfristiges oberirdisches Siedeln nahezu unmöglich macht. Bäume und Büsche haben sich an diese Verhältnisse angepasst – die meisten Tiere gehen ihnen aus dem Weg, indem sie sich eingraben oder in natürliche Höhlen zurückziehen.

Orit besitzt keinen Mond – in der Nacht sieht man nicht einmal die Hand vor Augen. Um sich in dieser völligen Dunkelheit orientieren zu können, hat die Evolution die D’Oriter mit einem Ultraschallsinn gesegnet, d.h. sie stoßen Töne und Klicklaute aus, aus denen ihr Gehirn dann ein Bild der Umgebung zusammensetzt. Da dieses Bild jedoch zeitverzögert und so auf größere Entfernungen nur bedingt brauchbar ist, besitzen D’Oriter auch normale Augen, die sie nutzen, um sich im Zwielicht der Dämmerung zu bewegen. Die Augen sind hervorragend an die schwachen Listverhältnisse Orits angepasst, machen aber auf den meisten anderen Welten das Tragen einer Sonnenbrille unabdingbar. Auch ist ihre Farbwahrnehmung sehr begrenzt.
D’Oriter können bewusst auf den Einsatz ihres Ultraschallsinnes verzichten, um sich beispielsweise an Beute heranzupirschen, die diesen wahrnehmen kann.

D’Oriter sind Lauer- bzw. Hinterhaltsjäger, über kurze Strecken können sie dank ihrer langen Beine praktisch aus dem Stand enorme Geschwindigkeiten erreichen, Ausdauer ist aber keine ihrer Stärken.
Dies spiegelt sich auch in ihrer Persönlichkeit und Weltsicht wider. Sie haben kein Problem damit lange auf eine günstige Gelegenheit zu warten, um dann mit größtmöglichem Einsatz zuzuschlagen – ein Gegner, der mit dem ersten Treffer zu Boden geht, kann nicht mehr zurückschlagen. Bei heftigem Widerstand ziehen sie sich oft lieber zurück, als sich auf einen längeren Schlagabtausch einzulassen.

D’Oriter kommen mit den meisten Wetterverhältnissen zurecht. Sie haben sich einen Ruf als unbeugsame Pioniere erworben, die auch der unwirtlichsten Landschaft eine Existenz abtrotzen. Aufgrund ihrer eher geringen körperlichen Ausdauern nutzen sie für länger andauernde körperliche Tätigkeiten gerne Drohnen und andere künstliche Helfer. Bergbau, unterirdische Konstruktion und Robotertechnologie gehören daher zu ihren größten Expertisen.
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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #628 am: 14.07.2026 | 20:10 »
Cooraalie (Ideensammlung) - die hier geht in eine etwas andere Richtung und deckt Aspekte ab, auf die man bei den übrigen Spezies auch noch eingehen könnte

Siedlungen der Cooraalie unterscheiden sich deutlich von denen anderer Spezies. Treppen sind ein Konzept, das erst nach dem Kontakt mit anderen Spezies in ihre Architektur Einzug gefunden hat und bis heute in reinen Cooraalie-Siedlungen ein seltener Anblick bleibt - mit zwei Händen, zwei Greiffüßen und einem Greifschwanz ist es für Cooraalie kein Problem sich an Kletterstangen, Hängeseilen oder kleinen wandmontierten Greifelementen entlangzuhangeln.

Privaträume sind kaum vorhanden, in der Regel gruppieren sich eine Vielzahl nebeneinander und übereinander liegender privater Schlafzimmer um einen großen Gemeinschaftsraum, der mit Raumteilern oder Möbeln in thematische Abschnitte separiert wird - auch vertikal. Dutzende Cooraalie leben und arbeitet so auf engstem Raum zusammen, häufig mit einer gewissen Arbeitsteilung, was Haushaltstätigkeiten angeht. Nicht selten sind einige der Bewohner fest angestellt, um Wartungsaufgaben und Besorgungen für die Gemeinschaft zu erledigen. Dies macht Cooraalie-Wohngemeinschaften im Allgemeinen sehr unabhängig, da fast immer ein Individuum mit der nötigen Expertise anwesend ist, um z.B. Elektronik zu reparieren, in großen Maßstab Essen zuzubereiten oder den Kindern mit den Hausaufgaben zu helfen.

Im Prinzip handelt es sich dabei um eine logische Weiterentwicklung der primitiven Baumnestdörfer, in denen die Cooraalie ursprünglich lebten. Deutlich vereinfacht wird diese Art des Zusammenlebens durch das völlige Fehlen von dauerhaften Partnerschaften. Cooraalie pflegen keine nach menschlichen Maßstäben „normalen“ Beziehungen und sogar die Versorgung, Pflege und Erziehung der Kinder ist eine Gemeinschaftsaufgabe.

Cooraalie sind extrem gesellig und verabscheuen das Alleinsein. Andere Spezies unterstellen ihnen - nicht selten zurecht - einen Mangel an Gefühl für Privatsphäre und Abstand. Dennoch werden die Cooraalie sehr geschätzt, denn zugleich sind sie auch echte Teamplayer, die immer das Wohl der Gemeinschaft im Auge behalten. Kooperation liegt in ihrer Natur. Es verwundert daher wenig, dass sie zu den Gründungsmitgliedern und vehementesten Verfechters des Sternenbunds gehören.

Cooraalie leben sehr viel stärker in drei Dimensionen als Vertreter anderer Spezies. Auf Raumschiffen oder Stationen sind ihre Kabinen häufig mit an Wänden und Decke befestigten Netzen und begehbaren Plattformen ausgestattet, in manchen Fällen ziehen sie in einem Teil des Zimmers sogar eine komplette zusätzliche Zwischenebene ein.
« Letzte Änderung: 14.07.2026 | 20:13 von Galatea »
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Offline Doc-Byte

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #629 am: 19.07.2026 | 21:56 »
Ich komme gerade nicht so recht vorran. Ich versuche nächste Woche wieder voll anzugreifen. Da waren schon mal ein paar spannende Ideen bei  :d

Offline Galatea

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #630 am: 19.07.2026 | 23:22 »
Stress dich nicht, ich kam die letzten Tage auch zu überhaupt nichts. Bin grad an den T'siss, die als Spezies (SCs ausgenommen) ja doch etwas spezieller sind. Denke ich hab da was gefunden, was sowohl das fehlende Bewusstsein als auch die Psikräfte erklärt, muss nur mal Zeit haben es aufzuschreiben.
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Offline pharyon

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #631 am: 23.07.2026 | 12:23 »
Das mit dem nicht recht vorankommen kann ich gerade gut nachvollziehen...

Nichtsdestotrotz, anbei ein paar Anmerkungen/Anregungen
Ich bin mir nicht sicher, ob "Kollektiv" die Mechas passend beschreibt. Einerseits handelt es sich um eine einzige KI (ähnlich wie Skynet), die theoretisch in jeder Mecha-Drohne steckt, andererseits agieren die Drohnen in gewissem Rahmen autonom, weil es selbst für ein KI unmöglich ist, hunderte Drohnen gleichzeitig aktiv zu lenken. In diesem Punkt sind sie mehr wie Borg und die KI vergleichbar zu Borg Queen.

Tatsächlich sehe ich gerade, dass ich im Text auch von "Schwarm KI" spreche. Da muss ich auf jeden Fall noch mal nachschärfen, wohin die Reise denn gehen soll. Ursprünglich erwachte die KI nachdem sich die Mechas auf (achtung Technobabbel) Quantengehirne aufgerüstet haben. Für eine Kommunikation über die Grenzen eines / ihres Planeten hinaus, haben sie erst in jüngerer Vergangenheit das ComSat Netzwerk des Sternenbundes unterwandert bzw. nutzen es als Transmitter.

Wie gesagt, ich müss da noch mal nachschärfen. Wie wäre es damit: Die KI hinter den Mechas basiert auf einer Handvoll Einheiten (den ersten mit Quantengehirnen). Auf dieses Hardware lebt sie und diese Einheiten befinden sich dauerhaft an einem sicher geschützen Ort auf der Mecha-Heimatwelt. Die anderen Einheiten funktionieren wie eine Art Schwarm und sind zu einer gewissen Teilautonomität befähigt (daher können sie auch zu eigenen KIs werden, wenn sie zu lange sich selbst überlassen sind). Die zentrale KI kann über die ComSat Transmitter aber jederzeit in jede Drohne springen und die direkte Kontrolle übernehmen, so lange diese in ComSat Reichweite ist oder auf der Mecha-Heimatwelt über die Quantenverbindung erreichbar ist.
Hi, ich finde das eine gute Idee, würde sie gerne noch ein wenig ausbauen. Die KI-"Königin" möchtest du, damit diese im Notfall jede Drohne übernehmen kann, richtig? Ansonsten muss man schauen, dass duch den Aufwand der Koordination einer Unmenge von Drohnen die KI nicht überlastet wird. "Schärme" gehen da in eine - meiner Meinung nach - gute Richtung. Ich habe mir mal was überlegt und stelle dir das vor:
Was wäre, wenn zum Beginn der Trennung der Roboter-Diener-Einheiten erst einmal nur 7 funktionsfähige Androiden überlebt hätten. Diese haben sich weiterentwickelt und die erste KI ist entstanden, als sie mit Hilfe der "Quantenhirntechnik" sich kolletiv vernetzen konnten. Entstanden ist der kollektive Rat - der alle 7 Persönlichkeiten berücksichtigt. Jetzt konnten sich die Androiden ausbreiten und vermehren. Dabei haben sie im Endeffekt erst einmal nur Kopien von sich gemacht, mit der Zeit aber auch gelernt, Persönlichkeiten zu "kombinieren". Dabei kam es aber auch zu "Fehlern" - Persönlichkeiten, die dem Allgemeinwohl schadeten. Nach den ersten Zwischenfällen, berieten sich alle Mechas (damals immer noch nur auf einer Welt lebend) und es wurde im Kollektiv beschlossen, dass der Rat im Notfall immer eine Drohne überschreiben konnte. Die Persönlichkeit wurde "repariert" und konnte dann weiter frei handeln. Damit verbunden gibt es Ebenen: In jedem System braucht es eine Omikron-Drohne, die die Koordination der Mechas im System koordiniert. Dann weitere, für besondere Aufgaben. Wie klingt das?

Edit/Ergänzung, weil ich gerade unterbrechen musste:
Neben der Omikron-Drohne gibt es noch weitere Stufen für Drohnen, z.B. Alpha = Entscheider / Anführer, Beta = spezialisierte Ausführer, Gamma = allgemeine Versorger. Du hättest dann in jedem System einen Schwarm, bestehend aus z.B. 3-5 Omikron-Drohnen (Backups), die für eine ständige Koordination des Schwamrs sorgen und den direkten Kontakt zum Rat darstellen, eine geringe Anzahl Alphas und Betas und etwas mehr Gammas. Die Agenten sind dann meist Betas oder Alphas, und in den Systemen, die sie gerade infiltrieren, gibt es vielleicht nur gerade zwei Hand voll Einheiten und nur eine Omikron-Drohne.
Durch die 7 (oder nimm eine andere überschaubare Zahl) von ursprünglichen Persönlichkeiten kannst du mittels Archetypen das Rollenspiel unterstützen (es müssen ja nicht alle Persönlichkeiten beschrieben werden. Vorgeben könnte man eine aggressive, eine vorsichtige und eine wohlwollende Persönlichkeit (+ ggf. ein, zwei mehr). Damit hätte man einen neuen  Ansatz, der deine Wünsche berücksichtigen sollte, und noch weitere Rollenspiel- und Lösungspotentiale anbietet.

Deine Meinung?

p^^
« Letzte Änderung: 23.07.2026 | 12:49 von pharyon »
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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #632 am: 23.07.2026 | 18:23 »
Ich glaube, wir haben uns beide ein wenig mit Borg Lore beschäftigt. ~;D

Was würdest du vom Date-Lore Ansatz aus ST:Picard halten? Sprich, die ursprünglichen Einheiten hatten nur zusammen die nötige Kapazität, um ein eigenes Bewusstsein zu entwickel und in diesem Prozess sind ihre Persönlichkeiten zu einer einzigen verschmolzen, aber nicht völlig verschwunden. Die KI hat quasi mehrere Charakterzüge, die auf unterschiedliche "Ahnen" zurückgehen. Die kämpferische Seite, die mitfühlende Seite, eine zögerlich Seite und den kühlen Strategen... Je nachdem, welche Aufgabe eine Untergruppe oder einzelne Drohne zugewiesen bekommt, wird sie von einem dieser "Aspekte" dominiert.

Es müssen ja nicht mal nur 7 Einheiten überlebt haben. Vielleicht haben am Anfang einfach auch nur wenige das "Quantenupgrad" erhalten und dann die übrigen Einheiten assim... ähm, absobiert. 8] Hey, wäre es eigentlich zu sehr bei ST geklaut, wenn Mechas in der Lage wären, Androiden mit ihrem Bewusstsein zu infizieren und in den Schwarm zu integrieren? - Ich meine, es würde sie zumindest schlagartig zu einer deutlich größeren Bedrohung machen. :think: Man kann ja trotzdem beibehalten, dass sie dafür spezielle Ressourcen benötogen und das deshalb (bisher) nur in geringem Umfang / Einzelfällen getan haben... Oder diese Fähigkeit überhaupt erst im Verlauf der Kampagne erlangen.

Das Konzept mit den "Unteranführern/-gruppen" kann man ja trotzdem ausbauen. Das finde ich durchaus interessant, wir müssten ggf. vielleicht nur darauf achten, dass die Mechas nicht zu mechanischen Doublen der T'siss werden. :think:

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #633 am: 23.07.2026 | 19:14 »
Ich würde das weniger auf "Anführer" machen, sondern eher auf Support - also die "speziellen" Drohnen fungieren als Arbeitsspeicher und Prozessor für das Netzwerk, quasi ein allgemeiner Intelligenzbooster für jede einzelne Drohne des Netzwerks.

Eine Support-Dohne ermöglicht den Drohnen besser zusammen zu denken, ist dabei aber keine Anführer-Entität, die die anderen herumkommandiert. Ohne die zusätzliche Prozessorleistung kann der lokale Schwarm immer noch denken, aber halt nicht ganz so gut.
« Letzte Änderung: 23.07.2026 | 19:16 von Galatea »
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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #634 am: 23.07.2026 | 20:35 »
wenn zum Beginn der Trennung der Roboter-Diener-Einheiten erst einmal nur 7 funktionsfähige Androiden überlebt hätten. Diese haben sich weiterentwickelt und die erste KI ist entstanden, als sie mit Hilfe der "Quantenhirntechnik" sich kolletiv vernetzen konnten. Entstanden ist der kollektive Rat - der alle 7 Persönlichkeiten berücksichtigt. Jetzt konnten sich die Androiden ausbreiten und vermehren.

Hier noch 'nen kleiner Entwurf vom Spielfeldrand.... (bin gerade zu faul nach zu schauen wie sich das mit "Quantenhirntechnik" [fortschrittliche Technik?] und "nicht Quantenhirntechnik" [einfachere nicht so fortschrittliche Technik?]so verhält): wenn es für die Entstehung einer KI mindestens 7 Androiden mit Quantenhirntechnik benötigt und die Androiden sich dann vermehren (mit fortschrittlichen Quantengehirnen oder mit einfachen künstlichen Gehirnen) und dabei dann wieder frische 7 Androiden mit Q-Gehirnen zusammenkommen.... -> die zweite KI...
Ich glaube ich lande dann bei der Schwarm-KI.
... oft genug sind die Spieler die größten Feinde der Charaktere, da helfen auch keine ausgeglichenen Gegner

Hoher gesellschaftlicher Rang ist etwas, wonach die am meisten streben, die ihn am wenigsten verdienen.
Umgekehrt wird dieser Rang denen aufgedrängt, die ihn nicht wollen, aber am meisten verdienen. [Babylon 5]

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #635 am: 26.07.2026 | 17:15 »
Naja, es soll eigentlich schon eine einzige KI sein und keine "KI Inflation", da die in dem Setting alles in allem nach wie vor eher selten sind. :think:

Btw, kleines Brainstorming (nicht das finale Bild):



Ich hab so ein paar Ideen, die im Hinterkopf reifen. Als Basis werde ich erst mal die Regelmechaniken für KIs und deren Heimatsystem ausarbeiten, die hier um Zuge des "spontanen Körperwechsels" aufgekommen sind. Dann kann ich die Mechas darauf abstimmen, damit Regelwerk und Setting stimmig zusammen passen.

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #636 am: 26.07.2026 | 19:59 »
Naja, es soll eigentlich schon eine einzige KI sein und keine "KI Inflation", da die in dem Setting alles in allem nach wie vor eher selten sind. :think:
Da bin ich ganz bei dir. Ich wäre auch vorsichtig mit einer Flut an KIs. Andererseits ist jeder individuelle Androide eine eigene KI - oder nicht? Aber unzählige virtuelle KIs, die wiederum um unzählige Androiden-/Roboter-Körper kämpfen, das übersteigt im Moment meine Vorstellungskraft. Einen der für mich spannendsten Kämpfe dieser Art trugen die beiden KIs in "Person of Interest" aus.

Zitat
Ich hab so ein paar Ideen, die im Hinterkopf reifen. Als Basis werde ich erst mal die Regelmechaniken für KIs und deren Heimatsystem ausarbeiten, die hier um Zuge des "spontanen Körperwechsels" aufgekommen sind. Dann kann ich die Mechas darauf abstimmen, damit Regelwerk und Setting stimmig zusammen passen.
Das klingt gut.

Ich glaube, wir haben uns beide ein wenig mit Borg Lore beschäftigt. ~;D
Ähm.... ja.  ;D

Zitat
Was würdest du vom Date-Lore Ansatz aus ST:Picard halten? Sprich, die ursprünglichen Einheiten hatten nur zusammen die nötige Kapazität, um ein eigenes Bewusstsein zu entwickel und in diesem Prozess sind ihre Persönlichkeiten zu einer einzigen verschmolzen, aber nicht völlig verschwunden. Die KI hat quasi mehrere Charakterzüge, die auf unterschiedliche "Ahnen" zurückgehen. Die kämpferische Seite, die mitfühlende Seite, eine zögerlich Seite und den kühlen Strategen... Je nachdem, welche Aufgabe eine Untergruppe oder einzelne Drohne zugewiesen bekommt, wird sie von einem dieser "Aspekte" dominiert.
Können wir gerne so machen. Für mich wäre die Entscheidung halt spannend in Hinsicht auf: können die Spieler einen Teil der KI auf ihre Seite ziehen und so einen größeren bewaffneten Konflikt vielleicht vermeiden?

Zitat
Es müssen ja nicht mal nur 7 Einheiten überlebt haben. Vielleicht haben am Anfang einfach auch nur wenige das "Quantenupgrad" erhalten und dann die übrigen Einheiten assim... ähm, absobiert. 8] Hey, wäre es eigentlich zu sehr bei ST geklaut, wenn Mechas in der Lage wären, Androiden mit ihrem Bewusstsein zu infizieren und in den Schwarm zu integrieren? - Ich meine, es würde sie zumindest schlagartig zu einer deutlich größeren Bedrohung machen. :think: Man kann ja trotzdem beibehalten, dass sie dafür spezielle Ressourcen benötogen und das deshalb (bisher) nur in geringem Umfang / Einzelfällen getan haben... Oder diese Fähigkeit überhaupt erst im Verlauf der Kampagne erlangen.
Müssen nicht, das ist richtig. Ich fände es halt, spannend, wenn die Spieler die "Wurzeln" der Mechas begreifen können. Da sind 7 Einheiten verständlicher als 343. Auf eine konkrete Zahl müssen wir uns aber nicht festlegen. Meine Zahlen dienen nur der Illustration. Btw.: Was die Entstehung der Borg betrifft, fand ich die Star Trek Destiny-Trilogie sehr interessant. Weiß nicht, ob du die kennst (und Kanon dürfte sie nicht mehr werden, schätze ich). Bzgl. der Fähigkeit: Ich würde ja sagen, können tun sie es, machen es aber aus Überzeugung quasi nie (Respekt vor dem individuellen Leben einer KI), ggf. nur dann, wenn ein Android anderweitig schon "hirntot" wäre (so als Beispiel). So herum würden Androiden-NSCe oder -SCe in der Kampagne sehr spannend.

Zitat
Das Konzept mit den "Unteranführern/-gruppen" kann man ja trotzdem ausbauen. Das finde ich durchaus interessant, wir müssten ggf. vielleicht nur darauf achten, dass die Mechas nicht zu mechanischen Doublen der T'siss werden. :think:
Okay, ich schau mit die T'siss nochmal in Ruhe an.  :d

p^^
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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #637 am: Gestern um 00:43 »
So, da ich gerade absolut nicht dazu komme, irgendwas geordnet zu schreiben, hier mal meine Ideen zu den T'siss einfach als rohes Sammelsurium.


Trotz ihres Aussehens sind T'siss keine Insekten. Sie besitzen ein Innenskelett, Lungen und einen Blutkreislauf. Ihre "Exoskelett" ist tatsächlich ein System aus verschachtelten Hornplatten und ihre Augen sind von einer Schutzkapsel aus demselben (aber durchsichtigen) Material überzogen - beides Adaptionen an eine Welt, auf der einem Sandstürme das Fleisch von den Knochen reiben können, wenn es einem die Sonne nicht schon vorher runter brennt.

Sie kommen von einem Doppelplaneten. Beide Planeten sind sich in Masse so nah, dass der Punkt um den sie sich bewegen, knapp oberhalb der Oberfläche des größeren Planeten liegt.
Wie das System genau entstanden ist, konnte nicht geklärt werden. Möglicherweise ist es die Folge von zwei Planeten auf einem Orbit, die sich irgendwann "gefangen" haben oder die Folge einer Kollision, die den Ursprungsplaneten in Stücke gerissen und durch blanken Zufall zur Entstehung eines Doppelplaneten geführt hat.

Der Planet ist eine Wüstenwelt - extrem trocken, und nahezu ohne Oberflächenwasser. Es gibt Wasser, sehr viel sogar, das ist aber alles in unterirdischen Ozean, Hunderte Meter unter der Oberfläche. Früher war der Planet einmal wesentlich lebensfreundlicher, aber im Lauf der Zeit ging nahezu das gesamte Oberflächenwasser verloren.

Die beiden Planeten umkreisen sich und bearbeiten sich mit ihren Gravitationskräften dermaßen, dass in der Kruste tiefe Risse entstehen, durch die Wasser in die oberen Schichten gelangt.
Das führt an der betroffenen Stelle zu einer kurzzeitigen explosiven Blüte, bevor alles wieder von Sand und Staub begraben wird.
Hier zu überleben ist unglaublich schwierig und für einzelne Individuen kaum zu schaffen, wenn sie nicht gerade als Dauerstadien bis zur nächsten Blüte überdauern können.


Schon die Vorfahren der T'siss haben daher, noch bevor man sie als Personen bezeichnen konnte, Psikräfte entwickelt, insbesondere Fernsicht und andere "hellseherische" Kräfte, um das Auftauchen der nächsten erreichbaren Blüte vorherzusagen. Zeitgleich hat sich eine merkwürdige Art von Schwarmbewusstsein entwickelt, bei der einige T'siss nicht mehr mit eigenem Bewusstsein geboren wurden, sondern als direkte Erweiterung ihrer Mutter, die durch psionische Verbindung jede bewusste Bewegung ihrer Nachkommen kontrolliert. Mit der Zeit hat sich dieses Konzept für das Leben der T'siss als sehr profitabel erwiesen, so dass mittlerweile heute nur noch ein verschwindend geringer Teil der Spezies mit einem eigenen Bewusstsein geboren wird.
Ursprünglich bestand diese Verhältnis nur zwischen einer Mutter und ihren Nachkommen (sowie den Nachkommen ihrer Nachkommen, usw.), aber irgendwann entstand eine Mutation, die einer T'siss erlaubte, die Nachkommen anderer T'siss zu "übernehmen" (übernehmen ist hier nicht unbedingt das richtige Wort, es ist eher so, dass sich die bewusstseinslosen "Drohnen" zum stärksten Signal hin orientieren).

Die weiblichen sapienten T'siss begannen daher untereinander mit anderen Weibchen (inklusive ihrer Nachkommen) um die Drohnen einer Gruppe zu kämpfen. Früher endete dies üblicherweise im Tod der Verliererin, heute ist Verbannung aus dem Schwarm das übliche Resultat. Einige Verliererinnen wagen es sogar Jahre später zurückzukommen, um erneut ihr Glück zu versuchen - ein Verrat, der nur auf zwei Arten enden kann.
Theoretisch kann jedes Weibchen einen neuen Schwarm bilden, in der Regel verliert es aber seine Drohnen, wenn es sich in Reichweite eines etablierten dominanteren Weibchens mit stärkerem Signal begibt.

Für die männlichen sapienten T'siss sieht die Situation ein wenig anders aus. Seit Ewigkeiten konkurrieren sie um die Gunst der sapienten Weibchen - früher in Kämpfen bis zum Tod oder hellseherischen Wettbewerben, heute in diversen verschiedenen Disziplinen. Dafür verlassen sie nicht selten ihre eigene Gruppe, um bei den Weibchen anderer Gruppen vorstellig zu werden. Um heute erfolgreich zu sein, reicht es allerdings nicht aus, möglichst stark und blutrüstig zu sein, es geht vielmehr darum Skills zu demonstrieren, die dem beworbenen Schwarm als erstrebenswert erscheinen - in der Regel Kraft und Zähigkeit, Intelligenz und Kreativität oder psionisches Talent. Ist ein Bewerber erfolgreich darf er mit Hunderten Drohnen und ein wenig Glück auch der "Königin" selbst Nachwuchs zeugen - einige Männchen bleiben für den Rest ihrer Tage in ihrem neuen Schwarm, andere ziehen nach ein paar Wochen oder Monaten weiter.
Auch fungieren Männchen - temporär oder dauerhaft - als Lehrer und Berater der Königin (also des dominanten Weibchen des Schwarms). Bei den T'siss werden spezialisierte Skills (oberhalb der Grundausstattung) in der Regel nicht von Generation zu Generation weitergegeben (und die Drohnen haben ohnehin keine), was bedeutet, wenn eine Königin stirbt, dann stirbt all ihr spezialisiertes Wissen mit ihr. Für einen Schwarm kann dies eine sehr herausfordernde Übergangszeit bedeuten, in der der Bedarf nach gebildeten Männchen besonders hoch ist.


Aufgrund ihrer Lebensumstände ist die gesamte Kultur der T'siss mobil. Sie war es schon immer, Sesshaftigkeit war nie eine Option. Dennoch haben die T'siss es geschafft Hochtechnologie und letztlich Raumfahrt zu entwickeln - auch weil ihre Königinnen in Maßstäben denken konnten, die für menschliche Nomaden schlicht undenkbar sind. Der größte Schritt auf diesem Weg war Zugang zu den unterirdischen Seen und damit dauerhaft Wasser zu erhalten. Das löste zwar bei weitem nicht alle Probleme (dauerhafter Ackerbau wurde z.B. nicht unmittelbar möglich, weil das ganze Ökosystem des Planeten auf Zyklen und Dauerstadien ausgelegt war, die sich nicht direkt wieder anbauen ließen), machte aber den Rest des Weges um ein Vielfaches einfacher. Grundlegende Raumfahrt entwickelte sich bei den T'siss recht früh in ihrem Industriezeitalter und wurde schnell so normal wie ozeanische Schiffahrt für andere Spezies. Dass der Nachbarplanet nur ein paar Stunden Flug entfernt ist und ein sehr ähnliches Ökosystem besitzt, hat hier natürlich erheblich geholfen.

Bei allem Fortschritts haben viele Schwärme der T'siss den nomadischen Lebensstil beibehalten. Zwar gibt es mittlerweile auch sesshafte Kolonien, aber viele Schwärme ziehen bis heute in gewaltigen Mutterschiffen oder riesigen Flotten durch den kolonisierten Raum, um mit anderen Schwärmen oder anderen Spezies Handel zu treiben.

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #638 am: Gestern um 17:56 »
So, da ich gerade absolut nicht dazu komme, irgendwas geordnet zu schreiben...

Frag mich mal. :-\

Zitat
...hier mal meine Ideen zu den T'siss einfach als rohes Sammelsurium.

Mal sehen, was ich davon mitnehmen kann. :think: Bei den T'siss war zwar der Gedanke, dass ihre ursprüngliche Heimatwelt nicht mehr bekannt ist, aber es kann ja Hinweise in alten Überlieferungen geben. Statt mit einem System mit zwei Planeten könnte man hier vielleicht auch mit gebundener Rotation bei einer stark taumelnden planetarischen Achse arbeiten. Das würde auch zu einem ziemlich rauhen Klima führen, bei dem die Bewohner ständig der schmalen Dämmerungszone zwischen Tag- und Nachtseite mit halbwegs erträglichen Temperaturen folgen müssten.

Offline Galatea

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #639 am: Gestern um 22:05 »
Mal sehen, was ich davon mitnehmen kann. :think: Bei den T'siss war zwar der Gedanke, dass ihre ursprüngliche Heimatwelt nicht mehr bekannt ist, aber es kann ja Hinweise in alten Überlieferungen geben. Statt mit einem System mit zwei Planeten könnte man hier vielleicht auch mit gebundener Rotation bei einer stark taumelnden planetarischen Achse arbeiten. Das würde auch zu einem ziemlich rauhen Klima führen, bei dem die Bewohner ständig der schmalen Dämmerungszone zwischen Tag- und Nachtseite mit halbwegs erträglichen Temperaturen folgen müssten.
Tidally locked mit Wackelachse finde ich interessant für Nomadenvölker. Ob das genug Druck aufbaut, um von sapienten Individuen zu einem "Schwarmbewusstsein" zu kommen, glaub ich eher nicht.
Im Prinzip braucht es dafür absolut unabdingbaren Zwang zur Zusammenarbeit - mein irdisches Vorbild waren hier Nacktmulle, die einzigen Säugetiere der Welt, die in einem Staat mit Königin und Arbeiter/innen leben. Die graben unterhalb der heißen Erde nach Knollen - ein einzelner Nacktmull hat statistisch keine Chance wiederholt eine Knolle zu finden, dafür braucht es mehrere. Eine Knolle ist aber auch wiederum zu groß für einen einzelnen Nacktmull. Der "Insektenstaat" ist das einzige Konzept mit dem die Nacktmulle in ihrem Biom überleben können.

Wenn der Planet unbekannt sein soll, wäre das durchaus möglich, auch wenn es Informationen darüber gibt. Überlegt man sich wie horrend das Ökosystem ist, würde es mich nicht wundern, wenn die Koordinaten einfach vergessen wurden (weil, wer will schon dorthin zurück?) oder, dass die T'siss die Koordinaten aus welchen Gründen auch immer nach ihrem Exodus absichtlich gelöscht haben (vll. damit ihnen der Fluch der Welt nicht folgen kann). Möglich auch, dass die Exilanten Flüchtlinge sind und die Zurückgebliebenen sich danach gegenseitig das Licht ausgepustet haben (noch ein Grund, den Ort nie wieder zu besuchen). Oder die zurückgebliebenen Schwärme wurden mit der Zeit so aggressiv, dass die Exilanten diese absichtlich ausradiert haben - das wäre natürlich auch etwas, von dem man nicht möchte, das andere es herausfinden. Wer will schon zugeben, den Großteil der eigenen Rasse vernichtet zu haben, weil sie eine zu große Gefahr für die gesamte Galaxie wurden - oder noch direkter, wer möchte seinen Kindern dieses Wissen zumuten? (hey, das wäre doch mal eine finale Offenbarung für eine "findet die verlorene Heimatwelt" Kampagne)

Hab auch versucht den Spielern ein wenig was an Spielhaken/Zielen in die Hand zu geben, hat aber nur bei den Männchen so einigermaßen geklappt. Wie man die verstoßenen Weibchen mit Aktivitäten an ihr Volk anbinden kann (und ob das überhaupt sinnvoll wäre), das ist ein bisschen schwieriger.
« Letzte Änderung: Gestern um 22:16 von Galatea »
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