Autor Thema: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...  (Gelesen 6250 mal)

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Online Ainor

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #25 am: 26.06.2026 | 12:35 »
Star Wars war mal die größte Sci-Fi-IP. Jetzt sagen die Leute die das früher dekadenlang(!) geliebt und mit viel Geld gefüttert haben, Star Wars interessiere sie nicht mehr!

Wenn man nichts rausbringt kann man auch nichts falsch machen.

Alle Serien/IPs/Themen haben eine begrenzte Lebenszeit, und alles was kontinuierlich neue Inhalte produziert wird irgendwann schlecht. Warum sollte es hier anders sein?

Ich fand es eher überraschend dass sie nach der enttäuschenden Episode 7 noch ein paar gute Sachen hinbekommen haben. 

Geiler Click-Bait Titel, aber hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.
Die 85 % kommen Zustande weil man die Zuschauerzahlen des den ersten Star Wars Kinofilms seit den Prequels mit einem Film zu einer Star Wars Serie vergleicht.

Jupp, wenn man z.B. das Budget vergleicht sieht es schon ganz anders aus.
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #26 am: 26.06.2026 | 12:43 »
Wenn man nichts rausbringt kann man auch nichts falsch machen.
Es ist doch jede Menge an Krams regulär und im Extended Universe bis zum Beginn der Episode I-III herausgekommen. Bücherreihen, Comicreihen, Merch, Spiele, Videospiele usw. Einige davon haben sogar einen Legendenstatus erreicht. Mit dem Beginn der Episode I ist dass dann nochmal explodiert. 
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Offline Zanji123

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #27 am: 26.06.2026 | 12:50 »
... hat 85 % seines Publikums verloren"

- hat ein neues TCG das sogar ziemlich gut läuft mit "Star Wars Unlimited" das sogar n bisschen eigene Wege geht (mit separater "Luftkampf" und "Bodenkampf" Area
- mehrere Brettspiele
- ein Tabletop
- Serien

...ja... absolut tot

evtl. auch ein Grund das, sobald IRGENDWAS neues kommt, erstmal alles schlecht geredet wird. Imho sind einfach 85 % dieser Fans Ü40 haben die alten SW Teile im Kino gesehen und alles was danach kommt mögen die nicht.
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Offline blackris

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #28 am: 26.06.2026 | 12:53 »
Ich möchte die Aussage übrigens nicht unwidersprochen stehen lassen, Star Wars sei politisiert worden. Wem nicht auffällt, dass eine Story über eine zusammengewürfelte, diverse Gruppe an Rebellen, die ein xenophobes, faschistisches Imperium zu Fall bringen will, nicht politisch sei, hat einiges verpasst.

Außerdem war schon die zweite Trilogie großer Mist.   8]

Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #29 am: 26.06.2026 | 12:58 »
Ich picke mir eigentlich überall das raus, was mir gefällt, und ignoriere den Rest. Bei den Prequels z.B. habe ich Obi-Wan Kenobi gespielt von McGregor sehr gemocht, ebenso die Idee der feigen Neimoidianer und ihrer Droidenarmeen, sowie die Senatsintrigiererei, und auch die Klonarmee. Und so halte ich das heute noch. Und habe auf diese Weise immer noch Freude an dem Ganzen.

So nebenbei, ich hab vor kurzem die Radio Dramas zu den Filmen aus den 80ern entdeckt, die sind sehr cool. Da wird mehr auf die Gefühls- und Gedankenwelt der Helden eingegangen, und viele Lücken werden geschlossen - z.B. was für Anweisungen Leia R2-D2 genau an Bord der Tantive IV gegeben hat. Macht das Ganze sehr viel logischer und realistischer, ich kann die nur empfehlen.
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Online Ainor

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #30 am: 26.06.2026 | 13:07 »
Es ist doch jede Menge an Krams regulär und im Extended Universe bis zum Beginn der Episode I-III herausgekommen. Bücherreihen, Comicreihen, Merch, Spiele, Videospiele usw. Einige davon haben sogar einen Legendenstatus erreicht.

Nicht vergleichbar. Und ein bei weitem kleineres Publikum.

Außerdem war schon die zweite Trilogie großer Mist.   8]

Joa, zumindest nach IMDB Werten ziemlich gleichauf. Nur das sie von 1 bis 3 besser wurd während 7 bis 9 schlechter wurden...
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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #31 am: 26.06.2026 | 13:09 »
Ich möchte die Aussage übrigens nicht unwidersprochen stehen lassen, Star Wars sei politisiert worden. Wem nicht auffällt, dass eine Story über eine zusammengewürfelte, diverse Gruppe an Rebellen, die ein xenophobes, faschistisches Imperium zu Fall bringen will, nicht politisch sei, hat einiges verpasst.
::) Du weißt genau was gemeint ist.

Außerdem war schon die zweite Trilogie großer Mist.   8]
Du wirst lachen, ich bin da bei vielen Elementen bei dir.  >;D Ich hätte Episode I - III auch anders aufgezogen. Aber sie war immer noch um Welten besser als die dritte Trilogie.


@Nicht vergleichbar: Ich finde schon, denn es hat die IP jahrzehntelang am Leben erhalten.
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Online Kurna

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #32 am: 26.06.2026 | 13:20 »
Für mich haben diese fallenden Zuschauerzahlen neben ein paar schon von anderen erwähnten Aspekten auch einen wichtigen Grund, der in einer Exekutiventscheidung von Disney liegt und nur bedingt mit Qualität zu tun hat und auch nicht Star Wars spezifisch ist, sondern mindestens auch genauso (wenn nicht sogar noch stärker) auf Marvel zutrifft. Ich rede von der Entscheidung, zusätzlich zu den Filmen auch eng damit verzahnte Serien praktisch exklusiv auf Disney+ zu bringen.
Die Idee dahinter war, dass die jeweiligen Filme als so besonders gelten würden, dass die Leute quasi gezwungen wären, sich ein Disney+ Abo zu holen und dann auch die Serien zu schauen. Wird zu einem gewissen Grad vermutlich auch funktioniert haben. Was man aber mE dabei unterschätz hat, ist wie stark das umgekehrt auch die Filme abgewertet hat. Die waren plötzlich Teil eines Serienuniversums und gefühlt eigentlich auch nicht viel mehr als eine Langfolge dieser Serien. Dann kann man sie auch gleich im Streaming schauen, statt überhaupt noch ins Kino zu gehen. Noch verstärkt dadurch, dass die Sperrfristen zwischen Kino- und Streamingauswertung verkürzt wurden. Plus das einige Leute dann vielleicht auch durch die schiere Masse abgeschreckt wurden ("Das muss ich alles kennen um diesen Film zu schauen?"). Gerade den Casuals kann das dann einfach zu viel sein.
Vielleicht hat sich das insgesamt für Disney sogar trotzdem finanziell gelohnt. So Punkte wie regelmäßige monatliche Einkünfte durch Abos statt einzelne große Peaks durch Filme, Steuerfragen ("was kann man wo wie abschreiben?"), wie beeinflusst es Merchverkäufe usw. spielen da ja auch mit rein. Ich finde es aber nicht überraschend, dass die Einnahmen durch Filme dadurch zurückgegangen sind.
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Offline Jiba

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #33 am: 26.06.2026 | 13:27 »
::) Du weißt genau was gemeint ist.

Nee, weiß er nicht! Ich habe auch keine Ahnung, was du da meinen könntest. Der Beißreflex für sogenannte "politische" Themen ist inzwischen so ausgeprägt, dass er nach allem schnappt und alles irgendwie dasselbe ist und miteinander zusammenhängt.

Schreib ordentlich hin, was du meinst. Oder willst du nicht verstanden werden?
Engel – ein neues Kapitel enthüllt sich.

“Es ist wichtig zu beachten, dass es viele verschiedene Arten von Rollenspielern gibt, die unterschiedliche Vorlieben und Perspektiven haben. Es ist wichtig, dass alle Spieler respektvoll miteinander umgehen und dass keine Gruppe von Spielern das Recht hat, andere auszuschließen oder ihnen vorzuschreiben, wie sie spielen sollen.“ – Hofrat Settembrini

Offline unicum

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #34 am: 26.06.2026 | 13:32 »
Als alter Wissenschaftler frag ich mich manchmal bei solchen Titeln,... "und was ist der Referenzwert, also die 100%? "Seines Publikums" hm okay das ist aber etwas wischi Waschi, sicher seit dem erscheinen der ersten drei filmen sind sicherlich auch die ein oder anderen Fans verstorben,... einige haben kein interesse mehr oder sind zu etwas anderem weitergezogen - es gibt ja auch ein paar SF Francies mehr als anno dunnemals,.. es verteilt sich mehr.

Offline Megavolt

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #35 am: 26.06.2026 | 14:12 »
Star Wars ist schon noch produktiv tätig, indem es zum Beispiel (ganz konkret: über RedletterMedia) das moderne Genre der YT-Verriss-Filme erzeugt hat. Das treibt ja stellenweise sehr schöne Blüten und ist auf seine Weise eine eigene Kunstform geworden.
Ich muss sagen, ich habe mir z.B. die Plinkett-Filme DEUTLICH häufiger und mit mehr Gewinn und Genuss angesehen als die neuen StarWars Filme selbst. Und am Ende ist es ja egal, wo Gewinn und Genuss herkommen.  ~;D

Weiterhin noch eine anekdotische Anmerkung:
Ich beobachte mit einem gewissen Amüsement bei mir selbst, wie sehr ich mittlerweile raus bin. Ich musste z.B. erst googeln, wer oder was ein "Grogu" ist und dachte, "Mandalorian und Grogu" sei einfach die nächste haarsträubende und zum spektakulären Absturz verdammte Star Wars-Serie. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das allen Ernstes ein vollwertiger Film ist.  ~;D

Der neue Kram hat einfach grundsätzlich nicht mehr verfangen. Die Gründe dafür sind ja offensichtlich und sind internetweit weidlich durchzelebriert worden. Ich habe letztens das Star Wars Deckbuilding-Game gespielt (ein ziemlich gutes, flottes Spielchen!). Alle memorablen Elemente sind zu 90% aus der Ursprungstrilogie und das liegt nicht an mir und weil ich so doof bin, sondern das Spiel ist sehr bewusst so gestaltet. Das wirkt auf mich, als ob man einfach aufgegeben hat, den Konsumenten den neuen Kram in den Rachen zu stopfen. Sie wollen ihn nicht. :)

Vielleicht wäre die Frage in die Runde spannend, wer von euch wann die Segel gestrichen hat, was Star Wars angeht?
Ich persönlich war sogar nach den bizarren Prequels noch absolut bereit, Star Wars eine Chance zu geben, aber ich glaube, bereits Teil VII und die nicht zuletzt die gute Rey haben mich dann schnell und endgültig rausgeschossen. Seitdem schaue ich Star Wars nur noch durch die Finger hindurch an, erwarte das Schlimmste und werde praktisch immer bestätigt.  ~;D Und irgendwie macht das ja auch Spaß, nur eben auf eine andere - sagen wir mal "makabere" - Art und Weise.
« Letzte Änderung: 26.06.2026 | 15:20 von Megavolt »

Offline Swanosaurus

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #36 am: 26.06.2026 | 14:31 »
Es ist doch jede Menge an Krams regulär und im Extended Universe bis zum Beginn der Episode I-III herausgekommen. Bücherreihen, Comicreihen, Merch, Spiele, Videospiele usw. Einige davon haben sogar einen Legendenstatus erreicht. Mit dem Beginn der Episode I ist dass dann nochmal explodiert.

Gerade die Bücher waren für mich damals ehrlich gesagt ein rotes Tuch - ich habe das als die Art von Verwässerung empfunden, die heute viele in den Serien sehen. Mein Eindruck war: Damit ist klar, dass nie wieder SW-Filme kommen, stattdessen massenhaft mehr oder minder guter Bücher voller Fanservice und eine unüberschaubare und inkonsistente Continuity. Das fing für mich gefühlt mit Der Pakt von Bakura an ... den ersten Timothy-Zahn-Roman habe ich noch gelesen und war kein bisschen begeistert davon, den Rest habe ich mir dann gespart. Und das sollte die "offizielle" SW-Fortsetzung sein?

Ich schätze mal, das ganze damalige Expanded-Universe kann man ebenso trefflich auseinandernehmen wie alles, was heute stattfindet. Ich nicht, weil ich so wenig davon kenne. Als "richtiges" Star Wars konnte ich das jedenfalls nie akzeptieren.

Episode I-III fand ich dann auch nicht so toll, aber immerhin, Star Wars war wieder im Kino und ich musste nicht drei Dutzend Bücher gelesen haben, um durchzublicken.
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Meine Veröffentlichungen:
Season of the Snail für Troika!: https://www.drivethrurpg.com/de/product/524068/season-of-the-snail
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Offline tarinyon

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #37 am: 26.06.2026 | 15:01 »
Star Wars ist schon noch produktiv tätig, indem es zum Beispiel (ganz konkret: über RedletterMedia) das moderne Genre der YT-Verriss-Filme erzeugt hat. Das treibt ja stellenweise sehr schöne Blüten und ist auf seine Weise eine eigene Kunstform geworden.
Ich muss sagen, ich habe mir z.B. die Plinkett-Filme DEUTLICH häufiger und mit mehr Gewinn und Genuss angesehen als die neuen StarWars Filme selbst. Und am Ende ist es ja egal, wo Gewinn und Genuss herkommen.  ~;D

Weiterhin noch eine anekdotische Anmerkung:
Ich beobachte mit einem gewissen Amüsement bei mir selbst, wie sehr ich mittlerweile raus bin. Ich musste z.B. erst googeln, wer oder was ein "Grogu" ist und dachte, "Mandalorian und Grogu" sei einfach die nächste haarsträubende und zum spektakulären Absturz verdammte Star Wars-Serie. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das allen Ernstes ein vollwertiger Film ist.  ~;D

Der neue Kram hat einfach grundsätzlich nicht mehr verfangen. Die Gründe dafür sind ja offensichtlich und sind internetweit weidlich durchzelebriert worden. Ich habe letztlich das Star Wars Deckbuilding-Game gespielt (ein ziemlich gutes, flottes Spielchen!). Alle memorablen Elemente sind zu 90% aus der Ursprungstrilogie und das liegt nicht an mir und weil ich so doof bin, sondern das Spiel ist sehr bewusst so gestaltet. Das wirkt auf mich, als ob man einfach aufgegeben hat, den Konsumenten den neuen Kram in den Rachen zu stopfen. Sie wollen ihn nicht. :)

Vielleicht wäre die Frage in die Runde spannend, wer von euch wann die Segel gestrichen hat, was Star Wars angeht?
Ich persönlich war sogar nach den bizarren Prequels noch absolut bereit, Star Wars eine Chance zu geben, aber ich glaube, bereits Teil VII und die nicht zuletzt die gute Rey haben mich dann schnell und endgültig rausgeschossen. Seitdem schaue ich Star Wars nur noch durch die Finger hindurch an, erwarte das Schlimmste und werde praktisch immer bestätigt.  ~;D Und irgendwie macht das ja auch Spaß, nur eben auf eine andere - sagen wir mal "makabere" - Art und Weise.

100 Prozent Zustimmung! Geht mir 1:1 so wie dir. Mich hat Star Wars verloren, als Luke diese ekelhafte grüne Milch von der Alienseekuh gesoffen hat und danach besoffen rumgelabert hat, dass er seinen Neffen ermorden wollte. Total krank. Da war für mich Star Wars erledigt. Einmal habe ich noch ca. 15 Minuten den Solo-Film geschaut. Da war dann so eine WW1-Flashback-Sequenz, die ich nicht verstanden habe, und dann stand der Typ, der Han Solo sein soll bei einem Rekrutierungsbüro und es wurde erklärt, warum er Solo heißt. Foolish me hatte ich bis dahin angenommen, dass Solo einfach sein corellianischer Nachname ist. Naja. Apropos Corellia. Es spricht doch schon Bände, dass man von der neuen Trilogie nicht mal die Planetennamen kennt. Butter bei die Fische: wer hier im Forum weiß auswendig, wie der Planet heißt, der irgendwann in der neuen Trilogie (ich glaube, es war in Teil 7) zerstört wird? Ich weiß es nicht. Wie heißen den die anderen Planeten, auf denen sie sich rumtreiben? Ich weiß es nicht. Bei der ersten Trilogie und sogar bei der zweiten, die echt nicht so gut war, kennt man doch jeden einzelnen Schauplatz gefühlt auswendig. Jeder einzelne Aliendepp, der da zwischen Episode 1 und 6 seine Fresse in die Kamera gehalten hat, hat nen Namen. Wir kennen doch sogar jeden Kopfgeldjäger-NSC aus dem zweiten Teil namentlich. Wie kann es sein, dass das bei den neuen Teilen ganz anders ist? Tja, die Antwort kann sich jeder selber denken...

Offline Jiba

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #38 am: 26.06.2026 | 15:08 »
Zitat
100 Prozent Zustimmung! Geht mir 1:1 so wie dir.

Jeder wie ihr meint. Entgeht euch eben auch ganz gutes "Star Wars", das es zwischendurch immer noch gibt. Wenn das der Preis ist...
Engel – ein neues Kapitel enthüllt sich.

“Es ist wichtig zu beachten, dass es viele verschiedene Arten von Rollenspielern gibt, die unterschiedliche Vorlieben und Perspektiven haben. Es ist wichtig, dass alle Spieler respektvoll miteinander umgehen und dass keine Gruppe von Spielern das Recht hat, andere auszuschließen oder ihnen vorzuschreiben, wie sie spielen sollen.“ – Hofrat Settembrini

Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #39 am: 26.06.2026 | 15:12 »
Leute, es ist eigentlich ganz simpel. Einige hier finden neues Star Wars furchtbar, einige okay, einige sind sehr zufrieden damit.
Diese drei Gruppen gibt es grob.
Egal welcher der drei Gruppen man angehört, man muss gefälligst akzeptieren, dass es auch die anderen Gruppen gibt. Und dass da - tut mir leid, da müsst ihr durch - es kein objektives Schlußurteil gibt, was "gutes" Star Wars ist und was nicht. Nein, da könnt ihr alle schreien und laut werden, sowas gibbet nicht.

Warum man es nicht entspannt akzeptieren kann, dass wir da alle verschiedene Geschmäcker haben, das ist und bleibt mir ein Rätsel.
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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #40 am: 26.06.2026 | 15:26 »
.
Warum man es nicht entspannt akzeptieren kann, dass wir da alle verschiedene Geschmäcker haben, das ist und bleibt mir ein Rätsel.
Das ist ganz einfach.
Jeder hat das Recht auf eine Meinung. Und zwar auf Meine!

~;D
Ich bin der letzte Schrei der Evolution, als sie mich erschaffen hatte, schrie sie: "Oh Gott, was habe ich denn gemacht?!"

Offline tarinyon

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #41 am: 26.06.2026 | 15:49 »
Leute, es ist eigentlich ganz simpel. Einige hier finden neues Star Wars furchtbar, einige okay, einige sind sehr zufrieden damit.
Diese drei Gruppen gibt es grob.
Egal welcher der drei Gruppen man angehört, man muss gefälligst akzeptieren, dass es auch die anderen Gruppen gibt. Und dass da - tut mir leid, da müsst ihr durch - es kein objektives Schlußurteil gibt, was "gutes" Star Wars ist und was nicht. Nein, da könnt ihr alle schreien und laut werden, sowas gibbet nicht.

Warum man es nicht entspannt akzeptieren kann, dass wir da alle verschiedene Geschmäcker haben, das ist und bleibt mir ein Rätsel.

Klar hast du recht. Aber wenn die Helden der Kindheit, wie z.B. Luke Skywalker, derart umgeschrieben werden, dann weint das Fanherz. Und dann gibt es auch böses Blut. Sowas kann man halt vermeiden, wenn man eigene Geschichten erzählt. Mit so Sachen wie Akolyte oder Grogu oder wie das alles heißt hab ich überhaupt kein Problem. Es interessiert mich nämlich einfach nicht. Wird von mir ignoriert, genauso wie Clone Wars und der ganze Serienwahnsinn - der hat ja schon lange vor Episode 7 begonnen. Das hab ich mir nicht angeschaut, aber es hat "mein" Star Wars auch nicht zerstört. Als aber auf der Kinoleinwand so möchtegern-Indiekino gelaufen ist mit Luke, Leia und Han, da war ich halt sauer. Andere haben es gefeiert - von mir aus. Aber es war klar, dass das die Fans entzweien wird. Und ich würde sagen, das war von den Schreiberlingen auch so einkalkuliert. Ist halt nach hinten losgegangen, wie man sieht.

Offline Raven Nash

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #42 am: 26.06.2026 | 16:11 »
Klar hast du recht. Aber wenn die Helden der Kindheit, wie z.B. Luke Skywalker, derart umgeschrieben werden, dann weint das Fanherz.
Immer dieses Jammern. Nein, er wurde nicht umgeschrieben - er wurde nur endlich konsequent weitergedacht.

Luke ist ein Rübenbauer. Warum er einen Jäger fliegen kann, wissen wir nicht. Isso.
Er bekommt kurz mal was von "Macht" erklärt und ein Lichtschwert geschenkt (in das er gleich mal in die Mündung guckt). Der Kerl, der ihm da Unsinn erzählt, stirbt gleich darauf.
Dann wird er mal eben zum Massenmörder indem er den Todesstern sprengt, und beginnt, Stimmen zu hören.
Diese Stimmen sagen ihm, dass er auf einen Sumpfplaneten fliegen soll. Dort findet er einen verhutzelten Gnom, der keinen geraden Satz formulieren kann und sich von ihm auf dem Rücken durch den Sumpf tragen lässt. Und ihn volllabert.
Wirklich lernen tut er da kaum was. Nur, dass er "nicht bereit" ist. Schließlich stirbt der Kerl, bevor er ihm wirklich was beibringen konnte.
Tja, und dann fehlt ein gutes Stück. Offenbar hat er doch noch was gelernt (wie und wo erfahren wir nie), aber besonders viel wird's nicht gewesen sein. Zumindest nichts, was ihn zum Lehrer qualifiziert.
Und nun ist er allein, hat praktisch keine Ahnung und soll einen Orden wiederaufbauen, den er nichtmal kennt.

Es ist also nur folgerichtig, dass er versagt - und sich verbittert entschließt, sich irgendwohin zurückzuziehen,wo ihn die ganze Galaxis gepflegt am A*sch lecken kann.
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Offline tarinyon

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #43 am: 26.06.2026 | 16:46 »
Immer dieses Jammern. Nein, er wurde nicht umgeschrieben - er wurde nur endlich konsequent weitergedacht.

Luke ist ein Rübenbauer. Warum er einen Jäger fliegen kann, wissen wir nicht. Isso.
Er bekommt kurz mal was von "Macht" erklärt und ein Lichtschwert geschenkt (in das er gleich mal in die Mündung guckt). Der Kerl, der ihm da Unsinn erzählt, stirbt gleich darauf.
Dann wird er mal eben zum Massenmörder indem er den Todesstern sprengt, und beginnt, Stimmen zu hören.
Diese Stimmen sagen ihm, dass er auf einen Sumpfplaneten fliegen soll. Dort findet er einen verhutzelten Gnom, der keinen geraden Satz formulieren kann und sich von ihm auf dem Rücken durch den Sumpf tragen lässt. Und ihn volllabert.
Wirklich lernen tut er da kaum was. Nur, dass er "nicht bereit" ist. Schließlich stirbt der Kerl, bevor er ihm wirklich was beibringen konnte.
Tja, und dann fehlt ein gutes Stück. Offenbar hat er doch noch was gelernt (wie und wo erfahren wir nie), aber besonders viel wird's nicht gewesen sein. Zumindest nichts, was ihn zum Lehrer qualifiziert.
Und nun ist er allein, hat praktisch keine Ahnung und soll einen Orden wiederaufbauen, den er nichtmal kennt.

Es ist also nur folgerichtig, dass er versagt - und sich verbittert entschließt, sich irgendwohin zurückzuziehen,wo ihn die ganze Galaxis gepflegt am A*sch lecken kann.

Du hast die Mentalität der Schreiber glaube ich super erfasst! Und genau diesen zynischen selbsthass will niemand sehen im Hollywoodschen Kino.

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #44 am: 26.06.2026 | 17:23 »
Nee, weiß er nicht! Ich habe auch keine Ahnung, was du da meinen könntest. Der Beißreflex für sogenannte "politische" Themen ist inzwischen so ausgeprägt, dass er nach allem schnappt und alles irgendwie dasselbe ist und miteinander zusammenhängt.

Schreib ordentlich hin, was du meinst. Oder willst du nicht verstanden werden?
Ich bin sicher, du weißt auch Bescheid, da es schon tausendplusmal diskutiert wurde. Aber bitte schön: politischer Aktivismus sollte bei seinen Leisten bleiben und nicht zwanghaft in Medien gepumpt werden, die damit nichts zu tun haben, bloß um diese umzudefinieren. Um Beispiele zu bringen: Kurtzman gab ein Interview wo er klar sagte, dass ihm Star Trek egal sei, wichtig wäre ihm, dass er seine politischen Botschaften verbreiten kann. Wir haben gesehen wie es ausgegangen ist. Kennedy und andere, wie Leslye Headland (Acolyte), taten ähnliches. Auch hier sehen wir wie es ausging.
Die IPs werden für Aktivismus regelrecht mißbraucht, der aber nichts mit den IPs zu tun hat und die Macher sind auch noch unfähig überhaupt gutes Material zu schaffen.

Star Wars ist schon noch produktiv tätig, indem es zum Beispiel (ganz konkret: über RedletterMedia) das moderne Genre der YT-Verriss-Filme erzeugt hat. Das treibt ja stellenweise sehr schöne Blüten und ist auf seine Weise eine eigene Kunstform geworden.
Ich muss sagen, ich habe mir z.B. die Plinkett-Filme DEUTLICH häufiger und mit mehr Gewinn und Genuss angesehen als die neuen StarWars Filme selbst. Und am Ende ist es ja egal, wo Gewinn und Genuss herkommen.  ~;D
Das habe ich aus dieser Perspektive noch gar nicht betrachtet.  wtf?


Jeder wie ihr meint. Entgeht euch eben auch ganz gutes "Star Wars", das es zwischendurch immer noch gibt. Wenn das der Preis ist...
Das ist halt die Sache ... 85% doesn’t care anymore ob noch gutes Star Wars kommt.


Immer dieses Jammern. Nein, er wurde nicht umgeschrieben - er wurde nur endlich konsequent weitergedacht.

Luke ist ein Rübenbauer. Warum er einen Jäger fliegen kann, wissen wir nicht. Isso.
Er bekommt kurz mal was von "Macht" erklärt und ein Lichtschwert geschenkt (in das er gleich mal in die Mündung guckt). Der Kerl, der ihm da Unsinn erzählt, stirbt gleich darauf.
Dann wird er mal eben zum Massenmörder indem er den Todesstern sprengt, und beginnt, Stimmen zu hören.
Diese Stimmen sagen ihm, dass er auf einen Sumpfplaneten fliegen soll. Dort findet er einen verhutzelten Gnom, der keinen geraden Satz formulieren kann und sich von ihm auf dem Rücken durch den Sumpf tragen lässt. Und ihn volllabert.
Wirklich lernen tut er da kaum was. Nur, dass er "nicht bereit" ist. Schließlich stirbt der Kerl, bevor er ihm wirklich was beibringen konnte.
Tja, und dann fehlt ein gutes Stück. Offenbar hat er doch noch was gelernt (wie und wo erfahren wir nie), aber besonders viel wird's nicht gewesen sein. Zumindest nichts, was ihn zum Lehrer qualifiziert.
Und nun ist er allein, hat praktisch keine Ahnung und soll einen Orden wiederaufbauen, den er nichtmal kennt.

Es ist also nur folgerichtig, dass er versagt - und sich verbittert entschließt, sich irgendwohin zurückzuziehen,wo ihn die ganze Galaxis gepflegt am A*sch lecken kann.

Da passt aber nicht alles, was du schreibst.
Luke ist Bauer, hat aber einen kleinen Jäger. Der steht sogar im Hintergrund in Episode IV rum. In dem Setting gibt es sehr viele Raumschiffe und Fluggeräte aller Art, die unter Privatpersonen weitverbreitet sind. Luke und seine Freunde sind geübte Piloten und wollen eigentlich auf die Imperiale Akademie. Er sagt zu Han auch, dass er in der Lage wäre den Falken zu fliegen. Es ist also durchaus richtig, dass er auch einen X-Wing fliegen kann.
Die Schwachstelle wäre eher, ob er als Hobbypilot einen Anflug auf einen Todesstern überleben kann, aber Star Wars ist in erster Linie ein Märchen. Da siegt ein Bauerssohn eben gegen eine Bedrohung. Bei Luke wird es mit der Macht erklärt, die er auch stark nutzen kann, weil sein Vater der legendäre Jedi war.

Wir wissen nicht genau, wie viel Zeit zwischen dem ersten Kennenlernen von Luke und Obiwan bis zu dessen Tod vergangen ist. An Bord des Falken hat er bereits fortgeschrittene Lektionen erhalten. Es ist daher davon auszugehen, dass Luke aufgrund seiner Herkunft ein Naturtalent ist.

Nach der Zerstörung des ersten Todessterns wird Luke Karriereoffizier bei den Rebellen. Da wird einige Zeit vergangen sein und militärisches Training stattgefunden haben, da er schon etwas aufgestiegen ist. Als Hoth angegriffen wird, ist Luke ein erfahrener Offizier.

Wie lange Luke bei Yoda war ist wieder schwammig. Aber er hat ja wieder fortgeschrittenes Training. Und Yoda hat recht das Luke nicht bereit ist einem ehemaligen Jedimeister und jetzt Sithlord entgegenzutreten. Der hätte ihn auch locker töten können, tat es aber nicht, weil er ihn auf seine Seite ziehen wollte.

Danach vergeht wieder einige Zeit und Luke scheint massiv an Macht und Erfahrung gesammelt zu haben, da er in Teil VI wie ein ausgebildeter Jedi agiert.
Ob es ihn nun als Lehrer qualifiziert oder nicht, ist gar nicht sooo wichtig, weil es ja ein Märchen ist und Luke der Held ist. Aber ihm können Machtgeister für längere Zeit erscheinen, mit denen er sich unterhalten kann. Auch hier könnte Luke die Erfahrung von Obiwan, Yoda usw. nutzen.

Im Expanded Universe baut er damit auch einen neuen Jedi Orden auf.

Aber die Macher des neuen Star Wars ab Episode VII hat Kontinuität nicht interessiert, weil sie offenbar nicht nur wenig Ahnung von der Materie, sondern die Sache auch schlecht durchdacht haben. Man hätte ja soviel machen können, wenn man Luke sinnvoll als Eremit haben wollte. Stattdessen wissen wir wofür man sich entschieden hat.
Mit einem 7er-Set, stehen ganze Universen offen.

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #45 am: 26.06.2026 | 17:42 »
Ich mache mal den Gegencheck:
Captain America: Civil War (2016): Einnahmen USA ca. 400 Mio
Captain America: Brave New World (2025): Einnahmen USA ca. 200 Mio

Scheint da auch innerhalb von knapp 10 Jahren um die Hälfte runter gegangen zu sein (Wenn ich weltweit schaue, sind wir bei 60% weniger) und da reden wir von einem Franchise, dass jahrelang die Kinos beherrscht hatte.

Der Artikel hat da übrigens einen meiner Meinung nach sehr sehr guten Vergleich gezogen, indem mit Obsession ein Film angeführt wurde, der ein Budget von ich glaube $1 Mio ohne Franciseverbindung hat. Packen wir dann noch gerne die Backrooms (mit immerhin $10 Mio Budget) und da zeichnet sich ehrlich gesagt das Bild, dass die ganzen Megafranchises allesamt (Transformers war glaube ich auch am Ende im Minus. Und da brauch mir keiner zu kommen, dass die Drehbücher der ersten Transformers in irgendeiner Form gut gewesen wären. Jurassice Park fällt mir da auch noch ein. Die Liste kann man gerne verlängern. Gerne auch mit den ganzen vermaledeiten Remakeversuchen) unter ihrem Gewicht zusammen brechen. Zu viele Filme. Zu hohes Budget und damit zu starker Sicherheitsgedanke (blos nicht zu weit vom Franchise abschweifen. Und am besten die Zielgruppe so groß wie irgendmöglich bedienen. Und natürlich versuchen so viele Referenzen zu den alten Filmen wie nur irgendmöglich. Und blos nicht bei den Fans anecken).
« Letzte Änderung: 26.06.2026 | 17:44 von 6 »
Ich bin viel lieber suess als ich kein Esel sein will...
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Joseph Joubert (1754 - 1824), französischer Moralist

Offline Philipp.Baas

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #46 am: 26.06.2026 | 17:49 »
Mein Eindruck: Ihr schätz das falsch ein.

85% in der prä-Disney Zielgruppe. In meinem Umfeld fahren unzählige 6-10 Jährige auf Star Wars ab. Das ist ein so krasser Hype: Lichtschwerter, Masken, Lego, Bücher, Spiele, Plüschtiere ... wird alles wie verrückt konsumiert. Ich investiere sicherlich hunderte von Euros jährlich in den Star Wars Kram für meine Jungs und das sieht bei deren Freunden nicht anders aus. Wäre der Film FSK 6, dann sähe das ganz anders aus.
Themenparks, Merch und Disney+ haben mit der Marke Star Wars so massiv eingeschlagen.
Die Filme sind keine Einnahmequelle, sondern Werbetrailer. Schreiben die die schwarze Null, reicht das.
Es wird seit dem Kauf von 47 Milliarden Dollar Umsatz mit Star Wars gemunkelt. 

Disney legt im Schnitt zwischen 4-6 Milliarden jedes Jahr an Umsatz zu.

Da ist nix im Argen. Das Franchise macht, was es soll. Es druckt Geld und die Verjüngung des Publikums läuft und sie läuft gut!
Disney spielt da auf lange Sicht und sie spielen gut.

Offline Xemides

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #47 am: 26.06.2026 | 17:51 »
Ich bin sicher, du weißt auch Bescheid, da es schon tausendplusmal diskutiert wurde. Aber bitte schön: politischer Aktivismus sollte bei seinen Leisten bleiben und nicht zwanghaft in Medien gepumpt werden, die damit nichts zu tun haben, bloß um diese umzudefinieren.

Erzähl doch mal Spielberg das Star Wars nicht schon immer links und woke war und eine politische Botschaft gegen Faschismus gewesen ist.

Das kann man natürlich ignorieren, aber es war schon immer da.

Heute sehen sich MAGAs als von der Rebellion repräsentiert und im Imperium "Das System" oder "Den Deep State" etc.

Wer definiert da was um ?

Bei Star Trek war es übrigens auch schon immer so:


Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination.

Die Föderation ist im Grund ein sozialistisches Paradies, die Ferengi sind im Grunde die fiesen Kapitalisten, etc.



Evolution is just a theory? Well so is gravity but I don't see you jumping off of buildings.

Offline Swanosaurus

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #48 am: 26.06.2026 | 17:54 »
Du hast die Mentalität der Schreiber glaube ich super erfasst! Und genau diesen zynischen selbsthass will niemand sehen im Hollywoodschen Kino.

Wow, es ist also zynischer Selbsthass, wenn man einer fiktiven Figur, mit der man sich identifiziert, Schwächen, Irrtümer und Fehler zugesteht?

Für mich war The Last Jedi - bei allen Mängeln in Sachen Pacing - der "moderne" Star Wars Film, der eigentlich als einziger den Geist der Originaltrilogie eingefangen hat, indem er sie fortgeschrieben hat. Klar, wenn man aus dem Expanded Universe die Vorstellung mitbringt, dass Luke der Ober-Überjedi wird und eine edgy neutral-böse Freundin hat, die aber für ihn gut wird oder so, dann findet man das vielleicht alles Kinderkacke. Aber ich habe mich bei dem TLJ-Luke emotional gut wiedergefunden. Raven Nash hat das schon ganz gut beschrieben, und auch thematisch ist die Fortsetzung der OT für mich gelungen:
Als Luke für einen Moment überlegt, Ben Solo zu töten - ja, krass, ABER genau die Haltung, die ihm Obi-Wan und Yoda zum Thema Vader eingebleut haben: Du musst den Bösen killen, sonst haben wir keine Chance! Das Luke in RotJ über diese Lektion seiner Lehrmeister hinausgewachsen ist ("Ich kämpfe nicht gegen dich!"), war doch der emotionale Kern der ganzen Trilogie. Und hier ist er plötzlich in der Lehrmeisterrolle und erwischt sich dabei, wie er unter dem Deckmantel der Verantwortung plötzlich für einen Moment genauso selbstgerecht wird wie die alten Jedi, die er zurückgewiesen hat. Aber das schöne: Es ist nur ein Moment - er bleibt sich treu, er tötet Ben nicht, und er hätte es auch nie getan.
Und dann der großartige Endkampf, in dem "Ich kämpfe nicht gegen dich" aufgegriffen wird und Luke seine Empathie, die ihn im Kern in der OT ausgemacht und von seinen Lehrern abgehoben hat, einmal mehr zur rettenden Kraft macht. Damit hat die Figur für mich wirklich einen Höhepunkt erreicht, der völlig unabhängig von der Frage ist, ob er jetzt the geilest Lichtschwertkämpfer in town ist oder der Dorftrottel mit zwei linken Füßen. Das ist egal. Er ist Luke, und er tut am Ende das Richtige, aber auf dem Weg liegen Frustration, Irrwege, Aufbegehren ... genau wie in der OT.

TLJ war in meinen Augen wirklich alles andere als ein perfekter Film (der ganze Casino-Blödsinn, Uff ...). Aber das war ein großer menschlicher Moment, und ich fand nichts daran zynisch. Und es war auch keine Dekonstruktion von Luke. Es war die Bestätigung seiner größten Stärke gegen alle Widrigkeiten.
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Offline Megavolt

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #49 am: 26.06.2026 | 17:59 »
Da ist nix im Argen. Das Franchise macht, was es soll. Es druckt Geld [...]
Disney spielt da auf lange Sicht und sie spielen gut.

Prisma hat es ja bereits angemerkt: Der Börsenwert von Disney spricht eine andere Sprache.

Weil du die Themenhotels ansprichst: Ich kenne da die genau gegenläufigen Geschichten, vor allem das (relativ spektakuläre) Scheitern derselben.

Was die Kinder angeht: Das kann ich nicht mit irgendwie olympischer Perspektive endgültig beurteilen, bzw. das bleibt vielleicht irgendwo immer anekdotisch, am Ende zahlen aber die Eltern den Merch. Wenn die pissed sind von Star Wars, dann ist das ein negativer Faktor.
« Letzte Änderung: 26.06.2026 | 18:04 von Megavolt »