So, da ich gerade absolut nicht dazu komme, irgendwas geordnet zu schreiben, hier mal meine Ideen zu den T'siss einfach als rohes Sammelsurium.
Trotz ihres Aussehens sind T'siss keine Insekten. Sie besitzen ein Innenskelett, Lungen und einen Blutkreislauf. Ihre "Exoskelett" ist tatsächlich ein System aus verschachtelten Hornplatten und ihre Augen sind von einer Schutzkapsel aus demselben (aber durchsichtigen) Material überzogen - beides Adaptionen an eine Welt, auf der einem Sandstürme das Fleisch von den Knochen reiben können, wenn es einem die Sonne nicht schon vorher runter brennt.
Sie kommen von einem Doppelplaneten. Beide Planeten sind sich in Masse so nah, dass der Punkt um den sie sich bewegen, knapp oberhalb der Oberfläche des größeren Planeten liegt.
Wie das System genau entstanden ist, konnte nicht geklärt werden. Möglicherweise ist es die Folge von zwei Planeten auf einem Orbit, die sich irgendwann "gefangen" haben oder die Folge einer Kollision, die den Ursprungsplaneten in Stücke gerissen und durch blanken Zufall zur Entstehung eines Doppelplaneten geführt hat.
Der Planet ist eine Wüstenwelt - extrem trocken, und nahezu ohne Oberflächenwasser. Es gibt Wasser, sehr viel sogar, das ist aber alles in unterirdischen Ozean, Hunderte Meter unter der Oberfläche. Früher war der Planet einmal wesentlich lebensfreundlicher, aber im Lauf der Zeit ging nahezu das gesamte Oberflächenwasser verloren.
Die beiden Planeten umkreisen sich und bearbeiten sich mit ihren Gravitationskräften dermaßen, dass in der Kruste tiefe Risse entstehen, durch die Wasser in die oberen Schichten gelangt.
Das führt an der betroffenen Stelle zu einer kurzzeitigen explosiven Blüte, bevor alles wieder von Sand und Staub begraben wird.
Hier zu überleben ist unglaublich schwierig und für einzelne Individuen kaum zu schaffen, wenn sie nicht gerade als Dauerstadien bis zur nächsten Blüte überdauern können.
Schon die Vorfahren der T'siss haben daher, noch bevor man sie als Personen bezeichnen konnte, Psikräfte entwickelt, insbesondere Fernsicht und andere "hellseherische" Kräfte, um das Auftauchen der nächsten erreichbaren Blüte vorherzusagen. Zeitgleich hat sich eine merkwürdige Art von Schwarmbewusstsein entwickelt, bei der einige T'siss nicht mehr mit eigenem Bewusstsein geboren wurden, sondern als direkte Erweiterung ihrer Mutter, die durch psionische Verbindung jede bewusste Bewegung ihrer Nachkommen kontrolliert. Mit der Zeit hat sich dieses Konzept für das Leben der T'siss als sehr profitabel erwiesen, so dass mittlerweile heute nur noch ein verschwindend geringer Teil der Spezies mit einem eigenen Bewusstsein geboren wird.
Ursprünglich bestand diese Verhältnis nur zwischen einer Mutter und ihren Nachkommen (sowie den Nachkommen ihrer Nachkommen, usw.), aber irgendwann entstand eine Mutation, die einer T'siss erlaubte, die Nachkommen anderer T'siss zu "übernehmen" (übernehmen ist hier nicht unbedingt das richtige Wort, es ist eher so, dass sich die bewusstseinslosen "Drohnen" zum stärksten Signal hin orientieren).
Die weiblichen sapienten T'siss begannen daher untereinander mit anderen Weibchen (inklusive ihrer Nachkommen) um die Drohnen einer Gruppe zu kämpfen. Früher endete dies üblicherweise im Tod der Verliererin, heute ist Verbannung aus dem Schwarm das übliche Resultat. Einige Verliererinnen wagen es sogar Jahre später zurückzukommen, um erneut ihr Glück zu versuchen - ein Verrat, der nur auf zwei Arten enden kann.
Theoretisch kann jedes Weibchen einen neuen Schwarm bilden, in der Regel verliert es aber seine Drohnen, wenn es sich in Reichweite eines etablierten dominanteren Weibchens mit stärkerem Signal begibt.
Für die männlichen sapienten T'siss sieht die Situation ein wenig anders aus. Seit Ewigkeiten konkurrieren sie um die Gunst der sapienten Weibchen - früher in Kämpfen bis zum Tod oder hellseherischen Wettbewerben, heute in diversen verschiedenen Disziplinen. Dafür verlassen sie nicht selten ihre eigene Gruppe, um bei den Weibchen anderer Gruppen vorstellig zu werden. Um heute erfolgreich zu sein, reicht es allerdings nicht aus, möglichst stark und blutrüstig zu sein, es geht vielmehr darum Skills zu demonstrieren, die dem beworbenen Schwarm als erstrebenswert erscheinen - in der Regel Kraft und Zähigkeit, Intelligenz und Kreativität oder psionisches Talent. Ist ein Bewerber erfolgreich darf er mit Hunderten Drohnen und ein wenig Glück auch der "Königin" selbst Nachwuchs zeugen - einige Männchen bleiben für den Rest ihrer Tage in ihrem neuen Schwarm, andere ziehen nach ein paar Wochen oder Monaten weiter.
Auch fungieren Männchen - temporär oder dauerhaft - als Lehrer und Berater der Königin (also des dominanten Weibchen des Schwarms). Bei den T'siss werden spezialisierte Skills (oberhalb der Grundausstattung) in der Regel nicht von Generation zu Generation weitergegeben (und die Drohnen haben ohnehin keine), was bedeutet, wenn eine Königin stirbt, dann stirbt all ihr spezialisiertes Wissen mit ihr. Für einen Schwarm kann dies eine sehr herausfordernde Übergangszeit bedeuten, in der der Bedarf nach gebildeten Männchen besonders hoch ist.
Aufgrund ihrer Lebensumstände ist die gesamte Kultur der T'siss mobil. Sie war es schon immer, Sesshaftigkeit war nie eine Option. Dennoch haben die T'siss es geschafft Hochtechnologie und letztlich Raumfahrt zu entwickeln - auch weil ihre Königinnen in Maßstäben denken konnten, die für menschliche Nomaden schlicht undenkbar sind. Der größte Schritt auf diesem Weg war Zugang zu den unterirdischen Seen und damit dauerhaft Wasser zu erhalten. Das löste zwar bei weitem nicht alle Probleme (dauerhafter Ackerbau wurde z.B. nicht unmittelbar möglich, weil das ganze Ökosystem des Planeten auf Zyklen und Dauerstadien ausgelegt war, die sich nicht direkt wieder anbauen ließen), machte aber den Rest des Weges um ein Vielfaches einfacher. Grundlegende Raumfahrt entwickelte sich bei den T'siss recht früh in ihrem Industriezeitalter und wurde schnell so normal wie ozeanische Schiffahrt für andere Spezies. Dass der Nachbarplanet nur ein paar Stunden Flug entfernt ist und ein sehr ähnliches Ökosystem besitzt, hat hier natürlich erheblich geholfen.
Bei allem Fortschritts haben viele Schwärme der T'siss den nomadischen Lebensstil beibehalten. Zwar gibt es mittlerweile auch sesshafte Kolonien, aber viele Schwärme ziehen bis heute in gewaltigen Mutterschiffen oder riesigen Flotten durch den kolonisierten Raum, um mit anderen Schwärmen oder anderen Spezies Handel zu treiben.
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