Hallo zusammen,
mein Name ist David und ich möchte Euch gerne mein Projekt bzw. die Idee dahinter vorstellen: Seit einigen Jahren arbeite ich nun schon an einem eigenen Pen&Paper-System, obwohl ich das zu Beginn gar nicht vor hatte!
Das Ganze ist eher aus einer Idee heraus entstanden, die ich in einem der letzten Lockdows der Corona-Pandemie hatte: Im Laufe meiner Rollenspiel-„Karriere“ habe ich eine Menge Würfel angesammelt (und da bin ich bestimmt nicht der Einzige

). Ich fragte mich, was ich bloß mit all den Würfeln anfangen soll; denn schließlich verwendet man doch immer nur einen einzelnen Satz an Würfeln, wenn man sich zum Rollenspiel trifft.
Ich begann darüber nachzudenken, ob es möglich wäre Würfel mit verschiedenem Design regeltechnisch abzubilden. Was mit ein paar Regelnotizen begann, entwickelte sich im Laufe der letzten Jahre zu einem ganzen Rollenspielsystem, in dem Würfel nicht nur durch Seitenzahlen (W6, W8, W12 etc.), sondern auch durch Farben unterschieden werden.
Dabei bilden die verschiedenen Würfelfarben unterschiedliche Aspekte des Spiels ab:
So stehen rote Würfel für körperliche Eigenschaften und Herausforderungen. Blaue Würfel bilden in diesem System Mentales und orange Würfel Soziales ab. Neben diesen Farben, die an die drei Attribute (Körper, Geist, Seele) angelehnt sind, gibt es auch noch die Farben Lila (Magie), Gelb (Göttliches) oder Grau (Kampf).
Insgesamt verwendet das Regelwerk aktuell 13 verschiedene Würfelfarben, von denen aber natürlich nicht alle gleichzeitig genutzt werden. Je nach Aktion / Attribut / Fähigkeit werden nur einige wenige Farben je Wurf verwendet (bis zu 3, um genau zu sein).
Die grundlegende Würfelmechanik des Systems verwendet Würfel unterschiedlicher Seitenzahlen (W2, W4, W6 usw.). Im Rahmen einer Probe werden kleine Würfelsätze gebildet, die aus bis zu 3 Würfeln bestehen können. Wichtig: Keine Farbe darf mehr als einmal darin enthalten sein. Nach dem Wurf werden die Würfel nicht zusammengerechnet, sondern stattdessen die höchste gewürfelte Zahl bestimmt, die als Erfolgszahl (EZ) gilt.
Ganz am Anfang ging es mir dabei ehrlich gesagt gar nicht um ein ausgefeiltes System. Ich fand einfach die Idee spannend, mit unterschiedlich farbigen Würfeln zu spielen und wollte schauen, ob man das irgendwie sinnvoll abbilden kann.
Erst im Laufe der Zeit habe ich gemerkt, dass die Verwendung verschiedener Würfelfarben interessante taktische Möglichkeiten bieten kann:
- Modifikatoren wie Vorteile, Nachteile oder Wiederholungswürfe für einzelne Würfel beziehen sich immer auf eine bestimmte Farbe. Sie können nur angewandt werden, wenn die jeweilige Farbe im Würfelsatz vertreten ist.
- Bei offensiven Proben (z.B. Angriffe) gibt der Angreifer mit seinem Würfelsatz die zu verwendenden Farben vor. Der Verteidiger darf nur mit diesen Farben seinen eigenen Würfelsatz zusammenstellen. Fehlen ihm passende Würfel, ist seine Verteidigung eingeschränkt.
Greife ich beispielsweise einen Goblin mit einem magischen Angriff an (lila Würfel), so kann der Goblin sich schlechter verteidigen, wenn er keinen eigenen lila Würfel in seiner Verteidigung aufweist. - Effekte können gezielt Farben beeinflussen, etwa indem sie bestimmte Farben ganz verbieten. Ein Geist kann beispielsweise nicht mit roten Würfeln angegriffen werden.
- Zusätzlich können Effekte an konkrete Würfelergebnisse gebunden sein, etwa eine lila 1, die ein magisches Missgeschick auslöst.
Ich habe bisher einige Testrunden gespielt. Die haben grundsätzlich gut funktioniert, allerdings haben sich dabei immer wieder Anpassungen ergeben, sowohl kleinere Feinjustierungen als auch größere Änderungen.
Inzwischen ist das System an einem Punkt angelangt, an dem ich es gern mit der Community teilen würde. Mittlerweile plane ich sogar, das Regelwerk in absehbarer Zeit als kostenloses PDF zu veröffentlichen.
Was ich mir von diesem Thread erhoffe, ist ein erster Eindruck und ehrliches Feedback zu der Idee mit den farbigen Würfeln.
Wirkt die Grundidee nachvollziehbar?
Würde Euch so ein System neugierig machen oder eher abschrecken?