Der KI-Boom (zumindest im Business-Bereich) scheint vorbei zu sein. Langsam kommt man dahinter, dass so ein LLM doch nicht die Lösung aller Probleme darstellt, und man wiederum Leute braucht, die mit dem Ding umgehen können. Im Moment geht's wohl eher den Programmierern an den Kragen, vor allem Junior Developer ersetzt man durch LLMs.
Und das wird sich noch rächen, denn ohne Ahnung was am KI-Output schlecht ist (egal ob der Output Texte, Bilder, Musik oder Programmcode ist) kann man nicht ordentlich korrigieren. Man braucht also auch unter KI noch Leute, die Ahnung vom Übersetzen, vom Texten, von Bildgestaltung, von Musik und von Programmierung haben, die nochmal über das Ergebnis drüberschauen, und die Fehler korrigieren.
Sonst kommt nur unbrauchbarer Slop raus, und nicht entsprechend geschulte Leute sehen vielleicht noch, dass das Ergebnis irgendwie "seltsam" aussieht, aber ohne Ahnung in den entsprechenden Feldern können sie ihre Eindrücke nicht so konkretisieren, dass sie erkennen, was genau korrigiert werden müsste. Also prompten sie blind herum, und wundern sich, warum sie nicht das bekommen, was sie wollen (bzw. setzt an einem bestimmten Punkt auch oft der Entrapment-Effekt ein, und sie reden sich das Ergebnis schön).
Die Sache ist: die Personen welche kompetent genug sind, um den KI-Output zu beurteilen, wären im Zweifel auch kompetent genug, um einen solchen Output selbst zu generieren, wenn sie denn wollen (oder wenn die KI zu viele Anläufe braucht, um etwas brauchbares auszuwerfen). Und wenn die KI-Tools zu hardcoded in das System sind, und/oder die KI zu dumm ist (wie Copilot, die Dämlack-KI, welche, wenn sie eingeschaltet ist, Windows aktuell nahezu unbrauchbar macht), dann macht es diese Tools weniger attraktiv, weil man nur einen Lösungsweg für ein Problem zulässt, statt die KI als ein Werkzeug unter vielen zu benutzen.
Bzw. wenn "Zugänglichkeit" ein Kriterium sein soll: so wie KI-Übersetzungen zugänglicher und schneller verfügbar sind, ist auch die Mülltonne hinter dem McDonalds ist um 3 Uhr morgens zugänglicher, als 5 Stunden zu warten, bis das Restaurant wieder aufmacht. Und man kann jetzt argumentieren, dass die halb gegegessenen Burger die man da rausgezogen hat noch ganz OK aussehen, und das Essen von McDonalds ja auch nicht so gesund ist, wenn man es im Restaurant kauft - ändert aber imo nichts daran, dass man (ohne Not, aus reiner Bequemlichkeit) Müll in sich hereinschaufelt.