Autor Thema: Mondpreise  (Gelesen 162752 mal)

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Offline Dr. Beckenstein

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Re: Mondpreise
« Antwort #950 am: Gestern um 18:03 »
Und ich möchte Dir widersprechen. Rollenspiel ist kein Luxus. Rollenspiel ist, summiert in allen Ausprägungen, ein tolles gesellschaftliches Thema für alle Altersgruppen.

Doch, ist es. Niemand "braucht" Hobbyzeug wirklich.
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Offline unicum

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Re: Mondpreise
« Antwort #951 am: Gestern um 18:10 »
Auf dem Weg nach "Rollenspiel und Gesellschaft": Die Kapitalismuskritik.


Offline Torsten (Donnerhaus)

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Re: Mondpreise
« Antwort #952 am: Gestern um 18:11 »
Also als Rollenspielverleger kann ich nur ganz uneigennützig sagen, dass es eine tolle Sache ist, wenn gierige Spekulanten von jedem Rollenspielprodukt mindestens 4-5 Exemplare erwerben, nur um sie für 10-15 Jahre unangetastet und ungeöffnet zu lagern und sie dann gewinnbringend zu verkaufen. Und ich wünsche ihnen da auch ordentliche Spekulationsgewinne.
~;D

Offline Luxferre

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Re: Mondpreise
« Antwort #953 am: Gestern um 18:20 »
Doch, ist es. Niemand "braucht" Hobbyzeug wirklich.

Niemand braucht Hobbys wirklich?
Die Psychologie wird Dir da vehement widersprechen.
Bei Interesse kann ich dazu gern auch etwas ausführen, inklusive Quellen.
Oder Du schaust selbst nach ;)
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Offline Luxferre

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Re: Mondpreise
« Antwort #954 am: Gestern um 18:21 »
Auf dem Weg nach "Rollenspiel und Gesellschaft": Die Kapitalismuskritik.

Kapitalismus ist mitnichten Schuld daran.
Meine Kritik trifft eher Gier ;)
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Offline Chaos

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Re: Mondpreise
« Antwort #955 am: Gestern um 19:37 »
Kapitalismus ist mitnichten Schuld daran.
Meine Kritik trifft eher Gier ;)

Und Kapitalismus ist in ein System gegossene Gier.

Beziehungsweise in ein System gegossenes Gewinnstreben, was auch nur ein neutraler Begriff für "Gier" ist.
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Was ich nicht finde, das findet auch kein Anderer!

Offline tarinyon

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Re: Mondpreise
« Antwort #956 am: Gestern um 20:07 »
Leude! Sind wir hier im Proseminar Frankfurter Schule oder was? Macht euch mal locker. Ohne Kapitalisten wie Gary Gygax gäbe es dieses Forum überhaupt nicht.

PS passend zum Derailing des Threads: ich habe heute zwei OVP Ausgaben vom M5 Kodex zum normalen Preis in einem Laden erworben. OVP! Die könnte ich jetzt verhökern und dabei ca 200 Euro Gewinn machen. Aber werde ich nicht tun, weil ich das für meine Spieler gekauft habe. Bin ich jetzt ein radikaler Antikapitalist? Nö.
« Letzte Änderung: Gestern um 20:16 von tarinyon »

Offline Prisma

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Re: Mondpreise
« Antwort #957 am: Gestern um 23:42 »
Und ich möchte Dir widersprechen. Rollenspiel ist kein Luxus. Rollenspiel ist, summiert in allen Ausprägungen, ein tolles gesellschaftliches Thema für alle Altersgruppen.
Das kannst Du gern tun. :) Doch wie bereits festgestellt, wirklich "brauchen" tut man es in der Tat nicht. Es gibt auch andere Beschäftigungen. Das Leben wäre aber leerer ohne Spiele.

Nur weil man ein (1!) out of print Produkt sein eigen nennt, welches man für füffzich Pfennig in den 90ern aufm Ramschtisch ergattert hatte, ist das noch lange kein Grund das jetzt für achtundelfzig Dollares zu verhökern. Mich befremdet das.
Denn wenn Leute da bewusst und vorsätzlich mitmachen, machen genau die den Markt für Normalos kaputt. Und das wegen paar Euronen, die keinen privaten Verkäufer auch nur ansatzweise reicher machen. Die Marge ist so absurd gering, dass ich (Dipl Ökonom) nur mitm Kopf schütteln kann.
Na ja, man wird schon "reicher". Wenn man das Buch damals für 50 DM gekauft hat und heute für 2000 Euro verkauft (Noble Knight hat z.B. so ein Angebot auf Ebay). Dann ist man "reicher" als vorher und die Marge ist auch hoch. Oder man denke an diesen Typ der die Spielkarte für eine Million verkauft hat. Ich denke, der beschwert sich auch nicht über seine Marge.
Man macht da auch nichts für "Normalos" kaputt. Die sind bei solchen Angeboten nie die Zielgruppe gewesen. Aber kommen wir zum Grund: Nehmen wir mal an eine Person hat ein seltenes Buch/eine seltene Spielkarte. Sie entschließt sich zum Verkauf für 50 Euro, obwohl sie weiß, da ginge wesentlich mehr. Eine Privatperson oder ein Händler kauft das und stellt das nun für 2000 Euro rein und verkauft das irgendwann auch. Wer ist nun ökonomisch der Gewinner und wer der Verlierer? Liegt doch auf der Hand, oder?
Mit einem 7er-Set, stehen ganze Universen offen.