Autor Thema: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde  (Gelesen 177235 mal)

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Offline Falcon

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #75 am: 24.08.2010 | 23:51 »
Mir sind die Riesenmonster bei DSA aufgefallen und ich fands nicht sehr einfallsreich.

Zitat von: Xemides
Aus demselben Grund, aus dem ich LL nicht mag und Sw nicht mag.
Genau, so nach dem Hören...

Ich mag komplexere Regelwerke auch. GUTE komplexe Regelwerke.
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Offline Der Narr

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #76 am: 24.08.2010 | 23:51 »
Und noch einmal: Ich finde die DSA-Monster toll. Ich finde es schrecklich, wenn ich ein Monsterbuch oder Kreaturenkapitel aufschlage und da gleich wieder nur total abgefahrenes Zeug drin ist. Riesig (~;D) dagegen finde ich es, auch ein paar Monster in petto zu haben, die naja, halt auch mal was kleines, normales für zwischendurch sind. Neulich habe ich sogar bei AC die Helden gegen Hunde kämpfen lassen. Riesenameisen wären mir lieber gewesen (ich habe tatsächlich an so etwas gedacht!), aber für die hatte ich keine Werte und ich hatte keine Lust, mir welche auszudenken. Insofern: Mehr Riesen-Tiere für ALLE Rollenspiele. Und auch mehr Schratige, Säbelzahntiger, Schreckensechsen und was die aventurische Fauna sonst noch hergibt!
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Offline D. Athair

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #77 am: 25.08.2010 | 00:04 »
Ich muss hier mal eine Lanze für mein Lieblingssystem brechen^^
Ich LIEBE DSA.

[...]

DSA hat einfache in tolles Flair. Jedenfalls ist das meine subjektive Meinung^^. Die Welt ist unglaublich komplex, es gibt Beschreibungen zu fast jedem Kleinhintertupflingen und man kann nachlesen wie der Bruder, des Onkels des Neffen dritten Grades Zimmergenosse vom Schmied in eben jenem Dorf heißt.
Die Regionalbände sind eine absolute Ideenmiene. Ich habe schon ganze Kampagnen aus Nebensätzen und Randnotizen gebastelt ohne den großen "Metaplot" überhaupt anzukratzen.
Unsre Gruppe ist absolut Storyteller-lastig aber wir haben noch kein einziges offizielles Abenteuer gebraucht um uns königlich zu amüsieren.

Ich finde, dass sich ein Ausflug nach Aventurien auf jeden Fall lohnt! :)

Im Vergleich dazu - unspektakulär.
Oder: Eine Ideenmiene ist mir zu mühsam. Ich will ein Spiel, bei dem mich tolle Ideen überfallen.



@ Riesen...: Zwergriesen, Klein-Elfanten oder feengroße Einhörner gefallen mir da irgendwie besser.
Bitte DSA 5 mach die die zu eigen!!!
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Offline Xemides

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #78 am: 25.08.2010 | 00:14 »
Genau, so nach dem Hören...

SW habe ich gelesen, sogar zweimal (englisch Ex und deutsch), was schon mal mehr ist als hören.

Und LL kenne ich aus der Praxis, habe immerhin mal mit DnD angefangen zu spielen und es auf dem NordCon mal geleitet (Glgnfz Abenteuer um den Koboldkönig). Und was ich vor 30 Jahren mal cool fand, auch weil ich nichts anderes konnte, ist mir heute zu billig und mir fehlen zu viele Regelelemente.
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Offline Falcon

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #79 am: 25.08.2010 | 00:17 »
@Xemides: dann schreib halt nicht "Aus demselben Grund mag ich nicht...", dann weiss man auch, was du meinst.

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Offline D. Athair

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #80 am: 25.08.2010 | 00:18 »

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Wulfhelm

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #81 am: 25.08.2010 | 00:22 »
Und was ich vor 30 Jahren mal cool fand, auch weil ich nichts anderes konnte, ist mir heute zu billig und mir fehlen zu viele Regelelemente.
Damit habe ich persönlich weniger ein Problem. Ich find's nur bei den ganzen Retroklonen albern, auch die definitiv idiotischen Aspekte vom Ur-D&D beibehalten zu wollen.

Da hat sich meiner Meinung nach DSA1 Basis wirklich besser gehalten. Dessen grundlegenden Regelkomplex kann man einigermaßen gebrauchen.

Offline D. Athair

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #82 am: 25.08.2010 | 00:43 »
... ich war von Abenteuer-Basis-Spiel und der Ausbau-Box schwer enttäuscht.
Für mich funktionieren die Regeln nicht. Anders - Labyrinth Lord.

Und: Wenn er mit den (Kampf-)Regeln glücklich gewesen wäre, dann hätte "Mann ohne Zähne"
nicht mehrere "Work-Arounds" geschrieben und letztlich sein DSA1 auf RISUS(?) umgestellt.



« Letzte Änderung: 25.08.2010 | 00:44 von Dlgthr »
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Offline Yehodan ben Dracon

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #83 am: 25.08.2010 | 08:16 »
Die Redax wagt sich so langsam wieder hervor.

Psst...ich glaube, Du hast sie gleich wieder verschreckt. Verhalte Dich einfach unauffällig und vermeide Worte wie:
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Offline Captain T

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #84 am: 25.08.2010 | 08:21 »
Link?
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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #85 am: 25.08.2010 | 08:30 »
Link?
Guter Punkt. Ist mir in den letzten Tagen hier im  :T: verstärkt negativ aufgefallen, dass ständig irgendwer einen Satz wie diesen schreibt:

Zitat
Gerade gelesen: Thomas Römer entlässt freien Autor wegen einer Frikadelle.

Dazu gibt es dann aber keinen Link, obwohl es offensichtlich ist das diejenige Person ihre Information aus dem Netz hat. Deshalb:

Wir sind hier im Internet. Nutzt Links!

Offline Yehodan ben Dracon

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #86 am: 25.08.2010 | 08:51 »
Ich glaube, Erik bezog sich auf Chris Gosses kurzen Auftritt gestern (Antwort #45).
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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #87 am: 25.08.2010 | 09:06 »
Das höre ich öfter, aber es fällt mir schwer, es zu glauben. Denn wie bitteschön ist ein Regelmonster wie DSA4(.1) an Leuten mit dieser Einstellung vorbeientwickelt worden? Ich meine, der Leitwolf ist doch wohl immer noch Thomas Römer, und der zeichnet maßgeblich für das DSA4(.1)-System verantwortlich. Bei den Mitarbeitern an den Regelwerken wirst Du Rang und Namen (hähä) der Kern- und Peripherieredax finden. Haben die tatsächlich alle zusammen ein Regelsystem erschaffen, das sie selber eigentlich gar nicht interessiert?
Weil es nicht (richtig?) von der Redaktion spielgetestet wurde laut Thomas Römer, den hatte ich danach auf einer SPIEL gefragt.
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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #88 am: 25.08.2010 | 09:07 »
Bei den Mitarbeitern an den Regelwerken wirst Du Rang und Namen (hähä) der Kern- und Peripherieredax finden. Haben die tatsächlich alle zusammen ein Regelsystem erschaffen, das sie selber eigentlich gar nicht interessiert?

Mein Eindruck: es durfte halt jeder ein paar Seiten schreiben und das wurden alles zusammengemengt. Wenn du der Typ bist, der 2 Seiten zu einer speziellen Subkategorie Zauber verfassen soll, willst du halt auch was einzigartiges und originelles da reinpacken. Ich sag nur: "Wunschvolumen". :D
Und dann hast du halt unzählige aneinander vorbeiproduzierte Subsysteme. Ich würde mich da als Co-Designer auch höchstens nur für meinen eigenen ausgefeilten und barocke Regelbrocken interessieren. Selbstverwirklichung durch Veröffentlichungen: das ist ja eine der großen Motivationen bei DSA. Man sah ja erst am Ende was rauskam...

Und in den 90igern war halt zumindest in Deutschland noch Realismus die Richtung, in die man gehen konnte und musste. Der ganze Gamedesign-Diskurs ging ja selbst in den USA erst ein wenig später los. Obwohl Storyteller-White-Wolf-DSA? Wollte das nie jemand? Vampire-Goths und Kongress-DSA-Spieler sind doch ohnehin dasselbe.  ;D
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Wulfhelm

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #89 am: 25.08.2010 | 09:34 »
... ich war von Abenteuer-Basis-Spiel und der Ausbau-Box schwer enttäuscht.
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Ist offtopic hier, aber: Für mich absolut nicht nachvollziehbar. Diese ganzen Retroklone, die darauf bestehen, auch die bescheuertesten Aspekte von OD&D nachzubilden, einschließlich, aber nicht beschränkt auf...
- Weitgehend wertlose Attribute (egal, ob man zB 9 oder 12 hat)
- Abwesenheit von einheitlichen Spielmechaniken und allgemeinen Regeln
- Erststufler, die an jedem Treffer krepieren.
- Anti-intuitive Rüstungsklassen/Trefferwurf-Regelung
- Komplett glücksbasierte Charaktererschaffung (Okay, das ist bei DSA1 auch schlecht.)
... geben mir persönlich eher wenig. Der Gipfel der Albernheit war btw MoZ's Helden und Abenteuer(?), wo er doch tatsächlich D&D durch RISUS emuliert hat, indem man zufällig ausgewürfelt hat, wie viele Klischeewürfel man frei verteilen durfte. Aua!

DSA1 war ein weitaus fortschrittlicheres System, was man ja auch erwarten durfte angesichts der Tatsache, dass es 10 Jahre später kam. Ein ziemlich konsequent durchgezogener, universeller Probenmechanismus, überlebensfähige Startcharaktere und aussagekräftige Attribute standen unter anderem auf der Habenseite.

Offline Destroy all Monsters

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #90 am: 25.08.2010 | 12:50 »

DSA1 war ein weitaus fortschrittlicheres System, was man ja auch erwarten durfte angesichts der Tatsache, dass es 10 Jahre später kam. Ein ziemlich konsequent durchgezogener, universeller Probenmechanismus, überlebensfähige Startcharaktere und aussagekräftige Attribute standen unter anderem auf der Habenseite.

DSA1 war in meinen Augen völliger Schrott. Fortschrittlich in den 80ern waren ganz andere Systeme.
DSA war damals ein vollkommen unbrauchbares Regelwerk, das Kämpfe entschleunigte und bis zum St. Nimmerleinstag in die Länge zog. Das Zaubersystem war teilweise reiner Unfug (Anrechnung gegen die "Monsterklasse", die völlig unsystematisch verteilt wurde). Der Probenmechanismus (1W20 unter Attribut bzw. mit Ausbausbox unter Talent) war nun wirklich keine Neuerung. Der später hinzugekommene 3W20-Mechanismus ist was für Liebhaber langwieriger, unübersichtlicher Würfelorgien (aber das war schon kein Ur-DSA mehr).

Auf der "Haben"-Seite bei DSA1 stehen für mich nur der einfache, kindgerechte Aufbau und Laien zugängliche Schreibstil, sowie einige (wenige) eingängige Abenteuer aus der Frühzeit, die erschwinglich, im Normalhandel erhältlich und wirklich spielbar waren. Und vielleicht noch die unentdeckte, aber aufgrund der offenkundigen Anlehnung an die europäische Rennaissance (und das Mittelalter) trotzdem vertraut wirkende Spielwelt "Aventurien", bevor alles zugepflastert kanonisiert wurde.
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Wulfhelm

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #91 am: 25.08.2010 | 13:22 »
DSA1 war in meinen Augen völliger Schrott. Fortschrittlich in den 80ern waren ganz andere Systeme.
:umleitung:
Fortschrittlicher als OD&D. Und zwar erheblich. Dass es damals bereits viele andere Systeme gab, die OD&D hinter sich gelassen haben, weiß ich auch.

Online tartex

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #92 am: 25.08.2010 | 13:41 »
Der Probenmechanismus (1W20 unter Attribut bzw. mit Ausbausbox unter Talent) war nun wirklich keine Neuerung.

Was aber besser war, war dies als zentrale Regelmechanik zu verwenden und sie eben so zentral im Text des Regelwerks zu positionieren. Und sie in fast allen Situationen zu verwenden. (Ich geh jetzt mal nicht auf die Zwergennase ein...)
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Offline Lichtschwerttänzer

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #93 am: 25.08.2010 | 14:39 »
:umleitung:
Fortschrittlicher als OD&D. Und zwar erheblich. Dass es damals bereits viele andere Systeme gab, die OD&D hinter sich gelassen haben, weiß ich auch.

Wann kam AD&D 1sted Raus , das Od&d Companion?
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Offline Dirk Remmecke

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #94 am: 25.08.2010 | 15:01 »
Ist offtopic hier,

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Um das Prinzip mal auf DSA zu übersetzen:

Stell dir vor, jemand der heute noch DSA 2 spielt, hat eine Idee für eine Regelerweiterung (neue Zauber) oder ein Abenteuermodul. Er möchte dieses Material veröffentlichen. Er möchte sich aber nicht mit den Rechteinhabern von DSA anlegen - d.h. "DSA" darf weder drauf, noch drin stehen. (Die Redaktion Abenteuer Sets hat dies erst lernen müssen...)

Problem 1: Wie macht er in der Szene bekannt, dass sein Modul für DSA geschrieben ist?

Problem 2: Sein Modul sieht so interessant aus, dass auch Spieler anderer Systeme es verwenden möchten, möglichst mit dem System, für das es geschrieben wurde - aber DSA 2 ist gar nicht mehr im Markt!

Lösung: Er baut "Das schwarze Auge 2" so genau wie möglich nach, ändert ein paar kosmetische Kleinigkeiten, und nennt das System "Die schwarze Nase". Der Nachbau geschieht öffentlich (z.B. in einschlägigen Foren), so dass die Großzahl der DSA-Fans dies mitbekommt. Sie wissen also, dass die Nase zu 99% identisch mit dem Auge ist.
Ein Spieler von DSA 1 macht das auch, er nennt seinen Nachbau "Der schwarze Mund"; und ein DSA 3-Spieler macht "Das schwarze Ohrläppchen". Ihnen allen geht es ausdrücklich nicht darum, mit dem Verkauf der Regelbücher reich zu werden, sondern auf ein (notfalls über Print-on-Demand-Verfahren) im Handel erhältliches Produkt verweisen zu können - und dann Abenteuer o.ä. zu veröffentlichen.

Dass sowas in Deutschland einem DSA-sozialisierten Spieler nicht sofort ersichtlich ist, kann ich verstehen. Schließlich hatten wir mit den Universalabenteuern (Drachenland/Traumreisen, Edition Troll, Geschichten aus Illimas, Redaktion Abenteuer Sets) eine funktionierende Kultur der semiprofessionellen "Anhängsel", mit Verweisen auf D&D, Midgard, DSA, MERS & Co (und offen im Vertrieb der DSA/MERS/Midgard/etc-nahen Großhändler). Ob diese dann auch DSA-Spieler erreicht haben, kann ich nicht beurteilen; die Abenteuer waren meistens eher "unaventurisch".

Auch wird es hier weniger Spieler alter DSA-Versionen geben, weil DSA-Spieler ja auch durch den Metapot dazu angehalten wurden, das offizielle Material zu schätzen und Versionssprünge mitzumachen (obwohl das zwischen 3 und 4 schon deutlich hakte). Und wenn sie Lust hatten, an Regeln zu drehen oder Abenteuer zu schreiben, konnten sie sich in diversen Communities austoben (und sogar offizielle Weihen erfahren).

Womit ich wortreich sagen will (und was auch ZORNHAU noch viel wortreicher gesagt hat), dass es für einen DSA-Retroklon in Deutschland keine Motivation gibt.

Was aber kein Grund sein sollte, die Beweggründe der Spieler der alt-D&D-Versionen nicht nachvollziehen zu können.

Zitat
DSA1 war ein weitaus fortschrittlicheres System, was man ja auch erwarten durfte angesichts der Tatsache, dass es 10 Jahre später kam. Ein ziemlich konsequent durchgezogener, universeller Probenmechanismus, überlebensfähige Startcharaktere und aussagekräftige Attribute standen unter anderem auf der Habenseite.

Dazu kann ich mich nur selbst zitieren: Ich bin mit der Roten D&D Basis-Box zum Rollenspiel gekommen. Als DSA kurz darauf auch erschien, habe ich es mir gekauft, aber als geringeres Preis-Leistungs-Verhältnis empfunden (Textdichte, Anzahl der Regeln, Zauber und Monster, Layout und Illustrationen), was mich bei D&D bleiben ließ.

Ich kann mich auch gut daran erinnern, wie DSA bei jenen, die damals das Hobby schon länger ausübten (AD&Dler, RQler) wegen der Sprache und der Illustrationen schnell in der Schublade "Kinder-Rollenspiel" landete, ein Attribut namens "Mut" sehr befremdlich wirkte und ein "konsequent durchgezogener, universeller Probenmechanismus" bei so gut wie niemandem ein Verkaufsargument war. Frühestens Ende der Achtziger wurde das zu einem Wert an und für sich.

Dass DSA sich sehr schnell mauserte und bald verdient auf eigenen Füßen stand, steht auf einem anderen Blatt.

Ok, ich sehe, es gab neue Postings, du hast deine Aussage relativiert:

Fortschrittlicher als OD&D. Und zwar erheblich. Dass es damals bereits viele andere Systeme gab, die OD&D hinter sich gelassen haben, weiß ich auch.

Ok, da sind wir einer Meinung. DSA 1 war allein schon didaktisch und organisatorisch eine völlig andere Liga als die LBBs. Dennoch sehe ich den OD&D-Nachbau Swords & Wizardry und DSA 1 inhaltlich absolut auf Augenhöhe. Das wird noch viel deutlicher, wenn man sich den englischen DSA 1-Klon anguckt.
« Letzte Änderung: 25.08.2010 | 15:05 von Dirk Remmecke »

Offline Glgnfz

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #95 am: 25.08.2010 | 15:48 »
Nur muss man natürlich hier sagen, dass DSA1 ja niemals mit dem D&D des Jahres 1974 konkurrierte, das man nur dann verstand, wenn es einem Gary oder einer seiner Kumpels direkt beibrachte. Aber schon da bringt der Fachmann ein paar Posts weiter oben die Dinge völlig durcheinander, denn, wenn er auf den Attributswerten 9-12 herumreitet, dann bezieht er sich auf Mentzer-D&D und das erschien ein knappes halbes Jahr vor DSA1.

DSA1 konkurrierte also mit dem D&D der roten Mentzer-Box und da ist es mal definitiv kein Schritt nach vorne, sondern fast schon eine Kopie, wo an ein paar Stellen gefeilt wurde (Attacke/Parade oder Magiesystem), um nicht zu ähnlich zu wirken. Dazu noch eine mehr auf Menschen zentrierte Welt mit deutlich mehr mittelalterlichen denn fantastischen Zügen und fertig war DSA1.

Und die didaktische Aufbereitung ist auch ganz extrem bei der roten Box abgekupfert, wenn nicht sogar schlechter gelungen.
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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #96 am: 25.08.2010 | 16:02 »
??? Komisch, irgendwo hakt da was. Bin aber kein Rollenspielhistoriker und auf das imposante Fachwissen von Mr. Glgnfz angewiesen. Magste das Mysterium entwirren? Hier die Situation: Wir haben damals relativ lange mit der englischen, roten D&D-Box gespielt, weil es damals noch kein deutsches Rollenspiel gab. Auf DSA wurden wir jedenfalls erst später aufmerksam und die deutsche Übersetzung von D&D in der roten Box (wieso nennen das die Freaks eigentlich immer "Mentzer-Box") haben zumindest wir damals noch später gesehen. Da das inkompatibel mit Deinen Angaben ist und ich schwer davon ausgehe, dass der Fehler bei mir und nicht bei Dir liegt, bitte ich um Erläuterung  ;D

Offline Glgnfz

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #97 am: 25.08.2010 | 16:10 »
Die rote Box kam in den USA und in D jeweils 1983 raus. In den USA im frühen Sommer, in Deutschland Ende des Jahres. Direkt mit dem Weihnachtsgeschäft 1983 ging es los, DSA kam dann Ende Frühjahr 1984 raus. Irgendwer weiß sicher das genaue Datum oder kann es nachschlagen, ich würde jetzt aus der hohlen Hand Mai schätzen.

Sollte mich also sehr wundern, wen ihr die rote Box deutlich länger auf Englisch in Händen hieltet - sie heißt übrigens Mentzer-Box, weil Frank Mentzer von Gary Gygax den Auftrag bekam, eine Einsteigerversion der schon existierenden Regeln von Moldvay zu basteln. Vielleicht hattet ihr ja diese Moldvay-Box - die gab es seit 1980.




Noch als Info zu Frank Mentzer - auch das Experten Set konnte er mehr oder weniger von der vorhergehenden Version (Expert-Set von Cook/Marsh von 1981) abkupfern, aber das Ausbau-, Master- und Immortals-Set ist alleine auf seinem Mist gewachsen.
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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #98 am: 25.08.2010 | 16:16 »
sondern fast schon eine Kopie, wo an ein paar Stellen gefeilt wurde (Attacke/Parade oder Magiesystem), um nicht zu ähnlich zu wirken. Dazu noch eine mehr auf Menschen zentrierte Welt mit deutlich mehr mittelalterlichen denn fantastischen Zügen und fertig war DSA1.

"An ein paar Stellen gefeilt?" Naja, damit war der D&D-Kern Kampf und Magie (v.a. das bescheuerte Prepare-Fire-Forget) geändert, und die Philosophie der Settinglosigkeit wurde bei DSA bereits in der Erstbox andeutungsweise aufgegeben. Die Illus waren weitaus evozierender, und das "Kinderrollenspiel" mußte immerhin die erste Auflage (steht bei mir noch im Regal) binnen weniger Wochen "entschärfen".

Das sind mehr als leichte Änderungen, das war bereits zu dem Zeitpunkt ein grundlegend anderes System.

EDIT / Grammatik
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Zitat von: korknadel
Rollenspiele sollen bei Dir im besten Fall eine gewisse Schwermut, Resignation und Melancholie hervorrufen.

Zitat von: Dolge
Auf Diskussionen, was im Rollenspiel realistisch ist und was nicht, sollte man sich nie unter gar keinen Umständen absolut gar überhaupt vollständig nicht einlassen.

ErikErikson

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Re: Die dritte Staffel der Fröhlichen DSA-Blubberlästerrunde
« Antwort #99 am: 25.08.2010 | 16:18 »
Aus der Zeit kenn ich nur die Spielebücher. Waren die Regeln so in der Art, wie Sagaland, Blood Sword oder Way of the Tiger?