Autor Thema: Weltengeists Abenteuer-Rezensionen  (Gelesen 67807 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Kaskantor

  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 3.472
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Kaskantor
Re: Weltengeists Abenteuer-Rezensionen
« Antwort #300 am: 14.02.2021 | 08:56 »
Ich habe es auch im Schrank und finde es großartig, sowohl vom aussehen, als auch vom Inhalt.

Nur der Fernkampf ist etwas stark geraten mMn.
Power Gamer: 50% Butt-Kicker: 46% Tactician: 75% Specialist: 13% Method Actor: 58% Storyteller: 75% Casual Gamer: 54%

Offline Weltengeist

  • spielt, um zu vergessen
  • Mythos
  • ********
  • Kaufabenteueranpasser
  • Beiträge: 8.307
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Weltengeist
Re: Weltengeists Abenteuer-Rezensionen
« Antwort #301 am: 14.02.2021 | 09:28 »
Willkommen im Club. Ich habe das vor etlichen Jahren ebenfalls bei einem ziemlich speziellen SL als Spieler erlebenleiden dürfen (kann man hier auch irgendwo nachlesen) und hab'mir ja Jahre später geschworen, das Teil selbst mal zu lesen und zu leiten.

Wobei ich jetzt "speziell" gar nicht so negativ gemeint habe. Er war ein sehr engagierter Spielleiter und vor allem ein großartiger Schauspieler. Ich werde nie vergessen, wie er den Dämon in der Kanalisation gespielt hat - es war dermaßen bedrohlich, dass alle, die am Spieltisch saß (sogar der 130-kg-Isländer) die Köpfe zwischen die Schultern gezogen hatten. Niemand wäre auf die Idee gekommen zu sagen: "Ich ziehe mein Schwert". Großartig! Aber er war eben nicht nur eine Rampensau, sondern auch ein Egomane. Nobody is perfect, I guess.

Hm, eigentlich stehen ja zur Zeit andere Systeme im Vordergrund bei mir, aber vielleicht wäre das tatsächlich mal ein Grund, sich irgendwann in ferner Zukunft mal wieder mit WarHammer und der Kampagne zu beschäftigen.

So geht mir das auch - ich habe Warhammer 4 jetzt doch mal auf meinen Wunschzettel gesetzt (den zweiten Band der Kampagne habe ich schon vor Monaten bestellt, mal sehen, wann er denn endlich mal gedruckt vorliegt).
"Wenn ich in Unterleuten eins gelernt habe, dann dass jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat." (Juli Zeh, Unterleuten)

Pausierend (Spieler erkrankt): Die Türme von London (Savage Worlds)
Pausierend (Corona): Wilde See (Savage Worlds)
Ersatz derzeit: Solospiel

Offline Blizzard

  • WaWiWeWe²
  • Titan
  • *********
  • Fade to Grey
  • Beiträge: 18.023
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Blizzard
Re: Weltengeists Abenteuer-Rezensionen
« Antwort #302 am: 14.02.2021 | 09:39 »
Wobei ich jetzt "speziell" gar nicht so negativ gemeint habe.
Das habe ich mir fast gedacht. ;)
Unser damaliger SL war ein großer...Vorleser. ::)

Zitat
So geht mir das auch - ich habe Warhammer 4 jetzt doch mal auf meinen Wunschzettel gesetzt (den zweiten Band der Kampagne habe ich schon vor Monaten bestellt, mal sehen, wann er denn endlich mal gedruckt vorliegt).
Ich werde allerdings bei der 2nd Edition von WarHammer Fantasy bleiben. Da habe ich alle wichtigen Bücher zu und für mich hat die Regelmechanik schon damals sehr gut funktioniert.
"Wir leben nach den Regeln, wir sterben nach den Regeln!"

"Wer nicht den Mut hat zu werfen, der wird beim Würfeln niemals eine Sechs erzielen."

Offline Weltengeist

  • spielt, um zu vergessen
  • Mythos
  • ********
  • Kaufabenteueranpasser
  • Beiträge: 8.307
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Weltengeist
Re: Weltengeists Abenteuer-Rezensionen
« Antwort #303 am: 14.02.2021 | 11:24 »
#110: The Queen of Gold - Tales from the Pirate Isles

Autor: diverse
System: Shadow of the Demon Lord
Erschienen: 2017
Umfang: lang (ca. 30 Stunden Spielzeit)

Warum habe ich das AB gelesen?

Kampagne. Piraten. Goldene Königin. Klang nach etwas für meine Tischrunde.

Plot

Die SC stoßen immer wieder auf Spuren der Piratenkapitänin Anne the Red - böse Artefakte, die sie von einem Raubzug mitgebracht hat und die eigentlich einem üblen Nekromanten gehören. Das mächtigste davon muss man am Ende zu seinem Besitzer zurückbringen, um zu verhindern, dass dieser alles kurz und klein zaubert.

Eindruck

Mit einem Wort: Ich fühle mich verarscht.

Das Buch kostet 19,99 $ und hat den folgenden Klappentext (Auszug):
"The Queen of Gold: Tales of the Pirate Isles presents a complete campaign that takes a group of starting characters all the way to the culmination of their master paths. In the eleven adventures contained inside, you will..."

Was würdet ihr bei einem solchen Klappentext erwarten? Also, was das Buch wirklich enthält, sind 34 Seiten. 34. Kein Scherz. Die "Abenteuer" sind One-Sheet-Adventures, wenig mehr als Abenteuerskizzen, meist ohne Karten, NSC-Beschreibungen und manchmal sogar ohne Spielwerte (man möge doch bitte im Freeport Companion nachlesen). So etwas würde ich als Abenteuerexposee an einen Verlag schicken, aber es als "eleven adventures" und "complete campaign" zu bewerben und für 20 Dollar zu verticken? Das ist ohne Worte.

Ich persönlich mag auch die Art der Abenteuer nicht. Zum einen sind es im Grunde nur Überleitungen zwischen Kämpfen - irgendetwas Ekliges passiert, dann hauen wir das Eklige zu Klump, dann hauen wir den Verursacher zu Klump. Wir zählen unsere neu gewonnenen Insanity-Punkte zusammen, dann weiter zum nächsten Abenteuer. Wer's mag - meine Sache ist es nicht.

Neben dem Dauer-Ekel-Faktor, der sich mMn schnell abnutzt, ist aber auch die ganze Atmosphäre nicht so meins. Das mag mehr dem Setting als dem eigentlichen Abenteuer geschuldet sein, aber ich hatte schon SotDL-Abenteuer, die mich weniger genervt haben. Und wenn dann in der Conclusion steht: "In most cases, the adventure concludes (...) with the characters dead and the demon free". Nein, Leute, da bin ich raus. Ich mag ja beispielsweise die Warhammer-Welt (siehe die letzte Rezi), die ist auch nicht nur eitel Sonnenschein. Aber so eine Dauer-Depro-Kampagne, bei denen man am Ende wahrscheinlich auch noch verliert - dem kann ich nichts abgewinnen.

Ich hätte da einen "Kampagnenband" günstig abzugeben... ;)
"Wenn ich in Unterleuten eins gelernt habe, dann dass jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat." (Juli Zeh, Unterleuten)

Pausierend (Spieler erkrankt): Die Türme von London (Savage Worlds)
Pausierend (Corona): Wilde See (Savage Worlds)
Ersatz derzeit: Solospiel

Offline BobMorane

  • Hot Pink Motorblockschläger
  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 2.404
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: BobMorane
Re: Weltengeists Abenteuer-Rezensionen
« Antwort #304 am: 15.02.2021 | 20:45 »
Die Plotzusammenfassung las sich spannend, aber der Rest ....

Offline Weltengeist

  • spielt, um zu vergessen
  • Mythos
  • ********
  • Kaufabenteueranpasser
  • Beiträge: 8.307
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Weltengeist
Re: Weltengeists Abenteuer-Rezensionen
« Antwort #305 am: 9.03.2021 | 20:31 »
#111: We're No Heroes (Fly Free or Die #1)

Autor: BJ Hensley
System: Starfinder
Erschienen: 2020
Umfang: lang (ca. 20 Stunden Spielzeit)

Warum habe ich das AB gelesen?

Weil ich Starfinder immer noch ein ziemlich cooles Space-Opera-Setting finde und weil dieser Abenteuerpfad (mit moralisch "grauen" Freihändler-SC) nach dem klang, was ich gerne in einem Sci-Fi-Universum spiele.

Plot

Die SC arbeiten für den Konzern EJ Corp. und setzen der Reihe nach mehrere Jobs in den Sand (natürlich ohne etwas dafür zu können). Als sie die Kündigung quasi in der Hand haben, macht ihnen ein Drow ein Angebot, das sie nicht ablehnen können: ein Schiff mit revolutionärer neuer Technologie zu klauen...

Eindruck

Das Gute vorweg: Im Gegensatz zu so manchem Pathfinder- und Starfinder-Abenteuerpfad besteht dieser hier nicht nur aus einer Aneinanderreihung von Kampf-Encountern. Die SC haben durchaus verschiedene Möglichkeiten, die einzelnen Szenen zu bewältigen, und wenn ein Kampf wirklich einmal unumgänglich ist, dann macht er an der Stelle auch wirklich Sinn und wirkt nicht nach einem eingeschobenen "Jetzt haben wir aber schon seit einer Stunde nichts mehr getötet"-Encounter.

Auch der grundlegende Plot ist eigentlich ganz nett und kann von einem Spielleiter mit Liebe zum Fluff auch noch deutlich ausgewalzt werden. Ich spoilere mal heftig, damit man eine Idee bekommt, wovon ich im Folgenden rede:
  • Die erste Mission ist ein vermeintlich ganz einfacher Job, bei dem Ware von A nach B transportiert werden muss. Leider ist die Ware verderblich, und der Empfänger ist spurlos verschwunden. Sogar wenn sich die SC wirklich clever anstellen, holen sie höchstens die Hälfte des Geldes rein, und EJ Corp. setzt sie auf die Beobachtungsliste.
  • Die zweite Mission ist nichts weniger als eine Waffenlieferung an die Hobgoblins von der Gideron Authority (wer Starfinder nicht kennt: das Klischee eines Nazi-inspirierten, aggressiv expansionistischen Unterdrückungsstaats), die den Arschlöchern helfen soll, den Aufstand einer friedlichen Minenkolonie niederzuschlagen. Am Zielort stehen die SC dann natürlich vor der Wahl, ob sie einfach ihren Auftrag erledigen oder ob sie den Aufständischen helfen. Egal, wie sie sich entscheiden - am Ende stehen sie wieder mit viel zu leeren Händen da, und EJ Corp. bereitet ihre Kündigung (und damit den Verlust ihres Raumschiffs) vor.
  • Nun bekommen sie ein Angebot, das man kaum ablehnen kann: Für einen zwielichten Drow namens Sinjin sollen sie ein experimentelles Schiff von ihrem ehemaligen Arbeitgeber klauen. Es folgt ein richtig netter Run auf eine Raumstation, und sollten die SC tatsächlich bekloppt genug sein, das Schiff bei Sinjin abzuliefern, stellen sie schnell fest, dass man in dieser Welt einfach niemandem trauen darf...
Man merkt meiner Beschreibung vielleicht bereits an, dass ich mir irgendwie nicht vorstellen kann, dass Spieler all das mit sich machen lassen. Dass man sich mal einen Auftrag lang verarschen lässt, okay. Aber alle drei Aufträge? Insbesondere habe ich seit Jahren keine Gruppe mehr gehabt, die Auftrag zwei auch nur angenommen hätte. Graue Charaktere hin oder her, aber für die Hobgoblin-Nazis arbeiten möchte dann doch niemand. Was natürlich irgendwie auch wieder schade ist, weil man aus dem Szenario mit dem Aufstand der Minenarbeiter echt was machen kann. Aber hier (wie an so mancher anderer Stelle auch) muss der Spielleiter u.U. heftig nachbessern, damit seine Gruppe überhaupt noch dort hingeht, wo die Action ist.

Ich denke aber, dass sich die Arbeit lohnen würde. Ich mochte eigentlich alle drei Missionen - jede davon hat ihren eigenen Charme und bringt einen neuen Aspekt des Settings gut rüber. Auch tut das Abenteuer etwas, was ich wirklich mag: Es schildert die Guten auch wirklich als die Guten und macht es den SC dadurch bei aller moralischer Ambivalenz schwer, aus Versehen ganz auf die böse Seite zu kippen. Das geschieht durch liebevolle Details am Rande (Die Dispatcherin spielt immer mit ihrem Lieblingsschraubenschlüssel und erzählt von ihrer Tochter, die gerade eine Wasserwelt erschließt. In den Büros der Schiffsingenieure vom dritten Run stehen Familienfotos auf dem Tisch usw.). Auch besteht die Möglichkeit, die SC zu Beginn mit den beiden Hauptgegnern der Kampagne zu verknüpfen. Und jede Entscheidung, die sie im Laufe des Spiels treffen, kommt irgendwann am Ende der Kampagne wieder zurück und hat Konsequenzen in Form von Feinden oder Verbündeten. Der vermeintlich kurzfristige Vorteil kann sich also langfristig bitter rächen, und es kann sich auszahlen, auf seinem Weg auch mal ein paar Freunde zu hinterlassen und nicht bloß Opfer.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Geschichte der Starfinder-Freihändler weitergeht, und werde mir auch den zweiten Teil des Abenteuerpfads anschauen.

P.S.: So manches Offensichtliche habe ich jetzt hier gar nicht mehr erwähnt. Wie üblich bei Pathfinder / Starfinder fehlt meist die Beschreibung, wie die NSC aussehen. Manchmal hat man Glück und es gibt ein Bild, aber wenn nicht - Pech. Auf der Plus-Seite haben wir eine Reihe von richtig schicken Karten (insbesondere für Mission 3 und das eigene Raumschiff), und natürlich sind auch die Illustrationen wie immer sehr gelungen. Eines aber verstehe ich nicht: Inzwischen müsste ja auch der Letzte verstanden haben, dass der große Charakter auf der Titelseite von Pathfinder-/Starfinder-Bänden IMMER ein wichtiger Gegner ist. Welchen Sinn macht das aber, wenn der Charakter auf der Vorderseite einer ist, der die SC am Ende hintergeht? Wer das Titelbild einmal gesehen hat (und sei es nur im Internet), der weiß doch automatisch Bescheid?
"Wenn ich in Unterleuten eins gelernt habe, dann dass jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat." (Juli Zeh, Unterleuten)

Pausierend (Spieler erkrankt): Die Türme von London (Savage Worlds)
Pausierend (Corona): Wilde See (Savage Worlds)
Ersatz derzeit: Solospiel

Offline Weltengeist

  • spielt, um zu vergessen
  • Mythos
  • ********
  • Kaufabenteueranpasser
  • Beiträge: 8.307
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Weltengeist
Re: Weltengeists Abenteuer-Rezensionen
« Antwort #306 am: 30.03.2021 | 20:13 »
#112: Merchants of the Void (Fly Free or Die #2)

Autor: Leo Glass
System: Starfinder
Erschienen: 2020
Umfang: lang (ca. 20 Stunden Spielzeit)

Warum habe ich das AB gelesen?

Siehe Teil 1 des Adventure Path.

Plot

Mit ihrem "eigenen" (nun ja) Schiff übernehmen die SC als Freihändler eine Reihe von Aufträgen. Und natürlich treten sie auch diesmal wieder irgendwelchen richtig mächtigen Organisationen auf die Füße...

Eindruck

Wie schon beim ersten Band finde ich auch hier das Gleichgewicht aus Rollenspiel, Kampf, Erkundung und Raumfahrt-Action ziemlich gelungen. Und auch die Missionen sind für sich genommen alle recht interessant und vertiefen das Bild vom Starfinder-Universum - fast wirkt es, als habe man sich in diesem AP zum Ziel gesetzt, möglichst viele Tropes des Settings abzuklappern.

Konkret haben wir es diesmal mit vier Aufträgen zu tun:
  • Zu Beginn bekommt die Crew den eher unappetitlichen Job, Nekro-Organe zu beschaffen und zu liefern. Leider werden diese von eher zwielichtigen Gestalten aus Leichen hergestellt. Gewissensbisse sind hier vorprogrammiert. Allerdings musste ich diesen Teil mehrfach lesen, um zu kapieren, wie alles zusammenhängen sollte, und ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, dass es mir gelungen ist.
  • Ein Highlight ist für mich die zweite Mission: Die Gruppe soll eine Herde Defrexe einfangen und zu einem anderen Planeten bringen. Hier haben wir es plötzlich mit einem Space-Western-Abenteuer reinsten Wassers zu tun, und die SC dürfen Hightech-Cowboys spielen - cool!
  • Mission 3 dagegen fand ich für die Storyline irgendwie unpassend: Die SC sollen sich als Kopfgeldjäger verdingen. Es bleibt völlig unklar, warum sie das tun sollten oder auch nur, warum sie dafür qualifiziert sein sollten.
  • Mission 4 beginnt harmlos, doch dann stellt sich heraus, dass jemand sämtliche auch nur halbwegs sympathischen NSC aus diesem Abenteuer eingefangen hat, nur um den SC eine Falle zu stellen. Diese ist dann aber so dilettantisch aufgebaut, dass die SC vermutlich bis zuletzt nicht merken, dass es eine Falle sein sollte.
Wie man sieht, ist das Ganze qualitativ gemischt und muss wohl hier und da an die Bedürfnisse der Gruppe angepasst werden. Problematisch fand ich, dass ich mir bei fast jedem Job Gruppen vorstellen kann, die den betreffenden Auftrag einfach ablehnen, weil er sie anwidert oder weil sie ihn von vornherein für eine Falle halten. Was an anderer Stelle kein Problem wäre, aber hier sind die Missionen nicht so unabhängig voneinander, wie es in der obigen Beschreibung wirkt: Lässt man eine aus, macht vielleicht auch eine anderen keinen Sinn mehr.

Nicht besonders logisch finde ich auch, dass sich die Crew unbehelligt mit ihrem geklauten Schiff durch die Galaxis bewegen kann. Ihr Gegner ist eine reiche, mächtige Organisation; trotzdem landet man ohne den Hauch von Bedenken auf Core- und Near-Space-Welten. Das ist nicht sonderlich logisch (zumal es sich um ein wertvolles Schiff handelt und die Organisation auch schon Kopfgeldjäger ausgesandt hat), und ich glaube, viele Gruppen würden das auch so nicht machen.

Eine besondere Stärke des Abenteuers sind dafür die tollen, pulpig-markanten NSC. Viele davon sind gar keine echten Gegner, sondern eher Konkurrenten, Auftraggeber oder schlicht Sidekicks wie die drei Space Goblins, die den SC auf dem Schrottplatz begegnen und sich dann irgendwie nicht mehr abschütteln lassen. Und das Schiff der Dauer-Konkurrenten bekommt gleich eine voll ausgearbeitete Crew spendiert, komplett mit süßer Pet-Drohne. Das versöhnt mich dann schon wieder mit den Holprigkeiten in den Abenteuern. Ja, man muss wohl Arbeit investieren, aber es ist genug tolles Material dabei, dass sich diese Arbeit lohnen könnte.
« Letzte Änderung: 30.03.2021 | 20:25 von Weltengeist »
"Wenn ich in Unterleuten eins gelernt habe, dann dass jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat." (Juli Zeh, Unterleuten)

Pausierend (Spieler erkrankt): Die Türme von London (Savage Worlds)
Pausierend (Corona): Wilde See (Savage Worlds)
Ersatz derzeit: Solospiel

Offline Megavolt

  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 2.499
  • Username: Megavolt
Re: Weltengeists Abenteuer-Rezensionen
« Antwort #307 am: 30.03.2021 | 21:28 »
Du machst so tolle Rezensionen! Mach doch mal auf Seite 1 im ersten Beitrag eine Auflistung der jeweiligen Titel und einen Link zur Rezension, dann findet man sich sehr viel leichter zurecht. Das wäre doch blöd, wenn im Mittelfeld des Threads deine Rezensionen "untergehen".

Offline Ávila

  • Experienced
  • ***
  • Beiträge: 144
  • Username: Ávila
Re: Weltengeists Abenteuer-Rezensionen
« Antwort #308 am: 30.03.2021 | 21:38 »
Du machst so tolle Rezensionen! Mach doch mal auf Seite 1 im ersten Beitrag eine Auflistung der jeweiligen Titel und einen Link zur Rezension, dann findet man sich sehr viel leichter zurecht. Das wäre doch blöd, wenn im Mittelfeld des Threads deine Rezensionen "untergehen".

Die Übersicht ist hier:
https://www.tanelorn.net/index.php/topic,116559.msg134915879.html#msg134915879

Zu Free Fly or Die:
Funktioniert die Kampagne auch außerhalb des Starfinderuniversums? Oder genauer: Kann ich die Alienrassen austauschen und die übernatürlichen Elemente weglassen ohne die Abenteuer groß anpassen zu müssen?


Offline Megavolt

  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 2.499
  • Username: Megavolt
Re: Weltengeists Abenteuer-Rezensionen
« Antwort #309 am: 30.03.2021 | 21:46 »
Super!

Offline Weltengeist

  • spielt, um zu vergessen
  • Mythos
  • ********
  • Kaufabenteueranpasser
  • Beiträge: 8.307
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Weltengeist
Re: Weltengeists Abenteuer-Rezensionen
« Antwort #310 am: 31.03.2021 | 07:18 »
Die Übersicht ist hier:
https://www.tanelorn.net/index.php/topic,116559.msg134915879.html#msg134915879

Genau das. Die Übersicht war einmal im ersten Posting, aber dann wurden es zu viele Rezis - die Übersicht passte schlicht nicht mehr ins Zeichenlimit. Daher die Lösung mit der separaten Übersicht. Sie ist aber auf der ersten Seite verlinkt - vielleicht sollte ich sie farbig markieren? :think:

Zu Free Fly or Die:
Funktioniert die Kampagne auch außerhalb des Starfinderuniversums? Oder genauer: Kann ich die Alienrassen austauschen und die übernatürlichen Elemente weglassen ohne die Abenteuer groß anpassen zu müssen?

Auf ein ähnlich kunterbuntes Sci-Fi-Settings (wie etwa Star Wars) lässt sich das vermutlich anpassen. Aber die Autoren geben sich hier schon wirklich Mühe, so viele Besonderheiten des Starfinder-Settings abzuklappern wie möglich - ein bisschen Flair ginge daher sicherlich verloren.
"Wenn ich in Unterleuten eins gelernt habe, dann dass jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat." (Juli Zeh, Unterleuten)

Pausierend (Spieler erkrankt): Die Türme von London (Savage Worlds)
Pausierend (Corona): Wilde See (Savage Worlds)
Ersatz derzeit: Solospiel

Offline Der Läuterer

  • Mythos
  • ********
  • Adjektivator des Grauens
  • Beiträge: 8.334
  • Username: Der Läuterer
Re: Weltengeists Abenteuer-Rezensionen
« Antwort #311 am: 31.03.2021 | 09:07 »
Nimm doch die ersten drei Rezensionen vorne raus und häng sie hinten wieder an. Dann klappt es auch mit der Menge. Du hast danach massig Platz für Deine Liste hier im Thread.
Power Gamer: 38%  |  Butt-Kicker: 8%  |  Tactician: 67%  |  Specialist: 38%
          Method Actor: 96%  |  Storyteller: 83%  |  Casual Gamer: 13%