Autor Thema: Charakterbögen: Top & Flop  (Gelesen 3740 mal)

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Offline bolverk

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #50 am: 24.11.2020 | 10:20 »
Der größte Unfug bei Charakterbögen sind in meinen Augen tatsächlich Größe, Haarfarbe oder Augenfarbe... wtf, die Augenfarbe (wenn sie nicht spezifisch hervorgehoben wurde) hat bei mir  bisher auch wirklich genau gar keine Relevanz für jegliches Spielerlebnis ever gehabt. Oder hat ein GM schon Spielern nen Nachteil gegeben, weil sie 1,73 und nicht 1,74 groß waren?

Oder anders: ich gehe davon aus dass meine Spieler ein Bild von ihrem Char haben und solche Details nicht aufschreiben brauchen.
Ja, das ist auch so ein Ding, dass ich noch nie ausgefüllt habe. Soweit ich mich erinnere, hatte der Charakterbogen meines ersten Charakters überhaupt (DSA 3)  Angaben für Gewicht und Größe in "Stein" und "Finger". Seufz.
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Offline Anro

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #51 am: 24.11.2020 | 15:08 »
Ja, das ist auch so ein Ding, dass ich noch nie ausgefüllt habe. Soweit ich mich erinnere, hatte der Charakterbogen meines ersten Charakters überhaupt (DSA 3)  Angaben für Gewicht und Größe in "Stein" und "Finger". Seufz.

Ich weiß nicht, ist das ein Detailgrad-problem?
"Ich will nicht auf den Centimeter genau wissen wie groß ich bin" - artig, oder ein "Das ist aus designtechnischer Sicht zu sehr von den relevanten Werten ablenkend?"

Ich persönlich würde da wohl kurz denken, dann 1,80 eintragen und immer wenn ich das sehe "eher groß" denken, und gut.
Ist ja nur ein Tool, was helfen soll.
Also ist "dünn" und "stämmig" gut, aber Gewicht nicht?

Nur damit meine Formulierung nichts falsches suggeriert, ich bin der Meinung, dass ein Einordnen gut ist - zwingt ein wenig sich die Fragen zu stellen- aber der Detailgrad halt viel zu hoch ist.
Wobei mir es egal wäre, weil ich es eh als groben Richtwert nutzen würde und nicht als dogmatischen Wert.

Offline nobody@home

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #52 am: 24.11.2020 | 15:30 »
Es gibt prinzipiell schon Systeme, in denen Körpergröße, Körperbau, und sogar Gewicht gelegentlich mal eine Rolle spielen können. Das sind dann halt die detailverliebteren, die auch schon mal Fragen wie "Wem paßt die gefundene Rüstung?" und "Wer kann die morschen Seile hochklettern, ohne daß sie reißen?" erstens aufwerfen und dann zweitens bitte auch mit Hilfe genau dieser Angaben beantworten können wollen...mein Fall wäre übertriebene 'Genauigkeit' in solchen Situationen auch nicht, weil's grobe Kategorien und ggf. etwas Würfelglück meiner Ansicht nach genausogut tun, aber grundsätzlich kann ich die Gedankengänge dahinter schon nachvollziehen.

Offline Selis

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #53 am: 24.11.2020 | 17:33 »
Ich für meinen Teil muss schon sagen, das so fluffige Angaben abseits der Stats, wie Größe, div. Körperfarben etc. ziemlich wichtig ist, ganz unabhängig von der Mechanik.
Für mich ist das ein wichtiger Bestandteil des Charakters, der sich eben nicht allein durch Stats definiert.

Offline klatschi

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #54 am: 24.11.2020 | 18:52 »
Ich für meinen Teil muss schon sagen, das so fluffige Angaben abseits der Stats, wie Größe, div. Körperfarben etc. ziemlich wichtig ist, ganz unabhängig von der Mechanik.
Für mich ist das ein wichtiger Bestandteil des Charakters, der sich eben nicht allein durch Stats definiert.

Ich stimme Dir da vollkommen zu. Nur: Was gehört auf ein Charactersheet und wie lange will man es haben, damit es übersichtlich bleibt?
Ich für meinen Teil kann voll damit leben, wenn meine Spieler ihre Charaktere in allen facetten beschreiben (wobei Augefarbe noch nie genannt wurde), aber auf das Charactersheet hab ich noch nie geguckt um zu sehen, wie groß er oder sie nun genau ist  ;)

Aber wahrscheinlich haben wir da auch einfach eine unterschiedliche Auffassung davon, was ein Charactersheet genau machen soll :-)

EDIT: Letzten Satz angepasst, damit er verständlicher wird

Offline Selis

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #55 am: 24.11.2020 | 19:02 »
Es ist mir noch nie unter gekommen, das es mehr als einen kleinen Block in Anspruch nimmt.

Offline Shin Chan

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #56 am: 24.11.2020 | 19:53 »
Ich finde ebenso alles über 1 oder 2 Seiten unerträglich.

Mir gefällt der MERS Bogen, die Dungeonworld Playbooks find ich klasse, oder, auch toll, der hier genannte Barrowmaze Bogen.

Die meisten Bögen sind leider, wie das Geschwafel von vielen Leuten, wirr, zu lang und absolut nicht zielstrebig.

Offline Gunthar

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #57 am: 24.11.2020 | 21:52 »
MERS für Einsteiger: Das komplette Charakterblatt passt auf 1/3tel einer A4 Seite.  :d

Offline bolverk

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #58 am: 27.11.2020 | 12:11 »
Nur damit meine Formulierung nichts falsches suggeriert, ich bin der Meinung, dass ein Einordnen gut ist - zwingt ein wenig sich die Fragen zu stellen- aber der Detailgrad halt viel zu hoch ist.
Wobei mir es egal wäre, weil ich es eh als groben Richtwert nutzen würde und nicht als dogmatischen Wert.
Ja, ic beschreibe meine Charaktere gerne mit "hochgewachsen", "stämmig" oder "untersetzt und einen halben Kopf kleiner als der Durchschnitt" oder so. Eine Liste mit Augenfarbe, Haarfarbe, Größe und Gewicht brauche ich ebensowenig wie einen Platz für Charakterportraits. Es gibt sicherlich Leute, für die dergleichen wichtig ist, für mich ist es Platzverschwendung.

Ideal finde ich, wenn ein Bogen nicht überlang ist, aber dennoch so viele wichtige Infos wie möglich beinhaltet, dass ich nicht in jeder Kampfrunde einmal im Regelwerk nachschlagen muss. Das ist natürlich eine Gradwanderung. Einen D&D-Spellcaster zu spielen, ohne das Buch aufgeschlagen zu haben oder drölf Seiten an Zaubern ausgedruckt bereitzuhalten, ist sinnlos. Außer man hat ein wirklich gutes Gedächtnis.
« Letzte Änderung: 27.11.2020 | 12:15 von bolverk »
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