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Ich hatte hier einen "langen" Text stehen, der Punkt für Punkt auf deinen Post geantwortet hat, aber nach mehrfachem drüber schlafen, habe ich mich entschieden, das "Quote Spiel" nicht noch mehr in die Länge zu ziehen.

Was ich aus deinem Post herauslese ist, dass wir zwei sehr unterschiedliche Perspektiven haben: Du schiehst das ganze Thema aus professioneller Sicht. Von diesem Standpunkt aus, kann ich deine starken Vorbehalte und Bedenken gegenüber die KI Technologie absolut verstehen und nachvollziehen.
Was du aber auch tust, ist, deine professionellen Maßstäbe auf Star Reeves zu übertragen, wobei du Ansprüche stellst, die nichtmal (alle) von Verlagen veröffentliche Rollenspiele (vollständig) erfüllen. Einerseits fühle ich mich geehert, dass du Star Reeves (bei entsprechender Weiterentwicklung) trotz aller Bedenken zutraust, ein deratiges Niveau erreichen zu können. Andererseits sehe ich Star Reeves derzeit immer noch als DIY Hobbyprojekt ohne nennenswertes Budget für "Zukäufe". Entsprechend ist das der Maßstab, an dem ich das derzetige Ergebnis von (mit Unterbrechungen) jetzt fast 15 Jahren Entwicklung (die letzten ca. 6, 7 davon sehr intensiv) messe.
Auch und gerade angesichts dieser langen Entwicklungszeit, will ich das Buch in absehbarer Zeit zu einem "Abschluss" bringen. Ich denke daher, dass es der derzeit sinnvollste Weg ist, die Überarbeitung auf Basis des Feedbacks zuende zu brigen und Star Reeves dann als 1. Edition zu veröffentlichen. (Was ich streng genommen schon mindestens 1x getan habe...

) Denn wenn ich weiterhin nur still vor mich hinwerkel und hin und wieder mal was im Forum poste, wird Star Reeves auch niemand spielen. Mit einer 1. Edition habe ich was Konkretes vorzuweisen, kann es präsentieren und vielleicht genug Menschen damit begeistern, dass sich eine 2. Edition auf einem wirklich "professionellen Level" (auch in Bezug auf das Artwork) nicht nur ideell, sondern auch finanziell lohnt bzw. zumindest kein "Subventionsprojekt" wird. Zumal es auch darum geht, den Kopf frei für andere / neue Projekte und Ideen zu bekommen (Die vielleicht irgendwann mal auch ein Nu Texas Quellenbuch sein könnten, wer weiß das jetzt schon?

).
Was nochmal das Thema mit dem "generischen KI Look" angeht, habe ich verstanden, worauf du hinaus willst. Ich muss allerdings sagen, dass weder dieser noch die von dir aufgeführten Gegenbeispiele meinen persönlichen Geschmack treffen, aber das war ja nicht der Punkt an der Sache. Ich verstehe, worauf du hinaus willst.

Einen Punkt wollte ich auch noch aufgreifen, fällt mir gerade ein: Du sprichts viel von "Kunst", auch in Bezug auf das Gesamtprodukt "Rollenspielbuch". Ich sehe das vielleicht auch etwas nüchterner, denn für mich ist ein Rollenspielbuch in erster Instanz ein Gebrauchsobjekt. Ein Spiel / eine Spielanleitung, ja fast schon ein Handbuch. Natürlich gibt es künstlerische Teilaspekte bei so einem Buch, aber in meinen Augen ist das eher ein Nebeneffekt und die primäre Intention eines Rollenspiebuchs ist nicht, ein "Kunstwerk" zu schaffen, sondern zunächst einmal ein funktionales Spiel. Im Zweifel muss da ein Autor also eher ein guter Didaktiker sein und erst danach ein Künstler". - Ich glaube, auch hier führt unsere unterschiedliche Perspektive zu "kommunikativen Schwierigkeiten".
Was deine
inhaltliche Kritik angeht, sehe ich die völlig losgelöst von der grundsätzlichen KI Thematik. Das ist dann auch Kritik, mit der ich arbeiten kann. Auf Teile davon bin ich ja vorab schon eingegenen, andere muss ich gedanklich noch verarbeiten, um sie ggf. später aufzugreifen. Auf jeden Fall bedanke ich mich für das konstruktive Feedback und verstehe jetzt, dass dein Tonfall nicht persönlich gemeint ist, sondern sich aus "gewissen Thematiken" und persönlichen Perspektiven ergeben hat.
Können wir uns auf dieses Fazit verständigen?
