Autor Thema: Wie steht ihr zu RPGs die auf Vorlagen basieren (Buch/Film/Serie, etc.)?  (Gelesen 2123 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Jenseher

  • Adventurer
  • ****
  • Beiträge: 882
  • Username: FaustianRites
Ich kann schon nachvollziehen, was RPG Spieler an einem Vorlagen RPG reizt. Aber etwas Eigenes zu machen ist doch so viel geiler. Oder nicht?

Ich spiele generell keine RPGs nach irgendwelchen Vorlagen. Weder Herr der Ringe, noch „The Witcher“, noch „Game of Thrones“ oder anderes. Finde ich grauenvoll.

Offline D. M_Athair

  • Mythos
  • ********
  • Spielt RollenSPIELE, ROLLENspiele und ROLLENSPIELE
  • Beiträge: 9.015
  • Username: Dealgathair
    • ... in der Mitte der ZauberFerne
Kommt drauf an.

Oder: Ein Rollenspiel, das auf einer "fremden" IP basiert, funktioniert als Setting nicht per se grundsätzlich anders, als eines, welches das nicht tut. Aber: Ja, das kann einen großen Unterschied machen (der allerdings auch wieder dahinschmilzt, wenn wir Rollenspiele mit dickem Mataplot gegenüberstellen oder wenn Rollenspiel-Romane zum Setting-Kanon eines RSP addiert werden).

Ob ich jetzt D&D in Ravnica (einer M:tG Plane) oder in den Vergessenen Reiche spiele, macht mMn wenig Unterschied.
Und die Thieves World/Diebeswelt würde ich tendenziell als offener ansehen, als beide - obwohl sie auf einer langen Buchreihe von kurzen Geschichten basiert.
"Man kann Taten verurteilen, aber KEINE Menschen." - Vegard "Ihsahn" Sverre Tveitan

Offline Arkam

  • Fadennekromant
  • Legend
  • *******
  • T. Meyer - Monster und mehr!
  • Beiträge: 5.011
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Arkam
    • Paranoia Discord Runde sucht neue Mitspieler!
Hallo zusammen,

ich versuche immer zu überlegen welche Geschichten ich auf dem Hintergrund der Vorlage leiten oder spielen wollte.

So fand ich die Idee eines Rollenspiels zum "Ewigen Helden" von Moorcock durchaus interessant. Der grundlegende Konflikt zwischen Ordnung & Chaos, die in ihren extrem Fassungen Nichts für die Menschheit zu bieten haben und sehr unterschiedliuche Welten waren da das Hauptinteresse.
Aliens als Vorlage finde ich interessant. Hier vor allem weil die alte Fassung von Leading Edge darauf eingeht warum sich Menschen überhaupt für die Besiedlung fremder Welten interessieren und sich dafür an Cooperations verkaufen. Auch die Comics bieten da einige Hinweise.
Star Trek bietet mit seinen Serien und Filmen ja auch genügend Hintergrund um tatsächlich auch eigene Geschichten im Universum spielen zu können.
Für Star Wars gilt das gleiche vor allem wenn man das extended Universe benutzt.
Cthulhu beruht ja auch auf einer literarischen Vorlage und der Hintergrund der 1920er und Ergänzungen für andere Zeiten bieten reichliche Möglichkeiten.
Fallout bietet ja schon in den Computerspielen , ich kenne 3, 4 und New Vegas, eine Vielzahl von Gesc hichten die ich aufgreifen kann.
Zu Perry Rhodan gab es ja auch zwei Rollenspiele. Auch hier ist das Universum und die Blickwinkel aus denen es gezeigt wird gigantisch und sollte für jeden etwas bieten

Gruß Jochen
Paranoia Discord Runde sucht neue Mitspieler:

https://discord.gg/RuDqVSFYtC

Offline Swanosaurus

  • Hero
  • *****
  • Beiträge: 1.184
  • Username: Swanosaurus
    • Swanosaurus - mein Blog
Ich kann schon nachvollziehen, was RPG Spieler an einem Vorlagen RPG reizt. Aber etwas Eigenes zu machen ist doch so viel geiler. Oder nicht?

Ich spiele generell keine RPGs nach irgendwelchen Vorlagen. Weder Herr der Ringe, noch „The Witcher“, noch „Game of Thrones“ oder anderes. Finde ich grauenvoll.

Geht es dir nur um Buch-/Film-/Serien-Vorlagen oder auch um vorgefertigte Settings (Forgotten Realms, Aventurien)?
Ehemals Rumpel/Achamanian

Meine Veröffentlichungen:
Season of the Snail für Troika!: https://www.drivethrurpg.com/de/product/524068/season-of-the-snail
Lover's Gaze für Cloud Empress: https://www.drivethrurpg.com/de/product/515643/lover-s-gaze-for-cloud-empress
Hidden Depths für Ashen Stars: https://www.drivethrurpg.com/de/product/300541/hidden-depths

Offline Irian

  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 2.442
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Irian
Kommt darauf an... Manche Settings sind sehr "offen", die sind gut geeignet für Rollenspiele. Andere Vorlagen sind - gefühlt - sehr an einen Plotstrang gebunden und bieten deutlich weniger Optionen für andere Dinge. Klar kann man immer Dinge finden, die es in einem Setting zu tun gibt, aber wenn halt das Kernelement des Settings schon von z.B. Romane besetzt ist, schließt das schon viel aus. Settings in denen viele verschiedene Geschichten erzählt werden - Star Trek, Star Wars, Cthulhu, etc.etc. - bieten sich für "weitere" Geschichten einfach deutlich mehr an, als Settings, die für eine Geschichte existieren.
Hinweis: Nein, ich will dir nicht verbieten, X, Y oder Z in deinem Rollenspiel zu tun. Nein, ich habe dich keinen Rassisten genannt. Ja, du darfst X, Y oder Z auch weiterhin tun (außer es ist illegal, dann ist es aber auch nicht mein Problem). Wenn du denkst, es gibt eine einflussreiche oder auch nur mäßig große Gruppe hier im Forum oder in der dt. Szene, die dir dein Rollenspiel verbieten will, liegst du sehr wahrscheinlich falsch, insb. weil es idR keinen interessiert, was du so tust.

Online Runenstahl

  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 2.516
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Runenstahl
Aber etwas Eigenes zu machen ist doch so viel geiler. Oder nicht?

Ich mag durchaus beides. Wenn ich allerdings Welten nach Vorlagen bespiele, dann ist mir wichtig das die Spieler immer noch selbst entscheiden können was gemacht wird und das sie nicht von Anfang an als Nebendarsteller abgestempelt werden. Beispielsweise hätte ich wenig Freude daran Star Wars während der Orignal-Filme oder Herr der Ringe während der Zeit Bücher zu spielen wenn alle wichtigen Dinge von den "echten" Helden erledigt werden. Dann lieber ein Paralel-Universum in dem einiges anders laufen kann und/oder man spielt zu einer anderen Zeit.

Spiele ich dann Star Wars nach Rückkehr der Jedi-Ritter (und ich ignoriere dabei die neueren Filme), dann ist das mMn auch ein guter Kompromiss zwischen "Eigenes machen" und "nach Vorlage spielen".
« Letzte Änderung: Gestern um 12:52 von Runenstahl »
"Reading is for morons who can't understand pictures"
   Gareth (aus der Serie "Galavant")

Online nobody@home

  • Steht auf der Nerd-Liste
  • Titan
  • *********
  • Beiträge: 15.761
  • Username: nobody@home
Grundsätzlich: Kann man sich allemal drauf einlassen, muß man aber nicht unbedingt. Wobei sich die Frage, wie von Swanosaurus schon erwähnt, natürlich auf jedes Spiel ausdehnen läßt, das überhaupt mit einem halbwegs offiziellen "Kanonsetting" daherkommt, denn auch Sachen wie beispielsweise Aventurien, Golarion, die Welt von Malmsturm, das Traveller-Universum usw. usf....sind ja bei mir als SL oder Spieler am heimischen Tisch genausowenig auf dem eigenen Mist gewachsen, sondern die hat uns (salopp gesagt) erst mal nur jemand vor den Latz geknallt.

Inwieweit ein bestimmtes Spiel und Setting mich für sich begeistern können, hängt demgemäß von anderen Faktoren ab als von ihrem genauen Erfinder (da muß ggf. halt auch ich selbst mich meiner Kritik und der meiner Mitspieler stellen können ;)). Sprechen mich Genre und Spielwelt erst mal überhaupt an? Wenn das Setting so was wie "offizielle" Hauptpersonen hat -- wie gut kann es sich damit anfreunden, daß wir wahlweise unsere eigenen bedeutenden Abenteuer unabhängig von denen haben oder auch genau diese spielen wollen? ("Wir spielen Krieg der Sterne? Cool, ich bin Luke!") Und vielleicht auch noch: wie flexibel sind die Regeln, wenn wir uns am Ende doch entscheiden, ein eigenes Originalsetting zu beackern? Können wir die dann mitnehmen und weiterverwenden?

Nachtrag: Und rein privat neige ich spätestens heutzutage wohl tatsächlich ein wenig zu Spielen, die ihr Setting (so vorhanden) höchstens in groben Strichen skizzieren und uns am Tisch den Rest überlassen. Aber auch da gilt, daß es auf den genauen Verfasser sooo genau nicht ankommt -- eine originäre Rollenspielwelt, die über Jahrzehnte organisch gewachsen ist und mit entsprechend vielen Quellenbüchern oder auch nur Leitzordnern voller SL-Notizen daherkommt, ist auf ihre Weise nicht weniger belastend als ein vergleichbar altes Nichtrollenspiel-Franchise mit all den Details, die man da aus Fansichtweise unbedingt mindestens kennen "muß".
« Letzte Änderung: Gestern um 10:27 von nobody@home »

Offline Ludovico

  • Ludovico reloaded
  • Legend
  • *******
  • Beiträge: 7.270
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Kaffeebecher
Ich finde solche Sachen generell gut.
Problematisch wird es, wenn ein Setting so eng ist, dass man keinen eigenen Raum zum Entwickeln hat. Aber das sehe ich bei den wenigsten.
Babylon 5 wäre ein Beispiel und das nur, wenn man wirklich die Führungscrew von B5 spielen will und das mit eigenen Charakteren.

Das ist dann aber auch nur insofern ein Problem, als wenn man absolut nicht vom Kanon abweichen will

Hierzu ein uralter und interessanter Thread zu Settingsklaven:
https://www.tanelorn.net/index.php/topic,14579.0.htm

Und was Neues machen? Also ob ich nun in den Forgotten Realms spiele oder Der Eine Ring (also Herr der Ringe), so sehe ich da keinen großen Unterschied.

Online Tudor the Traveller

  • Karnevals-Autist
  • Legend
  • *******
  • (he / him)
  • Beiträge: 6.080
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Tudor the Traveller
Für mich ist immer die Frage, ob sich eine Core Story ergibt, die abseits der Vorlage funktioniert. Das finde ich z.B. bei LotR eher schwierig. Die Vernichtung des Einen Rings ist da schon zentral. Man kann das natürlich als Kulisse stehen lassen, aber da frage ich mich doch immer, wie viel LotR-Feeling bleibt dann noch übrig?

Anders hätte ich mit Mass Effect z.B. wenig Probleme, obwohl der Fall an sich schon ähnlich ist.

Edit: zum LotR: ich kann mir vortsellen, dass es interessant sein kann, Geschehnisse, die Off Screen geblieben sind, aber Erwähnung finden, spielerisch zu erkunden. Ich finde es aber schwierig, damit ein LotR Feeling zu erzeugen, weil die Tragweite der Handlung für mich Teil des Erlebnisses war. Und auch, wenn Ergebnisse vorab feststehen. Heißt aber auch nicht, dass das ein KO Kriterium ist!
« Letzte Änderung: Gestern um 13:58 von Tudor the Traveller »
NOT EVIL - JUST GENIUS

This town isn’t big enough for two supervillains!
Oh, you’re a villain all right, just not a super one!
Yeah? What’s the difference?
PRESENTATION!

Offline Colgrevance

  • Hero
  • *****
  • Beiträge: 1.217
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Colgrevance
Ich bevorzuge Rollenspielsettings, die auf bekannten Vorlagen aus Buch/Film/etc. basieren, aus folgenden Gründen:

- Es ist oft leichter, Mitspieler für ein solches Spiel zu finden, da der Name der IP allein bei vielen schon Interesse weckt.
- Das Setting ist meist allen (potenziellen) Mitspielern bekannt, so dass man weiß, worauf man sich einlässt und ob einem die Welt gefällt.
- Man muss sich nicht erst groß einlesen oder die Welt erklärt bekommen, was besonders bei Oneshots ein großer Vorteil ist.
- Das Wissen um die Welt ist dadurch zudem bei vielen Mitspielern größer, so dass sich leichter ein gemeinsamer Vorstellungsraum erzeugen lässt.
- Es gibt oft Material abseits von Rollenspielbüchern, so dass man bei Kampagnen- und Abenteuergestaltung aus einem größeren Fundus schöpfen kann.
- Bei den besseren IP-Spielen greifen Regelmechaniken i. e. S. und das Setting gut ineinander, da es klare Vorgaben bezüglich Genre, Tonalität oder zentraler Themen gibt.

Eigenbau-Rollenspiele, die einzelne in eine Gruppe einbringen, sehe ich generell skeptisch. Meiner Erfahrung nach sind sehr wenige Personen in der Lage, ein Setting zu erschaffen, welches ich persönlich dann auch tatsächlich interessanter als (oder zumindest ebenso gut wie) eine etablierte Vorlage finde. Und selbst wenn dies der Fall ist, wird das dann oftmals ja nicht verschriftlicht, so dass es schwieriger ist, als Gruppe da auf einen Nenner zu kommen - es sei denn, man bedient sich großzügig bei bekannten Tropes und Genrekonventionen, aber wenn ich das mache, ist es mit der Originalität m. E. nicht mehr weit her und das Spiel langweilt mich schnell.

Was reizvoll sein kann, ist das gemeinsame (und gleichberechtigte) Erstellen der Spielwelt durch eine Gruppe, wie es z. B. bei Fate als Standard angenommen wird. Das lenkt den Spielfokus aber erfahrungsgemäß schon deutlich vom charakter- oder abenteuerzentrierten Spiel auf den Weltenbau, was ich nicht immer haben mag und für Oneshots aus zeitlichen Gründen oftmals unpraktisch ist. Außerdem macht Weltenbau im Rollenspiel nicht allen gleichermaßen Spaß.
« Letzte Änderung: Gestern um 12:40 von Colgrevance »

Offline Raven Nash

  • Legend
  • *******
  • Beiträge: 5.078
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Raven Nash
    • Legacy of the Runemasters
Meiner Erfahrung nach sind sehr wenige Personen in der Lage, ein Setting zu erschaffen, welches ich persönlich dann auch tatsächlich interessanter als (oder zumindest ebenso gut wie) eine etablierte Vorlage finde.
Dir ist schon bewusst, dass die meisten Bücher von einer Person geschrieben wurden, und damit auch das Setting?  ;)

Grundsätzlich halte ich mich an das Sprichwort: Viele Köche verderben den Brei. Je mehr Leute an einem Setting werkeln, umso mehr Logiklöcher, unplausibles Zeug und generell Unsinn wird eingebaut. Bestes Beispiel: das StarWars EU. Und natürlich jedes kommerzielle D&D-Setting, insbesondere wenn es lange besteht.

@LotR: Ich denke, das funktioniert vor allem dann, wenn man von "LotR-RPG" weggeht, und einfach "Mittelerde" nimmt. Kein Ring, kein Ringkrieg, etc. Dafür eine komplexe Welt mit viel Raum für Abenteuer, die nicht welterschütternd sind. Macht TOR genau richtig, wie ich finde.
Aktiv: Dragonbane
Vergangene: Runequest, Cthulhu, Ubiquity, FFG StarWars, The One Ring, 5e, SotDL, LevelUp! A5e, Vaesen
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Offline Galatea

  • Hero
  • *****
  • Beiträge: 1.547
  • Username: Galatea
Ich kann schon nachvollziehen, was RPG Spieler an einem Vorlagen RPG reizt. Aber etwas Eigenes zu machen ist doch so viel geiler.
Kommt drauf an. Wir haben uns aus dem Hintergrund von Film, Serie und Tabletop ein Starship Troopers Setting zusammengebastelt (inklusive eigenem Regelsystem, weil D&D für SciFi = würg), das hat gut funktioniert.
Auch bei anderen RPG-Settings war das nie ein Problem (in D&D kann man sowieso so ziemlich alles machen worauf man Lust und Laune hat, und auch viele andere Spiele geben da genug her).


Oder nicht?
Wenn man nicht gerade irgendwo in der Standard-Fantasy/EDO-Blase landen will, kann das durchaus schwierig werden.
Ein eigenes Setting zu basteln, das deutlich über "ich nehm D&D oder [insert Franchise here] und ändere hier und da ein wenig was ab" hinausgeht, ist ziemlich aufwendig und nicht einfach.
Es macht sehr viel Spaß, wenn es funktioniert, ist aber auch verdammt viel Arbeit - z.B. sowas schüttelt man nicht mal kurz aus dem Ärmel.
« Letzte Änderung: Gestern um 16:17 von Galatea »
We should respect all forms of consciousness. The body is just a vessel, a mere hull.

Lovecraft

  • Gast
Als alter DC Comics Fan habe ich natürlich durchaus ein Faible dafür in Welten spielen zu wollen, die bereits etabliert sind. Leider hat bisher kein Rollenspiel dafür so wirklich getaugt. Deshalb hoffe ich immer noch, dass bald mal wieder ein Versuch gestartet wird.

Insgesamt macht das Ganze für mich eigentlich gar keinen Unterschied. Ob ich jetzt in Mittelerde, der Alten Welt von Warhammer oder einer mir selbst erdachten Welt spiele. Man kann alles in jeder Welt spielen. Und dann kann es durchaus ganz spannend sein, in Welt zu spielen, die auf einer Vorlage basiert. Wie reagieren Leute aus Hobbingen auf einen Mord-Plot?

Wenn man die Welten als Rahmen nimmt und sich selbst nicht zu krasse Grenzen setzt ("Was?! Ein Mord in Hobbingen?! NIEMALS!"), dann macht es imho wirklich gar keinen Unterschied.

Offline Albrun Gebikung

  • Survivor
  • **
  • Beiträge: 71
  • Username: Albrun Gebikung
Ich liebe es sehr, Settings aus Serien, Büchern und Filmen zu verwenden, die vielen Leuten bekannt sind. Man sollte dann natürlich soviel Spielraum  und Fantasie haben, dieses auch vernünftig zu nutzen, um darin eigene Geschichten zu erzählen. Nichts fände ich unkreativer, als einfach eine bekannte Geschichte nachzuerzählen.
Star Trek ist ein Paradebeispiel, da es einen Rahmen steckt und man einen Teil des Universums kennt, und trotzdem noch ganz viel unentdeckt ist. Es KANN auch anstrengend sein, wenn die Spieler echte Cracks sind, die für jede Situation eine Folge aus dem Gedächtnis kramen, wo das in der Serie schonmal vorkam und die Situation nach dieser Vorlage abhandeln. Aber ich liebe es trotzdem, in diesem Universum zu spielen.
Es funktioniert auch bei Babylon 5, wenn man eben NICHT in die die Hauptstory eingreift, sondern Erlebnisse anderer Figuren thematisiert, die mit den Ereignissen umgehen müssen, oder ganz woanders grad ganz andere Dinge tun.
Auch bei Stargate, die Flüsse von London und ähnlichen Franchises kämen mir ganz viele Ideen. Wichtig ist dann halt, in der Lore sehr sattelfest zu sein, sonst stampefen einen die Spieler ungespitzt in den Boden..

Witzigerweise finde ich zu Mittelerde keinen derartigen Zugang. Und zwar weder für Geschichten vor, während noch nach den Ring-Ereignissen.

Offline Ludovico

  • Ludovico reloaded
  • Legend
  • *******
  • Beiträge: 7.270
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Kaffeebecher
Witzigerweise finde ich zu Mittelerde keinen derartigen Zugang. Und zwar weder für Geschichten vor, während noch nach den Ring-Ereignissen.

Ich glaube, das ist normal, dass man zu bestimmten Settings keinen Zugang hat. Ich scheiter Dune.

Offline Colgrevance

  • Hero
  • *****
  • Beiträge: 1.217
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Colgrevance
Dir ist schon bewusst, dass die meisten Bücher von einer Person geschrieben wurden, und damit auch das Setting?  ;)

Ja, und ich finde die meisten Bücher auch Schrott. Schau dir mal an, wie viele Bücher so pro Jahr veröffentlicht werden und was davon in 20 Jahren noch gelesen wird... Bei Rollenspielsettings ist das in meinen Augen nicht anders.

Aber mein Schrott kann natürlich trotzdem eines anderen Schatz sein.  ;)

Online nobody@home

  • Steht auf der Nerd-Liste
  • Titan
  • *********
  • Beiträge: 15.761
  • Username: nobody@home
Ich glaube, das ist normal, dass man zu bestimmten Settings keinen Zugang hat. Ich scheiter Dune.

Na ja, Dune hat meiner dunklen Erinnerung nach auch so was wie die Mutter aller Metaplots, in der regelmäßig langfristige Pläne und Vorhersagen diverser Parteien aufeinandertreffen und den Leser gerne mal zumindest leicht verwirrt zurücklassen...und so richtig als potentielles Rollenspielsetting hat Frank Herbert seine Schöpfung natürlich 1965 auch noch nicht entwickelt, der hatte einfach nur seine eigene Story im Kopf. :)

Für mich wär's nebenbei wahrscheinlich auch nichts. Ich meine, mal vor einer kleinen Ewigkeit ein, zwei Romane davon gelesen zu haben, aber die große Begeisterung war schon damals nicht vorhanden.

Offline Holothuroid

  • Richtiges Mädchen!
  • Titan
  • *********
  • Proactive Scavenger
  • Beiträge: 19.980
  • Username: 1of3
    • Sea Cucumbers and RPGs
Ich denke da sind große Unterschiede in der Vorlage. Also nehmen wir mal Star Trek. Es ist überhaupt kein Problem, dass ein anderes Schiff mit einer anderen Crew in eine andere Richtung fliegt. Das hat man uns ja nun mehrfach vorgemacht.  Das Setting wirkt damit quasi eher wie ein eigenes Genre.

Bei anderen ist das schwieriger. Ich hab nun gerade eine Roshar-Runde fürs :T:reffen ausgeschrieben. Da brauchte ich schon ein bisschen Hirnschmalz, um was zu finden. Das offizielle Intro-Abenteuer fand ich total indiskutabel. Und ich weiß auch nicht ob und wie ich eine Kampagne und nicht einen Oneshot machen würde.

Aber gehen wir einen Schritt weiter und nehmen ein typisches Genre-Spiel ohne explizite Nennung einer Vorlage. Ich mach doch die Superkräfte für meine Masks-Runde nach der bewährten Vorlage von Wildbow aus Worm: In extremst begrenzten Bereichen welterschütternd gut. Und das wirkt. Und für mein LGTMS habe ich Anleihen genommen an Mage Errant, RWBY, Alexandra Quick, Void Domain, Forge of Destiny, Mother of Learning, Cradle und weiteren. Also nur, weil's nicht drauf spielt, spiele ich ja nicht nicht nach Vorlage. Ggf. sinds nur mehrere.
« Letzte Änderung: Gestern um 22:35 von Holothuroid »
Let's Go To Magic School - Wenn man einen Zauberschulroman liest (und davon gibt's viele), lernt man mit den Charakteren über die Welt und die Magie. In diesem PbtA-Spiel, spielt ihr um herauszufinden, wie es mit Welt und Magie steht.

Offline Sard

  • Adventurer
  • ****
  • Beiträge: 889
  • Username: Sard
Ich liebe Settings zu denen Drittmedien zu Verfügung stehen.

Am besten Romane, aber auch gerne Filme oder Serien. Idealzustand ist, wenn es mehrere Zugänge gibt.

Warum?
Weil Spielende eine Vorstellung davon haben, wie die Welt (das Setting) funktioniert und in den allermeisten Fällen liegt darüber noch vor dem ersten Gespräch oder Spiel ein Konsens vor - und das ist Gold wert!

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Mittelerde und Star Wars gemacht. Ebenso funktionieren Expanse und DUNE sehr, sehr gut. Gleiches gilt für Avatar Legends, Conan und Alien zum Beispiel.

Gleiches gilt für historisierende Settings.
Rollenspiel im Kontext von "Last Kingdom", Arthur, Robin Hood / Lionheart, Lex Arcana oder Sapa Inca und andere setzen eine gemeinsame Wissensbasis, die man gemeinschaftlich einbringend großartig nutzen kann.

Ist dieser Kontext und Hintergrund des Settings für alle zu einem wesentluichen Teil klar, so habe ich noch sehr selten Probleme damit gehabt tolle Spielabende in oder neben dem bekannten Canonmaterial zu haben.

Für mich sind solche Settings nahezu immer ein klares Plus.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand. Niemand glaubt mehr davon zu brauchen als er hat." René Descartes

"Der Wein muß in den Koch hinein". (Daniele Persegani, Fernsehkoch bei "alicekochen".)

Offline Eisenmeile

  • Survivor
  • **
  • Beiträge: 92
  • Username: Eisenmeile
Ich mag keine Romane zu Rollenspielwelten, habe damit schlechte Erfahrungen gemacht.

Sei es mit unleidlichen Mary Sues (Drizzt, Gotrek und Felix), oder auch dem Gegenteil: absolut lebensunfähigen Abfallprodukten der Evolution, die nichtmal die offensichtlichsten Sachen in ihrem Umfeld mitkriegen, oder auch nur in Frage stellen, so dass man sie schütteln will und rufen "Krieg endlich was mit, du dumme Stulle!" (Matthias Thulmann, Inquisitor Eisenhorn). Und vor allem nervt mich die fehlende Bereitschaft der Autoren, die Romane nicht nur als Expositionsvehikel für "ihr" Setting zu betrachten, und Dinge in den Fokus zu rücken, die tatsächlich für die Geschichte wichtig sind, statt nur "wir müssen jetzt noch diese wichtige Schlacht aus der Charakterperspektive zeigen". Und Romane könnten auch ruhig mal etwas zeigen, was nicht schon in den Quellenbüchern erschöpfend behandelt wurde (Horus Häresie, ich schaue dich an).

Offline Holothuroid

  • Richtiges Mädchen!
  • Titan
  • *********
  • Proactive Scavenger
  • Beiträge: 19.980
  • Username: 1of3
    • Sea Cucumbers and RPGs
Ich mag keine Romane zu Rollenspielwelten, habe damit schlechte Erfahrungen gemacht.

Sei es mit unleidlichen Mary Sues (Drizzt, Gotrek und Felix)...

Da schließt sich für mich eine nächste Frage an: Wofür braucht man so Sachen wie die Vergessenen Reiche? Da steckt nun wirklich nichts drin, was ich nicht selber könnte. Ideal-Standard Fäntelalter.
Let's Go To Magic School - Wenn man einen Zauberschulroman liest (und davon gibt's viele), lernt man mit den Charakteren über die Welt und die Magie. In diesem PbtA-Spiel, spielt ihr um herauszufinden, wie es mit Welt und Magie steht.

Online nobody@home

  • Steht auf der Nerd-Liste
  • Titan
  • *********
  • Beiträge: 15.761
  • Username: nobody@home
Da schließt sich für mich eine nächste Frage an: Wofür braucht man so Sachen wie die Vergessenen Reiche? Da steckt nun wirklich nichts drin, was ich nicht selber könnte. Ideal-Standard Fäntelalter.

Speziell diese Reiche haben ja mal als die private Fantasiewelt eines gewissen Ed Greenwood angefangen, der sie dann wohl auch nach Erscheinen des Spiels gleich als Hintergrund für seine eigene D&D-Gruppe genutzt und TSR erst mal "nur" über ein paar Dragon-Magazinartikel zum Spiel auf sich aufmerksam gemacht hat. Später sind sicher andere Schreiber dazugekommen und haben die Grundzüge und Notizen ausgearbeitet und ihren Produkten ein halbwegs professionelles Layout verpaßt, aber zu Beginn war genau diese Welt in der Tat nur "etwas, was man auch selber könnte" und ihr Erfinder hatte einfach nur Dusel.

Warum genau sich TSR nun entschieden hat, diese Welt neben dem eigentlich schon etablierten Greyhawk auch noch aufzulegen...da fehlt mir das Insiderwissen. Nicht, daß mir Faerûn zu meiner Hauptfanzeit irgendwie unsympathisch gewesen wäre, aber ob ich es unbekannterweise wirklich vermißt hätte, wenn die Entscheidung anders gefallen wäre? Ich denke, dafür würde ich meine Hand auch wieder nicht ins Feuer legen.

Offline Holothuroid

  • Richtiges Mädchen!
  • Titan
  • *********
  • Proactive Scavenger
  • Beiträge: 19.980
  • Username: 1of3
    • Sea Cucumbers and RPGs
Gut, die selbe Frage lässt sich für Greyhawk stellen. Oder Lorakis oder dutzende Andere.Das sind ja auch Vorlagen für das Spiel, genauso wie es ein Roman oder Film sein kann. Aber wenn sie mich nicht anleiten, etwas anders zu machen, warum sollte ich mich auf sie beziehen? Wenn sich das Spiel nicht merklich unterscheidet, ob man nun auf Greyhawk oder in den Realms oder sonst wo ist, was hat man dann eigentlich?

Let's Go To Magic School - Wenn man einen Zauberschulroman liest (und davon gibt's viele), lernt man mit den Charakteren über die Welt und die Magie. In diesem PbtA-Spiel, spielt ihr um herauszufinden, wie es mit Welt und Magie steht.

Online Tudor the Traveller

  • Karnevals-Autist
  • Legend
  • *******
  • (he / him)
  • Beiträge: 6.080
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Tudor the Traveller
Da schließt sich für mich eine nächste Frage an: Wofür braucht man so Sachen wie die Vergessenen Reiche? Da steckt nun wirklich nichts drin, was ich nicht selber könnte. Ideal-Standard Fäntelalter.

- Keine Zeit
- Keine Lust
- Mangel an Kreativität
- Es trifft offenbar den Geschmack vieler
...
Warum etwas neu machen, was es schon gibt?
Ich muss ja auch feststellen, dass die FR unter den fertigen Settings für mich ganz oben stehen.
NOT EVIL - JUST GENIUS

This town isn’t big enough for two supervillains!
Oh, you’re a villain all right, just not a super one!
Yeah? What’s the difference?
PRESENTATION!

Offline Zanji123

  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 3.196
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Zanji123
du verwechselst "in der Welt von X" spielen mit "die Story von Buch Y nachspielen".

in der WELT von Dragonlance spielen -> könnte schon geil sein, den Roman nach spielen nicht.

in der WELT von The Witcher zu spielen? Schon krass... als Witcher Truppe Monster killen usw.... Die Romane spielen: nö

in der WELT von Fallout spielen? 50er Jahre "Sci-Fi" mit "die Kommunisten sind die bösen" und seltsamen Robos? Genial...

Dazu muss halt die Welt einigermaßen gut beschrieben sein und auch außerhalb der Romane funktionieren. Weswegen z.b. Harry Potter als Rollenspiel sich basically nur um die Schule drehen kann da alles darüber hinaus kaum bekannt ist.
9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen ich bin nicht verrückt.... die zehnte sitzt in der Ecke und summt die Pokécenter Melodie

Online Ainor

  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 3.206
  • Username: Ainor
Warum genau sich TSR nun entschieden hat, diese Welt neben dem eigentlich schon etablierten Greyhawk auch noch aufzulegen...da fehlt mir das Insiderwissen.

Das lag meines Wissens daran dass sie was brauchten an dem Gygax keine Rechte hatte nachdem er nicht mehr bei TSR war.

Gut, die selbe Frage lässt sich für Greyhawk stellen. Oder Lorakis oder dutzende Andere.

Naja, Greyhawk ergab sich ja aus den frühen Spielrunden und Modulen von Gygax & co. Das existiert einfach weil D&D erfunden wurde. Für andere Systeme ist es wie FR: der Verlag braucht eine Welt an der er selbst die Rechte hält.

Warum etwas neu machen, was es schon gibt?
Ich muss ja auch feststellen, dass die FR unter den fertigen Settings für mich ganz oben stehen.

Genau. Es ist immernoch recht hilfreich wenn Orte, Personen etc. den Spielern bereits bekannt sind und wenn man Karten und sonstiges Material wiederverwenden kann. Was bringt es eine neue, ebenso generische Welt anzufangen und das Rad wieder neu erfinden?
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
Im Rollenspiel ist auch hinreichend fortschrittliche Technologie von Magie zu unterscheiden.
Meine 5E Birthright Kampagne: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,122998.0.html

Online nobody@home

  • Steht auf der Nerd-Liste
  • Titan
  • *********
  • Beiträge: 15.761
  • Username: nobody@home
Gut, die selbe Frage lässt sich für Greyhawk stellen. Oder Lorakis oder dutzende Andere.Das sind ja auch Vorlagen für das Spiel, genauso wie es ein Roman oder Film sein kann. Aber wenn sie mich nicht anleiten, etwas anders zu machen, warum sollte ich mich auf sie beziehen? Wenn sich das Spiel nicht merklich unterscheidet, ob man nun auf Greyhawk oder in den Realms oder sonst wo ist, was hat man dann eigentlich?

In diesem speziellen Genrefall halt eine Auswahl an Vorlagen für das "08/15-Fäntelalter", das es -- ohne weitere Bewertung der Tatsache, daß diese Nische nach einem halben Jahrhundert und vielen Leuten, die sich genau auf sie eingeschossen haben, halt mittlerweise überquillt -- ohne sie ja so auch gar nicht gäbe. ;) Wie sich Fantasy allgemein und Fantasyrollenspiel im Besonderen seit den 1970ern ohne D&D und alle seine fleißigen Nachahmer entwickelt hätte, läßt sich natürlich ohne konkreten Zugriff auf alternative Zeitstränge nur spekulieren, aber ich denke schon, daß wir statt dessen jetzt eben einfach über andere Klischees stöhnen würden.

Online nobody@home

  • Steht auf der Nerd-Liste
  • Titan
  • *********
  • Beiträge: 15.761
  • Username: nobody@home
du verwechselst "in der Welt von X" spielen mit "die Story von Buch Y nachspielen".

in der WELT von Dragonlance spielen -> könnte schon geil sein, den Roman nach spielen nicht.

in der WELT von The Witcher zu spielen? Schon krass... als Witcher Truppe Monster killen usw.... Die Romane spielen: nö

in der WELT von Fallout spielen? 50er Jahre "Sci-Fi" mit "die Kommunisten sind die bösen" und seltsamen Robos? Genial...

Dazu muss halt die Welt einigermaßen gut beschrieben sein und auch außerhalb der Romane funktionieren. Weswegen z.b. Harry Potter als Rollenspiel sich basically nur um die Schule drehen kann da alles darüber hinaus kaum bekannt ist.

Wobei sich mir ggf. zusätzlich die Frage stellt, wie interessant eine gegebene Welt eigentlich noch ist, wenn man ihren Kanonfiguren und -geschichten bewußt weiträumig aus dem Weg geht. Da gibt's zumindest subjektiv durchaus Settings, die auch abseits der "offiziellen" Pfade leicht noch Stoff für Jahre liefern können...und am anderen Ende der Skala dann Kandidaten der Art "Warum spielen wir da überhaupt, wenn wir mit der Kanongeschichte nicht wenigstens am Rande was zu tun haben wollen?".

Harry Dresden ist da für mich persönlich ein gutes Beispiel für eine Welt, die sich mit zunehmender Romananzahl sichtbar aus der ersteren Ecke heraus auf die letztere zumindest stark zu bewegt hat. War Harry am Anfang "einfach nur" ein oft abgebrannter Privatdetektiv und nebenbei Magier, auf den seine Kollegen nicht gut zu sprechen waren und neben dem sich leicht auch Abenteuer einer SC-Gruppe in dieselbe Welt hätten einbauen lassen, so hat er sich doch (ohne Spoiler) zunehmend zu einer der prominenteren Hauptpersonen des Settings selbst entwickelt, was es inzwischen deutlich schwieriger macht, von ihm und seinem expandierenden Dunstkreis noch Abstand zu halten, ohne daß es früher oder später schon regelrecht gezwungen wirkt. Selbst, wenn man persönlich gar nicht nach Chicago kommt.

Offline Raven Nash

  • Legend
  • *******
  • Beiträge: 5.078
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Raven Nash
    • Legacy of the Runemasters
Was bringt es eine neue, ebenso generische Welt anzufangen und das Rad wieder neu erfinden?
Na ja, man könnte ja auch mal eine nicht generische Welt bauen. So zur Abwechslung.  ~;D
Aktiv: Dragonbane
Vergangene: Runequest, Cthulhu, Ubiquity, FFG StarWars, The One Ring, 5e, SotDL, LevelUp! A5e, Vaesen
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Online Ainor

  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 3.206
  • Username: Ainor
Na ja, man könnte ja auch mal eine nicht generische Welt bauen. So zur Abwechslung.  ~;D

Na dann würde man ja nicht das Rad neu erfinden, sondern etwas anderes.

Die Aussage gilt unter der Annahme dass man auf einer generischen Fantasywelt spielen will.
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
Im Rollenspiel ist auch hinreichend fortschrittliche Technologie von Magie zu unterscheiden.
Meine 5E Birthright Kampagne: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,122998.0.html

Offline Ludovico

  • Ludovico reloaded
  • Legend
  • *******
  • Beiträge: 7.270
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Kaffeebecher
Was ist denn eine nichtgenerische Welt?

Offline Raven Nash

  • Legend
  • *******
  • Beiträge: 5.078
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Raven Nash
    • Legacy of the Runemasters
Keine Elfen, Zwerge, Halblinge und anderes zum Erbrechen wiederverwendetes Speziesgedöhns z.B. Keine Mittelalterfest-Renaissance als Tech-Level.
Also alles, was die FR, Aventurien und Greyhawk nicht sind.

Lustigerweise ist Mittelerde mittlerweile nicht mehr generisch, obwohl es der Urvater ist.
Aktiv: Dragonbane
Vergangene: Runequest, Cthulhu, Ubiquity, FFG StarWars, The One Ring, 5e, SotDL, LevelUp! A5e, Vaesen
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Offline Fonzman

  • Experienced
  • ***
  • Beiträge: 116
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Fonzman
Ich weiß nicht ob das hier in den Thread passt.

Aber mich stört mittlerweile jede Fantasywelt die unmengen an Sourcebooks und Hintergrund mitliefert. Forgotten Realms ist so zugemüllt mit wichtigen Hintergrundinfos, dass man sich als Spieler/SL - wenn man sich denn mit dem ganzen Material befasst - fast erstickt fühlt.

Ich hab mich kürzlich mit den alten Mentzer D&D-Boxen beschäftigt, und da war nur sehr wenig Worldbuilding und Hintergrund enthalten. Es gab - bis zu den Gazetteers - auch kaum Hintergrundmaterial. Das Worldbuilding wurde tatsächlich eher auf Ebene der Module gemacht. Und das find ich dann wieder sehr interessant! Die Charaktere hatten so den Eindruck direkt Einfluß auf die Weltentwicklung nehmen zu können, in großen wie in kleinen Dingen. Und auch der SL musste sein Gehirn nicht mit Lore vollstopfen, die er quasi "erfüllen" musste.

Dabei ist mir egal, dass D&Ds Mystara quasi die Blaupause von EDO Fantasy ist. Wenn die Welt sich sowohl für SL als auch für Spieler durch das Spiel öffnet und entwickelt, haben alle mehr davon, als in eine vorgefertigte Welt mit 1000 "wichtigen" NSCs und einer 20.000jährigen Historie gesteckt zu werden.

Online nobody@home

  • Steht auf der Nerd-Liste
  • Titan
  • *********
  • Beiträge: 15.761
  • Username: nobody@home
Keine Elfen, Zwerge, Halblinge und anderes zum Erbrechen wiederverwendetes Speziesgedöhns z.B. Keine Mittelalterfest-Renaissance als Tech-Level.
Also alles, was die FR, Aventurien und Greyhawk nicht sind.

Lustigerweise ist Mittelerde mittlerweile nicht mehr generisch, obwohl es der Urvater ist.

Mittelerde ist halt technologisch und auch sonst vom allgemeinen Gefühl her "früher" angesiedelt als das typische Fäntelaltersetting. Es gibt noch viel an Wildnis oder zumindest nicht großartig erschlossener Landschaft, die plotwichtigen Orte wirken gerne mal ein wenig isoliert voneinander, statt durch geschäftige Handelsrouten verbunden zu sein, die Bevölkerungszahlen scheinen nicht besonders hoch, und natürlich scheppert auch niemand in Renaissancevolldose durch die Gegend, sondern das Kettenhemd scheint der Rüstung letzter Schluß zu sein. :)

Ich weiß ehrlich nicht, ob ich diese Welt auf unserem Zeitstrahl (was ohnehin nicht recht paßt, da sie ja nominell in mythischer Vorzeit existiert haben soll) überhaupt schon als "mittelalterlich" einsortieren würde. Vielleicht das absolute Frühmittelalter, aber ich könnte sie mir auch vorher schon gut vorstellen -- und das paßt dann wiederum sofort!

Offline Blizzard

  • WaWiWeWe²
  • Titan
  • *********
  • Fade to Grey
  • Beiträge: 21.458
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Blizzard
Ich kann schon nachvollziehen, was RPG Spieler an einem Vorlagen RPG reizt. Aber etwas Eigenes zu machen ist doch so viel geiler. Oder nicht?

Ich spiele generell keine RPGs nach irgendwelchen Vorlagen. Weder Herr der Ringe, noch „The Witcher“, noch „Game of Thrones“ oder anderes. Finde ich grauenvoll.
Ich persönlich bin kein Fan von RPG-Systemen, die auf irgendwelchen (weltweit) bekannten offiziellen Buch-oder Filmvorlagen basieren. Ganz egal, ob nun Herr der Ringe, The Witcher, Game of Thrones, Blade Runner, etc.
Dass diese jeweiligen Spielwelten so bekannt sind, macht es für die Spieler natürlich einfacher, sich in die Welt und in den Charakter hinein zu versetzen. Andererseits ist es genau das aber auch mein Problem als SL damit: Diese Spielwelten sind zu bekannt.
Als SL habe ich da Schwierigkeiten, den Spielern noch wirklich neue Sachen/Dinge/Abenteuer zu präsentieren, und auch ich selbst (emp)finde das (als) eher langweilig, wenn ich 80% der Welt und ihrer Charaktere bereits aus irgendwelchen Büchern und oder Filmen (bereits zur Genüge kenne). Deswegen reizen mich die meisten Systeme, die auf einer solchen Vorlage basieren, kaum bis gar nicht. Und das Genre spielt dabei auch keine Rolle, ganz egal ob Fantasy à la Herr der Ringe oder Cyberpunk à la Blade Runner.
Allerdings: Auch wenn es mich persönlich wenig reizt, mit/in solchen Systemen zu spielen, bin ich dann doch noch ein gutes Stück davon entfernt, sie grauenvoll zu finden.
"Wir leben nach den Regeln, wir sterben nach den Regeln!"

"Wer nicht den Mut hat zu werfen, der wird beim Würfeln niemals eine Sechs erzielen."

Offline Haukrinn

  • zurecht gestorben
  • Titan
  • *********
  • Jetzt auch mit Bart!
  • Beiträge: 12.288
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: haukrinn
Für mich ist eigentlich die entscheidende Frage, wie stark das Setting an der Erzählung der Vorlage hängt und ob daneben andere Geschichten noch Platz haben oder nicht. Der Clou vieler Settings ist mit den Geschichten, die darin erzählt werden, eigentlich schon ausgelutscht. Was soll ich da, wenn ich automatisch nur Nebenfigur bin? Das ist für mich so der Grund, weshalb ich die großen Fantasy-Epen als Spielgrundlage meide wie die Pest, inkl. Star Wars.

Andere Hintergründe sind da vielleicht freier, haben viele blinde Flecken und bieten Platz für weitere Geschichten. Da finde ich es legitim, sich drin zu tummeln. Ich find's halt schon wichtig wenn eine Spielgruppe einem Hintergrund ihren Stempel aufdrücken kann, ohne dass das mit irgendeinem Kanon kollidiert oder halt komplett irrelevant bleibt.
What were you doing at a volcano? - Action geology!

Most people work long, hard hours at jobs they hate that enable them to buy things they don't need to impress people they don't like.

Offline Zanji123

  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 3.196
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Zanji123
Wobei sich mir ggf. zusätzlich die Frage stellt, wie interessant eine gegebene Welt eigentlich noch ist, wenn man ihren Kanonfiguren und -geschichten bewußt weiträumig aus dem Weg geht. Da gibt's zumindest subjektiv durchaus Settings, die auch abseits der "offiziellen" Pfade leicht noch Stoff für Jahre liefern können...und am anderen Ende der Skala dann Kandidaten der Art "Warum spielen wir da überhaupt, wenn wir mit der Kanongeschichte nicht wenigstens am Rande was zu tun haben wollen?".

Harry Dresden ist da für mich persönlich ein gutes Beispiel für eine Welt, die sich mit zunehmender Romananzahl sichtbar aus der ersteren Ecke heraus auf die letztere zumindest stark zu bewegt hat. War Harry am Anfang "einfach nur" ein oft abgebrannter Privatdetektiv und nebenbei Magier, auf den seine Kollegen nicht gut zu sprechen waren und neben dem sich leicht auch Abenteuer einer SC-Gruppe in dieselbe Welt hätten einbauen lassen, so hat er sich doch (ohne Spoiler) zunehmend zu einer der prominenteren Hauptpersonen des Settings selbst entwickelt, was es inzwischen deutlich schwieriger macht, von ihm und seinem expandierenden Dunstkreis noch Abstand zu halten, ohne daß es früher oder später schon regelrecht gezwungen wirkt. Selbst, wenn man persönlich gar nicht nach Chicago kommt.

dann dürftest du in keinem Vorgefertigten Setting spielen weil da Dinge auch festgeschrieben wurden.

HdR als Vergleich: die Welt ist groß genug das du selbst wenn du mitten IM Ringkrieg spielen willst, du von der "Hauptgruppe" nix mitbekommen musst.
Star Wars: Riesen Welt, warum sollte ich da wenn ich am einen Ende der Galaxis bin was von einem Luke Skywalker mitbekommen haben.
9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen ich bin nicht verrückt.... die zehnte sitzt in der Ecke und summt die Pokécenter Melodie

Offline Raven Nash

  • Legend
  • *******
  • Beiträge: 5.078
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Raven Nash
    • Legacy of the Runemasters
dann dürftest du in keinem Vorgefertigten Setting spielen weil da Dinge auch festgeschrieben wurden.

HdR als Vergleich: die Welt ist groß genug das du selbst wenn du mitten IM Ringkrieg spielen willst, du von der "Hauptgruppe" nix mitbekommen musst.
Star Wars: Riesen Welt, warum sollte ich da wenn ich am einen Ende der Galaxis bin was von einem Luke Skywalker mitbekommen haben.
Völlig richtig. Allerdings soll es ja Gruppen geben, die prinzipiell welterschütternde Dinge tun möchten (sie sprengen, z.B.) - und die frustriert dann, dass sie eben nicht so wichtig sind.

Ich finde es eigentlich mittlerweile schöner, die Gruppe vor Aufgaben zu stellen, die außerhalb eines sehr begrenzten Bereiches Null Relevanz haben - außer, die Gruppe verpatzt es. Aber wenn sie Erfolg haben erfahren es zu wenige Leute, als dass sie damit wirklich berühmt würden.
Aktiv: Dragonbane
Vergangene: Runequest, Cthulhu, Ubiquity, FFG StarWars, The One Ring, 5e, SotDL, LevelUp! A5e, Vaesen
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Online nobody@home

  • Steht auf der Nerd-Liste
  • Titan
  • *********
  • Beiträge: 15.761
  • Username: nobody@home
Völlig richtig. Allerdings soll es ja Gruppen geben, die prinzipiell welterschütternde Dinge tun möchten (sie sprengen, z.B.) - und die frustriert dann, dass sie eben nicht so wichtig sind.

Ich finde es eigentlich mittlerweile schöner, die Gruppe vor Aufgaben zu stellen, die außerhalb eines sehr begrenzten Bereiches Null Relevanz haben - außer, die Gruppe verpatzt es. Aber wenn sie Erfolg haben erfahren es zu wenige Leute, als dass sie damit wirklich berühmt würden.

Das funktioniert gut in Welten, in denen auch andere Leute nichts allzu kraß "Welterschütterndes" leisten -- beispielsweise im hyborischen Zeitalter, wo Conan bei aller Beliebtheit unter den Fans halt immer "bloß" eine Figur unter vielen in seiner Welt bleibt und es am Ende gerade mal zum König einer Nation bringt, oder auch bei Star Trek, wo bei aller Flaggschiffrolle der diversen Enterprise-Modelle immer noch Platz für die Abenteuer mindestens einer weiteren Heldenraumschiffsbesatzung oder sonstigen Gruppe bleibt.

Aber wenn ich natürlich ein mehr oder weniger klassisches Epos habe, in dem Die Offiziellen Helden (tm) gleich die ganze Welt retten oder sonstwie nachhaltig verändern, dann wird es entsprechend schwieriger, Spielern noch die Rolle von läppischen Nebenfiguren schmackhaft zu machen. Und das ist dann das Problem mit Settings wie dem Herrn der Ringe oder Star Wars.

Offline Megan

  • Fhernhache der Spielleiter
  • Legend
  • *******
  • Beiträge: 4.551
  • Geschlecht: Weiblich
  • Username: Megan
Für die Quote: Es kommt natürlich auf die Vorlage an, aber wenn es die richtige ist, finde ich es sehr inspirierend.
z.B. das Harry Potter Universum, The Expanse oder Walter Moers' Zamonien. Da gibt es so viele Nischen, in die man reingucken kann.

Gerade in letzterem habe ich mehrere Spielrunden geleitet (Friedhofssümpfe, Nebelheim, Buchhaim und Eisenstadt) und es macht so viel Spaß, Ideen aus den Büchern weiterzuspinnen und zu ergänzen.
Oder ich nehme eine Vorlage und verändere sie (stark), bzw. nutze sie als Grundlage für etwas ganz anderes, so geschehen z.B. in meiner Regina Regenbogen - Resist!-Runde.

Und wie schon von anderen erwähnt: Man hat direkt einen gemeinsamen Vorstellungsraum, ohne viel Aufwand - das ist einfach megahilfreich.
Kurz: Mit einer Vorlage wird in meinen Augen vieles leichter, darum mag ich sie sehr.

Offline Maarzan

  • Mythos
  • ********
  • Beiträge: 10.018
  • Username: Maarzan
ich denke auch das hängt massiv davon ab, ob das Worldbuilding in einer Vorlage einer Geschichte oder vielen ziemlich gleichberechtigten (und eher nicht welterschütternden) Geschichten dienen sollte. Und wie sehr sich die Autorenschaft bemüht hat diesen Hintergrund eigenständig detailliert und stimmig zu halten oder ob "für die Story reicht es" die Richtschnur war.

Persönlich aber:  ich baue Hintergründe da lieber selber. Wenn bin ich auf der Suche nach passendem Regelwerkzeug.
Storytellertraumatisiert und auf der Suche nach einer kuscheligen Selbsthilferunde ...

Offline Holothuroid

  • Richtiges Mädchen!
  • Titan
  • *********
  • Proactive Scavenger
  • Beiträge: 19.980
  • Username: 1of3
    • Sea Cucumbers and RPGs
Und wie schon von anderen erwähnt: Man hat direkt einen gemeinsamen Vorstellungsraum, ohne viel Aufwand - das ist einfach megahilfreich.

Ja. Es verschiebt aber ein bisschen die Aufgabenstellung. Weg von "Was ist?" zu "Was ist wichtig/verlässlich?"

Also darf ich annehmen, dass meine Mitspieler*innen wissen, dass 2311 der Vertrag von Algeron geschlossen wurde? Wahrscheinlich nicht (das Autorenteam schließlich auch nicht). Aber bei gewissen Dingen wird's diffiziler. Darf ich annehmen, dass "Phaser" ein Begriff ist? Das gilt es dann gegebenfalls sicher zu stellen.

Was ist denn eine nichtgenerische Welt?

Alles was Sanderson macht. Moers wurde auch schon angesprochen.

D&D Eberron können wir auch gelten lassen. Für deinen Eberron-Charakter solltest du wissen, wo du vor zwei Jahren warst, als Cyre explodiert ist. Und was das bedeutet. Das Setting stellt die Charaktere also in eine definitive Situation. Man kann in Eberron keine geschichtslose Abenteurergruppe spielen, die einfach in die Welt geworfen ist. Du wirst merken, dass du in Eberron bist und nirgendwo sonst.
Let's Go To Magic School - Wenn man einen Zauberschulroman liest (und davon gibt's viele), lernt man mit den Charakteren über die Welt und die Magie. In diesem PbtA-Spiel, spielt ihr um herauszufinden, wie es mit Welt und Magie steht.

Online Tudor the Traveller

  • Karnevals-Autist
  • Legend
  • *******
  • (he / him)
  • Beiträge: 6.080
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Tudor the Traveller

HdR als Vergleich: die Welt ist groß genug das du selbst wenn du mitten IM Ringkrieg spielen willst, du von der "Hauptgruppe" nix mitbekommen musst.
Star Wars: Riesen Welt, warum sollte ich da wenn ich am einen Ende der Galaxis bin was von einem Luke Skywalker mitbekommen haben.

Ist eben genau die Frage, was man unter Setting versteht. Setting ist ja je nachdem gar nicht "die Welt", sondern mehr "die Geschichte".
NOT EVIL - JUST GENIUS

This town isn’t big enough for two supervillains!
Oh, you’re a villain all right, just not a super one!
Yeah? What’s the difference?
PRESENTATION!

Offline unicum

  • Legend
  • *******
  • Beiträge: 4.404
  • Username: unicum
Generell sehe ich vorteile darin wenn alle am spieltisch das Setting kennen, ich sehe nur dann nachteile wenn man sich zu sehr über das Setting unterhält anstatt zu spielen. Ich meine ein Setting zu einem Rollenspiel ist ja auch eine Vorlage,... der nachteil an einem solchen ist aber das ich als SL es den Spielern erstmal näher bringen muss. Ich muss als sehr viel mehr "Erzählonkeln" als wie in einem Setting das bekannt ist.

Viele spielen doch jahrelang im gleichen Setting, immer wieder sei es nun DSA, die Relams oder sonstwas,... auch wenn es dazu keine Vorlagen ausserhalb des Spiels gibt (wobei das recht fliessend ist gibt es doch wenn das Setting erfolgreich genug ist irgendwann auch anderes dazu wie etwa Romane zum Spiel und vieles mehr.)

Offline Boba Fett

  • Kopfgeldjäger
  • Titan
  • *********
  • tot nützt er mir nichts
  • Beiträge: 39.372
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Mestoph
    • Internet-Trolle sind verkappte Sadisten
Ich habe nichts dagegen in einem Rollenspieluniversum zu spielen, dass aus einer Vorlage entstammt. Letztendlich sind die eigenen Settings ja auch genau aus diesen inspirierit worden und meistens auch nur ein Mischmasch bekannter Settings.

Wozu ich keine Lust hätte, wäre, entlang der Rahmenhandlung zu spielen/leiten. Also: Mittelerde? Gern, aber nicht zu Zeiten des Hobbits oder des Ringkrieges.
Ich habe auch keine Lust entlang eines vordefinierten Plots zu spielen/leiten. Ich möchte, dass die Spielrunde die Richtung des Plots maßgeblich beeinflussen kann.
Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!

Offline Lichtbringer

  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 3.211
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Der_Lichtbringer
Ich habe ja nun schon einige Welten für Fate adaptiert.
Actionfilme
Faust
Firefly
Harry Potter
Im Westen nichts Neues
Kinderserien (und der Spezialfall „Käpt’n Blaubärs Seemannsgarn“)
Nibelungenlied
Phantásien
Tierfabeln

Den größten Vorteil sehe ich darin, dass Leute sofort wissen, wie die Spielwelt funktioniert und was für eine Art Handlung sie erwarten können.
Außerdem kann man mit einer beliebten Welt sehr gut Neulinge motivieren, Rollenspiel mal auszuprobieren.
Ich brachte mit nichts bisher so viele neue Leute in unser Hobby wie mit Harry Potter mit Turbo-Fate. Nach aktuellen Stand etwa vier Dutzend.

Offline Issi

  • Patin der Issi Nostra
  • Titan
  • *********
  • Beiträge: 13.235
  • Username: Issi
Ich kann schon nachvollziehen, was RPG Spieler an einem Vorlagen RPG reizt. Aber etwas Eigenes zu machen ist doch so viel geiler. Oder nicht?

Ich spiele generell keine RPGs nach irgendwelchen Vorlagen. Weder Herr der Ringe, noch „The Witcher“, noch „Game of Thrones“ oder anderes. Finde ich grauenvoll.
Mir ging es in Mittelerde so, dass ich immer das Gefühl hatte, in der Welt eines anderen (Tolkien) zu spielen.
Als würde ich quasi ein Wesen durch die geistige Landschaft eines anderen wandeln lassen.
Dazu kommt das Gefühl, jederzeit etwas falsch machen zu können, was nicht in seine Vorstellungen von der Welt gepasst hätte.
(Ich habe sie mir quasi nicht angeeignet, sondern mich mehr oder weniger respektvoll in seiner Geschichte bewegt)
Was mir in Roman Welten immer so fehlt, ist der Platz für eigene Geschichten, die eventuell mit der ursprünglichen Geschichte kollidieren könnten.

In Welten, die nicht einer ganz bestimmten Geschichte folgen, sondern Platz für Tausend und ein Märchen lassen, fühle ich mich definitiv wohler.


Edit. Wenn mich also jemand fragen würde: Willst du deinen Roman nicht zur Rollenspielwelt machen?
Würde ich klar sagen: Nö
« Letzte Änderung: Heute um 22:55 von Issi »