Absolut korrekt, wenn sie es vergeigt ist sie raus und die Serie damit faktisch zuende. Ein guter Schreiber sollte das aber im Auge behalten. Der Handlungsstrang hätte ohne Festnahme durch die Polizei und Fahrerflucht genauso gut funktioniert. Sie stielt die Schlange, Polizei nimmt Verfolgung auf, Motorradszene folgt, sie versteckt die Schlange und muss untertauchen, die Polizei verliert die Spur. Sie kommt zu spät ins Hotel, ihre direkte Vorgesetzte will sie Kündigen, der Manager setzt sich für sie ein (auch gegenüber dem Gefängnis, er behauptet sie musste so lange arbeiten). So wird auch noch mal diese Ansage ihrer Chefin "Ich will keine Eigeninitiative, ich hasse Eigeninitiative!" aufgegriffen, erstes Problem und zack die neue zweigt was...Eigeninitiative

also genau das was ihre Chefin ihr verboten hat. Das wären die gleichen Aktionszenen und der gleiche Handlungsaufbau nur ohne den Teil „sie wird geschnappt und wegen Fahrerflucht angezeigt und der Manager holt sie bei der Polizei raus“. Ich weiß nicht ob man der Figur des Managers da nicht zu viel Reichweite gegeben hat. Er ist König in seinem eigenen Haus, aber welche Polizei interessiert es was der Arbeitgeber will, wenn jemand auf seinem ersten Freigang Fahrerflucht begeht und geschnappt wird? Selbst wenn er der Schirmherr des Projektes zur Resozialisierung ist hat sie eine Straftat begangen.
Das zweite (der Diebstahl beim Fußballspieler) wirkte in meinen Augen ebenfalls massig nach Plotarmor. Selbst wenn man sich in die Situation des Fußballspielers verstezt, kommt aus einfachen Verhältnissen, spielt jetzt in der 1. Französischen Liga beim Top Verein, sucht Freunde, kennt das Leben wenn man nichts hat usw. Aber jetzt lasse ich jemanden in mein Leben und egal wie viel oder wie wenig er mir bedeutet beim 2. Treffen und der 1. Situation wo ich die Person allein lasse bestielt sie mich? Ich weiß nicht ob das wirklich mit einem „Hey, sind doch nur Sponsorengeschenke“ geendet hätte. Es ist ja auch ihm gegenüber ein Vertrauensbruch. Klar, das baut eine Beziehung zwischen dem Fußballer und der Hauptprotagonistin auf, aber es wirkt für mich so „bäm mitten in die Fresse“ Sie muss jetzt etwas stehlen (wegen dem Unfall ihrer Freundin und dem kaputten Auto) und sie muss jetzt erwischt werden, aber das hat wieder keine echten Auswirkungen.