Autor Thema: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels  (Gelesen 2998 mal)

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Offline tarinyon

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Ich habe das ja im anderen Thread (Gary Gygax und Religion) aufgebracht und muss daher Stellung beziehen. Vorab: ich werde erst morgen Zeit haben, das alles zu Papier zu bringen, aber hier zwei Anmerkungen: 1) Hat Vash schon Recht, so ein krasser Impostor wie Elon Musk ist Gygax nicht, aber Musk hat ja auch ganz schön vorgelegt. Evtl. führe ich dazu eine Evil-Musk-Skala ein, wo wir messen können, in welchen Bereichen Gygax sich besonders musk-artig verhalten hat und wo nicht. 2) Ich leugne nicht, dass Gary Gygax eine wichtige Figur für die Geschichte des Rollenspiels ist. Ohne ihn würde heute niemand Rollenspiel zocken. Außerdem hat er schon auch selbst Sachen gemacht und geschrieben. Es geht mir aber darum, wie er nachhaltig ein Lügengebilde aufgebaut hat und sich selbst auf Kosten anderer extrem krass in den Vordergrund gedrängt hat. 3) Bevor hier irgendjemand auf CHAINMAIL verweist: bitte abwarten auf den Beitrag! 4) Es geht mir auch nicht darum, einen hagiographischen Beitrag zur Verklärung Dave Arnesons abzuliefern. Dave hat nachweislich unter Eid auch Sachen erzählt, die nicht richtig sind und er hat sich bei seinen Erzählungen über früher mehrmals widersprochen (ob bewusst oder wegen Demenz oder was weiß ich, kann man nicht sagen).

Mehr dazu, wie gesagt, morgen.

Offline Wyndor

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #1 am: 10.09.2026 | 17:20 »
Was war nochmal die Intention dieses Fadens?

Offline Vash the stampede

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #2 am: 10.09.2026 | 17:38 »
Cool! Ich freue mich auf den Text! :d
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Offline tarinyon

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #3 am: 11.09.2026 | 12:34 »
Sodala, nun für diejenigen, die es interessiert: Warum wird Gary Gygax mMn überschätzt?

Was wahrscheinlich alle längst schon wissen: Gary Gygax war natürlich nicht derjenige, der das "Rollenspiel" erfunden hat. Diejenigen Elemente, die aus unserer Sicht heute Rollenspiel ausmachen, wurden Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre von einer Gruppe von Gamern um die drei Daves (Dave Wesley, Dave Arneson und Dave Megarry) etabliert. Das, was wir heute als Rollenspiel-Session bezeichnen würden, hatte seinen Anfang in den "Braunsteins" von Dave Wesley, die dann, als er zeitweise wegen eines Militäreinsatzes ausfiel, von Dave Arneson fortgefürt wurden. Das alles müdete dann schließlich in die "Medieval Braunsteins" von Arneson, aus denen die "First Fantasy Campaign", also Blackmoor entstand. Wir befinden uns hier im Spätjahr 1971, also noch fast drei Jahre, bevor D&D veröffentlicht wurde. Als Regeln nutzte Arneson ein Konvolut von Wargaming Regeln (ausgehend von einer neuen Art des Refereeing basierend auf Strategos) und CHAINMAIL, Brettspielen wie Fight in the Skies und Outdoor Survival und eigenen Entwicklungen, die dann die Basis für D&D bildeten. Arneson hatte dabei wahrscheinlich niemals die Absicht, ein Regelwerk zu veröffentlichen. So weit, so bekannt.

Angemerkt sei hier der Vollständigkeit halber noch, dass es parallel dazu auch zeitgleich verlaufende Entwicklungen anderorts gab. In Deutschland und Österreich war das z.B. eine kleine Gemeinde von Fantasy-Enthusiasten (in einer ansonsten extrem fantasy-feindlichen Sci-Fi-Community), die sich sogar noch vor den Twin City-Gamers Mitte / Ende der 60er Jahre spielerisch mit Fantasy beschäftigten (in einer Art, die wir heute evtl. als LARP-Schaukämpfe bezeichnen würden sowie natürlich mit dem berühmten ARMAGEDDON - dem ewigen Spiel).

Nun aber zu Gary Gygax und D&D:

Gary Gygax war derjenige, der nach einem Kontakt mit Arneson und seiner Gruppe sofort erkannt hat, dass man mit diesem neuem Spiel Geld verdienen kann. Gygax war zuvor bei seiner Versicherungsfirma rausgeflogen (angeblich, weil er in der Arbeitszeit Spiele designed hat - wers glaubt, wird selig...). Er war jemand, der sich in einer schlechten finanziellen Lage befand. Er brauchte unbedingt Kohle und wollte zudem sein Hobby zum Beruf machen. Erfahrung als Spieleentwickler und Herausgeber hatte er schon. Aber seine Erfahrungen beschränkten sich auf Wargames und Brettspiele. Die Greyhawk Kampagne begann er erst, nachdem er durch Arneson auf diese neue Spielweise aufmerksam gemacht wurde. Und die Regeln dazu kamen fast alle nicht von ihm, wie ich gleich weiter unten schildern werde.

Was wir also hier schonmal festhalten können: Gygax war die treibende Kraft hinter der Publikation, aber er hatte weder die Idee dazu, noch hat er es primär gemacht, um eigene Ideen zu veröffentlichen. Es ging vor allem um Kohle (was ja an sich nicht schlimm sein muss). Das wird alles in den hagiographisch anmutenden Abhandlungen zu seinem Leben etwas verschleiert. Klar, da wird schon dargestellt, dass er seine drölfzig Kinder und seine Frau vernachlässigt hat. Aber da wird halt dann gern suggeriert: er war halt zocksüchtig, kann man doch verstehen und so.

Was dagegen oft als unumstritten dargestellt wird: Gygax hat die wirren Gedanken von Arneson zu einem vollwertigen Regelset zusammengefasst. Und das stelle ich in Frage. Dafür müssen wir uns einige Regelelemente von D&D anschauen.

1) Am wichtigsten ist hier CHAINMAIL. Wahrscheinlich gleich in der ersten, spätestens in der zweiten Session der Blackmoor-Kampagne hat Arneson die CHAINMAIL-Regeln verwendet. Und da können natürlich alle sagen: schau her! Die sind ja von Gygax. Und da muss man gleich widersprechen: CHAINMAIL wurde nicht von Gygax designed, sondern nachweislich von Jeff Perren (dessen Name viel seltener genannt wird, als Gygax', vergleichbar mit OD&D, wo Gygax viel häufiger genannt wird, als Arneson). Wir könnten hier stundenlang über CHAINMAIL labern, aber grundlegend gibt es dort drei Kampfsysteme: das Troop-Type-System, das Man-to-Man-System und den Fantasy-Combat-Table. Das Troop Type System (das zentrale Kampfsystem von CHAINMAIL) kommt nachweislich von Perren, der es schon 1970 in seiner Gruppe verwendet hat. Er hat das aber nicht komplett erfunden, sondern ein System aus den 60ern von Phil Barker adaptiert. Im Internet dominiert die Meinung, Gygax habe dieses System dann erweitert. Das stimmt aber nicht. Die Man-To-Man Regeln sind ein Beitrag aus dem Domesday-Book-Fanzine (was Gygax herausgegeben hat) und die Fantasy-Regeln gehen zurück Regeln, die Leonard Pratt 1970 für ein Mittelerde-Wargame entwickelt hat. Gygax hat danach behauptet, er habe die Regeln aus vielen verschiedenen Quellen entnommen und könne daher niemanden direkt als Urheber nennen.

Wir fassen zusammen: Gygax hat CHAINMAIL nicht designed. Wenn überhaupt, hat er es in eine spielbare Form gebracht, aber wir wissen nicht, wie viel Text von Perren kam. Hier ist auch wichtig zu wissen, dass Gygax öfters erzählt hat, dass sie bei Greyhawk nie Miniaturen verwendet haben. Wahrscheinlich hat er überhaupt nicht gecheckt, wie CHAINMAIL funktioniert. Dafür sprechen die Fehler, die er bei der Übetragung von CHAINMAIL auf OD&D gemacht hat.


2) Das AC-System: Gygax gilt gemeinhin als Erfinder von d20 und Armor-Class. Aber auch das ist nicht sicher. Hier gibt es widersprüchliche Aussagen von allen Parteien, aber es kann sehr gut sein, dass die Idee für Armor-Classes von Arneson kam, der einmal das Man-To-Man-System in ein AC-Sytem umgewandelt hat (das sieht man auf den Blackmoor-Charakter-Matrizen) und er behauptete auch, dass er ein eigenes Table-Top hatte (Ironclad), wo das herkam. Das ist unklar. Aber was schon für Arneson spricht ist, dass er erklärt hat, er habe die absteigende AC-Skala aus einem Naval wargame (dont sink that ship), wo eben die guten Schiffe first class sind usw. Anders ergäbe das ja auch null Sinn, finde ich.

Was sehr wohl von Gygax kam ist der größte Designfehler in der Geschichte von D&D, nämlich das elegante CHAINMAIL-System (das er selber nicht designed und erfasst hat) in brutaler Weise zu einer schlechten d20-Tabelle umzuwandeln. Auch die Idee mit den d20s kam sehr wahrscheinlich von Gygax. Zwar hatte Arneson mal nen d20 in der Hand, aber die Blackmoor-Leute haben mit d6 gespielt (gab ja nix anderes). Am Ende ging es anscheinend eher in Richtung Prozentwürfe, die mit d6 simuliert wurden. Der d20 ist ja auch nix anderes als ein grobkörniger d100. Und die alten d20s hatten ja gar nicht 1-20, sondern 2x 1-10.

Wir halten fest, Gygax hatte die Idee zum schlechteren d20-System und zum ikonischen d20. Viele Probleme (langweilige Kämpfe, schlechte Critical-Regeln, die Skills und Eigenschaften bedeutungslos machen wegen gleichbleibender Crit-Chance unabhängig von Level und Können) wären uns erspart geblieben, hätte er das nicht erfunden.

3) Die Klassen: Keine der drei ikonischen Klassen (Fighting-Man, Magic User, Cleric) wurde von Gygax erfunden. Alle stammen aus der Blackmoor-Campaign.

4) Das Level-System: stammt ebenfalls aus der Blackmoor-Campaign. In der zweiten Session spielten alle Spieler Veteranen der Burgwache (daher ist Level 1 bei OD&D Veteran, die einem Man+1 in CHAINMAIL entsprechen). Die gingen dann in den Dungeon, wo einer ein magisches Schwert fand und dann von Arneson zum Level 4 Hero befördert wurde (kämpft mit der Kraft von 4 Männern und darf auf der Fantasy-Combat-Tabelle kämpfen).

5) XP: kommen auch von Arneson. In der Blackmoor-Campaign konnten die Spieler Punkte sammeln durch das Besiegen von Monstern und Gegnern (als Grundlage dienten die CHIANMAIL-Punktkosten der Gegner). Außerdem konnte man Gold in special interests investieren, was die Grundlage für Gold als XP war.

6) Domain Game: das, was heute als Domain Game gilt, wurde ebenfalls in Blackmoor ausgiebig genutzt. Im Gegensatz zu Greyhawk, wo das keine Rolle spiele (weil Gygax nicht gecheckt hat, wie CHAINMAIL funktioniert).

7) Hexcrawl: Arneson benutzte nach ein oder zwei Jahren das Avalon Hill Brettspiel Outdoor Survival, das sich auch in OD&D wieder findet. Kam also auch von ihm.

8) Naval Rules / Flight Combat: nur in Kürze:Arneson hat dafür auch Regeln entwickelt, die Gygax zum Teil nicht übernommen hat. Aber er hat auch keine eigenen Regeln entwickelt, sondern diese aus Fight in the Skies übernommen bzw. adaptiert.

9) Magie-Regeln: das kommt tatsächlich teilweise von Gygax, und zwar der schlechte Teil: weil er verhinderter Schriftsteller war (wie Ulrich Kiesow: hint, hint!!!!), hat er das Magiesystem von Vance reingepresst und dadurch das bessere System von CHAINMAIL verwässert. Die Sprüche kamen aber teilweise aus CHAINMAIL, also auch hier hat er keine großen Erfindungen gemacht.

10) Die Monster: die kamen aus CHAINMAIL und Arneson hatte schon begonnen, Alternativwerte zum Fantasy-Table zu entwickeln. D.h., auch hier hat Gygax nicht fundamental etwas erfunden. Er hat aber hier auch wieder was nicht gecheckt: nämlich hat er Hit Dice falsch verstanden. Diese kommen ja eigentlich von der Kampfkraft (also ein Hero hat 4 Würfel, die er im Kampf wirft). Gygax hat daraus Trefferpunkte als Lebenspunkte gemacht. Wieder eine Verschlechterung und wiedermal langweilige Kämpfe bis heute.

11) Alignment: Kommt aus CHAINMAIL, wobei gerade das Konzept der Neutralität wahrscheinlich von Arneson kam, weil es da eine neutrale Stadt gabt in der Kampagne, die so etwas wie die Schweiz war.

12) Saving Throws: hat Arneson erfunden. Es ist dokumentiert, dass Saving Throws in Blackmoor zum Einsatz kamen. Auf den Charaktermatrizen ist dafür eine Nummer vorgesehen. Wie genau es funktionierte, weiß man nicht sicher.

13) Eigenschaften: die kommen natürlich alle aus Blackmoor. Sie wurden halt im Prozess umbenannt. Die Idee, Figuren Eigenschaftswerte zuzuteilen, kam auch von Arneson (hat er schon Ende der 60er gemacht)

Man sieht also vielleicht ganz gut: Gygax hat geholfen, eine Erfindung, die nicht von ihm kam, zu der er substanziell nichts beigetragen hat, in eine Form zu bringen, mit der man Geld verdienen konnte und mit der man diese kapitalistisch ausschlachten konnte. Er ist also kein Erfinder, sondern ein „Content Manager“ wie Elon Musk, der danach seine ganze Energie darauf konzentriert hat, die Mitbegründer rauszuekeln bzw. diese aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden zu lassen.
Klar: er hat Sachen designed, z.B. AD&D (aber nur, um Arneson auszubooten) oder legendäre Abenteuer wie „Village of Hommlet“. Aber er war ein schlechter Mensch, der allen Ruhm für sich haben wollte. Nachdem TSR die Rechte an Empires of the Petal Throne inne hatte, hat er behauptet, er hätte das erfunden, und nicht MAR Barker. Außerdem ist er anscheinend als Lizenzinhaber von Tolkien und Cthulhu aufgetreten (was er nicht war) und hat damit mMn entscheiden zu der heute verbreiteten restriktiven Lizenzierung von derartigen Sachen beigetragen. Alle RPGs, die er komplett selbst designed hat, waren unfassbar scheiße (Lejendary Adventures sei hier genannt).

Ich will damit nicht sagen, dass Arneson nun anstatt von Gygax hochgejubelt werden sollte. Arneson hat mMN unfassbar wichtige Sachen erfunden. Und es ist eine Schande, dass man die Judges Guild Publikation „First Fantasy Campaign“ nicht legal neu kaufen kann, weil es neben OD&D die wichtigste RPG-Publikation ist IMHO. Aber Arneson war unzuverlässig, hat vor Gericht gelogen und er war auch eher ein One-hit-Wonder als Game Designer (sein Adventures in Fantasy von 1979 ist krass schlecht).

Also: ohne Gygax kein D&D. Ohne Elon Musk würden auch nicht viele Leute E-Auto fahren in Deutschland. Aber vielleicht sollte man in Zukunft skeptisch sein, wenn mal wieder dies oder das in Bezug auf Gygax diskutiert wird und was er sich angeblich gedacht hat und wie sich sein Weingeschmack auf die Weinpreise in OD&D ausgewirkt hat.

Offline WeepingElf

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #4 am: 11.09.2026 | 12:47 »
Für mich ist D&D das Windows unter den Rollenspielsystemen: Marktführer, aber trotz späterer Hinzufügung moderner Features im Kern veraltet und von daher neueren Kreationen unterlegen. So gesehen ist Gary Gygax der Bill Gates des Rollenspiels.
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Offline tarinyon

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #5 am: 11.09.2026 | 12:53 »
Für mich ist D&D das Windows unter den Rollenspielsystemen: Marktführer, aber trotz späterer Hinzufügung moderner Features im Kern veraltet und von daher neueren Kreationen unterlegen. So gesehen ist Gary Gygax der Bill Gates des Rollenspiels.

Nein, da widerspreche ich vehement. Ich rate jedem, wirklich jedem, mal OD&D zu spielen und zwar mit Chainmail und Outdoor Survival. In diesem Spiel gibt es wirklich fast alles, was man für ein Fantasy Rollenspiele braucht. Man darf hier nicht auf Hörensagen vertrauen. Es kursieren so viele Gerüchte dazu, die einfach falsch sind. Zum Beispiel, dass man da angeblich so viel Rulen muss und dass es rules lite wäre. Das können nur Leute behaupten, die die drei Booklets nicht eingehend studiert haben.

PS und ich meine mit OD&D genau das: OD&D, also das von 1974. Nicht White Box, nicht Swords & Wizardry, nicht Knave oder Torchbearer oder wie dieser ganze Artpunk-Kram heißt. Und auch nicht Baic D&D oder OSE. Ich meine OD&D. Weil es ist ganz anders. Man kann leicht testen,ob jemand den Unterschied checkt. Wenn da zb jemand sagt, das ist race as class, rules lite oder nur für niedrige stufen, dann weiß man, dass das gelogen ist oder einfach nachgeplappert.

PPS und wenn euch jemand erzählt,es gäbe nen Retroklon von OD&D, dann ist das auch gelogen oder beruht auf Propaganda der Verlage, die euch das Geld aus der Tasche ziehen wollen, ohne Chainmail gespielt zu haben.
« Letzte Änderung: 11.09.2026 | 12:59 von tarinyon »

Offline Dr. Evil

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #6 am: 11.09.2026 | 12:57 »
 :d
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Offline WeepingElf

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #7 am: 11.09.2026 | 12:59 »
OK, dann lag ich daneben. Ich kenne mich mit der frühen Geschichte von D&D nicht aus, sondern bezog mich auf die spätere Entwicklung, und der Vergleich mit Windows hinkt.
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Offline tarinyon

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #8 am: 11.09.2026 | 13:05 »
OK, dann lag ich daneben. Ich kenne mich mit der frühen Geschichte von D&D nicht aus, sondern bezog mich auf die spätere Entwicklung, und der Vergleich mit Windows hinkt.

Ich finde den Vergleiche an sich nicht schlecht, weil D&D die gleiche, wenn nicht sogar mehr Marktmacht hat, wie Windows. Mir geht es eher darum, dass viele neuartige RPGs mit Features werben, die gar nicht so neu und innovativ sind. Und dass man oft denkt, alles was alt ist, muss primitiv und schlecht designed sein.

Klar, OD&D ist nur für Leute was, die auf Fantasy-Rollenspiel stehen. Aber ansonsten gab es da wirklich super Ansätze. Es ging eben nicht nur um Dungeon Crawl, es ging um Regieren, Bündnisse schmieden usw.

Und wer sich mal gefragt hat, wie die monster in den Dungeon kommen: Die werden von den Spielern dahingebracht, denn man konnte besiegte Monster unter seine Burg sperren oder verkaufen. Das ist alles raw vorgesehen und wurde später einfach weggelassen.

Offline Grashoffer

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #9 am: 11.09.2026 | 13:34 »
Ich setze mal schnell einen Haken, da ich gerade keine Zeit habe, das hier zu lesen, hole dies aber später nach. Dafür ist schon der Titel viel zu geil!

Offline Holothuroid

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #10 am: 11.09.2026 | 13:48 »
Und wer sich mal gefragt hat, wie die monster in den Dungeon kommen: Die werden von den Spielern dahingebracht, denn man konnte besiegte Monster unter seine Burg sperren oder verkaufen. Das ist alles raw vorgesehen und wurde später einfach weggelassen.

Ulkig. Das erinnert mich an Nightlife, dass WoD-Spiel vor der WoD (vermutlich aber ohne direkten Bezug), wo es dezidierte Regeln gab, wie man mit diversen Skills Geld verdienen kann. Was für so street level bestimmt Sinn ergibt.
Let's Go To Magic School - Wenn man einen Zauberschulroman liest (und davon gibt's viele), lernt man mit den Charakteren über die Welt und die Magie. In diesem PbtA-Spiel, spielt ihr um herauszufinden, wie es mit Welt und Magie steht.

Offline Settembrini

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #11 am: 11.09.2026 | 13:53 »
Nachdem ich mich die letzten Jahre sehr intensiv mit Chainmail, Classic Warfare, Tractics und Cavaliers & Roundheads auseinandergesetzt habe, kann ich Dir versichern: Gary Gygax ist sowohl Katalysator als auch Quell essenzieller Bestandteile. Nämlich der Gygaxian Building Blocks in Struktur wie Inhalt.

Jeff Perrens Schreibe kan man sehr, sehr gut in Chainmail identifizieren. Das Fantasy Supplement ist nahezu 100% Gygax. Nahezu auch nur, weil es eine Inspiration aber nicht in der Regelform gab, das hatte Jon Peterson mal rausgefunden.

Wer auch wirklich mal das DMG gelesen hat und das neben Arneosns Blackmoor legt, der kann auch glasklar sehen welche mag. Gegenstände, Zauber und Monster von wem sind. Die überwältigende Mehrzahl sier Bulding Blocks (Monster, Zauber, mag. Gegenstände) sind von Gary.

Die Regeln: Gary.

Gary ist tatsächlich einer der größten Innovatoren im Hobbyspielbereich. Er selber.
Schlachtmatrix von Empires in Arms? Gary vgl.:
https://www.youtube.com/results?search_query=gary+gygax+empires+in+arms

Grundstruktur der Infanterieregeln von Sl und ASL (und damit allem in dem Maßstab seit dem, von Combat Commander bis Memoir'44)? Via Tractics: Gary
https://en.wikipedia.org/wiki/Tractics

Ambushregeln von ASL -> Gary
https://www.youtube.com/watch?v=rccXgxB_xV0

Dazu mehrere Schachvarianten und Diplomacy-Varianten.

Wenn man AD&D und überhaupt dann tatsächlich mal D&D spielt, dann sind alle die Grundstrukturen der Interaktion der Bausteine alle 99% Gary.

Hat GG das Rollenspiel erfunden? Nein, hat niemand behauptet. Aber das hat auch Arneson nicht.

Methode Rollenspiel haben Preußische Offiziere in Form des "Vertrauten" im "Freien Kriegsspiel" erfunden.
Nicht-Nullsummenspile via unterschiedlicher Personnagenziele und Spielleiter (in dem Sinne Rollenspiel) als HOBBY -> Dave Weseley.
Arneson hat lediglich das Dungeon als Spielelement in Weseleyschen Braunsteins und Unterwasserkreaturen und Unterwasser-Gegenstände erfunden (nachdem Gary dafür die Baukastenstruktur und das Interaktionsmuster festlegte, dennoch war Arneson dort in größerer Zahl tätig als viele andere).

D&D hat Gary Gygax aus diesen Vorläufern gemacht. Erfunden hat er dafür soviele Bausteine (Zauber, Monster, mag. Gegenstände), daß mehrere Spieleindustrien sich noch nur an umherschieben dieser Bauklötze abarbeiten.

Was hat Jeff Perren gemacht? Eine vereinfachte Version der britischen Miniature Wargame Regeln erarbeitet und zu Papier gebracht, auf deren Basis Gary das Fantasy Supplement entwickeln konnte.

Jeder der was anderes behauptet hat sich zu wenig mit diesen Elementen auseinandergesetzt. Man kann auch einfach die Umkehrfrage machen: Wenn Gary die Bausteine konzeptionell als auch die Masse ihrer Instantiierungen und deren Interaktionsstruktur NICHT selber gemacht hätte, warum gibt es dann seit dem nur eine verschwindend geringe Anzahl an hinzugekommen, hinzuerfundenen Bausteinen oder Interaktionsstrukturen? Offizielles D&D tritt komplett auf der Stelle seit 1985.

Gary hatte viele Fehler und bestimmt auch Verfehlungen als Geschäftsmann. Die Begegnungstabellen im DMG zum Beispiel, die hat er zwar als Struktur in ihren ersten Instantiierungen erfunden, aber die Fülle im DMG hat er sich bei Einsendungen von Judges Guild einverleibt.
Aber er ist ein echter Kreativer einer, den die Welt vorher und danach im Bezug auf unsere Hobbies nicht nochmal gesehen hat.

Zeitgenössisch vergleichbar würde ich lediglich Francis Thresham und vlt. Peter Olotka einordnen in der Spannweite und Wirkmacht der Innovationen.

Für Deutsche sei gesagt, daß die Idee von "kulturell ausgefeilten, stimmungsvollen" Spielwelten inklusive Religion und Sprachen fürs Hobby von  Phil "MAR"-Barker (ja, der heimliche Neonazi und Tekumel-Professor) eingeführt wurden. Nach Begegnung mit der Tekumel-Kampagne hat Gary sich ein wenig klein gefühlt und angefangen Greyhawk "seriöser" mit Hintergrund auszustatten, es dann aber auch wieder sein lassen um mehr zu spielleiten. ARNESON hingegen hat nach Begegnung mit Tekumel und Barker aufgehört selber zu spielleiten und war dann bis weit in die 80er einfach Spieler bei Barker. Weil er selber weder Bausteine, noch Interaktionsstrukturen, noch Setting beitragen konnte.
Wie wildgewordene Settingfreaks dann über die RuneQuest-Säule (RQ, Pendragon, DSA, Vampire etc.) unser Hobby nachhaltig verändert haben, ist ja bekannt. DAS hat Gary wirklich nicht erfunden, es aber auch nie behauptet.
Man kann ihm anlasten, daß er via Dragonlance damit Geld machen wollte, es gemacht hat und damit D&D in eine dunkle Zeit gestoßen hat. Da würden mir aber ganz andere Vergleiche einfallen, als Elon Musk.
« Letzte Änderung: 11.09.2026 | 13:55 von Settembrini »
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Offline Settembrini

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #12 am: 11.09.2026 | 14:00 »
Zitat
Wir fassen zusammen: Gygax hat CHAINMAIL nicht designed. Wenn überhaupt, hat er es in eine spielbare Form gebracht, aber wir wissen nicht, wie viel Text von Perren kam. Hier ist auch wichtig zu wissen, dass Gygax öfters erzählt hat, dass sie bei Greyhawk nie Miniaturen verwendet haben. Wahrscheinlich hat er überhaupt nicht gecheckt, wie CHAINMAIL funktioniert. Dafür sprechen die Fehler, die er bei der Übetragung von CHAINMAIL auf OD&D gemacht hat.

Da ist hanebüchener Unsinn. Gary hat Elastolinfoguren auf seinem Sandttisch für viele Chainmail-Schlachten benutzt. Und hat auch zeitgenöissische Schlachtberichte und Szenarien veröffentlicht. Also vieles was Du schreibst hat Bezug zur Realität aber das ist wirklich wirklich falsch.

Gary hat MEHR Chainmail gespielt als Perren. Und die Regeln nicht gecheckt, das ist wirklich ausgadachte Falschbehauptung, wenn nicht absichtliche Lüge.
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Offline Swanosaurus

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #13 am: 11.09.2026 | 14:06 »
Und morgen auf diesem Kanal: Monophysiten gegen Arianer - der Showdown!  >;D
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Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #14 am: 11.09.2026 | 14:10 »
Und morgen auf diesem Kanal: Monophysiten gegen Arianer - der Showdown!  >;D

Das hab ich mir auch gerade gedacht.  ;D
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Offline unicum

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #15 am: 11.09.2026 | 15:28 »
Also das einzige was ich von den beiden weiß ist das es differenzen zwischen beiden gab hauptsächlich finanzieller Natur.

Und wir wissen ja alle: beim Geld hört die Freundschaft auf. (also so sagt der Volksmund)

Tatsache ist auch das zwei Verlage (AH und Gideon Games) das Spiel ablehnten so das es eben einen Eigenverlag geben musste, Dave aber dafür nicht das Geld aufbringen konnte Gary schon.

Offline Chief Sgt. Bradley

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #16 am: 11.09.2026 | 16:23 »
Hier ist eine sehr interessante und unterhaltsame Videoreihe zum Thema Wargames, RPG, D&D, Gary Gygax, etc
https://youtube.com/playlist?list=PLP7v2GoLok37J-3upU78zmeXqM-jsouNN&si=3_MOSM9Z3F7C0voB
Teil 1 ist fokussiert auf die Historie des Kriegsspiels
Teil 2 geht dann über zu RPG usw
absolute Guck-Empfehlung :)
Für die Neuen
"Sir! We are surrounded!" - "Excellent! We can attack in any direction!"
Es gibt drei Arten von Grammatik: korrekt, falsch oder Yoda
Insgesamt hab ich das vorhin einer Bekannten am Telefon beschrieben mit "Guardians of the Galaxy in XXL und geiler!"

Offline Koronus

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #17 am: 11.09.2026 | 16:38 »
Und morgen auf diesem Kanal: Monophysiten gegen Arianer - der Showdown!  >;D
Kann mir das jemand bitte vielleicht per PM erklären? Ich brauche das nämlich für mein Altgeschichte Studium aber bis heute es nie ganz verstanden da ich wie der typische Germane einfach Christ bin.
"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

Offline Settembrini

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #18 am: 11.09.2026 | 16:42 »
Und morgen auf diesem Kanal: Monophysiten gegen Arianer - der Showdown!  >;D

Das ist eine schlaue Bemerkung, wenn man sich die Kritik Richtung D&D aus der RQ-Quelle über die Jahre seit 1975 anguckt  :D
caveat lusor, sie befinden sich in einer Gelben Zone - Der PESA RHD warnt!

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Offline Feuersänger

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #19 am: 11.09.2026 | 16:45 »
Es gibt halt um beide im Titel genannten Personen einen gewissen Personenkult. Wobei die Musk-Jünger definitv um Größenordnungen lächerlicher sind, schon eine richtige Sekte. Mehr muss man zu dem Kasper nicht sagen.

Aber auch der Gygax-Kult ist halt Quatsch. Klar haben wir Großvater Gary viel zu verdanken. Aber er hat halt mit seinen Mitstreitern den Grundstein zur Entwicklung der RPGs wie wir sie kennen gelegt. Auf diesem Grundstein konnten wir aufbauen und das haben "wir" (als internationale Rollenspielcommunity) auch getan. Es ist albern, grotesk, hanebüchen, geradezu völliger Wahnsinn, zu behaupten, seine allerersten Gehversuche seien bereits der Weisheits letzter Schluss, und alles was die "reine Lehre" abändert, sei abzulehnen.
Ich denke da etwa an so Unsinn wie "1:1 Zeit", na ihr wisst was ich meine.
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Offline Haukrinn

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #20 am: 11.09.2026 | 16:57 »
Ich denke da etwa an so Unsinn wie "1:1 Zeit", na ihr wisst was ich meine.

Die in der originären Spielweise total sinnig war...  ;)
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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #21 am: 11.09.2026 | 17:09 »
Das mit den mehreren Gruppen, die parallel um die Wette abenteuern?
Das ist dann ungefähr so, wie meinetwegen irgendwelche Vorschriften aus dem Alten Testament damals in der Bronzezeit total sinnig waren - mag ja sein (auch wenn ich das in vielen Fällen nichtmal mit viel Phantasie nachvollziehen kann), aber heute gibt es halt keinen vernünftigen Grund mehr, daran festzuhalten.
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Offline ghoul

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #22 am: 11.09.2026 | 17:43 »
Der "erste Schuss" mag OD&D gewesen sein. AD&D (1e) ist ja die sehr umfangreiche Weiterentwicklung.
Der DMG enthält tatsächlich zahlreiche Regeln und Optionen, die beim ersten Lesen seltsam anmuten mögen, bspw. besagte 1:1-Zeit.
Im realen Spiel treten dann Situationen auf, wo es dann klickt: "Aha, das ist also für dieses Problem die Lösung!" Ich hatte mehrere solche Momente.
Ich wüsste nicht, wie ADDKON-Spiel besser ginge als mit 1:1-Zeit (ursprünglich haben wir andere Möglichkeiten probiert, die waren umständlicher).
« Letzte Änderung: 11.09.2026 | 17:50 von ghoul »
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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #23 am: 11.09.2026 | 17:51 »
Was war dann BECMI D&D. Bei den Werbungen habe ich immer gesehen als ob AD&D bloß die Rule Heavy Version von BECMI D&D ist
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Offline ghoul

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Re: [Hot Take] Gary Gygax ist der Elon Musk des Rollenspiels
« Antwort #24 am: 11.09.2026 | 17:56 »
Was war dann BECMI D&D. Bei den Werbungen habe ich immer gesehen als ob AD&D bloß die Rule Heavy Version von BECMI D&D ist

BECMI ist der Nachfolger von B/X. X (eXpert D&D) ist die Erweiterung von B (Basic D&D).
Basic D&D war eigentlich die Einsteiger-Version für D&D, Advanced D&D war für Fortgeschrittene / erfahrene Wargamer / Erwachsene. Die Vollversion von Gary Gygax (und ja, nebenbei eine Produktreihe, um ohne Dave Kohle zu machen, von dem ja zu dem Zeitpunkt nicht mehr viel Material kam).
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