Speziell im Fall von D&D gehören Wiederbelebungsmöglichkeiten für mich absolut dazu. Da kann Magie sowieso schon alle möglichen und unmöglichen medizinischen Wunder bewirken, um Dinge auszukurieren, die einen Charakter sonst potentiell für Tage, Wochen, Monate oder den Rest seines Lebens auf die Matte schicken (oder über kurz oder lang doch einfach nur umbringen) würden...also, in dem Zusammenhang dann ausgerechnet vor dem letzten Schritt zimperlich werden zu wollen, ist aus meiner Sicht schlicht inkonsequent. Die prinzipielle Möglichkeit, Verstorbene zurückzuholen, bietet das typische D&D-Setting nun mal einfach, da können wir uns dann höchstens noch darum streiten, wer aus welchem Grund genau in den Genuß dieser meist ja nicht ganz billigen Therapie kommt und wer nicht.
(Nebenbei, in D&D-Welten sollte das Leben nach dem Tod auch längst kein so großes Mysterium sein wie alle Spekulationen darüber in unserer Realität. Zumindest ein paar Wiederbelebte, Ebenenreisende, und auch Götter und Bedienstete dürften schon mal ab und an aus dem Nähkästchen plaudern -- letztere vielleicht noch am ehesten zum eigenen sterblichen Bodenpersonal, aber immerhin. Wie groß sich also der Verlust eines Charakters durch dessen "bloßes" Ableben anfühlt, müßte angesichts dessen möglicherweise eh noch mal neu bewertet werden...)
Soviel also zum Thema D&D (und ggf. hinreichend eng verwandte Systeme wie z.B. Pathfinder). Allgemein betrachtet vermeide ich den Charaktertod im Rollenspiel allerdings schon lieber schlicht im Vorfeld durch geeignete Regeln, denn bei Settings, wo Wiederbelebungen normalerweise entweder schlicht nicht stattfinden oder zumindest mit dicken Haken versehen sind, halte ich das für den eleganteren Ansatz, als mir dann alle paar Sitzungen doch eine Ausrede dafür aus den Rippen leiern zu müssen, warum ausgerechnet dieser eine definitiv gestorbene Character trotzdem zurückkommen dürfen soll.