Autor Thema: [D&D 5e] -K-n-i-g-h-t- & Sage  (Gelesen 29614 mal)

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Offline Tintenteufel

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Re: [D&D 5e] Knight & Sage
« Antwort #200 am: 17.10.2022 | 13:28 »
Und jetzt habe ich auch noch ein paar Schnappschüsse der Karte von Session 59 in den Spielbericht eingefügt.

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Offline Don Kamillo

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Re: [D&D 5e] Knight & Sage
« Antwort #201 am: 17.10.2022 | 17:43 »
Dein Commitment und das deiner Spieler hätte ich auch gerne!
Macht echt Spass, hier mitzulesen!
Awesomeness ist eine Krankheit, bei mir chronisch!
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Offline Tintenteufel

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Re: [D&D 5e] Knight & Sage
« Antwort #202 am: 18.10.2022 | 06:22 »
Dein Commitment und das deiner Spieler hätte ich auch gerne!
Macht echt Spass, hier mitzulesen!

Vielen Dank! Vor allem für die treue Mitleserschaft, aber natürlich auch für den Motivationsschub, Don!!

Es macht nach wie vor Laune, auch wenn meine zwei Spieler sich die letzten Monate nur durch Sidequests kämpfen und ich eigentlich gerne ganz wo anders in der großen Story der Kampagne wäre. So wird aber das Setting auf Macro- und Micro-Ebene schön ausgespielt und zugleich ausgearbeitet, was echt Laune macht!
Der jüngste Twist durch den abgewendeten TPK kam echt überraschend und die neue Situation ist wirklich vielversprechend. Ich wollte nämlich schon laaand den Hexcrawl-Aspekt hochschrauben. Jetzt halt im Pilzwald!
:headbang:

Ach, es soll noch so viel mehr kommen. Mal sehen ob Knight & Sage mitmachen!
~;D
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Online klatschi

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Re: [D&D 5e] Knight & Sage
« Antwort #203 am: 18.10.2022 | 10:12 »
1.) Größten Respekt vor der Art, wie du die Sessions zusammenfasst - ich plane etwas ähnliches für meine Spieler (so ganz am Schluss der Kampagne in gedruckter Form), da muss ich mich mal nochmal ganz durchlesen hier, um mich inspirieren zu lassen. Vielen Dank für den Aufwand, den du dir machst!

2.) Die Karten sind wunderschön und sehr detailverliebt. Meinen größten Respekt, dafür fehlt mir leider komplett das Händchen bzw. die Übung! Welche Materialien nutzt du dafür? Also wahrscheinlich diverse Fineliner, aber arbeitet du auch mit Aquarellfarben?

Offline Tintenteufel

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Re: [D&D 5e] Knight & Sage
« Antwort #204 am: 19.10.2022 | 09:46 »
Vielen Dank für die Blumen, klatschi! Geht natürlich runter wie Öl und motiviert ungemein das ganze Zeug zu erschaffen und dann auch (z. B. hier) zu teilen.

1.) Größten Respekt vor der Art, wie du die Sessions zusammenfasst - ich plane etwas ähnliches für meine Spieler (so ganz am Schluss der Kampagne in gedruckter Form), da muss ich mich mal nochmal ganz durchlesen hier, um mich inspirieren zu lassen. Vielen Dank für den Aufwand, den du dir machst!

Für mich wird es schon schwierig Sessions zusammenzufassen die ein paar Wochen her sind; eine ganze Kampagne retrospektiv niederzuschreiben ist sicher ein mega Kraftakt. Tatsächlich scherzen wir auch öfter mal, dass wir die ganzen Spielberichte hier mal zu einem "Buch" zusammenstellen wollen. Mal sehen. Irgendwie ein cooler Gedanke!

Eine Geschichte im Sinne eines Romans zu erzählen würde ich aber natürlich noch mal anders angehen als die Spielberichte hier. Ich kann einfach nicht so schreiben wie ich will, weil die Berichte ja IC geschrieben sind. Die Konstellation, wie die Berichte entstehen, stellt mich auch immer wieder vor Herausforderungen, wirklich festzuhalten was - und vor allem wann genau - alles passiert ist. Hat aber auch viele Vorteile und ich kann Setting Lore etc. gut implementieren und quasi nebenbei häppchenweise kommunizieren.

Und, ja: wir sollten uns hier wirklich alle gegenseitig inspirieren und "pushen" geiles Zeug rauszuhauen, weil ich schon merke, dass mir/uns das Spiel so noch mehr taugt! Finde es ja auch toll was du so alles machst und schaue mir da sicher auch das eine oder andere ab. Wer klatschis Spielberichte noch nicht kennt: hier entlang!

2.) Die Karten sind wunderschön und sehr detailverliebt. Meinen größten Respekt, dafür fehlt mir leider komplett das Händchen bzw. die Übung! Welche Materialien nutzt du dafür? Also wahrscheinlich diverse Fineliner, aber arbeitet du auch mit Aquarellfarben?

Ich orientiere mich stark an Dyson Logos. Es gab mal ein paar Blätter mit dem Titel „Dysonize Your Dungeon“ im WWW. Ich halte mich nicht dran, aber vielleicht hilft dir das weiter.
Die „Dungeons“ von Dyson mag ich wirklich sehr, aber die „Gebäude“ nicht so. Da versuche ich mich zu emanzipieren.

Ich mache meistens eine Ideenskizze ohne Maßstab. Dann zwänge ich das Konzept in ein Raster. Hier verwende ich nur bei komplexen Karten 0815 kariertes Papier und zeichne es dann auf punktiertes Papier ins Reine, sonst direkt aufs Punktierte. Die Größe der Kreaturen die den/für die der Komplex erschaffen haben/wurde ist für mich meistens seeehr wichtig.

Geheimtüren und einen zweiten Zugang nicht vergessen!

Hab auf Instagram mal sowas wie ein Tutorial gemacht: Click here!
(Verwende hier eine andere „Schraffur“ für die Darstellung der Wände, aber das sollte übertragbar sein.)

Man sieht da auch, dass ich überwiegend mit Bleistift und Copics-Finelinern bzw. Multilinern und -Markern bzw. Sketch arbeite.
Multiliner: BS, 0.5, 0.2 und 0.05
Sketch: 100 (black), N1, N2, N3, N4

Mit Farbe arbeite ich wenig. Habe aber paar Sachen mit wasservermalbaren Buntstiften (Faber-Castell Color Grip) gemacht.

Manche meiner Karten finden sich kostenlos via meiner (wegen zu viel D&D schlecht gepflegten) ko-fi-Seite.

Allerdings spiele ich immer ernster mit dem Gedanken das digitale Zeichnen mal auszuprobieren...

« Letzte Änderung: 19.10.2022 | 09:50 von Tintenteufel »
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Offline Tintenteufel

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[D&D 5e] -K-n-i-g-h-t- Drow & Sage
« Antwort #205 am: 26.10.2022 | 12:16 »
Session 60

Sol, 21. Tag des Biestes 1504 n. B.

Saer Anskars Berater hatte beschlossen, den Großen Druiden von Slagirs Steinkreis um Hilfe bei der Befreiung seines Herren zu bitten. Während der junge Fengrin nämlich gemeinsam mit seinem Knappen Litrix versteinert an den Ufern eines unterirdischen Sees stand, versuchten seine Gefolgsleute Moryn und Silaqui von Rosenwinter sich einen Weg durch die Lichtlosen Lande zu bahnen; bis unter Slagirs Steinkreis. Wo sie nicht nur auf die Hilfe des Großen Druiden hofften, sondern auch auf einen Ausgang an die Oberfläche. Begleitet wurden sie dabei von Tana "Goldfraß" Turen, einer Gnomin die zwar im Kanton Kluftheim als Terroristin gesucht, unter der Erde aber von Feenwesen und Elementaren als "die Hüterin" geachtet wurde.

Auch der Druide und die königliche Heroldin hatten der kleinen, wettergegerbten Frau ihr Vertrauen ausgesprochen.

Die Luft wurde jedenfalls von Schritt zu Schritt wärmer und feuchter; der Boden dagegen zunehmend rutschiger. Tiefer im Pilzwald begannen sogar die Schuhe der drei Abenteurer regelrecht zu schmatzen, denn der Flechtenteppich unter ihnen wurde dicker sowie schleimiger.

Moryns grünes Licht hüllte die Expedition in eine unheimliche Aura, die den unterirdischen Wald noch absonderlicher erscheinen ließ. Tana hatte den Druiden gebeten ihnen den Weg mit seiner Magie zu leuchten, damit sie Lampenöl sparen konnte. Eine gute Ausstattung war im Unterreich überlebensnotwendig und die Gnomin hatte im Kampf gegen Scheppens Schergen den Großteil ihres Rüstzeugs eingebüßt.

Der Grünen Göttin sei Dank mussten sich die drei nicht auch noch um ihre Verpflegung sorgen. So versorgte Moryn die beiden Frauen an seiner Seite mit magischer Nahrung und herbeigezaubertem Wasser.

Nichtsdestotrotz brauchten alle drei bald eine Rast. Der Kampf gegen den Hydralisken saß ihnen noch in den Knochen und die widrigen Umstände ihrer Reise durch den Pilzwald laugten sie völlig aus.
Tana kannte scheinbar einen geeigneten Rastplatz.

Kurz bevor unsere Agentin fürchtete in ihrem eigenen Schweiss zu ertrinken, machten sie an einer Ansammlung weißgrauer Tropfsteine Halt. Ihre kleine Führerin zeigte nach oben. Benommen folgte Silaquis Blick dem winzigen Gnomenfinger. Sie erkannte Lichtschein in den Hohlräumen zwischen einer beeindruckenden Formation von Stalagmiten und Stalagtiten, die Waldboden und Höhlendecke miteinander verbanden.

Damit die Abenteurer die Natur jenes Lichtscheins genauer beurteilen konnten, ließ Moryn die grüne Flamme in seiner Hand für einen kurzen Augenblick erlöschen

Es handelte sich um ein sanftes, weißes Leuchten im Inneren der Tropfsteine.

"Mondscheinmoos", erklärte Tana. "Und jetzt passt auf wo ihr hintretet, wir müssen den Einstieg finden und der Boden ist voller Kreischer."*

Der Druide und die königliche Heroldin taten wie ihnen geheißen. Sie folgten "der Hüterin" in ihren Fußstapfen, bis zu einer Leiter im Gestein. Die Trittstufen waren klein und scheinbar für Kinder, Korred oder Gnome ausgelegt worden, aber in ihrer Ausbildung vollkommen. Sie müssen also entweder von begnadeten Handwerkern oder mit Magie geschaffen worden sein.

Da sie nicht wussten was da im Lichtschein auf sie wartete, kletterten die drei so leise wie möglich hinauf.

Und tatsächlich, die bisherige Nutzerin des geschützten Rastplatzes hätte nicht finsterer sein können; denn es handelte sich um eine Nachtelfin!

Sie war nackt, wunderschön und mit zwei Krummsäbeln bewaffnet. Der eine Säbel bestand vollständig aus Obsidian. Er schien förmlich mit ihrer dunklen, makellosen Haut zu verschmelzen, während die andere Waffe aus reinstem Silber gefertigt und hervorragend auf ihr langes, weißes Haar abgestimmt war. Die Obsidianklinge schluckte jegliche Schatten im Raum; dagegen spiegelte der silberne Säbel das helle Licht des allgegenwärtigen Mondscheinmoses in alle Richtungen. Sie schenkte den Neuankömmlingen keinerlei Beachtung, stattdessen wirbelte sie unablässig mit fließenden Bewegungen und fauchenden Säbeln durch die Höhle.

Silaqui rang noch um Atem, aber zog sogleich ihre Oniklinge und wollte gerade einen Zauber auf die Drow schleudern, da umfing sie eine weitere Sporenwolke.
Unweit der Halbelfin stand ein einzelner Pilz, der den trüben Dunst abgab. Sein ausladender Hut war violett und sein stämmiger Stiel goldgelb. Die Sporen flimmerten dagegen in allen Farben des Regenbogens. Sie vernebelten nicht nur die Sicht unserer Agentin, sondern auch ihren Geist. So hatte Silaqui bereits ihre Klinge auf die nackte Nachtelfin gerichtet, doch sie vermochte es nicht mehr den türkisen Edelstein im Griff der Waffe zu berühren und den zerstörerischen Zauber auszulösen.

Plötzlich wurde die bunte Wolke von weißem Staub verdrängt. Dann erklang eine beruhigende Stimme in Silaquis Kopf: "Das ist unsere Freundin Raluca Beltaran, eine Anhängerin von Eilistraee und den Mächten des Lichts. Sie gehört zu mir und der Gesandtschaft König Unughs, dem II. seines Namens. Ich selbst bin Phurnum Phushmug, ein einfacher Diener Ihrer Majestät. Setzt euch friedlich zu uns und erzählt von Euren Erlebnissen im Königswald."

Ein Mykonid! Die Gefolgsleute von Saer Anskar waren in den Lichtlosen Landen tatsächlich auf das Pilzvolk getroffen! Lebewesen deren Existenz ich persönlich als Ammenmärchen abgetan hatte.

Moryn war zwar nicht den besänftigenden Sporen des Pilzwesens zum Opfer gefallen, dafür hatte ihn jedoch die Darbietung der entblößten Schwertkämpferin gefesselt. Wie festgewurzelt stand er am Eingang, neben der königlichen Heroldin, bis ihn der spitze Ellbogen von Tana aus seiner Starre stieß.




Raluca Beltaran

Als der Druide und "die Hüterin" sich der Nachtelfin näherten, wurden deren Bewegungen endlich langsamer und ihr beeindruckender Tanz endete. Sie begrüßte den Mann und die Gnomin mit einem freundlichen Lächeln. Dann war auch Silaqui wieder Herrin über ihren Körper, doch die Angriffslust der Halbelfin war Neugierde an der angeblich gutmütigen Drow gewichen. Sie gesellte sich friedfertig zu ihren Gefährten.

Auch Phurnum Phushmug folgte den Oberflächenbewohnern. Auf den zweiten Blick besaß der Mykonid anstatt eines gewöhnlichen Pilzstängels den rundlichen Torso und die kurzen Gliedmaßen eines humanoiden Körpers.

"Bitte setzt Euch", erklang wieder seine telepathische Stimme in den Köpfen von Silaqui, Tana und Moryn.

Nachdem sich alle Anwesenden in einem Sitzkreis niedergelassen hatten, verbreitete Phurnum eine blasse, grünliche Sporenwolke. Langsam fiel die Erschöpfung von den Reisenden ab und ihre letzten, schmerzenden Wunden aus dem vergangenen Kampf besserten sich mit jedem Atemzug.

"Raluca und ich wurden von der restlichen Gesandtschaft des Königs getrennt. Vielleicht sind wir sogar die einzigen Überlebenden. Wir wissen es nicht. Es ging alles so schnell. Wir können uns nur noch an ein Erdbeben erinnern und, dass wir auf dem Weg zum östlichen Außenposten waren. Was bringt Euch in den Königswald?"

Zögerlich begann der Druide von seinem versteinerten Herren zu berichten, von der ersten Begegnung mit "Goldfraß" und ihrem Aurumvorax, dem Galeb Duhr**, den Korred***, dem Überfall des Hohen Pyromanten**** und dem Hydralisken*****, welchen er mit dem Rauch aus seiner magischen Pfeife zu guter Letzt in die Höhle zauberte.

- Wendelyn, Stadtschreiber von Peredur

*Die Kirche Nymias konnte mich aufklären, dass es sich bei "Kreischern" um Pilze handelt. Stämmige Pilze die so groß wie ein Mensch werden können und laut kreischen, wenn sich ihnen etwas nähert. Ihr purpurfarbener Hut ist mit zahlreichen Löchern versehen, durch die dann jene ohrenbetäubenden - und namengebenden - Klänge des Kreischers ertönen.

**Siehe Bericht II vom 18.3.1504
***Siehe Bericht vom 19.3.1504
****Siehe Bericht II vom 20.3.1504
*****Siehe Bericht IV vom 20.3.1504
« Letzte Änderung: 16.11.2022 | 21:03 von Tintenteufel »
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Offline Tintenteufel

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Re: [D&D 5e] -K-n-i-g-h-t- Drow & Sage
« Antwort #206 am: 26.10.2022 | 14:02 »
Nun ist aus dem eigentlichen TPK in Session 59 doch eine neue Kampagne... oder ein Kampagnenabschnitt geworden.

Der Bericht über Session 60 wurde von mir im Schnellzugriff in Post Nr. 1 als "Nicht-Spielbericht" bezeichnet, weil es eigentlich eine Sessin Zero war. Die Betonung lag also auf der 0 der mächtigen Zahl 60.

Ich wollte die Gruppe einfach vor eine echte Herausforderung stellen, um Saer Anskar aus seiner Versteinerung zu befreien. Deshalb habe ich darum gebeten die volle Gruppengröße (von 2 SCs und 2 Sidekicks) wieder aufzufüllen. Das Unterreich bietet da ja schon schön weirde Möglichkeiten die bspw. im Tome of Heroes von Kobold Press oder auch in Monsters of the Multiverse mit Regeln versehen wurden. Knight schlug all meine abgefahrenen Vorschläge aus und hat sich für die populärste Variante meiner Jugend entschieden: Drow mit zwei Krummsäbeln. Aber gut, er muss damit glücklich sein, und ehrlich gesagt finde ich diese verstaubten Ansätze durch eine nostalgisch verklärte Linse auch echt nett. Deshalb auch der angepasste Titel "Knight Drow & Sage".

Sage spielt für gewöhnlich Litrix mit. Da der auch versteinert ist, musste Ersatz gefunden werden, und der ist echt super bereichernd geworden! Aber lest es selbst in Nicht-Spielbericht Nr. 60!!
« Letzte Änderung: 26.10.2022 | 14:04 von Tintenteufel »
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Re: [D&D 5e] -K-n-i-g-h-t- Drow & Sage
« Antwort #207 am: 4.11.2022 | 12:04 »
Session 61

Nym, 23. Tag des Biestes 1504 n. B. - Bericht I

Nach den Zeiträumen zu urteilen, in denen ich ihre Berichte erhalte, hat unsere Agentin Silaqui von Rosenwinter jegliches Gefühl für Tag und Nacht im Unterreich verloren.

Die königliche Heroldin reiste mit Moryn, dem Berater von Saer Anskar, und einer Gnomin namens Tana Turen durch einen unterirdischen Wald aus Riesenpilzen. Den drei Oberflächenbewohnern haben sich eine gutmütige Nachtelfin und ein Mykonid angeschlossen. Sie hat sich als Raluca Beltaran ausgegeben, während sich das Pilzwesen Phurnum Phushmug nannte. Die bunte Mischung aus Abenteurern ist auf dem Weg zum Großen Druiden von Garogs Hügeln. Moryn möchte das Oberhaupt des Zirkels bitten ihnen bei der Befreiung seines Herren zu helfen.

Wie Ihr bereits wisst, wurde der junge Fengrin im Kampf gegen einen Hydralisken versteinert (siehe Bericht vom 21.3.1504).

Beltara und Phurnum waren laut eigener Aussage versprengte Mitglieder einer größeren Gesandtschaft des Pilzkönigs Unugh, dem II. seines Namens. Die beiden vermuteten die einzigen Überlebenden eines Hinterhalts zu sein, doch sie konnten sich nicht wirklich an die gewaltsamen Geschehnisse im Königswald erinnern. Das einzige worüber sie sich einig waren, war ein starkes Erdbeben kurz bevor die Schwarze Göttin ihren finsteren Schleier über ihr Gedächtnis geworfen hatte.

Der Mykonid konnte die Oberflächenbewohner allerdings über die allgemeinen Zustände im Pilzwald aufklären.
So behauptete das Pilzwesen, dass die Mächte der Erde und des Feuers um die Vorherrschaft im Königswald kämpften. Sein eigener Herrscher hatte es sich jedoch zur Aufgabe gemacht das uralte Gleichgewicht in seinem Reich zu bewahren. König Unugh wollte demnach selbst den Mächten des Wassers und der Luft ihren Anteil sichern. Der Krieg zwischen Erde und Feuer bedrohte jene angestrebte Harmonie. Denn wo sich die Erde durchgesetzt hatte machten sich kalte, tote Kristalle breit. Wo das Feuer stärker gewesen war verging jegliches Leben zu Asche, und Magma strömte aus den geschlagenen Felsen. So sandte er ganze Zirkel* aus, um den beängstigenden Veränderungen auf den Grund zu gehen.

Phurnum erklärte weiter, dass sich westlich ihres Lagerplatzes noch gänzlich unberührter Königswald erstreckte, während das Feuer die Pilze im Nordwesten bereits niedergebrannt hatte. Wollte man zum Großen Druiden an der Oberfläche kommen, musste man in den nordwestlichsten Winkel des Waldes reisen. Es gab ausserdem zu bedenken eine Abkürzung zu nehmen. So vermutete es einen Durchgang, welcher dem Druiden und seinen Begleiterinnen viel Zeit sparen konnte, in einer verlassenen Koboldmine im Westen.

Moryn sprach sich für die Abkürzung aus, woraufhin der Mykonid vorschlug gemeinsam bis zum Hof von König Unugh zu reisen. Die Oberflächenbewohner und die beiden Einheimischen taten sich also zusammen.

Der Marsch durch den "Königswald", wie das Pilzwesen jenes fremdartige Flechtengezücht in den Lichtlosen Landen unterhalb der Hügel bezeichnet, blieb ein Mühsal. Jedoch nicht nur für die Oberflächenbewohner. Auch der Drow und selbst dem Mykoniden machte die feuchtwarme, sporendurchsetzte Luft sowie der glitschige Waldboden schwer zu schaffen.

Erschöpft fand die Expedition, am Ende ihrer Kräfte, unter einer Gruppe graubrauner Riesenpilze mit spitz zulaufenden, fransigen Kappen Unterschlupf. Die graubraunen Fransen reichten nahezu auf den Waldboden, so bot das Pilzgrüppchen einen ähnlichen Schutz wie ein Hain dichter Nadelbäume.

Nachdem Moryn sein kühles, magisches Wasser verteilt hatte, kamen endlich alle zur Ruhe. Wieder übernahm Raluca die erste Wache. Wieder hielten Zweifel an der Gutmütigkeit der Drow unsere Agentin länger wach als notwendig. Silaqui beobachtete die Nachtelfin, während sie selbst vorgab zu schlafen.

Raluca huldigte ihrer geheimnisvollen Göttin Eilistraee**. Die Schwerttänzerin entkleidete sich. Bald waren ihre beiden Krummsäbel die einzigen Gegenstände an ihrem nackten, vollkommenen Körper. Nun ließ sie mit ihren angeborenen, magischen Fähigkeit vier Lichtkugeln entstehen: eine Weiße, eine Blaue, eine Grüne und eine Rote. Für jede Macht des Lichtes eine: Solani, Lumaenor, Nymia und Taran.
Die winzigen Monde begannen Raluca zu umkreisen und sie bei ihren langsam schneller werdenden Bewegungen zu begleiten.




Raluca Beltaran

Silaqui ertappte sich bald dabei die nackte Nachtelfin mit weit aufgerissenen Augen zu beobachten. Es war lange her, dass sie so viel Anmut und Schönheit gesehen hatte. Die Halbelfin tastete nach dem Ring, den sie von ihrer Verlobten Sera Ludmylla erhalten hatte. So zauberte Raluca allein mit ihrem Schwerttanz Entschlossenheit, Hoffnung und Zuversicht an jenen finsteren Ort im Unterreich.

Am nächsten "Tag" (22.3.1504) zogen die Abenteurer um den Gelehrten Moryn weiter nach Westen.

Nach einem halben "Tagesmarsch" erreichten sie die Höhlenwand, in der die Minenzugänge sitzen mussten. Schnell hatten sie einen gefunden, doch der dahinter liegende Tunnel war eingestürzt. Im Lichtschein von mehreren Zaubern erkannte man, dass die Steinbrocken rußgeschwärzt waren. Vermutlich war der Zugang bereits vor Jahrzehnten gesprengt worden.

Die kleine Expedition suchte noch mehrere Stunden nach einem intakten Eingang in die alte Koboldmine, nur um zwei weitere, gesprengte Tunneleingänge zu finden. Dann entdeckte die Nachtelfin jedoch ein rechteckiges, breites Loch zwischen einer Gruppe riesenhafter violetter Pilze.

Nach einer langen Rast auf einer großen, harten und vor allem weitestgehend trockenen Pilzkappe, beobachteten die vier ungleichen Abenteurer am 23.3.1504 wieder den niedrigen Zugang zwischen vier violetten Giganten.

- Wendelyn, Stadtschreiber von Peredur 

*Nachdem ich einsehen musste, dass das Pilzvolk kein Märchen, sondern wahrhaftig existierende Kulturkreise in den Lichtlosen Landen darstellt, habe ich bei der Priesterschaft Nymias weitere Erkundigungen eingeholt. So kann ich an dieser Stelle anmerken, dass Mykonidenzirkel nicht unbedingt mit Druidenzirkeln oder Hexenzirkeln vergleichbar sind. Nein, die gesamte Gesellschaft unter den Pilzkönigen gliedert sich in jene Zirkel! Sie bestehen aus etwa 20 Pilzwesen. Vier von jeder Altersgruppe, welche wiederum wie Kasten zu verstehen sind, sowie vier Zirkeloberhäuptern. Jeder Pilzkönig herrscht über drei bis zehn solcher Zirkle. König Unugh II., laut Phurnum Phushmug, nur noch über sechs. Die Altersgruppen setzen sich folgt zusammen: Sprösslinge (0-8 Jahre), Erwachsene (8-12 Jahre), Aufseher (12 -16 Jahre), Wächter (16-20 Jahre) und Getreue (20 Jahre und älter). Das Alter von Mykonidenkönigen war meinen Informanten unbekannt. Jeder dieser Gruppen kommen eigene Aufgaben in der Mykonidengesellschaft zu, wobei die Könige sich wie Schäfer um ihre Herde kümmern.

**Hohepriestern Lara Dämmerschwinge konnte mir erklären, dass Eilistraee die einzige gutherzige Göttin der Nachtelfen ist. Es ist die elfische Göttin der Schwertkunst, des Tanzes und der Unbeugsamkeit. Ihre Priesterinnen werden Schwerttänzerinnen genannt und in der boshaften Gesellschaft der Drow schwer verfolgt, denn die Anhängerinnen der Spinnenkönigin versuchen jedweden Hinweis auf das sanfte Licht Eilistraees in der Ewigen Nacht auszulöschen. Den Überlieferungen der Ruinenelfen entsprechend handelt sich bei Eilistraee, die auch Dunkle Maid oder Mondenmaid genannt wird, um die Tochter des Gottes Corellon Larethian. Sie sei den Dhaerau-Kai (den "Verräter-Elfen") in das Unterreich gefolgt, um unter ihnen die Mächte des Lichts zu vertreten und die Nachtelfen von der Finsternis zu befreien.
« Letzte Änderung: 29.11.2022 | 09:18 von Tintenteufel »
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Re: [D&D 5e] -K-n-i-g-h-t- Drow & Sage
« Antwort #208 am: 8.11.2022 | 17:02 »
Session 62

Nym, 23. Tag des Biestes 1504 n. B. - Bericht II

Moryn, Silaqui von Rosenwinter, Raluca Beltaran und Phurnum Phushmug hatten beschlossen die Abkürzung durch die vermutlich verlassene Koboldmine zu nehmen.

Nur Tana Turen hatte dagegen gestimmt. Das Misstrauen gegenüber den Erzfeinden ihres Volkes saß tief in der Gnomin. Sie vermutete Fallen und schreckliche Monster in den aufgegebenen Tunneln. So weigerte sich "die Hüterin" auch dabei zu Helfen die violetten Wächter vom Eingang der Mine wegzulocken.

Die anderen hielten dennoch an ihrem Vorhaben fest.

Deshalb sprang Raluca von Pilz zu Pilz und gelangte auf diese Weise schnell vom Rastplatz der Expedition auf den Waldboden zurück. Es standen vier violette Pilze vor der Mine. Für gewöhnlich waren die gefährlichen Gewächse nur so groß wie Menschen, doch hier im "Königswald" wurden sie scheinbar deutlich größer. Drei davon besaßen nämlich die Größe von Ogern, während der vierte nicht kleiner als der Hügelriese war, dem die Helden der Herzlande vor den Toren Kluftheims begegnet waren (siehe Bericht vom 15.3.1504)!




Raluca Beltaran

Die Nachtelfin wusste, dass in den käfigartigen Kappen der violetten Pilze lange Tentakel auf unachtsame Beute lauerten. Sie wusste auch, dass die räuberischen Gewächse ihre Opfer durch Erschütterungen wahrnehmen konnten. Die Drow wusste nur nicht welche Reichweite die Pilze dabei besaßen.

Silaqui, Phurnum und Moryn folgten der Schwerttänzerin mit ausreichend Abstand. Als Raluca ihre beiden Krummsäbel -
Licht und Finsternis - zog, kletterten ihre Weggefährten noch möglichst verstohlen die rotbraunen Pilze mit den harten Kappen hinab. Die Nachtelfin huschte unterdessen von Stängel zu Stängel und tänzelte dann vorsichtig zu einem der violetten "Oger" vor.

Ihr Plan schien aufzugehen, denn der Pilz löste seinen grauen, faserigen Stängel vom schmatzenden Waldboden, um seiner dunkelhäutigen Beute nachzustellen. Die Drow versuchte das violette Gewächs weiter vom Mineneingang und ihren Gefährten wegzulocken, doch die schleimigen Flechten erwiesen sich als zu rutschig. So verbarg sie sich hinter einer Gruppe von grünlichen, trichterförmigen Riesenpilzen.



Der violette "Oger" brachte sich schneller in Reichweite als gedacht und zerschlug in Windeseile mit seinen Tentakel die grünen, weitaus friedfertigeren Pilze; wobei Säure, Gift oder nekrotische Energien die regungslosen Trichter auf der Stelle zersetzten.

Raluca wurde unruhig, denn nun donnerte bereits auch noch der violette "Hügelriese" auf sie zu.
Die Nachtelfin sprang aus ihrem Versteck, doch die Reichweite des Pilzes war unvorstellbar! Sogleich klatschten seine dicken, purpurfarbenen Tentakel um ihren schlanken Körper und fügten ihr denselben, schrecklichen Schaden zu wie den Trichterpilzen.

Silaqui, Phurnum und Moryn suchten fiebrig nach einer Möglichkeit der gutherzigen Drow beizustehen, aber sie waren zu unentschlossen, zu langsam und zu zögerlich. Wenige Herzschläge später erschlaffte die wunderschöne Nachtelfin in den Fangarmen des violetten Riesenpilzes.

Während unsere Agentin Zauber aus ihrer Oniklinge schleuderte und der Druide eine ganze Wand aus Flammen erschaffen hatte, fraßen sich die Tentakel durch Ralucas Fleisch. Kurz darauf waren sie auch schon bis auf die Knochen vorgedrungen. Es machte gar den Eindruck, dass der vioelette "Hügelriese" das Skelett der Schwerttänzerin genüsslich brach, um deren schwarzes Adamantkettenhemd, ihren Piwafwi* sowie ihre übrige Ausrüstung besser auf den schleimigen Waldboden schütteln zu können.

Ohnmächtig mussten ihre Weggefährten zusehen, wie die unheilvollen Energien des Pilzes Ralucas sterbliche Überreste schließlich verzehrten und nichts von ihr blieb als blanke Knochen, ihr Kettenpanzer sowie
Licht und Finsternis.

Moryn ordnete den Rückzug an. Silaqui zögerte. Die königliche Heroldin blieb wie angewurzelt stehen. Noch immer wollte sie der geheimnisvollen Elfin zu Hilfe eilen, oder wenigstens ihre materiellen Hinterlassenschaften sichern, doch der Gelehrte zog sie mit sich.

Tana empfing sie triumphierend im Pilzwald. Bis sie in den Gesichtern von Moryn und Silaqui ablas, dass es Raluca nicht geschafft hatte. Sie verloren kein Wort mehr über die violetten Pilze oder die Koboldmine, sondern machten sich schweigend auf den Weg durch den Königswald.

- Wendelyn, Stadtschreiber von Peredur

*Unsere Agenten im Schleierwald bezeichnen die Umhänge der Drow so. Der Unterschied zu gewöhnlichen - wenn auch ebenfalls magischen - Elfenumhängen, hat sich mir noch nicht ganz erschlossen. Ich habe mir jedoch sagen lassen, dass sie - wie die meisten verzauberten Gegenstände der Nachtelfen - im Sonnenlicht ihre Magie verlieren.
« Letzte Änderung: 11.11.2022 | 12:53 von Tintenteufel »
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Re: [D&D 5e] -K-n-i-g-h-t- & Sage
« Antwort #209 am: 11.11.2022 | 12:47 »
Der Ersatz-SC ist tot. Lang lebe der Ersatz-SC!

Ich habe mal die Dungeon/Battle-Map von Session 62 geknippst und die violetten Übeltäter in den Spielbericht eingefügt. Auf diesem Schnappschuss sind die Pilze und ein Teil des Dungeons zu sehen, den ich brav vorbereitet habe nachdem es tolkienesque hieß: „Durch die Mine!“



Naja, nach dem sehr raschen Tod von Raluca haben meine Spieler halt den Schwanz eingezogen und wollten lieber weiter durch den Pilzwald hexen. Kann ich schon verstehen.

Die 20-30 angedachten Räume sind für den Otyugh, aber was soll ich jetzt mit der angefangenen Karte machen?



Jemand Interesse an einer Koboldmine?  ;D
« Letzte Änderung: 11.11.2022 | 19:26 von Tintenteufel »
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Re: [D&D 5e] -K-n-i-g-h-t- & Sage
« Antwort #210 am: 11.11.2022 | 12:53 »
Malst du das von Hand?
"Da muss man realistisch sein..."

Offline Tintenteufel

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Re: [D&D 5e] -K-n-i-g-h-t- & Sage
« Antwort #211 am: 11.11.2022 | 12:55 »
Malst du das von Hand?

Jau! Mit Bleistift, Fineliner und Copics-Makern. Noch…
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Re: [D&D 5e] -K-n-i-g-h-t- & Sage
« Antwort #212 am: 11.11.2022 | 13:15 »
Oh je, der arme Knight, wie hat er die Entwicklung verkraftet?

Ich bin gespannt, was als nächstes kommt bei "[D&D 5e] -K-n-i-g-h-t- & -D-r-o-w- & ? & Sage" irgendwann wird es ja doch auch schwierig, neue Charaktere einzuführen...

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Re: [D&D 5e] -K-n-i-g-h-t- & Sage
« Antwort #213 am: 11.11.2022 | 16:17 »
Oh je, der arme Knight, wie hat er die Entwicklung verkraftet?

Ich bin gespannt, was als nächstes kommt bei "[D&D 5e] -K-n-i-g-h-t- & -D-r-o-w- & ? & Sage" irgendwann wird es ja doch auch schwierig, neue Charaktere einzuführen...

Er musste schon schlucken, als seine Drow in der ersten Runde bewusstlos war. Und dann hatte weder Knight noch Sage damit gerechnet, dass mein Riesenpilz einfach nur konsumiert. Blöd gelaufen.

Er spielt jetzt was was einfach Sinn gemacht hat. Und etwas ungewöhnlich ist, aber das finde ich ganz erfrischend.

Hoffe heute Nacht noch ausführlicher davon berichten zu können…
« Letzte Änderung: 11.11.2022 | 16:20 von Tintenteufel »
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Re: [D&D 5e] -K-n-i-g-h-t- & Sage
« Antwort #214 am: 11.11.2022 | 22:44 »
Session 63

Tar, 24. Tag des Biestes 1504 n. B.

Moryn, der Berater von Saer Anskar, schlug sich weiterhin mit unserer Agentin Silaqui von Rosenwinter, der Gnomin Tana Turen und dem Mykonid Phurnum Phushmug durch den "Königswald", einer dschungelgleichen Ansammlung von Riesenpilzen im Unterreich.

Nach dem Verlust von Raluca Beltaran schien es den überlebenden Expeditionsmitgliedern noch schwerer zu fallen, in der feuchten Hitze und den Sporenschwaden des Pilzwaldes, Luft zu holen. Dennoch kämpften sich die vier Abenteurer weiter nach Norden durch.

Sie orientierten sich dabei zunächst an der westlichen Höhlenwand, bis sie eine Gruppe giftiger Staubhüte vom richtungsweisenden Gestein abbrachte. Als sich ihre Kräfte dem Ende neigten, begann Silaqui nach einem geeigneten Rastplatz Ausschau zu halten.
Der Mykonid unterstützte die Halbelfin zwar mit seiner weitreichenden Dunkelsicht, doch das Pilzwesen war viel zu großzügig, was die Einstufung von möglichen Schlafplätzen anging. Denn es fühlte sich natürlich zwischen den absonderlichen Gewächsen des Königswaldes sehr viel wohler als die Oberflächenbewohner.

Das Zweiergespann fand jedoch eine höhlenartige Tropsteinformation, in der lichtspendender Farn wuchs.

Tana Turen beäugte die leuchtenden Pflanzen, riss eine Handvoll davon ab und schob sie sich in den Mund. Sie kaute eine Weile mit zusammengekniffenen Augen darauf herum und bald darauf fingen Wangen an zu glühen; dann ihr Hals, ihre Kehle und schließlich ihr Bauch. Das Misstrauen der Gnomin war allerdings aus ihrem strahlenden Gesicht geschwunden. Breit grinsend hob sie ihren rechten Daumen: "Süßlich!"

Die Wachen wurden eingeteilt. Silaqui vermisste die Nachtelfin, deren Tänze der königlichen Heroldin bitter nötigen Trost in jenen Lichtlosen Landen gespendet hatten. Irgendwann schlief sie trotzdem ein.

Sie wurde von einem krächzenden Geschrei geweckt, das mit "Urak! Urak!!", endete.




Urak! Urak!!

Die Halbelfin rappelte sich in ihrem Schlafsack auf, um einen Kobold hinter der noch immer leuchtenden Gnomin zu sehen. Der rotbraun geschuppte Humanoid war genauso klein wie die bewusstlose Tana in seinem linken Ärmchen. Mit der rechten Hand hielt er der Hüterin einen ungewöhnlichen Dolch an die Kehle, der Silaqui unweigerlich an den Hydralisken erinnerte.


Die Hüterin war jedenfalls nur bewusstlos und bisher nicht versteinert.

Noch bevor Phushmug seinen breitkrempigen Hut hob, stieß das Pilzwesen eine weiße Staubwolke aus um eine telepathische Verbindung zu erzeugen.
Sogleich drangen die förmlich sprudelnden Gedanken des Kobolds auf die Expeditionsmitglieder ein.

Er nannte sich Urak. Und beendete auch jeden seiner Gedanken mit "Urak!" oder "Urak! Urak!!", wenn er besonders aufgeregt war.

Als Urak sich etwas beruhigt hatte, verstanden Moryn, Phurnum sowie Silaqui, dass der Kobold sie von der Mine bis hier her verfolgt hatte. Nun wollte er sie allerdings vor etwas im Königswald warnen. Einem Spinnenwesen.
Selbstverständlich vertrauten ihm die Oberflächenbewohner nicht. Wie konnten sie auch einem dahergelaufenen Kobold glauben, der soeben gedroht hatte ihrer Weggefährten den Hals aufzuschlitzen? Sie wollten zunächst von ihm wissen, warum er ihnen überhaupt gefolgt war.

Urak versuchte rasch zu erklären, dass die Gnome vor langer Zeit seinen Stamm nahezu ausgerottet hatten. Nach Dekaden der Einsamkeit, in der teilweise zerstörten Mine, sah er in Tana die letzte Gelegenheit wieder mit den damals entführten Stammesmitgliedern vereint zu werden.

Bevor die Verknüpfungen der Kobolde und Gnome von Garogs Hügeln in Gänze entworren werden konnten, zischten dunkle Pfeile in das Lager der Abenteurer.

Die meisten der Geschosse galten unserer Agentin, die sich sogleich zwischen die leuchtenden Farne warf.

Urak ließ von der bewusstlosen Gnomin ab, während Moryn und Phushmug sich zwischen  die Tropsteine drückten. Weitere Pfeile zerfetzten die fluoreszierende Fauna.
Die Abenteurer mussten vorrücken, um ihre Widersacher in der Dunkelheit des Königswaldes ausmachen zu können.

Silaqui und Urak bildeten die Vorhut.

Halbelfin wie Kobold bemühten sich von Deckung zu Deckung zu springen, doch die finsteren Geschosse fanden sie.
Dann entlarvte die weitreichende Dunkelsicht des Mykoniden die Schützin: eine Spinne, so groß wie ein Pferd, mit dem Oberkörper eines androgynen Drow.

Phushmug übertrug sein Wissen telepathisch auf die anderen Expeditionsmitglieder.

Jene Drinne setzte Silaqui und Urak so zu, dass das Pilzwesen gezwungen war nachzurücken, um die beiden Verbündeten mit seinen Sporen heilen zu können. Ihre Gegnerin verstand es jedoch vortrefflich bereits angeschlagene Ziele zu peinigen. So war es an Moryn den Mykoniden zu unterstützen.

Der Druide rückte vor und die Falle der Drinne schnappte zu!
Sie verschoss einen gespenstisch weißen Pfeil, der gefrorenen Spinnweben nicht unähnlich war. Das magische Geschoss zersprang und teilte sich in dutzende Splitter, die wie ein ausgewachsener Pfeilhagel über die Abenteurer hereinbrachen.

Während ihre Gegner Schutz suchten, um ihre  zahlreichen Wunden zu heilen, rammte die Drinne eine Handvoll Pfeile in den schleimigen Waldboden und zog erwartungsvoll eine lange, schlanke Klinge.

Aber kein Expeditionsmitglied wagte sich zu ihr hinaus in den Königswald. Sie wurde ungeduldig, lockte allerdings durch geschickten Einsatz ihrer überlegenen Dunkelsicht einzelne Abenteurer in den Wirkungsbereich eines weiteren, sinistren Zaubers. So schossen die Pfeile im Boden auf jeden zu, der sich zu nah heranwagte.

Erst der Druide gebot dem schädlichen Treiben des Monsters mit einem magischen Kerker aus Dornenranken Einhalt. Die widerwärtige Schöpfung der Spinnenkönigin befreite sich zwar bald darauf, doch ihr Entkommen musste sie teuer mit dem eigenen, dunklen Blut erkaufen, denn Moryns Dornen schnitten selbst durch ihren kräftigen Chitinpanzer.

Sie versuchte einen letzten finsteren Zauber, den Saer Anskars treuer Berater bannte und die Drinne floh in die Ewige Nacht zurück.

Was brachte jenes abscheuliche Mischwesen in den Königswald? Hatte es etwas mit Raluca Beltaran zu schaffen gehabt? War die freundliche Nachtelfin letzten Endes doch nur eine Verräterin?

Die restliche Rast verlief weitestgehend ereignislos. Urak schien nach der Zeit allein im Königswald völlig übermündet zu sein. Der Gelehrte und die Heroldin trauten ihm ohnehin  nicht so weit, ihn als vollwertige Wache einzusetzen. Also konnte der Kobold ausgiebig schlafen, bis ihn ein mehr als unsanfter Tritt von Tana Turen weckte.

Die Gnomin leuchtete nicht mehr. Sie hatte allerdings von Phurnum erfahren, dass Urak sie mit einer Handarmbrust und dem Gift der Drow bewusstlos gemacht hatte, um sie anschließend als Druckmittel bei den Verhandlungen mit den anderen Expeditionsmitgliedern einzusetzen.

Tanas Hass auf Uraks geschupptes Volk saß tief und sein Verhalten ihr gegenüber hatte gewiss nichts besser gemacht, aber er hatte die Abenteurer vor der Drinne gewarnt sowie geholfen das Monster in die Flucht zu schlagen.

Dennoch wollte die Gnomin mit dem Kobold gemeinsam keinen weiteren Schritt mehr gehen. Erst nachdem er seine Rachegedanken gegenüber einem "goldenen Gnom", und nur diesem einen Gnom, wurde die Hüterin weich. Der Hass auf Alvin Scheppen einte die beiden. Ob es ohr schmeckte oder nicht. Vielleicht konnte Urak sogar zu einem wichtigen Zeugen beim Vorgehen gegen den derzeitigen Schultheiß von Kluftheim werden!

Und im Unterreich war eine Klinge mehr auf der eigenen Seite so gut wie immer von Vorteil, zumal der Druide Moryn genug Verpflegung herbeizauberte.

So brach die Expedition mit Urak auf, wodurch auch die bedrückende Eintönigkeit des Königswaldes aufgelockert wurde. Denn die Gnomin ließ keine Gelegenheit aus auf dem Kobold rumzuhacken, der sich immer nur mit "Urak! Urak!!" zu entschuldigen schien.

Das änderte sich jedoch am nächsten Rastplatz. Auf einer flechtenüberzogenen Erhebung hatten die Abenteurer Mühe trockene Stellen für ihre Schlafsäcke zu finden. So stieg Tana mit Moryn wieder in den Wald hinab. Als sie mit einem Bündel Zurkolz* zurückkehrten, vollendete Urak gerade ein magisches Ritual das einen Pseudodrachen mit purpurfarbenen Schuppen an seine Seite rief. Der Drache war viellleicht so groß wie eine Katze. Die Hüterin wusste, dass es sich dabei um gutherzige Spitzbuben handelte, die niemals einem bösen Meister dienen würden.

Das Verhältnis zwischen Tana und Urak entspannte sich noch mehr, als der drakonische Vertraute des Kobolds bei der Navigation durch den Pilzdschungel zu helfen.

Sniv diente Urak wohl bereits seit Jahren, war aber bei dessen Alleingang durch den Königswald von einer Schwertspinne getötet und von Avalon verbannt worden.

- Wendelyn, Stadtschreiber von Peredur

*Die Priesterschaft Nymias konnte mich dahingehend aufklären, dass es sich bei Zurkholz um einen Stoff handelt der aus den Stängeln, oder Stämmen, von Zurkpilzen gewonnen wird und dem Holz von Laub- oder Nadelbäumen ähnelt, wie wir es an der Oberfläche kennen.
« Letzte Änderung: 18.11.2022 | 09:29 von Tintenteufel »
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Re: [D&D 5e] -K-n-i-g-h-t- & Sage
« Antwort #215 am: 18.11.2022 | 10:14 »
Session 64

Sol, 26. Tag des Biestes 1504 n. B.

Als Moryns Expedition am 26.3.1504 ihr Lager in den Lichtlosen Landen aufschlug, herrschte an der Oberfläche bereits ebenfalls die Dunkelheit. Es war eine Nacht der Shaeznar und so stand ein Schwarzer Mond mit seiner purpurfarbenen Aura am Himmel vor meinem Turmfenster.



Im Pilzwald tief unter Garogs Hügeln war jedoch von all der schaurigen Pracht selbstverständlich nichts zu sehen. Der Druide Moryn lagerte mit Tana Turen, Silaqui von Rosenwinter, dem Kobold Urak und dessen drakonischem Vertrauten Sniv nahe der Mondsteinsäule, der bedeutendsten Landmarke im nordöstlichen Königswald.

Die gigantische Tropfsteinformation war über und über mit weiß leuchtendem Mondscheinmoos bewachsen. So strahlte sie kalt über den schleimigen Hüten unzähliger Riesenpilze, eine Handvoll Meilen vom Rastplatz der Abenteurer entfernt. Das Licht der Säule hatte die Expedition bereits am 25.3.1504 vor eine Wahl gestellt, denn es entriss die angrenzenden Gebiete der völligen Finsternis. Südwestlich der Landmarke hatte sich das Feuer durchgesetzt und den Wald niedergebrannt. Anstatt der Pilze machten sich dort orange glühende Rinnsale und Pfützen flüssiger Lava breit. Dagegen hatte nordöstlich der Säule die Erde triumphiert. Auch dort war der Königswald gefallen, doch Kristalle in kühlen Farbtönen funkelten auf jener Seite im Licht der riesigen Säule.

Moryn hatte die Entscheidung getroffen das verbrannte Land zu umgehen und das Glück bei den Kristallen zu suchen. Also bahnten sich die Halbelfin, der Mensch, die Gnomin, das Pilzwesen und der Kobold mit seinem winzigen Pseudodrachen einen Weg nach Nordosten.

Als die Expedition sich bis an den Fuß der Mondsteinsäule durchgekämpft hatte, wirkte die Landmarke wie eine ganze Höhlenwand. Eine magische Wand aus weißem Licht, die zunächst Trost spendete. Wie der sagenumwobene Weiße Mond von Solani es dort unten getan hätte. Bald enthüllte die strahlende Säule den Abenteurern jedoch in ihrem unbarmherzigen, kalten Licht nur mehr die Widrigkeiten des Königswaldes: Sporenschauer, umherschwirrende Insekten und von den Pilzen herabtropfende Schleimfäden.

Erschöpft, aber nicht völlig entkräftet, schlugen die ungleichen Weggefährten ihr Lager unter einer Gruppe von besonders hohen und kräftigen Zurkpilzen auf.

Die drei Oberflächenbewohner sammelten die halbwegs trockenen Splitter eines umgestürzten Pilzes auf und entfachten ein Lagerfeuer. Bald vertrieben orange Flammen die Kälte des Mondscheinmooses.

Allerdings ließ die Gesundheit unserer Agentin zu Wünschen übrig. Trotz der feuchten Hitze im Königswald, plagte die Halbelfin kalter Schweiß und Schüttelfrost. Hingegen schien in ihrer Brust eine Esse zu lodern, die ihr Herz so heftig zum Hämmern brachte wie es selbst Meister Goldhammer nicht vermochte.*

Irgendwann übermannte sie offenbar dennoch der Schlaf.

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*Verzeiht den vielleicht etwas verwirrenden Vergleich. Es ist spät. Ich bezog mich lediglich auf Gadain Goldhammer, den zwergischen Meisterschmied von Peredur.
« Letzte Änderung: 25.11.2022 | 00:28 von Tintenteufel »
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Re: [D&D 5e] -K-n-i-g-h-t- & Sage
« Antwort #216 am: 19.11.2022 | 22:28 »
Session 65

Nym, 28. Tag des Biestes 1504 n. B.

Silaqui von Rosenwinter erwachte am 27.3.1504 in Fesseln. Es war ihr eigenes Seil, das sie an den massiven Stamm eines riesigen Zurkpilzes band.

Sniv, der Vertraute von Urak, saß ihr gegenüber auf einem niedrigen Pilz der stark an einen rundgeschliffenen Felsbrocken erinnerte. Der Pseudodrache hingegen wirkte wie eine Katze, die versuchte Schmetterlinge zu fangen, denn Sniv schlug immer wieder mit seiner rechten Kralle nach vorbeiziehenden Pilzsporen. Dann hatte er bemerkt, dass die Halbelfin erwacht war.

Bevor der winzige Drache sich mit zwei kräftigen Flügelschlägen in die sporenverhangene Luft erhob, huschte ein wölfisches Grinsen über sein Gesicht.

Sniv war verschwunden. Silaqui blieb allein, gefesselt in der Dunkelheit des Königswaldes zurück.

Wieder rann kalter Schweiss von ihrer Stirn. Sie fühlte sich schwach und bemerkte wie Verzweiflung in ihr aufkeimte. Da traten Moryn, Tana und Phushmug in die Reichweite ihrer Dunkelsicht. Kurz darauf hörte sie das Hächeln von Urak hinter dem Zurkstängel.

"Urak! Urak!!"

Der Kobold war aufgeregt. Der Druide noch ernster als sonst. Die Gnomin wirkte angespannt und das Pilzwesen betrübt.

Säufzend beugte sich der Berater von Saer Anskar zu der gefesselten Halbelfin herunter. Er schob seine Robe zur Seite und zeigte Silaqui eine Wunde. Anschließend erklärte Moryn ihr, dass ihm die Verletzung von einem Werwildschwein zugefügt worden war. Er vermutete, dass so der Fluch der Lykantropie auf ihn selbst übergegangen war. Und er beschuldigte Silaqui das Werwesen zu sein, dessen Hauer seine Brust aufgerissen hatten.

Die königliche Heroldin war entsetzt. Sie konnte nicht glauben was sie soeben von ihrem treuen Weggefährten gehört hatte!
Allerdings hatte sie auch keinerlei Erinnerung an die vergangene "Nacht". Weder an ihren Wachdienst noch an ihre Träume. Doch! Silaqui erinnerte sich an das heftige Hämmern ihres Herzens sowie an eine rote, nein, purpurfarbene Glut, die sich ihrer bemächtigt hatte.

Da wusste sie, dass der Gelehrte die Wahrheit  gesprochen hatte. Der Kratzer im Gasthof
Zur Rostigen Schaufel hatte sie tatsächlich mit Lykantropie angesteckt!* Schwere Schuldgefühle verstärkten die wachsende Verzweiflung in der Gefesselten. Silaqui wurde schlecht.

Auf wen hatte sie den schrecklichen Fluch sonst noch übertragen? Hatte sie jemanden darüberhinaus ernsthaft verletzt? Gar getötet?

Bevor unsere Agentin sich weiter verrückt machen konnte, erfasste sie eine weißgraue Sporenwolke. Die Gedanken des Mykoniden erklangen in ihrem Geist. Phushmug beruhigte sie, wie er es auch schon mit Silaqui dem Werwildschwein getan hatte.

Telepathisch klärte das Pilzwesen sie auf, dass sie Moryn während dessen Wache angegriffen hatte. Schnell hatten Phushmugs Sporen sie befrieden gekonnt und die anderen Abenteurer hatten sie an den Zurkpilzgefesselt.
Anschließend meldete sich der Druide mental zu Wort. Er stellte fest, dass der Expedition zehn Tage bis zum nächsten Schwarzen Mond blieben. Zwei Wochen bis zur nächsten Verwandlung von Silaqui und der ersten von Moryn.

Meinen Aufzeichnungen nach entspricht jener Zeitpunkt der Nacht vom 6.4. auf den 7.4. im Jahr 1504 nach Bahamut.

Bis dahin konnten die Abenteurer den Hof von König Unugh erreichen. Vielleicht sogar Slagirs Steinkreis. Doch wer konnte den Fluch von Silaqui und Moryn nehmen?

Es half gewiss nichts noch mehr Zeit am Fuß der Mondsteinsäule zu verlieren. Die Expedition ging weiter.

Allerdings wurden die "Nachtwachen" so eingeteilt, dass keiner allein aufbleiben musste. Weder Silaqui noch Moryn. Und Tana hatte durchgebracht, dass Urak überhaupt nicht zugestanden wurde Wache zu halten. Der Kobold schien zum Unmut der Gnomin jedoch nichts als Gefallen an dieser Regelung zu finden.

Bald hatten sie den Königswald verlassen und traten auf den kargen Felsboden hinaus, wo die Erde über Feuer, Wasser und Luft gesiegt hatte.
Hier erhoben sich keine Riesenpilze, sondern strauchartige Ansammlungen finsterer Kristalle. Es war deutlich kühler und die Luft sehr viel trockener, doch streckenweise zu dünn zum vernünftigen Atmen.

Irgendwann wurde der Weg zu schmal und der Abstand zu einem guten Dutzend kristalliner Gewächse von annähernd schwarzer Färbung scheinbar zu gering. So entzogen vermutlich die Steine selbst den Abenteurern einen Teil ihrer Lebenskraft.**

Dennoch kam die Expedition abseits der Pilze und Flechten des Königswaldes schneller voran. So standen Moryn, Tana, Silaqui, Phurnum und Urak bald wieder genau dort: zwischen Riesenpilzen.

Sie schlugen sich noch ein Stück durch den unterirdischen Dschungel, bis sie sich auf einer kleinen Lichtung, nördlich der Mondsteinsäule, am frühen Abend des 28.3.1594 ein Lager einrichteten.

Sehr plötzlich endeten die Aufzeichnungen unserer Agentin dort mit jenen unheilschwangeren Worten: "Lederne Schwingen in der Dunkelheit!"

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*Siehe Bericht vom 17.3.1504

**Kann es sich bei jenen Kristallen um Nachtstein gehandelt haben?
« Letzte Änderung: 20.11.2022 | 11:22 von Tintenteufel »
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Re: [D&D 5e] -K-n-i-g-h-t- & Sage
« Antwort #217 am: 20.11.2022 | 12:15 »
Good news everyone!

Der Drucker von Sage ist gar nicht so kaputt wie er befürchtet hat. Also können wir endlich wieder neue Minis für K&S drucken und bemalen!!

Hier schon mal die (Loot Studios) Concept Art von den beiden Neuzugängen Phurnum Phushmug und Urak:



Ausserdem hat White Werewolf Tavern einen Release mit Korred und Pilzen abgeliefert:



Ganz schön verrückt, wie gut das zu unserer Kampagne passt, oder ?!?

(Sorry! Musste irgendwo meine Freude und die schönen Bilder loswerden.)
« Letzte Änderung: 25.11.2022 | 00:23 von Tintenteufel »
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Re: [D&D 5e] -K-n-i-g-h-t- & Sage
« Antwort #218 am: 25.11.2022 | 11:49 »
Gestern ging es endlich wieder bergauf für Knight Kobold & Sage!
Die Expedition im Unterreich hat nicht nur ein gehöriges Stück Strecke im Pilzdschungel gut gemacht, sondern zuvor einen kleinen Schwarm Vampirfledermäuse (Frog God Games) und ein seltsames untotes Fledermaus-Wesen platt gemacht!!

Ich bin ein großer Freund des Lazy DM-Styles. Demnach delegiere ich gerne SL-Aufgaben an meine Spielerschaft. Da ich schwer mit anderen "Arbeiten" um unsere Welt/Kampagne/Abenteuer beschäftigt war, habe ich mich bei der Vorbereitung auf Session 66 von dieser Passage des letzten Spielberichts inspirieren lassen:

Zitat von: Spielbericht Session 65
Sie schlugen sich noch ein Stück durch den unterirdischen Dschungel, bis sie sich auf einer kleinen Lichtung, nördlich der Mondsteinsäule, am frühen Abend des 28.3.1594 ein Lager einrichteten.

Damit war für mich klar, wer sich um die Karte kümmert: die Spieler.

Sage hat sich der Sache angenommen und mit Dungeondraft sowie Assets von Forgotten Adventures ein super starkes Ding gebastelt:



Die nackte Karte findet ihr im Anhang hier:

« Letzte Änderung: 25.11.2022 | 12:53 von Tintenteufel »
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