Autor Thema: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel  (Gelesen 76116 mal)

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Offline Galatea

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #550 am: 26.02.2026 | 13:21 »
Sehr Westernmäßig wäre es nun, wenn man mehrere Schiffe so hinter ein "Lokomotiv" Schiff anhängt, das wäre das Pendent zu einer Eisenbahn, eventuell mit Schiffen, die von vorneherein als Waggon konzipiert sind.
Und wenn man das mit einem Tugboat und einem einzelnen Container macht, dann hat man wirklich das Planwagen-Equivalent. So ein bisschen wie der Drop-Pod in Subnautica 2.
Würde auch passen, Tugboats sind klein, günstig und haben viel Zugkraft - genau das, was ein Pioniersiedler da draußen braucht (und genau wie Planwägen für sehr lange Reisen durch schwieriges/unbekanntes Terrain eigentlich eher ungeeignet). Nach der Landung kann man sie ausschlachten und in einen Hühnerstall/Kuhunterstand/Heulager o.ä. umfunktionieren.



Wieso muss ich gerade an das Command&Conquer MBF denken? ;D
"Wir sind da, Container bitte zum Farmhaus ausklappen!"
« Letzte Änderung: 26.02.2026 | 13:29 von Galatea »
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Offline Doc-Byte

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #551 am: 26.02.2026 | 18:15 »
Da lässt sich für jede Spezies was finden, was ihre Einzigartigkeit unterstreicht, ohne gleich in einem monolithischen kulturellen Block zu enden.

Ich hab die Beschreibungen bisher nur noch mal überflogen. Es kann sein, dass ich die teilweise zu sehr aus der "funktionalen Metaperspektive" betrachtet habe. :think:

p.s. Ich vermisse eine Serpentspezies (die Krull könnte man dafür nehmen, das Portrait passt auch noch mit einem Schlangenkörper), die nur (am besten einziehbare) Arme hat, aber keine (oder nur extrem kurze) Beine. Mit denen kann man auch richtig coole Sachen machen.

Ich überlege gerade, ob ich irgendwo noch Platz für einen Hinweise frei machen kann, der sich mit der Ergänzung eigener Spezies befassen würde. Grundsätzlich kannst du ja ganz einfach ergänzen, was immer du willst. Es gibt nur eine Handvoll Punkte, die du dabei beachten müsstest.

Sehr Westernmäßig wäre es nun, wenn man mehrere Schiffe so hinter ein "Lokomotiv" Schiff anhängt, das wäre das Pendent zu einer Eisenbahn, eventuell mit Schiffen, die von vorneherein als Waggon konzipiert sind.

Ich hab tatsächlich nicht "das eine" Konzept für den Aufbau von Schiffen im Star Reeves Setting, aber die TSS Orion bspw. ist ein ehemaliger Frachter, der genau das Konzept "Brückenmodul, auswechselbares Frachtsegment und Antriebsmodul umgesetzt hat. - Das heißt aber nicht, dass alle anderen Frachtschiffe auch zwangsläufig so aufgebaut sind. Sowas wie der YT-1300 ist durchaus auch möglich.



Ist das so angedacht?

Teilweise ja. Man kann damit zusätzliche Container an sein Schiff hängen, sein Schiff an ein anderes (größeres) Schiff heften, aus einem Frachter einen Träger für Raumjäger machen und andere "kreative Anwendungen" finden (Bspw. machen Container mit eingebauten Waffen aus einem Frachter schnell und einfach einen Hilfskreuzer.).

Und wenn man das mit einem Tugboat und einem einzelnen Container macht, dann hat man wirklich das Planwagen-Equivalent.

Interessante Idee! - Gutes Beispiel für die o.g. "kreativen Anwendungen". :d ;D

Offline Schleicher

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #552 am: 27.02.2026 | 07:24 »
Folge einer Youtuber Gruppe, die jetzt ein eigenes D&D Setting machen.

Siehst du Ähnlichkeit? Sagen zwar nicht Western aber fühlen tue ich es.

https://youtu.be/uxZXjHZ45t0?si=gcv1lKDGtLl7sdTI

Offline Galatea

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #553 am: 27.02.2026 | 09:50 »
Ich hab die Beschreibungen bisher nur noch mal überflogen. Es kann sein, dass ich die teilweise zu sehr aus der "funktionalen Metaperspektive" betrachtet habe. :think:
Mein Problem ist eher, dass die so ein wenig den Eindruck machen, als ob sie halt da sind, weil man das Trope "Quasi-Aliens" bei einem Science Fiction Rollenspiel erwartet.

Ich bin bei Aliens/Quasi-Aliens/Fantasy-Spezies generell ein Verfechter von "entweder macht man sich da richtig Mühe oder man lässt sie weg".
Weil, sind wir mal ehrlich, das Setting BRAUCHT sie jetzt nicht zwingend.
Im Moment wirken sie eher aufgesetzt, um eine Checkbox abzuhaken.

Ich denke aber auch, dass man mit denen richtig coole Sachen machen kann, die das Setting bereichern. Wichtig sind dabei auch die kleinen Sachen, wie z.B. Schlafröhren für Schlangenspezies oder Warnschilder anderer Natur für Spezies, die farbenblind sind aber dafür Infrarot/UV/Ultraschall/o.ä. nutzen (die sehen ja keine "normalen" Signalfarben).
Auch so banale Dinge wie "wer darf was essen" können interessant werden, v.a. bei Hyperspezialisten wie Space-Koalas - ist schon blöd, wenn man auf der letzten Ration in irgendeinem Dorf ankommt und alles was es gibt sind unverdauliche Blätter, die dazu noch giftig sind.
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Online Skeeve

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #554 am: 27.02.2026 | 10:28 »
"verschiedene Alien-Spezies mit unterschiedlichsten Bedürfnissen"  mein erster Gedanke dabei: https://en.wikipedia.org/wiki/Sector_General

Ich habe jetzt keine Ahnung ob das als Inspiration etwas taugt, aber wollte ich mal loswerden den Gedanken...
... oft genug sind die Spieler die größten Feinde der Charaktere, da helfen auch keine ausgeglichenen Gegner

Hoher gesellschaftlicher Rang ist etwas, wonach die am meisten streben, die ihn am wenigsten verdienen.
Umgekehrt wird dieser Rang denen aufgedrängt, die ihn nicht wollen, aber am meisten verdienen. [Babylon 5]

Offline Doc-Byte

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #555 am: 28.02.2026 | 00:32 »
Siehst du Ähnlichkeit? Sagen zwar nicht Western aber fühlen tue ich es.

Ich würde auf den ersten Blick sagen, sie beziehen ihre Inspiration in Teilen aus ähnlichen oder identischen Quellen wie ich, was sie da zeigen wirkt auf mich aber eine ganze Spur mehr over the top als Star Reeves. Das kann aber auch an dem quietschebunten Trailer liegen. - Oder D&D an sich. :think:

Letztlich sagt der Trailer von denen auch nur bedingt etwas darüber aus, wie sie sich das konkrete Spiel vorstellen, während Star Reeves eine sehr klare Linie hat, was das "offizuielle" Setting für die SCs betrifft. Oft sieht man ja interessante Settings und dann bekomtm man gesagt: Ihr könnt damit spielen, was immer ihr wollt aka baut euch selber was. Auch das muss nicht schlecht sein, ich finde einen gewissen Fokus aber u.U. hilfreich dabei, sich im Setting zurechtzufinden.

Mein Problem ist eher, dass die so ein wenig den Eindruck machen, als ob sie halt da sind, weil man das Trope "Quasi-Aliens" bei einem Science Fiction Rollenspiel erwartet.

Naja, ohne Nicht-Menschen gäbe es keine United Fed... ähm, keinen Terranischen Sternenbund und der ist ja schon ein ziemliches Kernelement des Settings. - Deshalb spreche ich von einem vielleicht zu starken Blick auf die funktionale Ebene. Genauso wären die Neuen Gtrenzwelten in meinen Augen auch weniger interessant ohne ein paar Einheimische, die zuerst da waren. - Ohne die jetzt in Ecke der indigenen Völker drängen zu wollen.

Ich denke aber auch, dass man mit denen richtig coole Sachen machen kann, die das Setting bereichern. Wichtig sind dabei auch die kleinen Sachen, wie z.B. Schlafröhren für Schlangenspezies oder Warnschilder anderer Natur für Spezies, die farbenblind sind aber dafür Infrarot/UV/Ultraschall/o.ä. nutzen (die sehen ja keine "normalen" Signalfarben).
Auch so banale Dinge wie "wer darf was essen" können interessant werden, v.a. bei Hyperspezialisten wie Space-Koalas - ist schon blöd, wenn man auf der letzten Ration in irgendeinem Dorf ankommt und alles was es gibt sind unverdauliche Blätter, die dazu noch giftig sind.

Der Punkt ist halt, dass sie rein biologisch bewusst realtiv menschenählich gehalten sind. Andere Kulturen sind natürlich völlig erwartbar und das könnte man sicherlich auch mehr ausbauen. Hier scheint durch, dass ich mich in dem Punkt doch recht stark an dem Vorbild von Star Trek orrientiere, gleichzeitig aber versuche, eigenständig zu sein. Sicherlich ein gewisser Spagt. :-\

"verschiedene Alien-Spezies mit unterschiedlichsten Bedürfnissen"  mein erster Gedanke dabei: https://en.wikipedia.org/wiki/Sector_General

Ich habe jetzt keine Ahnung ob das als Inspiration etwas taugt, aber wollte ich mal loswerden den Gedanken...

Das scheint mir tatsächlich stärker in die Richtiung zu gehen, die Galatea vorschwebt.

Offline Doc-Byte

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #556 am: 28.02.2026 | 17:12 »
Weil, sind wir mal ehrlich, das Setting BRAUCHT sie jetzt nicht zwingend.

In nicht mehr übermüdetem Zustand ist mir klar geworden, dass das Setting die Nicht-Menschen tatsächlich braucht. Zum einen steht der Sternenbund mit seinen diversen Spezies als Mitglieder für den positiven Aspekt der Verständigung im Setting und zum anderen können fremde Spezies wie die Krull als Antagonisten verwendet werden, ohne dass man die Menschheit in diverse Gruppen zersplittern muss, was wieder die Idee einer positiven Zukunft für die Menschheit als Ganzes untergraben würde.

Offline Tudor the Traveller

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #557 am: 28.02.2026 | 18:41 »
In nicht mehr übermüdetem Zustand ist mir klar geworden, dass das Setting die Nicht-Menschen tatsächlich braucht. Zum einen steht der Sternenbund mit seinen diversen Spezies als Mitglieder für den positiven Aspekt der Verständigung im Setting und zum anderen können fremde Spezies wie die Krull als Antagonisten verwendet werden, ohne dass man die Menschheit in diverse Gruppen zersplittern muss, was wieder die Idee einer positiven Zukunft für die Menschheit als Ganzes untergraben würde.

Finde ich gut so  :d
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Offline Galatea

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #558 am: 28.02.2026 | 22:38 »
In nicht mehr übermüdetem Zustand ist mir klar geworden, dass das Setting die Nicht-Menschen tatsächlich braucht. Zum einen steht der Sternenbund mit seinen diversen Spezies als Mitglieder für den positiven Aspekt der Verständigung im Setting und zum anderen können fremde Spezies wie die Krull als Antagonisten verwendet werden, ohne dass man die Menschheit in diverse Gruppen zersplittern muss, was wieder die Idee einer positiven Zukunft für die Menschheit als Ganzes untergraben würde.
Dann sollten die aber wirklich etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen, sowohl was Verhalten/Kultur angeht, als auch ihre Fähigkeiten.

Like, holy cow, du hast Spezies die können Infrarot sehen und sogar Ultraschall verwenden - das ist ein so krasser Wechsel in der Wahrnehmung, da kannst du die Spieler nicht einfach sich selbst überlassen. Die Spezies mit ihrer Wärmesicht können z.B. Gaslecks erkennen und "normale" Tarnung kann man gegen die vergessen, mit entsprechend trainierten Sinnen können die sogar Leute mit Fieber in einer Menge identifizieren (oder jemanden, der vor kurzem gerannt ist und dadurch auch eine höhere Körpertemperatur hat).
Die Spezies mit Ultraschall haben eine völlig andere Wahrnehmung was Oberflächenstrukturen angeht, können teilweise abschätzen welche Konsistenz Gegenstände haben (fest, weich, fluffig, oder ob eine Kiste leer/voll ist) und Farbtarnung kann man sich bei denen völlig sparen, dafür ist Ultraschall (zumindest wenn man sich ausschließlich darauf verlässt) beim feuern auf Ziele mit zunehmender Entfernung echt problematisch (weil Wahrnehmung begrenzt durch Schallgeschwindigkeit) und es ist ein AKTIVES Wahrnehmungssystem, d.h. es kann von anderen wahrgenommen/entdeckt werden - wenn man aktiv mit seinem Ultraschall rumpingt kann man sich das Anschleichen direkt sparen.
Was Spezies mit Elektrofeldwahrnehmung so in einem Raumschiff wahrnehmen ist noch schwieriger auszumalen ("der Raum fühlt sich heute komisch an, wir sollten mal die Energiekoppler checken"), die dürften aber u.a. in der Lage sein im Boden vergrabene Energiekabel zu finden, zumindest wenn sie ihre Sinne entsprechend trainieren.

Und auch in einer "positiven Gesellschaft" dürften so Sachen wie (unbewusste/unbeabsichtigte) Diskriminierung noch immer ein gewisses Thema sein und Auswirkungen haben. Wenn beispielsweise die Space-Koalas, weil sie so süß und knuffig sind von anderen Spezies unbeabsichtigt oft ein wenig wie Kinder behandelt werden und dadurch das Gefühl haben nicht so ganz ernst genommen zu werden, dann wird das bei vielen Vertretern dieser Spezies dazu führen, dass sie möglichst offiziell-autoritär oder martialisch auftreten (Business Suit oder mit Knochen/Stacheln/Patronen behängt), während andere diesen Eindruck absichtlich verstärken (und sich gezielt dumm stellen), um mit kleineren krummen Dingen durchzukommen.
Das führt sowohl innerhalb der Spezies als auch in der Interaktion mit Außenstehenden zu Reibung und eröffnet Möglichkeiten für interessante Interaktionen und Konflikte.
« Letzte Änderung: 28.02.2026 | 22:43 von Galatea »
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Offline Doc-Byte

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #559 am: Gestern um 19:12 »
[...]

Ich hatte hier einen "langen" Text stehen, der Punkt für Punkt auf deinen Post geantwortet hat, aber nach mehrfachem drüber schlafen, habe ich mich entschieden, das "Quote Spiel" nicht noch mehr in die Länge zu ziehen. :)

Was ich aus deinem Post herauslese ist, dass wir zwei sehr unterschiedliche Perspektiven haben: Du schiehst das ganze Thema aus professioneller Sicht. Von diesem Standpunkt aus, kann ich deine starken Vorbehalte und Bedenken gegenüber die KI Technologie absolut verstehen und nachvollziehen.

Was du aber auch tust, ist, deine professionellen Maßstäbe auf Star Reeves zu übertragen, wobei du Ansprüche stellst, die nichtmal (alle) von Verlagen veröffentliche Rollenspiele (vollständig) erfüllen. Einerseits fühle ich mich geehert, dass du Star Reeves (bei entsprechender Weiterentwicklung) trotz aller Bedenken zutraust, ein deratiges Niveau erreichen zu können. Andererseits sehe ich Star Reeves derzeit immer noch als DIY Hobbyprojekt ohne nennenswertes Budget für "Zukäufe". Entsprechend ist das der Maßstab, an dem ich das derzetige Ergebnis von (mit Unterbrechungen) jetzt fast 15 Jahren Entwicklung (die letzten ca. 6, 7 davon sehr intensiv) messe.

Auch und gerade angesichts dieser langen Entwicklungszeit, will ich das Buch in absehbarer Zeit zu einem "Abschluss" bringen. Ich denke daher, dass es der derzeit sinnvollste Weg ist, die Überarbeitung auf Basis des Feedbacks zuende zu brigen und Star Reeves dann als 1. Edition zu veröffentlichen. (Was ich streng genommen schon mindestens 1x getan habe... ;D) Denn wenn ich weiterhin nur still vor mich hinwerkel und hin und wieder mal was im Forum poste, wird Star Reeves auch niemand spielen. Mit einer 1. Edition habe ich was Konkretes vorzuweisen, kann es präsentieren und vielleicht genug Menschen damit begeistern, dass sich eine 2. Edition auf einem wirklich "professionellen Level" (auch in Bezug auf das Artwork) nicht nur ideell, sondern auch finanziell lohnt bzw. zumindest kein "Subventionsprojekt" wird. Zumal es auch darum geht, den Kopf frei für andere / neue Projekte und Ideen zu bekommen (Die vielleicht irgendwann mal auch ein Nu Texas Quellenbuch sein könnten, wer weiß das jetzt schon? :think:).

Was nochmal das Thema mit dem "generischen KI Look" angeht, habe ich verstanden, worauf du hinaus willst. Ich muss allerdings sagen, dass weder dieser noch die von dir aufgeführten Gegenbeispiele meinen persönlichen Geschmack treffen, aber das war ja nicht der Punkt an der Sache. Ich verstehe, worauf du hinaus willst. :d

Einen Punkt wollte ich auch noch aufgreifen, fällt mir gerade ein: Du sprichts viel von "Kunst", auch in Bezug auf das Gesamtprodukt "Rollenspielbuch". Ich sehe das vielleicht auch etwas nüchterner, denn für mich ist ein Rollenspielbuch in erster Instanz ein Gebrauchsobjekt. Ein Spiel / eine Spielanleitung, ja fast schon ein Handbuch. Natürlich gibt es künstlerische Teilaspekte bei so einem Buch, aber in meinen Augen ist das eher ein Nebeneffekt und die primäre Intention eines Rollenspiebuchs ist nicht, ein "Kunstwerk" zu schaffen, sondern zunächst einmal ein funktionales Spiel. Im Zweifel muss da ein Autor also eher ein guter Didaktiker sein und erst danach ein Künstler". - Ich glaube, auch hier führt unsere unterschiedliche Perspektive zu "kommunikativen Schwierigkeiten".

Was deine inhaltliche Kritik angeht, sehe ich die völlig losgelöst von der grundsätzlichen KI Thematik. Das ist dann auch Kritik, mit der ich arbeiten kann. Auf Teile davon bin ich ja vorab schon eingegenen, andere muss ich gedanklich noch verarbeiten, um sie ggf. später aufzugreifen. Auf jeden Fall bedanke ich mich für das konstruktive Feedback und verstehe jetzt, dass dein Tonfall nicht persönlich gemeint ist, sondern sich aus "gewissen Thematiken" und persönlichen Perspektiven ergeben hat.

Können wir uns auf dieses Fazit verständigen? :)

Offline Doc-Byte

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #560 am: Gestern um 19:19 »
Dann sollten die aber wirklich etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen, sowohl was Verhalten/Kultur angeht, als auch ihre Fähigkeiten.

Bei Verhalten und Kultur stimme ich dir zu. Die Fähigkeiten relativieren sich in meinen Augen ein wenig durch das SciFi Setting, wo derartige Fähigkeiten halt auch über die Verwendung entsprechender Technologie wie Sichtbrillen und Scanner zu erlangen ist. - Aber natürlich sind deine Überlegungen trotzdem nicht irrelevant. Vielleicht sogar im Gegenteil noch wichtiger, das potentiell jeder diese Fähigkeiten auf die eine oder ander Art erlangen kann. Vielleicht wäre hier als ein allgemeiner Hinweis zum Umgang mit speziellen Sinnen der praktikablere Weg. :think:

Und auch in einer "positiven Gesellschaft" dürften so Sachen wie (unbewusste/unbeabsichtigte) Diskriminierung noch immer ein gewisses Thema sein und Auswirkungen haben. Wenn beispielsweise die Space-Koalas, weil sie so süß und knuffig sind von anderen Spezies unbeabsichtigt oft ein wenig wie Kinder behandelt werden und dadurch das Gefühl haben nicht so ganz ernst genommen zu werden, dann wird das bei vielen Vertretern dieser Spezies dazu führen, dass sie möglichst offiziell-autoritär oder martialisch auftreten (Business Suit oder mit Knochen/Stacheln/Patronen behängt), während andere diesen Eindruck absichtlich verstärken (und sich gezielt dumm stellen), um mit kleineren krummen Dingen durchzukommen.
Das führt sowohl innerhalb der Spezies als auch in der Interaktion mit Außenstehenden zu Reibung und eröffnet Möglichkeiten für interessante Interaktionen und Konflikte.

Das ist ein sehr komplexes Thema. Ein guter Hinweis, aber den muss ich gedanklich erstmal eine Weile verarbeiten, bevor ich konkrete Schlüsse daraus ziehen kann. :d

Offline Galatea

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Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Antwort #561 am: Gestern um 23:06 »
Bei Verhalten und Kultur stimme ich dir zu. Die Fähigkeiten relativieren sich in meinen Augen ein wenig durch das SciFi Setting, wo derartige Fähigkeiten halt auch über die Verwendung entsprechender Technologie wie Sichtbrillen und Scanner zu erlangen ist. - Aber natürlich sind deine Überlegungen trotzdem nicht irrelevant. Vielleicht sogar im Gegenteil noch wichtiger, das potentiell jeder diese Fähigkeiten auf die eine oder andere Art erlangen kann. Vielleicht wäre hier als ein allgemeiner Hinweis zum Umgang mit speziellen Sinnen der praktikablere Weg. :think:
Ja, die Fähigkeiten relativieren sich in ihrer Besonderheit, weil sie im Prinzip jeder haben kann, aber man sollte so ein paar Sachen schon auf dem Schirm haben. Eine Hinweisseite wäre definitiv keine schlechte Idee.

Gerade Ultraschall ist extrem anders dadurch dass es ein aktives Wahrnehmungssystem ist, Distanzverzögerung hat und Oberflächenstrukturen und Oberflächenschwingungen wahrnehmen kann. Mit Ultraschall kann man beispielsweise prinzipiell auch Hohlräume hinter Wänden erkennen, weil die Oberfläche dort eine völlig andere Resonanz hat als eine dicke Wand (bei tapezierten Wänden schwierig, aber wenn es nur ein einfaches Stahlblech ist fällt das schon sehr auf). Und Kommunikation ist damit durchaus auch möglich.

Das ist ein sehr komplexes Thema. Ein guter Hinweis, aber den muss ich gedanklich erstmal eine Weile verarbeiten, bevor ich konkrete Schlüsse daraus ziehen kann. :d
In der Hinsicht dürften v.a. "positive" Stereotypen interessant sein (sowas wie "alle Asiaten sind gut in Mathe" oder "Menschen mit Behinderung sind immer so lebensfroh").
Die dürften sich etwas länger halten als die negativen Varianten, einfach weil man denen mehr Beachtung schenkt.
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