Autor Thema: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)  (Gelesen 66992 mal)

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Offline Issi

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #500 am: 5.05.2024 | 18:15 »
Ich gebe allerdings zu bedenken, dass das mit die ersten Bösewichte waren, die so verfuhren. Also Jahre
bevor von irgendwelchen Sith Lords, die auch keine große Geduld mit Versagern haben, auch nur die Rede war.
Okay, nur ist das (falls das die Absicht sein sollte) nicht komisch (im Sinne einer gelungenen!Karikatur.)
Eine Karikatur löst ein Schmunzeln oder Augenzwinkern beim Zuschauer aus.
(Bsp. Die Bösewichte im Kevin Kostner Robin Hood, oder der  kleine Lord aus Shrek)

Das tun diese Wichte nicht.
Ich finde sie zwar durch ihre Erscheinung und wie sie sich fortbewegen durchaus nicht uninteressant.
Wer sich also über ihr Aussehen amüsieren kann, wird das tun.
Aber das ist, in meinen Augen, ein eher stumpfsinniger Humor, der kaum über sowas wie"Fat shaming"  hinaus geht, dabei wirkt ihr Charakter erschreckend platt.

Es bleibt also bei einem: "Kuck mal wie der aussieht!(Höhö), wie ein fliegender Kloß!
(Ist das nicht komisch?, Höhö)"

Der Charakter selbst, ist, in meinen Augen zumindest, weder besonders amüsant, noch witzig.
Man gewinnt keinen Abstand zu dieser (böse, böse, dark, dark)! Figur.
Dafür nimmt sie sich selbst viel zu ernst.

Liegt auch an der Art, wie Figuren dargestellt werden.
Wenn ein Bösewicht so richtig ausrastet, muss man sowas wie einen inneren Schmerz bei ihm spüren.
(Einen Schmerz den er durch seine Gewalttätigkeit zu lindern sucht)

Wenn Figuren dabei zu wenig Emotionen zeigen, kommt davon nicht genug beim Zuschauer an, und die Figur lässt einen (zu)kalt.
« Letzte Änderung: 5.05.2024 | 18:28 von Issi »

Offline aikar

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #501 am: 5.05.2024 | 18:36 »
Wenn Figuren dabei zu wenig Emotionen zeigen, kommt davon nicht genug beim Zuschauer an, und die Figur lässt einen (zu)kalt.
Dich vielleicht. Und der Baron war für mich in keiner Variante eine Witzfigur. Er ist in seiner Brutalität und Grausamkeit kalt und berechnend und gerade deshalb beängstigend.
« Letzte Änderung: 5.05.2024 | 18:41 von aikar »
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Offline Issi

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #502 am: 5.05.2024 | 18:42 »
Dich vielleicht. Und der Baron war für mich in keiner Variante eine Witzfigur.
Wo liegt dann für dich bei der Figur konkret der Unterhaltungswert?

Edit.
Manchen reicht es vielleicht durchaus sich vor der Figur (nur) zu fürchten.
(Bei mir nutzt sich das leider ab, wenn das (ich töte alles und jeden) übertrieben wird.
« Letzte Änderung: 5.05.2024 | 18:52 von Issi »

Offline Megavolt

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #503 am: 5.05.2024 | 22:12 »
Ich schließe mich Issi an.

Die Harkonnen fand ich geradezu auf komödiantische Weise überzeichnet und entsprechend platt, unglaubwürdig und so daneben, dass es mich auf eine gedankliche Meta-Ebene gehoben hat (indem ich nämlich grübeln musste, warum die da den Ball so dermaßen fallen lassen). Sie haben meine suspension of disbelieve aufgehoben, hatten also ein ziemlich heftige Wirkung.

Es ist lustig, wie sich die Einschätzungen unterscheiden. Im Gegensatz zu Andropinis war mein Eindruck, dass es sich um ein Negativbeispiel für Bösewichte handelt.

Offline Talasha

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #504 am: 6.05.2024 | 05:02 »
Feyd Rautha war übertrieben, der Baron eher nicht.
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Offline Weltengeist

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #505 am: 6.05.2024 | 06:54 »
Feyd Rautha war übertrieben, der Baron eher nicht.

Was mir bei ihm gefehlt hat, war irgendein Beleg dafür, warum er als "hochintelligent" charakterisiert wurde. Und ich fand es unplausibel, dass er sich zwar beweisen will, aber die Chance liegen lässt, gegen die gefangene Fremen-Rebellin ("Du hast sechs meiner Männer nur mit einem Messer getötet!") zu kämpfen. Da wäre also durchaus mehr charakterliche Tiefe dringewesen. Aber was will man machen in "nur" 166 Minuten? ;)
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Offline Mr Grudenko

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #506 am: 6.05.2024 | 07:30 »
Diese Glanzkopf Sippe ist so dermaßen hart überzeichnet- platt, dass ich die
eigentlich nicht mehr ernstnehmen kann.


Vieles der optischen Aspekte der Harkonnen ist halt schon so in den Büchern angelegt (in denen der Baron aber nicht durch die Gegend fliegt, sondern einfach nur so fett ist, dass er sich ohne technische Hilfe gar nicht mehr bewegen könnte). Und in "Heretics" hat Herbert ja der Version der Harkonnen aus dem David Lynch Film die Hand aufgelegt und adoptiert.
Was halt fehlt sind die gesamten Politikdiskussionen, innerfamiliären Verschöwrungen, verschiedene Interaktionen und innere Monologe aus den Romanen. Die sind zwar auch nicht gerade sehr positiv (der Baron ist ein brillianter Politiker, aber halt nur halb so clever, wie er glaubt, dass er ist), geben den Figuren aber ein ganz klein wenig mehr Tiefe.
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Offline Lichtschwerttänzer

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #507 am: 6.05.2024 | 08:08 »
DV hat sich im Film sehr stark auf Pauls Geschichte fokussiert
“Uh, hey Bob?”
“What Steve?”
“Do you feel like we’ve forgotten anything?”
Sigh. “No Steve. I have my sword and my bow, and my arrows and my cloak and this hobbit here. What could I have forgotten?”
“I don’t know, like, all of our stuff? Like the tent, the bedroll, my shovel, your pot, our cups, the food, our water, your dice, my basket, that net, our spare nails and arrowheads, Jim’s pick, my shovel, the tent-pegs…”
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Offline Issi

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #508 am: 6.05.2024 | 10:54 »
Feyd Rautha war übertrieben, der Baron eher nicht.
Ja, der Baron ist, auch in meinen Augen, besser dargestellt.
( Wobei mir auch hier ( trotz bekanntem Schauspieler) zu wenig von seinem Charakter rüberkommt)

@
Mr Grudenko
Das kann gut sein
Ich kenne die Bücher nicht.
Was noch dazukommt: Ich sehe den Film ja zum ersten Mal Zuhause nicht im Kino.

Den ersten Teil habe ich im Kino gesehen.
Da wird man von den Bildern regelrecht umgehauen.
Diesmal sehe ich ( nur) einen ganz normalen Film, und habe vielleicht ne andere Sicht drauf.
« Letzte Änderung: 6.05.2024 | 15:04 von Issi »

Offline Flamebeard

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #509 am: 6.05.2024 | 12:04 »
Was halt fehlt sind die gesamten Politikdiskussionen, innerfamiliären Verschöwrungen, verschiedene Interaktionen und innere Monologe aus den Romanen. Die sind zwar auch nicht gerade sehr positiv (der Baron ist ein brillianter Politiker, aber halt nur halb so clever, wie er glaubt, dass er ist), geben den Figuren aber ein ganz klein wenig mehr Tiefe.

Ich gehe davon aus, dass er nicht in die George-Luca-Falle tappen wollte und daher ein wenig zu viel vom Quellenmaterial weggelassen hat.

Ja, ein wenig mehr von der Häuser-Politik und über die Navigatoren-Gilde wäre schön gewesen. Wenn das aber im vorhandenen Film untergebracht worden wäre, hätten wir statt dem langsamen Vorankommen in der Geschichte an mehreren Stellen wirklichen Stillstand gehabt. Und wenn ich mir aus meinem Umfeld die digitalen Meinungen zu dem Film anhöre ("endlich mal ein Film, der sich die Zeit nimmt, die er braucht" vs. "ein Gähn-Fest mit deutlich zu wenig Action und zu viel Landschaft"), hätte die Stimmung dadurch durchaus mehr ins zweite Lager kippen können.
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Offline tartex

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #510 am: 6.05.2024 | 13:08 »
Die Harkonnen fand ich geradezu auf komödiantische Weise überzeichnet und entsprechend platt, unglaubwürdig und so daneben, dass es mich auf eine gedankliche Meta-Ebene gehoben hat (indem ich nämlich grübeln musste, warum die da den Ball so dermaßen fallen lassen). Sie haben meine suspension of disbelieve aufgehoben, hatten also ein ziemlich heftige Wirkung.

Ich fand die Harkonnen interessanterweise als Kind (habe Dune das erste Mal mit 9 gelesen) total überzeichnet und platt. Das blieb fast mein ganzes Leben so. Dann ging Trump in die Politik.

Seitdem kann ich Frank Herbert nichs mehr vorwerfen.
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Offline Andropinis

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #511 am: 17.03.2026 | 20:33 »
Der Trailer für Dune Teil 3 ist online:

Dune: Part Three - Trailer
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Offline Weltengeist

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #512 am: 18.03.2026 | 07:41 »
Definitiv ein Kunstwerk für sich, das mir gut gefällt.
Ob er wirklich viel über den Film aussagt, sehen wir dann im Dezember ;).
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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #513 am: 18.03.2026 | 14:25 »
Macht auf jeden Fall Lust auf mehr.
Bin geneigt Teil 1 und 2 nochmal zu sehen  ;D
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Spielt zur Zeit: DSA Briefspiel (https://wiki.punin.de/Algerio_da_Selaque_von_Culming), sowie 3-6 DSA Larps pro Jahr. Am Tisch: derzeit nix ;D

Würde gern spielen: Altered Carbon, Shadowrun, Cyberpunk, irgendetwas aus diesem Genre... außerdem The Witcher, Nesciamus, Vampire, ... irgendwas

Offline Namo

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #514 am: 18.03.2026 | 14:29 »
Mir hat der neue Trailer auch ganz gut gefallen. Den grundsätzlichen Look der Neuverfilmung mag ich sehr. Obwohl ich die ersten beiden Filme jetzt aber auch nicht übermäßig feiere. Als Kind der 80er bin ich mit dem "legendären" Film von 1984 groß geworden. Und trotz aller Unkenrufe zum trotz, hat dieser mir immer ganz gut gefallen. Als nicht Kenner der Bücher, freue ich mich jetzt aber mit Teil 3 der Neuverfilmung zu sehen wie die Geschichte weiter geht.

Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #515 am: 18.03.2026 | 14:34 »
Villeneuve macht vieles vieles richtig, und hat genügend eigene Vorstellungen und Ideen, die das Ganz manchmal sogar noch abrunden. Ich mag auch den Dunefilm von Lynch, der hat aber einiges sehr schräg vom Buch entfernt.

Als Kenner der Bücher weiß ich schon ungefähr, was in Teil 3 kommen kann, und entdecke auch viele Hinweisschnipsel im Trailer, auf der Warte macht das auch Spaß!  ;)
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Offline tartex

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #516 am: 18.03.2026 | 14:58 »
Ich fand das Finale (die Schlacht) am Ende von Teil 2 jetzt nicht so toll. Dabei ist es im Buch so episch. Irgendwie kriegte ich nicht wirklich den Eindruck, dass die einen halben Berg weggesprengt hab. Details weiß ich jetzt aber auch nicht mehr: aus dem Kino, aus dem Sinn. Am meisten erinnere ich mich, dass es nichts visuelles bzgl. Alia zu erinnern gab

Okay, die Arena-Szene war rech schick. Ansonsten leidet bei mir die Glaubwürdigkeit auch daran, dass es keinen größeren Zeitsprung zwischen Teil 1 + 2 gab.
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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #517 am: 18.03.2026 | 16:17 »
Villeneuve macht vieles vieles richtig, und hat genügend eigene Vorstellungen und Ideen, die das Ganz manchmal sogar noch abrunden.

Große Bilder kann er jedenfalls und so jemanden braucht es für mich zwingend für eine Dune-Verfilmung.

Der Trailer ist ausgeprägt kein Einheitsbrei - die meisten Trailer mache ich nach 20-30 Sekunden genau deswegen aus.



Bin mal gespannt, ob es in erreichbarer Umgebung ein Triple-Feature geben wird, damit man sich das Ganze auch im Kino am Stück anschauen kann.
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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #518 am: 18.03.2026 | 16:41 »
Ich weiß nicht ... tatsächlich verströmt der Trailer leider die gleiche Leblosigkeit wie die ersten beiden Filme. Das wird sicher beeindruckend, und ich werde es mir gerne ansehen, aber ich bin immer noch traurig, dass die Dune-Verfilmungen es einfach nicht schaffen, das Gefühl einer bewohnten Welt zu erzeugen, wie es Herbert in den ersten beiden Dune-Büchern durchaus geschafft hat. Die Welt von Villeneuve's Dune-Verfilmungen wirkt einfach menschenleer. Das epische Gewummer ist toll, aber es fehlt ein greifbarer Hintergrund, vor dem es sich abspielt.
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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #519 am: 18.03.2026 | 17:10 »
Das geht mMn recht zwingend mit Villeneuves Stil einher; bei Sicario und Arrival fällt es nicht immer so auf, aber es scheint auch da schon durch. Richtig gestört hat es mich bei Blade Runner 2049, aber dem fehlt auch einfach der Vorwärtsdruck, dadurch drängt sich das noch mehr in den Vordergrund.

Zu Villeneuves Interpretation von Dune passt es für mich ganz gut.
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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #520 am: 18.03.2026 | 17:13 »

Zu Villeneuves Interpretation von Dune passt es für mich ganz gut.

Ja, es ist konsistent ... ich vermisse nur einfach genau die Teile des Buchs, die den Bombast beiseite lassen und einem das Gefühl geben, dass auf Arrakis und im Universum auch so was wie Alltag und/oder Freizeit stattfindet. Die Bankettszene in Dune, oder Lady Fenrings Garten ... ich wette, wir werden in Teil der auch nicht den Devotionalienmarkt aus "Dune: Messiah!" zu sehen bekommen, oder wenn dann in irgendeiner ganz, ganz wuchtigen Version.
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Offline Weltengeist

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #521 am: 18.03.2026 | 17:21 »
Ich weiß nicht ... tatsächlich verströmt der Trailer leider die gleiche Leblosigkeit wie die ersten beiden Filme. Das wird sicher beeindruckend, und ich werde es mir gerne ansehen, aber ich bin immer noch traurig, dass die Dune-Verfilmungen es einfach nicht schaffen, das Gefühl einer bewohnten Welt zu erzeugen, wie es Herbert in den ersten beiden Dune-Büchern durchaus geschafft hat. Die Welt von Villeneuve's Dune-Verfilmungen wirkt einfach menschenleer. Das epische Gewummer ist toll, aber es fehlt ein greifbarer Hintergrund, vor dem es sich abspielt.

Das ist wahr - ich hatte nicht mal bei den Palästen (auf Dune und bei den Harkonnen), in denen Teile der Handlung spielen, das Gefühl, dass da tatsächlich jemand lebt. Alles riesige, leere Hallen. Da gab's ja teilweise nicht mal Möbel, geschweige denn Alltagsgegenstände, Dekoration, Teppiche, Lampen, Pflanzen oder was auch immer.

Aber irgendwie hat mich das jetzt nicht komplett aus der Suspension of Disbelief rausgerissen. Ich denk da wahrscheinlich unbewusst: "Das ist wie beim Rollenspiel - das sind halt Sachen, die woanders passieren."
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Offline gilborn

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #522 am: 18.03.2026 | 20:53 »
Was mich neben den tollen Bildern und vielen anderen gelungenen Dingen ganz Doll nervt, sind manche Bösewichte.

Diese Glanzkopf Sippe ist so dermaßen hart überzeichnet- platt, dass ich die
eigentlich nicht mehr ernstnehmen kann.
Ala " Isch bin sooooo uuuullltraaaa bööseeee, ich schlachte alle paar Minuten aus Wut oder Langweile meine Diener oder Sklaven ab...muhaarhaar.." >;D

Ja , ne Loide, echt Ned.
Ich krame mal diesen alten Kommentar raus, weil ich schon lange was zu dem Thema schreiben wollte.
Auf mich wirken die Harkonnen nur auf den ersten Blick wie Klischee Bösewichter, auf den zweiten Blick war es eher so:

Da ist eine Dynastie mit nahezu unbegrenzter Macht auf ihrem Herrschaftsgebiet (ihnen gehört ein Ganzer Planet über was weiß ich wie lange).
Macht korrumpiert und absolute Macht korrumpiert absolut.

Wohin führt das?
Vielleicht zu Verhalten wie das der Harkonnen - seitdem bin ich eher fasziniert von ihnen.

Und, traurigerweise, seitdem vom System Epstein die Eisbergspitze sichtbar geworden ist, abgestoßen, weil es mir nur allzu realistisch vorkommt.


Bzgl. Trailer von Teil 3: Ich bin sowas von am Start - und neugierig! Ab hier kann ich mich nicht mehr genau erinnern wie es in den Büchern war, ich weiß nur noch dass es Streckenweise recht abgefahren war. Auf die dazugehörgien Bilder bei diesem Regiesseur freue ich mich sehr!

Offline Teylen

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #523 am: 19.03.2026 | 00:27 »
Ich bin zumindest neugierig auf den Inhalt vom dritten Teil.
Gerade da der zweite Teil bei mir massiv darunter gelitten hatte das ich die Story aus vorherigen Dune Verfilmungen kannte und es auch nichts spannendes dazu gemacht hatte.
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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #524 am: 19.03.2026 | 08:40 »
Grundsätzlich gefällt mir der Trailer schon sehr  ^-^ Hab richtig Bock auf den Film!

Großes ABER: Ich bin noch nicht sicher, ob ich die offensichtliche Entlehnung des Māori-Hakas als musikalisches Thema brilliant passend oder anbiedernd-nachlässig finde  :think:
Tendenziell wohl eher Letzteres. Allerdings kann (möchte?) ich mir einfach nicht vorstellen, dass ein Hans Zimmer da nichts eingängig-Originäres zustande gebracht hätte. Also ist es wohl Absicht. Hm.
It's repetitive.
And redundant.

Dir ist schon klar, dass es in diesem Forum darum geht mit anderen Leuten, die nix besseres mit ihrem Leben zu tun haben, um einen Tisch zu sitzen und sich vorzustellen, dass wir Elfen wären.