Außerdem spiele ich seit zwei Wochen mit meinen Kindern Legenden von Andor, das macht viel Spaß! Muss aber sagen, dass ich es anders als behauptet nur ganz am Rande rollenspielähnlich finde ... ist doch schlicht und einfach ein missionsbasiertes kooperatives Brettspiel mit Fantasy-Thematik. Mich erinnert das mehr an Pandemie als an irgendeine Rollenspiel, das ich kenne.
Würde ich voll zustimmen (und hoffe, dass ich nie was geschrieben habe, was man anders verstehen könnte).
Andor ist eindeutig ein auf die Mechanik fokussiertes Brettspiel; der Vergleich mit
Pandemie passt schon. Ähnlich wie bei
Pandemie finde ich aber das Thema auch bei
Andor gut umgesetzt. Das Thema trägt, wirkt nicht aufgesetzt. Der einzige Bezug zu Rollenspiel ist aber, dass Aufmachung und Geschichte so ähnlich in fast jeder Fantasy-Welt und entsprechend auch in Rollenspielen vorkommen könnten. Das Spielgefühl ist freilich ein ganz anderes.
Ich kenne kein einziges Brettspiel, welches sich wie Rollenspiel anfühlen würde. Einzelne Aspekte gibt es oft, aber das Gesamtpaket geht nicht; wie auch?
Mag ein wenig daran hängen, was man unter "Rollenspiel" versteht. Zumindest die Form, in der Interaktion und Kommunikation eine große Rolle spielen, ist schlicht unmöglich auf ein anderes Medium übertragbar, würde ich sagen. Auch Computer-Rollenspiele fühlen sich ja nicht so an.
Und
Andor ist ein gutes Spiel, finde ich auch. Thematisch, motivierend, schön aufgemacht, spielerisch herausfordernd. Mein wesentlicher Kritikpunkt ist, dass man die meisten Missionen eigentlich erst beim zweiten Mal schaffen kann (außer mit viel Glück), weil man vorher ja nicht weiß, worauf man sich hätte vorbereiten sollen.