Autor Thema: Rollenspiele, die Ihr früher abgefeiert habt und heute ablehnt.  (Gelesen 5262 mal)

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Offline Luxferre

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Offline rillenmanni

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Ich wusste doch, dass ich zu hart fürs Geschäft bin!
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Ich habe den Zyklus bei einem Spiel sogar zweimal durchgemacht. Nämlich bei D&D.
Mein erstes Rollenspiel, das ich besessen habe, war die deutsche Basisbox. Ich war damals richtig begeistert von dem Konzept, konnte es aber nie spielen. Das ging dann erst einige Zeit später in einer Ad&d-Runde. Aber eigentlich habe ich zu dem Zeitpunkt schon längst viele andere Systeme, die ich eher spielen wollte. Natürlich war ich da der Einzige gewesen und wir haben so häufig den Scheiss gespielt, bis mir D&D zum Hals raus gehangen hatte.
Dann kam die dritte Edition und die fand ich, genauso wie die 3.5 extrem schick mir den ganzen Optionen... bis ich den Scheiss selber gelitten habe.Die vierte Edition war dann dann wieder eine regelrechte Breath of fresh Air gewesen.
Ich bin viel lieber suess als ich kein Esel sein will...
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Nicht Sieg sollte der Zweck der Diskussion sein, sondern
Gewinn.

Joseph Joubert (1754 - 1824), französischer Moralist

Offline Templar

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Starwars D6
Ich mag das aktuelle Starwars lieber.

Earthdawn.
Das System wo man Werte steigert die dann nicht zu einer Verbesserung des Würfels führen wegen irgendwelcher Rundungen oder Tabellen ist bullshit.
Aber Luftpiraten waren ok.

DSA Professional
Das Runenmagie system ist einfach schlecht. Die Welt mag ich aber...sogar das Rüstungsystem aber ich spiele halt gerne magiebegabte und sowohl das Runensystem als auch Sombrai sind schlecht.

Shadowrun
Ich mochte es bis ich mit Menschen gespielt habe die tonnen weise Equipment Bücher hatten.
und das Würfelsystem ist einfach unbrauchbar mit zwei stellschrauben wie Schwierigkeit und Erfolge...außer für die memes

Vampire Masquerade
Das Würfelsystem ist zu sperrig und zu langsam und steht dem Rollespiel im weg und verhindert eine schnelle Lösung von Konflikten.
Dann auch wieder 2 Stellschrauben, Schwierigkeit und Erfolge....
Man wird direkt mit einem Satz an Feinden geboren...das mag ich nicht.

Mage the Ascention 2nd Edition
alles wie bei Vampire Masquerade aber außerdem auch ein unvorhersehbares magie system wo man nie wusste was man kann...bzw. was man kann hing davon ab wie man selbst sein Paradigma gerade auslegte...man hat sich quasi gegenseitig am Spieltisch verarscht...denn sowas wie ein Paradigma kann man ja nicht wirklich in wenigen sätzen festlegen und ist eher etwas das Bücher füllt...und das macht ja niemand, auch um den SL zu schonen...

DSA 2 bis 5
Also vor allem die Regeln. Ich mag weite Teile der Welt. Aber die 3w20 probe ist einfach dumm. Und die verschiedensten Regelsubsysteme sind mir auch zu viel.
Ich mag zwar die welt...aber in den bekannten Kontroversen bin ich kritisch gegen über bestimmten Designentscheidungen Aventurien betreffend:
-Aventurien muss geographisch und demographisch größer sein
-Peng statt plöpp im Horasreich/Lieblichen Feld usw.
-Meine eigene Kontroverse: Magier sind viel zu omnipräsent. überall Magierakademien und Magier sind kein bisschen geheimnisvoll oder etwas das Unsicherheit verbreitet. Nie muss man sich fragen ob irgendwer ein Magier ist und vielleicht einem bösen Meister dient...Magier sind einfach so wie Ingineur Nerds, und man erkennt sie meilenweit am X-men Tshirt...oder ihrem akademie Hoodie...
Das ist doch bescheuert.




Online Mr. Ohnesorge

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Aber du mochtest alle diese Systeme mal, ja? Von wegen Threadtitel und so.
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Offline andymk

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Ich sehe schon, in bin in guter Gesellschaft.

Savage Worlds: Was hab ich es geliebt. Aber wenn man es länger spielt... der Fast! Fun! Furios! - Faktor ist relativ schnell raus, und es wird Fiddelig! Ferdammt langsam! Fucking Swingy! - Nein danke, leider. Ich wünschte, es gäbe eine modernere Version davon, oder einen neuen Versuch von irgendwem, ein brauchbares Universalsystem zu machen.

D&D prä 4E: 3, 3.5 und Pathfinder haben wir JAHRELANG gespielt, aber natürlich macht das überhaupt keinen Sinn mehr, wenn man die 5E zur Verfügung hat, die man lieben oder hassen kann (ich liebe sie noch, oder mag sie jedenfalls sehr gerne, auch und gerade die neue Version), die aber einfach SO viel einfacher zu handhaben ist. AD&D ist aus meiner Sicht heute ebenfalls unspielbar, für das Spielgefühl gibt es zahllose OSR und NSR Systeme.

Shadowrun: Lange gespielt, aber wohl nie mehr wieder. Hier nenne ich auch keine Version. Die alten waren mechanisch driss, und die neuen sind es auch. Dazu der Regelbuch-Overkill und das Spielgefühl, das inzwischen viel zu weit von verchromtem Cyberpunk weg ist. - Das Setting an sich ist natürlich leider geil.

DSA: Spiele ich sogar noch, aber nur aus sozialen Gründen. Auch hier gilt, unabhängig von der Version: Mechanisch aus meiner Sicht völliger Rotz, kann sich nicht zwischen Bauergaming und High Fantasy entscheiden, und die meisten Mitspieler sind leider genau so dröge wie das System. - Auch hier ist das Setting leider gar nicht mal so schlecht. Aber halt mit dem System und mit der Drögigkeit von allem zu eng verheiratet.

7te See: Das für mich schlimmste System, was ich je gespielt habe. Es versprach schnelle, cineastische Mantel-und-Degen-Action, und lieferte ein völlig überkompliziertes Mist-System, das für jeden Spezialfall eine eigene Probe will, und Charaktere übel bestraft, die einen Skill nicht haben. Nicht lange gespielt, aber mit hohen Erwartungen, und die wurden übelst enttäuscht.


Offline Galatea

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Für alle, die sich an den Begriffen aufhängen.
Mich interessiert ehrlich gesagt gar kein "früher habe ich dies und heute das gespielt" sondern mich interessiert, in Anlehnung an den anderen Fred, was ihr mal richtig richtig cool fandet und heute einfach nicht mehr auf dem Tisch ertragt. Also harte Emotionen bitte und kei Deutsche Steuererklärung 4.0 zu vergangenen Rollenspielsystemen  ;D
Na dann...

Alles was explodierende Würfel hat, längere Version.

Es gab mal eine Zeit wo ich solche Mechaniken sehr lustig fand, das hat sich aber gelegt, nachdem ich die Gelegenheit hatte mehrere Erfahrungen zu machen, WIE krass solche Freakrolls in der Praxis tatsächlich werden können.

Vor Ewigkeiten hat meine damaligen Gruppe für ein eigenes RPG-Projekt mit diverse Regelsystemen experimentiert und sogar ein recht interessantes Pseudoticksystem gebaut (Kampfrunden, aber alle Aktionen haben Initiative gekostet, man konnte mehrere Aktionen pro Runde machen, die dann mit der jeweiligen Rest-Initative abgearbeitet wurden), das auch explodierende Schadenswürfel hatte.
Die Mechanik ist an dem Tag gestrichen worden, als einer der Charaktere bei einer Spionagemission einen Wachmann mit einem Steinwurf gegen den Hinterkopf ausnocken wollte und stattdessen dessen Schädel über die umgebenden fünfzig Meter verteilt hat. Die Würfel sind dermaßen explodiert, der arme Kerl hat mehr als das dreifache seiner Lebenspunkte an Schaden genommen.

Endgültig madig gemacht hat mir die Mechanik dann Star Wars D6 (ich mag das D6-System, aber der Teil mit den explodierenden Würfeln ist dumm).
Mein Charakter (Insektoidensoldat, der aufgrund, ähm... philosophischer Beschränktheit und Mangel an Emotionen fundamental Probleme hatte den Unterschied zwischen heller und dunkler Seite der Macht zu verstehen) hatte ein paar Sonderregeln, u.a. dass er alle Machtproben mit 1W6-4 würfelt (das ist weit unter dem was selbst der schlechteste Padawan-Build hat). Ich musste in besagtem Abenteuer zweimal auf Machtanwendung würfeln. Erster Wurf über 30 (glaube 33 oder 35), zweiter Wurf knapp unter 30 (28 oder so). Der hat den Jedimeister und seinen Padawan (die beide weit höhere Werte hatten) total im Staub stehen lassen, was mehr oder weniger das Charakterkonzept zerschossen hat (zumindest für besagten Abend). Der (damals neue) Jedimeister hat sich auch gefragt, was für einen Müll ihm seine Akademiekollegen da erzählt haben und ob die sich einen Spaß auf seine Kosten erlaubt haben - ganz davon abgesehen von der Frage, ob man ein so 'mächtiges' Individuum in einem solchen "geht gegen Null"-Trainingsstand überhaupt frei außerhalb der Akademie herumlaufen lassen darf.

Wer baut so ein System und kommt dabei nicht auf die Idee irgendwo eine Deckelung einzubauen? Ein bisschen explodieren ist ja okay, aber wenn ein Charakter statt 3 Schaden plötzlich 30+ macht, dann wird das doch ziemlich lächerlich. Mit genug Würfeldusel kann da ein Ewok-Steinkatapult ein AT-AT fällen, wie bescheuert ist das denn bitte?
Dagegen sind selbst die D&D-Freakrollkrits mit Maximalschadenswurf und Schadenverdopplung (70 Schaden mit 6W6 und ähnliche Späße) noch harmlos, und die sind schon ziemlich bescheuert.
« Letzte Änderung: 21.04.2026 | 20:11 von Galatea »
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Offline SirRupert

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Wie bei vielen Vorrednern ist „Ablehnen“ das falsche Wort, aber meine Antwort lautet wohl: Rolemaster.
Wobei ich immer mal wieder eine Nostalgierunde leite und auch schon ein wenig in Richtung Rolemaster Unified lünker.

Aber nein, für ernsthafte Runden ist Rolemaster eigentlich keine Option mehr für mich.
Auch wenn ich gerade wieder richtig Bock darauf bekomme, während ich das hier schreibe und an früher zurückdenke – als natürlich noch alles besser war. ~;D

Offline WeepingElf

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@andymk: Shadowrun hat mit Cyberpunk so viel zu tun wie D&D mit Mittelalter. Und die Regeln sind zu kompliziert und die benötigten Würfelmengen Overkill. Ich habe noch nie an Würfelpoolsysteme geglaubt.

@Galatea: Was Du da schilderst, ist absolutes Systemversagen. Krass. Auch an explodierende Würfel habe ich noch nie geglaubt.

@SirRupert: Rolemaster ist mir noch in Erinnerung, ich war ein paar Jahre in einer Runde, die sogar zwei parallele Rolemaster-Kampagnen mit verschiedenen SLs spielte, von denen einer seine Mühe mit dem System hatte und viel "Pi mal Daumen" regelte - das gefiel mir besser als das Spiel mit dem anderen, obwohl mir der als Mensch sympathischer war.
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Offline Templar

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Aber du mochtest alle diese Systeme mal, ja? Von wegen Threadtitel und so.
Ja sehr.
Ich glaube man mag sie bis man auf Probleme stößt oder zuviele Workarounds  ansammelt um sie weiter spielen zu können.

Teilweise fand ich das Spielerlebnis revolutionär bei Vampire z.b. man hinterlässt einfach nicht eine endlose Strecke von Leichen auf einer Reise von Ort zu sondern lebt möglichst gesittet in seiner Stadt...
Das war auch so ein Eyeopener...Richtung Fantasy Rollenspielen...
Ich glaube man kann es so sagen:

Der Feind des Guten ist das Bessere!

Ich bin probiere vielleicht zuviel Neues aus.
« Letzte Änderung: 22.04.2026 | 17:18 von Templar »

Offline Templar

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Savage Worlds: Was hab ich es geliebt. Aber wenn man es länger spielt... der Fast! Fun! Furios! - Faktor ist relativ schnell raus, und es wird Fiddelig! Ferdammt langsam! Fucking Swingy! - Nein danke, leider. Ich wünschte, es gäbe eine modernere Version davon, oder einen neuen Versuch von irgendwem, ein brauchbares Universalsystem zu machen.
Ich habe damit DSA gespielt (in Tharun) . Hat es funktioniert ? JA
Ich fand es auch schnell...(nicht furios) , ich meine fast alles ist mit einem treffer tot. Und meist muss man sich nur merken ob man angeschlagen ist oder nicht...
Aber ich mag es nicht wie die Attribute in dem System funktionieren. Also das es cap wert für die Fertigkeiten ist...wtf.
Dann steigerst du einfach einen Capwert und hast nichts davon ...außer irgendwann mal Fertigkeiten billiger steigern zu können..

Online Mr. Ohnesorge

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Ja sehr.
Ich glaube man mag sie bis man auf Probleme stößt oder zuviele Workarounds  ansammelt um sie weiter spielen zu können.

Teilweise fand ich das Spielerlebnis revolutionär bei Vampire z.b. man hinterlässt einfach nicht eine endlose Strecke von Leichen auf einer Reise von Ort zu sondern lebt möglichst gesittet in seiner Stadt...
Das war auch so ein Eyeopener...Richtung Fantasy Rollenspielen...
Ich glaube man kann es so sagen:

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Ich bin probiere vielleicht zuviel Neues aus.


 :d

Interessante Erkenntnis ;D
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Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Interessant finde ich übrigens, daß dieser Thread inzwischen mehr als doppelt so viele Beiträge hat wie der Spiegelthread, welche RPGs man früher doof fand und jetzt liebt (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,124369.0.html).

Meckern macht mehr Spaß als loben, scheint mir.  ^-^
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Offline Templar

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Das hat mit Spaß überhaupt nichts zu tun. Es geht hier um die Pflege urrrrdeutschen Brauchtums.  ~;D

Das hier ist jetzt aber nicht wirklich der Meckerthread oder?

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Reine Thermodynamik. Die Entropie muß ja zunehmen. :korvin:

Online Kurna

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Interessant finde ich übrigens, daß dieser Thread inzwischen mehr als doppelt so viele Beiträge hat wie der Spiegelthread, welche RPGs man früher doof fand und jetzt liebt (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,124369.0.html).

Meckern macht mehr Spaß als loben, scheint mir.  ^-^
Naja, das finde ich ganz normal. Denn etwas, dass man liebt spielt man (meistens) oft und kann dadurch weitere Erfahrung damit sammeln, also z.B. auch die, dass es doch nicht so gut ist wie ursprünglich gedacht. Etwas, dass man am Anfang nicht mag, wird man ja auch fast nie wieder spielen. Also ist die Chance zu merken, dass es einem eigentlich doch gefällt (z.B. weil vorher falsch eingeschätzt oder weil sich der eigene Geschmack geändert hat), nur sehr gering.
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Offline Smoothie

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zudem kommt ja auch (gefährliche Meinung, ich weiß), dass sich Rollenspiel einfach weiterentwickelt. Ich bin zwar auch ein alter Sack, aber ich finde viele - nicht alle - neuen Sachen einfach auf vielen Ebenen besser und würde regelseitig keine Dinge aus dem letzten Jahrtausend mehr anfassen wollen...
Inzwischen bin ich geneigt zu glauben, dass an der DnD Satanic Panic in den 80ern was dran war. Allein, es waren nicht die Inhalte. Es waren die Regeln, die aus der Hölle kommen...

Offline Nodens Sohn

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Das erste Rollenspiel mit dem man in dieses Hobbie gezogen wurde war natürlich früher genial. Bei mir war es "Schwerter und Dämonen" bzw. Tunnels & Trolls. Ach was habe ich es damals geliebt. Heute könnte ich mit den Kampfregeln von damals nicht mehr klarkommen. Ich will meinen eigenen Schaden für mich alleine machen.

Und Midgard, mein Folge-Rollenspiel, war für mich das beste Rollenspiel überhaupt. Jahrzehntelanges Charakerbuilding? Kein Problem! Aber es hat, so finde ich, so extrem viel Staub angesammelt. Ich finde es mittlerweile doch sehr behäbig und altbacken. (auch wenn das andere als besonderen Vorzug sehen). Ich bin jedenfalls auf die Rundumerneuerung sehr gespannt.

Dann kam D&D rote und blaue Box! Ach was habe ich das gesuchtet. Aber mal ehrlich, wer möchte, nach den Originalregeln, einen Dieb spielen? Und dann diese undurchschaubaren und unerwartbaren Sonderregeln. Nö - auch das fasse ich mit keiner Beißzange mehr an. Ich liebe OSR, doch spiele ich es mit Rollenspielen, die mir das Gefühl von damals wieder geben, die meisten kruden Regeln von damals jedoch ausgebügelt haben.

So, das war mein Senf dazu!

Offline WeepingElf

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Naja, das finde ich ganz normal. Denn etwas, dass man liebt spielt man (meistens) oft und kann dadurch weitere Erfahrung damit sammeln, also z.B. auch die, dass es doch nicht so gut ist wie ursprünglich gedacht. Etwas, dass man am Anfang nicht mag, wird man ja auch fast nie wieder spielen. Also ist die Chance zu merken, dass es einem eigentlich doch gefällt (z.B. weil vorher falsch eingeschätzt oder weil sich der eigene Geschmack geändert hat), nur sehr gering.

Ja - wir alle spielen Rollenspiele (oder würden gern welche spielen), damit sie uns Spaß machen - und da verfehlt eben ein Spiel, das einem keinen Spaß macht, ganz einfach seinen Zweck, und man hat keinen Grund, es zu spielen ;) Und wie andere hier schon gesagt haben, entwickeln sich sowohl die Spiele als auch wir Spieler im Lauf der Zeit weiter, und die Präferenzen und Wahrnehmungen verändern sich - da nimmt es kaum Wunder, dass man irgendwann nicht mehr spielen möchte, was man früher mal gern gespielt hat.
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Offline Galatea

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Und Midgard, mein Folge-Rollenspiel, war für mich das beste Rollenspiel überhaupt. Jahrzehntelanges Charakerbuilding? Kein Problem! Aber es hat, so finde ich, so extrem viel Staub angesammelt. Ich finde es mittlerweile doch sehr behäbig und altbacken. (auch wenn das andere als besonderen Vorzug sehen). Ich bin jedenfalls auf die Rundumerneuerung sehr gespannt.
Dem stimme ich durchaus zu, muss aber auch sagen, dass bei Midgard (zumindest in dem Levelbereich in dem wir gespielt haben) die Kämpfe wenigstens nicht aus stundenlangem HP-Runterkloppen bestanden.
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Dem stimme ich durchaus zu, muss aber auch sagen, dass bei Midgard (zumindest in dem Levelbereich in dem wir gespielt haben) die Kämpfe wenigstens nicht aus stundenlangem HP-Runterkloppen bestanden.

Na ja, das tun sie bei D&D auf den niedrigen Stufen ja auch (noch) nicht. ;D

Und ob sich auf den hohen dann das stundenlange AP-Runterkloppen wirklich so sehr vom LP-Runterkloppen unterscheidet...da müßte mal jemand aus dem Nähkästchen plaudern, der sich damit besser auskennt. :think:

Offline Luxferre

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Ist ja auch meiner  ~;D
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Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Luxferre weiß, was die Massen wollen!!!  :headbang:
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Offline Luxferre

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Schlechte NachrichtenTM durchgespielt  >;D
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Offline Luxferre

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Ich habe noch eines: Midgard 5

Es gabe eine Zeit, ungefähr zur Veröffentlichung und eine drittmittelkurzlange Zeit danach, als ich total hyped war.
Wir haben es 1:1 und in der Gruppe gespielt.
Wenn man sich drauf einlässt, dann ist das ein recht stabiles und gutes System. Dass die Stufen im Wachstum des Heldens geschehen und keine spontanen ad-hoc-Machtzugewinne passieren, finde ich super! Leider auf längere Sicht dann doch verbuggt.
Die K(r)ampfregeln sind nicht ohne. Dagegen spielt sich RoleMaster Unified flüssig. Individuelle Einzelwünsche sind nicht mal eben zu improvisieren. Das Magiesystem ist meh. Also verschwand es dann wieder im Schrank, weil sich 2 Spieler so gar nicht und ich so mittel anfreunden konnten ...und der SL wiederum war/ist Feuer-und-Flamme. Was wiederum sehr bedauerlich für ihn ist, zumal der gemeinsam entschiedene Wechsel zu RMFRP auch unsäglich abgebrochen wurde.
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