Autor Thema: Beobachtung in Blogs, Rezensionen usw.: Warum geht es nicht ohne Abwertung?  (Gelesen 3204 mal)

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Offline Weltengeist

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Der ganze Thread enthält ja nur zwei Sorten Argumente:
  • Argumente, die ich nicht nur früher, sondern auch besser vorgebracht habe.
  • Blödsinnige Argumente.
Aber etwas anderes war hier ja auch nicht zu erwarten gewesen.

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Online Kurna

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Der ganze Thread enthält ja nur zwei Sorten Argumente:
  • Argumente, die ich nicht nur früher, sondern auch besser vorgebracht habe.
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Aber etwas anderes war hier ja auch nicht zu erwarten gewesen.

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Nicht zu vergessen die ganzen Argumente, auf die beides zutrifft, 1. und 2.  ;)
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Online gilborn

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Bei vielem stimmeich dir zu, aber das hier sehe ich anders:

Jeder Artikel/ Blogpost/ Rezension ist immer von der Meinung bzw. Agenda der Verfasserin gefärbt. Das war schon immer so, denn wie soll das auch anders möglich sein?
Haltungsjournalismus gab es früher nicht - und der bemüht sich nicht mal um Neutralität sondern sieht einen "Bildungsauftrag" den er erfüllen muss.
Das ist schon ein gewaltiger Unterschied zu -in meinen Augen- guten, Journalismus der sagt:
"Mache dich nie mit einer Sache gemein, auch nicht mit einer Guten."

Da ist ein ganz anderer Anspruch dahinter.

Online Mr. Ohnesorge

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Wann ist „früher“? Denn BILD hat schon immer eine klare Haltung gehabt, um mal ein prominentes Nachkriegsbeispiel zu nennen.

Oder anders gefragt: welche Medien waren früher neutral?
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Offline Engor

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Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich dem Ausgangsposting zustimmen kann. Ich habe das jetzt nicht so verstanden, dass es gegen einen Verriss oder Negativkritik gerichtet ist, sondern gegen abwertende Vergleiche von Produkten gegeneinander oder im Abgleich von Spielstilen.
Die Beobachtung teile ich so eher nicht, dass Rezensionen zwangsläufig zu Vergleichen greifen. Es kommt natürlich vor, aber da würde ich dann differenzieren. Manchmal macht es Sinn, um Vorstellungen zu erzeugen, gerade wenn man das zu Bewertende mit etwas - positiv wie negativ - vergleicht, was die Leute kennen. Etwas anderes ist, wenn das eine reine Agenda ist, also wenn Vergleiche bewusst herangezogen werden, um etwas schlechzureden. Das ist meiner Erfahrung nach aber oft recht durchschaubar und dann eben nicht ernstzunehmen.
Ansonsten natürlich noch zum Thema Subjektivität: Es macht aus meiner Sicht keinen Unterschied, ob das jetzt Rezension oder etwas anderes drübersteht. Wenn man etwas bewertet, wird man immer zu subjektiven Kategorien greifen. Wichtig ist es, eben die Maßstäbe deutlich zu machen, damit dann jeder vergleichen kann, der das liest oder sieht, ob man selbst auch ähnliche Maßstäbe anlegen würde oder völlig andere.

Online gilborn

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Wann ist „früher“? Denn BILD hat schon immer eine klare Haltung gehabt, um mal ein prominentes Nachkriegsbeispiel zu nennen.

Oder anders gefragt: welche Medien waren früher neutral?
Ich werds hier nicht weiter ausführen da es dann sehr politisch wird und auch so schon Off Topic ist.
PM konnte ich nicht verschicken...

Offline Weltengeist

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Nicht zu vergessen die ganzen Argumente, auf die beides zutrifft, 1. und 2.  ;)

Das liegt nur daran, dass du die Brillianz der Argumente nicht verstanden hast. Aber das ist ja auch logisch - du bist natürlich wie alle anderen in deiner Filterblase gefangen. ~;D
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Offline Megavolt

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Ich finde, dass eine maximale Bandbreite der Positionen vertretbar sein muss. Weiterhin finde ich, dass man glasklare "Neins" aussprechen dürfen muss.  Alles andere führt in den diskursiven Abgrund und in diese ganz besondere Art von Luftlage, man hat es ja in der letzten Halbdekade überall gut sehen können. Dies gilt auch für Rezensionen.

Ich persönlich kenne freilich das Leid, das man mit einem Verriss auslöst, also handhabe ich es so: Ich schreibe öffentlich nur positive Rezensionen bzw. konzentriere mich auf positive Elemente. Wenn ich im Bezug auf irgendwas nur vernichtende Kritiken übrige habe und die auch nicht für mich behalten kann (weil ich mich wirklich ärgere oder in die Pfanne gehauen fühle oder so, es kommt praktisch nie vor), dann schreibe ich die Kritik privat. Mir scheint das ein einigermaßen fairer Kompromiss zu sein.

Weiterhin: Was unserer Gesellschaft außerdem sichtlich fehlt, ist eine ausreichend ausgeprägte Lesekompetenz. Das zeigt sich bei den Rezensionen einfach sehr deutlich.
« Letzte Änderung: 28.03.2026 | 11:41 von Megavolt »

Offline Weltengeist

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Weiterhin: Was unserer Gesellschaft außerdem sichtlich fehlt, ist eine ausreichend ausgeprägte Lesekompetenz. Das zeigt sich bei den Rezensionen einfach sehr deutlich.

Meinst du, dass sie dem Rezensenten fehlt? Oder denen, die die Rezension lesen? :think:
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Offline Hotzenplot

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Meinst du, dass sie dem Rezensenten fehlt? Oder denen, die die Rezension lesen? :think:

Im Zweifel beides.  >;D

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Wir meckern hier ja schon auf hohem Niveau, was Rezensionen im RPG-Bereich angeht. Wenn man sich Produktrezis bei Amazon und co. anschaut - oh oh oh. "1 Stern, der Postbote war frech zu mir!"

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Ansonsten kann ich Vash ein bisschen verstehen. Manchmal bemühen sich Rezensenten sehr, ihre eigene Expertise in den Vordergrund zu stellen: "Ich bin mit dem W20 in der Faust geboren worden, kenne siebenhundertachtundröflzig Systeme ... blablabla".

Ein weiterer meiner Kritikpunkte ist die mangelnde Aufstellung und Transparenz von eigenen Bewertungssystemen bzw. der eigenen Matrix. Je proffessioneller eine Rezension sein möchte, desto mehr erwarte ich das. Wenn ich jetzt einfach so aus Jux und Dollerei die persönliche und emotionale Erfahrung mit einem Film beschreibe, darf das ja ruhig nach Bauchgefühl gehen. Aber wenn es um längere Texte geht und ich eine ernsthafte Rezension schreibe, dann muss ich auch mit einer vernünftigen Matrix um die Ecke kommen, die den Lesern transparent gemacht wird. Das ist dann eben weder einfach, noch schnell gemacht (als Positivbeispiel fällt mir gerade @Engor ein, aber da gibt es sicher noch andere).

Und bitte, liebe Rezensenten, geht mir nicht mit diesem "ich bin der geilste Grognard ever" auf den Sack.

Offline unicum

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Im übrigen: Es gibt in meinem Bekanntenkreis Leute die, wenn sie etwas voll Scheiße finden ich mir das merke weil es dann ja für mich interesant sein kann - und umgekehrt funktioniert das genauso, loben sie etwas über alle Massen dann weiß ich das es mit ziemlicher sicherheit nichts für mich ist.

In diesem Sinne: Man muss eben die Leute irgendwie einordnen können von denen man irgendwelche Infos bekommt.


Offline Weltengeist

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Deshalb wäre ja mein eigener Wunsch, dass mehr Leute ihre Meinungen kundtun. Gerne auf entsprechenden Plattformen (sei es nun Amazon, Goodreads oder das Tanelorn), damit die Texte auch auffindbar sind. Denn da jede Rezension die Tendenz hat, von persönlichen Vorlieben gefärbt zu sein, kriegt man nur aus der Mischung verschiedener Beiträge ein differenziertes Bild.

Die Forderung "die wenigen, die sich die Mühe machen, etwas zu schreiben, sollen es bitte dann auch perfekt machen" dagegen ist wohl unrealistisch.
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Offline Gorilla

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Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob ich der Beobachtung, die dem Thread zugrunde liegt, grundsätzlich so zustimmen kann und würde einfach mal infrage stellen, ob es denn tatsächlich so ist, dass "immer mehr immer schlimmer" wird und es vor allem immer häufiger zu immer mehr Abwertung kommt.
Ist dem den so? Oder haben wir nicht (auch?) ein Wahrnehmungsproblem?

Besonders die Rollenspielszene erscheint mir doch (meist) als sehr respektvoll, wohlwollend und tolerant.
Natürlich gibt es Ausreißer, aber die würde ich nicht als die Regeln ansehen.

Insgesamt ist es sicher so, dass
1.) Wir Alle unser Hobby doch mit viel Leidenschaft betreiben und oftmals sehr deutliche Präferenzen und Ansichten haben (und vertreten)
2.) Wir Alle unsere persönliche Vorgeschichte mit unterschiedlichsten System und Welten (und manchmal zu einigen davon selbst eine ausgeprägte Hassliebe entwickelt) haben

Beides nicht zuletzt, weil wir im Wortsinn regelmäßig Stunden unserer wertvollen Lebenszeit in unserem Hobby versenken und oftmals auch sehr emotionale Momente in der Gruppensituation erleben.

Ich behaupte, bzw. würde annehmen, dass diese Faktoren einen starken Einfluss auf Alles haben, was mit unserem Hobby in Zusammenhang steht.
In der Folge liegt es beinahe zwangsläufig nahe, dass wir Kritik immer (auch) persönlich verstehen und (teilweise) auf uns als Person beziehen. Das gilt für alle Bereiche des Lebens, aber für ein leidenschaftlich betriebenes Hobby wohl besonders stark.

Vielleicht fehlt uns Lesenden und Hörenden von Kritik auch einfach oft die Fähigkeit oder Motivation des wohlwollenden Lesens?
Vielleicht sollten wir nicht ständig versuchen, alle Aussagen immer von der schlimmstmöglich anzunehmenden Interpretationsweise aus zu denken, sondern genau umgekehrt versuchen, die Kritiken als sachlich intendiert und unter Umständen pointiert vorgebracht zu verstehen?
Vielleicht entwickeln wir uns im Zeitalter von Social Media einfach auch selbst immer mehr zu dauerempörten Snowflakes, die nur darauf warten, dass sie sich über die nächste vermeintliche Grenzüberschreitung aufregen können?

Als historisches Beispiel, dass früher nicht Alles so unglaublich viel weniger Verriss war, wurde ja bereits Marcel Reich-Ranicki angeführt. Der war oft so gar nicht nett und galt gleichzeitig (völlig zurecht) als äußerst kompetent und respektiert.

Offline Luxferre

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Fronten, Gatekeeping und Co sind ja kein Alleinstellungsmerkmal unserer Hobbynische.
AUDI vs BMW vs Mercedes oder Opel vs Ford ... Oldmoney-Style vs Newemoney-Style ... IGS vs Gymnasium ... Esoterik vs Religion ... Apple vs Samsung.
Überall und täglich werden wir von und mit Gatekeepern konfrontiert.
Für reflektierte Leute, die auch andere Meinungen akzeptieren können oder Fünfe gerade sein lassen, ist das nicht immer leicht. Da kommt man/mensch gern mal an die eigenen Grenzen.

Ich finde, dass teilweise gut recherchierte und sauber formulierte Kritk auch mal (totschlagargumenterweise) als Abwertung dargestellt wird.
Da werden also Menschen mit einer Meinung in die gleiche Ecke gestellt, wie die Idioten, die abwerten und popularisieren.
Auch keine gesunde Diskussionskultur.

Und da wollte ich hin.
Eine gesunde Diskussionskultur verträgt Humor, leichte Spitzen, andere Meinungen. Das ist kein reines Sender-Syndrom! Das ist auch Resilienz und Ambiguitätstoleranz beim Empfänger und eine gewisse Lockerheit.
ina killatēšu bašma kabis šumšu Tišpak
-

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Offline Sashael

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Als historisches Beispiel, dass früher nicht Alles so unglaublich viel weniger Verriss war, wurde ja bereits Marcel Reich-Ranicki angeführt. Der war oft so gar nicht nett und galt gleichzeitig (völlig zurecht) als äußerst kompetent und respektiert.
Marcel Reich-Ranicki ist meiner Meinung nach ein ganz schlechtes Beispiel.
1) Alle wussten oder gingen davon aus, dass der Mann wirklich wusste, wovon er da redet. Die Zuschauer haben ihm die Kompetenz einfach zugestanden.

Das ist nichts, was ein durchschnittlicher Blogger für sich beanspruchen kann und damit wird alles, was er sagt, anders bewertet als wenn es von einem Reich-Ranicki käme.

2) Es ist völlig egal gewesen, ob MRR dein Buch gelobt oder wortwörtlich in seiner Sendung zerissen hat. Die Verkäufe gingen nach oben.
Bei einem Verriss haben die Verlage und Autoren die Schampusflasche eben mit einem "Was für ein arroganter Sack!" geöffnet.

Auch das passiert nicht, wenn heutzutage jemand eine Kritik schreibt.

Die Lage um Herrn Reich-Ranicki war einfach ziemlich ... besonders.
Den jetzt als "Früher gings doch auch" zu bemühen, geht an der damaligen Situation vorbei.
"Ja natürlich ist das Realitätsflucht. Was soll daran schlecht sein? Haben Sie sich die Realität in letzter Zeit mal angesehen? Sie ist grauenhaft!"


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Offline ghoul

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Was, niemand öffnet Champagner, wenn ich einen Verriss schreibe?
Tactician: 96%
PESA hilft!
PESA diskutiert.
Desweiteren: Alle deine Probleme wurden bereits in AD&D 1e gelöst.

Offline Outsider

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Was, niemand öffnet Champagner, wenn ich einen Verriss schreibe?

Woher willst du das wissen?  >;D ~;D
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Offline gunware

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Was, niemand öffnet Champagner, wenn ich einen Verriss schreibe?
Ich mag dieses sektartige Zeug nicht.
Ich bin der letzte Schrei der Evolution, als sie mich erschaffen hatte, schrie sie: "Oh Gott, was habe ich denn gemacht?!"

Offline korknadel

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Zum Thema früher:

Zum einen war der Journalismus früher auch schon beklagenswert, als Beispiel für derlei Klagen mag Karl Kraus herhalten oder Tucholsky usw.

Und dasselbe gilt für Verrisse. Man findet solche auch schon bei Kraus, Kerr, Polgar, Roth, Tucholsky, Adorno, Kracauer, Kesten und vielen anderen, die mir momentan nicht einfallen wollen. Kafka zum Beispiel fand die Lasker-Schüler scheiße, man stelle sich vor. Nicht jedem zeitgenössischen Urteil, auch aus berufenem Munde, hat die Kunstgeschichte recht gegeben.
Hipster

Otherland Buchhandlung Rumspielstilziels und korknadels SF- und Fantasy-Buchladen in Berlin.

Offline Prisma

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Marcel Reich-Ranicki ist meiner Meinung nach ein ganz schlechtes Beispiel.
1) Alle wussten oder gingen davon aus, dass der Mann wirklich wusste, wovon er da redet. Die Zuschauer haben ihm die Kompetenz einfach zugestanden.

Das ist nichts, was ein durchschnittlicher Blogger für sich beanspruchen kann und damit wird alles, was er sagt, anders bewertet als wenn es von einem Reich-Ranicki käme.

Hust... https://de.wikipedia.org/wiki/Marcel_Reich-Ranicki

Mit einem 7er-Set, stehen ganze Universen offen.

Offline Sashael

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Hust... https://de.wikipedia.org/wiki/Marcel_Reich-Ranicki
Ich nehme an, du meinst den [Kritik an Marcel Reich-Ranicki] Teil.

Die dort aufgeführten Personen hatten imo alle ein genauso gigantisches Ego wie MRR und das kollidierte natürlich.

Dass sich ihre Bücher nach einer Besprechung im Literarischen Quartett unabhängig vom Urteil besser verkauften, ist davon unbenommen.
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Offline Weltengeist

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Dass sich ihre Bücher nach einer Besprechung im Literarischen Quartett unabhängig vom Urteil besser verkauften, ist davon unbenommen.

Dafür muss man aber nicht MRR sein. Sogar wenn der kleine Weltengeist hier im Tanelorn einen geifernden Verriss reinstellt, antwortet immer mal jemand "Jetzt bin ich aber neugierig geworden..."  ;D
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Offline Sashael

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Dafür muss man aber nicht MRR sein. Sogar wenn der kleine Weltengeist hier im Tanelorn einen geifernden Verriss reinstellt, antwortet immer mal jemand "Jetzt bin ich aber neugierig geworden..."  ;D
Es geht mir da hauptsächlich um die Relationen. Wenn nach deinem Verriss ein Produkt auf einmal Goldseller auf DTRPG wird, dann können wir weiterreden.  ;D
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Offline Eismann

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Mal zum Startpost:
Mir ist auch schon aufgefallen, dass Menschen ihre Position gerne mal durch das definieren, was sie ablehnen oder hassen. Das ist mir bei manchen Rollenspielautoren auch schon aufgefallen.
Ich find es völlig in Ordnung, wenn man etwas sieht, was einem nicht gefällt, und es dann versucht besser zu machen. Kann eine tolle Motivation sein. Aber öffentlich ein Feindbild aufzubauen und sich daran abzuarbeiten, um seinen eigenen Kram damit aufzuwerten, ist für mich auch eher ein Grund skeptisch bis ablehnend auf diesen Kram zu reagieren. Hab ich bisher ein paar Mal erlebt, und am Ende ist aus den entsprechenden Projekten auch wenig bis nichts geworden.

Zu Rezis:
Wenn der Rezensent seine Position bei Geschmack, Bewertungsmaßstäben und Erwartungshaltung vorher klar macht, lässt sich eine Rezi deutlich besser einschätzen. Und auch ein Verriss kann durchaus interessant (und auch sehr unterhaltsam) sein, wenn er pointiert und nicht bösartig ist.
Relevanter sind aber welche, die relativ sachlich an das Thema rangehen.
Als Autor braucht man da schon ein dickes Fell, und wer das nicht hat, dem würde ich auch dazu raten erstmal Abstand von Rezensionen zu nehmen. Ansonsten sind sie aber durchaus lehrreich. Denn auch wenn der Rezensent nur seine Frustration in Worte gießen wollte und man gerade die Zielscheibe des Tages ist, kann er möglicherweise tatsächlich auf Schwachpunkte gestoßen sein. Oder es ist halt bloß ein inhaltsloser Rant, kommt auch vor. Und positive Rezensionen kann man sich durchaus mal mental einrahmen und über den Schreibtisch hängen. Sie können eine starke Motivation sein weiterzumachen.
Zugegeben, manche negative Reaktionen sind für mich persönlich auch ein Grund weiterzumachen, ganz nach dem Thema "Wenn so einer wie du sich drüber aufregt, dann haue ich extra noch ein paar Mal in die gleiche Kerbe". Aber das ist auch eine Sache der Persönlichkeit (und vielleicht eines etwas eigenwilligen Humors).
Was Rezis allgemein angeht, habe ich Engors Blog sehr zu schätzen gelernt. Sie sind präzise, haben klare Bemessungsgrundlagen und erscheinen mir fair. Klar, als Autor ist man da nicht immer mit allem einverstanden oder legt einfach andere Schwerpunkte an, aber zumindest für mich sind seine Rezis recht on point. Und sie haben unter anderem auch dazu geführt, dass ich in späteren Publikationen Änderungen vorgenommen habe.

Offline Weltengeist

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Wenn du meinst.

Mir ging es um den Punkt, dass auch heute ein Verriss (egal von wem) immer noch verkaufsfördernd ist. Jeder Youtuber weiß: Jede Form von Aufmerksamkeit ist gute Aufmerksamkeit (Ralf Schuhmacher, anyone?). Vielleicht wird man davon nicht Spiegel-Bestseller, aber man verkauft definitiv mehr, als man verkauft hätte, wenn der Rezensent das Produkt einfach totgeschwiegen hätte.
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