Autor Thema: D&D5 Smalltalk  (Gelesen 478908 mal)

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Offline Rhylthar

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6425 am: 25.09.2021 | 10:27 »
Ob Monte Cook oder besser doch Wolfgang Baur die bessere Wahl für ein "neues" Planescape wäre...für mich schwer zu sagen. Monte war damals natürlich als "Gründer" dabei, aber er hat für mich in den letzten einen zu starken "over-the-top"-Ansatz.

Ansonsten sehe ich das neue "Wild beyond the Witchlight" als einen guten Indikator, ob sich Planescape "lohnen" würde. Denn das "spielerisch flappsige", The Rule of Three, etc. werden auch schon da deutlich dargestellt.
“Never allow someone to be your priority while allowing yourself to be their option.” - Mark Twain

"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

Für alle, die Probleme mit meinem Nickname haben, hier eine Kopiervorlage: Rhylthar.

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6426 am: 25.09.2021 | 11:27 »
Naja, ausser vielleicht die, die Elminster für gut halten ;)

Ach, Elminster ist doch auch bloß 'n NSC. Wer ihn nicht mag, läßt ihn halt weg oder sorgt dafür, daß er zufällig nie zu Hause ist, wenn die Spielercharaktere doch mal Shadowdale besuchen -- da habe ich nie ein großes Problem gesehen. ;)

(Abgesehen davon, daß Ed seinen Lieblingsautorenavatar in späteren Romanen sowieso stückchenweise selbst demontiert hat, egal, ob nun mit Absicht oder ohne es überhaupt zu merken. Wer erst mal ganz nach Kanon schon seit praktisch Anfangszeiten persönlicher Favorit und Liebhaber der Göttin der Magie selbst ist, der kann natürlich leicht mit Superkräften angeben... 8])

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6427 am: 25.09.2021 | 11:42 »
Ach, Elminster ist doch auch bloß 'n NSC. Wer ihn nicht mag, läßt ihn halt weg oder sorgt dafür, daß er zufällig nie zu Hause ist, wenn die Spielercharaktere doch mal Shadowdale besuchen -- da habe ich nie ein großes Problem gesehen. ;)

(Abgesehen davon, daß Ed seinen Lieblingsautorenavatar in späteren Romanen sowieso stückchenweise selbst demontiert hat, egal, ob nun mit Absicht oder ohne es überhaupt zu merken. Wer erst mal ganz nach Kanon schon seit praktisch Anfangszeiten persönlicher Favorit und Liebhaber der Göttin der Magie selbst ist, der kann natürlich leicht mit Superkräften angeben... 8])
Ich habe eigentlich nie verstanden, weshalb es Spieler gibt, die bestimmte NSCs von eigentlich guter Gesinnung (wie z.B. Elminster, Nahema etc.) regelrecht hassen und bestimmte NSC von eigentlich böser Gesinnung (wie z.B. Raistlin) fast schon vergöttern.

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6428 am: 25.09.2021 | 11:56 »
Ich habe eigentlich nie verstanden, weshalb es Spieler gibt, die bestimmte NSCs von eigentlich guter Gesinnung (wie z.B. Elminster, Nahema etc.) regelrecht hassen und bestimmte NSC von eigentlich böser Gesinnung (wie z.B. Raistlin) fast schon vergöttern.

Sagt vielleicht was über ihre Gesinnung... >;D

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6429 am: 25.09.2021 | 12:02 »
Ich finde Charaktere wie Raistlin vor allem wesentlich interessanter als die gängigen Mary Sues. Als Nachbar wäre mir Elminster dagegen deutlich lieber.
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
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Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6430 am: 25.09.2021 | 12:34 »
Sagt vielleicht was über ihre Gesinnung... >;D
Oder einfach nur was für ein Blödsinn das Schubladen-Gesinnungssystem ist.

Offline Raven Nash

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6431 am: 25.09.2021 | 12:35 »
Ich finde den Grundgedanken von Planescape cool, aber irgendwie hat es nie gezündet. Der schräge Humor und die Flapsigkeit sind irgendwie nicht meins und die Metaplot-Abenteuer (ja, ich hab einige gelesen) fand ich nur mäßig gut. Also ja, auch Planescape ist nicht sakrosankt.
...
Und das D&D5 momentan Erfolg hat, zweifelt wohl keiner an. Bei allen Beschwerden der Altspieler: Der Erfolg gibt ihnen recht.
Ich fand PS schon damals nicht reizvoll - ich hab's nunmal nicht mit "abgefahren". Das D&D-Ebenengedöhns fand ich auch immer sehr künstlich. Wenn schon Multiversum dann das von Moorcock oder Feist.

Bei den "Altspielern" kommt halt auch viel Neid-Mimimi durch, weil 5e halt doch deutlich erfolgreicher als ihre jeweils favorisierte Version ist. Ich hab letztens auch von einem 3.5-Fan gehört, wie toll das nicht war, wenn man all die Bücher hatte - und ich denk mir: gut, dass ich die nicht mehr brauche! >;D
OSR ist ja in meiner Wahrnehmung auch viel Gegenbewegung zur 5e. Aber die 80er sind ja momentan sowieso in wie nie.
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Vecna

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6432 am: 25.09.2021 | 13:13 »
Bei den "Altspielern" kommt halt auch viel Neid-Mimimi durch, weil 5e halt doch deutlich erfolgreicher als ihre jeweils favorisierte Version ist.

Das Lustige ist, dass sich nur die wenigsten Rollo-Zocker an der 5E vorbei mogeln können. Irgendwie packt es sie doch, und obwohl sie weder D&D noch die 5E mögen, kaufen und lesen sie es trotzdem. Man muss nur mal schauen, wer alles im Tanelorn nachgibt und doch (wieder) D&D (5e) kauft.

Das gehört auch zur Wahrheit des großen 5E-Erfolgs. Die heimlichen, verschwiegenen Käufe derjenigen, die es überhaupt nicht mögen (wollen) und die D&D im Grunde verabscheuen. Schlimm wird es, wenn doch Sympathie für 5E aufkommt und man – oh Graus! – in Erwägung zieht, es gar zu spielen!

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6433 am: 25.09.2021 | 13:16 »
Oder einfach nur was für ein Blödsinn das Schubladen-Gesinnungssystem ist.
Wenn man es genau betrachtet ist es überhaupt kein Blödsinn, sondern gerade für SLs eine sehr gute Hilfe, wie man Charaketer zu spielen hat. Aber dafür müssen die Gesinnungen genau definiert werden. Das hat man bei D&D leider nicht so richtig gemacht. Hier ist Pathfinder wiederum wirklich vorbildlich. Und soweit ich weis, plant man dort auch nicht sie abzuschaffen.
Ich fand PS schon damals nicht reizvoll - ich hab's nunmal nicht mit "abgefahren". Das D&D-Ebenengedöhns fand ich auch immer sehr künstlich. Wenn schon Multiversum dann das von Moorcock oder Feist.
Erklär mal, wie bei denen das Multiversum aussieht. Von Moorcock weis ich nur, dass er zwischen Ordnung und Chaos unterscheidet und dass diese beiden Gesinnungen sich in einem permanenten Konflikt befinden.
Bei den "Altspielern" kommt halt auch viel Neid-Mimimi durch, weil 5e halt doch deutlich erfolgreicher als ihre jeweils favorisierte Version ist. Ich hab letztens auch von einem 3.5-Fan gehört, wie toll das nicht war, wenn man all die Bücher hatte - und ich denk mir: gut, dass ich die nicht mehr brauche! >;D
Man sollte da auch nicht vergessen, dass gerade während 3e der Markt von WotC regelrecht mit Büchern überschwemmt wurde und daher total übersättigt war.  4e und 5e sind in dieser hinsicht ziemlich ähnlich. Nur sehr wenige Bücher, die daher auch von allen gekauft werden.
OSR ist ja in meiner Wahrnehmung auch viel Gegenbewegung zur 5e. Aber die 80er sind ja momentan sowieso in wie nie.
Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber kam OSR nicht schon während 4e (oder sogar noch früher) auf? Dsa die 80er derzeit populär sind sieht man zum Beispiel ja an den ziemlich erfolgreichen Crowdfundings von Ulisses zu Traveller und Schwerter & Dämonen.
Ich glaube auch, dass der Trend derzeit wohl hin zu OSR geht.

Offline Raven Nash

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6434 am: 25.09.2021 | 13:37 »
Zitat
Man sollte da auch nicht vergessen, dass gerade während 3e der Markt von WotC regelrecht mit Büchern überschwemmt wurde und daher total übersättigt war.  4e und 5e sind in dieser hinsicht ziemlich ähnlich. Nur sehr wenige Bücher, die daher auch von allen gekauft werden.
Ich weiß nicht ob es da Vergleiche gibt, aber gefühlt verkaufen die wenigen 5e Bücher sich deutlich besser, als die Flut an 3ern. Masse allein macht's halt nicht - insbesondere der Gewinn ist bei wenigen Büchern deutlich höher (weniger Kosten).
Die "Flut" (und damit das Risiko) überlässt WotC großzügig den 3rd-Party Verlagen.  ;)
Zitat
Erklär mal, wie bei denen das Multiversum aussieht. Von Moorcock weis ich nur, dass er zwischen Ordnung und Chaos unterscheidet und dass diese beiden Gesinnungen sich in einem permanenten Konflikt befinden.
Grundlegend haben beide eines gemeinsam: Es gibt einen Haufen von Welten nebeneinander - aber eben keine Gesinnungsebenen. Moorcock hat eine Ebene der Ordnung und eine des Chaos als Absolute. Der Rest sind diverse Fantasy und SF-Welten, in denen der Ewige Held sich inkarniert.
Feist hat den "Gang zwischen den Welten" mit unendlichen Türen, die jeweils zu anderen Welten führen (oder auch zur selben an einem anderen Ort) - aber auch das sind eben nur andere Fantasy-Welten. Wenn man das in D&D-Termini übersetzt, führt der Gang nur zu anderen Welten der Materiellen Ebene.
Zitat
Ich glaube auch, dass der Trend derzeit wohl hin zu OSR geht.
Der "Trend" sicher nicht. OSR ist vor allem was für Leute, die nochmal so spielen wollen wie damals, als sie jung waren. Andere kaufen sich nen SUV...  ~;D
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Vecna

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6435 am: 25.09.2021 | 13:38 »
Erklär mal, wie bei denen das Multiversum aussieht. Von Moorcock weis ich nur, dass er zwischen Ordnung und Chaos unterscheidet und dass diese beiden Gesinnungen sich in einem permanenten Konflikt befinden.

Das Moorcock-Multiversum könnte von Ilya Prigogine geschrieben sein, das Planescape-Multiversum von einem Scholastiker.

Offline hassran

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6436 am: 25.09.2021 | 13:44 »
OSR ist vor allem was für Leute, die nochmal so spielen wollen wie damals, als sie jung waren. Andere kaufen sich nen SUV...  ~;D

Das ist falsch. :)

Online Nodens Sohn

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6437 am: 25.09.2021 | 15:34 »
Das ist falsch. :)

Ich finde den Vergleich gar nicht so verkehrt. Denn mit so einem Kleinwagen kommst du überall hin (kannst auch überall parken), verbrauchst nicht viel Treibstoff und mit so ein SUV ist halt doch sehr sperrig, man muss sich an ihn erst einmal gewöhnen, sich mit ihm beschäftigen. Bis ich das gemacht habe, bin ich mit nem Kleinwagen schon längst auf Abenteuer losgefahren. Will meinen - mit einem OSR kann ich, mit etwas Eigeninitiative, auch alles machen was ich mit der 5e kann, muss mich aber nicht erst in dicke Bücher einlesen und mir viele "klein-klein-Regeln" aneignen. (Wobei ich die 5e schon viel schlanker finde als die Vorgängerversion).

Online caranfang

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6438 am: 25.09.2021 | 15:58 »
Grundlegend haben beide eines gemeinsam: Es gibt einen Haufen von Welten nebeneinander - aber eben keine Gesinnungsebenen. Moorcock hat eine Ebene der Ordnung und eine des Chaos als Absolute. Der Rest sind diverse Fantasy und SF-Welten, in denen der Ewige Held sich inkarniert.
Feist hat den "Gang zwischen den Welten" mit unendlichen Türen, die jeweils zu anderen Welten führen (oder auch zur selben an einem anderen Ort) - aber auch das sind eben nur andere Fantasy-Welten. Wenn man das in D&D-Termini übersetzt, führt der Gang nur zu anderen Welten der Materiellen Ebene.
Das klingt beides nicht gerade spannend.

Da frage ich mich, woher Gygax die Idee vom Aufbau des D&D-Multiversums hat...
(Die Idee mit den ursprünglichen drei gesinnungen hat er ja eindeutig von Moorcock übernommen.)

Offline Orok

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6439 am: 25.09.2021 | 16:16 »
Mal was ganz anderes, kennt ihr ein gutes Video oder Audio Intro zu Curse of Strahd auf deutsch? Wollte das demnächst auf online auf der Drachenzwinge anbieten und ich liebe solche Gimmicks zum anheizen. Sowas wie das hier: Intro Englisch
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Erbschwein

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6440 am: 25.09.2021 | 16:24 »
Hallo,

...ich habe keine Kenntnis von D&Dusw.!!!!
Aber das man einfach Magie lernen kann ohne weiteres. Ist und Bleibt merkwürdig!!!!

Ich spiele mit ein Magische Kreis, der aus ein Metall ist und unzerstörbar. Das dieses als Portal dienen kann und als Magisches Ritual auch Zauber erlernbar wird.
Dann gibt es auch Kultstätten oder Heilige Orte. Warum es Religionen gibt und (warum)Entitäten die man Beschwören kann.

Das andere gibt es Kreise die nur zum Teleportation sind und durch Sternkonstellation dieses Passieren kann.  Dann kann man andere Monster, auch mal auf die Welt schicken.
Die sich verbreiten können.
Wenn man Teleportiert sollte man sich die Sterne merken und einen Magischen Kreis zeichnen der das Zielort identifiziert, woher man kam.
So bleibt es offen für den SL und unter Kontrolle. Was und wie es passiert...

Aber bitte:    :btt:

-Edit:- Zur Sternkonstellation, bitte auch das Universum betrachten-   ~;D
-Edit:- Gern auch die Sonne, als anhaltspunkt-    ~;D

« Letzte Änderung: 25.09.2021 | 17:02 von Erbschwein »

Vecna

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6441 am: 25.09.2021 | 16:51 »
Mal was ganz anderes, kennt ihr ein gutes Video oder Audio Intro zu Curse of Strahd auf deutsch? Wollte das demnächst auf online auf der Drachenzwinge anbieten und ich liebe solche Gimmicks zum anheizen. Sowas wie das hier: Intro Englisch

Falls du es nicht sowieso schon machst, wäre auch die Verwendung von Soundtracks der Hammer-Horror Filme lohnenswert. Z.B. James Bernards Musik zu Taste The Blood Of Dracula.

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6442 am: 25.09.2021 | 17:08 »
Das klingt beides nicht gerade spannend.

Da frage ich mich, woher Gygax die Idee vom Aufbau des D&D-Multiversums hat...
(Die Idee mit den ursprünglichen drei gesinnungen hat er ja eindeutig von Moorcock übernommen.)

Moorcocks Multiversum ist halt längst nicht so komplett auskartographiert wie das von D&D. Und letzteres ist auch wieder nicht so furchtbar komplex angelegt -- man hat klassischerweise schon seit relativ frühen Zeiten halt einmal seinen gängigen Satz Elementar- und dann einmal seine schön einzeln durchdeklinierten und im Rad angeordneten AD&D-Gesinnungsebenen (für's Leben nach dem Tod), dazwischen mit Äther und Astralebene noch ein bißchen Verbindungsstück, und das war's im Wesentlichen auch schon.

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6443 am: 25.09.2021 | 17:24 »
Moorcocks Multiversum ist halt längst nicht so komplett auskartographiert wie das von D&D. Und letzteres ist auch wieder nicht so furchtbar komplex angelegt -- man hat klassischerweise schon seit relativ frühen Zeiten halt einmal seinen gängigen Satz Elementar- und dann einmal seine schön einzeln durchdeklinierten und im Rad angeordneten AD&D-Gesinnungsebenen (für's Leben nach dem Tod), dazwischen mit Äther und Astralebene noch ein bißchen Verbindungsstück, und das war's im Wesentlichen auch schon.

Moorcock geht es auch nicht um detailliertes Worldbuilding und sauber durchgeplante, plausible Welten, sondern um dramatische Geschichten vor weirden Kulissen, die die für die Geschichten notwendige Stimmung erzeugen. Die einzelnen Welten der Romane werden so weit ausgearbeitet, dass sie interessant sind und für die Story taugen, aber nicht weiter. Der absolute Gegenentwurf zu beispielsweise J.R.R. Tolkien.
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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6444 am: 25.09.2021 | 18:09 »
Falls du es nicht sowieso schon machst, wäre auch die Verwendung von Soundtracks der Hammer-Horror Filme lohnenswert. Z.B. James Bernards Musik zu Taste The Blood Of Dracula.

Ich weiß noch nicht genau ob ich mit Musik arbeiten werde. Mich als Spieler nervt das eigentlich immer nur. Andererseits hatte ich positives Feedback von meiner Cthulhu Tischrunde vor ein paar Jahren zu dem Thema. Mal sehen...
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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6445 am: 25.09.2021 | 18:15 »
Moorcock geht es auch nicht um detailliertes Worldbuilding und sauber durchgeplante, plausible Welten, sondern um dramatische Geschichten vor weirden Kulissen, die die für die Geschichten notwendige Stimmung erzeugen. Die einzelnen Welten der Romane werden so weit ausgearbeitet, dass sie interessant sind und für die Story taugen, aber nicht weiter. Der absolute Gegenentwurf zu beispielsweise J.R.R. Tolkien.

Oder in Rollenspielform beispielsweise so was wie der Unterschied zwischen Dungeon World und DSA... :D

Vecna

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6446 am: 25.09.2021 | 18:42 »
Der absolute Gegenentwurf zu beispielsweise J.R.R. Tolkien.

Finde ich übertrieben, von einem Gegenentwurf zu sprechen, auch wenn das Moorcock in seinem Essay mal so darzustellen versuchte.
In Wahrheit war Moorcock viele Jahre jemand, der für den Lebensunterhalt schrieb und einfach die Familie ernähren musste. Die "Zyklen", die wir so kennen, das sind Ergebnisse einer aufwendigen Post-Production, die auch viele Re-Recordings und Overdubs inhäriert.
Ursprünglich waren das schnell dahin geschriebene Fanzine-Episoden, mit denen er – aufgrund damals mangelnder Konkurrenz – gut Erfolg hatte und die Miete verdienen konnte. Entsprechend zu deuten ist das Konzeptionelle bei Moorcock.

Vergleichbar mit Hohlbein, der sich von Moorcock in zweierlei Hinsicht unterscheidet: Dass er die Zusammenarbeit mit seiner Schriftstellergattin öffentlich machte und dass er keine Legacy etablierte.

Offline Sosthenes

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6447 am: 25.09.2021 | 19:04 »
Ach, Elminster ist doch auch bloß 'n NSC. Wer ihn nicht mag, läßt ihn halt weg oder sorgt dafür, daß er zufällig nie zu Hause ist, wenn die Spielercharaktere doch mal Shadowdale besuchen -- da habe ich nie ein großes Problem gesehen. ;)
Es gibt Dinge deren reine Existenz falsch ist ;)

Ich habe eigentlich nie verstanden, weshalb es Spieler gibt, die bestimmte NSCs von eigentlich guter Gesinnung (wie z.B. Elminster, Nahema etc.) regelrecht hassen und bestimmte NSC von eigentlich böser Gesinnung (wie z.B. Raistlin) fast schon vergöttern.

Naja, dass die Gesinnung etwas mit der Qualität eines Charakter im literarischen Sinne zu tun hat ist jetzt schon ein bisschen naiv. Raskolnikovs Verhalten und Gemütswelt ist interessanter zu beobachten als die von Charles Bingley. Oder um mal bei den Russen zu bleiben: "Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich."

Gut geschrieben ist wichtig, nicht gut im Herzen. Und da fällt bei mir Elminster durch, und ganz ehrlich gesagt auch fast alles sonst von Greenwood. Zu Nahema hab' ich keine Meinung mehr, die war eher öde, Raistlin ist wish.com Elric.

(Die Idee mit den ursprünglichen drei gesinnungen hat er ja eindeutig von Moorcock übernommen.)
Poul Anderson nicht zu vergessen, der hatte IMHO auf D&D einen größeren Einfluss.
« Letzte Änderung: 25.09.2021 | 19:07 von Sosthenes »

Offline Orok

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6448 am: 25.09.2021 | 19:37 »
[...]Raistlin ist wish.com Elric.[...]
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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #6449 am: 26.09.2021 | 08:32 »
Zitat
Gut geschrieben ist wichtig, nicht gut im Herzen. Und da fällt bei mir Elminster durch, und ganz ehrlich gesagt auch fast alles sonst von Greenwood. Zu Nahema hab' ich keine Meinung mehr, die war eher öde, Raistlin ist wish.com Elric.
Wenn dies das Kriterium wäre, nach dem die NSC in D&D-Welten eine Darseinsberechtigung hätten ("gute" literarische Beschreibung durch ihren Schöpfer/ihrer Schöpferin), wären die meisten wahrscheinlich gänzlich unbewohnt.  ;)

Zitat
Masse allein macht's halt nicht - insbesondere der Gewinn ist bei wenigen Büchern deutlich höher (weniger Kosten).
Das kann so sein, aber muss nicht. Gesetz der Massenproduktion, etc.
« Letzte Änderung: 26.09.2021 | 08:34 von Rhylthar »
“Never allow someone to be your priority while allowing yourself to be their option.” - Mark Twain

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