Wer KI-Übersetzungen ungeprüft übernimmt, ist auch selbst schuld. Aber die KI die Vorarbeit machen zu lassen und nachher selbst nachzuarbeiten, kann zu guten Ergebnissen führen. Und das schneller und billiger.
Das gilt noch mehr, wenn ich die Ergebnisse gar nicht veröffentlichen will: Wenn ich ein englisches Abenteuer durch den Übersetzer laufen lasse, damit ich es einfacher verwenden kann, dann geht es mir gar nicht um Stilfragen oder um eine Übersetzung in gutes Deutsch. Es geht mir um Plausibilität. Wenn alles, was ich lese, für mich und meine Gruppe passt, dann ist es mir doch egal, ob die Übersetzung komplett korrekt ist. Das juckt mich am Spieltisch nicht die Bohne.
Insofern könnte der Markt für professionelle Übersetzungen von Abenteuern echt schmaler werden.
Den Hauptpunkt sehe ich aber an anderen Stellen: Weiterverarbeitung von Material mit Hilfe von KI.
Programme zur Charakterverwaltung, zur Gestaltung und Verwaltung von Schauplätzen (z.B. Städten oder Landesteilen) wird mit KI zusehends einfacher und mit höherer Qualität machbar. Das heißt, dass Fans auf offiziellem Material aufbauen und dieses asuschmücken, erweitern und verbessern können. Und wenn mit dem Urheberrecht gewedelt wird, dann erfindet halt wer eine universell nutzbare Stadt und baut die auf und jede SL kann die in seine Spielwelt pflanzen, wie sie will. Und mit genügend Mitwirkenden hat man bald tausend oder mehr Türen in dieser virtuellen Stadt, an die man klopfen kann, um dahinter NPCs, Bodenpläne und Geschichten zu finden. Das kann kein Verlag in Auftrag geben oder bezahlen.