Jodun (Ideensammung)
Die Heimatwelt der Jotun ist unbekannt, ihr Reich so weit entfernt, das die Siedler der Grenzwelten selbst nicht einmal wissen, wie sie aussieht, geschweige denn eine Möglichkeit hätten sie jemals zu besuchen. Geht man von den Biomen aus, die von den Jotunsiedlern präferiert werden, kann man vermuten, dass es sich um eine kühle Welt handeln muss, wahrscheinlich eine größtenteils schneebedeckte Tundra mit spärlichem Bewuchs.
Die Füße der Jotun sind breiter als die eines typischen Menschen, vermutlich um die Stabilität des Individuums auf weichem Untergrund zu erhöhen - natürlich nutzen die Siedler heute auch technische Hilfsmittel wie Schneeschuhe, Motorschlitten und Schweber. Ihre befederten Flügel erlauben ihnen sich in langen Sprüngen fortzubewegen, was sie zu sehr ausdauernden Sprintern macht. In der Not können die Flügel auch für einen improvisierten Gleitflug genutzt werden, für den aktiven Flug sind sie aber nicht kräftig genug.
In warmen Gebieten finden man Jotun selten. Sie vertragen Hitze nicht sonderlich gut, können nur sehr begrenzt schwitzen und sind daher auf technische Lösungen zum Schutz vor Überhitzung angewiesen.
Jodun in den Grenzwelten sind sehr offen für andere Spezies. Von ihrem eigenen Reich können sie keine Unterstützung erwarten, Integration und Allianzen sind daher ihre beste Zukunftssicherung. Die Jodun der Grenzwelten haben sich im Angesicht dieser Umstände zu Experten in den Feldern Diplomatie, Handel und Wirtschaftsplanung entwickelt.
Häufig findet man sie in direkter Kohabitation mit den Kat’ol, da diese ähnliche Klimazonen präferieren, aber auch als sehr aktive Partner in Handelsallianzen mit Spezies, die wärmere Klimazonen auf denselben Planeten besetzen.
Neben der Funktion als Gleitfläche beim Sprinten nutzen Jodun ihre auffällig gefärbten und nicht selten wild gemusterten Flügel auch zur Selbstdarstellung. Für die Jodun gehören die Flügel ebenso selbstverständlich zum Repertoire ihrer körperlichen Ausdrucksmöglichkeiten, wie Mimik und Körperhaltung.
D’Oriter (Ideensammlung)
Die Heimatwelt der D’Oriter ist ein Ort der Extreme. Der Planet befindet sich am inneren Rande der habitablen Zone, eine trockene karge Savanne mit wenig Bewölkung. Tagsüber steigen die Temperaturen schnell auf über 40°C an, weshalb sich das meiste tierische Leben auf dieser Welt während der Dämmerphasen und in den eisigen Nächten abspielt. Der exzentrische Orbit des Planeten und die dadurch bedingten zyklischen Temperaturschwankungen treiben gewaltige saisonale Sturmfronten über seine Oberfläche, was ein längerfristiges oberirdisches Siedeln nahezu unmöglich macht. Bäume und Büsche haben sich an diese Verhältnisse angepasst – die meisten Tiere gehen ihnen aus dem Weg, indem sie sich eingraben oder in natürliche Höhlen zurückziehen.
Orit besitzt keinen Mond – in der Nacht sieht man nicht einmal die Hand vor Augen. Um sich in dieser völligen Dunkelheit orientieren zu können, hat die Evolution die D’Oriter mit einem Ultraschallsinn gesegnet, d.h. sie stoßen Töne und Klicklaute aus, aus denen ihr Gehirn dann ein Bild der Umgebung zusammensetzt. Da dieses Bild jedoch zeitverzögert und so auf größere Entfernungen nur bedingt brauchbar ist, besitzen D’Oriter auch normale Augen, die sie nutzen, um sich im Zwielicht der Dämmerung zu bewegen. Die Augen sind hervorragend an die schwachen Listverhältnisse Orits angepasst, machen aber auf den meisten anderen Welten das Tragen einer Sonnenbrille unabdingbar. Auch ist ihre Farbwahrnehmung sehr begrenzt.
D’Oriter können bewusst auf den Einsatz ihres Ultraschallsinnes verzichten, um sich beispielsweise an Beute heranzupirschen, die diesen wahrnehmen kann.
D’Oriter sind Lauer- bzw. Hinterhaltsjäger, über kurze Strecken können sie dank ihrer langen Beine praktisch aus dem Stand enorme Geschwindigkeiten erreichen, Ausdauer ist aber keine ihrer Stärken.
Dies spiegelt sich auch in ihrer Persönlichkeit und Weltsicht wider. Sie haben kein Problem damit lange auf eine günstige Gelegenheit zu warten, um dann mit größtmöglichem Einsatz zuzuschlagen – ein Gegner, der mit dem ersten Treffer zu Boden geht, kann nicht mehr zurückschlagen. Bei heftigem Widerstand ziehen sie sich oft lieber zurück, als sich auf einen längeren Schlagabtausch einzulassen.
D’Oriter kommen mit den meisten Wetterverhältnissen zurecht. Sie haben sich einen Ruf als unbeugsame Pioniere erworben, die auch der unwirtlichsten Landschaft eine Existenz abtrotzen. Aufgrund ihrer eher geringen körperlichen Ausdauern nutzen sie für länger andauernde körperliche Tätigkeiten gerne Drohnen und andere künstliche Helfer. Bergbau, unterirdische Konstruktion und Robotertechnologie gehören daher zu ihren größten Expertisen.