Das ist halt schon so ein Fall, wo das System an seine (narrativen) Grenzen kommt. Ein Nahkämpfer gegen eine Gruppe von Fernkämpfern hält allerdings imo kaum ein System aus, ohne wirklich seltsame Sachen zu produzieren.
"Einer gegen eine Gruppe" hat in den meisten Systemen ja schon den reinen Aktionsökonomienachteil; wenn für jede einzelne Aktion des dicken Einzelgegners dann
jedes Gruppenmitglied in Reihe einmal drankommt, merkt man da recht schnell, woher der Wind weht, und wenn der eine an die meisten seiner Gegner obendrein nicht einmal herankommt, dann wird das eben kein großer Boßkampf, sondern schlicht nur ein mehr oder weniger bequemes Abfrühstücken des Einzelnen
durch die Gruppe.
Wenn ich allerdings Ludovico richtig verstehe, dann ist sein Problem erst mal weniger dieser Punkt als vielmehr die Frage, wie er sich und seinen Spielern ein "normales" regelgerechtes Kampfergebnis (auch die Fernkämpfer kriegen was ab) in diesem Fall (...obwohl sie doch eigentlich gar nicht in Nahkampfreichweite sind?!?) innerhalb der Spielwelt
erklären soll. Persönlich würde ich da wohl in wohliger Unkenntnis der genauen Outgunned-Regeln dem "Nahkämpfer" zuallererst mal doch noch eine Fernkampfzweitwaffe wie z.B. eine schlichte Pistole geben, mit der er auch abgelenkt hier und da noch ein paar untermalende Schüsse zwischendurch abgeben kann -- das System will ja, soweit ich mich überhaupt noch erinnere, in erster Linie gerade Actionkino abbilden, und wenn etwas in der Art
da nicht paßt, wo dann?