Autor Thema: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI  (Gelesen 9098 mal)

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Offline sma

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #200 am: Heute um 14:01 »
Ich schlage das hiermit als neuen Titel für Dich vor  ~;D
Oh, danke sehr.
U+2010 ‐ Viertelgeviertstrich

Offline Zed

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #201 am: Heute um 14:10 »
Sollten sich KI generierte/unterstützte Inhalte bei WotC etablieren (worauf Hasbro ja wohl wartet) wird sich auch Orkenspalter positionieren müssen. Das wird auf jeden Fall interessant.

Wir befinden uns ja inmitten eines gesellschaftlichen Aushandelsprozesses, der eine disruptive Technologie betrifft.

Erschwerend hinzu kommt, dass die faktische Realität, die juristischen Probleme, die moralischen Implikationen und die gesellschaftlichen Folgen aufgrund der Warpgeschwindigkeit dieser Transformationen alle nicht im Gleichschritt erörtert und geklärt werden.

Und weil wir uns inmitten dieses Prozesses befinden, sind die Positionen von Unwissenden, von Leidtragenden und von Profiteuren aktuell sehr unterschiedlich. Alle Akteure ziehen Grenzen, sie machen Punkte und sie stellen Bedingungen.

Natürlich ist davon auszugehen, dass sich mit Fortschreiten dieses Prozesses Positionen verändern, aufweichen oder verhärten. Das sollte keinem an der Diskussion Beteiligten Übel genommen werde.

Offline unicum

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #202 am: Heute um 14:17 »
Ich behaupte, sie haben sie bereits klar gegen generative KI aller Art positioniert. Aber seit ihrer IMHO unsäglichen Mail im Anni-the-Duck-Fall weigere ich mich, sie als Sprachrohr – oder Moralkompass – für die Rollenspiel-Community anzusehen.

Oh erzähl, ein kurzer link reicht ggf auch soll ja nicht alles hier derailen, was war da los?

Ich stelle immer wieder fest: Ich hatte zuviel Philosophie im Studium.

Offline sma

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #203 am: Heute um 14:23 »
Oh erzähl, ein kurzer link reicht ggf auch
Rabbit Hole beginnt hier. De-Railen möchte ich auch nicht.
U+2010 ‐ Viertelgeviertstrich

Online Torsten (Donnerhaus)

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #204 am: Heute um 14:42 »
Rabbit Hole beginnt hier. De-Railen möchte ich auch nicht.

Gibt es dazu irgendwo weiterführende Diskussion?

Offline Eisenmeile

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #205 am: Heute um 19:18 »
Der KI-Boom (zumindest im Business-Bereich) scheint vorbei zu sein. Langsam kommt man dahinter, dass so ein LLM doch nicht die Lösung aller Probleme darstellt, und man wiederum Leute braucht, die mit dem Ding umgehen können. Im Moment geht's wohl eher den Programmierern an den Kragen, vor allem Junior Developer ersetzt man durch LLMs.

Und das wird sich noch rächen, denn ohne Ahnung was am KI-Output schlecht ist (egal ob der Output Texte, Bilder, Musik oder Programmcode ist) kann man nicht ordentlich korrigieren. Man braucht also auch unter KI noch Leute, die Ahnung vom Übersetzen, vom Texten, von Bildgestaltung, von Musik und von Programmierung haben, die nochmal über das Ergebnis drüberschauen, und die Fehler korrigieren.

Sonst kommt nur unbrauchbarer Slop raus, und nicht entsprechend geschulte Leute sehen vielleicht noch, dass das Ergebnis irgendwie "seltsam" aussieht, aber ohne Ahnung in den entsprechenden Feldern können sie ihre Eindrücke nicht so konkretisieren, dass sie erkennen, was genau korrigiert werden müsste. Also prompten sie blind herum, und wundern sich, warum sie nicht das bekommen, was sie wollen (bzw. setzt an einem bestimmten Punkt auch oft der Entrapment-Effekt ein, und sie reden sich das Ergebnis schön).

Die Sache ist: die Personen welche kompetent genug sind, um den KI-Output zu beurteilen, wären im Zweifel auch kompetent genug, um einen solchen Output selbst zu generieren, wenn sie denn wollen (oder wenn die KI zu viele Anläufe braucht, um etwas brauchbares auszuwerfen). Und wenn die KI-Tools zu hardcoded in das System sind, und/oder die KI zu dumm ist (wie Copilot, die Dämlack-KI, welche, wenn sie eingeschaltet ist, Windows aktuell nahezu unbrauchbar macht), dann macht es diese Tools weniger attraktiv, weil man nur einen Lösungsweg für ein Problem zulässt, statt die KI als ein Werkzeug unter vielen zu benutzen.

Bzw. wenn "Zugänglichkeit" ein Kriterium sein soll: so wie KI-Übersetzungen zugänglicher und schneller verfügbar sind, ist auch die Mülltonne hinter dem McDonalds ist um 3 Uhr morgens zugänglicher, als 5 Stunden zu warten, bis das Restaurant wieder aufmacht. Und man kann jetzt argumentieren, dass die halb gegegessenen Burger die man da rausgezogen hat noch ganz OK aussehen, und das Essen von McDonalds ja auch nicht so gesund ist, wenn man es im Restaurant kauft - ändert aber imo nichts daran, dass man (ohne Not, aus reiner Bequemlichkeit) Müll in sich hereinschaufelt.



Offline Doc-Byte

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #206 am: Heute um 20:48 »
Das sind so Posts, wegen denen ich mir sage: "Schreib einfach made with AI auf dein Buch und kommentier es nicht weiter..." Für mich sind generative KIs auch nur ein andere Manifestation des Phänomens "Thermomix".

Online Torsten (Donnerhaus)

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #207 am: Heute um 21:06 »
Ich bin für ein Reinheitsgebot mit Toleranzanteil. 5% maximum halte ich für tragbar. Damit ist dann die gesamte Beifang-Nutzung vom Skalieren, Farbkorrektur, Rechtschreibkontrolle und 1-2 Hilfsmittel abgegolten, aber dennoch auf Ehrenbasis gesichert, dass das Werk in allen relevanten Aspekten menschgemacht ist.