...
Und ja, es wird auch den Versuch geben, ohne Mühe an das Geld anderer zu kommen (also den gefürchteten AI-Slop). Dem gegenüber wird es (gegen Geld) kuratierte geschlossene Hubs geben, die sich den Ruf erwerben, hochqualitativen Content anzubieten. Das werden die neuen Verlage werden.
Qualitätsclubs quasi? Interessanter Gedanke.Ja. Haben wir jetzt doch auch schon.
b) durch die in nächster Zukunft zu erwartenden Kosten für KI-Nutzung (die Start-Up Zeiten der KI Giganten nähern sich dem Ende und es will Geld eingenommen werden, um Serverfarmen zu bezahlen - vergesst nicht, dass wir in der Phase sind, wo die zukünftige Nachfrage gerade durch Anfütterangebote generiert wird) eine weitere Konzentration der Marktmacht einzelner Verlage stattfindetJa, KI-Kosten werden im Preis steigen. Aber, wir vergessen gerne, dass das, was jetzt jetzt sehen, nur die Baseline für alle weiteren Entwicklungen ist. Schlechter wird's nicht mehr. Eher besser – wenn man es sich leisten kann.
@SmaIch erkläre sie nicht für tot. Ich sage, sie sind nicht mehr das Nachschlagewerk und Werkzeug. Auch am Tisch beobachte ich, dass die Leute inzwischen häufiger Handys oder Tablets zücken statt gedruckte Bücher mitzubringen oder rauszuholen, um etwas nachzuschlagen, weil man darin weder suchen kann, noch den Text vergrößern kann (was ab einem gewissen Alter sehr wichtig ist). Beim Online-Spiel habe ich inzwischen immer auch einen Chat-Client auf, sei es für Regelfragen oder wenn man so wichtige Dinge wissen will, wann etwas Bestimmtes erfunden oder entdeckt wurde. Damit ändert sich die Aufgabe der Bücher. Ich erfreue mich an ihnen. Ich sammle sie (GBs auf der Festplatte sind leider nicht das selbe). Ich betrachte sie vielleicht auch mal. Aber damit "arbeiten" - das mache ich persönlich nicht mehr.
Gedruckte Bücher wurden schon häufig für tot erklärt.
Ich wäre damit vorsichtig.
Mittlerweile gibt es auch sogenannte digitale Müdigkeit, weshalb zum Beispiel auch Tischrunden noch nicht durch Online-Runden abgelöst wurden.
Nur ganz schlaglichthaft: Ich könnte mir vorstellen, dass man die Vorzüge der privaten Variation von Texten deutlich mehr nutzt.
Wenn ich die neue SaWo Edition erwerbe und es nervt mich, dass sich diese "schlage bei jedem Monster sieben Sonderfertigkeiten nach"-Praxis ausgeweitet hat, dann würde ich der KI sagen: Schreibe mir doch bitte mal das Monsterhandbuch um, so dass ich nie mehr blättern muss.
Und dann würde ich das bei mir am Spieltisch eben genau so einsetzen.
Das könnte man jetzt in 100 Richtungen weiterdenken, hier sehe ich erhebliche Möglichkeiten.
Vielleicht stelle ich mich aber auch nur blöd an, oder aber der militärisch-industriell-medial-geheimdienstliche Komplex hält die guten KIs irgendwie unter Beschlag und ich bekomme nur die Dummerchen-Versionen in die Hand.Jepp, genau das ist es :)
(...) Schlechter wird's nicht mehr. Eher besser – wenn man es sich leisten kann. (...)Es wird sehr wahrscheinlich nur noch schlechter, wenn man die jüngsten Untersuchungen zum Model Collapse und zu Degenerative AI anschaut (vgl. Link 1 (https://casmi.northwestern.edu/news/articles/2024/degenerative-ai-the-risks-of-training-systems-on-their-own-data.html), Link 2 (https://www.nytimes.com/interactive/2024/08/26/upshot/ai-synthetic-data.html), Link 3 (https://venturebeat.com/ai/generative-inbreeding-and-its-risk-to-human-culture), Link 4 (https://www.forbes.com/sites/bernardmarr/2024/08/19/why-ai-models-are-collapsing-and-what-it-means-for-the-future-of-technology/) solche Artikel - vor allem Fachartikel - die die Thesen bestätigen kommen aktuell fast wöchentlich)
Es wird sehr wahrscheinlich nur noch schlechter, wenn man die jüngsten Untersuchungen zum Model Collapse und zu Degenerative AI anschaut (vgl. Link 1 (https://casmi.northwestern.edu/news/articles/2024/degenerative-ai-the-risks-of-training-systems-on-their-own-data.html), Link 2 (https://www.nytimes.com/interactive/2024/08/26/upshot/ai-synthetic-data.html), Link 3 (https://venturebeat.com/ai/generative-inbreeding-and-its-risk-to-human-culture), Link 4 (https://www.forbes.com/sites/bernardmarr/2024/08/19/why-ai-models-are-collapsing-and-what-it-means-for-the-future-of-technology/) solche Artikel - vor allem Fachartikel - die die Thesen bestätigen kommen aktuell fast wöchentlich)
Hardware ist dabei kein Faktor, sondern es geht um die inhärente Systemlogik, nach der die aktuellen LLM aufgebaut sind und die dazu führen, dass sich Fehler kaskadierend aufschaukeln.
Die einzige mögliche Lösung in den jetzigen Modellen, die bisher bekannt sind (laut den Veröffentlichungen, die ich kenne) wäre, die Daten zu kuratieren, aber das ist aufgrund der großen Datenmengen schlicht unmöglich.
Also ja, die KIs werden immer mehr Ergebnisse produzieren können. Aber diese Ergebnisse werden immer schlechter, weil das Grundmodel der aktuellen KI-Modelle halt irgendwie schon von Anfang an der Enshittification-Logik der Tech-Konzerne folgt (etwas überspitzt formuliert - es gibt halt dazu auch noch diverse grundsätzliche Probleme mit dem zugrundeliegenden statistischen Modell (vgl. Wiki (https://en.wikipedia.org/wiki/Model_collapse)).
Die jüngsten Forschungsergebnisse dazu lassen wenig Raum für Optimismus, dass wir außer Unmengen an Slop viel von KI haben werden.
Vielleicht sind deine Ansprüche auch andere.Du argumentierst am Punkt vorbei. Es ging darum, dass Megavolt behauptete, er schaffe es nur, der KI unkonkrete Standardideen "geht mit geheimen Motiven durch den Wald" abzuringen und ich zeigte, dass es konkret mit Namen und in ein adhoc Setting eingebunden geht. Was du mit "durch Hokus Pokus aufgebläht" nennst, nennen andere Fluff und das ist ja, so wie ich Megavolt verstanden habe das, was er nicht bekommen hat.
Ich denk es wird langfristig davon abhängen wie es mit KI überhaupt weiter geht.
Momentan hat ja noch keiner der KI Anbieter mWn ein Geschäftsmodel das überhaupt profitabel ist, daher kann es gut sein das viele der heutigen Angebote in ein paar Jahren entweder vom Markt verschwinden oder so teuer werden, dass sie nicht mehr viel billiger als ein echter Mensch sind.
Momentan hat ja noch keiner der KI Anbieter mWn ein Geschäftsmodel das überhaupt profitabel istNein. Der Trick ist, Modelle nicht selbst zu trainieren, sondern sie zu betreiben. Das ist profitabel.
AWS hat ~$45 Mrd Gewinn gemacht. Da KI Umsatz bei ca. 12% liegt, ist da der Gewinn wahrscheinlich $5 Mrd.
Mit anderen Worten, die haben eine Rendite von 33% (!).
Wie kommst du darauf, dass die KI-Sparte genauso profitabel ist das Unternehmen insgesamt?Das basiert auf meiner Annahme, dass es letztlich egal ist, ob sie die Rechenleistung für Fortnite oder für Minimax verkaufen.
Das basiert auf meiner Annahme, dass es letztlich egal ist, ob sie die Rechenleistung für Fortnite oder für Minimax verkaufen.
Das braucht verschiedene Konfigurationen und es könnte sein, dass sie überdurchschnittlich viel in KI-fähige Hardware investiert haben, daher kann ich's nicht wissen, da hast du recht. Es gibt weder für meine noch deine Theorie eine Aussage. Aber wenn deine Vermutung stimmen sollte, dass sie in der KI-Sparte dieses Jahr keinen Gewinn gemacht haben, weil sie Hardware gekauft haben, wird der Gewinn nächstes Jahr kommen.
Das basiert auf meiner Annahme, dass es letztlich egal ist, ob sie die Rechenleistung für Fortnite oder für Minimax verkaufen.
Das braucht verschiedene Konfigurationen und es könnte sein, dass sie überdurchschnittlich viel in KI-fähige Hardware investiert haben, daher kann ich's nicht wissen, da hast du recht. Es gibt weder für meine noch deine Theorie eine Aussage. Aber wenn deine Vermutung stimmen sollte, dass sie in der KI-Sparte dieses Jahr keinen Gewinn gemacht haben, weil sie Hardware gekauft haben, wird der Gewinn nächstes Jahr kommen. Daher halte ich die Aussage, dass Amazon ein Gewinner sein wird, aufrecht.
Zudem ist diese Hardware nicht _so_ teuer. Ein NLV72 kostet ca. $3 Mio in der Anschaffung. Lass uns die Kosten verdoppeln, weil Gebäude, Installation, Betrieb da noch zukommen. Wenn sie das Gerät durchgängig zum günstigsten Tarif von 72x$10,5 pro Stunde vermieten, machen sie im ersten Jahr bereits $0,6 Mio Gewinn.
Es ist müßig, gegen difuse Zweifel Argumente zu stellen. Bitte sagt entweder, wo meine Abschätzung (selbst wenn sie Anfang 2025 alles neu gekauft hätten, hätten sie mit der Hardware Ende 2025 bereits Gewinn gemacht, obwohl ich sehr großzügig den Anschaffungspreis verdoppelt habe) nicht passt oder macht eine Gegenrechnung auf.
Letztlich ist das aber für dieses Thema hier auch nicht weiter relevant, ob ihr überzeugt seit, dass Cloud-Computing vom KI-Boom profitiert.
Antariuks Unterscheidung zwischen "Storyboard" und "spielbarem Modul" trifft es ziemlich gut. Was Claude oder GPT auf Anhieb liefern, ist strukturell oft solide – Plotgerüst, NSC-Motivationen, Ortsbeschreibung – aber am Spieltisch würde es so nicht funktionieren. Die Übergänge fehlen, die Konsequenzen fehlen, und vor allem fehlt das Gespür dafür, wo Spieler tatsächlich haken oder abbiegen.Das kann ich nur so unterstreichen, insbesondere den letzten Absatz. Auch ich nutze GPT stark um mich bei meiner Arbeit an SIEBEN zu unterstützen, wobei eben die grundsätzlichen Rahmenbedingungen bereits seit sehr langer Zeit sehr klar sind, genauer gesagt seit über 25 Jahren. Vor KI hatte sich eine ganze Gruppe von Autoren um die Kern-Weltbeschreibung versammelt und daraus etwas gemacht, was zwar gut war, aber vom Gefühl her nicht mehr meins war abgesehen von der Grundidee. Mit dem Rollback zum Kern der Geschichte bzw. Weltenentwurf und mir als alleinigem menschlichen Autor fühlt es sich wieder anders an. Ich empfinde es so, dass ich mit dieser Hilfestellung, einem Tool, jetzt in der Lage bin mein "Werk" zu vollenden - klingt etwas hochtrabend, trifft aber den Kern meiner Motivation ganz gut.
Was bei mir funktioniert: KI als Iterationspartner für Lore und Prosa, nicht als Erstautor. Ich bringe das Kanon-Wissen, die Weltenlogik, die Tonalität – und nutze KI, um Rohfassungen zu durchleuchten, Formulierungen zu schärfen oder Konsistenzlücken zu finden. Skaeg hat recht, dass ein guter Prompt ohne gutes Hintergrundmaterial trotzdem generisches Zeug produziert. Shit in, shit out gilt auch mit 8.000 Wörtern Output.
Das Ergebnis ist trotzdem ein Gewinn – nicht weil KI besser schreibt als ein Mensch, sondern weil ein Einzelautor damit eine Produktionstiefe erreichen kann, die sonst ein ganzes Redaktionsteam bräuchte.
Ich arbeite gerade an einem Sourcebook für meine Sandbox-Kampagne, sprich: Ich baue eine komplette Stadt und im Verlauf dann eine ganze Region. Was braucht man dafür? Na jede Menge Locations und vor allem NSCs.
Mein Ansicht ist ja, dass man gar keine Sourcebooks mehr brauchen wird, sondern genau dann genau das produziert, was in dem Moment verlangt wird (was auch ein Moment in der Session-Vorbereitung sein kann). Man spart sich das Nachschlagen.Nur wird das dann eine Menge an Logiklöchern produzieren, eben weil dem LLM die Quellen fehlen. Und ich persönlich hasse nichts mehr als Logiklöcher.
Nur wird das dann eine Menge an Logiklöchern produzieren, eben weil dem LLM die Quellen fehlen. Und ich persönlich hasse nichts mehr als Logiklöcher.hbares Zeug raus.
Welche Quellen fehlen denn? Wenn es welche gibt, lade ich die natürlich auch gleich hoch - also alle PDFs zum Setting.Was wiederum Sourcebooks sind - die damit auch nicht obsolet werden. Ohne die halluziniert das LLM sich eben was zusammen.
Was wiederum Sourcebooks sind - die damit auch nicht obsolet werden. Ohne die halluziniert das LLM sich eben was zusammen.
Welche Quellen fehlen denn? Wenn es welche gibt, lade ich die natürlich auch gleich hoch - also alle PDFs zum Setting.
Dafür dürfte dir in den allermeisten Fällen die Nutzungslizenz fehlen.
Dafür dürfte dir in den allermeisten Fällen die Nutzungslizenz fehlen.
Dafür dürfte dir in den allermeisten Fällen die Nutzungslizenz fehlen.Ich finde, LLMs (aka KIs) für den privaten Gebrauch zu nutzen harmlos.
Die alternative: du benutzt eine lokale KI auf deinem Rechner - die kann dann aber nicht so viel.Da gilt das Fishermen's Friends Prinzip: Ist die KI zu schwach, ist dein Rechner nicht stark genug :) Ein Cluster aus 4 MacStudio-Rechnern á 10k€ kann schon einiges reißen und ein Flagship-Modell lokal ausführen. Aber mal ernsthaft, dass ist natürlich nicht der einzige Weg: Wenn du einem kommerziellen Anbieter nicht traust den geschlossenen Vertrag einzuhalten, miete Hardware an und lass da das LLM laufen. Kostet dann nur wenige € pro Stunde pro Superchip.
Ja, nur weil du ein PDF hast darfst du es noch lange nicht bei einer KI zum Server hochladen, selbst wenn du eine bezahlVersion der KI hast kann die das PDF, je nach Version einfach in ihre Datenbank aufnehmen - herzlichen Glückwunsch du hast gerade etwas der (*hüstel*) "Allgemeinheit" zur verfügung gestellt.Ich hab das mal ChatGPT gefragt:
Nein. Dateien, die du in einem Projekt hochlädst, werden nicht in eine öffentliche Datenbank aufgenommen und nicht “öffentlich gemacht”. Projektdateien dienen als Referenzmaterial für dieses Projekt, damit ChatGPT sie in Antworten innerhalb dieses Kontexts nutzen kann.D.h. Datenfreigabe deaktivieren, dann fließt das nichtmal ins Training ein.
Wichtig sind drei Unterscheidungen:
Öffentlichkeit: Deine hochgeladenen Dateien sind nicht automatisch öffentlich und werden nicht anderen Nutzer:innen zugänglich gemacht.
Speicherung: Hochgeladene Dateien können in deiner ChatGPT-File-Library gespeichert werden, damit du sie später wieder verwenden kannst. Chats und Dateien werden getrennt verwaltet; das Löschen eines Chats löscht nicht automatisch die gespeicherte Datei.
Training/Verbesserung: Bei persönlichen ChatGPT-Plänen kann OpenAI Inhalte zur Modellverbesserung verwenden, wenn die entsprechende Datenfreigabe aktiviert ist. Du kannst das unter Settings → Data Controls → “Improve the model for everyone” deaktivieren; danach werden neue Gespräche nicht fürs Training verwendet. Bei Business/Enterprise-ähnlichen Workspaces sind Workspace-Daten standardmäßig vom Training ausgeschlossen.
Kurz gesagt: Nein, deine Projektfiles werden nicht öffentlich. Sie können aber je nach Einstellungen gespeichert und – bei privaten Consumer-Accounts mit aktivierter Datenfreigabe – potenziell zur Verbesserung der Modelle verwendet werden.
Ich vermute, eine Lizenz kann auch ausschließen, dass man seine PDFs auf ausländische Server hochlädt, selbst wenn sie versprechen, nichts damit zu machen.Bei Privatleuten? Ich vermute ganz stark nicht. Im B2B-Kontext kannst du alles vertraglich regeln, was nicht sittenwidrig ist, also z.B. dass du immer Rick Astley trällern musst, wenn du das PDF anschaust, aber bei Privatkunden gilt, dass eine AGB nur das enthalten kann, was letztlich ein Richter für erwartbar hält. Und kein Nutzer kann erkennen, ob der Server nun ausländisch ist oder nicht.
Der Einwand mit dem Betriebssystem ist formal richtig, da gibt es aber keine nachgewiesene Aneignung von anderer Leute Material. Oder?Gibt es bei OpenAI und Co auch nicht… sie sichern vertraglich zu, die Daten nicht (über den technisch notwendigen Aspekt hinaus, die Fragen daran zu bearbeiten, also eine RAG-DB aufzubauen zu cachen, würde ich mal raten) zu verarbeiten.
Und die Auskunft vom Modell selbst ist natürlich nicht als glaubwürdig anzusehen, nicht bei dem ThemaGenauso glaubwürdig wie die von einem Anwalt, der für Konzern X arbeitet. Leute, ihr könnt euch winden wie ihr wollt - entweder, ihr ergeht euch in Paranoia, oder ihr nehmt die Aussagen so wie sie sind. Der Wahrheitsgehalt lässt sich für den Kunden in keinem Fall feststellen.
Ich hab jetzt ChatGPT als meinen Programmiersklaven eingesetzt.Seit froh, dass Softwareentwickler sich nicht als Künstler sehen und lautstark protestieren, dass du eine jahrelang erlernte Kunst mit dem schnöden Argument, ich will das nicht selbst lernen und auch niemand dafür bezahlen, durch KI ersetzen kannst. Wertschätzt dann zumindest einen Augenblick die zeitlose Eleganz von λf.(λx.f(xx))(λx.f(xx)).
Seit froh, dass Softwareentwickler sich nicht als Künstler sehen und lautstark protestieren, dass du eine jahrelang erlernte Kunst mit dem schnöden Argument, ich will das nicht selbst lernen und auch niemand dafür bezahlen, durch KI ersetzen kannst. Wertschätzt dann zumindest einen Augenblick die zeitlose Eleganz von λf.(λx.f(xx))(λx.f(xx)).Na ja, er macht das in HTML/JS - und das hätte ich eigentlich gelernt. Aber gerade JS ist so absolut nicht meines, und mich da wieder einzuarbeiten - nö.
Ich weiß aber von meiner Frau die inzwischen in dem Bereich arbeitet, dass auch Programmierer sich so einiges von LLMs schreiben lassen, dass sie dann nur noch überarbeiten. ;)
Von allem, das man durch "KI" ersetzen wollte, hat Software-Entwicklung so ziemlich als einziges gut funktioniert.
Würdest du heute einem jungen Menschen raten in diese Richtung zu gehen? Also Asubildung/Studium richtung Programmierung?Wie die Situation in ~15 Jahren ist, kann ich so gar nicht sagen. Schon 5 Jahre in die Zukunft zu blicken finde ich aktuell schwer.
Übrigens, ich finde die Screenshots von Raven Nash schick, vielleicht etwas zu braun für meinen Geschmack, stimmig.Mit der Optik beschäftige ich mich, wenn alles andere da ist. ;) Ich mag's aber durchaus zweckmäßig.
Nochmal was zum Thema. Da gerade eben Sonnet 5 angekündigt wurde, habe ich mit diesem LLM versucht, ein kleines Zombie-RPG zu one-shotten. Hat ziemlich lange gedauert, weil Claude sich ewig mit den Tools beschäftigt hat, aber das Ergebnis ist bislang optisch das beste, was ich bekommen habe. Seht selbst (https://drive.google.com/file/d/1mL6RuuXxActIeBs1g4lAhlOnBq1DE0_1/view?usp=sharing).
Claude hat leider keinen Mut zu ungewöhnlichen Fonts und den Blocksatz mag ich auch nicht, aber das kann die KI nicht wissen. Zumal neu ist, dass automatische Silbentrennung aktiv ist (dank WeasyPrint, wenn ich's richtig aus dem Denkprozess extrahiere) und das die Überschriften vermurkst. Inhaltlich ist das okay, würde ich sagen. Tatsächlich fand ich die Leistung hier von GPT-5.5 besser. Aber vielleicht ist Sonnet 5 wieder besser in "natürlicher" Sprache als Opus 4.8.
Prompt:(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Könnte das auch als Affinity-File ausgegeben werden, so dass es bearbeitbar ist?Ich glaube nicht. Meines Wissens ist dieses Dateiformat nicht dokumentiert und es gibt keine offiziellen/externen Bibliotheken, um das zu erzeugen. Affinity bietet allerdings einen MCP-Server, über den Claude das Programm fernsteuern kann. Was damit möglich ist, kann ich nicht sagen.
Besonders spannend finde ich, welche Chancen sich für LARPs ergeben, wenn dort autonom handelnde Roboter herumlaufen und bestimmte Rollen spielen ;-)Ist das jetzt ein leicht kaschierter Westworld-Scherz?
Wie die Situation in ~15 Jahren ist, kann ich so gar nicht sagen. Schon 5 Jahre in die Zukunft zu blicken finde ich aktuell schwer.
Ist das jetzt ein leicht kaschierter Westworld-Scherz?
Mein gedankle geht auch eher in die Richtung das gerade in den USA wohl massiv Leute dahingehend entlassen werden. Es ist eher so das ich vor KI gesagt hätte - das sind realtive sichere gut bezahlte Jobs. Das dies jetz irgendwie überall alles dahingehend "wackelt",... ja klar.
Ach, ich denke wenn du die Idee dem Elend Murks präsentierst und er das cool findet hast du das in ein paar Jahren,...
Wenn nicht - dauerst es halt etwas länger, spätestens wenn die ersten Rückläufer von Pfelgerobotern aus dem Altersheim auf dem Schorttplatz landen, und billig verfügbar sind,...
Ich glaube nicht. Meines Wissens ist dieses Dateiformat nicht dokumentiert und es gibt keine offiziellen/externen Bibliotheken, um das zu erzeugen. Affinity bietet allerdings einen MCP-Server, über den Claude das Programm fernsteuern kann. Was damit möglich ist, kann ich nicht sagen.
Ist das jetzt ein leicht kaschierter Westworld-Scherz?
Könnte das auch als Affinity-File ausgegeben werden, so dass es bearbeitbar ist?Nachtrag: Ich habe eben mal den MCP-Server von Affinity mit Claude verbunden und der KI gesagt, ich möchte gerne eine Seite mit einem einseitigen Lobgedicht auf die Farbe Orange und ganz langsam habe ich dann auch in Affinity sehen können, wie eine Seite angelegt, darin eine orange Sonne gemalt wurde und auch unformatierter Text eingefügt wurde … und dann ist die Claude-App abgestürzt. In einigen Wochen kann man's vielleicht noch mal probieren. Bis dahin ist glaube ich HTML (oder Typst) das bessere Ausgabeformat.
Hat eigentlich jemand so einen KI-generirten Generator für ein komplexeres Spiel gesehen wie DSA4+ oder Rolemaster?Das bräuchte etwas mehr menschliche Mitarbeit als einen One-Shot-Prompt in der Mittagspause. Ich würde sagen der Savage Worlds Generator von Thallion hat eine vergleichbare Komplexität. Und es versuchen doch auch gerade mindestens zwei Leute Generatoren für Midgard 5 zu bauen. Somit: Gesehen, ja.
Das finde ich schon ziemlich beeindruckend. Habe zwar von Midgard und auch coden keine Ahnung, aber das wirkt extrem professionell. :d
Was das Dateiformat angeht: Powerpoint!
Das ist mit allem bearbeitbar und für die KI leicht zu generieren.
Was das Dateiformat angeht: Powerpoint!Da wage ich zu widersprechen.
Das ist mit allem bearbeitbar und für die KI leicht zu generieren.
BTW - Fable 5 ist zurück ;DJepp, für eine Woche. Danach wird es teuer (https://artificialanalysis.ai/#price-and-cost).
Nochmal was zum Thema. Da gerade eben Sonnet 5 angekündigt wurde, habe ich mit diesem LLM versucht, ein kleines Zombie-RPG zu one-shotten. Hat ziemlich lange gedauert, weil Claude sich ewig mit den Tools beschäftigt hat, aber das Ergebnis ist bislang optisch das beste, was ich bekommen habe. Seht selbst (https://drive.google.com/file/d/1mL6RuuXxActIeBs1g4lAhlOnBq1DE0_1/view?usp=sharing).
Das Problem ist ja eher, dass die Verpackung und Werbematerial echt gut sein können, weil schnell gemacht, und nach dem Kauf kommt die Überraschung, dass nichts funktioniert. Also das gleiche, was es auch schon für physischen Krempel gibt. Wenn DTRPG zu Temu wird, mag es da immer noch gute Sachen geben. Aber suchen und finden tut man sie dann kaum noch.
Wer selbst die Texte geschrieben und das Layout gemacht hat der weiß um jedes "ach das muss reichen"-Zugeständnis und guckt am Ende doch nochmal selbstkritischer.Wenn dem so wäre, dürfte es so manches RPG-Produkt nicht geben. Von furchtbarsten Übersetzungen bis hin zu Texten, die jedes LLM deutlich besser hätte schreiben können, und natürlich Kinderzeichnungen als Illus.
Was ich halt sehe (und auch schon gesehen habe): Wer nie die Hürde genommen hat, selbst etwas in irgendeiner Form zu veröffentlichen - und sei es nur eine kleine Hausregel-Übersicht für das DSA-Skriptorium, ein eigener Charakterbogen o.ä. - und das zumindest rudimentär ansprechend zu gestalten, der ist wahrscheinlich auch weniger in der Lage die von LLM ausgegebene Qualität zu beurteilen. Dazu kommt noch ein gewisser Bias, indem man mittels Prompt das Produkt hat erzeugen lassen ist man da schneller vom Ergebnis begeistert. Wer selbst die Texte geschrieben und das Layout gemacht hat der weiß um jedes "ach das muss reichen"-Zugeständnis und guckt am Ende doch nochmal selbstkritischer.
So ein Produkt per Prompt quasi per "Fingerschnippen" zu erzeugen senkt eben massiv die Schwelle, entkoppelt vom Ergebnis und macht einen auch ein stückweit etwas blind für die tatsächliche Qualität - in die Falle bin ich selbst auch schon getappt, ich nutze ja LLMs - ungeachtet meines Profiltextes- ja durchaus auch in unterschiedlichen Bereichen und revidiere meine Haltung, Bewertung und Umgang auch ständig.
Also ich finde KI kann schon auch ganz gutes Design, wenn man es etwas anschubst. Aber vielleicht bin ich ja auch befangen, weil ich der Schubser bin. Das dürft ihr mir sagen.Ich finde das sehr schick. Wie genau generierst du das Layout? Via HTML? Direkt in Indesign?
Ich finde das sehr schick. Wie genau generierst du das Layout? Via HTML? Direkt in Indesign?
Ich dachte, die KI wäre schon weiter."Die KI" gibt es nicht. Der Stil da ("Kein einfacher Dungeon, sondern…" ist typisch) klingt nach Opus, das ist schlechter in solchen Dingen als Sonnet. Anthropic scheint Eloquenz anderen Fähigkeiten geopfert zu haben. Zum Teil passt nicht mal mehr das Deutsch. Der Schwerpunkt aller Hersteller liegt aktuell bei der Software-Entwicklung, nicht bei der Generierung von Prosa-Texten. Aber wir waren ja auch gar nicht beim Inhalt, sondern der Fähigkeit zu Layouten.
Schaut euch doch mal die ganz frühen RPG-Produkte an, die teilweise mit der Schreibmaschine getippt waren und heute noch genauso zockbar sind wie damals.Äh, nein. Das Meiste war damals schon nicht "zockbar". Zumindest nicht ohne massive Eigenleistung des SL.
Was ich aus meiner Erfahrung mit ChatGPT sagen kann: Er kann - mit den nötigen Quellen! - deutlich bessere NSCs generieren als 90% der RPG-Autoren (und so mancher Romanschreiber).
Viel ulkiger finde ich ja, dass es die Mopperer gar nicht interessiert, an welchen Baustellen ich gerade arbeite. Das sind ja ziemlich viele, wenn man so Setups aufbaut und nicht alles geht gleichzeitig. [...]Nicht heute. Frag doch mal die Leute, die das früher schon mit kreativen Inhalten gemacht haben, die sie tatsächlich selbst gemacht haben. Und wenn sie dann hier Zwischenergebnisse veröffentlicht haben. Auffällig ist nämlich auch, dass viele Nutzer:innen, die heute in den KI-Threads ihre Sachen veröffentlichen, noch vor ein paar Jahren in diesen Threads nämlich explizit nicht herumgehangen haben. Die haben sich schlicht nicht für kreative Arbeit interessiert (oder im schlechte Cover-Thread über menschliche Arbeit gelästert). Die wollen nun aber hier, dass alle Menschen, denen Aspekte ihrer KI-Arbeit nicht gefallen, superzurückhaltend und behutsam und wertschätzend über das alles reden.
Aber so ist das eben heute.
Ich hasse alles an dieser Antwort, aber vor allem den letzten Satz.
:d This. Ich frag mach, wann die Ersten zu faul, sich überhaupt noch selbst anzumelden und sowohl Lesen (das machen Manche ja jetzt schon nicht mehr) als ich Posten direkt nen LLM-Agenten überlassen ::)
Aber ICH sehe schwarz, na klar >;D
Viel ulkiger finde ich ja, dass es die Mopperer gar nicht interessiert, an welchen Baustellen ich gerade arbeite. Das sind ja ziemlich viele, wenn man so Setups aufbaut und nicht alles geht gleichzeitig. Wenn ich dann Zwischenergebnisse veröffentliche, meine ich damit nicht: Schau her, das ist so toll, das will ich verkaufen - sondern einfach: Schau her, ich arbeite an einem Tool. Hier mal ein Ergebnis. Ich weiß durchaus, dass die Sprache noch Mist ist, freu mich aber darüber, dass die Regeln korrekt umgesetzt sind.
Aber so ist das eben heute.
...
Grundsätzlich sind LLMs Werkzeuge - und wie mit jedem Werkzeug, muss man damit umgehen lernen. Was du ansprichst, ist so wie der Tisch, der mit ein paar Nägel zusammengehämmert wurde, vs. der von einem Tischler nur mit Nut und Feder plus Leim gebautem. Einer kann mit seinen Werkzeugen umgehen, der andere halt nicht. Aber auch der Tischler sägt nicht mehr per Hand, sondern benutzt eine Fräse und eine Kappsäge.
....
So, das war jetzt keine KI Antwort :)
Naja, die Mopperer aka ich haben / habe ja konkrete Kritikpunkte angeführt und da habe ich 1) darauf verwiesen, dass du 1:1 KI-Deutsch in einem Post verwendest, der ja anderen Usern etwas erklären soll (hat also nix mit dem WIP zu tun, auf das du verweist). Und 2) zielte meine Kritik darauf ab, dass da oftmals viel Blendwerk dabei ist mit großen Bildern usw., die aber nix mit den von dir angeführten Regeln oder Abenteuerdesigns zu tun haben.
Da schließt sich dann der Kreis zum modernen RPG-Blendwerk. Ob das jetzt mit KI oder von echten Schreiberlingen gemacht wurde, ist auch egal. Hier im Thread zeigt sich ja auch wieder die Hybris gegenüber altem Spielmaterial, das von den meisten hier weder gelesen noch gespielt wurde.
Und woran machst du das fest?An unzähligen gelesenen Büchern (und gesehenen Filmen). Die Anzahl der Charaktere, die mir wirklich im Gedächtnis geblieben sind ist relativ gering. 90% fällt unter "ja, der Name sagt mir irgendwas...". Und nein, ich bin darin auch nicht gut.
Und woran machst du das fest?
Was haltet ihr von sowas für RP?
https://www.heise.de/news/Musikindustrie-beschliesst-abgestufte-Kennzeichnung-von-KI-Inhalten-11361750.html
Was haltet ihr von sowas für RP?Nix. Das Label ist zur Abschreckung und Ausgrenzung gedacht (wie "Made in Germany" ursprünglich). Man hofft durch Stigmatisierung die alten Geschäftsmodelle aufrecht erhalten zu können, weil KI-Musik das Geschäft der Verlage schwerer macht. Dabei gibt es den ehrlichen einen Wettbewerbsnachteil und für die unehrlichen gibt es Wege, das einfach zu umgehen. Wenn da steht, die Komposition kann per KI erfolgen, solange es dann ein Mensch einspielt oder einsingt, würde das ja für RP bedeuten, dass der Rollenspieltext aus einer KI stammen darf, solange es ein Mensch dann noch mal abschreibt oder reformuliert. In RP-Fall ginge es weniger darum, große Megakonzerne zu retten als Menschen eine eh schon extrem schlecht bezahlte Arbeit zu bewahren, aber hier halte ich Stigmatisierung für den falschen Weg. Überzeuge mit Qualtität, nicht nur mit dem Beweis, dass sich ein Mensch Arbeit gemacht hat.
Kein Mensch kann nachprüfen, ob die Kriterien eingehalten werden.
:think: KI-Bot "Abmahnanwälte" :think:Funktioniert bei "staatlich kontrollierten" Gütesiegeln auch schon nicht.
du musst ja nicht labeln, aber wenn du es doch tust, musst du dich daran halten
Funktioniert bei "staatlich kontrollierten" Gütesiegeln auch schon nicht.
Bin mir juristisch nicht sicher, aber liegt die Beweislast da nicht beim Kläger, der Verstöße nachweisen muss?
Währenddessen wandern KI Funktionen in alle Anwendungen, so dass das Human Made Label immer schwieriger wird zu halten oder klar zu definieren.Genau darin liegt der Hund begraben, denn wer soll denn wie analysieren, ob ein Bild z.B. mit KI-Tools im Bildbearbeitungsprogramm bearbeitet wurde? Und wo zieht man die Grenze zu "human-made"?
Ich arbeite z.B. viel mit Fotos, die ich von GPT in Illustrationen umwandeln lasse. Fotos sind von mir, Minis und Szenerien damit auch - was ist das nun?Für mich: KI.
Für mich: KI.
Ohne Wertung ob das gut oder schlecht ist.
Du hast quasi das Model (Fotos, Miniszenerien) gestellt, das dann der Maler (KI) auf die Leinwand (Die Illustration) gebracht hat.
Ich arbeite z.B. viel mit Fotos, die ich von GPT in Illustrationen umwandeln lasse. Fotos sind von mir, Minis und Szenerien damit auch - was ist das nun?
Für mich: KI.Jetzt einfach nur neugierige Frage von der Seitenlinie. Wenn die STL Dateien von einer KI wären, die Minis dann mit 3D-Drucker ausgedruckt wurden, die Szenarien danach von Raven Nash aufgebaut und die Fotos von ihm ohne weitere Bearbeitung geschossen wurden. Wäre es jetzt KI oder nicht?
Wann werden dann Fotos an sich "KI", wenn entsprechend Filter etc drüber geschickt werden? Und die Software in den Kameras geht ja auch immer mehr Richtung KI.Gute Frage, wo man die Grenze zieht, das könnte ich nicht eindeutig bestimmen.
Jetzt einfach nur neugierige Frage von der Seitenlinie. Wenn die STL Dateien von einer KI wären, die Minis dann mit 3D-Drucker ausgedruckt wurden, die Szenarien danach von Raven Nash aufgebaut und die Fotos von ihm ohne weitere Bearbeitung geschossen wurden. Wäre es jetzt KI oder nicht?Gutes Beispiel :d
(Ich will den Thread nicht sprengen oder entführen, aber diese Frage ist mir beim Lesen im Kopf aufgetaucht und ich kann es für mich nicht einordnen, deshalb frage ich.)
Ich finde ja schon das "Human Made" Siegel bei DTRPG lächerlich.
Für mich: KI.Tja, das stimmt aber nicht so wirklich. Denn die Illustration/das Bild an sich ist ja schon das Foto. Was die KI macht ist das, was man in Affinity/Photoshop via Filter, Masken, usw. genauso hinbekommen würde - nur eben mit deutlich mehr Aufwand und Zeit. Ich lege dann selbst noch einen Treshhold-Layer mit Gauß-Filter rein, z.B.
Ohne Wertung ob das gut oder schlecht ist.
Du hast quasi das Model (Fotos, Miniszenerien) gestellt, das dann der Maler (KI) auf die Leinwand (Die Illustration) gebracht hat.
Da habe ich außer Acht gelassen, dass er ja künstlerische Schöpfung in Bildkomposition & Arrangement gelegt hat.Genau.
Ich fände es okay, wenn ein Künstler sich selbst "bestiehlt".
Wenn ich zeichnen könnte, dann könnte ich eine KI z.B. mit nur meinen eigenen Zeichnungen füttern und dann die KI per Prompts neue Bilder in meinem eigenen Stil erstellen lassen. Da ich nur meine eigenen Werke als Grundlage verwende und die KI Bilder in meinem eigenen Stil kreieren lasse bestehle ich nur mein eigenes kreatives Eigentum. Das würde jede Menge Zeit und Arbeit ersparen und gleichzeitig keine Rechte Dritter verletzen.
Ich fände es okay, wenn ein Künstler sich selbst "bestiehlt".Das geht aber gar nicht. Denn der "Künstler" lebt nicht in einem Vakuum. Sein "eigener Stil" entwickelt sich im Kontext und der Auseinandersetzung mit denen anderer Künstler.
Tja, das stimmt aber nicht so wirklich. [...]Zustimmung.
Wenn ich anhand dessen weiter überlege, komme ich zu dem Schluss, dass es nicht eindeutig ist und man es Trennen muss.
Das gilt auch für das Beispiel oben bei Raven Nash.
Da habe ich außer Acht gelassen, dass er ja künstlerische Schöpfung in Bildkomposition & Arrangement gelegt hat.
Ganz unabhängig von den moralischen, juristischen und gesellschaftlichen Implikationen, die das Training der Sprach-, Bild-, Video- und Text-KIs hat: es gibt in meiner Wahrnehmung nur einen echten Trend und Druck nach "mehr davon".
Als Hauptproblem wurde durch Trumps Fable 5 Aktion erkannt, dass Europa aktuell keine konkurrenzfähigen Produkte hat. Die Existenzgrundlage von Künstlern oder Programmierern spielt in diesem Trend überhaupt keine Rolle. Ich sehe keinen Ansatz mit langfristigen Erfolgsaussichten, der diese ganze Entwicklung irgendwie "fair" gestalten wird. Das Thema um Trainingsdaten ist doch durch.
... Ich denke aber, dass die Ergebnisse von Leuten, die wirklich mit LLMs und AI arbeiten, nicht von anderen digitalen Methoden zu unterscheiden sind - und auch nicht weniger aufwändig.
Und ich hab da bislang absolut nix spannendes relevant KI generiertes Rollenspielprodukt gesehen, dass mich da in Versuchung führen würde. Ihr?
aber meinem Gefühl nach ließen sich wenigstens 90% der Bilder für ein ähnlich thematisiertes anderes Rollenspiel auch tauschen.Du begehst den Fehler, Rollenspielentwickler und Illustratoren hier gleichzustellen. Jetzt hast du aber bei der Entwicklung eines RPG-Produktes eigentlich immer mehrere Rollen zu besetzen. Autor, Illustrator, Redakteur, Layouter, etc.
den Trend sehe ich in der Rollenspielszene eigentlich nicht. Fast alle relevanten deutschen Verlage, die bekanntesten Streamer*innen und die meisten Autor*innen nehmen eigentlich Abstand davon (zumindest vom immer mehr). Und in meinem Umfeld auch die meisten Leute auf der Konsumseite.
Solange da jetzt nicht neues Zeug auftaucht, dass so viel besser und oder billiger ist, so dass es die alten verdrängen würde, sehe ich den Trend nicht. Und ich hab da bislang absolut nix spannendes relevant KI generiertes Rollenspielprodukt gesehen, dass mich da in Versuchung führen würde. Ihr?
Du begehst den Fehler, Rollenspielentwickler und Illustratoren hier gleichzustellen. Jetzt hast du aber bei der Entwicklung eines RPG-Produktes eigentlich immer mehrere Rollen zu besetzen. Autor, Illustrator, Redakteur, Layouter, etc.
Im Hobbybereich wird da viel zusammengezogen. Man ist Autor, Redakteur und Layouter in Personalunion, z.B. Gerade in letzterem Bereich hat die Zugänglichkeit der Tools zu einer deutlichen Verbesserung geführt.
Der Illustrationsbereich blieb aber ein Problem. Nicht jeder kann zeichnen/malen, noch weniger können es gut.
Und jetzt kommt mit KI/LLM ein neues Tool, das hier neue Möglichkeiten eröffnet. Aber wie auch beim Layout nützt auch das beste Tool nichts, wenn man damit nicht umgehen kann.
Klar, KI-Slop en masse kann jeder. Einen durchgängigen Stil zu entwickeln, das Thema wirklich illustrierende Bilder erzeugen - das ist die "Kunst". Und das schaffen selbst im professionellen Bereich nicht so viele, auch mit menschlichen Illustratoren.
Ich betone hier das Wort "Illustration", denn wir reden hier nich von Gemälden für eine Gallerie. Wir reden hier von Bildern, die Texte aufwerten und visuell greifbar machen sollen.
Das geht aber gar nicht. Denn der "Künstler" lebt nicht in einem Vakuum. Sein "eigener Stil" entwickelt sich im Kontext und der Auseinandersetzung mit denen anderer Künstler.
Mag OK sein, aber vielleicht will man nicht, dass das Cover für das eigene Rollenspiel fremd verwertet wird.Ich bin mir nicht sicher, inwiefern gerade bei einem Cover das so einfach ist. Normalerweise ist da ja nicht nur ein Bild drauf, sondern auch Text.
Ich finde ja schon das "Human Made" Siegel bei DTRPG lächerlich.
dass es eher um direkte Einflüsse auf den kreativen Prozess gehtWas sind direkte Einflüsse? Ich würde ohne Licht nichts hinkriegen. Wenn es kein direkter Einfluss ist, was ist dann PC? Ohne ein Computer würde ich vieles auch nicht hinkriegen. Gibt es eine Formel, was direkt ist und was indirekt?
Ich glaube, mal ganz vorsichtig formuliert, dass es eher um direkte Einflüsse auf den kreativen Prozess gehtHmm, auch schwierig.
Er tut das, baut jetzt aber eine Mauer ins Hafenbecken. Ich erkläre ihm, dass das Blödsinn ist.
Allerdings hat er ein Problem mit Himmelsrichtungen.
Ich glaube, mal ganz vorsichtig formuliert, dass es eher um direkte Einflüsse auf den kreativen Prozess geht und nicht darum, ob Alexa dir auf Kommando das Licht anmacht. Manmanman.
Kaimauer? Pier? Mole?Nope, eine Stadtmauer. ;)
Was sind direkte Einflüsse? Ich würde ohne Licht nichts hinkriegen. Wenn es kein direkter Einfluss ist, was ist dann PC? Ohne ein Computer würde ich vieles auch nicht hinkriegen. Gibt es eine Formel, was direkt ist und was indirekt?
Ich persönlich wüsste gar nicht, wo ich die Grenze ziehen müsste.
Ich kann z.B. sagen dass mit GPT 5.6 SOL diese KI deutlich gegenüber Claude Opus aufgeholt hat, was das Formulieren von Fließtext für Settings angeht.
Wollen wir nicht einfach zum eigentlichen Thema zurückkehren? Ansonsten landet dieser Thread doch nur wieder im Rollenspiel-und-Gesellschaft-Mülleimer des Forums.
Welche Sol Einstellung hast du verwendet? Max?High. Das ist das höchste, was ich im Chat-Tool auswählen kann. Das ehemalige Codex, nun ChatGPT Work/Codex, wollte ich nicht benutzen, weil ich befürchte das der System-Prompt dieses Agenten es dem LLM noch schwerer macht, Prosa zu generieren.
Ich finde ja schon das "Human Made" Siegel bei DTRPG lächerlich.Früher oder später kommt sowas ans Licht und dann ist die Marke beschädigt bis kaputt.
Ist im Prinzip wie all diese "Gütesiegel" in der Nahrungsindustrie. Kein Mensch kann nachprüfen, ob die Kriterien eingehalten werden.
Ich arbeite z.B. viel mit Fotos, die ich von GPT in Illustrationen umwandeln lasse. Fotos sind von mir, Minis und Szenerien damit auch - was ist das nun?Das wäre dann ganz klar KI. Deine Fotos stellen nur eine Idee dar. Ein Gerüst an dem sich die KI orientieren soll, die das Endprodukt erschafft. Du bist nur Auftraggeber.
Wie seht ihr die Zukunft der Rollenspielentwicklung (allgemein, nicht nur als Geschäftsmodel, obwohl das auch dazu gehört, also auch Hobbyisten) und welche Folgen wird das für die einzelnen Teilgruppen (Texter, Zeichner, Editoren, ... ) bei der Erstellung solcher Werke haben?
Der Wille, nicht-KI-Werke zu fördern, ist politisch.
Und wenn es nur 1% super Texter braucht und 20% Lektoren, vielleicht finden sich nicht einmal die.
...
Das wäre dann ganz klar KI. Deine Fotos stellen nur eine Idee dar. Ein Gerüst an dem sich die KI orientieren soll, die das Endprodukt erschafft. Du bist nur Auftraggeber.
Liegt auch daran das viele nicht mehr bereit sind wirklich viel Geld für Qualität auszugeben. Und echte Qualität manchmal schwer zu finden ist, wenn es sie überhaupt nochn gibt. ...
Das Foto stellt - meiner Auffassung nach , insbesondere bei dem bewußten Arrangement - ein geschütztes Lichtbild da, die Ki-Modifikation ist eine Bearbeitung, welche daher nur der Fotograf so machen darf. Solange das Lichtbild als Basis klar erkennbar ist, greift der Schutz des Lichtbildes, die Art der Nachbearbeitung ist dann egal.Was die KI in dem Fall tut ist nichts weiter, als das, was in Photoshop, Affinity & Co auch geht. Nur schneller.
Das Grundproblem bei der - wie auch allen anderen - Diskussionen in dem Bereich ist, dass mit Emotionen argumentiert wird, wo sie nichts verloren haben.
Wie sinnlos das Posting ist, merkst du selber, oder?
Emotionen haben in Faktendiskussionen grundsätzlich nichts verloren. Ansonsten können wir nämlich gleich in den Kindergarten gehen. Ist aber der Grund, warum sinnvolle Diskussionen heute kaum noch möglich sind.
Ist aber der Grund, warum sinnvolle Diskussionen heute kaum noch möglich sind.
Prinzipiell ist es doch so das alle Argumente pro und Contra schon genannt sind. ...
gegen diese eine Art von KI Anwendugen sind.Mein Grundproblem ist, dass das eben nicht spezifisch ist, sondern eine allgemeine "KI = Böse" Haltung. Und natürlich sehe ich in vielen Bereichen Gefahren durch LLMs und vor allem dem "KI kann eh alles übernehmen" Gedanken von Unternehmen.
Pro und Kontra war ja eigentlich auch gar nicht gefragt, da sind die Fronten eh benannt und verfestigt denke ich. Gefragt war wie sich die Szene vermutlich entwickeln wird, wenn jetzt nicht noch eine unerwartete juristische Wende der Sache von anderer Seite den Stecker zieht.
Vieleicht auch ein Punkt: "Wir" sind was Rollenspielkrahm betrifft doch sicherlich nicht das Hauptziel der KI-Entwicklung. Das meiste Geld wird man mit KI sicherlich an anderen Stellen machen, für "uns" bleiben eh nur Brosamen.Das ist korrekt.
Das ist korrekt.Man muss sich auch vor Augen halten, dass LLMs bereits weit länger existieren, als wir uns vorstellen.
https://de.wikipedia.org/wiki/ELIZA ??? Die Idee dahinter ist sogar noch älter.Eliza ist kein LLM sondern ein Pattern-Matcher mit Substitution (hier (https://github.com/jeffshrager/elizagen.org/blob/master/1965_Weizenbaum_MAD-SLIP/1966_01_CACM_article_Eliza_script.txt) ist eine lesbare Version des Programms mit ein paar Erklärungen) und zählt IMHO nicht.
Ich möchte zum Thema Labelling etwas zu bedenken geben: Die EU-Kommission hat eine Leitlinie veröffentlicht, wie KI-Systeme und ihr Output den Transparenzverpflichtungen der KI-Verordnung nachkommen sollen.
https://www.golem.de/news/ai-act-eu-kommission-veroeffentlicht-verhaltenskodex-fuer-ki-inhalte-2606-209690.html
Audio, Bilder, Videos und Texte sollen maschinenlesbar markiert werden, damit sie später als künstlich erzeugt oder verändert erkannt werden können.Wird man zum einen entfernen können, zum anderen wird eine Überprüfung von dieser Seite her extrem mühsam.
Tjo, nur ist das mal wieder von einer Seite her angegangen, die am Ende auch nicht taugt:Das tun sie durchaus, siehe z.B. https://openai.com/de-DE/index/advancing-content-provenance/ oder https://blog.google/innovation-and-ai/products/identifying-ai-generated-media-online/.
Wird man zum einen entfernen können, zum anderen wird eine Überprüfung von dieser Seite her extrem mühsam.
Und warum sollten sich Betreiber außerhalb der EU an solche Richtlinien halten?
Eliza ist kein LLM sondern ein Pattern-Matcher mit Substitution
Was wir jetzt als KI oder LLMs kennen, ist das Ergebnis des Generative Pre-trained Transformer-Algorithmus, 2018 bei OpenAI erfunden (dafür haben die sich gegründet), auf der Basis der 2017 von Google veröffentlichten Forschungsarbeit "Attention Is All You Need".
So unwahrscheinlich alt ist das noch nicht.
Die Idee der neuronalen Netze geht auf eine Arbeit von 1943 zurück und 1956 trafen sich einige Wissenschaftler (u.a. McCarthy und Minsky) in Dartmouth (wo 8 Jahre später BASIC erfunden wurde) zur weltweit ersten Konferenz zum Thema AI, aber vor 2017 hat niemand kommen sehen, dass neuronale Netze ein emergentes Verhalten haben, wenn man sie über alle Maßen skaliert.
Wichtiger wäre erstmal die Frage ob man im Rollenspiel vom buchbasierten Material wegkommt und zu computerbasiertem als primäre Quelle übergeht. Das ermöglicht z.B. viel detailierte Settingbeschreibungen, interaktive Karten, dynamische Welten, etc.Das ist IMHO schon keine Frage mehr, sondern klar erklärte Strategie von WotC. Digital (via D&D Beyond) first und Bücher später für Sammler. Bereits aktuell verdienen sie deutlich mehr mit D&D Beyond (die Summe aus direkten Subscriptions, eigenen digitalen Verkäufen und Umsatzbeteiligung beim digitalen Marktplatz) als mit Druckerzeugnissen.
Wichtiger wäre erstmal die Frage ob man im Rollenspiel vom buchbasierten Material wegkommt und zu computerbasiertem als primäre Quelle übergeht. Das ermöglicht z.B. viel detailierte Settingbeschreibungen, interaktive Karten, dynamische Welten, etc.Ich sehe da zwei Entwicklungen voraus: die eine Gruppe an Kunden wird sich darauf stürzen - das wird zuerst wohl die WotC-Fanbubble sein. Die andere Gruppe wird sich genau davon abwenden, und vermehrt zu analogen Produkten greifen.
...Das käme in der Richtung dann doch stark darauf an, wie sehr WotC reglementiert, was unter ihrem Label dann in ihr System integriert wird, oder?
Die Frage hier ist, ob durch den AI-Einfluss die "digitale Bubble" nicht recht schnell platzt. Denn gerade hier wird der AI-Slop massiv einschlagen.
Im begleitenden YT-Livestream vorhin mussten sie sich übrigens schon gegen Anschuldigungen AI zu benutzen verteidigen, weil auf Backerkit doch nur "No AI Art!" steht und diese Einschränkung auf Art doch bestimmt bedeutet, dass der Text sehr wohl AI-unterstützt erzeugt wurde, denn man hätte ja Gedankenstriche entdeckt. Ob Glickers Verteidigung, Gedankenstriche schon benutzt zu haben als es noch gar keine LLMs gab, funktioniert bleibt abzuwarten — auch wenn ich sie gut nachvollziehen kann, weil es mir ähnlich geht. Diesen Vorwürfen ausgesetzt zu sein ist wohl die neue Realität.
By the way - ich benutze auch gedankenstricheNe, das ist ein Minus (U+002d).
Tjo, nur ersetzt z.B. Libre Writer das Minus automatisch durch den Geviertstrich beim Schreiben. D.h. wenn ich längere Texte schreibe, kann das durchaus bereits mit Geviertstrichen sein.
Ich bin auch gespannt, wie sich die deutschsprachige Community hier weiterentwickelt. Einen Knacks zwischen Orkenspalter und Ulisses gab es ja schon wegen der Nutzung von KI in Übersetzungen. Sollten sich KI generierte/unterstützte Inhalte bei WotC etablieren (worauf Hasbro ja wohl wartet) wird sich auch Orkenspalter positionieren müssen. Das wird auf jeden Fall interessant.
Viertelgeviertstrich
Bitte nicht. Kann Orkenspalter mal zu irgendwas nix sagen.
Bitte nicht. Kann Orkenspalter mal zu irgendwas nix sagen.
... wird sich auch Orkenspalter positionieren müssen.Ich behaupte, sie haben sie bereits klar gegen generative KI aller Art positioniert. Aber seit ihrer IMHO unsäglichen Mail im Anni-the-Duck-Fall weigere ich mich, sie als Sprachrohr – oder Moralkompass – für die Rollenspiel-Community anzusehen.
Ich schlage das hiermit als neuen Titel für Dich vor ~;DOh, danke sehr.
Sollten sich KI generierte/unterstützte Inhalte bei WotC etablieren (worauf Hasbro ja wohl wartet) wird sich auch Orkenspalter positionieren müssen. Das wird auf jeden Fall interessant.
Ich behaupte, sie haben sie bereits klar gegen generative KI aller Art positioniert. Aber seit ihrer IMHO unsäglichen Mail im Anni-the-Duck-Fall weigere ich mich, sie als Sprachrohr – oder Moralkompass – für die Rollenspiel-Community anzusehen.
Oh erzähl, ein kurzer link reicht ggf auchRabbit Hole (https://www.youtube.com/watch?v=0jRzLIPceWE) beginnt hier. De-Railen möchte ich auch nicht.
Rabbit Hole (https://www.youtube.com/watch?v=0jRzLIPceWE) beginnt hier. De-Railen möchte ich auch nicht.
KI bei Übersetzungen wird der Normalfall werden und die Ergebnisse – IMHO natürlich – übertreffen die von Fan-Übersetzern. Für mich zählt hier Zugänglichkeit mehr als sprachliche Qualität.
Ich behaupte, sie haben sie bereits klar gegen generative KI aller Art positioniert. Aber seit ihrer IMHO unsäglichen Mail im Anni-the-Duck-Fall weigere ich mich, sie als Sprachrohr – oder Moralkompass – für die Rollenspiel-Community anzusehen.
KI bei Übersetzungen wird der Normalfall werden und die Ergebnisse – IMHO natürlich – übertreffen die von Fan-Übersetzern. Für mich zählt hier Zugänglichkeit mehr als sprachliche Qualität.
Als Beispiel: Für den Time without Tides Quickstart habe ich Claude Fable um ein Glossar gebeten, das mit der KI kurz diskutiert und dann benutzt, um die 60+ Seiten ins Deutsche zu übersetzen. Wahrscheinlich habe ich damit die KI unterfordert. Mit dem selben Glossar habe ich mir dann noch von GPT die Bilder der Charakterbögen format- und schrifterhaltend übersetzen lassen. Das hat am längsten gedauert, weil ich Claude nicht dazu bringen konnte, ChatGPT richtig im Browser fernzubedienen und es 6x händisch copy & pasten musste, wobei GPT immer mal wieder timeouts hatte, wohl weil da gerade 5.6 erschienen war. Für mich war das Ergebnis nützlich, denn der Quickstart benutzt zum Teil sehr ungewöhnliche englische Begriffe.
Ich lasse meinen Hermes Agent derzeit als Langzeit-Projekt alle offiziellen Quellen von Coriolis katalogisieren und als LLM-Wiki aufbereiten.
Sehe ich (wie im abgetrennten Beitrag ausgeführt), anders. Fanübersetzungen mögen einfacher gestrickt sein, aber sie sind KI-Übersetzungen trotzdem um Längen überlegen, wenn es um die didaktische Vermittlung von Inhalten geht.Dem widerspreche ich mal. Und zwar aus folgenden Gründen:
Ich behaupte, sie haben sie bereits klar gegen generative KI aller Art positioniert. Aber seit ihrer IMHO unsäglichen Mail im Anni-the-Duck-Fall weigere ich mich, sie als Sprachrohr – oder Moralkompass – für die Rollenspiel-Community anzusehen.
Stell Dir vor, ich waere Deine Grossmutter: Wie wuerdest Du mir diesen Satz erklaeren? ;D Google hilft nicht weiter.Oma, schau das oben verlinkte Video.
b) Die Kenntnisse der Ausgangssprache lassen oft zu wünschen übrig. Da werden englische Phrasen einfach Wort für Wort übersetzt, weil man nicht erkennt, was man da übersetzt. Von Wortbedeutungen und -verwendung reden wir noch gar nicht.
Ich wollte alte Bücher in Frühneuhochdeutsch von einer KI sanft modernisiert transkribieren lassen, aber alle Modelle hatten von mir verlangt, die Texte zuvor in Stücke zu teilen, eine nervige, aufwändige Arbeit, von der ich dachte, sie wäre eine schöne KI-Aufgabe. Die verweigern die KIs aber.
Könnte der Hermes-Agent das übernehmen? Und liefe der wohl auch lokal auf dem PC?
Die `knowledge/`-Dateien sind eine **kuratierte Wissensschicht** über Coriolis. Sie sind weder die PDFs selbst noch bloße Volltextkopien davon.
Sie beantworten strukturiert Fragen wie:
- Was ist ein bestimmter Ort, eine Fraktion oder ein Begriff?
- Welche Beziehungen und Machtstrukturen gibt es?
- In welcher Zeit oder Kampagnenphase gilt eine Information?
- Welche offizielle deutsche Übersetzung gehört dazu?
- Woher stammt die Information genau?
- Darf sie spoilerfrei verwendet werden oder ist sie GM-only?
Man kann sie sich als eine **quellenbelegte Arbeits-Wiki** zwischen Rohbüchern und späteren Übersetzungs-/PDF-Arbeiten vorstellen.
---
## Wie sieht eine Datei aus?
Am Anfang steht maschinenlesbares YAML-Frontmatter:
```yaml
---
type: "Coriolis public concept"
title: "Coriolis Weltmodell – kuratierte Arbeitsnotizen"
description: "Synthetische, zitierfähige Wissensnotizen zum Dritten Horizont."
tags: ["coriolis", "public"]
timestamp: "2026-07-15T03:38:42+02:00"
spoiler_level: "public"
source_scope: "Coriolis PDF corpus"
status: "curated"
---
```
Danach folgt normaler Markdown-Text mit Überschriften, Stichpunkten und Quellenangaben.
Das Frontmatter sagt also beispielsweise:
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| `type` | Welche Art Knowledge-Dokument ist es? |
| `title` | Menschlich lesbarer Titel |
| `description` | Kurze Zusammenfassung |
| `tags` | Themen und Suchbegriffe |
| `timestamp` | Stand der Bearbeitung |
| `spoiler_level` | `public` oder `gm-only` |
| `source_scope` | Aus welchem Quellenbestand stammt es? |
| `status` | z. B. kuratiert oder in Prüfung |
---
## Beispiel 1: `world-model.md`
Die Datei zum Weltmodell beschreibt unter anderem:
- den Dritten Horizont;
- die 36 Systeme und wichtige Routen;
- die Geschichte der Portalbauer;
- Portal Wars und Lange Nacht;
- Zenithier und Erstsiedler;
- Portale und Raumreisen;
- Ikonen, Mystik, Finsternis und Dschinn;
- die gesellschaftliche Rolle von Raumschiffen;
- zeitliche Abgrenzungen zwischen Baseline, Campaign 1, Campaign 2 und Campaign 3;
- offizielle deutsche Begriffe wie:
- `Portal Builders → Portalbauer`
- `Firstcome → Erstsiedler`
- `The Third Horizon → Der Dritte Horizont`
Ein typischer Eintrag sieht sinngemäß so aus:
> Der Dritte Horizont besteht aus 36 Systemen und wird durch mystische Portale verbunden. Portale sind nicht nur technische Verkehrswege, sondern auch religiös, politisch und psychologisch bedeutsam.
> Quelle: `core.en`, bestimmte Seiten; Vergleich mit `core.de`.
Wichtig: Die Datei beschreibt die **allgemeine Welt**, aber keine vollständigen Abenteuerauflösungen.
---
## Beispiel 2: `factions-and-power-structures.md`
Diese Datei untersucht die Fraktionen nicht bloß als Namensliste, sondern nach ihrer Funktion:
- Welche Art Macht besitzt die Fraktion?
- Wodurch setzt sie diese Macht durch?
- Welche wirtschaftliche, politische oder religiöse Rolle hat sie?
- Wie wird sie im Spiel als Auftraggeber, Gegner oder Schutzmacht relevant?
- Welche offizielle deutsche Terminologie ist belegt?
Zum Beispiel wird das Konsortium mit folgenden Kategorien beschrieben:
- Machtform: Konzernverbund;
- Machtmittel: Handel, Produktion, Medien, Forschung, Banken und Kolonialverwaltung;
- politische Rolle: eng mit der Station Coriolis verwoben;
- konkrete Seitenbelege in englischer und deutscher Quelle;
- gegebenenfalls zeitliche Einschränkung auf eine bestimmte Kampagne.
Das ist also eine **synthetische Auswertung**, keine kopierte Fraktionsbeschreibung aus dem Regelwerk.
(ich weiß nicht ob Links zu Youtube hier erlaubt sind)
...LLM-Wiki...Interessant. Ich hatte bereits vor zwei Wochen (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,132759.msg135354830.html#msg135354830) gefragt ob da jemand Erfahrungen hat und auch auf die OKF-Spezifikation verlinkt.
Interessant. Ich hatte bereits vor zwei Wochen (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,132759.msg135354830.html#msg135354830) gefragt ob da jemand Erfahrungen hat und auch auf die OKF-Spezifikation verlinkt.
Nur, warum dauert das bei dir so lange? Nutzt du ein lokales LLM, das bei der beschränkten Hardware im Schneckentempo läuft?