Autor Thema: Filme und Serien - Smalltalk  (Gelesen 238088 mal)

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Offline Jiba

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #675 am: 11.10.2011 | 16:36 »
Homeland - unbedingt anschauen!

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #676 am: 11.10.2011 | 16:41 »
Uuuuuh, Damian Lewis, nice. :D
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Offline Selganor

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #677 am: 14.10.2011 | 16:45 »
maupst das war es dann mit der Hoffnung das V vielleicht doch nochmal fortgesetzt wird ^^;
Da gab es noch eine Hoffnung?
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alexandro

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #678 am: 14.10.2011 | 16:56 »
Hidden und The Fades sehen auch sehr gut aus.

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #679 am: 14.10.2011 | 17:20 »
Da gab es noch eine Hoffnung?
Meine Hoffnung hielt lange.
Haette ja sein koennen das Pro7 da mit machen wollte (wie bei Primeval) nachdem die erste Staffel phantastische Quoten einfuhr.
Aber wenn Morrena weg ist, geht es wohl kaum :/
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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #680 am: 17.10.2011 | 19:55 »
Die Serie "Borgia" startet heute (gleich um 20:15) im ZDF,..
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Offline Haukrinn

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #681 am: 19.10.2011 | 20:41 »
Die BBC ist in dieser Saison wirklich mit einigen großen Serien am Start. The Hidden und The Body Farm sind mal wieder absolute Volltreffer.  :D
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Offline Jiba

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #682 am: 20.10.2011 | 21:54 »
Die Serie "Borgia" startet heute (gleich um 20:15) im ZDF,..
Gucke grade Folge 1 online. Ganz nett, aber etwas sehr unruhig geschnitten. Das springt mir alles ein wenig zu viel.Zu wenig Zeit, um sich mal an Figuren zu gewöhnen...
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Callisto

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #683 am: 1.11.2011 | 21:10 »
Ich hab mir grad einen Song über meine Supernaturaljungs reingezogen und dabei überlegt, was Supernatural so groß von anderen Serien unterscheidet. Und da ist mir etwas mMn entscheidendes eingefallen. Der Unterschied liegt in der Stabilität der Beziehungen. Während in anderen Serien hier jemand aus dem Hauptcast geschrieben wird, da eine Ehe geschieden und dort eine Affäre angefangen wird, gibt es nicht nur dieses Liebeszeug bei Supernatural so gut wie nicht, die Hauptbeziehungen sind immer stabil. Egal wie oft einer der Jungs sagt "Leck mich am Arsch, Bruder, ich bin raus" es dauert keine drei Folgen und sie sind wieder zusammen auf ihrem Roadtrip. Da wird niemand in eine andere Abteilung versetzt wie in Krimiserien. Egal wie sehr sie sich streiten, am Ende sind sie IMMER füreinander da. Auch entwickeln sich die Charaktere selten schnell, meistens dauern ihre Probleme eine Staffel oder länger, manchmal auch nur eine Halbseason. Das ist nicht wie bei Smallville wo nach zehn Seasons nur noch Clark Kent vom ursprünglichen Cast der ersten Season übrig ist, wo sein Loveinterest nachdem es mit ihm aus war, seinen besten Freund/Feind geheiratet und wieder geschieden und dann verschwunden ist. Oder wie bei anderen Serien wo der Held jede Staffel einen neuen Loveinterest bekommt, wo ständig Konflikte gelöst werden. Supernatural bietet Konflikte und sie zoffen sich ständig, aber die Konflikte bleiben lange bestehen. Genau wie die Beziehungen untereinander stabil bleiben, will sagen, egal was die Jungs und ihre wenigen Freunde durchmachen und wie sehr sie sich zoffen, sie finden immer wieder zu einander, sie laufen niemals wirklich weg, selbst das was *Spoiler* Ende 6./Anfang 7. Season durchgezogen hat, am Ende wurde er trotzdem als Freund angesehen. Welche Serie bietet noch eine solche Stabilität? Mir fällt da nur Hart aber Herzlich ein.

In unserer schnelllebigen Zeit der hohen Scheidungsrate wundert mich daher die Attraktivität dieser Stabilität nicht.

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #684 am: 2.11.2011 | 07:41 »
Gucke grade Folge 1 online. Ganz nett, aber etwas sehr unruhig geschnitten. Das springt mir alles ein wenig zu viel.Zu wenig Zeit, um sich mal an Figuren zu gewöhnen...

Borgia fand ich auch ziemlich nett, vor allem der (berühmte) Schauspieler (dessen Namen für mich Schall und Rauch ist), der den Rodrigo/Alexander spielt, rockt gewaltig. Allerdings bleibt die Serie fast durchgehend ein wenig unter dem Spaß von The Tudors.

In unserer schnelllebigen Zeit der hohen Scheidungsrate wundert mich daher die Attraktivität dieser Stabilität nicht.

Da musst Du "Big Love" gucken. Da wird auch nicht geschieden, obwohl der Hauptprotagonist gleich drei Frauen zur Auswahl hat, die für eine Scheidung infrage kämen.  ;D
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Seth

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #685 am: 2.11.2011 | 09:50 »
Borgia fand ich auch ziemlich nett, vor allem der (berühmte) Schauspieler (dessen Namen für mich Schall und Rauch ist), der den Rodrigo/Alexander spielt, rockt gewaltig. Allerdings bleibt die Serie fast durchgehend ein wenig unter dem Spaß von The Tudors.

Jeremy Irons.

Und ich muss sagen, dass ich die Serie ziemlich unterirdisch finde. Gerade im Vergleich zu den genialen Tudors oder vergleichbaren, historischen Serien hinkt es doch ziemlich hinterher. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie noch ein wenig mehr Sex und Gewalt draufsetzen mussten - und in diesem Fall ist mir das eindeutig zu viel.

Ranor

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #686 am: 2.11.2011 | 12:03 »
Auf dem Papier sieht's gut aus... :)
Nochmal zu Homeland: Die Serie wird von Folge zu Folge immer besser. Und da dort nix explodiert, nichts transformiert und die Serie auch nicht von Michael Bay ist kann man mir da auch ausnahmsweise mal glauben  :D

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #687 am: 2.11.2011 | 12:19 »
Jeremy Irons.

Und ich muss sagen, dass ich die Serie ziemlich unterirdisch finde. Gerade im Vergleich zu den genialen Tudors oder vergleichbaren, historischen Serien hinkt es doch ziemlich hinterher. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie noch ein wenig mehr Sex und Gewalt draufsetzen mussten - und in diesem Fall ist mir das eindeutig zu viel.

Kann ich voll akzeptieren. Aber wahrscheinlich ist das eben genau das Niveau, das bei mir unter "nett" fällt. Und Tudors fand ich eben auch nur in einer Hinsicht genial, aber nicht insgesamt. Vielleicht empfinde ich die Fallhöhe deshalb nicht ganz so hoch zwischen den beiden. Aber wenn ich "nett" sage, heißt das nicht: unbedingt gucken!

An welche vergleichbaren historischen Serien denkst Du da? (außer Spartacus, den wir ja schon beackert haben).
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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #688 am: 2.11.2011 | 21:13 »
Nochmal zu Homeland: Die Serie wird von Folge zu Folge immer besser. Und da dort nix explodiert, nichts transformiert und die Serie auch nicht von Michael Bay ist kann man mir da auch ausnahmsweise mal glauben  :D

Hätte ja nicht gedacht, dass ich mal deiner Meinung bin, was das angeht, aber: Homeland rockt. :D
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #689 am: 2.11.2011 | 21:56 »
Kann ich voll akzeptieren. Aber wahrscheinlich ist das eben genau das Niveau, das bei mir unter "nett" fällt. Und Tudors fand ich eben auch nur in einer Hinsicht genial, aber nicht insgesamt. Vielleicht empfinde ich die Fallhöhe deshalb nicht ganz so hoch zwischen den beiden. Aber wenn ich "nett" sage, heißt das nicht: unbedingt gucken!

Wollte ich dir auch nicht unterstellen ;) ich finde sie nicht einmal "nett", was aber sehr subjektiv ist. Sie ist sicher allemal besser als das meiste Alternativprogramm im TV  ;D

Zitat
An welche vergleichbaren historischen Serien denkst Du da? (außer Spartacus, den wir ja schon beackert haben).

Definitiv Rome (HBO). Darüber geht bei mir aber auch kaum etwas.
Dann gab es da noch eine Miniserie namens "Napoléon" mit Gerard Depardieu und John Malkovich (wenn ich mich richtig erinnere), die war auch genial. Sowas und Die Tudors halt, auch wenn es generell eher mager in dem Genre aussieht, das stimmt schon.

Callisto

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #690 am: 2.11.2011 | 22:03 »
I claudius

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #691 am: 2.11.2011 | 22:40 »
Was Callisto sagt, mit einem Komma zwischen dem "I" und dem "Claudius". ;)

Die Römer sehen zwar alle sehr britisch aus, und die Optik ist auch sehr... englisch, aber die Serie über Claudius, der vom verachteten Krüppel zum Kaiser wird, ist absolut großartig.

(Wer gern gutes Historiendrama anschaut, dem sei hier auch "Der Löwe im Winter / Lion in Winter" ans Herz gelegt - ein Film über Henry, den Vater von Richard Löwenherz, seine drei Söhne, seine verhasste Frau und ein französisches Geschwisterpaar. Ganz, ganz großes Kino.)
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #692 am: 2.11.2011 | 22:47 »
Vorbehaltlose Zustimmung zu "The Lion in Winter"! Vom historischen Standpunkt gesehen ein Meisterwerk, den auch die Logik der Handlung ist nahe an mittelalterlichen Motivationen. Nur die Kostüme sind etas fad und unpassend, aber für die Zeit der Entstehung drücke aich da gerne ein Auge zu.

Hat jemand eigentlich mal in die europäische Konkurrenzproduktion zu The Borgias reingesehen? Heißt eifnach nur Borgia und läuf (lief?) im ZDF. Deutsch-Französisch-Österreichische-Produktion, die mir sehr gut gefällt, nachdem ich die erste Folge gesehen habe. Ich werde mal dran bleiben. Die Folgen liegen auch in der ZDF Mediathek.
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alexandro

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #693 am: 2.11.2011 | 22:56 »
Borgia fand ich auch ziemlich nett, vor allem der (berühmte) Schauspieler (dessen Namen für mich Schall und Rauch ist), der den Rodrigo/Alexander spielt, rockt gewaltig. Allerdings bleibt die Serie fast durchgehend ein wenig unter dem Spaß von The Tudors.
Ich denke das Zitat bezieht sich auf das ZDF-Borgia (dessen Hauptdarsteller John Doman ist, nicht Jeremy Irons). Hatte definitiv seine Momente, allerdings etwas langatmig (was damit zusammenhängen mag, dass das ZDF immer zwei Folgen hintereinander, ohne Pause, gezeigt hat).

Die deutsche Fassung von "The Borgias" (mit Irons) läuft ab 9. November auf Pro7 an.
« Letzte Änderung: 2.11.2011 | 23:10 von alexandro »

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #694 am: 3.11.2011 | 06:27 »
@ Borgia: Was Korknadel gesagt hat.
Für meinen Geschmack wars aber schon wieder ein bisschen zu viel an stumpfen Sexszenen und es erschließt sich mir auch nicht warum man den Papst unbedingt auf der Latrine filmen muss - aber scheinbar macht man mit sowas heute Quote
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Seth

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #695 am: 3.11.2011 | 06:35 »
Ich denke das Zitat bezieht sich auf das ZDF-Borgia (dessen Hauptdarsteller John Doman ist, nicht Jeremy Irons). Hatte definitiv seine Momente, allerdings etwas langatmig (was damit zusammenhängen mag, dass das ZDF immer zwei Folgen hintereinander, ohne Pause, gezeigt hat).

Die deutsche Fassung von "The Borgias" (mit Irons) läuft ab 9. November auf Pro7 an.

Ja, hatte ich verwechselt :D auch wenn ich mir von der Irons-Serie auch nicht unbedingt viel mehr verspreche.


Was Callisto sagt, mit einem Komma zwischen dem "I" und dem "Claudius". ;)

Die Römer sehen zwar alle sehr britisch aus, und die Optik ist auch sehr... englisch, aber die Serie über Claudius, der vom verachteten Krüppel zum Kaiser wird, ist absolut großartig.

Bei "I, Claudius" ziehen sich mir immer die Zehennägel hoch, wenn ich die Darstellungen von Claudius und Caligula sehe. Die sind beinahe eins zu eins von Seneca übernommen und so unreflektiert, dass ich in den Fernseher springen könnte. Aber Jean-Luc Picard (Patrick Stewart) als Seianus hat schon was  ;D

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #696 am: 3.11.2011 | 07:50 »
Äh, ich habe die Showtime-Serie gesehen, die mit Jeremy Irons, und der ist wirklich das Highlight der Serie. Auf die bezog sich mein Kommentar. Besser fand ich den spanischen Film "Die Borgias". Die europäische TV-Serie habe ich nicht gesehen.

@Sol:
"Rome" ist natürlich allererste Sahne. Tudors macht mir hin und wieder eine Spur zu große Zugeständnisse an 0815-Fernsehkonventionen, finde ich insgesamt aber schon sehr gut.

Sowohl bei Tudors, vor allem aber bei den Showtime-Borgias nervt mich oft die Musik oder der Umgang mit Musik. In Borgias gibt es eine Triumphzugartige Szene, wo Vokalmusik erklingt, die sowohl sakral-feierlich als auch triumphal klingen soll (und das auch tut). Suggeriert wird dabei aber immer Historizität, denn es handelt sich nicht um moderne Musik. Allerdings ist das Stück meiner Schätzung nach irgendwo zwischen Spätbarock und Klassik anzusiedeln, also stilistisch und harmonisch 250 bis 300 Jahre später verortet als die Handlung. So etwas nervt mich, denn wenn man (kunst-)geschichtlich schon so ungenau vorgeht, dann soll man bitte nicht so tun, als wäre das authentisch. Zumal es auch um 1500 rum schon Triumphmusik gab, die man dafür nutzen könnte und die wegen der damaligen Instrumente der Szene auch eine viel größere Wirkung verliehen hätte.

Bei Tudors nervte mich immer die Kirchenmusik, die prinzipiell nicht als solche diente, sondern als Hintergrund für Gespräche oder Ansprachen. Wenn man bedenkt, wie viel Geld die damaligen Herrscher für diese Kompositionen ausgegeben haben, ist die Vorstellung absurd, dass da jemand nebenher geredet hat (außer vielleicht im Flüsterton). Durch die musikalische Hintergrundbeschallung verliert der Kirchenraum sein akustisches Spezifikum, was ich schade finde, weil ich mir das als Effekt spannend vorstelle. Vor allem aber ist es bedauerlich, dass bei den Klamotten, bei Banketten und Schnmuck ständig der Prunk vorgeführt wird, bei der Musik jedoch nicht. Da wird nur gesagt: Die hatten damals auch schon Radio.
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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #697 am: 3.11.2011 | 08:02 »
@Sol:
"Rome" ist natürlich allererste Sahne. Tudors macht mir hin und wieder eine Spur zu große Zugeständnisse an 0815-Fernsehkonventionen, finde ich insgesamt aber schon sehr gut.

Da geb' ich dir recht!

Zitat
Sowohl bei Tudors, vor allem aber bei den Showtime-Borgias nervt mich oft die Musik oder der Umgang mit Musik. [...]

Hehe, ja, es ist klar, dass dir das vor allem auffällt. Ich finde das Meiste als Hintergrundgeplätscher ganz gut, was sicher auch daran liegt, dass ich es nicht so genau zuordnen kann. Allerdings muss ich sagen, dass ich die Kirchenmusik bei den Tudors teilweise schon genial gesetzt fand. Vor allem fällt mir da der Tod von Jane Seymour ein, bzw. ihre Beisetzung, bei der im Hintergrund der kirchlich anmutende Choral langsam in die Haupttheme der Serie übergeht. Da bekomm' ich regelmäßig
Gänsehaut  ;D

Allerdings ist natürlich schon seltsam, warum auf der einen Seite die Bemühungen um (halbwegs) Authentizität erkennbar sind, vor allem aber bei der Musik gerne mal geschludert wird. Vielleicht Kostengründe oder man traut dem Zuschauer die Einordnung nicht zu und möchte lediglich eine gewisse Stimmung vermitteln (wie du schon sagst, nach dem Motto "das klingt historisch").
« Letzte Änderung: 3.11.2011 | 08:04 von Sol Invictus »

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #698 am: 3.11.2011 | 08:53 »
Allerdings ist natürlich schon seltsam, warum auf der einen Seite die Bemühungen um (halbwegs) Authentizität erkennbar sind, vor allem aber bei der Musik gerne mal geschludert wird. Vielleicht Kostengründe oder man traut dem Zuschauer die Einordnung nicht zu und möchte lediglich eine gewisse Stimmung vermitteln (wie du schon sagst, nach dem Motto "das klingt historisch").

Ich glaube, das liegt daran, dass Film- und Fernsehgucker über die Jahrzehnte dazu gedrillt wurden, dass die Musik nur eine Funktion für den Film hat, nicht aber für sich steht. Damit will ich nicht sagen, dass es unter Filmkomponisten nicht vielleicht große Künstler gibt, aber die Musik dient nicht zum Zuhören, sondern zum Zugucken.

Deshalb herrscht beim Zuschauer eine Erwartungshaltung, was Musik angeht. Er rechnet von vornherein damit, dass die Musik "nur" (kommentierende) Begleitung ist. Produzenten hüten sich in den allermeisten Fällen davor, ihm etwas anderes vorzusetzen, als er erwartet. So auch bei den Tudors. Selbst wenn historisch einigermaßen korrekte Musik gespielt wird, wird sie doch genau so eingesetzt wie Musik eben in jeder anderen Serie eingesetzt wird. Was, wie Du beschrieben hast, durchaus emotionale Wirkungen hervorruft, aber eben nichts mit der ansonsten angestrebten historischen Darstellung zu tun hat. Schief wird das Ganze ja vor allem dadurch, dass die korrekte historische Darstellung angedeutet wird (wenn der Chor in der Kirche gezeigt wird zum Beispiel).

Anders sieht das eigentlich nur bei Filmen aus, die die Musik direkt thematisieren. Die siebte Saite ist ein sehr schönes Beispiel, wo Musik (nicht immer, aber häufig) regelrecht ausgestellt ist. Erstaunt war ich auch bei Polanskis Pianist, dass der komplette Sonatensatz (?) ohne Ablenkung gespielt wurde -- wie bemerkenswert dies ist, sagt viel über den sonst üblichen Gebrauch von Musik im Film aus.
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alexandro

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Re: Film- und Seriensmalltalk!
« Antwort #699 am: 3.11.2011 | 11:40 »
Seit gestern läuft endlich die dritte Staffel von Misfits, der coolen, britischen Alternative zu "Heroes".