Autor Thema: Rollenspiele, die Ihr früher abgefeiert habt und heute ablehnt.  (Gelesen 5203 mal)

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Offline Luxferre

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HIER sprechen wir über Spiele, die wir früher abgelehnt haben und jetzt Feuer und Flamme für sind.

˙uǝɥǝɹpɯn lɐɯ sɐp llıʍ ɥɔı

Welche Spiele habt Ihr früher total abgefeiert? stundenlang gespielt? Wart Feuer & Flamme? Richtige Fanbois?
Und warum tut Ihr das nicht mehr? Welche Spiele waren das? Was ist passiert?

Hier habe ich seinerzeit mal meinen Abgesang auf PF1 aufgeschrieben. Selten hat eine Leidenschaft so viel Leiden geschafft.
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« Letzte Änderung: 20.04.2026 | 13:18 von Luxferre »
ina killatēšu bašma kabis šumšu Tišpak
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"Consider the seed of your generation. You were not born to live like animals, but to pursue virtue and possess knowledge"

Offline Infernal Teddy

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Bei mir wäre es auch Pathfinder bzw. die ganze d20/3.x Ablegerschaft. Zu viel, zu unübersichtlich, zu... alles, eigentlich.

Aber was einige vielleicht überraschen könnte: die oWoD. Das Würfelsystem, die "Wissenschaft tötet die Freiheit unf Kreativität" die überall durch scheint (Vor allem bei Mage, Changeling und Werewolf), die Tatsache das wir mittlerweile in einer Welt leben in der Leute die viel zu viel zu sagen haben die sehr gut in die Traditionen von Mage passen mit ihren Vorstellungen... Ich weiß schon warum ich die nWoD bevorzuge.
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Teddy sucht Mage

Online Edgar Allan Poe

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Das dürfte bei mir DSA sein. Ich habe mit DSA (3) angefangen und habe es abgöttisch geliebt. Welt. Regeln. Für mich gab es eigentlich nichts, was man da hätte besser oder anders machen können.

Ich habe lange Midgard (3) mitspielen müssen, weil ich sonst gar nichts zu spielen gehabt hätte und in dieser ganzen Zeit, habe ich DSA hinterhergeweint.

Und dann kam Warhammer 2. Und dann vieles anderes. Und nahezu jedes neue System hat mir gezeigt: "Guck mal ... wir können das, was DSA kann ... aber sind dabei zich mal schneller und zich mal eleganter." - und in meinem Kopf war es ab dann völlig unverständlich, wieso irgendjemand DSA spielt.

Heute wirst du mich maximal aus Nostalgiegründen mal dazu kriegen einen One Shot DSA mitzuspielen.
« Letzte Änderung: 20.04.2026 | 13:33 von Edgar Allan Poe »
Den Akkusativ zu nutzen ist sexy.

Offline DonJohnny

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Bei mir auch DSA und es ist ähnlich gelaufen wie bei Edgar. Das Fantasy-System (und Welt) die mich damals von DSA weggeführt hat war Earthdawn.

Ich würde nicht sagen, dass der Zauber komplett weg ist. Mit den alten Leute ne gute alte DSA3-Revival Runde, dafür wär ich immer noch zu haben. Aber nicht weil ich die Regeln oder die Welt abfeiere, eher weil es so ein wohliges Gefühl der Wärme in mir auslöst, so, wie wenn ich die Titelmelodie von Forsthaus Falkenau höre.

Aber alles was danach kam würd ich wahrscheinlich nicht mal spielen wenn mir langweilig wäre.
- Playtester für Strip-D&D -
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Druid: "Was soll das, eine Landschaft voller Trichter?"
Sorcerer: "Du Idiot! Das sind Berge! Du hälst schon wieder die Karte falsch herum!"

Offline Gorilla

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Angefangen mit DSA2. Dann Shadowrun2. Dann DnD3.
Alles lange und ausgiebig gespielt und nichts davon möchte ich in keiner Iteration heute noch spielen oder leiten.
Shadowrun Anarchy ist eine Ausnahme, aber das ist ein ganz anderes Spiel.

Die jeweiligen Spielwelten bespiele ich immer noch gerne, aber wenn ich es irgendwie vermeiden kann, dann nicht mit den offiziellen Regelsystemen.

Offline Eismann

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Ich habe Shadowrun 2 und 3 sehr geliebt. Aber im letzten Drittel der dritten Edition ging es inhaltlich merklich bergab, und mit dem Wifi-Zwang der vierten Edition konnte ich mich genauso wenig anfreunden wie mit dem unnötigen "10-Jahres-Crash". Ich hab später dann mal die fünfte ausprobiert, aber das war mir auf gamistischer Ebene zu mechanisiert und der Charakterbau war mir zu wirr.
Mittlerweile schaue ich nur ab und an mal über den Zaun und sehe nur noch Drachen, Zombies und interdimensionale Weltenfresser auf dem Spielplatz herumspringen. Das ist, so richtig Alter-Mann-mäßig, "nicht mehr mein Shadowrun".
Also mach ich mein eigenes.

Offline flaschengeist

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Bei mir ist das wohl D&D 3.5. Ich hatte eine super intensive Runde mit tollen Leuten zu meiner Studienzeit (darunter ein wahnsinnig engagierter, passionierter und fähiger SL). Heute würde ich das System nicht mehr spielen - pro Einheit Kompliziertheit bietet es nur ganz wenig Zusatznutzen und das Ausmaß an Kompliziertheit ist immens.

Weiterhin finde ich grob uncool, dass in 3.5 die Kompetenz verschiedener Charakter(builds) zwischen Freizeitkicker und Weltfußballer variiert. Ist hoffentlich klar, dass ich seinerzeit einen Weltfußballer gespielt habe ;).
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (frei nach Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).
Hier findet ihr mein mittel-crunchiges Rollenspiel-Baby, das nach dieser Philosophie entstanden ist, zum kostenfreien Download: https://duodecem.de/download

Online schneeland

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Ich reihe mich da ein: D&D3.x und Shadowrun 2 waren zwei Systeme, die ich viel und gerne gespielt habe, aber zu denen (RAW) für mich kein Weg mehr zurückführt.
All good things come to those who wait! ... like dual flamethrowers and beer.

Online ghoul

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HARP.
Ich fand es total cool, dass so ziemlich alles eine Fertigkeit ist, die man steigern kann.

Dann habe ich gemerkt, dass diese totale Flexibilität nur zu einer Wettrüstungsspirale gegen den Spielleiter führt, bei der alle nur verlieren können.
Tactician: 96%
PESA hilft!
PESA diskutiert.
Desweiteren: Alle deine Probleme wurden bereits in AD&D 1e gelöst.

Online First Orko

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Danke, Schwarzes Auge, für diesen verträumt-naiven Einstieg ins Hobby. Danke, dass ich über dich damals einen ganz neuen Freundeskreis, ein neues Hobby und eine schöne Fantasiewelt mit einer gewissen Tiefe kennengelernt habe. Und die ein oder andere lange Kampagne (ob offiziell oder Homebrew) erleben durfte. Aber Ach! - musste es soweit kommen? Die erste Erneuerung nach V3 erstmal in den Sand gesetzt. Dann mit den 4.0 Boxen wieder verrannt. Dann mit 4.1. die Büchse der Regelpardona geöffnet... und dann diese seltsamen Fantum-Kreise mit ihren Auswüchsen.. bis hin zu Realität gewordenen Aprilscherzen!

Eine Zeitlang kamen wir klar mit anderen Regeln - seien es immer wildere Hausregeln, Savage Worlds-Konversionen, Story DSA, FATE oder sonstwas. Aber die Luft ist einfach immer....dicker geworden, staubiger, nicht mehr atembar für uns, die das Ganze gern phantatisch-entspannt angehen, die Settingbruchstücke zerlegen und sich mit ihren Gruppe ein ganze eigenes Aventurien bauen wollten. Denn was bringt all das, wenn die Vielzahl der Spielenden was Anderes will?

Darum auch: Schade, DSA, dass du so viel Zeit von mir bekommen hast. Hätte damals doch jemand mit einem Traveller oder so mich eingeladen zum ersten Spielabend - vielleicht hätten wir uns nie kennengerlernt. Und das wäre dann auch ok gewesen. Es damals gut, wird aber nicht mehr so sein. Darum: Mach's gut.
It's repetitive.
And redundant.

Dir ist schon klar, dass es in diesem Forum darum geht mit anderen Leuten, die nix besseres mit ihrem Leben zu tun haben, um einen Tisch zu sitzen und sich vorzustellen, dass wir Elfen wären.

Offline Waldviech

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Ich würde es weniger "ablehnen" nennen, sondern eher "stark erkaltete Begeisterung": Numenera. Ich liebe das Konzept "Dying Earth Fantasy" und war von Numenera zunächst ziemlich begeistert. Allerdings empfand ich Numenera dann aber zunehmend, in Ermanglung einer besseren Formulierung, seltsam "inwendig hohl" und beliebig.
Barbaren ! Dekadente Stadtstaaten ! Finstere Hexenmeister ! Helden (oder sowas Ähnliches)!

MALMSTURM !

Offline Boba Fett

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Shadowrun - mag ich immer noch aber zu viel Regeln und Zeug. Naja und "mag ich immer noch" bezieht sich auf die erste und die halbe zweite version, als die Runner noch weltverbesserer waren und die Konzerne die bösen. Heute ist mir das zu "wir sind die bösen kriminellen Spezialisten"...

D&D - auf den Zug bin ich immer wieder aufgesprungen und mein Zug ist jedesmal entgleist. Ich kann die Powerspirale nicht leiden. Ab Level 9 macht es mit keinen Spaß mehr und ich mag kein Regelwerk mit 20+ Level bezahlen und dann nur 7 Level (3-9) bespielen.

Traveller - bin ich ja immer noch Fan und liebe vieles davon. Aber es ist ja auch furztrocken und hat so ein paar Issues, die mich echt nur nerven. Attributsschaden zum Beispiel.
Da würde ich heute eher M-Space oder Star Wars EotE nehmen und das TU bespielen.

Battletech: Die regeln sind altbacken und meh und das Setting ist genau betrachtet auch völliger Blödsinn. Und dann kamen die Clans und alles ging den Bach runter.

Cyberpunk: Die 2020 ist furchtbar altbacken und ganz viel umständlich und kleinteilig. Die Red Version ist in vielen Sachen echt besser, das Setting schreckt mich aber voll ab, weil ich kein Post-Apo-Cyberpunk will und einiges an den neuen Regeln lässt mich dann wieder "ist in 2020 besser gelöst" denken. Und nein, Otherscape ist nicht die Lösung.

Fading Suns: Die Wet ist so schön, aber die Spielregeln. Und die neue Version macht es nicht besser.

Welche ich nicht nenne:
DSA - weil ich da nie Fan gewesen bin.
Earthdawn - weil ich da immer noch Fan bin, mir aktuell keinen Zugang erschließt, ich aber hoffe, dass sich das nochmal ändert
« Letzte Änderung: 20.04.2026 | 15:00 von Boba Fett »
Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!

Offline Grubentroll

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DSA.
War ein wundervoller magischer Einstieg ins Hobby anno Sommer 1986.

Dann grad noch die Kurve hin zu AD&D und anderen Rollenspielen hin bekommen, als die zweite DSA Edition aufschlug, die vom mythischen Claus D Biswanger Cover-Stil hin zum totalen Schnurrbart-Yüce-Wahnsinn überging und bei uns nur noch für Gelächter sorgte.

Und alles was ich in den Jahren zwischendrin so mitbekam, hat mein Bild vom Spiel und seinen Fans nur noch verstörender gemacht. :D


Offline Koronus

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D&D das System mit dem ich angefangen. Aber mittlerweile kann ich einfach nicht mehr. Was ich hauptsächlich geliebt habe war in BEAM D&D seine eigenen Reiche hatte.
Aber mittlerweile bin ich draufgekommen, dass D&D hauptsächlich was für Mörderhobbos ist. Ich mag lieber freie Charakterbausysteme wie DSA oder Shadowrun wo man halt auch "nutzlose" Fertigkeiten wie Kochen hat einfach weil die einem Charakter mehr Leben verleihen. Auch habe ich meine Probleme mit diesem starren Attributssystem in D&D.

Ansonsten auch Shadowrun 6. Zum einen hasse ich dieses neue Edgesystem welches für mich zu sehr mit dem System verbunden ist als das man es entfernen kann. Zusätzlich hatte mich begeistert das ähnlich wie in DSA jeden Monat der Novapuls kam. Mit 6 änderte sich das jedoch und nun bin ich da ziemlich raus und kaufe nur noch aus Gewohnheit.
"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

Offline Ludovico

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7te See 1st - Ich liebte das Setting und das System. Ich hab damit das Leiten so richtig angefangen.
Aber mittlerweile kommt mir das System schwerfällig vor und die nachfolgenden Editionen haben mich mit den Settingänderungen nicht abgeholt.

Online Maarzan

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Das wird jetzt aber zumindest gefühlt : Welche neuen Editionen lehnt ihr ab,oder?
Storytellertraumatisiert und auf der Suche nach einer kuscheligen Selbsthilferunde ...

Offline Grubentroll

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Das wird jetzt aber zumindest gefühlt : Welche neuen Editionen lehnt ihr ab,oder?

Muss ja nix schlimmes sein... ;)

Offline Koronus

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Das wird jetzt aber zumindest gefühlt : Welche neuen Editionen lehnt ihr ab,oder?
Naja nicht alle Rollenspiele bleiben so gleich im Kern wie andere. DSA bekam zum Beispiel einen Radikalen Umschwung von 3 auf 4 ähnlich wie Shadowrun.
Dann haben wir auch noch Sachen wie die 5er Reihe der WoD welche mehr und mehr wie ein weiteres Soft-Reset ala New WoD aka CoD
"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

Online Runenstahl

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DSA - Inzwischen zu kompliziert, zu Chrunchy, zu langatmig im Spiel und schreckliche railroading Abenteuer die von DSA-Nerds als hohe Kulturgüter abgefeiert werden.

Pathfinder1, D&D 3.X - Diese Systeme haben wir lange gespielt aber sie sind mir als SL viel zu Crunchy. Als Spieler würde ich die durchaus noch mitspielen (aber nur einem Regelfesten SL), als SL bevorzuge ich Spiele die nicht ganz so schwergewichtig sind.

Fallout / Dungeonslayers - Gut gemeinte Systeme die aber mMn am Balancing scheitern. Habe ich durchaus gerne gespielt aber je länger man spielte desto mehr vielen einem die Mängel auf. Sicherlich nicht unspielbar aber im Zweifelsfall spiele ich lieber was anderes.

Vampire (ältere Editionen) - Die neueste Edition kenne ich noch nicht, aber die alten Editionen hatten so einige Fehler die mir den Spaß vermindert haben. Spaß hat es damals trotzdem noch gemacht aber inzwischen kann man das besser lösen. Das gilt auch für alle anderen Systeme in denen Punkteverteilung bei der Charaktererschaffung nach anderen Regeln erfolgt als bei späteren Verbesserungen des Charakteres.

Fate - Habe ich damals als Revolution für RPGs wahrgenommen (hatte ja auch viele tolle neue Ideen) aber meine Begeisterung schwand im eigentlichen Spiel dann sehr schnell. Mag auch an der von mir gewählten Variante gelegen haben. Müßte vielleicht nochmal einer der neueren Varianten eine Chance geben.
"Reading is for morons who can't understand pictures"
   Gareth (aus der Serie "Galavant")

Offline gilborn

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Shadowrun 4: Habe ich lange mit Freude bespielt, mittlerweile ist es mir im Kampf aber viel zu zäh. Und das Initativesystem geht für mich nicht mehr, weil unregelmentiert dazu führt, dass die Spotlightverteilung völlig im Arsch ist.
Beim nächsten Mal wenn es mich juckt, will ich Sinless Slumdogs dafür probieren.

DSA4: Als junge Gruppe mit viel Zeit und Begeisterung jede Regel toll gefunden, das Baukastensystem, die Untersysteme etc.. Heute wäre mir das viel zu viel. Da teste ich dann in Zukunft lieber das eigene System.

DnD5: Ist innerhalb einer Kampagne kaputt gegangen. Bei Stufe eine bis fünf: super. Ab dann bergab gegangen bis ich bei Stufe 17 als SL keinen Bock mehr hatte. Hier würde ich als nächstes gerne mal Shadowdark ausprobieren.

Offline Prisma

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Rollenspiele, die ich früher abgefeiert habe und heute ablehne ... ich glaube da ist keins.  wtf?

Ich habe zwar so einiges gespielt und geleitet, aber richtig ablehnen tue ich davon keins. Ich habe mit keinem dieser Systeme richtig gebrochen. Die die ich abgefeiert habe würde ich heute sofort wieder spielen. Dann gibts noch ein paar wenige bei denen ich sagen würde, sie bringen keinen Mehrwert und andere machen es besser. Aber auch das ist kein richtiger Hype-Bruch. Ich würde das eine oder andere nicht unbedingt leiten wollen, aber spielen, und wenn Zeit da wäre, warum nicht?

Es gibt zwar Spiele die ich ablehne, aber die habe ich nie abgefeiert.

Habe ich nun alles richtig gemacht / nur Glück gehabt / bin zu zufrieden gewesen?  :think:
Mit einem 7er-Set, stehen ganze Universen offen.

Offline Zed

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Vor Urzeiten, als ich mit RPG in Berührung kam, kannte ich nur DSA1, D&D und AD&D. Schnell wurde mir klar, dass AD&D meine Rollenspielheimat prägen würde: Diese Epik!

Die Prägung blieb, doch die AD&D-Regeln selbst wurden zum Ballast. Sie passten weder zu meiner Vorstellung einer Fantasywelt noch zu meinen Erwartungen an Rollenspielregeln. Heute deute ich die AD&D-Regeln als grandiosen, wichtigen, gut verwitterten Meilenstein. Ein erster, umfangreicher Versuch, diesem damals neuen Spiel eine fundierte Version zu geben - der aber nur so gut geworden ist, wie ein erster, ungelenker Versuch es sein kann.

Mein erstes Problem mit den Regeln hatte ich bei den ganzen willkürlichen Einschränkungen durch Mindestwerte und andere nicht nachvollziehbare Vorgaben.

• Elben war es untersagt, Druiden zu werden. Gnomen auch. Warum? Iss halt so.
• Die Rassen-Bevorzugungstabelle wollte mir vorschreiben, dass Gnome und Halb-Orks sich automatisch hassen. Ich meine, das sollte ja wohl in den Händen des Kampagnebauenden liegen.
• Warum die Klassen jeweils eigene Erfahrungspunktetabellen hatten, konnte ich mir nicht erklären.
• Die Skills, die eigentlich nur Thieves und Assassinen nutzen sollten, waren stiemütterlich ausgearbeitetet.
• Der Paladin brauchte harte Charisma 17, anstatt dem Paladin mit Charisma 12 schlicht etwas weniger Paladin-Specials zu geben. Der Druide musste Charisma 15 haben, sonst taugte er nur zum Kleriker. Warum? Unbekannt. Ein Gnom mit Stärke 5 durfte nicht gebastelt werden, ein Elb aber schon. Reine Regelwillkür, schlechtes Design.
• Stärkewerte 18/99; 18/00 usw. Hätte man da wirklich nicht auf Stärke 19 und 20 gehen können? Intelligenz 19 wäre doch auch möglich gewesen, aber bei Stärke musste man diese Zwischenschritte erfinden?
• Die absurden Multiclass-Regeln: Es waren volksabhängig nur bestimmte Kombinationen erlaubt, Half-elves und half-orcs durften fighter/cleric werden, andere nicht. Weil es da steht.
• Die noch absurderen Regeln für "Charaktere mit zwei Klassen" (mussten Menschen sein): Erst in der ersten Klasse Deiner Wahl aufsteigen. Dann alle Features der ersten Klasse vergessen außer den gesammelten Lebenspunkten. Dann in der zweiten Klasse Deiner Wahl aufsteigen, ganz von vorne, bis Du die Stufenhöhe Deiner ersten Klasse erreichst hast: In dem Moment steht Dir alles Wissen der ersten Klasse zur Verfügung und kann mitgenutzt werden. Darin aufsteigen kannst Du aber nicht mehr. Das Ganze braucht aber noch zusätzlich hohe Mindestattribute in beiden Klassen.
• Die willkürlichen Level-Caps für Halbmenschen.
...mehr Punkte könnten folgen, aber soweit die wichtigsten.

Erst DnD 3(.5) stellte für mich die Freiheit im Charakterbau her, die ich von einem System erwarte. Die Grundbücher verschlankten und vereinfachten. Außerdem stellte die 3er-Familie das bis dahin übergriffige Verhältnis der Regeln zur Spielleitung auf die Füße. Ohne die Zusatzbücher mit ihren 1000 Optionen mag ich 3.5 noch immer, auch wenn es in hohen Stufen schwer zu leiten und zu spielen ist.

Online bolverk

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Der Klassiker, nämlich D&D. Genauer: D&D 5e.

Hab ich beim Erscheinen wahnsinnig gefeiert. D&D war seit der 3e immer mein zweitliebstes Rollenspiel, wobei der erste Platz hier stets im Wechsel besetzt ist, je nachdem was ich gerade gut finde.
Ich habe D&D wenig gespielt, aber viel und gerne geleitet, bis ich das... nicht mehr tat. Ich habe in der einen Woche noch Abenteuer vorbereitet, in der nächsten merkte ich Ermüdung, in der darauffolgenden habe ich die Runde aufgelöst, mit der Gewissheit, D&D nicht mal mehr mit der sprichwörtlichen 10ft-Stange anrühren zu wollen. Weg. Aus. Fertig. Plötzlich fand ich alles daran kacke: Level, Klassen, den Zirkus von Völkern, aber besonders die langweiligen Kämpfe, scheibchenweise HP-runtergesäbel, die ellenlangen Initiativelisten, die 8 Statblocks, die ich gleichzeitig zu jonglieren habe. Ätzend! Ätzend! Ätzend! Nie wieder!

Ich habe ein halbes Jahr Pause gebraucht, um wieder Lust auf Rollenspiel zu entwickeln. Mittlerweile sehe ich D&D auch etwas entspannter, aber spielen würde ich es nicht mehr. Leiten erst recht nicht. Da stört mich zu viel, das mir früher nichts ausgemacht hätte.
"Anyone can be a winner if their definition of victory is flexible enough."
- DM of the Rings

Offline Wisdom-of-Wombats

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Spannende Frage.

Bei mir ist da ein System an der Spitze:

Fate Core. Ich habe das System sehr weit durchdrungen und vor ca. 10 Jahren festgestellt, dass es einfach für viele Spieler nicht funktioniert. Hab ich damals auch ausführlich im Tanelorn beschrieben und vor ein paar Wochen nochmal gelesen - und stehe immer noch hinter jedem Wort, dass ich dazu geschrieben habe. Hier bin ich irgendwan hart von weg gekommen.

Cypher. Ich liebe und feiere das Cypher System (Numenera, Old Gods of Appalachia). Aber ich lehne Cypher, die nun tatsächliche 2nd Edition, die dieses Jahr erscheint, nach den Previews komplett ab. Da ist alles weg, was das Cypher System (1. Edition) cool gemacht hat.

D&D 5e. Ich habe es 11 Jahre lang intensiv geleitet und auch noch die Neuauflage mitgenommen. Das System besteht nur aus Ausnahmen und dreht sich nur noch um Kampfkräfte. Superheldenrollenspiel, das sich als Fantasy-System tarnt. -> Wobei ich einschränke: das System spiele ich noch und würde es evtl sogar leiten. Aber die Zuneigung ist deutlich abgekühlt.
Spiele wahrscheinlich regelmäßig: Dungeons & Dragons, Star Trek Adventures
Leite regelmäßig: Dragonbane
Leite unregelmäßig: Liminal
Hype: Trudvang, Ereb Altor und allgemein Dragonbane

Online Raven Nash

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W100. Nachdem ich mit MERP/RM angefangen hatte, erschien mir RQ/W% wie Das LichtTM. Hatte sogar ein eigenes System daraus entwickelt, mit umfangreichem Setting, das wir über Jahre bespielt haben. Legendäre Kampagnen.
Dann wollte ich mal Abwechslung - und wollte nie wieder zurück.
Der W% ist Illusion. Er macht nichts "greifbarer", weil es in Wahrheit auch nur um 5er Schritte geht. Der 1% ändert gar nichts.
Und wenn man dann das System zerlegt, weil man im Kampf plötzlich mehr als 100% haben kann, war's das dann.
Das Einzige, was alle BRP-Derivate auszeichnet, ist der enorme Buchhaltungsaufwand.
Ach ja, Trefferzonen. Geboren aus den Fantasien von Autoren, deren Wissen um Kämpfe aus der SCA stammt. Oder aus Hollywood. Das dann aber "realistisch" nennen. Nein, zufällig trifft man nicht - zumindest sollte man das nicht. Und vor allem macht es Kämpfe unglaublich kompliziert, weil man ständig prüfen muss, ob der eine Treffer jetzt nicht schon tödlich war, obwohl noch genug LP vorhanden sind...

StarWars/Genesys. Zum einen hat mir Disney SW verleidet. Durch Überflutung vor allem. Es wurde belanglos für mich. Zum anderen war der Versuch, Genesys auf Fantasy zu spielen ein Debakel, weil das Magiesystem nunmal broken ist. Wozu einen Feuerball zaubern, wenn man auch einen Drachen rufen kann?
Die Bücher gingen dann auch vor dem Umzug den Weg allen Irdischen.

5e/A5e. Ja, 5e hab ich gerne gespielt, später dann A5e noch lieber. Heute will ich das aber nicht mehr spielen, geschweige denn leiten. Ist mir einfach zu viel Rechnerei und Buchhaltung. Und viel zu viel Crunch.
Aktiv: Dragonbane
Vergangene: Runequest, Cthulhu, Ubiquity, FFG StarWars, The One Ring, 5e, SotDL, LevelUp! A5e, Vaesen
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