Eine Mischung aus 3 und 4. Das liegt aber nicht daran, dass die Regeln in älteren Editionen wirklich besser wären (bei AD&D ist es z.B. eine mittelschwere Katastrophe, was für ungetestete Regeln Gary da "seinen" Spielern zumutet).
Der Grund ist eher, dass die "Produktdokumentation" bei älteren Editionen meist besser. Zu älteren Editionen gibt es einen Haufen Material darüber, wo im System es knirscht, und wie man das Knirschen beheben kann. Für neuere Editionen findet man da nicht mehr so viel (bei D&D3 und besonders bei D&D4 war sogar recht deutlich die Spielkultur, dass Regeln so gespielt zu werden haben, wie sie im Buch stehen - und wenn dabei etwas unplausibles rauskommt, dann ist das eben so). Heute scheint es mir, dass Systeme entweder komplett beiseite gelegt werden, wenn sie nicht zu 100% den eigenen Spielvorlieben entsprechen, oder dass gleich (im Eigenverlag) ein komplett neues System herausgebracht wird, welches diese eine Sache behebt, die im System X nicht passt. Oder die Hausregeln vergammeln halt nur auf der eigenen Festplatte, und werden bestenfalls für die seit 20 Jahre bestehende Runde herausgeholt (auf einem Spieletreff oder auf Cons mit "System X, aber mit Hausregeln" anzukommen ist heutzutage ein fast sicherer Garant dafür, dass sich niemand in die Runde einträgt - irgendwie scheinen die Spieler weniger experimentierfreudiger zu sein, als früher).
Das ist nicht dasselbe wie einen kompletten Nachbau des Systems spielen (Option 3) oder sich alle Hausregeln selbst ausdenken (Option 4), sondern ein Nutzen des Schwarmwissens und der Bereitschaft am System herumzubasteln, aus der Community.