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Autor Thema: [Shadowrun] Smalltalk  (Gelesen 39663 mal)

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Offline Flamebeard

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #426 am: 6.12.2018 | 23:10 »
Gegenbeispiel: Die kostenlose "Werbebroschüre" für Hamburg;)

Au ja, die ist cool. Ich bin schon gespannt, was meine Spieler dazu sagen, wenn sie die in die Finger bekommen. ^^
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Offline Vash the stampede

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #427 am: 12.12.2018 | 17:21 »
@Medizinmann.
Du hattest in einem anderen Thread folgendes geschrieben, aber ich will die Diskussion dort nicht in eine andere Richtung lenken, deswegen gehe ich hier darauf ein.

Glaubst Du ?
Also Ich glaube das nicht .....
in Edition 3 & 4(A) wollten sie sich deutlich von Cyberpunk unterscheiden und eigentlich nur noch Dystopie/Near Future sein.
in 5 will der Herausgeber eigentlich nur noch seine Schulden bezahlen und alles raushauen, was die Autoren hergeben
und da gibts (so wie ich das sehe) keine Richting mehr aussser größer,schneller,mehr,mehr,mehr....
...

Könnte du hierbei bitte etwas ins Detail gehen, was du damit meinst? Welche Schulden? Und warum keine Richtung? Wie ist die allgemeine Entwicklung von Shadowrun? Wo siehst du Kritikpunkte?
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Offline AlucartDante

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #428 am: 12.12.2018 | 21:02 »
Hey Leute, gab es nicht mal mal eine Zombiekampagne in Shadowrun? Oder waren das Ghule? Oder war das Vitas? Wo man in einer Stadt spielt, in der die Katastrophe abläuft und die dann abgeriegelt wird?

Online JohnnyPeace

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #429 am: 12.12.2018 | 21:38 »
Du meinst den Ausbruch der Insektengeister in Chicago, die Sache mit der taktischen Atombombe, oder?

[Edit] Hier findet sich was in der Shadowwiki dazu.
« Letzte Änderung: 12.12.2018 | 21:42 von JohnnyPeace »
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Offline YY

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #430 am: 12.12.2018 | 23:44 »
@Vash:
Darf ich auch? :)

Und warum keine Richtung? Wie ist die allgemeine Entwicklung von Shadowrun? Wo siehst du Kritikpunkte?

SR drückt sich immer noch vor der Entscheidung, ob man doch noch irgendwie zumindest ein bisschen Retro-Cyberpunk sein will, "nur" zeitgenössische Near-Future-SF oder ob man es sich leisten kann, wie D&D größtenteils selbstreferentiell zu werden.
Solange man das nicht weiß, hakt es immer irgendwo.
Speziell bei der halbwegs aktuellen Near-Future-SF kann man nicht sinnvoll mitziehen, ohne den Markenkern, sprich das gewachsene Setting, bis zur Unkenntlichkeit zu verändern (wobei unterschiedlich alte Säcke diese Linie natürlich schon längst überschritten sehen) und obendrauf Sachen einzubringen, die den eigentlichen Spielkern gar nicht betreffen (sollten).
Klar bot SR schon immer eine Spielwiese für alles Mögliche, was in anderen SF-Medien irgendwie cool war.
Es ist aber ein Unterschied, ob sich das in Fan-Abenteuern ausdrückt, in kleinen offiziellen Ausrutschern wie der Sturmkanone, in explizit als einmalige Vorkommnisse ausgelegten Andeutungen oder ob daraus ganze Erweiterungen und Kampagnen werden, die alle in unterschiedliche Richtungen zerren.

Selbst zu dem Versuch, "all things to all people" zu sein, bekennt man sich nicht. Dann könnte man nämlich zumindest hergehen und diese unterschiedlichen Strömungen einigermaßen sauber trennen, anstatt so halbgare Gedanken wie die Zuteilung verschiedener Spielstile zu den SR-Jahrzehnten vorzunehmen (in der Art: 2045-55 war alles Pink Mohawk, ab 2060 war der Wechsel zu Black Trenchcoat vollzogen usw.- Der Medizinmann wird wissen, wo das steht; mir ist es entfallen). Damit das was wird, müsste man vor Allem mal eine schlüssige Gesamtperspektive auf das Setting haben und die hat bei CGL gefühlt überhaupt keiner. Oder jedenfalls keiner, der irgendwas zu melden hat.

Zum Vergleich: Diesen absoluten Luxus hat Warhammer 4 jetzt, weil die Alte Welt ja offfiziell beendet ist - es gibt also einen klar abgegrenzten Zeitstrahl, auf dem man sich je nach Spielzweck und -inhalt frei verorten kann. Das wäre mMn in ähnlicher Form für SR die einzige Variante, wie man sich mittel- und langfristig sauber aufstellen könnte.

Spielmechanisch ist es ähnlich verzettelt. Aus dem großen Cut zur 4. Edition hat man letztlich nichts gemacht. Hier mal einen Schritt vor, da einen Schritt zurück und unterm Strich schleppt man altbekannte Probleme immer noch mit sich herum und bastelt sich obendrauf noch neue.
Auch da habe ich nicht nur das Gefühl, dass niemand bei CGL eine Vorstellung davon hat, wie eine fertige 5. Edition am Ende regeltechnisch aussehen soll, ich bin obendrauf der Ansicht, dass CGL als Kollektiv nicht mal im Kleinen in der Lage ist, zielführend Spielmechanik zu entwickeln. 

Die 6. Edition müsste in andere Hände gegeben werden und von Grund auf als klassisches rules-medium-System neu aufgezogen werden.
Das (alte/frühere) Setting zieht immer noch Leute (wie hieß es im Eskapodcast jüngst so schön: "Jeder hat einmal im Jahr Bock auf Shadowrun!") und an
a) der unüberschaubaren Zahl an Konversionen auch und gerade auf konventionelle/klassische Systeme und
b) dem relativ großen Erfolg von SR Anarchy
sieht man meiner Wahrnehmung nach ganz gut, dass SR eher trotz als wegen seines Systems gespielt wird.

Aus heutiger Perspektive ist es für mich erstaunlich, in wie viele Richtungen seit der 1. Edition verschlimmbessert und rumgeeiert wird, anstatt einfach mal stumpf die Baustellen sauber abzuarbeiten.
 
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
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Offline AlucartDante

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #431 am: 13.12.2018 | 01:45 »
Du meinst den Ausbruch der Insektengeister in Chicago, die Sache mit der taktischen Atombombe, oder?

Gab es echt nur das? Ich dachte es hätte auch mal Zombieartigeres gegeben. Und wenn es das noch nicht gab, warum?

Zur anderen Diskussion: Ich fände die 6. Edition in anderen Händen auch gut. Die verschiedenen Möglichkeiten Shadowrun zu spielen, finde ich sehr cool. Ich weiß auch nicht, ob es wirklich besser wäre, wenn man Spielarten und Genres stärker teilt. Ein bisschen wird das ja gemacht. Das Buch zur stillen Frankfurter Schule ist ein anderes, als das zu Gunporn. Ich finde 1.-4. Edition ist es jede Edition besser geworden. Nur die 5. macht vieles wieder unnötig kompliziert und komisch.

Offline ManuFS

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #432 am: 13.12.2018 | 08:58 »
Gab es echt nur das? Ich dachte es hätte auch mal Zombieartigeres gegeben. Und wenn es das noch nicht gab, warum?

Es gab da mal diesen Plot mit den Shedim, die Tote "besessen" haben. Nicht wirklich Zombies, aber es ging in die Richtung.
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Offline Supersöldner

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #433 am: 13.12.2018 | 09:32 »
die sind immer noch dar plus neue arten .
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Offline Medizinmann

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #434 am: 13.12.2018 | 10:13 »
Zitat
@Vash:
Darf ich auch? :)
Wenn du Wahr und Gut antwortest, darfst Du gerne ;) :D

Zitat
Könnte du hierbei bitte etwas ins Detail gehen, was du damit meinst? Welche Schulden? Und warum keine Richtung? Wie ist die allgemeine Entwicklung von Shadowrun? Wo siehst du Kritikpunkte?
ouhauerha.
Das ist ,also ob Du mich fragst, was an Trump alles Suboptimal läuft....
OK, ganz kurz nur ( Mehr Infos findest Du per Suche im US Dumpschock Forum )
und aus dem Gedächtnis ( und wie sich das für mich als Deutschen Leser der  US-Foren darstellte)....
Die Lizenz für Shadowrun als RPG liegt bei Topps, dem größten Trading Cards Hersteller in den US .
James Coleman hat jahrelang Geld Unterschlagen und Bücher falsch geführt ( Arbeiter, die sein Haus renovierten als
SR Autoren geführt , richtige Autoren dafür nur schleppend oder gar nicht bezahlt , sodas sie ihn nachher verklagten .Eine Mitarbeiterin, die das nicht mitmachen wollte, gefeuert und noch einiges Mehr, an das ich mich aber nicht erinnern kann)
und als das Rausgekommen ist  hat Topps gesagt:So nicht Freundchen, Du bleibst zwar Chefredakteur ,aber nur damit du uns das Geld, was du uns schuldest, zurückzahlen kannst .
Warum keine Richtung ? Vielleicht deshalb ?
Er spart ja auch an Arbeitsstellen, lässt die Autoren alles Schreiben ( Weshalb das eine Buch ein Totales Magiebuch ist, das andere wieder neue Regeln hat, das dritte nicht mehr im Canon ist ,deshalb gibt es ein PDF von/über Butte (weil der Autor da herkommt), etc) und spart an der Endkontrolle, bzw da ist niemand mit einer Vision, in welche Richtung SR gehen soll.bis SR3 hatte Fasa , dann für SR4 Fanpro eine Richtlinie um das "große Ganze" weiterzuführen . in SR5 gibts das nicht ( oder zunmindestens sehe ich das nicht)
Warscheinlich arbeiten sie auch an SR6 um das 2020 rauszubringen, nachdem sie 2019 nochmal alles mögliche an Material verkaufen und haben deshalb keine Zeit für weitere Metaplots etc ( A Propos Metaplots , wieviele gab es für SR5 die nicht weitergeführt wurden ?....eine Handvoll bestimmt....)

Zitat
(in der Art: 2045-55 war alles Pink Mohawk, ab 2060 war der Wechsel zu Black Trenchcoat vollzogen usw.- Der Medizinmann wird wissen, wo das steht; mir ist es entfallen)
hmmmm, ich denke das passierte schleichend durch die Autoren .
Wo esin SR2 noch Abenteuer über Urban Brawl gab, wanderte die Tendenz in SR3 es in Richtung "Heimlich Still & Leise Runs" .
Das steht also nicht in irgendeinem Buch ,sondern der Fokus änderte sich ...
(aber ganz ehrlich, das ist 20,25 Jahre her, ich kann das nicht mehr mit Gewissheit sagen...)

mit Tanz aus dem Gedächtnis
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #435 am: 13.12.2018 | 10:43 »
Zitat
Ich dachte es hätte auch mal Zombieartigeres gegeben. Und wenn es das noch nicht gab, warum?
Es gibt die Shedim , ( evtl Niedere Horrors aus der 4ten Welt ? ;)  )
die in Menschen fahren und sie zu ...."Superzombies " machen .
Aber eine Zombieapocalypse eher nicht ( die gibts bald bei mir, aber das ist ein anderes Thema :D )
das einzige was dem nahekommt sind die Ghoule, weil die Regeltechnisch wahnsinnig ansteckend sind und wenn man nach Regeln geht
(selbst nach den inoffiziellen erratierten, weil die RAW Ansteckungsregeln noch viel schlimmer sind) , wäre die ganze SR Welt schon mit Ghoulen überrannt.
Ich stelle mir immer noch einen Terroristen vor, der eine Handvoll Ghoule tötet, die fein pürriert , in ein Sprühflugzeug füllt und dann damit über eine Großstadt fliegt....
nach 2 Tagen sind 99,9995 % aller Metamenschen Ghoule ! ( Weil schaff mal mit einer KON von 3 oder 4(oder 6 als Ork) die erforderlichen 8 Erfolge um sich nicht anzustecken....)
Metropole ist da ein gutes Ziel !IIRC hat die Megacity 220 Mio Einwohner .

Hokahey
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Offline YY

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #436 am: 13.12.2018 | 11:09 »
Die verschiedenen Möglichkeiten Shadowrun zu spielen, finde ich sehr cool. Ich weiß auch nicht, ob es wirklich besser wäre, wenn man Spielarten und Genres stärker teilt. Ein bisschen wird das ja gemacht.

Einerseits: Ja, so ein bisschen verzettelt und stilistisch offen zu sein, ist irgendwo auch eine Stärke.

Andererseits kann man sich anschauen, wie die jeweiligen Strömungen anderswo spezialisiert bedient werden und dann muss ich sagen: Natürlich kann man nicht erwarten, dass ein absichtlich offenes und vielseitiges Spiel alle diese Strömungen auf dem selben Niveau bedient wie die jeweiligen Spezialisten und dazu noch mit dem mittel- und langfristigen Umfang eines der "Großen Alten", wie es SR nun mal ist.
Aber es reicht mir angesichts dieser Vergleiche auch nicht, wenn mir ein Riesenhaufen völlig unzusammenhängende und nicht zu Ende gedachte Spielmechanik hingeschüttet wird und ich mir aus diesen Brocken dann was halbwegs Funktionierendes bauen soll.

Wo man diese Trennlinie ziehen würde, ist noch mal eine andere Frage. Also, ob man unterschiedliche Bereiche jeweils in einem Buch in allen Stilrichtungen beleuchtet oder ob man Stil und Genre als "Überschrift" nimmt und dann in einigen Büchern stilistisch geschlossen verschiedene Bereiche beackert.

Jedenfalls müsste man sich erst mal darüber klar werden, dass man diese Trennung überhaupt irgendwo vornehmen muss, weil sich manche Aspekte schlicht gegenseitig ausschließen.
Und dann müssten die einzelnen Regelteile überhaupt erst mal alleinstehend funktionieren. Paradebeispiel: Gezielte Schüsse aus "Run&Gun". Das ist einfach nur komplett sinnfreies Füllmaterial mit 2-3 Gamebreakern dazwischen - so was braucht keine Sau. 


Ich finde 1.-4. Edition ist es jede Edition besser geworden. Nur die 5. macht vieles wieder unnötig kompliziert und komisch.

Settingmäßig geht es mMn seit der 3. Edition steil abwärts.
Die vierte hat das Setting immerhin noch gut erklärt, aber die fünfte ist da einfach ein Totalausfall - wobei ich noch nicht mal genau sagen kann, wie viel davon wirklich Absicht ist und wo man nur vergessen hat, die Einschränkungen und Grenzen des postulierten (und spielmechanisch stark unterstützten) Überwachungsstaates zu erwähnen. Wissen ja alle alten Hasen, kann man sich sparen...so kommt mir die fünfte jedenfalls an vielen Stellen vor. 

Regelseitig dreht sich das Änderungskarussell zwar munter, aber wirklich besser ist das Ganze seit der 2. Edition nicht geworden - und selbst die hat schon an vielen Stellen das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.
Die dritte hat die Fehlentwicklungen der zweiten fortgeführt und zementiert, was man dann immerhin gemerkt hat, aber die große Vereinfachung und Entschlackung, die man mit der vierten umsetzen wollte, hat man dann grandios in den Sand gesetzt und die vierte war nicht weniger komplex als die dritte und genau so voller Lücken, Schlupflöcher und wirrer Regelkonstrukte. Die fünfte ist dann für die vierte, was die dritte für die zweite war... :P


Mit ein paar Änderungen kann man aus erster und zweiter Edition einen halbwegs funktionierenden Hybriden bauen, auch wenn man das letztlich nur aus nostalgischen Gründen macht.
Ansonsten gehört das mMn wie gesagt komplett auf den Schrott und von Grund auf neu gebaut.
Das behebt aber das Grundproblem nicht, dass bei CGL keine kompetenten Spieldesigner (mehr) sitzen oder eventuell anwesende zumindest nichts zu sagen haben - ob CGL Bestehendes nicht sinnvoll weiterführen kann oder was Neues nicht hinkriegt, ist dann auch egal :P ;D


hmmmm, ich denke das passierte schleichend durch die Autoren .
Wo esin SR2 noch Abenteuer über Urban Brawl gab, wanderte die Tendenz in SR3 es in Richtung "Heimlich Still & Leise Runs" .
Das steht also nicht in irgendeinem Buch ,sondern der Fokus änderte sich ...

Doch, das steht so ausdrücklich in einem Buch der 5. Edition - ich weiß nur nicht mehr, in welchem.
Wenn ich raten müsste, würde ich auf Run Faster tippen, aber da kann ich nicht nachschauen ;)
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Offline Medizinmann

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #437 am: 13.12.2018 | 11:17 »
OK :)
 Ich Glaub dir das gerne  .....
Kannst ja, wenn Du irgendwann mal Zeit hast nachschauen :)


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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #438 am: 13.12.2018 | 12:33 »
@YY
Wo siehst du eigentlich die Vorteile der ersten Edition?
Wir fanden die unspielbar langsam und haben die 2nd Ed. echt gefeiert, weil so vieles vereinfacht wurde.
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Offline YY

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #439 am: 13.12.2018 | 13:20 »
Für ihren Kernvorteil kann die erste Edition im Grunde nichts, nämlich dass es noch nicht so unglaublich viel Power Creep und sonstige Regelwucherungen gab ;)

Ich fange einfach mal andersrum an:
Die erste Edition ist hauptsächlich deswegen langsam, a) weil es so schwer ist, sich gegenseitig zu verletzen und b) weil automatisches Feuer so zeitraubend verregelt ist.
Beides ist leicht behoben.

Die zweite Edition hat das zwar auch behoben, ist aber zu weit in die Gegenrichtung gegangen: Im Vergleich ist sie enorm tödlich und an dieser Baustelle hat man immer weiter rumgedoktert, aber nie eine ordentliche Variante gefunden.
Ansonsten hat die zweite Edition das ganze Thema freie, einfache und komplexe Handlungen eingeführt, hat abstruse und rechenintensive Konstrukte wie chunky salsa oder Flintenchoke, hat die schnelleren (aber wie gesagt übermäßig tödlichen) Feuermodi durch Ausnahmen und Randbetrachtungen doch wieder verkompliziert, hat durch die umständliche Berechnung des Powerniveaus für den Schadenswiderstand sowohl bei Waffen als auch bei Rüstungen enorme Powergaming-Fehlanreize geschaffen.
Von Cyberware- und Gear-Bloat ganz zu schweigen, wo es dann auch wieder zig Ausnahmen und Sonderregeln gab. Wie viel initiativeverbessernde Cyberware gab es zum Ende der 2. Edition und was war womit kompatibel? Wie war das noch mal mit dem Bioindex? MMn alles Kappes.


Die erste Edition ist an genau einer einzigen Stelle komplexer, nämlich bei den Schadenscodes - und die sind in ihrer dreiteiligen Urform andersrum ein tolles Stellrädchen, an dem man die Tödlichkeit recht fein justieren kann, was die zweite Edition aber verkannt und sowohl ein Element rausgeworfen als auch die unnötige und letztlich kontraproduktive Powerniveau-Verrechnung mit der Rüstung eingeführt hat.
Ansonsten ist mit der zweiten Edition überall nur mehr Zeug dazu gekommen. Mehr überflüssige Ausrüstung, mehr umständliche Regeln.
Die schnellere Abwicklung speziell im Kampf ergab sich da wie gesagt nur durch die höhere Tödlichkeit und das spielmechanisch komplexere, aber schneller auszuführende Autofeuer.
Vereinfacht und verschlankt hat die zweite Edition meines Wissens nach überhaupt nichts (vielleicht die Matrix-Regeln, die habe ich nicht mehr parat). Manches wurde anders, vieles wurde mehr, aber erkennbar vereinfacht - ich wüsste ehrlich nicht wo.
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #440 am: 13.12.2018 | 14:02 »
Naja
die Kehrseite der "Powercreep-Medaille" sind aber die unzähligen Möglichkeiten die man spielen kann und darauf würde ich nicht mehr verzichten wollen ....!
Wenn Ich SR spielen will, dann mit allen möglichen Kombinationen von Metarassen und Archetypen. 
Inklusive von Technomancern und GWs .
DAS ist einer der vielen Pluspunkte von SR4A & 5


HokaHey
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #441 am: 13.12.2018 | 14:36 »
Naja
die Kehrseite der "Powercreep-Medaille" sind aber die unzähligen Möglichkeiten die man spielen kann und darauf würde ich nicht mehr verzichten wollen ....!
Wenn Ich SR spielen will, dann mit allen möglichen Kombinationen von Metarassen und Archetypen. 
Inklusive von Technomancern und GWs .
DAS ist einer der vielen Pluspunkte von SR4A & 5

Auch das - finde ich - ist Geschmackssache.
Das ist nämlich meiner Meinung nach so, wie die Aliens bei Star Wars.
Anfangs gab es nur Whookies und Joda, dazu noch Jawas, Tusken, Ewoks, einen Hutten und ein paar Schräge Vögel in der Kantina. (okay, in der Rebellenflotte kamen noch eine Hand voll dazu)
Das ganze war überschaubar - das meiste davon diente aber nur als Bereicherung der Kulisse.
Inzwschen gibt es aber so viele, dass eigentlich alle völlig nichtssagend sind (wenn man nicht gerade der Star Wars Obergeek ist).
- bitte keine Star Wars Debatte -

Bei Shadowrun gab es anfangs den Decker, den Schamanen, den Magier und den mundänen Knarren-Cyberhoschi (Streetsam oder Söldner, je nach dem).
Und eigentlich war da sogar Magier und Schamane redundant. Aber okay, der eine hat so nen Totem als Stalker, der andere macht mit Elementaren rum.
Dann kam der Adept dazu, die Redundanz des Streetsams, und dann ging es munter so weiter.
Mich persönlich hat das alles nur noch angenervt.
Eigentlich würde mir Magier und mundäner Spezialist reichen, um ein Shadowrun gestalten zu können...

Und die ganze Redundanz von Cyberware, Bioware, Adeptenkräften und Zauber halte ich ehrlich gesagt auch nur für großen Mumpitz.
Aber (!) das ist eben nur eine Meinung...!
Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #442 am: 13.12.2018 | 15:17 »
Zitat
Dann kam der Adept dazu, die Redundanz des Streetsams,
Au ! Au ! Au !  :-\

Wer den Streetsam nur als Doppelt-gemoppeltem Magischen Streetsam sieht ......
hat die Bandbreite nicht gesehen, die man mit Adepten hat.
( das ist wie als ob man D&D nur spielt wie : rein in den Dungeon , Orks aufe Schnauze, Schatz nehmen , nächster Dungeon)
Ich will auch nicht sagen das man ihn dann Falsch spielt,kann man machen, klar, aber das ist so ,als ob man einen Colt (Adepten) nimmt um einen Nagel in die Wand zu schlagen statt einem Hammer (Streetsam) .Kann man auch machen, aber mit einem Colt kannst du eben MEHR machen ;)

wie schon geschrieben.
die Varianz der ( Charackter)Möglichkeiten ist ImO das ,was SR inzwischen so populär macht

Zitat
Und die ganze Redundanz von Cyberware, Bioware, Adeptenkräften und Zauber halte ich ehrlich gesagt auch nur für großen Mumpitz.
mich regt eher der Regelwust auf
Das Teil kostet soundsoviel, kann dafür das , das ist nicht mit dem Kompatibel, dafür mit dem ,
wenn du Das & Das & das zusammen nimmst (brauchst noch den Vorteil X dafür ) dann kostet das weniger ¥ und weniger Essenz als Das & Das & Das ,dafür brauchst du den Vorteil X aber nicht .
Nimmst Du statt dessen Y , und statt dem Ding da ,das hier ,dann kannst Du später das nehmen , nicht das hier, weil das ist nicht kompatibel mit dem, sondern das , dann hat dich das nur 1/2 soviel gekostet wie das hier ....
Wenn Das alles Auf "Powerbasis" laufen würde (ähnlich wie bei Anarchy) wäre SR viel einfacher
Beispiel :
Char will 2 Inidurchgänge haben statt einem .
kostet als Magie genausoviel wie als Bioware, als Cyberware oder als Adeptenkraft .
( wie im Hero System oder dem alten Champions oder GURPS, Ich hoffe, Ihr versteht mich :) )

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #443 am: 13.12.2018 | 15:23 »
Für ihren Kernvorteil kann die erste Edition im Grunde nichts, nämlich dass es noch nicht so unglaublich viel Power Creep und sonstige Regelwucherungen gab ;)
Das macht dann natürlich Sinn.
Wir hatten SR damals in der Anfangsphase gespielt und sehr viel von dem Extrakram gar nicht erst gekauft. Das Magiebuch war glaub ich das einzige Supplement, das wir noch am Spieltisch hatten. Asphaltdschungel und Konzernsicherheit waren ja mehr für den SL.
Die Regeln, die am allerhäufigsten beim Spiel eingesetzt wurden, waren eben die Fernkampfregeln und da war das Problem der 1st Ed., dass man kaum jemanden verletzen konnte, wenn man nicht auf megadicke Krachwummen zurückgriff. So supertödlich fanden wir die 2nd gar nicht. Da war Cyberpunk 2020 in unseren Augen um einiges schlimmer. Im Gegenteil, bereits mit dem GRW konnte man mit Orks und Trollen echt unangenehm schussfeste Charaktere bauen. Trotzdem waren die Kämpfe (bei uns) um Längen flüssiger und damit das ganze Spiel um einiges spassiger als mit der 1st.

Allerdings fand ich ebenfalls damals die Zusatzsachen schon sehr unattraktiv für den Spieltisch und besonders die neuen Metas fand ich fluffmäßig eher störend als bereichernd. Von den ganzen Bio-Delta-Wassup-Ware brauchen wir auch nicht zu reden. Aber das ist für mich kein Grund, die kaugummiartigen Kämpfe der 1st besser zu finden. ;D
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #444 am: 13.12.2018 | 17:01 »
Die Idee der Kosten nach Powerniveau hat mir gerade zuerst sehr gut gefallen und finde ich auch fair. Passt auch meiner erzählerischen Idee von Charaktergestaltung. Leider mag ich Anarchy nicht, da ich kein Fate mag. Auch bei erzählerischem Schwerpunkt mag ich Simulation.

Aber wenn ich an die 5. Edition DSA denke und die Vereinheitlichung von Magie und göttlicher Kraft bin ich mir doch wieder unsicher. Das hat mir bei D&D nach anfänglicher Gewöhnung gefallen, dass beide unterschiedlich sind. Insofern fände ich es glaube ich besser, wenn Adepte, Magier und Samis einfach stärker unterschiedliche Dinge könnten, als alle das gleiche zum gleichen Preis.

Zusatzbücher waren nie so meins. Ich fand die Grundregelwerke schon immer groß genug und hatte mich bei den letzten Büchern eher gewundert, dass Technomancer da wirklich auch drin stehen müssen. Das Magiebuch war auch bei uns das einzige, dass manchmal dabei war. Nur Vor- und Nachteile waren in der 4. etwas knapp, weiß gerade gar nicht wie das in der 5. ist.

Online Sashael

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #445 am: 13.12.2018 | 21:07 »
Leider mag ich Anarchy nicht, da ich kein Fate mag. Auch bei erzählerischem Schwerpunkt mag ich Simulation.
Den Zusammenhang verstehe ich nicht. RAW baut Anarchy ja eher auf einem Fiasko-Kern auf, den ich persönlich ziemlich blöd finde. Aber man kann es auch sehr klassisch spielen, hat aber natürlich nur eine sehr grobe Simulation.
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #446 am: 13.12.2018 | 22:34 »
Wenn Ich SR spielen will, dann mit allen möglichen Kombinationen von Metarassen und Archetypen. 
Inklusive von Technomancern und GWs .
DAS ist einer der vielen Pluspunkte von SR4A & 5

Das Meiste von dem Meta-Streichelzoo brauche ich persönlich nicht, aber das ist Geschmackssache.

Wo es bei mir dann aber definitiv aushakt, ist die spielmechanische Trennung von Technomancer und Decker, wo man im gleichen Atemzug Hermetiker und Schamanen weitestmöglich vereinheitlicht hatte.
Fluffmäßig ist der Technomancer auch nichts, was ich unbedingt bräuchte, aber die verstrahlte Spielmechanik nervt mich deutlich mehr.

Das fällt für mich in die gleiche Kategorie wie die neu sortierten Feuermodi der 4. Edition, wo ich mich heute noch frage, wie man das für eine gute Idee halten konnte, wenn es einfacher werden soll.

Wer den Streetsam nur als Doppelt-gemoppeltem Magischen Streetsam sieht ......
hat die Bandbreite nicht gesehen, die man mit Adepten hat.

Was zu großen Teilen an den unrunden Regeln ab der 4. Edition liegt.
In SR 2 und 3 gab es nicht sonderlich viel, wo der Adept so groß andere Möglichkeiten hatte als der Sam - jedenfalls nicht als tragende Säule eines Charakterkonzepts.

So supertödlich fanden wir die 2nd gar nicht. Da war Cyberpunk 2020 in unseren Augen um einiges schlimmer. Im Gegenteil, bereits mit dem GRW konnte man mit Orks und Trollen echt unangenehm schussfeste Charaktere bauen.

Da nehmen sich CP2020 und SR2-3 letztlich nichts. In CP2020 lacht sich ein mittelschwer powergamiger Solo über normale Waffen genau so scheckig wie der Troll in SR2.
Aber in beiden Systemen gibt es diesbezüglich auch ziemlich fiese Abrisskanten, sprich es kommt mit besseren Waffen kein relevanter Bereich, wo es nach und nach knapper wird, sondern es reißt dann einfach den Troll oder den dick gepanzerten Solo genau so chancenlos weg wie alle anderen.

Aber das ist für mich kein Grund, die kaugummiartigen Kämpfe der 1st besser zu finden. ;D

Das war auch nicht meine Aussage oder gar meine Forderung.
Da muss man klar was dran machen, aber die Lösung sollte nicht z.B. dazu führen, dass man hinter jedem Punkt Panzerung her sein muss wie der Teufel hinter der armen Seele, weil das den Konsti-Mindestwurf so stark bestimmt. Und das berühmte "game of eggshells armed with sledgehammers", zu dem jedes SR nach der ersten Edition mit guten Waffen wird, ist auch nicht so ideal.
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
- Pyromancer

Offline AlucartDante

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #447 am: Gestern um 01:43 »
Den Zusammenhang verstehe ich nicht. RAW baut Anarchy ja eher auf einem Fiasko-Kern auf, den ich persönlich ziemlich blöd finde. Aber man kann es auch sehr klassisch spielen, hat aber natürlich nur eine sehr grobe Simulation.
Du hast glaube ich mehr Details? Bei Shadowrun Anarchy ist es doch so, dass der Spielleiter nur die feste Rahmenhandlung im Kopf hat und die Spieler die Geschichte miterzählen und Plotpunkte dafür ausgeben: "Zufällig habe ich den passenden Schlüssel dabei." Ich kannte so eine ähnliche Idee von Fate, weiß nicht wie das bei Fiasko ist. Du kannst das gerne noch mal ausführen. Ich mag das auf jeden Fall nicht.

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Ich finde das etwas schade, denn zuerst dachte ich, Anarchy wäre genau mein Ding. Die Idee der einfachen Regeln und einfachen Attribute sechs Fertigkeiten, sechs Shadowamps finde ich ganz gut. Etwas komplexer darf es meiner Meinung nach auch sein.

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Ich mag den Streichelzoo zumindest nicht bei den SCs.

Hat für mich was von Cthulhu und alle wollen die großen Alten spielen. Ich mochte das an Shadowrun 2.0, wo erst mal alle Menschen gespielt haben und wer wirklich etwas total exotisches, völlig verrücktes wie einen Ork spielen wollte, der musste dem dann die Priorität A zuweisen.

Technomancer im Grundregelwerk finde ich echt verrückt. Ich glaube bei Shadowrun sind in der Hälfte der Gruppen die Hacker NSCs, weil alle die Hackingregeln nicht verstehen. Und dann im Grundregelwerk zusätzlich den Technomancer reinzubringen, für diejenigen, denen die normalen Hackingregeln zu einfach oder zu langweilig sind?

Offline Rhylthar

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #448 am: Gestern um 07:27 »
Zitat
Ich mag den Streichelzoo zumindest nicht bei den SCs.

Hat für mich was von Cthulhu und alle wollen die großen Alten spielen. Ich mochte das an Shadowrun 2.0, wo erst mal alle Menschen gespielt haben und wer wirklich etwas total exotisches, völlig verrücktes wie einen Ork spielen wollte, der musste dem dann die Priorität A zuweisen.
Dann brauche ich aber auch kein Shadowrun zu spielen, denn das macht auch den Reiz für mich aus. Ob ich (bis 3.01.) jetzt jede Sache aus den Kompendien brauchte...jedenfalls fand ich es nicht störend. Aber Ork, Troll, Elf, Zwerg...auf jeden Fall!
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #449 am: Gestern um 07:49 »
Du hast glaube ich mehr Details? Bei Shadowrun Anarchy ist es doch so, dass der Spielleiter nur die feste Rahmenhandlung im Kopf hat und die Spieler die Geschichte miterzählen und Plotpunkte dafür ausgeben: "Zufällig habe ich den passenden Schlüssel dabei." Ich kannte so eine ähnliche Idee von Fate, weiß nicht wie das bei Fiasko ist. Du kannst das gerne noch mal ausführen. Ich mag das auf jeden Fall nicht.
Die Grundidee ist dabei eher die Erzählrunde wie bei Fiasko, mit dem man aber eben nur bestimmte Arten von Geschichten gut erzählen kann. Imo passen Shadowruns überhaupt nicht dazu. Bei Fate habe ich weit weniger Einflussmöglichkeiten auf die Geschichte, unglaublich, aber wahr.

Man kann dieses Metaregelgerüst auch super komplett ignorieren. Es gibt sogar einen ziemlich guten Hack, wie man Anarchy noch ein Stück weit mehr verregeln machen kann, ohne das es seine einfache Eleganz einbüsst. Zum Raussuchen fehlt mir jetzt gerade leider die Zeit.

Ich habe Anarchy sehr klassisch geleitet und es funktionierte. Und war deutlich einfacher zu händeln als SR5.
Es gibt auch bei den Diary of Sessions einen Thread zu einer Anarchyrunde. Kann man sich auch mal angucken. ;)
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