Autor Thema: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI  (Gelesen 8076 mal)

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Online tarinyon

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #100 am: 3.07.2026 | 08:50 »
Vorweg: Ich nutze selber intensiv Claude und bin total begeistert davon, wie es einem die Arbeit erleichtern kann und was man damit alles machen kann, was vorher unmöglich für die meisten Menschen war.

ABER: ich finde es krass befremdlich, wie viele Leute einfach auf ein Knöpfchen drücken und dann ein paar Bilder dazu generieren und sagen: Schaut euch mal dieses oder jenes Abenteuer an. Bitte lest doch mal die Texte von dem, was ihr da gepostet habt in diesem Thread.

Zitat aus dem letzten Post von Wyndor: "Das läuft in Runden, bis nichts mehr zu meckern ist." - Das ist kein Deutsch. Dieser Satz ergibt keinen Sinn.

Zitat aus dem Abenteuer-Preview: "[...] Wissen oder Beute aus dem Hort tragen und [...]. Rätsel, Verhandlung und rechtzeitige Flucht zählen hier mehr als Klingen." WTF?!?!

Ein KI generiertes Layout und ein paar Bilder ersetzen halt nicht die Arbeit, die man (mit KI oder nicht) in ein Abenteuer stecken muss. Klar, irgendwann werden die LLMs das Lektorat selber machen können, aber wenn das mit dem Training so weiter geht und anscheinend immer mehr KI-generierte Texte einfließen, dann kommt da schlimmstenfalls nur noch dadaistischer Wahnsinn raus.

Ich bin da nicht kulturpessismistisch. Der Großteil der RPG-Produkte ist schon jetzt auch nur lieblos hingerotzter Quatsch. Und vieles, was in den zahllosen Kickstarter-Flöten rausgedroschen wird, lebt ja auch nur vom Artwork und Layout. Ich wünsche mir, KI hin oder her, mehr Content, mehr Substanz. Von mir aus braucht ein RPG-Produkt überhaupt keine Bildchen oder Bullet Points oder whatever. Schaut euch doch mal die ganz frühen RPG-Produkte an, die teilweise mit der Schreibmaschine getippt waren und heute noch genauso zockbar sind wie damals.

Offline Tele

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #101 am: 3.07.2026 | 08:57 »
Heute noch so zockbar wie damals...ich lache mich kaputt. Guck mal die alten Männer von Ulisses, die sich ohne Nostalgie-Brille den alten Kram angucken und testen. Da sind die wenigsten alten Spiele überhaupt sinnvoll spielbar.

Offline sma

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #102 am: 3.07.2026 | 08:59 »
Ich dachte, die KI wäre schon weiter.
"Die KI" gibt es nicht. Der Stil da ("Kein einfacher Dungeon, sondern…" ist typisch) klingt nach Opus, das ist schlechter in solchen Dingen als Sonnet. Anthropic scheint Eloquenz anderen Fähigkeiten geopfert zu haben. Zum Teil passt nicht mal mehr das Deutsch. Der Schwerpunkt aller Hersteller liegt aktuell bei der Software-Entwicklung, nicht bei der Generierung von Prosa-Texten. Aber wir waren ja auch gar nicht beim Inhalt, sondern der Fähigkeit zu Layouten.

Und da ist die entscheidende Beobachtung, dass Claude intern keinen One-shot macht, sondern iteriert. Dauert natürlich länger, kostet mehr, bietet aber die Chance, ein besseres Ergebnis zu bekommen, weil eine Layout-Kontrolle stattfindet. Eine bemerkenswerte Entwicklung.

Online Maarzan

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #103 am: 3.07.2026 | 09:24 »
Ich denke es gab damals Schrott und es gibt heute Schrott - wie gerüchteweise 90% von allem.
Aber das setzt die Hürde für eine KI um wenigstens Mittelmäßig zu sein eben auch nicht all zu hoch.

Und war  "Das läuft in Runden, bis nichts mehr zu meckern ist." nicht Wyndors Formulierung, nicht die der Ki? Da wird dann doch der sprachliche Ausdruck eines Users kritisiert statt ein Ergebnis der KI.
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Online Raven Nash

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #104 am: 3.07.2026 | 09:28 »
Schaut euch doch mal die ganz frühen RPG-Produkte an, die teilweise mit der Schreibmaschine getippt waren und heute noch genauso zockbar sind wie damals.
Äh, nein. Das Meiste war damals schon nicht "zockbar". Zumindest nicht ohne massive Eigenleistung des SL.
Platte Plots (so denn überhaupt mehr als "dort Dungeon - machen putt"), Locations ohne jede sinnvolle Funktion, usw.

Was ich aus meiner Erfahrung mit ChatGPT sagen kann: Er kann - mit den nötigen Quellen! - deutlich bessere NSCs generieren als 90% der RPG-Autoren (und so mancher Romanschreiber). Bei den Locations ist es davon abhängig, dass man ihm möglichst genau erklärt, was man haben will.
Bei der Plotentwicklung ist das LLM ein tolles Werkezug, wenn man spontane Einfälle integrieren möchte, ohne Plotholes zu generieren.
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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #105 am: 3.07.2026 | 09:46 »
Viel ulkiger finde ich ja, dass es die Mopperer gar nicht interessiert, an welchen Baustellen ich gerade arbeite. Das sind ja ziemlich viele, wenn man so Setups aufbaut und nicht alles geht gleichzeitig. Wenn ich dann Zwischenergebnisse veröffentliche, meine ich damit nicht: Schau her, das ist so toll, das will ich verkaufen - sondern einfach: Schau her, ich arbeite an einem Tool. Hier mal ein Ergebnis. Ich weiß durchaus, dass die Sprache noch Mist ist, freu mich aber darüber, dass die Regeln korrekt umgesetzt sind.

Aber so ist das eben heute.

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #106 am: 3.07.2026 | 10:11 »
Was ich aus meiner Erfahrung mit ChatGPT sagen kann: Er kann - mit den nötigen Quellen! - deutlich bessere NSCs generieren als 90% der RPG-Autoren (und so mancher Romanschreiber).

Und woran machst du das fest?

Viel ulkiger finde ich ja, dass es die Mopperer gar nicht interessiert, an welchen Baustellen ich gerade arbeite. Das sind ja ziemlich viele, wenn man so Setups aufbaut und nicht alles geht gleichzeitig. [...]
Aber so ist das eben heute.
Nicht heute. Frag doch mal die Leute, die das früher schon mit kreativen Inhalten gemacht haben, die sie tatsächlich selbst gemacht haben. Und wenn sie dann hier Zwischenergebnisse veröffentlicht haben. Auffällig ist nämlich auch, dass viele Nutzer:innen, die heute in den KI-Threads ihre Sachen veröffentlichen, noch vor ein paar Jahren in diesen Threads nämlich explizit nicht herumgehangen haben. Die haben sich schlicht nicht für kreative Arbeit interessiert (oder im schlechte Cover-Thread über menschliche Arbeit gelästert). Die wollen nun aber hier, dass alle Menschen, denen Aspekte ihrer KI-Arbeit nicht gefallen, superzurückhaltend und behutsam und wertschätzend über das alles reden.

Damit ich dann lesen muss: So, die KI macht es sowieso schon besser als 90% von euch Kreativen da draußen. Und jetzt bitte nix mehr sagen, nur unsere generierten Werke bewundern, danke.

Und dass es schon so weit gekommen ist, dass wir uns nicht mal mehr die Mühe geben, auf die Beiträge von Mitforisten selbstständig zu antworten, sondern zu sagen: Hier ist, was die KI dazu sagt, hat dann auch nix mehr mit Wertschätzung zu tun. Das verschleiert nämlich auch stark, ob du dich auch wirklich mit dem auskennst, was die KI da verzapft oder ob du das eigentlich selbst gar nicht durchdrungen hast. Weißt du, was eine Pergament-Kartouche ist? Ich weiß es nämlich nicht. Und du erklärst es mir auch nicht, was du vielleicht getan hättest, wenn du jemand anderem wirklich etwas über dein Layout erzählst.
« Letzte Änderung: 3.07.2026 | 10:23 von Jiba »
Engel – ein neues Kapitel enthüllt sich.

“Es ist wichtig zu beachten, dass es viele verschiedene Arten von Rollenspielern gibt, die unterschiedliche Vorlieben und Perspektiven haben. Es ist wichtig, dass alle Spieler respektvoll miteinander umgehen und dass keine Gruppe von Spielern das Recht hat, andere auszuschließen oder ihnen vorzuschreiben, wie sie spielen sollen.“ – Hofrat Settembrini

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #107 am: 3.07.2026 | 10:27 »
Ich hasse alles an dieser Antwort, aber vor allem den letzten Satz.

 :d This. Ich frag mach, wann die Ersten zu faul, sich überhaupt noch selbst anzumelden und sowohl Lesen (das machen Manche ja jetzt schon nicht mehr) als ich Posten direkt nen LLM-Agenten überlassen  ::)

Aber ICH sehe schwarz, na klar  >;D
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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #108 am: 3.07.2026 | 10:51 »
:d This. Ich frag mach, wann die Ersten zu faul, sich überhaupt noch selbst anzumelden und sowohl Lesen (das machen Manche ja jetzt schon nicht mehr) als ich Posten direkt nen LLM-Agenten überlassen  ::)

Aber ICH sehe schwarz, na klar  >;D

Ja, sorry dafür. War gerade etwas schreibfaul. Ich formuliere es mal in meinen Worten:
Ich arbeite auf einem Linux System und betreibe Claude Code über mein Terminal. Für den Abenteuergenerator hat Claude für mich eine Webanwendung geschrieben. Die greift auf Datenbanken mit dem Midgard-Material zurück. Die sind im Rahmen meines "Midgardium" Projektes entstanden, in dem ich das komplette M5 Wellwissen & einen Charaktermanager verwalte. Somit hat Claude auch vollen Einblick in die Regelmechanismen etc.

Die Abenteuerschmiede ist wiederum über Claude Code an das Sprachmodell angeschlossen. Dadurch kann ich die Tokens meines Tarifes nutzen und muss nicht Tokens einzeln über die API zahlen. Nachteil ist, dass die Rahmensetzungen von Claude Code immer mitwrken. Das ist dafür kosteneffizienter. Ich experimentiere mit den unterschiedlichen Modellen. In der Abenteuerschmiede-Anwendung kann man nun beliebig viel Input für sein Abenteuer eingeben. Das Tool durchforstet dann das Quellmaterial und beginnt Vorschläge für die Ausarbeitung des Plots zu machen. Dabei entstehen ganz viele Bausteine, die man einzeln bearbeiten kann. Die Bausteine kann man schieben, editieren, löschen, verwerfen. Entweder direkt oder im Dialog mit der KI. Gespeichert werden diese Bausteine in JSON Dateien. Für Karten und Pläne erstellt die KI selbst SVG Grafiken. Diese können optional per Schnittstelle and gptimage gesendet werden, um daraus echte Zeichnungen zu machen. (Die Karten von Dungeons bekommt die KI kaum hin, regionale Lagepläne ganz gut). Auch einzelne Szenen oder NSCs lassen sich so illustrieren. Dabei habe ich mehrere Stilprompts erarbeitet, die dem System hinterlegt sind. Die benötigte Motivbeschreibung erstellt die KI aus dem Kontextfeld. Die Bilder werden angefordert und automatisiert abgelegt und eingebunden.

Am Ende kommt der Export-Schritt. Am Anfang hatte Claude einen direkten PDF Druck eines HTML/CSS umgesetzt. Das war allerdings vom Layout eingeschränkt und war komplett mechanisch nach Regeln. Das führte zu zahlreichen Schusterjungen und Hurenkindern (darf man das noch sagen?). Auch waren alle Bilder fest in eine Spalte eingebunden. Das hat mir nicht gefallen. Im Dialog hat Claude als Lösung die Installation von Typst vorgeschlagen. Hier waren die ersten Ergebnisse zwar besser, aber auch fehlerbehaftet. Daher habe ich in den Export-Prozess eine mehrfachschleife von 5-Agenten rangehängt mit dem Ziel, ein ansprechendes Layout für jede Seite sicher zu stellen. Hier sitze ich gerade an den Detailsetups. Das ist weiterhin nicht perfekt, aber schon besser. 

So, das war jetzt keine KI Antwort  :)

Hier mal ein Screenshot der Arbeitsoberfläche:


Und als Hinweis: Der Prompt ist ein Testprompt. Ich bin im Testmodus. Ich arbeite aktuell noch nicht ernsthaft an einem Abenteuer. Ich baue das Setup. Und wen die Testausgabe des Abenteuers interessiert, kann es sich hier holen: https://www.midgard-forum.de/forum/topic/44660-abenteuer-generator/#findComment-3897672
« Letzte Änderung: 3.07.2026 | 11:24 von Wyndor »

Online tarinyon

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #109 am: 3.07.2026 | 10:51 »
Viel ulkiger finde ich ja, dass es die Mopperer gar nicht interessiert, an welchen Baustellen ich gerade arbeite. Das sind ja ziemlich viele, wenn man so Setups aufbaut und nicht alles geht gleichzeitig. Wenn ich dann Zwischenergebnisse veröffentliche, meine ich damit nicht: Schau her, das ist so toll, das will ich verkaufen - sondern einfach: Schau her, ich arbeite an einem Tool. Hier mal ein Ergebnis. Ich weiß durchaus, dass die Sprache noch Mist ist, freu mich aber darüber, dass die Regeln korrekt umgesetzt sind.

Aber so ist das eben heute.

Naja, die Mopperer aka ich haben / habe ja konkrete Kritikpunkte angeführt und da habe ich 1) darauf verwiesen, dass du 1:1 KI-Deutsch in einem Post verwendest, der ja anderen Usern etwas erklären soll (hat also nix mit dem WIP zu tun, auf das du verweist). Und 2) zielte meine Kritik darauf ab, dass da oftmals viel Blendwerk dabei ist mit großen Bildern usw., die aber nix mit den von dir angeführten Regeln oder Abenteuerdesigns zu tun haben.

Da schließt sich dann der Kreis zum modernen RPG-Blendwerk. Ob das jetzt mit KI oder von echten Schreiberlingen gemacht wurde, ist auch egal. Hier im Thread zeigt sich ja auch wieder die Hybris gegenüber altem Spielmaterial, das von den meisten hier weder gelesen noch gespielt wurde.

Offline First Orko

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #110 am: 3.07.2026 | 10:57 »
...
Grundsätzlich sind LLMs Werkzeuge - und wie mit jedem Werkzeug, muss man damit umgehen lernen. Was du ansprichst, ist so wie der Tisch, der mit ein paar Nägel zusammengehämmert wurde, vs. der von einem Tischler nur mit Nut und Feder plus Leim gebautem. Einer kann mit seinen Werkzeugen umgehen, der andere halt nicht. Aber auch der Tischler sägt nicht mehr per Hand, sondern benutzt eine Fräse und eine Kappsäge.

Und um nochmal kurz darauf einzugehen: LLMs können (und werden) als Werkzeug genutzt. Wer es richtig macht, der hat (a) sich mit Funktionsweise, Fähigkeiten und Grenzen der Tools beschäftigt, (b) eine kreative Vision, wo er am Ende sein will, (c) den Willen und die Ausdauer, sich mit den Grundzügen des Handwerks zu beschäftigen (Im Layout halt sowas wie Aufteilung, Seitenverhältnisse, Strichstärken, Komposition usw) um die Qualität der Iterationen zu beurteilen in Hinblick auf das gewünschte Ergebnis um dann für die nächste Iteration auch beurteilen zu können, was man warum ändern muss. Wer davon nichts oder nur kaum was kann und auch nicht lernen will, der macht dann letztlich nichts Anderes als am Hebel eines einarmigen Banditen zu ziehen um dann in andächtiges Stauen zu verfallen, was sein Arm da Tolles fabriziert hat.

Und irgendwo auf diesem Spektrum bewegt man sich in der Regel, manche mehr auf einer der beiden Seiten.

....
So, das war jetzt keine KI Antwort  :)

 :d Und dementsprechend auch um 100% gehaltvoller und hilfreicher als alles, was Claude(?) da rausgesülzt hat. Als jemand der gerade selbst mit Claude anfängt, finde ich das sehr hilfreich.

Ich würde mir überdies übrigens auch ganze allgemein wünschen, dass KI-Ergebnisse immer mit dazugehörigen Prompt im Forum gezeigt werden. Einfach, um dem kreativen Austausch gerecht zu werden und der Möglichkeit, aneinander zu wachsen statt sich wie auf Instagram und co. einfach nur Bilder und Texte zu Bestauenen um die Ohren zu werfen  :P
« Letzte Änderung: 3.07.2026 | 11:02 von First Orko »
It's repetitive.
And redundant.

Dir ist schon klar, dass es in diesem Forum darum geht mit anderen Leuten, die nix besseres mit ihrem Leben zu tun haben, um einen Tisch zu sitzen und sich vorzustellen, dass wir Elfen wären.

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #111 am: 3.07.2026 | 10:59 »
Naja, die Mopperer aka ich haben / habe ja konkrete Kritikpunkte angeführt und da habe ich 1) darauf verwiesen, dass du 1:1 KI-Deutsch in einem Post verwendest, der ja anderen Usern etwas erklären soll (hat also nix mit dem WIP zu tun, auf das du verweist). Und 2) zielte meine Kritik darauf ab, dass da oftmals viel Blendwerk dabei ist mit großen Bildern usw., die aber nix mit den von dir angeführten Regeln oder Abenteuerdesigns zu tun haben.

Da schließt sich dann der Kreis zum modernen RPG-Blendwerk. Ob das jetzt mit KI oder von echten Schreiberlingen gemacht wurde, ist auch egal. Hier im Thread zeigt sich ja auch wieder die Hybris gegenüber altem Spielmaterial, das von den meisten hier weder gelesen noch gespielt wurde.

Wenn du konkrete Fragen zu Inhalten hast, steht es dir ja offen, diese Frage an mich zu richten. Ich antworte meistens ziemlich gerne  :D

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #112 am: 3.07.2026 | 11:34 »
Und woran machst du das fest?
An unzähligen gelesenen Büchern (und gesehenen Filmen). Die Anzahl der Charaktere, die mir wirklich im Gedächtnis geblieben sind ist relativ gering. 90% fällt unter "ja, der Name sagt mir irgendwas...". Und nein, ich bin darin auch nicht gut.

GPT erstellt mir wenigstens NSCs, die genug Fleisch auf den Knochen (nicht Werte!) haben, um sie merkwürdig (im Sinne von "des Merkens würdig") zu machen.
Damit kann ich dann am Tisch auch arbeiten. Und insbesondere bei z.B. Städten ist die Anzahl nötiger NSCs halt auch so hoch, dass man schnell bei Figur Schema A bis E landet, die man dann immer wieder rausholt.
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Offline unicum

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #113 am: 3.07.2026 | 13:49 »
Und woran machst du das fest?

Ich finde das die mehrzahl der Abenteuer die ich gelesen habe die wenigsten NSCs so aufarbeitet das ich sie wirklich spielen könnte. Vieleicht die Hauptprotoganisten aber oft nicht mal diese. Für mich ist oft essentiel warum ein NSC so ist wie er ist, für mich ist das was bei NSC oft nur dabei steht sogar noch weniger wichtig als das was fehlt: Zahlenwerte/Statistik Blöcke/Hüpfpunkte kann ich mir tatsächlich noch am leichtesten improvisieren. Oft genung muss ich die sowieso anpassen da meine Gruppe zu starkt / zu schwach ist und im Levelbereich nicht zum Abenteuer passt. Aber alles was Persönlichkeit eines NSC transprotiert ist oft einfach nicht existent. Klar ich brauch das nicht für alle NSC (Statdwache am Tor (10, Mensch, Soldat Level 1-3, Kurzdödel, Schild, kettengedöns)) aber es ist mir oft genug einfach etwas zu wenig.

Ja mir ist an der Stelle schon klar das dies oft der Scheere zum Opfer gefallen sein könnte im hinblick auf "Das Buch hat 100 Seiten, dein Entwurft lieber Autor aber 113,..." dann wird dann eben dort gespaart worüber sich die meisten nicht aufregen, weil sie es gewohnt sind diese Arbeit eh schon immer zu machen. (oder es in ihren runden nie ein thema war)

An der Stelle kann KI dann unterstützen.

Und wenn man sich mal anschaut was die Bildgebende KI sind in den letzen 3 Jahren gemausert hat ist es, bei gleichbleibender Geschwindigkeit (Bis die KI Blase Platzt, was ich durchaus für möglich halte) da noch einiges drin.

Aber an der stelle auch: Schlechte Abenteuer die nichtmal das Papier wert sind auf die man sie gedruckt hat, die gab es schon recht früh in der Rollenspielzeit und auch heute werden noch welche derartig geschrieben. Das ist aber auch okay, solange es eine Lernkurve gibt die nach oben zeigt. Bei KI tut sie das ... noch ... aber auch hier sehe ich das Damoklesschwert über der KI hängen da ihr (zu recht) die (kostenlosen) Lehrnmöglichkeiten entzogen werden und wenn KI erstmal nur noch von KI lernt wirds wired.

In dem Sinne: Blockt das Tanelorn schon KI Crawler oder werfen wir gerade hier unsere geballtes Wissen der KI zum Frass vor? Spätestens wenn ich das Kürzdödel irgendwo als Waffe sehe werde ich wissen das es so ist.

Online Wyndor

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #114 am: 3.07.2026 | 13:54 »
Eine andere Funktion, die ich gerade bei meinem Setup Teste: Automatische Konvertierung von Abenteuern aus anderen Systemen nach Midgard M5, inkl. Übersetzung, kompletter Verortung in der Welt, Suche und Einbindung von passendem Original-Material als Ersatz, falls nicht vorhanden, Neuentwicklung nach M5 Regeln, Neuzeichnung von Karten, Neugenerierung von Illustrationen. Das klappt auf den ersten Blick recht gut. Ich muss jetzt mal in die Detailprüfungen einsteigen. So kann ich meine AD&D2 Sammlung nochmal reaktivieren, ohne dass ich meine Gruppe zum Systemwechsel bewegen muss.

Offline Arkam

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #115 am: 3.07.2026 | 21:17 »
Hallo zusammen,

ich nutze ChatGPT in der gratis Variante. Ich nutze die KI dazu Material für das Paranoia RPG. Ich habe das von mir geschriebene Material zum Hintergrund und den Text mit den NPCshochgeladen und dann versucht meine Art zu Spielen zu erläutern.
Was Abenteuer angeht habe ich fest das es gerne "Standardabenteuer" werden. Also Ideen die mir spielbar erscheinen. Ich spiele derzeit eigenes Material von da aus habe ich mir dann Details nicht weiter ausarbeiten lassen.

Was die Qualität von Abenteuern angeht habe ich, egal von wann, auch viel Schlechtes oder unzureichendes gelesen. Gerade in der Frühzeit lief es, wie hier schon geschrieben, sehr häufig auf ein Dungeon heraus. Ich habe es häufig genug erlebt das die Geschichte die als Einstimmung erzählt wurde echt Lust aufs Spielen gemacht hat aber der Dungeons dann ziemlich unspektakulär war.
Gerade was NPCs, gerade hochstufige Magieanwender, Pläne und nach den Regeln stimmige Abläufe angeht war es teilweise katastrophal. Aber auch Scherze im Abenteuer, ein Riesenaffe der in einem Film von Spielberg mitspielen wollte bei DSA, waren grenzwertig.
Soweit sind die KIs meinen, sehr eingeschränkten Erfahrungen nach, jetzt.

Ein Produkt das  ja immer genannt wird wenn es um gute Abenteuer / Kampagnenm geht ist die "Enemy within / Der innere Feind" Kampagne für das Warhammer Rpg. Hier bekommt man nicht nur Pläne, Handouts und Zeitvberläufe in die Hand sondern auch Ideen präsentiert wie man mit Problemen umgehen kann.
Da nehme ich dann lieber KI Material als kein Material.

Gruß Jochen
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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #117 am: 12.07.2026 | 08:20 »
Was haltet ihr von sowas für RP?
https://www.heise.de/news/Musikindustrie-beschliesst-abgestufte-Kennzeichnung-von-KI-Inhalten-11361750.html

Mir persönlich reicht eine Offenlegung im Impressum, wie es zum Beispiel bei den letzten Midgard Publikationen der Fall war (für die Illustrationen). Ich brauche keine Sticker oder Label, erwarte aber schon Transparenz. Da sollte ein Verlag schon offen kommunizieren, wie er KI für sich nutzt. Er muss jetzt aber nicht in jedes Buch ein Label bringen, weil jemand 10 Namen mit einer KI erstellt hat oder er sie für eine Korrekturschleife hat drüber laufen lassen. Da sind mir die Sticker zu stark vereinfachend.

Offline sma

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #118 am: 12.07.2026 | 12:16 »
Was haltet ihr von sowas für RP?
Nix. Das Label ist zur Abschreckung und Ausgrenzung gedacht (wie "Made in Germany" ursprünglich). Man hofft durch Stigmatisierung die alten Geschäftsmodelle aufrecht erhalten zu können, weil KI-Musik das Geschäft der Verlage schwerer macht. Dabei gibt es den ehrlichen einen Wettbewerbsnachteil und für die unehrlichen gibt es Wege, das einfach zu umgehen. Wenn da steht, die Komposition kann per KI erfolgen, solange es dann ein Mensch einspielt oder einsingt, würde das ja für RP bedeuten, dass der Rollenspieltext aus einer KI stammen darf, solange es ein Mensch dann noch mal abschreibt oder reformuliert. In RP-Fall ginge es weniger darum, große Megakonzerne zu retten als Menschen eine eh schon extrem schlecht bezahlte Arbeit zu bewahren, aber hier halte ich Stigmatisierung für den falschen Weg. Überzeuge mit Qualtität, nicht nur mit dem Beweis, dass sich ein Mensch Arbeit gemacht hat.

Online Raven Nash

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #119 am: 12.07.2026 | 12:33 »
Ich finde ja schon das "Human Made" Siegel bei DTRPG lächerlich.
Ist im Prinzip wie all diese "Gütesiegel" in der Nahrungsindustrie. Kein Mensch kann nachprüfen, ob die Kriterien eingehalten werden.

In dem Moment, wo man die "Plastik-Optik" verlässt, sind auch die ganzen KI-Erkennungstools überfordert. Wie soll das also ein Mensch erkennen?
Bei Texten ist es ähnlich, zumindest auf Englisch.

Es bleibt also Vetrauenssache - oder man nimmt zur Kenntnis, dass es keine Garantie gibt und lernt damit zu leben. Man geht ja auch nicht den Bauern besuchen, dessen Hof angeblich das Rind großgezogen hat, wie es auf der Verpackung steht.
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Offline Aedin Madasohn

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #120 am: 12.07.2026 | 14:59 »
Kein Mensch kann nachprüfen, ob die Kriterien eingehalten werden.

 :think: KI-Bot "Abmahnanwälte"  :think:
du musst ja nicht labeln, aber wenn du es doch tust, musst du dich daran halten
und zack, Klappe zu - semiintelligenter Anwender (früher Affe genannt) tot

ohhh...wahrscheinlich schon darkside...


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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #121 am: 12.07.2026 | 15:15 »
:think: KI-Bot "Abmahnanwälte"  :think:
du musst ja nicht labeln, aber wenn du es doch tust, musst du dich daran halten
Funktioniert bei "staatlich kontrollierten" Gütesiegeln auch schon nicht.
Bin mir juristisch nicht sicher, aber liegt die Beweislast da nicht beim Kläger, der Verstöße nachweisen muss?
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Offline Aedin Madasohn

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #122 am: 12.07.2026 | 15:37 »
Funktioniert bei "staatlich kontrollierten" Gütesiegeln auch schon nicht.
Bin mir juristisch nicht sicher, aber liegt die Beweislast da nicht beim Kläger, der Verstöße nachweisen muss?

ja, die "Beweislast" liegt beim "Abmahner" - aber zuerst schickt er dir ja eine Mahngebührrechnung.

wenn du die Fristen einhälst, kannst du die Mahngebühr stoppen und DANN muss der Abmahnende dir den Regelverstoß nachweisen.

aus den Anfangstagen der computergeschriebenen HW-Drehbüchern konnten die Jurys noch jedes computergeschriebene Drehbuch aussortieren -
nur aber mit ganz vielen menschengeschriebenen Drehbüchern als Beifang, die ebenfalls als maschinengeschrieben gebrandmarkt wurden.
Könnte also haarig werden, einen Richter von der eigenen Unschuld zu überzeugen... ;D


also, machen wir es wie die Lebensmittelindustrie, die auch überall sich absichert: ...könnte Spuren von Nüsse nonhomosapienten Machwerken enthalten...

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #123 am: 12.07.2026 | 15:46 »
Ich glaube da kommt nix, außer freiwillige Kennzeichnungen, aber vermutlich bleibt es bei "Human Made" und "KI frei" und sowas. Währenddessen wandern KI Funktionen in alle Anwendungen, so dass das Human Made Label immer schwieriger wird zu halten oder klar zu definieren.

Die Musikindustrie hat da ganz eigene finanzielle Interessen. Aber wer interessiert sich denn wirklich für das, was im Rollenspielbereich passiert, außer die sich selbst regulierende Community.

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #124 am: 12.07.2026 | 16:13 »
Währenddessen wandern KI Funktionen in alle Anwendungen, so dass das Human Made Label immer schwieriger wird zu halten oder klar zu definieren.
Genau darin liegt der Hund begraben, denn wer soll denn wie analysieren, ob ein Bild z.B. mit KI-Tools im Bildbearbeitungsprogramm bearbeitet wurde? Und wo zieht man die Grenze zu "human-made"?

Ich arbeite z.B. viel mit Fotos, die ich von GPT in Illustrationen umwandeln lasse. Fotos sind von mir, Minis und Szenerien damit auch - was ist das nun?

Die ganzen Labels sind doch in Wahrheit nur ein Marketing-Gag, der die KI-Gegner anziehen soll. Den anderen ist es egal, aber so gewinnt man auch diese Kunden, die sowas "aus Protest" oder "Überzeugung" kaufen. Ich denke nicht, dass auch nur einer der Käufer das Produkt am Ende auf eventuelle KI-Reste durchsucht.
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