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Autor Thema: FATE Smalltalk  (Gelesen 136738 mal)

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Offline nobody@home

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2225 am: 17.10.2017 | 15:11 »
Na ja, bei "equipment porn" geht's halt auch gar nicht in erster Linie um den Charakter. Da geht's einzig und allein um tolle Spielsachen für den Spieler -- aufhängen kann man die dann im Extremfall auch einfach am nächsten gesichtslosen mobilen Pappkameraden, ohne daß es den "reinrassigen Gunporn-Spieler" irgendwie tatsächlich stört. ;)

(Sachen wie beispielsweise BattleTech oder World of Tanks verkaufen sich ja auch primär über den "Spielzeug-Faktor", ein echtes entsprechendes menschliches Grundbedürfnis, das diese Spiele dann befriedigen, gibt's also offensichtlich.)

Und zumindest im Abstrakten betrachtet her muß sich das nicht mal zwingend mit dem...nennen wir den Ich-will-einfach-nur-interessante-Figuren-in-interessanten-Situationen-sehen-Ansatz mal "Charakterspiel" auf der anderen Leitung beißen. Ich kann ja im Prinzip beide Interessen gleichzeitig nebeneinander haben, ohne daß sie sich unbedingt ins Gehege kommen müssen. Allerdings stößt das in der Praxis da an seine Grenzen, wo ich als relativ normaler Mensch mit dazugehörigem menschlichem Gehirn nicht unbegrenzt viel Aufmerksamkeit für alles und jedes gleichzeitig aufbringen kann -- unter genügend "Last" muß ich also doch früher oder später anfangen, meine Prioritäten zu setzen.

Und da legt dann Fate mMn durchaus bewußt den relevanten Schwerpunkt eben doch auf den Charakteranteil. Dabei kann zum Charakter durchaus mal der eine oder andere Ausrüstungsgegenstand kommen, der einfach "zu ihm gehört" -- aber Fate ist eher nicht so das System, in dem ich von Excalibur auf Sturmbringer einfach nur umsteige, weil mir irgend 'ne Tabelle sagt, daß letzteres die kooleren Statz hat.

Offline hanky-panky

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2226 am: 17.10.2017 | 15:28 »
@nobody

Stimme ich zu.
Ich sehe auch dass Fate den Schwerpunkt auf die Charaktere legt, aber was ich hier so mitbekomme und auch "draußen" ist dass viele Fate nur auf Charakterdrama reduzieren und sagen dass Equipment keine Rolle spielt. Höchstens als Aspekt.

Dabei geben die Regeln und die Supplements zu Fate ja ganz andere Optionen vor, wie man auch Equipment wichtig machen kann.

Und wenn diese einseitige, Fate nur auf EINE Deutung reduzierte Version, Leute wie z.B. LushWoods abturnt, Fate ausgiebig zu spielen. Dann ist das schade.

Ich persönlich spiele meist so ein Mittelding. kein "Gun-porn", der hochkomplex ist, aber Equipment ist schon mehr als nur Fluff.

Verstehen kann ich beide Seiten. Diese charakterdrama-Orientierung ist ebenso cool hin und wieder wie halt bisschen crunchiger und mit Equipment das Regel-Impact hat. Fate kann ja beides, daher ist schade, wenn Leute Fate so erscheinen lassen wollen, dass nur das eine geht und das andere nur mit Hängen und Würgen.

Wer GAR KEIN Bock auf Charakterdrama hat und echt nur Items zusammenkratzen will und sich nur noch für die Ausrüstung interessiert, für den ist Fate dann natürlich nix.

@Shadowrun

Wenn man sich mal anschaut, wie das Cyberpunk2020-Regelwerk in der Premise konzipiert war, dann fällt auf, dass die Charaktere, die man spielt, tatsächlich eher in Richtung Punks gehen. Gegen das Estableshment, Vesuch, Gutes zu tun, was Besseres zu schaffen. Man will das System stürzen.

Komischerweise ist dieser Ansatz in den Cyberpunk-RPGs dann irgendwie nie so weiterentwickelt worden und es ging mehr in Richtung Ballerei und in das Gegenteil von dem, was bei  Cyberpunk 2020 im Core der Ausgangspunkt ist.
 Charaktere sind Söldner des Estableshments und erledigen Aufträge. Okay, heißt ja auch ShadowRUN und nicht CyberPUNK.  ;D

Naja, so vom Cyberpunk-Ansatz bietet sich also Fate an, weil das Cyberpunk-Genre ja im Ursprung mehr ist als Gunporn und es sich um Drama handelt, das in-charakter forumuliert ist.

Edit: Auch die Prämisse, dass es bei Cyberpunk2020 auf das "Face" ankommt, den Style over Substance-Faktor. Es geht nicht darum, wer du wirklich bist sondern wer du als FACE da draußen auf der Straße bist. Dieser ganze Style-Kram und das Maskenspiel ist ja schon an sich narrativ. Hier kann Fate sehr gut punkten, weil Aspekte sowohl beschreiben, was der Charakter ist, aber gleichzeitig auch wieder ne Kompetenz festlegen.

Wenn man das weiterdenkt und die Frage aufkommt, wer eigentlich der wahre Typ hinter dem Face ist und dem Style, den er da auf der Straße nach außen trägt, kommt Charakterdrama mächtig durch die Hintertür.


« Letzte Änderung: 17.10.2017 | 15:35 von hanky-panky »

Offline sprawldog

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2227 am: 17.10.2017 | 21:27 »
Edit: Auch die Prämisse, dass es bei Cyberpunk2020 auf das "Face" ankommt, den Style over Substance-Faktor. Es geht nicht darum, wer du wirklich bist sondern wer du als FACE da draußen auf der Straße bist. Dieser ganze Style-Kram und das Maskenspiel ist ja schon an sich narrativ. Hier kann Fate sehr gut punkten, weil Aspekte sowohl beschreiben, was der Charakter ist, aber gleichzeitig auch wieder ne Kompetenz festlegen.

Wenn man das weiterdenkt und die Frage aufkommt, wer eigentlich der wahre Typ hinter dem Face ist und dem Style, den er da auf der Straße nach außen trägt, kommt Charakterdrama mächtig durch die Hintertür.
Da fällt mir ein, dass auf dem Charakterblatt nicht nach dem Namen, sondern dem Label gefragt wurde. War schon cool. Aber bei SR gab es (anfangs) auch so ein wenig Robin-Hood-Feeling. Das ging nach und nach verloren und irgendwann waren Runner nur noch Handlanger der Konzerne, professionelle Verbrecher und so. Aber so muss man es ja auch nicht unbedingt spielen.
;)

Offline Finarfin

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2228 am: 23.10.2017 | 22:23 »
FATE kann schon detaillierten Gun Porn bieten.
Bei meinem Lieblingssetting Mindjammer z.B. wird gezeigt, wie unterschiedlich z.B. 2-Stunt-Gewehre sein können:
Das Disintegrator Rifle z.B. bietet einfach einen Bonus von +4 auf den Angriff.
Das gleichwertige Blaster Rifle hingegen bietet zunächst nur :3, also unter Idealbedingungen einen Punkt weniger Schaden mit einer deutlich geringeren Wahrsheinlichkeit überhaupt zu treffen. Im Gegenzug setzt die Waffe aber automatisch allen Zielen, bei denen das Sinn macht, den Situationsaspekt Brennend o.ä. drauf. Zudem hat die Waffe den Aspekt Vollautomatisch, so dass man zwar riskiert, dass die Waffe durch Dauereinsatz überhitzt und in der Szene ausfällt, aber dafür kann man den Aspekt auch einsetzen, um nachträglich das Wüfelergebnis auf mehrere Gegner aufzuteilen. Und dann - so sehe ich das - zählt der :3 Bonus für jeden Gegner.
Zwei crunchig völlig unterschiedliche 2-Stunt-Gewehre.
Dann kann man die Waffen noch mit Skill Points aufrüsten etc., was noch differenzierte Waffen ergibt.
Da geht schon einiges.

Aber klar, FATE ist nicht auf Gun Porn ausgelegt. Da würde ich ein viel kleinschrittigeres Würfelsystem mit viel mehr kampfrelevanten Werten nehmen. SR hat da ab SR3 deutlich verloren, weil man da mit dem Phasenwert eine Stellschraube entfernt hat, ab SR4 mit dem fixen MW eine weitere. Optimaler Gun Porn braucht wohl ein W%-System, damit man den +7%-Zielbonus mit dem nächsten Feature auf +8% hochdrückt, mit möglichst vielen Waffeneigenschaften (Wie gut durchdringt das Teil welche Art von Rüstung? Wieviel Schaden macht es? Welche Art von Schaden? Zielbonus auf den Angriffswert? Würfelcap durch Präzision? Magazin? Ladegeschwindigkeit? etc. pp.)...

Offline LordBorsti

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2229 am: 24.10.2017 | 10:03 »
...
Aber klar, FATE ist nicht auf Gun Porn ausgelegt. Da würde ich ein viel kleinschrittigeres Würfelsystem mit viel mehr kampfrelevanten Werten nehmen. SR hat da ab SR3 deutlich verloren, weil man da mit dem Phasenwert eine Stellschraube entfernt hat, ab SR4 mit dem fixen MW eine weitere. Optimaler Gun Porn braucht wohl ein W%-System, damit man den +7%-Zielbonus mit dem nächsten Feature auf +8% hochdrückt, mit möglichst vielen Waffeneigenschaften (Wie gut durchdringt das Teil welche Art von Rüstung? Wieviel Schaden macht es? Welche Art von Schaden? Zielbonus auf den Angriffswert? Würfelcap durch Präzision? Magazin? Ladegeschwindigkeit? etc. pp.)...

Ich würde für "Gun Porn" ja GURPS nehmen :), das ist verdammt gut recherchiert und fühlt sich sehr real im Spiel an.
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Offline hanky-panky

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2230 am: 24.10.2017 | 10:21 »
Zitat
Bei meinem Lieblingssetting Mindjammer

Mindjammer rockt. Is Sarah Newtons beste Fate-Arbeit bisher meiner Meinung

Offline sprawldog

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2231 am: 24.10.2017 | 15:30 »
Ich finde Werte von Waffen in anderen Rollenspielsystemen mehr und mehr fragwürdig und bin froh, wenn sie keine Rolle spielen oder maximal abstrahiert werden.
Gun- oder auch Equipment-Porn ohne Werte geht und ist absolut etwas für Fate. Bilder, Beschreibung, Shadowtalk und am besten noch eine Liste sehr ähnlicher Modelle anderer Hersteller. Wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich für Edgerunner sofort losbasteln und dabei gnadenlos Bilder und Texte von SR verwursten! Oder auch das hier.

Offline YY

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2232 am: 24.10.2017 | 18:19 »
SR hat da ab SR3 deutlich verloren, weil man da mit dem Phasenwert eine Stellschraube entfernt hat, ab SR4 mit dem fixen MW eine weitere.

Phasen gab es nur in SR1, SR2 und 3 hatten identische Schadenscodes (also der Form nach, nicht zwingend für jedes Exemplar identisch).
Mit SR4 kam der große Regelbruch, da fiel ja nicht nur einfach ein weiterer Teil weg, sondern Powerniveau und Schaden wurden zu einem neuen Konstrukt zusammengezogen.


Optimaler Gun Porn braucht wohl ein W%-System, damit man den +7%-Zielbonus mit dem nächsten Feature auf +8% hochdrückt, mit möglichst vielen Waffeneigenschaften (Wie gut durchdringt das Teil welche Art von Rüstung? Wieviel Schaden macht es? Welche Art von Schaden? Zielbonus auf den Angriffswert? Würfelcap durch Präzision? Magazin? Ladegeschwindigkeit? etc. pp.)...

Ich habe nichts gegen Gunporn, im Gegenteil.
Aber so ein Gefuddel braucht echt überhaupt niemand.

Zumal sich Waffen bei Licht betrachtet vor Allem in Dingen unterscheiden, die in keiner Werteliste auftauchen und die selbst als individuelle Sonderregeln oft nicht sonderlich gut systematisch darzustellen sind.
Das sind Dinge, die zwar für den Anwender relevant sind, aber mehr oder weniger parallel zu den eigentlichen Anwendungsregeln laufen.


Ich finde Werte von Waffen in anderen Rollenspielsystemen mehr und mehr fragwürdig und bin froh, wenn sie keine Rolle spielen oder maximal abstrahiert werden.

Findest du Werte generell fragwürdig oder bestimmte Formen und warum genau?  :)


Ich bin da sehr im Zwiespalt. Einerseits müssen sich ähnliche Waffen für mich nicht großartig in den Werten unterscheiden; das darf gerne etwas gröber gehalten sein. Andererseits bleibt dann nur noch Beschreibung und mehr oder weniger willkürliche Zuteilung der oben angesprochenen "Sondereigenschaften" (nicht im Sinne harter Regeln dafür) und das bekommt man bei fiktiven Waffen im Vergleich mit der Realität kaum sinnvoll hin. Meistens muss man dann zufrieden sein, wenn gute Beispiele 1:1 auf fiktive Waffen übertragen werden.
Manchmal klappt es im Shadowtalk, aber oft ist das übertrieben oder sonstwie leicht daneben. Da bin ich aber auch ein ziemlicher Erbsenzähler und Besserwisser.


Und ich überlege gerade, ob es sich lohnt, das in ein allgemeines Gunporn-Thema zu überführen.
Da gibts ja viele verschiedene Perspektiven und schon hier lösen wir uns recht flott von einer Betrachtung rein durch die Fate-Brille.
Und Fate geht in Sachen Waffencrunch einfach komplett an mir vorbei.

Finarfins Beispiel trifft es ganz schön. Natürlich geht da Crunch, und natürlich kann der sehr relevant sein.
Aber ich denke mir da schon beim Lesen: Warum sollte man sich diese Regelwirrnisse antun?
Ich empfinde das immer als Ansammlung von Sonderwegen, die man sich sparen könnte, wenn die Waffen andere/größere/vielseitigere Werteblöcke hätten - aber das beißt sich wieder mit dem Rest des Systems.
« Letzte Änderung: 24.10.2017 | 18:22 von YY »
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Offline Daheon

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2233 am: 24.10.2017 | 18:52 »
Gunporn in Fate: Der Aspekt "(Meine 45er) Betty ist eine treue doch launische Geliebte."  ;)
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Offline YY

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2234 am: 24.10.2017 | 19:27 »
Njoah...das ist mMn ungefähr so viel Gunporn wie "hat eine Waffe"  ;)
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Offline nobody@home

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2235 am: 24.10.2017 | 19:33 »
Gunporn in Fate: Der Aspekt "(Meine 45er) Betty ist eine treue doch launische Geliebte."  ;)

So kann man's beispielsweise machen, ja. ;) Und auch dann, wenn man mehr "Crunch" möchte, möchte man den doch, denke ich, in erster Linie für die eigene(n) Waffe(n) -- sobald ich erst mal "die richtige(n)" für mich gefunden habe, interessiert mich der Rest irgendeiner "offiziellen" Waffentabelle erfahrungsgemäß oft nur noch peripher. Dann ist aber der Sprung zu "hm, warum bastle ich mir Betty so, wie ich sie mir vorstelle, nicht gleich selber?" auch schon kein so besonders weiter mehr, und plötzlich sind wir wieder bei der möglichen Darstellung von Waffen und ähnlichem Equipment mit, der lieben Einfachheit wegen, ohnehin schon existierenden Regelelementen.

Kann natürlich auch einfach daran liegen, daß ich eben doch kein besonders qualifizierter Gunporn-Spieler bin. ;)

Offline hanky-panky

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2236 am: 24.10.2017 | 19:58 »
Ist natürlich niedlich, dieser kleine Aspekt auf der Waffe

Wenn ich mir dagegen die Let's Plays zu Mass Effect-Fate anschaue, dann agieren die dann mit Waffenwerten, Rüstungswerten, differenzierter martialischer Ausrüstung und  bringen zusätzlich noch die Fate Core-Standardpackung wie Aspekte, Aktionen, Stunts usw. ein

Da landet dann der Sniper aus der Distanz einen 17 Shift-Schuss (mit diversen taktischen Manövern + Stunts im Vorfeld) auf den Gegner. Was ihn dann wiederum für die restliche Session auspowert und die Meta-Ressourcen müssen aufgestockt werden
DAS fetzt und kommt dann eher den Vorlieben nahe, welche Gun-Fans wollen

Über so'n läppischen Aspekt auf der Waffe, der kümmerliche +2 (etc) gibt, können die nur lachen

Bin Fan von Fate mit Aufsatz
 :headbang:
« Letzte Änderung: 24.10.2017 | 19:59 von hanky-panky »

Offline Kampfwurst

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2237 am: 24.10.2017 | 20:05 »
Ich glaube Shadowrun mit Fate dürfte wunderbar mit Skill-Modes zu spielen sein. Die Modes die man sich dann nimmt sind dann eben keine Ausbildungen oder ähnliches, sondern spiegeln eben die Ausrüstung wieder. D.h. die Fertigkeiten der Leute selbst sind nicht so dramatisch wichtig, wichtig ist die Ausrüstung. Schön daran ist auch, dass man Programme und Drohnen sowie KI-Kräfte und Zauber auf die gleiche Art und Weise abbilden kann, wodurch das System insgesamt wieder schön schlank bleibt.

Offline hanky-panky

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2238 am: 24.10.2017 | 20:07 »
Zitat
Ich glaube Shadowrun mit Fate dürfte wunderbar mit Skill-Modes zu spielen sein. Die Modes die man sich dann nimmt sind dann eben keine Ausbildungen oder ähnliches, sondern spiegeln eben die Ausrüstung wieder

Jep, die Atomic Robo-Modes können sich simpel auf Shadowrun umschreiben lassen

Offline sprawldog

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2239 am: 24.10.2017 | 20:11 »
Findest du Werte generell fragwürdig oder bestimmte Formen und warum genau?  :)

Waffe A: Schaden 1W+4
Waffe B: Schaden 1W+5
Waffe C: Schaden 1W+6
Waffe D: Schaden 2W+2
usw.

Früher habe ich das hingenommen, kann ich irgendwie nicht mehr. Da heißt es dann, das Waffe D eben größer oder gefährlicher ist als Waffe A. Aber da gibt es auch die Könner, die mit Waffe A deutlich gefährlicher sind, als mit Waffe C und töten können beide sowieso auf einen Streich.

Am Ende ist es eine Frage des Umgangs und des Könnens und ein Dolch ist eigentlich nicht weniger tödlich als eine Zweihänder. Wozu dann überhaupt Werte für Waffen? Da ist Fate dankenswerter Weise weiter.

Und kommt mir nicht mit Waffenvergleichswerten und so weiter. Natürlich macht es einen Unterschied, ob ein Dolchkämpfer einem anderen Dolchkämpfer oder einem Hellebardenträger gegenüber steht. Aber ich sehe an der Stelle auch keinen Mehrwert darin, in einem Kampf immer wieder detailliert rechnen zu müssen. Und pauschalieren kann man das an der Stelle nicht, da jede Konstellation eigen ist. Vor Fate hätte ich einen generellen Größenwert einer Waffe vielleicht noch gelten lassen (so könnte man Waffen bei Earthdawn leicht vereinfachen, ich habe es für meine ERPS-Version genutzt), aber inzwischen komme ich auch gut ohne diesen aus.

Da würde ich ein viel kleinschrittigeres Würfelsystem mit viel mehr kampfrelevanten Werten nehmen. SR hat da ab SR3 deutlich verloren, weil man da mit dem Phasenwert eine Stellschraube entfernt hat, ab SR4 mit dem fixen MW eine weitere. Optimaler Gun Porn braucht wohl ein W%-System, damit man den +7%-Zielbonus mit dem nächsten Feature auf +8% hochdrückt, mit möglichst vielen Waffeneigenschaften (Wie gut durchdringt das Teil welche Art von Rüstung? Wieviel Schaden macht es? Welche Art von Schaden? Zielbonus auf den Angriffswert? Würfelcap durch Präzision? Magazin? Ladegeschwindigkeit? etc. pp.)...
Das klingt nach einem Spiel wie Contact, dessen Macher sicherlich nicht zufällig auch Waffenbilder zu Shadowrun beigesteuert hat. Ich mag die Bilder (eigentlich die besten, die SR hat oder hatte) und ich mag beinahe alles von Contact. Bis auf die Regeln.
Da braucht man tatsächlich einen Taschenrechner für den Kampf, damit man die Entfernung zum Ziel und den Effekt von Zieloptiken gegenrechnen kann. Ein Spiel, bei dem entsprechende Tabellen und damit eigentlich ein SL-Schirm meiner Meinung nach zum Grundregelwerk dazu gehört, damit es überhaupt spielbar ist.

Offline sprawldog

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2240 am: 24.10.2017 | 20:12 »
Jep, die Atomic Robo-Modes können sich simpel auf Shadowrun umschreiben lassen

Sehr schicke Idee.
Oder Zwei-Spalten-Fate, wobei eine Spalte die verwendete Ausrüstung wieder gibt.

Offline hanky-panky

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2241 am: 24.10.2017 | 20:14 »
Zitat
Vor Fate hätte ich einen generellen Größenwert einer Waffe vielleicht noch gelten lassen (so könnte man Waffen bei Earthdawn leicht vereinfachen, ich habe es für meine ERPS-Version genutzt), aber inzwischen komme ich auch gut ohne diesen aus.

Für so eine Crunch"philosophie" bietet ja Fate Core S. 289 (dt., die Textbox) alles nötige.
Mit der kann man alle Waffenunterschiede (Vorteile, Nachteile) on the fly darstellen. Sehr flexibel und situativ

Offline Kampfwurst

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2242 am: 24.10.2017 | 20:20 »
Japp. So würde ich auch die meisten Waffenunterschiede darstellen. Die in der aktuellen Situation bessere Waffe bekommt einen kleinen Vorteil, danach wird alles nach Standardregeln abgehandelt.

Offline YY

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2243 am: 24.10.2017 | 23:07 »
Die Randbemerkung zuerst:
Da braucht man tatsächlich einen Taschenrechner für den Kampf, damit man die Entfernung zum Ziel und den Effekt von Zieloptiken gegenrechnen kann. Ein Spiel, bei dem entsprechende Tabellen und damit eigentlich ein SL-Schirm meiner Meinung nach zum Grundregelwerk dazu gehört, damit es überhaupt spielbar ist.

Contact hat für mich das große Problem, dass es an einigen Stellen Crunch ohne jeden und an anderen Stellen ohne verhältnismäßigen Mehrwert bietet.
Da könnte man noch einiges kürzen und vereinfachen. Ansonsten ist das aber erstmal Geschmackssache - ein bisschen Kopfrechnen und Zahlenspielerei machen mir schon Spaß und Systeme auf dem Crunch-Level von Contact sind jetzt nichts, wo ich einen Taschenrechner bemühen würde.


ein Dolch ist eigentlich nicht weniger tödlich als eine Zweihänder. Wozu dann überhaupt Werte für Waffen?

Eigentlich ist er das durchaus, aber das liegt zum Großteil an anderen Faktoren als dem reinen Schadensoutput (und da muss man zwar fragen, worauf man den gründet, aber darauf gibt es sinnvolle Antworten) und genau diese werden von den meisten Systemen komplett ignoriert.

Als Simulationist bin ich da immerhin so weit bei dir, dass ich sage: Wenn schon Waffenwerte, dann auch für den jeweiligen Detailgrad richtig/passend/sinnvoll.
Da stört mich kaum etwas mehr als Werte, die völlig frei erfunden sind oder völlig daneben liegen, was ihren Einfluss angeht - also gerade nicht nur der Höhe (und den Relationen untereinander) nach, sondern grundsätzlich nach ihrer Art.

Wenn Systeme komplett und in sich geschlossen gamistisch konstruiert sind, lasse ich mir das gerade noch gefallen.

Aber ich sehe an der Stelle auch keinen Mehrwert darin, in einem Kampf immer wieder detailliert rechnen zu müssen. Und pauschalieren kann man das an der Stelle nicht, da jede Konstellation eigen ist.

Warum detailliert rechnen?
Das kommt ja zuerst einmal darauf an, was mein System überhaupt an Detailgrad liefern/verarbeiten soll.
Ordentlich systematisieren kann man das jedenfalls in einer Weise, die keine aufwändige Rechnung bedeutet - und schon gar nicht jedes Mal aufs Neue.
Zumindest die Standardkombinationen hat man recht schnell drin und von da aus kann man gerade bei gröberen Systemen problemlos ableiten.


Dazu auch:
So würde ich auch die meisten Waffenunterschiede darstellen. Die in der aktuellen Situation bessere Waffe bekommt einen kleinen Vorteil, danach wird alles nach Standardregeln abgehandelt.

Entweder schmeißt man dabei auch ganz vieles zusammen oder man differenziert das auf einem Level, das dem üblichem Maß an Waffenwerten in nichts nachsteht.
Dabei gibt es natürlich die Tendenz, das als einfacher zu betrachten, weil man vieles als offensichtlich und deswegen nicht fein verregelungsbedürftig einstuft - ist aber in vielen Konstellationen nicht so. Gerade bei modernen Waffen, wo der berühmte gesunde Menschenverstand öfter mal daneben liegt.
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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2244 am: 24.10.2017 | 23:27 »
Entweder schmeißt man dabei auch ganz vieles zusammen oder man differenziert das auf einem Level, das dem üblichem Maß an Waffenwerten in nichts nachsteht.
Dabei gibt es natürlich die Tendenz, das als einfacher zu betrachten, weil man vieles als offensichtlich und deswegen nicht fein verregelungsbedürftig einstuft - ist aber in vielen Konstellationen nicht so. Gerade bei modernen Waffen, wo der berühmte gesunde Menschenverstand öfter mal daneben liegt.
Natürlich schmeißt man dabei ganz viel zusammen. Die Frage ist halt, ist der Unterschied in der Bewaffnung groß genug um einen Vorteil zu rechtfertigen. Wenn ja, dann bekommt der bessere z.B. einen Schub oder er darf den Kampf anfangen oder ähnliches. Hierbei geht es nicht um gravierende Vorteile, sondern einfach darum die unterschiedliche Ausrüstung zumindest ein wenig zu berücksichtigen.

Wobei es sich dabei mehr um Situationen wie "Dolch gegen Hellebarde" handelt, wobei die Hellebarde auf weiter Flur, der Dolch im engen Gang eher den Vorteil bekommt. Gunporn lässt sich damit so gar nicht machen. Außerdem geht es da natürlich tatsächlich eher darum die gefühlte Wirklichkeit abzubilden, nicht unbedingt die wirkliche Wirklichkeit (hier wieder der Hinweis auf Dolch und Hellebarde).

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2245 am: 24.10.2017 | 23:46 »
Hierbei geht es nicht um gravierende Vorteile, sondern einfach darum die unterschiedliche Ausrüstung zumindest ein wenig zu berücksichtigen.

Damit sitzt man mMn so ein bisschen zwischen den Stühlen. Es geht ja relativ schnell um gravierende Vorteile, aber dann knirscht es schon ein bisschen im Fate-Regelgebälk.
Ohne es in der Praxis groß ausprobiert zu haben, störe ich mich aus dem Bauch raus aber eher an +2-Feigenblättern für Sachen, die viel wichtiger sein müssten, als daran, das komplett unter den Tisch fallen zu lassen.
Der Mittelweg dürfte wohl aber deutlich öfter anzutreffen sein.

Außerdem geht es da natürlich tatsächlich eher darum die gefühlte Wirklichkeit abzubilden, nicht unbedingt die wirkliche Wirklichkeit

Das ist ja auch so ein Riss, der durch die Gunporn-Fans geht - grob geschätzt im Verhältnis 70:30.
Undankbarerweise ist das den meisten noch nicht mal bewusst und dann gibt es Missverständnisse und Diskussionen ohne Ende  :P :(
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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2246 am: 25.10.2017 | 00:02 »
Damit sitzt man mMn so ein bisschen zwischen den Stühlen. Es geht ja relativ schnell um gravierende Vorteile, aber dann knirscht es schon ein bisschen im Fate-Regelgebälk.
Ohne es in der Praxis groß ausprobiert zu haben, störe ich mich aus dem Bauch raus aber eher an +2-Feigenblättern für Sachen, die viel wichtiger sein müssten, als daran, das komplett unter den Tisch fallen zu lassen.
Der Mittelweg dürfte wohl aber deutlich öfter anzutreffen sein.
Ich sehe es so, dass der kleine Vorteil dann auftritt, wenn er da ist, aber nicht kampfentscheidend. Wenn jemand so hoffnungslos überlegen ist, dass ich ihm hoffnungslos viele Boni geben will, dann fange ich gar nicht mehr an zu würfeln, denn dann handelt es sich nicht mehr um einen Kampf, dann handelt es sich um ein Schlachtfest.

Fate geht davon aus, dass die Charaktere kompetent sind. Damit gehe ich davon aus, dass sie sich in den meisten Fällen irgendwie auf die Situation einstellen können. So hat als die Hellebarde kurzfristig aufgrund ihrer Reichweite einen Vorteil in offenem Gelände. Kann der Charakter den nicht nutzen, dann ist der Kampf wieder ausgeglichen. Das ist für mich das, was die kleinen Vorteile abbilden.

Zitat
Das ist ja auch so ein Riss, der durch die Gunporn-Fans geht - grob geschätzt im Verhältnis 70:30.
Undankbarerweise ist das den meisten noch nicht mal bewusst und dann gibt es Missverständnisse und Diskussionen ohne Ende  :P :(
Möglich. Will ich aber realistischen Gunporn abbilden dann bin ich bei Fate an der falschen Adresse. Das macht mit anderen Systemen deutlich mehr Spaß.

Offline hanky-panky

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2247 am: 25.10.2017 | 00:15 »
Zitat
Möglich. Will ich aber realistischen Gunporn abbilden dann bin ich bei Fate an der falschen Adresse. Das macht mit anderen Systemen deutlich mehr Spaß.

Yup, denke auch, dass sich solche Leute nie an einen Fate-Spieltisch setzen werden (rudimentäres Fate-Wissen vorausgesetzt) und es da IRL keine Berührungspunkte gibt.
Diskussionsbedarf gibt's nur in Foren, wo verschiedene Spielertypen aufeinandertreffen
« Letzte Änderung: 25.10.2017 | 00:19 von hanky-panky »

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2248 am: 25.10.2017 | 00:25 »
So hat als die Hellebarde kurzfristig aufgrund ihrer Reichweite einen Vorteil in offenem Gelände. Kann der Charakter den nicht nutzen, dann ist der Kampf wieder ausgeglichen. Das ist für mich das, was die kleinen Vorteile abbilden.

Da liegt wohl der Knackpunkt - in einer Fate-Kampfrunde passiert in der Hinsicht ggf. enorm viel und in der Gesamtbetrachtung kommt dieser Ansatz recht gut hin.
Aber damit fasst man eben Situationen zu relativ ausgeglichenen Gesamtverhältnissen zusammen, die in kleinere Teile zerlegt auch mal abwechselnd aus deutlichen Vorteilen für die eine oder andere Seite bestehen.
Grundsätzlich hat man ja eine gewisse Gestaltungsfreiheit, was eine Runde ist bzw. was mit einem Wurf alles abgehandelt wird, aber wenn man zu nah ranzoomt, kommt das Regelwerk an seine Grenzen.


Möglich. Will ich aber realistischen Gunporn abbilden dann bin ich bei Fate an der falschen Adresse. Das macht mit anderen Systemen deutlich mehr Spaß.
+
Yup, denke auch, dass sich solche Leute nie an einen Fate-Spieltisch setzen werden (rudimentäres Fate-Wissen vorausgesetzt) und es da IRL keine Berührungspunkte gibt.

Da ging es mir noch nicht mal speziell um Fate; das Thema ist ja gerade für die klassischen Gunporn-Systeme noch viel wichtiger, weil die teilweise selbst keine klare Linie haben oder in eine bestimmte Richtung gehen und sich ein Teil der Spieler daran stört, obwohl das ja nach allgemeiner Lesart genau ihr Ding sein müsste.


Andererseits ist auch hier im Thread an der ein oder anderen Stelle die sinngemäße Aussage gekommen, dass Fate Gunporn kann. Das gilt aber nur für bestimmte Spielarten von Gunporn und je mehr man sich von bestimmten Zielsetzungen und Haltungen entfernt, um so mehr Aufwand muss man gerade mit Fate treiben.
Insofern ist es ja durchaus ein Fortschritt, wenn man sich klar macht, dass Gunporn als Stichwort nicht ausreicht. Das macht die Aussage natürlich komplexer, weil man differenzieren muss, aber dafür ist sie dann auch konsensfähig.
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Offline hanky-panky

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Re: FATE Smalltalk
« Antwort #2249 am: 25.10.2017 | 00:27 »

Zitat
Insofern ist es ja durchaus ein Fortschritt, wenn man sich klar macht, dass Gunporn als Stichwort nicht ausreicht. Das macht die Aussage natürlich komplexer, weil man differenzieren muss, aber dafür ist sie dann auch konsensfähig.

Okey, aber mit dieser Erkenntnis hat sich jetzt in meiner Fate-Welt kein bisschen was gedreht.
Ist wohl reine Theorie ohne praktischen Impact am Fate-Spieltisch